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Zusammenfassung
| 20.06.2010 - Langer Tag der StadtNatur...
Nach dem wir gestern, anlässlich des Berliner "Langen Tages der StadtNatur"
im Naturpark Schöneberg unterwegs waren, hatten wir heute zwei Ziele. Das
erste war eine botanische Führung über das Gelände des ehemaligen Wasserwerkes
Friedrichshagen.
Normalerweise ist dort der Zutritt dem Normalbürger verwehrt und
deshalb konnten sich auf diesem sehr trockenen Areal viele Arten der Magerrasen erhalten. Leider
durften wir uns aber nicht von der Gruppe entfernen und so blieben nur zwei für
mich zeigenswerte Fotos übrig.
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 | | Sedum acre - Scharfer Mauerpfeffer |  |
| Nr. 2010.4378kl | 100 % | ![4378kl]() | Sedum acre Scharfer Mauerpfeffer | 100mm; F/4.5; 1/800s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Porcellio spinicornis - Dornfühlerassel |  |
| Nr. 2010.4321kl | 100 % | ![4321kl]() | Porcellio spinicornis Dornfühlerassel | 100mm; F/3.5; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| Das zweite Ziel war eine Führung über das Gelände des
ehemaligen Flugfeldes Johannisthal, welches heute ein Naturschutzgebiet mit großen
Flächen an Sand- und Halbtrockenrasen ist, auf denen sich auf Grund der
großen täglichen Temperaturunterschiede sogar Pflanzen und Tiere angesiedelt
haben, die sonst nur in Steppengegenden vorkommen.
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| 12.09.2010 - Gottesanbeterinnen im Schöneberger Südgelände...
Ich habe nun inzwischen schon mehrmals das Schöneberger Südgelände, einen Naturpark auf dem
Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofes im Süden von Berlin, besucht. Bisher
hatte ich jedoch noch nie das Glück eines der seltensten Insekten Deutschlands, welches hier
vorkommt, vor die Kamera zu bekommen.
Aber heute war mir das Glück hold und ich durfte endlich eine Europäische Gottesanbeterin bestaunen!
Natürlich hatte ich mir auch diesmal extra einen herrlichen sonnigen Spätsommertag ausgesucht
und gehofft, daß die großen Fangschrecken durch die Wärme sehr aktiv und dadurch auch besser zu
sehen sind. Außerdem war beim letzten Mal das ganze Gras am Wegesrand schon von Schafen abgefressen
worden - meine potentiellen Motive hatten damit keinen Sitzplatz mehr, an den man sie hätte
beobachten können.
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 | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin |  |
| Nr. 2010.8520c_kl | 100 % | ![8520c_kl]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin | 100mm; F/8; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin |  |
| Nr. 2010.8543b_kl | 100 % | ![8543b_kl]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin |  |
| Nr. 2010.8571_72kl | 100 % | ![8571_72kl]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin | 100mm; F/11 (DFF); 1/100s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin |  |
| Nr. 2010.8524b_kl | 100 % | ![8524b_kl]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin | 100mm; F/8; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| Diesmal tummelten sich gleich mehrere Exemplare am Wegesrand und ich brauchte
mir nur das am fotogensten auf Beute wartende auszusuchen. Als ich ein weiteres Tier in den Fokus genommen hatte, passierte dann
sogar noch etwas ganz Unerwartetes. Es fing sich doch tatsächlich einfach eine Wespe,
die gerade am Vorbeifliegen war.
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Die Europäische Gottesanbeterin ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Vertreterin
aus der Ordnung der Fangschrecken. Sie steht in Deutschland auf der Roten Liste und genießt
damit besonderen Schutz.
Ihren Verbreitungsschwerpunkt hat sie eigentlich eher im südlichen,
mehr wärmebegünstigten Teil unseres Landes - z.B. am Kaiserstuhl. Die Kolonie hier in Berlin ist lediglich
eine Exklave und außerdem das nördlichste Vorkommen dieser Art in Mitteleuropa.
Im Mittelmeerraum besiedelt die Gottesanbeterin die unterschiedlichsten Lebensräume,
bei uns allerdings ist sie dagegen, wie schon erwähnt, lediglich auf ausgesprochene Wärmeinseln
beschränkt.
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 | | Mantis religiosa - Europäische Gottesanbeterin |  |
| Nr. 2010.8650kl | 100 % | ![8650kl]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin | 100mm; F/6.3; 1/100s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| Interessanter Weise kann die Grundfärbung der Tiere von hellem grün bis zu
dunklem braun reichen. Es handelt sich dabei nicht etwa um unterschiedliche Arten, sondern
die unterschiedlichen Färbungsvarianten entstehen als Anpassung an ihre Umgebung.
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| 07.09.2010 - Ein Ausflug zu den Dünen-Springspinnen...
Der heutige Halbtagesausflug führte mich, auf der Suche nach der in
Deutschland vom Aussterben bedrohten Dünen-Springspinne,
zu einer der größten Binnendünen Brandenburgs. Meine Püttberge
sind gegen diesen riesigen "Sandhaufen" nahe Jüterbog wirklich winzig.
Und was soll ich sagen, nach nur 10 Minuten ist mir tatsächlich auch schon
das erste männliche Exemplar vor die Linse "gesprungen". Wohl eher ein großer
Zufall, denn laut meines ortskundigen Begleiters dauert die Suche im Normalfall
sonst schon mal 1-2 Stunden!
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne |  |
| Nr. 2010.8019c_kl | 100 % | ![8019c_kl]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne | 100mm; F/7.1; 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne |  |
| Nr. 2010.8013kl | 100 % | ![8013kl]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne | 100mm; F/5; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Dünen-Springspinne kommt ausschließlich in Dünengebieten des
Binnenlandes vor und ist aufgrund der Seltenheit solcher Lebensräume in
Deutschland vom Aussterben bedroht.
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne |  |
| Nr. 2010.8034kl | 100 % | ![8034kl]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne | 100mm; F/9; 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne |  |
| Nr. 2010.8094_95c_kl | 100 % | ![8094_95c_kl]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne | 100mm; F/9 (DFF); 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Durch ihre Farbe und die hell-dunkle Sprenkelung ist sie im Aussehen
perfekt an diese Umgebung angepaßt. Auf dem sandigen Untergrund ist die Spinne daher
so gut wie unsichtbar - nur ihre Bewegung kann sie verraten. Ruhephasen verbringt die Art
in einem Gespinst im Dünensand und ist so praktisch nicht aufzufinden.
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 | | Labidura riparia - Sandohrwurm |  |
| Nr. 2010.8207kl_r | 100 % | ![8207kl_r]() | Labidura riparia Sandohrwurm | 100mm; F/11; 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Andrenosoma atra - Schwarze Mordfliege |  |
| Nr. 2010.8170b_kl_r | 100 % | ![8170b_kl_r]() | Andrenosoma atra Schwarze Mordfliege | 100mm; F/11; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Chalcophora mariana - Großer Kiefernprachtkäfer |  |
| Nr. 2010.8066b_kl | 100 % | ![8066b_kl]() | Chalcophora mariana Großer Kiefernprachtkäfer | 100mm; F/8; 1/60s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Natürlich gab es in so einer herrlichen, naturbelassenen Landschaft noch
einiges mehr an Motiven. Davon sind allerdings nicht viele auf meinem Chip gelandet, da ich mich
nicht an meinen Lieblingen sattsehen konnte. Die zwei einzigen für mich
noch herzeigbaren Bilder ohne Spinne, sind das von einem Sandohrwurm und das
einer schön posierenden Schwarzen Mordfliege. Beide Arten hatte ich bis dahin noch nie in der
Natur beobachten können.
Eher ein Schnappschuss, aber auf Grund der Seltenheit der Art trotzdem zum Vorenthalten zu schade,
ist außerdem das Foto eines Großen Kiefernprachtkäfers.
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Im Großen und Ganzen ein echt tolles Gebiet mit vielen Seltenheiten. Auf jeden Fall muß ich hier
noch einmal hin, schon weil ich ja unbedingt noch ein paar Fotos
eines Dünen-Springspinnen Weibchens brauche...
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| 07.09.2010 - Ein Ausflug zu den Dünen-Springspinnen...
Der heutige Halbtagesausflug führte mich, auf der Suche nach der in
Deutschland vom Aussterben bedrohten Dünen-Springspinne,
zu einer der größten Binnendünen Brandenburgs. Meine Püttberge
sind gegen diesen riesigen "Sandhaufen" nahe Jüterbog wirklich winzig.
Und was soll ich sagen, nach nur 10 Minuten ist mir tatsächlich auch schon
das erste männliche Exemplar vor die Linse "gesprungen". Wohl eher ein großer
Zufall, denn laut meines ortskundigen Begleiters dauert die Suche im Normalfall
sonst schon mal 1-2 Stunden!
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne |  |
| Nr. 2010.8019c_kl | 100 % | ![8019c_kl]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne | 100mm; F/7.1; 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne |  |
| Nr. 2010.8013kl | 100 % | ![8013kl]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne | 100mm; F/5; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Dünen-Springspinne kommt ausschließlich in Dünengebieten des
Binnenlandes vor und ist aufgrund der Seltenheit solcher Lebensräume in
Deutschland vom Aussterben bedroht.
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne |  |
| Nr. 2010.8034kl | 100 % | ![8034kl]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne | 100mm; F/9; 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne |  |
| Nr. 2010.8094_95c_kl | 100 % | ![8094_95c_kl]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne | 100mm; F/9 (DFF); 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Durch ihre Farbe und die hell-dunkle Sprenkelung ist sie im Aussehen
perfekt an diese Umgebung angepaßt. Auf dem sandigen Untergrund ist die Spinne daher
so gut wie unsichtbar - nur ihre Bewegung kann sie verraten. Ruhephasen verbringt die Art
in einem Gespinst im Dünensand und ist so praktisch nicht aufzufinden.
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 | | Labidura riparia - Sandohrwurm |  |
| Nr. 2010.8207kl_r | 100 % | ![8207kl_r]() | Labidura riparia Sandohrwurm | 100mm; F/11; 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Andrenosoma atra - Schwarze Mordfliege |  |
| Nr. 2010.8170b_kl_r | 100 % | ![8170b_kl_r]() | Andrenosoma atra Schwarze Mordfliege | 100mm; F/11; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Chalcophora mariana - Großer Kiefernprachtkäfer |  |
| Nr. 2010.8066b_kl | 100 % | ![8066b_kl]() | Chalcophora mariana Großer Kiefernprachtkäfer | 100mm; F/8; 1/60s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Natürlich gab es in so einer herrlichen, naturbelassenen Landschaft noch
einiges mehr an Motiven. Davon sind allerdings nicht viele auf meinem Chip gelandet, da ich mich
nicht an meinen Lieblingen sattsehen konnte. Die zwei einzigen für mich
noch herzeigbaren Bilder ohne Spinne, sind das von einem Sandohrwurm und das
einer schön posierenden Schwarzen Mordfliege. Beide Arten hatte ich bis dahin noch nie in der
Natur beobachten können.
Eher ein Schnappschuss, aber auf Grund der Seltenheit der Art trotzdem zum Vorenthalten zu schade,
ist außerdem das Foto eines Großen Kiefernprachtkäfers.
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Im Großen und Ganzen ein echt tolles Gebiet mit vielen Seltenheiten. Auf jeden Fall muß ich hier
noch einmal hin, schon weil ich ja unbedingt noch ein paar Fotos
eines Dünen-Springspinnen Weibchens brauche...
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| 22.10.2010 - 29.10.2010 - Traumhafte Landschaften...
...und zahlreiche makrofotografische Highlights prägten meinen diesjährigen Aufenthalt auf Kreta, der fünftgrößten Insel im
Mittelmeer. Mein Hauptaugenmerk lag dabei, wie so oft in letzter Zeit, auf der reichhaltigen Salticidae-Fauna der Insel. Natürlich
ist mir aber auch das eine oder andere Insekt vor die Linse gekommen.
Da mein Besuch dieses Jahr erst auf den Oktober fiel, fand ich die Natur allerdings durch den heißen und
trockenen Sommer schon ziemlich ausgedörrt vor. Außerdem war ich diesmal auf der Ostseite der
Insel unterwegs, welche eh schon nicht die Grünste ist.
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Diesen beiden Tatsachen war es wahrscheinlich geschuldet, daß mir größtenteils Arten
sehr trockener Standorte vor mein Objektiv "krabbelten". Typische Vertreter solcher
Lebensräume sind z.B. Heuschrecken und deren Verwandte.
Zuerst möchte ich zwei Fangschrecken-Arten zeigen. Bei der ersten handelt es sich um eine normale
Europäische Gottesanbeterin. Diese Art durfte ich dieses Jahr nun schon zum zweiten
Mal bewundern. Nach meiner Begegnung mit mehreren
grünen Exemplaren in Berlin, hatte ich
es allerdings diesmal mit einem braunen Tier zu tun. Erst sieht man 33 Jahre überhaupt
keine und dann gleich zwei innerhalb eines Jahres!!!
Im Mittelmeerraum ist diese Art allerdings auch im Gegensatz zu unseren Breiten sehr häufig
anzutreffen. So oft wie ich nun schon hier war, war es also eigentlich nur noch eine Frage der Zeit.
 | | Mantis religiosa - Europäische Gottesanbeterin |  |
| Nr. 2010.1068b_kl_r | 100 % | ![1068b_kl_r]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin | 100mm; F/7.1; 1/60s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Mantis religiosa - Europäische Gottesanbeterin |  |
| Nr. 2010.1043kl_r | 100 % | ![1043kl_r]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin | 100mm; F/6.3; 1/200s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die zweite Mantiden-Art wurde mir von einem Spezialisten als Ameles heldreichi bestimmt.
Die hellgrauen Tiere waren mit ca. 2-3 cm viel kleiner und unscheinbarer als ihre größere Verwandtschaft.
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Sie hielten sich hauptsächlich in Bodennähe zwischen vertrockneter Vegetation auf und scheinen in der
Gegend um Agios Nikolaos nicht selten zu sein. Zumindest rund um unser Hotel waren sie recht
häufig und meist in großer Anzahl anzutreffen.
 | | Ameles heldreichi - Fangschrecke |  |
| Nr. 2010.789kl_r | 100 % | ![789kl_r]() | Ameles heldreichi Fangschrecke | 100mm; F/7.1; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Ameles heldreichi - Fangschrecke |  |
| Nr. 2010.798kl_r | 100 % | ![798kl_r]() | Ameles heldreichi Fangschrecke | 100mm; F/8; 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
 | | Ameles heldreichi - Fangschrecke |  |
| Nr. 2010.791d_kl_r | 100 % | ![791d_kl_r]() | Ameles heldreichi Fangschrecke | 100mm; F/7.1; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Und zu guter Letzt noch eine Larve einer Europäischen Zwergmantis. Sie krabbelte
direkt vor unserer Tür an der Wand herum und ich hätte sie, mit ihrer Größe von höchstens 1 cm, beinahe übersehen.
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Die Europäische Zwergmantis wird aber auch ausgewachsen mit nur 1-3 cm nicht viel größer. Ihr Verbreitungsgebiet
erstreckt sich von Südeuropa bis nach Nordafrika. Sie bevorzugt warme und trockene Lebensräume mit vorwiegend niedriger
Vegetation.
Im Gegensatz zur Europäischen Gottesanbeterin neigen die Weibchen dieser Art übrigens auch nicht dazu
ihre Männchen nach der Begattung als Nachspeise anzusehen :-)
Die Kleine war ein sehr geduldiges Modell und ließ mir sogar noch die Zeit,
ein paar Zwischenringe einzusetzen, um sie etwas formatfüllender auf meinen Chip zu bannen,
ehe sie ganz langsam und nach Fangschreckenmanier wippend entschwand.
Bestimmt wurden mir alle Fangschrecken übrigens bei insektenfotos.de.
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 | | Ameles spallanzania - Europäische Zwergmantis |  |
| Nr. 2010.744c_kl_r | 100 % | ![744c_kl_r]() | Ameles spallanzania Europäische Zwergmantis | 100mm; F/11; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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So, jetzt reicht es aber mit den Mantiden (und den Schachtelsätzen) - obwohl ich sicher noch das eine oder andere
sehenswerte Bild vorrätig hätte. Aber es gab ja noch mehr zu sehen!
Mit Schrecken geht es allerdings trotzdem weiter ... und zwar mit einer Kegelkopfschrecke,
die mir gleich während unseres ersten Spaziergangs am Ankunftstag über den Weg lief, und einer sehr hübschen Schönschrecke, bei
der ich mir mit der genauen Art nicht ganz schlüssig bin. Letztere begegnete mir noch mehrmals während
meines Aufenthaltes - die Art scheint also in dieser Gegend relativ häufig vorzukommen.
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 | | Pyrgomorpha conica - Kegelkopfschrecke |  |
| Nr. 2010.545kl_r | 100 % | ![545kl_r]() | Pyrgomorpha conica Kegelkopfschrecke | 100mm; F/6.3; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Calliptamus cf. barbarus - Schönschrecke |  |
| Nr. 2010.1397kl_r | 100 % | ![1397kl_r]() | Calliptamus cf. barbarus Schönschrecke | 100mm; F/6.3; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die eigenartigste Schrecke, die ich je in meinem Leben gesehen habe, fand ich allerdings
am "weltbekannten" Palmenstrand von Vai. Ich traf sie während eines Spaziergangs zwischen zwei Sonnenbädern
in dornigem Gestrüpp in der Nähe unseres Badehandtuches.
Für mich sieht die Gute irgendwie nach einer Kreuzung zwischen einer Heuschrecke und einem Chamäleon aus. Besonders
ihre Fühler und die Zacken auf dem Hinterleib sind doch schon ziemlich chamäleonesc, oder? Leider
konnte ich nichts genaues über die Art herausfinden - außer, daß sie zur Familie der Steinschrecken
zu gehören scheint. Auf Kreta soll es allerdings davon nur Orchamus raulinii geben...
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 | | Pamphagidae - cf. Orchamus raulinii |  |
| Nr. 2010.1097kl_r | 100 % | ![1097kl_r]() | Pamphagidae cf. Orchamus raulinii | 100mm; F/5; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Nun kommen "endlich" die wenigen Insekten abseits der Schreckenfraktion. Von den eh
nicht sehr vielen Schmetterlingen, die ich gesehen habe, konnte ich leider auch nur zwei ins entsprechende
Licht rücken. Die anderen
waren, da ich nie am frühen Morgen unterwegs war, meist schneller als ich.
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 | | Hipparchia cretica - Kretischer Waldportier |  |
| Nr. 2010.690_92_89kl_r | 100 % | ![690_92_89kl_r]() | Hipparchia cretica Kretischer Waldportier | 100mm; F/5 (DFF); 1/200s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Beim ersten Falter handelt es sich um den Kretischen Waldportier. Er
landete direkt neben mir auf den Felsen, als ich gerade die Vegetation über der Steilküste, ganz in der Nähe
unseres Hotels,
durchstreifte. Wenn er nur so da gesessen hätte, wäre ich sicher an ihm vorbei gelaufen,
denn obwohl er ziemlich groß war, war er durch die schlichte Färbung seiner Unterflügel dennoch
perfekt getarnt. Diese Tagfalterart ist hier endemisch, das
heißt, sie kommt ausschließlich auf der Insel Kreta vor.
Viele weitere Infos konnte ich allerdings nicht finden, außer, daß der Lebensraum des Schmetterlings trockene Felshänge
von der Küste bis ins Gebirge auf bis zu 1500 m Höhe sind.
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Der zweite Falter ist ein Punktbär und gehört als Vertreter der Bärenspinner zu den
Nachtfaltern. Auf Grund seiner bunten Flecken wird er auch oft als Harlekinbär bezeichnet.
Die Art ist vor allem in Afrika und Asien, sowie im Mittelmeerraum heimisch. Als Wanderfalter kann
man ihn aber auch gelegentlich nördlich der Alpen finden.
Mein Exemplar flog sehr hastig zwischen vertrockneten Natterkopf-Pflanzen hin und her und es brauchte ein wenig, ehe
er sich mal etwas länger als 10 Sekunden niederließ und ich ihn ablichten konnte.
Mit ca. 3 cm Flügelspannweite war der Falter nicht gerade groß, dafür aber durch seine
tolle Färbung echt nicht zu übersehen.
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 | | Utetheisa pulchella - Punktbär |  |
| Nr. 2010.572_76kl_r | 100 % | ![572_76kl_r]() | Utetheisa pulchella Punktbär | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Determiniert wurden mir beide Schmetterlinge übrigens
im Lepiforum und mein Foto des Waldportiers
ist jetzt sogar Teil der dortigen
Bestimmungshilfe. Wozu so ein Urlaub alles nützlich sein kann...
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 | | Sympetrum fonscolombii - Frühe Heidelibelle |  |
| Nr. 2010.1303kl_r | 100 % | ![1303kl_r]() | Sympetrum fonscolombii Frühe Heidelibelle | 100mm; F/5; 1/500s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Sympetrum fonscolombii - Frühe Heidelibelle |  |
| Nr. 2010.1306kl_r | 100 % | ![1306kl_r]() | Sympetrum fonscolombii Frühe Heidelibelle | 100mm; F/5.6; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Libellentechnisch war schon um einiges mehr los.
"Leider" war es aber während unserer Touren in der gesamten Zeit
meist sommerlich warm und noch dazu ohne eine Wolke am Himmel. Ersteres
führte zu sehr agilen Fotomotiven (bei Libellen besonders schlecht) und das zweite dazu, daß
man, um keine zu hohen Kontraste auf den Bildern zu bekommen, die Motive abschatten muß
(bei agilen Libellen undenkbar). Alles in Allem eine sehr ungünstige Kombination - jedenfalls
für den Makrofotografen. Für den Badegast dagegen, und natürlich vor allem für die Libellen,
ein optimaler Herbst auf Kreta!
Lange Rede, kurzer Sinn - lediglich zwei Libellenbilder von mindestens hundert geschossenen
sind wirklich sehenswert. Und obwohl beide Fotos das selbe Motiv zeigen, sind sie für mich in
ihrer Wirkung doch recht unterschiedlich - deshalb einfach beide.
Zu sehen darauf ist eine Frühe Heidelibelle beim Sonnenbad bzw. beim Lauern
auf vorbeifliegende Beute. Beobachten konnte ich sie an einer Lagune in Strandnähe.
Diese Art ist in weiten Teilen Europas, Asiens und Afrikas zu Hause, bevorzugt aber vor allem
sehr warme Regionen. Auch bei uns in Deutschland fliegt sie in jedem Jahr, als typische Wanderart, aus
dem Mittelmeerraum ein. Sie bevorzugt hier flache, nicht zu stark bewachsene, stehende Gewässer, die
sich leicht erwärmen.
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Auf Kreta ist die Art hingegen ganzjährig heimisch und bei der Auswahl ihres Lebensraumes längst
nicht so wählerisch. Sie lebt hier an stark bewachsenen Teichen, in Sümpfen und ausgetrockneten Flußbetten.
Selbst gegenüber salzhaltigem Wasser sind die Larven weitgehend tolerant.
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| Ein weiteres in meinen Augen sehr fotogenes Tier krabbelte mir auf der Insel Spinalonga
über den Weg. Vielmehr habe ich es beim Steineumdrehen "zufällig" aus seiner Höhle gescheucht, denn es
ist eigentlich nachtaktiv. Es handelt sich um eine ca. 3 cm große Tarantel, die zu den Wolfsspinnen
gehört und von der es im Mittelmeerraum einige Arten gibt. Leider kann man die meisten nur genital
unterscheiden und so muß ich es bei einem "Lycosa sp." als Bezeichnung belassen.
 | | Lycosa sp. - Tarantel |  |
| Nr. 2010.895b_kl_r | 100 % | ![895b_kl_r]() | Lycosa sp. Tarantel | 100mm; F/5.6; 1/2500s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Lycosa sp. - Tarantel |  |
| Nr. 2010.908b_kl_r | 100 % | ![908b_kl_r]() | Lycosa sp. Tarantel | 100mm; F/5.6; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Zur Abwechslung aber nun mal etwas nicht tierisches. Die Insel war zwar, bedingt
durch die Jahreszeit, botanisch nicht mehr sehr aufregend, aber ein paar fotogene Pflänzchen
sind mir dann doch noch begegnet.
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| Das erste Bild zeigt die Frucht des im Mittelmeerraum überall verwildert wachsenden Feigenkaktus - einer
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Kakteenart, die wahrscheinlich aus Mexiko stammt, deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet durch die
lange Kultivierung aber nicht mehr bekannt ist.
Auf dem zweiten Foto sieht man die Frucht von Euphorbia dimorphocaulon. Diese
sehr kleine sukkulente Wolfsmilchart hatte ich bisher noch nie gesehen. Sie ist ausschließlich auf Kreta beheimatet.
 | | Opuntia ficus-indica - Feigenkaktus |  |
| Nr. 2010.771kl_r | 100 % | ![771kl_r]() | Opuntia ficus-indica Feigenkaktus | 100mm; F/4.5; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Euphorbia dimorphocaulon - Wolfsmilch |  |
| Nr. 2010.638b_kl_r | 100 % | ![638b_kl_r]() | Euphorbia dimorphocaulon Wolfsmilch | 100mm; F/5; 1/500s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Kaktusfrucht war übrigens ca. 30mal so groß wie die der Wolfsmilch. Das soll's aber
auch schon in Sachen "Grünzeug" gewesen sein. Nach dem kurzen botanischen
Exkurs geht's nun wieder mit etwas beweglicheren Motiven weiter.
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Außer der eigenartigen Steinschrecke hatte ich am Palmenstrand von Vai nämlich noch eine andere Begegnung ganz
besonderer Art. Beim mir inzwischen schon so lieb gewonnenen Umdrehen von großen Steinen
entdeckte ich doch tatsächlich am Strand einen Europäischen Halbfinger. Er sah nach meiner
Störung natürlich zu, daß er das Weite suchte, rannte aber nur bis zum nächsten Stein.
Diese Geckoart ist die einzigste ihrer Gattung in Europa, hier jedoch im gesamten Küstenbereich des
Mittelmeerraums weit verbreitet. Außerdem ist der Halbfinger ein hochinvasiver Neozon und inzwischen
mit Hilfe des Menschen schon über die halbe Erdkugel verbreitet worden. So gibt es ihn inzwischen auch
in Nord- und Mittelamerika sowie auf vielen tropischen Inseln.
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 | | Hemidactylus turcicus - Europäischer Halbfinger |  |
| Nr. 2010.1088a_kl_r | 100 % | ![1088a_kl_r]() | Hemidactylus turcicus Europäischer Halbfinger | 100mm; F/7.1; 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Er bevorzugt warme Trockenhabitate recht unterschiedlicher Art, die ihm genügend Unterschlupf bieten.
Sehr häufig lebt er als typischer Kulturfolger an den unterschiedlichsten Bauwerken und ist auch nicht selten in
den Gebäuden selbst anzutreffen.
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 | | Hemidactylus turcicus - Europäischer Halbfinger |  |
| Nr. 2010.1084b_kl_r | 100 % | ![1084b_kl_r]() | Hemidactylus turcicus Europäischer Halbfinger | 100mm; F/8; 1/800s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Am Schluß meines "kurzen" Abrisses möchte ich nun doch noch ein paar meiner Lieblinge zeigen.
Von den vielen von mir fotografierten Springspinnen
( Liste)
in den unterschiedlichsten Situationen und Posen beschränke ich mich allerdings auf vier meiner Lieblingsbilder. Den Rest gibts, wie immer,
in der Galerie zu bestaunen. Dazu schreiben werde ich auch erst einmal nichts, da ich beabsichtige in
Zukunft ein paar Infos zu den einzelnen Arten mit in die Galerie aufzunehmen.
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| 04.03.2010 - 10 Tage auf La Palma...
Da der Winter in Deutschland dieses Jahr überhaupt nicht aufzuhören scheint, sind wir dem
Frühling einfach mal entgegen geflogen. La Palma, die fünftgrößte der Kanarischen Inseln, schien
uns dafür wie gemacht. Ich kann diese Insel nur jedem wanderfreudigen Naturliebhaber wärmstens
empfehlen. Natürlich gab es außer einer wirklich wunderschönen Landschaft auch wieder jede Menge
makrofotografische Leckerbissen.
Beginnen möchte ich mit der nur auf La Palma vorkommenden Unterart der Westkanareneidechse.
Die Westkanareneidechse ist eine endemische Eidechsenart, die nur auf den zwei westlichen der Kanaren (Teneriffa
und La Palma) vorkommt. Sie hat sich dabei zu vier Unterarten entwickelt und nur eine davon
lebt auf La Palma.
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 | | Gallotia galloti palmae - Westkanareneidechse ♀ |  |
| Nr. 2010.1168kl | 100 % | ![1168kl]() | Gallotia galloti palmae Westkanareneidechse | 100mm; F/5.6; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Gallotia galloti palmae - Westkanareneidechse ♂ |  |
| Nr. 2010.1981b_kl | 100 % | ![1981b_kl]() | Gallotia galloti palmae Westkanareneidechse | 100mm; F/3.5; 1/125s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Leider ist mir nur ein schönes Foto von einem jungen Weibchen dieser Art gelungen.
Das dazugehörige Männchen möchte ich aber der Vollständigkeit halber trotzdem zeigen.
So wie diese Eidechse gibt es viele der auf den Kanaren vorkommenden Pflanzen und Tiere ausschließlich dort.
Aufgrund der geographisch abgeschiedenen Lage der Inseln (ca. 150 km vor Afrikas Küste) konnten sich
diese Arten mit Hilfe der Evolution hier ungestört entwickeln.
Außerdem besiedeln mit Hilfe des Menschen schon seit prähistorischer Zeit auch immer wieder viele
neue Arten die Inseln. Begünstigt durch das milde Klima und die vielfältigen Lebensräume
fassen sie dann sehr schnell Fuß. So wurden hier inzwischen Tiere und Pflanzen aus allen Teilen der Erde
heimisch.
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Zum Beispiel gehören mittlerweile mehrere Arten der ursprünglich aus Amerika stammenden Gattung Tabak fest
zur Flora der Kanaren. Insgesamt sind im Moment 75 Arten bekannt, von denen viele,
seit der Entdeckung Amerikas durch Christopher Kolumbus, inzwischen über die ganze Welt verschleppt wurden.
Ursprünglich wurde Tabak von vielen amerikanischen Ureinwohnern während kultischer
Handlungen geraucht, der alltägliche Gebrauch als Genußmittel war damals aber nicht verbreitet.
Später nutzte man Tabak aufgrund der insektiziden Wirkung seines Inhaltsstoffes Nicotin auch
als Pflanzenschutzmittel. Inzwischen ist man allerdings wegen dessen akuter toxischer
Wirkung wieder davon abgekommen.
Nicht alle Tabak-Arten werden auch für den Anbau verwendet. Lediglich
Bauern- und Virginischer-Tabak werden heute kultiviert. Letzterer kommt inzwischen
auch verwildert auf den Kanaren vor und ist mir mehrmals auf La Palma begegnet.
Der Virginische Tabak wächst hier auf der Insel häufig an ruderal beeinflußten
Standorten, wie Weg- und Straßenrändern.
Seine ursprüngliche Heimat ist übrigens nicht etwa Virginia,
wie man denken könnte, sondern das nördliche Argentinien. Allerdings wurde die Art bereits schon vor
der Ankunft der ersten Europäer auch nach Mittelamerika und Mexiko eingeführt.
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 | | Nicotiana tabacum - Virginischer Tabak |  |
| Nr. 2010.2019ckl_r | 100 % | ![2019ckl_r]() | Nicotiana tabacum Virginischer Tabak | 100mm; F/6.3; 1/400s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Eine weitere Spinne lief mir auf dem höchsten Berg der Insel, dem Roque de los Muchachos, in
2.300 m Höhe, über den Weg. Allerdings handelte es sich diesmal um keinen Achtbeiner in einem Netz, sondern
um eine ca. 2 cm große am Boden jagende Wolfsspinne. Leider konnte ich sie
nicht näher bestimmen. Ich gehe aber davon aus, daß es sich aufgrund ihres sehr speziellen Lebensraums,
um eine sicherlich nur hier vorkommende Spinnenart handeln dürfte.
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 | | cf. Alopecosa sp. - Wolfsspinne |  |
| Nr. 2010.1828c_kl_r | 100 % | ![1828c_kl_r]() | cf. Alopecosa sp. Wolfsspinne | 100mm; F/11; 1/125s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | cf. Alopecosa sp. - Wolfsspinne |  |
| Nr. 2010.1851b_kl_r | 100 % | ![1851b_kl_r]() | cf. Alopecosa sp. Wolfsspinne | 100mm; F/11; 1/60s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Das solls fürs erste an Spinnen gewesen sein. Es folgen nun ein paar Insekten, angefangen mit einer
Raupenfliege, zu der ich leider keinerlei weitere Information auftreiben konnte. Falls sich
das in Zukunft einmal ändern sollte, wird aus dem großen Fragezeichen eventuell noch ein Text.
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 | | Tachina canariensis - Raupenfliege |  |
| Nr. 2010.1530kl_r | 100 % | ![1530kl_r]() | Tachina canariensis Raupenfliege | 100mm; F/7.1; 1/125s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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?
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Als nächstes kommen zwei Schrecken. Bei der ersten handelt es sich um eine Sandschrecke,
die bereits ausgewachsen ist. Die Art besiedelt felsiges, steiniges oder sandiges Gelände aller Art. Ihr
Verbreitungsgebiet reicht von den Kanarischen Inseln über die nördliche Hälfte Afrikas und den Mittelmeerraum bis hin
nach Indien.
Die zweite, eine nur auf den Kanaren lebende Schönschrecke, befindet sich hingegen noch in
einem Larvenstadium. Ihr Lebensraum sind vor allem wärmebeeinflußte und meistens sehr offene Habitate. Sie kommt
aber,
wenn auch deutlich seltener, ebenfalls in Gegenden mit dichterer Vegetation vor.
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 | | Sphingonotus rubescens - Sandschrecke |  |
| Nr. 2010.1672kl | 100 % | ![1672kl]() | Sphingonotus rubescens Sandschrecke | 100mm; F/8; 1/80s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Calliptamus plebeius - Schönschrecke |  |
| Nr. 2010.1191kl_r | 100 % | ![1191kl_r]() | Calliptamus plebeius Schönschrecke | 100mm; F/8; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Das war aber jetzt eine ganz schön lange Spinnenpause und deshalb kommen wir nun auch zu meinen Lieblingen, den
Springspinnen. Wegen der bereits weiter oben beschriebenen Gründe gibt es auch von diesen
putzigen Tierchen auf den Kanaren eine ganze Menge endemischer Arten. Natürlich hoffte ich eine große
Anzahl davon vor die Linse zu bekommen. Und meine Ausbeute
( Liste)
kann sich, wie ich finde,
durchaus sehen lassen. Hier möchte ich allerdings nur vier meiner Lieblingsbilder zeigen, den Rest
gibt es, wie immer, in der Galerie zu sehen.
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 | | Aelurillus lucasi - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2010.1376kl_r | 100 % | ![1376kl_r]() | Aelurillus lucasi Springspinne ♀ | 100mm; F/8; 1/60s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Salticus canariensis - Kanarische Zebraspringspinne ♂ |  |
| Nr. 2010.1268kl | 100 % | ![1268kl]() | Salticus canariensis Kanarische Zebraspringspinne ♂ | 100mm; F/11; 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Macaroeris sp. - Springspinne |  |
| Nr. 2010.1388kl | 100 % | ![1388kl]() | Macaroeris sp. Springspinne | 100mm; F/11; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Macaroeris sp. - Springspinne |  |
| Nr. 2010.1002kl | 100 % | ![1002kl]() | Macaroeris sp. Springspinne | 100mm; F/11; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Und zum Abschluß wird es nun noch ein klein wenig botanisch.
Laut neuesten Schätzungen gibt es auf den Kanarischen Inseln ca. 2000 Pflanzenarten, von denen ein viertel
kanarische Endemiten sind. Davon wiederum kommen ca. 60 Prozent ausschließlich auf einer der Inseln vor. Ein
paar dieser floralen Insel-Endemiten habe ich natürlich auch fotografieren können.
Da ich diesmal mit Anfang März allerdings schon ziemlich zeitig die Kanaren besuchte, war es mit der
Blütenpracht, die ich hier sonst etwas später im Jahr schon erlebt habe, noch nicht soweit her. Meine
herzeigbaren Resultate lassen sich daher auch an ein paar Fingern abzählen. Drei davon gibt es aber dennoch zu
sehen.
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 | | Lobularia canariensis palmensis - Kanaren-Silberkraut |  |
| Nr. 2010.1022kl_r | 100 % | ![1022kl_r]() | Lobularia canariensis palmensis Kanaren-Silberkraut | 100mm; F/3.5; 1/1000s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Das linke Bild zeigt das makronesisch-endemische Kanaren-Silberkraut, welches auf den
Kanaren mit fünf Unterarten vertreten ist - auf La Palma fast ausschließlich in der Subspezies "palmensis".

Man trifft die am Grund verholzten Kräuter oder Halbsträucher meist als Felspflanze oder an steinigen
Ruderalstandorten an.

In deutschen Gärten und Balkonkästen findet man übrigens häufig kultivierte Arten aus deren Verwandtschaft
unter dem Namen "Kugelschötchen".

Das untere Foto zeigt eine Pflanze aus der ebenfalls nur im makronesischen Florengebiet beheimateten
Pflanzengattung der Cinerarien.
 | | Pericallis papyracea - Papierartige Cinerarie |  |
| Nr. 2010.1295kl_r | 100 % | ![1295kl_r]() | Pericallis papyracea Papierartige Cinerarie | 100mm; F/4; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die hier abgebildete Papierartige Cinerarie kommt ausschließlich auf La Palma vor. Sie
bevorzugt frische und schattige Standorte und ist hauptsächlich in den Waldgebieten der Insel verbreitet. Mir begegnete
sie im Lorbeerwald von Los Tilos.
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| 02.04.2010 - "Renaturierter Huflattich am Bertsdorfer Stausee" ...
...nenne ich meine heutige Serie, bei der ich, wie man leicht sieht, eher
künstlerische als naturdokumentarische Ambitionen verfolgt habe. Man muß ja aber auch mal seiner
musischen Ader nachgehen :-)
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Alle diese Bilder entstanden mit der für mein Objektiv offensten Blende.
Ich wollte dadurch eine möglichst geringe Schärfentiefe erreichen und nur das Innere
einer Hufflattich-Blüte richtig in Szene setzen.
Ringsherum sieht man das triste Grau der im Vorfrühling noch sehr kargen Tagebaufolgelandschaft
des ehemaligen Tagebaus Bertsdorf.
Huflattich ist als ausgesprochene Pionierpflanze übrigens eine Charakterart solcher
Landschaften. Er ist in Europa, Asien und Afrika heimisch. In Nordamerika hingegen, wurde er
durch den Menschen eingeschleppt und gilt dort als invasiver Neophyt.
Huflattich ist außerdem eine bedeutsame Heilpflanze. Er wird bei Erkrankungen der Atemwege
eingesetzt und wirkt dort schleimlösend.
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 | | Tussilago farfara - Huflattich |  |
| Nr. 2010.2389kl | 100 % | ![2389kl]() | Tussilago farfara Huflattich | 100mm; F/2.8; 1/640s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Tussilago farfara - Huflattich |  |
| Nr. 2010.2395kl | 100 % | ![2395kl]() | Tussilago farfara Huflattich | 100mm; F/2.8; 1/500s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Tussilago farfara - Huflattich |  |
| Nr. 2010.2390kl | 100 % | ![2390kl]() | Tussilago farfara Huflattich | 100mm; F/2.8; 1/640s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Blätter der Pflanze erscheinen erst später im Jahr und werden auf Grund ihrer Größe und weil sie
unterseits weich behaart sind von Naturfreunden auch als "Klopapier des Wanderers" bezeichnet :-)
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| 07.04.2010 - Ein ziemlich dickes Ding...
...von einem Käfer krabbelte mir an diesem Tag vor meine Kamera. Eigentlich war ich
auf Wollschweber aus, aber meistens kommt es ja anders als man denkt. Diesmal in Form eines riesigen
Violetten Ölkäfers, der auf einem alten umgestürzten Weidezaunspfahl aus
Beton die letzten Strahlen der Abendsonne genoß. Da ließ ich natürlich gerne die Wollschweber
Wollschweber sein und widmete mich lieber meinem neuen Motiv.
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 | | Meloe proscarabaeus - Schwarzblauer Ölkäfer |  |
| Nr. 2010.2575kl | 100 % | ![2575kl]() | Meloe proscarabaeus Schwarzblauer Ölkäfer | 100mm; F/8; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Der Schwarzblaue Ölkäfer gehört zur Familie der Ölkäfer, von der in
Mitteleuropa ca. 40 Arten vorkommen. Er bevorzugt vor allem trockene und sonnige
Wiesen als Lebensraum und kommt in ganz Europa vor.
Die Tiere können bis zu 3 cm groß werden. Als Käfer sind die meisten Ölkäferarten auf den
ersten Blick allerdings nur bedingt zu erkennen. Besonders die kurzen Stummelflügel und
der imposante Hinterleib verleihen den Tieren schon fast alienhafte Züge.
Als Nahrung dienen dem erwachsenen Käfer Pollen verschiedenster Blütenpflanzen. Die Larven hingegen
ernähren sich ausschließlich parasitisch. Sie entwickeln sich vor allem in Nestern von solitär lebenden
Wildbienenarten oder in Gelegen von Heuschrecken. Aber auch in Bienenstöcken wurden schon Larven
des Käfers gefunden. Meistens überleben sie das allerdings nicht :-)
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Ist es nicht verrückt, was die Natur nicht immer so für faszinierende Wesen für einen bereit hält!
Ergänzung vom 30.06.2011: Ich hatte dieses Exemplar erst irrtümlich als Meloe violaceus bestimmt,
aber Stanislav, ein Besucher meiner Webseite, hat mich eines Besseren belehrt. Danke an dieser Stelle dafür!
Im Übrigen wimmelt es auch auf seiner Webseite www.meloidae.com
nur so von schönen Insekten-Bildern.
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| 02.05.2010 - Ein morgendlicher Rundgang um die Schlegler Teiche...
Die meisten Makrofotografen bevorzugen die frühen Morgenstunden, um ihre Motive zu finden. Diese
schlafen dann meist noch oder sind zumindest durch die Kälte noch so träge, daß man alle Zeit der Welt hat,
sie nach den eigenen Vorstellungen in Szene zu setzen. Im späteren Tagesverlauf muß man dann meist viel mehr
Glück bzw. Geduld dafür aufbringen.
Normalerweise gehöre ich aber nicht zu diesen Fotografen. Nicht weil ich das irgendwie blöd finde, sondern
einfach weil ich ein ausgesprochener Liebhaber warmer Bettdecken bin :-) An diesem Tag habe ich mich
aber mal aufgerafft und bin schon vor dem Frühstück zu einem Teich gleich in meiner Nähe gefahren.
Allerdings war dort noch nicht viel los. Vielleicht lag es ja am trüben Wetter oder es war einfach
zu kalt an diesem Morgen. Jedenfalls blieben von meiner Jagd lediglich zwei zeigenswerte Motive übrig.
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Das erste zeigt eine Sackspinne, die mich von einem Schilfblatt aus beobachtete und
auf Grund eines Tautropfens zwischen ihren Cheliceren für mich ein klasse Motiv abgab. Im Tropfen
ist übrigens mein Stativ samt Kamera zu bewundern.
Auf dem zweiten Bild ist eine Schlammfliege zu sehen, die es sich über Nacht an einem alten
Brennesselhalm gemütlich gemacht hatte und dort wohl immernoch auf besseres Wetter wartete. Ihre
Flügelstrukturen hatten es mir besonders angetan.
 | | Clubiona cf. phragmitis - Sackspinne |  |
| Nr. 2010.2963d_kl | 100 % | ![2963d_kl]() | Clubiona cf. phragmitis Sackspinne | 100mm; F/8; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Sialis cf. lutaria - Schlammfliege |  |
| Nr. 2010.2938_39b_kl | 100 % | ![2938_39b_kl]() | Sialis cf. lutaria Schlammfliege | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Schlammfliegen gehören zu den Großflüglern (Megaloptera) und sind weltweit mit ca. 60 Arten verbreitet. In
Mitteleuropa sind davon allerdings nur vier vertreten. Die Larven der Fliegen halten sich im Wasser bzw. später
im Schlamm auf und brauchen zwei Jahre für ihre Entwicklung. Als fertiges Insekt leben die Tiere dann
aber nur wenige Tage, meist in der Ufervegetation von Seen, Teichen und Flüssen.
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| 29.05.2010 - Ein kleiner Rüssler...
...begegnete mir am Geburtstag meines Großvaters. Dieser Tag war
gleichzeitig auch mein letzter in meiner alten Heimat, der Oberlausitz.
Ab nun werde ich hier nur noch auf Besuch sein!
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 | | Mononychus punctumalbum - Schwertlilienrüssler |  |
| Nr. 2010.3236_37_V2_kl | 100 % | ![3236_37_V2_kl]() | Mononychus punctumalbum Schwertlilienrüssler | 100mm; F/5 (DFF); 1/400s; ISO 320
Canon EOS 50D |
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Der oben erwähnte Rüssler war ein Käfer, genauer gesagt ein Weißpunktiger Schwertlilienrüssler.
Er krabbelte recht munter mit einigen seiner Artgenossen auf einer gelben Schwertlilie
im Garten meiner Eltern umher.
Mit 4 mm Körpergröße gehört er zu den Kleinsten aus der großen Familie der
Rüsselkäfer, die mit mehr als 60.000 Arten sogar die umfangreichste Familie im
Tierreich darstellt. Allein in Mitteleuropa sind ca. 500 Rüsselkäferarten bekannt.
Der Schwertlilienrüssler ist recht einfach an einem weißen Punkt auf seiner Flügeldeckennaht zu
erkennen (außer wenn man ihn von der Seite fotografiert). Der restliche Körper ist ansonsten komplett schwarz oder
braun gefärbt.
Die Art ist außer in Skandinavien in ganz Europa weit verbreitet, wird aber nach Norden
hin immer seltener.
Larven und Käfer ernähren sich monophag von Schwertlilien. Die Larven
findet man sogar meist ausschließlich an der Sumpfschwertlilie. Der Käfer selbst nutzt
auch andere Iris-Arten als Fraßpflanze. Er benagt dabei, in der Blütezeit der Schwertlilien
zwischen Mai und Juni, verschiedene Blütenteile, später aber auch junge Früchte.
Die Eier werden an den Fruchtkapseln der Pflanze abgelegt, in denen sich dann später auch
die Larven entwickeln. Bis zum Ausreifen der Früchte haben aber bereits meist alle fertig entwickelten
Käfer ihre Puppenstube durch ein selbstgefressenes Loch wieder verlassen.
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Mehr als ein ansehnliches Bild dieses interessanten Käfers ist mir allerdings nicht
gelungen, wahrscheinlich weil ich an diesem Tag mehr mit Geburtstagfeiern und Abschiednehmen
beschäftigt war.
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| 10.07.2010 - Zu Besuch in der alten Heimat...
...genauer gesagt im Zittauer Gebirge.
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Wenn man zu Besuch in seiner alten Heimat ist, möchte meistens
ein jeder aus der Familie und dem Freundeskreis ein Stück von
einem abhaben. Das kann, in der eh schon knappen Zeit, leicht
in Streß ausarten.
Leider hatte ich auch diesmal wieder viel zu wenig Zeit für eine
ausgiebigere Wanderung durch die wunderschöne Natur der Oberlausitz. Für
einen kleinen Spaziergang durchs Zittauer Gebirge hat es dennoch gereicht. Am
Ende ist dabei sogar noch ein zeigenswertes Foto einer der vielen hier wachsenden typischen
Gebirgspflanzen entstanden.
Es handelt sich dabei um den Roten Fingerhut, einer Pflanze aus
der Familie der Rachenblütler. Vielen dürfte er bereits aus dem einen oder anderen
Garten bekannt sein, denn schon seit dem Mittelalter ist der Fingerhut als Heil- und
Kulturpflanze sehr beliebt.
Im Zittauer Gebirge kommt die Art, wie in
mehreren anderen deutschen Mittelgebirgen, noch wild vor. Man findet ihn
hier vorwiegend auf sonnigen Waldwegen und Lichtungen.
Vor allem in der Pflanzenheilkunde ist der Fingerhut schon seit vielen
Jahrhunderten sehr bekannt und wird dort als Mittel gegen Herzschwäche
eingesetzt. Allerdings kommen seine Inhaltsstoffe nur in sehr geringen Dosen
als Heilmittel zur Verwendung, denn alle Teile der Pflanze sind hoch giftig.
Bereits der Verzehr von nur wenigen Fingerhutblättern kann deshalb tödlich sein!!!
Also bitte nicht unbedingt an der Pflanze lecken...
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 | | Digitalis purpurea - Roter Fingerhut |  |
| Nr. 2010.5022kl | 100 % | ![5022kl]() | Digitalis purpurea Roter Fingerhut | 100mm; F/3.5; 1/500s; ISO 800
Canon EOS 50D |
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Mit mehr Bildern, von diesem leider viel zu schnell
vergangenen Wochenende, kann ich allerdings nicht dienen.
Vielleicht beim nächsten Besuch...
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| 09.05.2010 - Ein kurzer Spaziergang bei meinem zukünftigen Zuhause...
Noch bevor ich im Juni nach Berlin gezogen bin, war ich natürlich schon ein- oder zweimal mal in meiner
neuen Heimat unterwegs. Ein kurzer Spaziergang im Mai diesen Jahres rund um mein neues Zuhause, die Püttberge,
gehörte natürlich dazu. Es sind dabei aber lediglich zwei hübsche Bilder entstanden.
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 | | Prunus serotina - Späte Traubenkirsche |  |
| Nr. 2010.2970kl_r | 100 % | ![2970kl_r]() | Prunus serotina Späte Traubenkirsche | 100mm; F/5.6; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Das linke zeigt eine Späte Traubenkirsche, einen Einwanderer aus Nordamerika, der hier
überall als kleiner Busch die etwas feuchteren Wegränder ziert. Da er als problematischer Neophyt gilt, bin ich
sehr gespannt, ob er sich hier weiter ausbreiten darf - die Püttberge sind
ja schließlich ein Naturschutzgebiet.
Außerdem begegnete mir noch ein Aurorafalter. Dieser, mit 3-4 cm Flügelspannweite, eher kleine
Tagfalter gehört zu den Weißlingen. Hier handelt es sich um ein Weibchen, welches vermutlich gerade auf der
Suche nach einem perfekten Eiablageplatz war. Im Gegensatz zu den Männchen fehlen den Weibchen nämlich die typischen
orangenen Vorderflügelhälften.
Der Falter ist in ganz Europa weit verbreitet und überall auch noch recht häufig anzutreffen. Seine Raupe
bevorzugt als Futterpflanzen
das Wiesenschaumkraut und die Knoblauchrauke, auf der er hier übrigens auch gerade sitzt.
 | | Anthocharis cardamines - Aurorafalter |  |
| Nr. 2010.2979b_kl_r | 100 % | ![2979b_kl_r]() | Anthocharis cardamines Aurorafalter | 100mm; F/6.3; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| Ich denke, im Mai nächsten Jahres, wenn ich dann richtig hier wohne, wird es sicher eine wahre Bilderflut
geben, denn um diese Zeit
platzt die Natur hier ja förmlich aus allen Nähten. Das Schöne ist, ich bin dann jeden Tag dabei!
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| 04.06.2010 - Mein erster morgendlicher Ausflug...
Jetzt wohne ich schon seit vier ganzen Tagen hier und habe bisher
noch keinen morgendlichen Ausflug in die Püttberge gemacht. Das sollte
sich nun heute ändern. Ich war ziemlich zeitig munter und hatte so vor
der Arbeit noch Zeit für einen kurzen Spaziergang im Morgentau.
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 | | Psyche casta - Kleiner Rauch-Sackträger |  |
| Nr. 2010.3339kl | 100 % | ![3339kl]() | Psyche casta Kleiner Rauch-Sackträger | 100mm; F/8; 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Leider gab es aber gar nicht so viel zu entdecken, wie ich eigentlich erhofft
hatte. Entweder schläft hier um diese Uhrzeit noch alles oder versteckt
sich sehr gut. Naja, es wird ja sicherlich nicht mein letzter Ausflug im Morgengrauen
sein.
Mein einziges brauchbares Foto stammt jedenfalls "nur" von einem Kleinen Rauch-Sackträger,
der es sich an einem noch vom Tau benetzten Grashalm gemütlich gemacht hat.
Beim Kleinen Rauch-Sackträger handelt es sich, wie man auch unschwer
erkennen kann (haha), um einen Schmetterling. Genauer gesagt, ist auf dem Foto dessen
Raupe zu sehen, die sich nur, wie für die gesamte Familie der Echten Sackträger üblich,
in ihrem Gespinstsack sehr gut getarnt hat.
Je nach Art werden dabei unterschiedliche Baumaterialen verwendet. An diesen
und an der Art und Weise des Bauwerks kann man so leicht auf die gefundene Sackträger-Art schließen.
Beim Kleinen Rauch-Sackträger sind es Teile von Pflanzenstängeln, die in Längsrichtung
zusammengeklebt werden und dabei hinten deutlich schräg auseinanderweichen.
Diese Art ist wohl die häufigste ihrer Familie und überall in Deutschland weit
verbreitet. Man kann sie sowohl in Wäldern und im offenen Gelände als auch im
Siedlungsbereich finden. Zum Beispiel hängt auch eine am Fallrohr unserer Dachrinne,
nur ist diese bei Weitem nicht so fotogen.
Also schaut einfach bei Eurem nächsten Spaziergang mal etwas genauer hin - Ihr werdet
staunen, wo überall ein Sackträger zu Hause sein kann.
|
Gleichzeitig ist dies übrigens der offizielle Anfang meines,
ich nenne es jetzt mal "Püttberge-Makro-Tagebuch". Der Monat Mai gilt noch nicht -
da war ich hier ja nur zu Besuch :-)
Ich hoffe, daß solange
ich hier wohne, sich dieses "Büchlein" noch mit vielen Bewohnern der Püttberge
füllen wird. Vorausgesetzt, ich verliere nicht die Lust am Schreiben oder was
noch viel schlimmer wäre, die Lust an der Makrofotografie.
Die ersten Monate wird es allerdings wohl noch nicht ganz so viel werden, da die Prioritäten
erst einmal beim Einrichten unserer neuen Wohnung liegen - jedenfalls die meiner Freundin :-)
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| 16.06.2010 - Ein Springspinnenwinzling im Sand...
Heute begegnete mir auf einer offenen Sandfläche meiner neuen Lieblingsbinnendüne
eine sehr winzige und mir vor allem bis dato völlig unbekannte Springspinne. Wenn sie sich nicht
bewegt hätte, hätte ich sie sicher überhaupt nicht wahrgenommen. Ich war
sofort hellauf begeistert und begann natürlich gleich mit dem Shooting. Da sie sich recht ruhig verhielt,
entstand sogar eine kleine Serie (siehe Galerie).
Zu Hause konnte ich die Art dann nach einigen Recherchen als Sitticus distinguendus
bestimmen. Sie kommt in offenen und trockenen Sandgebieten vor, besonders auf Dünen im
Küstenbereich, aber auch vereinzelt auf Binnendünen (wie den Püttbergen). Die Art ist
allerdings sehr selten und nach der Roten Liste von Deutschland vom Aussterben
bedroht !!!
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 | | Sitticus distinguendus - Springspinne |  |
| Nr. 2010.3904kl_r | 100 % | ![3904kl_r]() | Sitticus distinguendus Springspinne | 100mm; F/6.3; 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
 | | Sitticus distinguendus - Springspinne |  |
| Nr. 2010.3900kl | 100 % | ![3900kl]() | Sitticus distinguendus Springspinne | 100mm; F/6.3; 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
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Es handelt sich hierbei im Übrigen um ein Männchen. Die Männchen von Sitticus distinguendus
werden maximal 4 mm groß und zählen damit zu den Winzlingen ihrer Gattung. Normalerweise
scheinen sie allerdings viel heller gefärbt zu sein, als mein Exemplar - zumindest auf den meisten
Fotos, die ich finden konnte.
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| 19.06.2010 - Die erste ausgiebige Makrotour in meinem neuen "Lebensraum"...
Heute nahm ich mir mal endlich eine kleine Auszeit vom Einzugsstreß, um mich in meinem
neuen Makrorevier mal etwas genauer umzusehen. Da es sich bei den Püttbergen um ein Binnendünengebiet
handelt, hoffte ich natürlich vor allem auf trockenheits- und sandliebende Arten - und ich wurde
nicht enttäuscht.
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Gleich nach ein paar Metern bemerkte ich eine Vielzahl von Dünen-Sandlaufkäfern
in den offeneren Sandbereichen hin- und herlaufen. Sobald man ihnen allerdings zu Nahe kam,
flogen sie sofort 5 Meter weiter. Für ein ansprechendes Foto brauchte ich dann demzufolge auch entsprechend lange.
Der Dünen-Sandlaufkäfer ist eine von 8 bekannten Sandlaufkäfer-Arten in Deutschland, die sich
allesamt räuberisch von anderen Insekten ernähren. Er hat eine Vorliebe für offene Sandflächen und
ist überall in derartigen Gebieten Mitteleuropas noch recht häufig anzutreffen.
 | | Cicindela hybrida - Dünen-Sandlaufkäfer |  |
| Nr. 2010.4199kl | 100 % | ![4199kl]() | Cicindela hybrida Dünen-Sandlaufkäfer | 100mm; F/4.5; 1/640s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Gleich in der Nähe räkelte sich auch noch ein hübscher Scheinbockkäfer auf
einem Grashalm, den ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen konnte. Und so ließ ich die
Sandlaufkäfer nach ein paar Minuten in Ruhe und widmete mich so gleich meinem nächsten Motiv.
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 | | Oedemera flavipes - Scheinbockkäfer |  |
| Nr. 2010.4105kl_r | 100 % | ![4105kl_r]() | Oedemera flavipes Scheinbockkäfer | 100mm; F/5.6; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Mein weiterer Weg war dann vor allem in botanischer Hinsicht recht ergiebig, da es in
diesem Gebiet auch eine Vielzahl von Pflanzen zu geben scheint, die sich perfekt auf die hier herrschenden
Lebensbedingungen angepaßt haben und im Allgemeinen in Deutschland schon recht selten geworden sind. Der
Botaniker in mir war also hoch erfreut.
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 | | Anthericum liliago - Astlose Graslilie |  |
| Nr. 2010.4131kl | 100 % | ![4131kl]() | Anthericum liliago Astlose Graslilie | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Das Highlight für mich waren die vielen Astlosen Graslililien, die hier in großer Anzahl wachsen und
gerade in voller Blüte stehen. Bisher konnte ich diese Art noch nie in natura bewundern - nur ihre Schwesternart,
die Ästige Graslilie war mir bisher bereits aus den Alpen bekannt.
Aber auch der im deutschen Flachland inwischen so selten gewordene Echte Augentrost scheint in den
Püttbergen noch eine Heimat zu besitzen. Jedenfalls wächst er hier noch in großer Anzahl auf Lichtungen und am Wegesrand.
In der Volksmedizin wird der Augentrost, wie auch schon sein Name sagt, zur Behandlung von Augenleiden und
Entzündungen im Augenbereich verwendet. Im Mittelalter war man sogar davon überzeugt, daß die Pflanze Blinden
das Augenlicht wiedergeben könnte.
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| Von den vielen weiteren hier heimischen Pflanzen werde ich sicher in der nächsten Zeit noch das eine oder
andere Bild machen - heute jedoch nur noch ein Foto vom Berg-Sandglöckchen, einem Gewächs aus der Familie der
Glockenblumengewächse, und eins der in Deutschland geschützten Heidenelke. Beides typische Vertreter von
Sandtrockenrasen.
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 | | Jasione montana - Berg-Sandglöckchen |  |
| Nr. 2010.4222kl | 100 % | ![4222kl]() | Jasione montana Berg-Sandglöckchen | 100mm; F/11; 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Dianthus deltoides - Heidenelke |  |
| Nr. 2010.4117kl | 100 % | ![4117kl]() | Dianthus deltoides Heidenelke | 100mm; F/4; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Euphrasia officinalis - Echter Augentrost |  |
| Nr. 2010.4122kl | 100 % | ![4122kl]() | Euphrasia officinalis Echter Augentrost | 100mm; F/4; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| Alles in Allem also ein gelungener Auftakt...
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| 25.06.2010 - Ein Springspinnenopa...
...begegnete mir heute bei meinem nun schon fast zur Gewohnheit gewordenen täglichen Spaziergang
durch die Püttberge. Das hohe Alter der Spinne erkennt man auf dem Foto sehr gut an den vielen kahlen Stellen, die
der Kleine schon hat - da geht es den Spinnen scheinbar nicht anders als uns Menschen.
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Außerdem war diese sehr hübsche V-Springspinne mit 8 mm Körpergröße schon außergewöhnlich groß
für ein Männchen dieser Art. Diese Größe erreichen sonst nur die Weibchen
( ).
Er hatte den größten Teil seines Lebens auch schon hinter sich,
reife Tiere dieser Art findet man höchstens bis in den Juli hinein.
Aelurillus v-insignitus ist überall in Mitteleuropa weit verbreitet, bevorzugt allerdings vor allem sehr
trockene und offene Gebiete als ihren Lebensraum. Wenn die Sonne scheint, sieht man sie auch
hier recht häufig auf den weniger bewachseneren Stellen der Binnendüne umherhüpfen. Nur bei
schlechter Witterung ziehen sich die Spinnen in ihren am Boden versteckten Gespinstsack zurück und
sind dann in der Regel nicht mehr auffindbar.
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 | | Aelurillus v-insignitus - V-Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2010.4603kl_r | 100 % | ![4603kl_r]() | Aelurillus v-insignitus V-Springspinne ♂ | 100mm; F/10; 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Der Name der Art rührt übrigens von ihrem charakteristischen V-förmigen Fleck auf der Stirn her, an
dem sie auch sehr gut von ähnlichen Arten zu unterscheiden ist. Auffallend sind außerdem ihre metallisch-grün
glänzenden Frontalaugen.
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| 04.07.2010 - Die Brillentante...
...zumindest wurde sie von meiner Freundin so getauft, krabbelte heute morgen an unserer
Hauswand herum, als ich auf dem Weg zur Mülltonne war. Der Müll interessierte mich natürlich
auf einmal gar nicht mehr und ich holte stattdessen schnell meine Kamera.
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 | | Euophrys frontalis - Kettenstreifige Springspinne |  |
| Nr. 2010.4863b_kl | 100 % | ![4863b_kl]() | Euophrys frontalis Kettenstreifige Springspinne | 100mm; F/11; 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Mit richtigem Namen heißt die Kleine allerdings Kettenstreifige Springspinne und kommt
überall in Mitteleuropa ziemlich häufig vor. Da die Art allerdings maximal 4 mm groß wird, wird
sie wohl oft übersehen - zumal sich die Spinne meistens auf dem Erdboden oder im Gras aufhält. Sie bevorzugt
dabei trockene und meist offene oder wenig bewachsene Stellen. Ihr Ausflug an unserer Hauswand war sozusagen
ein Glücksfall für mich.
Ich nutzte diese Gelegenheit dann auch ausgiebig und fotografierte die Kleine, nach vorsichtigem
Umsetzen, in ihrem normalen Lebensraum. Auf ihrem nachfolgenden Weg entstanden dabei natürlich noch
einige weitere Fotos, die alle in der Galerie zu finden sind.
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Es handelt sich bei der "bebrillten" Schönheit im Übrigen um ein Weibchen. Die Männchen sind noch kleiner (lediglich 2-3 mm groß)
und völlig anders gefärbt. Ich hoffe, ich kann hier bald auch eins davon zeigen.
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| 07.07.2010 - Viele bunte Flattermänner...
Heute war scheinbar optimales Wetter für Tagfalter, denn während meines
heutigen Abendspaziergangs flogen mir gleich mehrere
Arten über den Weg.
Als erstes, auf einer kleineren Lichtung, saßen ein Admiral und ein C-Falter.
Beide tankten sich noch einmal auf den Blättern eines Gebüsches in der letzten Abendsonne auf und wenn
ich sie dabei nicht gestört hätte, wäre das wahrscheinlich auch ihr Schlafplatz geworden. Leider
ist das Foto etwas unscharf geworden. Ich wollte es aber trotzdem zeigen, denn man sieht ja nicht
alle Tage zwei so schöne und noch dazu unterschiedliche Tagfalter so einträchtig nebeneinander sitzen.
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 | | Polygonia c-album & Vanessa atalanta - C-Falter & Admiral |  |
| Nr. 2010.4947kl | 100 % | ![4947kl]() | Polygonia c-album & Vanessa atalanta C-Falter & Admiral | 100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Polygonia c-album - C-Falter |  |
| Nr. 2010.4950kl | 100 % | ![4950kl]() | Polygonia c-album C-Falter | 100mm; F/5.6; 1/800s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Durch meine Störung bot sich mir dann allerdings auch noch die Chance
jeden der beiden Falter für sich allein auf seinem jeweils neuen Ansitz abzulichten. Zufrieden
bin ich mit meinen Freihandaufnahmen trotzdem nicht - aber ehe ich mein Stativ aufgebaut hätte,
wären beide wohl schon wieder weggewesen.
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 | | Vanessa atalanta - Admiral |  |
| Nr. 2010.4974kl | 100 % | ![4974kl]() | Vanessa atalanta Admiral | 100mm; F/6.3; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Melitaea athalia - Wachtelweizen-Scheckenfalter |  |
| Nr. 2010.4980kl | 100 % | ![4980kl]() | Melitaea athalia Wachtelweizen-Scheckenfalter | 100mm; F/7.1; 1/500s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Auf meinem Heimweg machte ich dann noch Bekanntschaft mit einem Wachtelweizen-Scheckenfalter.
Eigentlich ist dieser Falter noch einer der häufigsten Vertreter seiner Gattung, aber inzwischen
ist er gebietsweise nun auch schon recht selten geworden.
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| 13.07.2010 - "Schon wieder" ein Schmetterling...
Momentan scheint es an Schmetterlingen wirklich nicht zu mangeln. Bei meinem heutigen
Spaziergang konnte ich ein "Shooting" mit einem Schachbrettfalter abhalten.
Ich kam gerade vorbei, als er es sich zum Schlafen gemütlich machte.
Leider gab er mir aber nur sehr wenig Zeit sein Flügeloberseite ins rechte Licht zu rücken,
deshalb auch die eher mangelhafte Schärfe. Bei der Unterseite hingegen waren meiner Experimentierfreude
zeitlich keine Grenzen gesetzt und so habe ich zur perfekten Schärfe sogar noch ein paar Flares gefunden :-)
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 | | Melanargia galathea - Schachbrettfalter |  |
| Nr. 2010.5080kl | 100 % | ![5080kl]() | Melanargia galathea Schachbrettfalter | 100mm; F/3.5; 1/500s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Melanargia galathea - Schachbrettfalter |  |
| Nr. 2010.5073kl | 100 % | ![5073kl]() | Melanargia galathea Schachbrettfalter | 100mm; F/4.5; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Der Schachbrettfalter ist in Mitteleuropa noch sehr häufig und bevorzugt mit
Gräsern bewachsene und nicht allzu feuchte Lebensräume. Interessant ist auch, daß die
Männchen dieser Art ein typisches Revierverhalten aufweisen. Sie besetzen Blätter oder Gräser
als feste Sitzwarten und beobachten von hier ihre Umgebung. Mit vorbeifliegenden Rivalen
liefern sie sich dann regelrechte Luftkämpfe, um anschließend wieder auf ihren Sitzplatz
zurückzukehren.
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| 14.07.2010 - Heidi...
Nach den vielen Schmetterlingen der letzten Tage wollte ich heute mal etwas anderes
vor die Linse bekommen. Und siehe da, das Glück war mir in Form eines Weibchens der
Blutroten Heidelibelle hold.
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Sie hatte es sich auf ihrem Ansitz derart gemütlich gemacht, daß meine Anwesenheit sie irgendwie überhaupt nicht
zu stören schien. Das mußte ich natürlich bis zur Naheinstellgrenze meines Objektives schamlos ausnutzen.
Die Blutrote Heidlibelle gehört zur Familie der Großlibellen und kann eine Flügelspannweite von
bis zu 6 cm erreichen. Zusammen mit einer Körperlänge von bis zu 4 cm gehört sie damit zu den Größten unter
den Heidelibellen.
Interessanter Weise sind nur die Männchen dieser Art wirklich rot gefärbt, die Weibchen hingegen
besitzen einen eher gelb-bräunlichen Körper.
Ihr Lebensraum sind hauptsächlich stehende Gewässer. Besonders soll sie kleinere Teiche mit
intensiven Pflanzenbewuchs bevorzugen. Das Eigenartige hierbei ist nur, daß es bis auf den Müggelsee in ca. 3 km
Entfernung (der übrigens auch nicht gerade als kleiner Teich gelten kann) überhaupt kein Gewässer weit und
breit gibt. Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel.
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 | | Sympetrum sanguineum - Blutrote Heidelibelle |  |
| Nr. 2010.5248_50g_kl | 100 % | ![5248_50g_kl]() | Sympetrum sanguineum Blutrote Heidelibelle | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Vielleicht fliegt mir ja die nächsten Tage noch ein Männchen vor die Linse.
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| 20.07.2010 - Wer sucht, der findet...
Mein heutiger Spaziergang endete schon nach 5 min an der ersten Kiefer.
Eigentlich war ich auf der Suche nach der Springspinne
Dendryphantes rudis, aber wie immer findet man meistens nie
das was man eigentlich sucht. Heute habe ich stattdessen die Raupe eines
Kiefernschwärmers entdeckt.
Dieser Schmetterling gehört zu den Nachtfaltern und ist darin einer der häufigsten
Vertreter aus der Familie der Schwärmer. Wie der Name schon sagt, ernährt er sich
ausschließlich von Kiefern bzw. deren Nadeln und so war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis
er mir hier irgendwann über den Weg läuft.
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 | | Sphinx pinastri - Kiefernschwärmer |  |
| Nr. 2010.5552kl | 100 % | ![5552kl]() | Sphinx pinastri Kiefernschwärmer | 100mm; F/5; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Sphinx pinastri - Kiefernschwärmer |  |
| Nr. 2010.5524kl_r | 100 % | ![5524kl_r]() | Sphinx pinastri Kiefernschwärmer | 100mm; F/8; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| Die Falter kommen in weiten Teilen Europas vor und zeigen eine Vorliebe
für trockene Heide- und Steppengebiete. Allerdings reicht auch schon das Vorkommen seiner
Futterpflanze aus, um dem sehr anpassungsfähigen Falter einen adäquaten Lebensraum zu bieten.
Deshalb kann man die Art auch in Mischwäldern, Parks und Gärten finden.
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| 22.07.2010 - Zwei Tage später...
...versuchte ich erneut mein Glück. Wieder verbrachte ich die Hälfte meiner Tour
mit dem Absuchen aller sich in meiner Sichthöhe befindlichen Kiefernzweige. Ich war einmal mehr auf der Suche nach
Dendryphantes rudis, einer Springspinne, die es, aufgrund des für sie hier günstigen Lebensraumes,
eigentlich in den Püttbergen geben müßte.
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Als mich dann tatsächlich vier große Augen neugierig von einem Ast aus ansahen, freute
ich mich schon, endlich eine gefunden zu haben.
Aber ich erkannte schnell, daß es sich "lediglich", um Evarcha falcata handelte,
eine Springspinnenart, die ich schon häufig vor meiner Linse hatte. Ich ließ mir aber die
Gelegenheit dennoch nicht entgehen, dieses stattliche Weibchen entsprechend in
Szene zu setzen. Die Weibchen dieser Art können bis zu 8 mm groß werden und gehören damit
schon zu den größten einheimischen Springspinnen.
Evarcha falcata ist in Deutschland weit verbreitet und überall recht häufig. Meistens
trifft man sie an sonnigen Wald- und Wegrändern, wo sie in der Krautschicht oder auf
niedrigen Zweigen auf Nahrungssuche geht.
 | | Evarcha falcata - Springspinne |  |
| Nr. 2010.5632d_kl | 100 % | ![5632d_kl]() | Evarcha falcata Springspinne | 100mm; F/9; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Evarcha falcata - Springspinne |  |
| Nr. 2010.5636c_c_kl | 100 % | ![5636c_c_kl]() | Evarcha falcata Springspinne | 100mm; F/8; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Im späten Frühjahr gehört sie hierzulande zu denen am häufigsten anzutreffenden Springspinnen überhaupt.
Also "Augen auf" beim nächsten Spaziergang.
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| 31.07.2010 - Wanzen in der Abendsonne...
An den etwas steileren und meist offenen Sandhängen der Püttberge ist um die
Abendzeit insektentechnisch noch am meisten los. Deshalb zieht es mich um diese
Zeit verständlicherweise oft genau dort hin.
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 | | Carpocoris fuscispinus - Nördliche Fruchtwanze |  |
| Nr. 2010.5768kl | 100 % | ![5768kl]() | Carpocoris fuscispinus Nördliche Fruchtwanze | 100mm; F/5; 1/1000s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Heute wimmelte es auf den Samenständen des hier in großer Zahl wachsenden Berg-Haarstrangs von
Nördlichen Fruchtwanzen.
Die Abendsonne ließ ihre rötlich-gelben Chitinpanzer herrlich schimmern und so
konnte ich natürlich nicht an ihnen vorüber gehen, ohne ein paar stimmungsvolle
Bilder von diesem Schauspiel zu machen.
Die Nördliche Fruchtwanze gehört zur sich vegetarisch ernährenden Familie der Baum- oder Schildwanzen.
Sie bevorzugt Dolden- oder Korbblütler als Nahrungsquelle und gehört mit bis zu 14 mm Körpergröße nicht gerade
zu den Kleinsten ihrer Familie.
Sie ist überall in Europa recht häufig und bevorzugt vor allem Waldränder und Lichtungen als
ihren Lebensraum.
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| Eigenartigerweise hatte ich diese Art bis zum heutigen Tag überhaupt noch nie bewußt wahrgenommen...
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16.08.2010 - Zwei Seltenheiten...
...zumindest für mich - habe ich heute vor meine Kamera bekommen. Die erste war eine
Trockenrasen-Grüneule, die ich auf Grund Ihrer Farbe schon von weitem
in einem Busch von Feldbeifuß ausmachen konnte.
Dieser Schmetterling gehört zu den Nachtfaltern und ist fast in ganz Europa verbreitet. Er
bevorzugt warme, trockene Graslandschaften und tritt nirgends wirklich häufig auf. In
Deutschland steht die Art in einigen Bundesländern auf der Roten Liste.
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 | Calamia tridens Trockenrasen-Grüneule |  |
| Nr. 2010.6729a_kl | 100 % | ![6729a_kl]() | Calamia tridens Trockenrasen-Grüneule | 100mm; F/7.1; 1/160s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | Chamaesphecia leucopsiformis Spätsommer Wolfsmilch-Glasflügler |  |
| Nr. 2010.6797_96kl_r | 100 % | ![6797_96kl_r]() | Chamaesphecia leucopsiformis Spätsommer Wolfsmilch-Glasflügler ♂ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die zweite Überraschung an diesem Tag war der Fund eines Spätsommer Wolfsmilch-Glasflüglers.
Das war für mich insofern eine Besonderheit, da es erst die zweite Glasflügler-Art überhaupt ist, der
ich in meinem Leben bisher begegnet bin. Die erste war ein Roter Ampfer-Glasflügler in Sardinien im vorigen Jahr. Allerdings
ist das auch kaum verwunderlich, da zumindest der heutige Fund mit höchstens 1,5 cm Größe auch schnell zu
übersehen gewesen wäre. Man muß halt manchmal Glück haben!
Leider konnte ich jedoch bisher nichts über Verbreitungshäufigkeit bzw. die Gefährdungsstufe dieser Art herausfinden.
Es ließ sich lediglich erruieren, daß der Falter bzw. dessen Raupen sich streng monophag von Zypressen-Wolfsmilch
ernähren und an offenen und trockenen Stellen mit Vorkommen dieser Pflanzenart anzutreffen sind.
Für mich ist es auf jeden Fall eines der Highlights dieser Saison.
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19.08.2010 - Ein ereignisreicher Spaziergang...
...zumindest was die Insekten anbetrifft, die mir heute dabei über den Weg liefen bzw. flogen.
Als erstes begegnete ich einem Kleinen Heufalter, der sich schon ein Nachtlager in Form
einer Grasnelke gesucht hatte. Dieser hübsche Tagfalter hört auch auf den Namen
Kleines Wiesenvögelchen. Er ist in ganz Europa weit verbreitet und auch noch recht häufig.
Die Falter können eine maximale Flügelspannweite von ca. 3 cm erreichen und sind auf der
Flügeloberseite, die man auf meinen Bildern leider nicht sieht, bräunlich bis orangefarben. Seine
Raupen ernähren sich von Süßgräsern, daher bevorzugt er auch eher sehr grasige
Lebensräume, wie Trockenrasen oder Bergwiesen.
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 | | Coenonympha pamphilus - Kleiner Heufalter |  |
| Nr. 2010.6986kl | 100 % | ![6986kl]() | Coenonympha pamphilus Kleiner Heufalter | 100mm; F/4; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Coenonympha pamphilus - Kleiner Heufalter |  |
| Nr. 2010.7023kl | 100 % | ![7023kl]() | Coenonympha pamphilus Kleiner Heufalter | 100mm; F/4; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Coenonympha pamphilus - Kleiner Heufalter |  |
| Nr. 2010.7013kl | 100 % | ![7013kl]() | Coenonympha pamphilus Kleiner Heufalter | 100mm; F/4; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die nächsten Beiden waren dann eine Feuerwanze, wie es sie hier zuweilen in solchen Massen gibt,
daß ganze Baumstämme
von ihnen rot gefärbt sind, und ein dicker Waldmistkäfer, der meinen Weg kreuzte. Erstere turnte
die ganze Zeit auf einem Grashalm herum und machte mir so das Fotografieren ziemlich schwer. Der Käfer jedoch
nahm sich bei seiner Wegüberquerung reichlich Zeit und hatte, wie man sieht, auch nichts gegen einen Schnappschuß einzuwenden
als er gerade einmal kurz inne hielt.
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 | | Pyrrhocoris apterus - Feuerwanze |  |
| Nr. 2010.6901kl | 100 % | ![6901kl]() | Pyrrhocoris apterus Feuerwanze | 100mm; F/4; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Anoplotrupes stercorosus - Waldmistkäfer |  |
| Nr. 2010.6978kl | 100 % | ![6978kl]() | Anoplotrupes stercorosus Waldmistkäfer | 100mm; F/4; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
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Und zum Schluß hüpften mir dann noch zwei Schrecken vor die Linse. Die erste in Form einer Westlichen Beißschrecke
eher etwas größer, die zweite, eine Gefleckte Keulenschrecke, ziemlich klein und unscheinbar. Beide
jedoch, auf Grund der noch reichlich warmen Sonne, ziemlich agil und damit gar nicht so leicht auf meinen
Chip zu bannen. Die Westlichen Beißschrecke ist sehr wärmebedürftig und in Deutschland noch relativ häufig,
zumindest in trockenen und wärmeren Gegenden. Im Norden Deutschlands dagegen sind ihre Bestände stark rückläufig.
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 | | Platycleis albopunctata - Westliche Beißschrecke |  |
| Nr. 2010.6959kl | 100 % | ![6959kl]() | Platycleis albopunctata Westliche Beißschrecke | 100mm; F/4; 1/500s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Myrmeleotettix maculatus - Gefleckte Keulenschrecke |  |
| Nr. 2010.6915b_kl | 100 % | ![6915b_kl]() | Myrmeleotettix maculatus Gefleckte Keulenschrecke | 100mm; F/7.1; 1/60s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Gefleckte Keulenschrecke bevorzugt ähliche Lebensräume. Sie bewohnt ausschließlich
vegetationsarme und trockene Stellen, ist jedoch im Gegensatz zur Westlichen Beißschrecke in
den norddeutschen Heidegebieten noch recht häufig anzutreffen. Besonders interessant finde ich, daß diese
Art in ihrer Farbgebung sehr variabel ist (siehe auch hier).
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| 20.08.2010 - Spätsommerimpressionen...
...boten sich mir heute, die ich einfach mal in Form einer blühenden Echten Goldrute
festgehalten habe.
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Die Echte Goldrute ist im Gegensatz zu der inzwischen sehr weit verbreiteten Kanadischen Goldrute
eine bei uns heimische Art und nicht wie ihre Schwesternart ein invasiver Neophyt.
Sie ist eine Bewohnerin der nährstoffarmen und trockenen Magerrasen und ist an solchen
Standorten in Mitteleuropa weit verbreitet.
Auf meinem kurzen Heimweg, hüpfte mir dann außerdem noch, wie bereits gestern schon,
eine Gefleckte Keulenschrecke
über den Weg. Diesmal allerdings in einer wunderschönen roten Farbvariation. Hier kann man gut erkennen, was
einzelne Arten für eine große Variationsbandbreite haben können und daß eine unterschiedliche Farbe nicht
unbedingt auch auf eine andere Art hindeuten muß.
Vielleicht treffe ich ja morgen noch eine Grüne!
 | | Myrmeleotettix maculatus - Gefleckte Keulenschrecke |  |
| Nr. 2010.7033kl | 100 % | ![7033kl]() | Myrmeleotettix maculatus Gefleckte Keulenschrecke | 100mm; F/5; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Solidago virgaurea - Echte Goldrute |  |
| Nr. 2010.7068kl | 100 % | ![7068kl]() | Solidago virgaurea Echte Goldrute | 100mm; F/4; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| 21.08.2010 - Morgendlicher Ausflug in die Püttberge...
Am gestrigen Abend flog mir bei einem Abendspaziergang mehrmals ein Schwalbenschwanz über den Weg. Leider
ließ er sich nie lange genug auf einer Blüte nieder, um ihn ansprechend fotografieren zu können.
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Also beschloß ich einfach heute morgen etwas zeitiger aufzustehen. Ich zog gleich im ersten Morgengrauen los
und begab mich auf die Suche nach dem Schlafplatz des Falters. Nach einer knappen halben Stunde hatte ich
ihn dann tatsächlich auch gefunden. Schlafend und mit noch zugeklappten Flügeln saß er vor mir. So
hatte ich diesmal auch genügend Zeit mein Stativ aufzubauen und ein ausgiebiges Shooting mit meinem Modell zu veranstalten.
Nach einer Weile schien er meine Anwesenheit allerdings bemerkt zu haben und öffnete seine Flügel. Es handelt sich um eine
Abwehrreaktion, von der ich natürlich nicht abgeneigt war, denn so gab er mir auch gleich noch die Chance seine wunderschöne
Flügeloberseite abzulichten.
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 | | Papilio machaon - Schwalbenschwanz |  |
| Nr. 2010.7108kl | 100 % | ![7108kl]() | Papilio machaon Schwalbenschwanz | 100mm; F/4; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Papilio machaon - Schwalbenschwanz |  |
| Nr. 2010.7137kl | 100 % | ![7137kl]() | Papilio machaon Schwalbenschwanz | 100mm; F/4.5; 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Papilio machaon - Schwalbenschwanz |  |
| Nr. 2010.7151kl | 100 % | ![7151kl]() | Papilio machaon Schwalbenschwanz | 100mm; F/2.8; 1/125s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Raupen des Falters ernähren sich von Doldenblütengewächsen, von denen es hier in den Püttebergen
einige Arten gibt. In meiner Kindheit habe ich die Raupen übrigens oft an den Möhren oder am Dill im Garten
meiner Eltern beobachten können.
Leider ist der Schwalbenschwanz bei uns ein ziemlich seltener Zeitgenosse geworden - ich war deshalb
natürlich gleich doppelt begeistert. Erstens, ein so schönes Tier überhaupt so nah vor meine Linse zu bekommen und
zweitens, noch dazu gleich vor meiner Haustür.
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 | | Papilio machaon - Schwalbenschwanz |  |
| Nr. 2010.7143kl | 100 % | ![7143kl]() | Papilio machaon Schwalbenschwanz | 100mm; F/3.5; 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Papilio machaon - Schwalbenschwanz |  |
| Nr. 2010.7146kl | 100 % | ![7146kl]() | Papilio machaon Schwalbenschwanz | 100mm; F/4.5; 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Mein Shooting endete dann aber doch ziemlich abrupt, als eine Wildschweinmutter samt Jungtier
etwa zehn Meter von mir entfernt aus dem Wald trat. Sie ließ mir gerade noch so viel Zeit meine Ausrüstung
in die Hand zu nehmen und loszurennen, um mich anschließend bis fast vor meine Haustür im Laufschritt zu verfolgen.
Ich glaube, so schnell wie heute, war ich nie wieder von einem Makro-Ausflug zurück!
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| 21.08.2010 - Und nach dem Frühstück gleich noch ein Ausflug...
...in die Püttberge. Diesmal allerdings, um ein paar baumbewohnende Springspinnen ausfindig zu machen und
zu fotografieren - in der Hoffnung, nicht schon
wieder ner Wildschweinmutti samt Jungem zu begegnen.
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 | | Dendryphantes rudis - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2010.7161kl_r | 100 % | ![7161kl_r]() | Dendryphantes rudis Springspinne ♀ | 100mm; F/8; 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Und tatsächlich war mir das Glück hold - kein Wildschwein,
aber dafür eine wunderschöne Springspinne der Art Dendryphantes rudis. Ich fand sie
allerdings erst nach einer 1/2
Stunde des Absuchens von jedem Kiefernzweig, der in meiner Sichthöhe lag.
Die Art ist eigentlich in Deutschland fast überall ziemlich häufig anzutreffen, nur leider nicht immer
ganz leicht zu finden. Sie zeigt eine auffallende Vorliebe für Nadelbäume, von diesen es in den
Püttbergen, in Form von Kiefern, natürlich nicht mangelt. So war es eigentlich nur eine
Frage der Zeit (3 Monate!) sie irgendwann mal vors Objektiv zu bekommen.
Zum Glück verhielt sie sich auch recht kooperativ auf ihrer Kiefernnadel und ließ mir ein
paar Minuten Zeit Fotos von ihr zu machen.
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Jetzt fehlt mir nur noch ein Männchen! Aber ich habe ja noch einige Tage bis es Winter wird...
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| 23.08.2010 - Hugo
Am heutigen Abend machte ich meinen täglichen Rundgang ausnahmsweise mal nicht
allein, sondern in Begleitung meiner Freundin. Zum Glück, muß man sagen, denn
sie war es, die mitten im Zypressenwolfsmilchgestrüpp, die Raupe eines
Wolfsmilchwärmers erspähte.
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Der Wolfsmilchschwärmer gehört zu den Nachtfaltern und ist als ausgewachsener
Falter
ab dem Einsetzen der Dämmerung aktiv. Sein Lebensraum sind Trockenrasen und Sandflächen
in warmen und trockenen Gegenden Europas, Asiens und Afrikas. Bedingung ist nur, daß dort
auch die Futterpflanzen der Raupen wachsen.
Die Tiere ernähren sich streng monophag. Das heißt, die Raupen fressen nur an Wolfsmilchgewächsen - in Mitteleuropa fast
ausschließlich an der Zypressenwolfsmilch. Der Saft der giftigen Pflanzen sammelt sich
im Magen der Raupen an und macht sie so für Freßfeinde ungenießbar, was sie
durch ihre Warnfärbung auch jederman signalisieren.
Die Überwinterung findet als Puppe statt und so war ich im ersten Moment guter
Hoffnung im nächsten Frühling an der selben Stelle eventuell den Falter wiederzutreffen.
Und damit wir uns auch ja gut daran erinnern, wurde die Raupe so gleich von meiner Freundin "Hugo" getauft.
Leider war mir aber eine Verletzung an ihrem Hinterteil nicht sofort aufgefallen. Sie stammte
vermutlich von einem Vogel oder vielleicht sogar von einer Schlupfwespe und sollte Hugo
schließlich auch zum Verhängnis werden. Denn als ich am nächsten Tag wieder an der Stelle vorbeikam,
lag die Raupe tatsächlich
tot unter der Zypressenwolfsmilch. Mir blieb also nichts weiter übrig, als Hugo standesgemäß
unter seiner Lieblingspflanze zu beerdigen.
Schade einentlich, ich hätte Hugo gerne im nächsten Jahr als Falter wiedergesehen und natürlich
auch bildlich festgehalten. Naja, so ist das Leben.
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 | | Hyles euphorbiae - Wolfsmilchschwärmer |  |
| Nr. 2010.7236kl | 100 % | ![7236kl]() | Hyles euphorbiae Wolfsmilchschwärmer | 100mm; F/5; 1/50s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Ich werde einfach im nächsten Jahr zur Hauptflugzeit im Mai bis Juli gezielt nach den Faltern
Ausschau halten - denn wo einer ist, sind meistens noch mehr!
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| 31.08.2010 - Einem farbenfrohen Gesellen...
...begegnete ich heute in meiner Mittagspause. Zwischen Moosen und Graspolstern auf meiner
Lieblingsbinnendüne kroch mir ein Ackerwinden-Bunteulchen über den Weg. Bis dato
war mir noch nie ein solcher Falter zu Gesicht gekommen. Leider hatte ich heute keinen Diffusor mit
dabei und so sind die Bilder ein "klein wenig" von der grellen Mittagssonne mit Reflektionen
bedacht worden. Naja, man kann halt nicht alles haben...
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 | | Emmelia trabealis - Ackerwinden-Bunteulchen |  |
| Nr. 2010.6851_52kl | 100 % | ![6851_52kl]() | Emmelia trabealis Ackerwinden-Bunteulchen | 100mm; F/5 (DFF); 1/1600s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Beim Ackerwinden-Bunteulchen handelt es sich um einen Nachtfalter aus der großen Familie der Eulenfalter.
Der Falter ist in großen Teilen Europas verbreitet, bewohnt dort allerdings vor allem Gebiete, die eher
trocken und warm sind.
Wie auch der Name schon sagt, ernähren sich die Raupen des Falters ausschließlich von den
Blüten der Ackerwinde. Warum ich den Falter gerade hier zum ersten Mal zu Gesicht bekommen habe, ist
mir daher ziemlich schleierhaft, da es in "meiner" Binnendüne, im Gegensatz zum Garten meiner Eltern, überhaupt keine
Ackerwinde weit und breit zu finden gibt.
 | | Emmelia trabealis - Ackerwinden-Bunteulchen |  |
| Nr. 2010.6865kl | 100 % | ![6865kl]() | Emmelia trabealis Ackerwinden-Bunteulchen | 100mm; F/9; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| 31.08.2010 - In der Abendsonne...
Weil mein Mittagsspaziergang so erfolgreich war, beschloß ich auf Grund des herrlichen
Wetters auch am Abend noch einmal loszuziehen. Diesmal allerdings zu den etwas steileren Hanglagen
der Püttberge. An diesen Hängen gibt es viel weniger Vegetation und es dominieren die offenen
Sandflächen.
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Unter anderem wächst dort der Berg-Haarstrang, ein Doldenblütengewächs, welches bis zu 1m hoch
werden kann. Im Juli konnte ich auf seinen Samenständen schon die Nördliche Fruchtwanze
beobachten. Heute allerdings, sah ich schon von Weitem ein kleines buntes Geschöpf an einem Blatt von einer dieser
Pflanzen nagen.
Ich konnte mein Glück kaum fassen, nach meinem Fund des Falters vor 10 Tagen, hatte sich
doch tatsächlich nun auch noch eine Raupe des seltenen Schwalbenschwanzes hierher "verirrt".
Leider war das Licht nicht so toll, aber zu einem Beweißfoto langte es allemal.
Und weil ich heute scheinbar noch nicht genug Bilder mein Eigen nennen konnte, hatte es sich auch
noch eine Ritterwanze ein paar Grashalme daneben sehr fotogen gemütlich gemacht.
 | | Lygaeus equestris - Ritterwanze |  |
| Nr. 2010.7618kl | 100 % | ![7618kl]() | Lygaeus equestris Ritterwanze | 100mm; F/6.3; 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Papilio machaon - Schwalbenschwanz |  |
| Nr. 2010.7571kl_r | 100 % | ![7571kl_r]() | Papilio machaon Schwalbenschwanz | 100mm; F/6.3; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| 15.09.2010 - Endlich auch mal ein Männchen...
... einer Blutroten Heidelibelle - dachte ich mir zumindest. Nach meinen Aufnahmen eines Weibchens
dieser Art im Juli, war ich nämlich nun schon längere Zeit auf der Suche nach einem Männchen. Doch leider hatte
ich mich zu früh gefreut. Es handelte sich zwar um eine Heidelibelle, jedoch war es
diesmal die Gemeine Heidelibelle. Schön postiert auf einer verblüten Grasnelke, hatte es
sich das Tier direkt am Wegesrand meines allabendlichen Spazierganges zum Schlafen gemütlich
gemacht. Natürlich konnte ich trotz der "falschen" Art nicht wiederstehen ein paar ansprechende Fotos
zu machen.
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 | | Sympetrum vulgatum - Gemeine Heidelibelle |  |
| Nr. 2010.8749kl | 100 % | ![8749kl]() | Sympetrum vulgatum Gemeine Heidelibelle | 100mm; F/6.3; 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Sympetrum vulgatum - Gemeine Heidelibelle |  |
| Nr. 2010.8781kl | 100 % | ![8781kl]() | Sympetrum vulgatum Gemeine Heidelibelle | 100mm; F/5; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| Die Gemeine Heidelibelle gehört, wie alle Heidelibellen, zu den Großlibellen und ist überall
bei uns in Deutschland recht häufig. Sie hat ihre Hauptflugzeit in den Monaten Juli bis November und ist in dieser Zeit
vor allem an stehenden Gewässern anzuteffen.
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| 17.09.2010 - Was für ne coole Fliege...
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...die mir da auf meiner heutigen abendlichen Pirsch vors Objektiv schwirrte. Mir war bis dato schon
zweimal eine solche Fliege vor die Linse geflogen, leider habe ich sie aber bisher
nie zum ruhig sitzenbleiben überreden können.
Da es heute aber recht kühl war, hatte ich Glück und mein Motiv ließ sich diesmal recht geduldig von mir ablichten.
Es handelt sich dabei im Übrigen um eine Raupenfliege - genauer gesagt um Gymnosoma rotundatum.
Alle Raupenfliegen leben im Larvenstadium parasitär in Larven oder Puppen
anderer Insekten. Diese Art entwickelt sich z.B. in Baumwanzen, welche die "feindliche Übernahme" nach dem Schlupf
der Fliege sogar überleben. Die erwachsenen Raupenfliegen sind dann allerdings recht harmlose Tiere und ernähren sich hauptsächlich von Blütennektar.
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 | | Gymnosoma rotundatum - Raupenfliege |  |
| Nr. 2010.8858d_kl | 100 % | ![8858d_kl]() | Gymnosoma rotundatum Raupenfliege | 100mm; F/18; 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | Gymnosoma rotundatum Raupenfliege |  |
| Nr. 2010.8849kl | 100 % | ![8849kl]() | Gymnosoma rotundatum Raupenfliege | 100mm; F/11; 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | Gymnosoma rotundatum Raupenfliege |  |
| Nr. 2010.8840kl | 100 % | ![8840kl]() | Gymnosoma rotundatum Raupenfliege | 100mm; F/11; 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | Gymnosoma rotundatum Raupenfliege |  |
| Nr. 2010.8843kl | 100 % | ![8843kl]() | Gymnosoma rotundatum Raupenfliege | 100mm; F/11; 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| Besonders begeistert war ich im Übrigen von ihrem "Bart"...
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| 18.09.2010 - Endlich...
...hab ich sie wiedergefunden, die Kreuz-Springspinne. Denn als ich vor zwei Jahren
schon einmal die Püttberge im Rahmen einer Exkursion besuchte, hüpfte mir diese Art hier über den Weg.
Damals war es ein erwachsenes
Männchen ( ).
Seitdem ich jetzt hier wohne, hoffe ich nun schon die ganze Zeit sie wiederzufinden.
Heute war es dann endlich soweit. Diesmal gab sich allerdings ein Jungtier die Ehre.
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 | | Pellenes tripunctatus - Kreuz-Springspinne juv. |  |
| Nr. 2010.8877dkl_r | 100 % | ![8877dkl_r]() | Pellenes tripunctatus Kreuz-Springspinne juv. | 100mm; F/11; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Pellenes tripunctatus - Kreuz-Springspinne juv. |  |
| Nr. 2010.8880kl_r | 100 % | ![8880kl_r]() | Pellenes tripunctatus Kreuz-Springspinne juv. | 100mm; F/11; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Kreuz-Springspinne wird (als Weibchen) bis zu 7 mm groß und ist recht einfach an
ihrer typischen Zeichnung auf dem Hinterleib zu erkennen. Sie bevorzugt trockene, warme Lebensräume
mit niedriger Vegetation und ist im Süden von
Deutschland noch recht häufig - im norddeutschen Flachland hingegen, jedoch ziemlich selten. Nach der
roten Liste von Deutschland gilt die Art als gefährdet.
Interessanter Weise besitzen die Tiere scheinbar eine Vorliebe für leere Schneckenhäuser, in
denen sie auch oft überwintern. Die selbe Vorliebe hat im Übrigen auch Pellenes nigrociliatus,
eine andere Art aus der selben Gattung, welche auch hier vorkommt. Die folgenden Bilder
davon stammen allerdings bereits von einem Ausflug in die Püttberge im April diesen Jahres und zeigen
ebenfalls ein junges Weibchen.
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 | | Pellenes nigrociliatus - Springspinne |  |
| Nr. 2010.2614c_kl | 100 % | ![2614c_kl]() | Pellenes nigrociliatus Springspinne | 100mm; F/11; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Pellenes nigrociliatus - Springspinne |  |
| Nr. 2010.2692dkl_r | 100 % | ![2692dkl_r]() | Pellenes nigrociliatus Springspinne | 100mm; F/11; 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Art bevorzugt ähnliche Habitate als Lebenraum wie ihre Schwesternart.
Bei ihr wurde zusätzlich aber noch ein weiters Verhalten im Bezug auf Schneckenhäuser beobachtet.
Um den meist sehr hohen Temperaturen in ihrem Lebensraum zu entkommen, befestigt das Weibchen
mehrere Spinnenfäden am Gehäuse und zieht das Haus an einer Pflanze empor. In diesem freischwebenden
Heim werden anschließend die Eier abgelegt und von ihr bewacht. Wenn keine Schneckenhäuser vorhanden sind, werden
stattdessen Blätter verwendet.
Auch diese Art steht in Deutschland auf der roten Liste, gilt aber sogar als stark gefährdet!!!
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| 20.09.2010 - Eidechsenalarm...
Auf dem Rückweg von meiner heutigen Mittagspause machte ich noch einmal kurz halt an einer
besonders heißen Stelle meines Makroreviers und da sah ich doch zum ersten Mal, seit meines
Umzuges hierher, Zauneidechsen. Es handelt sich allerdings noch um Jungtiere. Natürlich pirschte
ich mich gleich auf dem Bauch kriechend an sie heran und erhaschte so auch ein paar Schnappschüsse.
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Die Zauneidechse ist in unserer Heimat noch relativ häufig anzutreffen.
Sie steht allerdings, wie alle Reptilien in Deutschland, unter Naturschutz. Die Art ist also nicht mehr so häufig,
wie sie eigentlich sein sollte ;-)
In ihrem Lebensraum sind die Echsen auf Biotope angewiesen, bei denen sich dicht bewachsene Bereiche mit offenen
Abschnitten abwechseln. Meistens sind das vom Menschen beeinflußte Lebensräume - z.B. bei Waldränder oder Bahndämme.
Den Winter verbringen sie in Erdlöchern in einer Art Winterstarre. Ich denke meine beiden waren hier gerade
auf der Jagd, um sich noch ein wenig Winterspeck dafür anzufressen. So winzig, wie die Kleinen noch waren, hatten sie
das jedenfalls noch dringend nötig.
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 | | Lacerta agilis - Zauneidechse |  |
| Nr. 2010.9203_Test_kl | 100 % | ![9203_Test_kl]() | Lacerta agilis Zauneidechse | 100mm; F/5; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Lacerta agilis - Zauneidechse |  |
| Nr. 2010.376kl_r | 100 % | ![376kl_r]() | Lacerta agilis Zauneidechse | 100mm; F/5; 1/60s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ich werde im nächsten Jahr dann wohl öfter an dieser Stelle vorbei schauen. Vielleicht kann ich
sie ja beim Erwachsenwerden fotografisch begleiten.
Das zweite Bild ist übrigens eine spätere Aufnahme, für die ich aber, wegen meiner Faulheit,
nicht extra einen neuen Artikel schreiben wollte. Und hier hin paßt sie ja auch ganz super, wie ich finde.
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| 21.09.2010 - Es wird Winter...
Zumindest wenn man nach dem Namen meines heutigen "Fundstücks" geht. Heute ist mir
nämlich zum ersten Mal in meinem Leben eine Gemeine Winterlibelle über den Weg geflogen. Jedenfalls
so, daß ich sie auch als solche erkannt habe.
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 | | Sympecma fusca - Gemeine Winterlibelle |  |
| Nr. 2010.9142c_kl | 100 % | ![9142c_kl]() | Sympecma fusca Gemeine Winterlibelle | 100mm; F/5; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
In Wirklichkeit fliegen die Tiere allerdings hauptsächlich zwischen Mai und Juli. Ihr Name
rührt nur daher, da sie als voll entwickelte Tiere überwintern. Man kann sie deshalb auch schon
mal im Januar oder Februar, an besonders sonnigen Tagen, beim Herumfliegen beobachten.
Früher galt die Gemeine Winterlibelle als stark gefährdet. Nach neueren Untersuchungen mußte
dies allerdings wieder revidiert werden, da die Art überall in Europa eigentlich recht häufig ist.
Wahrscheinlich wurde sie in der Vergangenheit, auf Grund ihrer guten Tarnung, nur oft übersehen.
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| Von ihrer Schwesternart, der Sibirischen Winterlibelle, die auch in Deutschland vorkommt (wenn auch
viel seltener), unterscheidet sie sich nur durch eine fehlende kleine Ausbuchtung des oberen dunklen Streifens am Thorax.
Sehr schön erklärt ist das Merkmal auch auf der Seite www.libellenwissen.de
meines Makrofotografen-Freundes Andreas Thomas Hein.
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| 01.10.2010 - Ein abendlicher Feuerfalter...
...macht den Anfang im Oktober. Bald werden sie wohl wieder alle ganz verschwunden sein, die
großen und kleinen Flattermänner :-(
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Der Kleine Feuerfalter ist in Deutschland noch recht häufig anzutreffen. Man begegnet ihm hier dabei
in den verschiedensten
Lebensräumen, besonders aber mag er eine sehr offene Vegetation und sandige Gebiete. Mit einer Flügelspannweite
von ca. 3 cm zählt er aber nicht gerade zu den größten unserer Tagfalter und wird deshalb gern oft übersehen.
Die Raupen des Falters ernähren sich von Ampfergewächsen. Hier in den Püttbergen dürfte es
sich da vor allem um Rumex acetosella, den Kleinen Sauerampfer handeln, welcher hier in großer
Anzahl vorkommt.
Mein hübscher Freund hatte es sich bereits zum Schlafen auf einer Grasnelke gemütlich gemacht, als ich ihn so fand.
Das machte mir das Fotografieren natürlich ungemein leichter.
 | | Lycaena phlaeas - Kleiner Feuerfalter |  |
| Nr. 2010.9491kl_r | 100 % | ![9491kl_r]() | Lycaena phlaeas Kleiner Feuerfalter | 100mm; F/6.3; 1/60s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Lycaena phlaeas - Kleiner Feuerfalter |  |
| Nr. 2010.9456c_kl_r | 100 % | ![9456c_kl_r]() | Lycaena phlaeas Kleiner Feuerfalter | 100mm; F/5.6; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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In der Zwischenzeit habe ich allerdings
eh gelernt, daß es meist nichts bringt, einem von Blüte zu Blüte fliegenden Schmetterling hinterher
zu rennen, nur um ein schönes Foto zu bekommen.
Das wird meist nichts!
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| 02.10.2010 - Beim herbstlichen Balkonputz...
...lief mir heute ein noch unreifes Männchen einer unserer häufigsten heimischen Krabbenspinnen
über die Hände. Ich konnte natürlich nicht widerstehen es entsprechend in Szene
zu setzten. Der Balkonputz mußte einstweilen natürlich warten.
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 | | Misumena vatia - Veränderliche Krabbenspinne |  |
| Nr. 2010.9592kl | 100 % | ![9592kl]() | Misumena vatia Veränderliche Krabbenspinne | 100mm; F/11; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Veränderliche Krabbenspinne heißt so, weil sie ihren Körper farblich an die
Farbe ihres jeweiligen Ansitzes anpassen kann. Meistens handelt es sich dabei um Blüten, auf denen die
Spinne auf ihre Beute lauert. Zum Farbwechsel sind allerdings nur die erwachsenen Weibchen
fähig, die eine Größe von bis zu 1 cm erreichen können.
Die Männchen dieser Art sind um ein mehrfaches kleiner und werden nur bis zu 4 mm groß. So sind sie eher
unscheinbar und zeigen ihre wahre Schönheit erst in der Nahaufnahme.
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| 08.10.2010 - Zu Besuch bei den Dornfingern...
Leider werden die Tage zunehmend kürzer und meine abendlichen Spaziergänge damit auch. Bei meinem
heutigen Rundgang inspizierte ich eine Trockenwiese mit höherer Vegetation etwas
genauer.
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In ihr waren mir in den letzten Wochen mehrere größere Gespinste aufgefallen, denen ich
aber bisher keine große Beachtung geschenkt hatte.
Nach eingehendem Absuchen der Wiese, mußte ich
nun zu meinem Erstaunen jedoch feststellen, daß ich das mal lieber hätte tun sollen. Ich war tatsächlich
fast jeden Tag an einer Kolonie mit Ammen-Dornfingern vorbei gelaufen.
Beim Ammen-Dornenfinger handelt es sich um eine eigentlich vorwiegend im Mittelmeerraum beheimatete
Art. In letzter Zeit jedoch dringt diese Art immer mehr auch nach Mitteleuropa vor. Besonders in
wärmebegünstigten Regionen ist sie auch in Deutschland inzwischen nicht selten anzutreffen.
Daß es ihn rund um Berlin auch geben soll, wußte ich natürlich. Daß er aber direkt vor meiner
Haustür wohnt, hätte ich nicht gedacht.
Im Übrigen gilt der Ammen-Dornfinger als die giftigste Spinnenart Mitteleuropas, die auch dem
Menschen durchaus gefährlich werden kann.
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 | | Cheiracanthium punctorium - Ammen-Dornfinger |  |
| Nr. 2010.0020kl_r | 100 % | ![0020kl_r]() | Cheiracanthium punctorium Ammen-Dornfinger | 100mm; F/11; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Auf Grund seiner sehr großen Giftklauen (Cheliceren) kann er
mühelos die menschliche Haut durchdringen. Allerdings ist die Wirkung nur ähnlich der eines Wespenstiches -
also überhaupt kein Grund zur Sorge.
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| 13.10.2010 - Kurze lange Beine...
Schon mehrere Male liefen mir in meinem Makro-Revier seltsame Weberknechte über den Weg. Das
Besondere an ihnen waren die für Weberknechte mir recht kurz erscheinenden Beine - bzw. der im
Verhältnis zu diesen ziemlich große Körper.
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 | | Odiellus spinosus - Weberknecht |  |
| Nr. 2010.0180b_kl_r | 100 % | ![0180b_kl_r]() | Odiellus spinosus Weberknecht | 100mm; F/7.1; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Bisher habe ich sie aber immer krabbeln lassen und
sie als Fotomotive ignoriert. Meistens war ich wohl zu faul, da sich Weberknechte auf Grund ihres
Körperbaus meines Erachtens im Allgemeinen recht schwierig fotografieren lassen. Heute war das allerdings anders - ich nahm mir einfach
mal die Zeit, um ein paar schöne Fotos in den Kasten zu bekommen. Zum Glück waren dabei auch meine extra dafür
gesuchten Motive
ziemlich geduldig und es entstanden einige, wie ich finde, sehenswerte Aufnahmen. Es handelt
sich hierbei im Übrigen um Odiellus spinosus, einen der größten Weberknechte Mitteleuropas,
wie ich später feststellte.
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Der Lebensraum dieser Art sind hauptsächlich Sandgebiete - laut Wikipedia, mit deutlicher Vorliebe zu
Binnendünen. Kein Wunder also, warum sich die Kleinen hier so wohl fühlen.
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| 10.04.2011 - Frau gesucht...
Nachdem es mir im vorigen Herbst in Jüterbog
bereits gegönnt war mehrere Männchen der in Deutschland so seltenen Dünen-Springspinne zu beobachten,
wollte ich heute endlich ein Weibchen vor die Linse bekommen. Allerdings brauchte ich dazu nicht mehr bis Jüterbog
fahren, sondern ein Ausflug in die Schönower Heide sollte dafür genügen. Ich besuchte diese Gegend bereits im vorigen Herbst,
konnte damals aber keinen der hübschen Springer finden. Von Freunden wußte ich allerdings, daß die Art
hier vorkommt. Es hieß also auf besseres Wetter warten - heute war es nun soweit.
Und meine Ahnung war richtig. Schon nach wenigen Schritten hüpfte mir das erste Männchen vor die Füße.
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.4551kl_r | 100 % | ![4551kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne ♂ | 100mm; F/8; 1/60s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.4561kl_r | 100 % | ![4561kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne ♂ | 100mm; F/11; 1/40s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
| Der
Fund eines Weibchens hat dann allerdings ein wenig länger gedauert. Die Weibchen hüpfen nämlich nicht so umher wie
ihre männlichen Artgenossen, sondern warten meist, perfekt getarnt, unter einem Grasbüschel auf Beute oder einen
potentiellen Partner. Mein Weibchen hatte wohl eher Hunger, als Lust auf Sex. Mit ihrer Beute, einer kleinen Spinne,
war sie in ihrer Deckung jedenfalls fast nicht zu sehen.
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2011.4505kl_r | 100 % | ![4505kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne ♀ | 100mm; F/11; 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
| Und nachdem mein Auge nun geschult war, fand ich auf einmal auch noch mehr der kleinen Schönheiten.
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2011.4518kl_r | 100 % | ![4518kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne | 100mm; F/11; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2011.4531kl_r | 100 % | ![4531kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne | 100mm; F/8; 1/125s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
| Durch das ständig wechselnde Licht sind übrigens sehr verschiedenen Farbstimmungen
entstanden. Und zum Schluß, als meine Models keine Lust mehr hatten, haben sich beide einfach eingegraben.
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2011.4579kl_r | 100 % | ![4579kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne ♀ | 100mm; F/11; 1/80s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.4572kl_r | 100 % | ![4572kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne ♂ | 100mm; F/7.1; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Kein Wunder also, daß man die Kleinen so selten zu Gesicht bekommt!
Ein paar weitere Infos zur Art gibt es noch in meinem
letztjährigen Bericht zu Yllenus arenarius in der Binnendünenlandschaft von Jüterbog.
Auf dem Heimweg begegnete mir schließlich mit dem Sand-Steppenrüssler noch ein anderer Vertreter sandiger
und trockener Lebensräume, den ich bis dahin noch nie zu Gesicht bekommen hatte. Dieser seltene Käfer gehört zu
der Familie der Rüsselkäfer und ist in Deutschland aufgrund seiner spezifischen Lebensraumansprüche stark gefährdet.
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 | | Coniocleonus hollbergi - Sand-Steppenrüssler |  |
| Nr. 2011.4646kl_r | 100 % | ![4646kl_r]() | Coniocleonus hollbergi Sand-Steppenrüssler | 100mm; F/7.1; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Coniocleonus hollbergi - Sand-Steppenrüssler |  |
| Nr. 2011.4642ckl_r | 100 % | ![4642ckl_r]() | Coniocleonus hollbergi Sand-Steppenrüssler | 100mm; F/7.1; 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| Im Großen und Ganzen ein sehr interessanter und ereignisreicher Tag. Wenn das so weiter geht...
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| 08.06.2011 - Ach diese Heide...
Heute war einmal mehr die Schönower Heide mein Ziel - inzwischen schon fast
eins meiner Lieblingsreviere. Von einen Freund hatte ich gehört, daß sich hier im
Augenblick in großer Zahl die Gelbe Mordfliege tummelt. Und tatsächlich,
überall am Wegesrand sah man sie auf erhöhtem Posten nach Beute ausschauhalten.
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 | | Laphria flava - Gelbe Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.7917kl_r | 100 % | ![7917kl_r]() | Laphria flava Gelbe Mordfliege ♂ | 100mm; F/11; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Es ist schon interessant diese Riesen unter den Raubfliegen aus der Nähe beobachten
zu können. Die größten von ihnen waren meiner Meinung nach fast 3 cm groß.
Die Gelbe Mordfliege kommt fast in ganz Europa vor. Sie bevorzugt
dabei Lichtungen und sonnige Waldränder als ihr Revier. Ihre Hauptflugzeit ist von Juni bis Juli.
Wie alle anderen Raubfliegen jagt sie ihre Beute im Flug. Bei ihren kurzen
Rundflügen kehrt sie dabei typischerweise immer wieder zu ihrem gewählten "Ausguck"
zurück. Man kann schön beobachten, wie von dort jedes vorbeifliegene Insekt sofort wahrgenommen
und auf seinen Beutestatus abgecheckt wird.
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Sonst war allerdings sehr wenig los. Vielleicht war es selbst den meisten
meiner potentiellen Motive bei schwülwarmen 23 Grad früh morgens um 8.00 Uhr schon zu warm.
Mir auf jeden Fall!
So begnügte ich mich lediglich noch mit zwei Kleinschmetterlingen. Der erste war ein
Ockergelber Blattspanner. Er fiel mir durch seine knallige gelbe Farbe auf und daß er, ständig mit
dem Wind kämpfend, mehr von einem Ansitz zum nächsten geweht wurde, als daß er flog.
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 | | Camptogramma bilineata - Ockergelber Blattspanner |  |
| Nr. 2011.7925kl_r | 100 % | ![7925kl_r]() | Camptogramma bilineata Ockergelber Blattspanner | 100mm; F/11; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Camptogramma bilineata - Ockergelber Blattspanner |  |
| Nr. 2011.7945kl_r | 100 % | ![7945kl_r]() | Camptogramma bilineata Ockergelber Blattspanner | 100mm; F/13; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Der ca. 3 cm große Falter gehört zur Familie der Spanner. In Europa ist er weit verbreitet und
überall recht häufig. Er stellt dabei keine großen Ansprüche an seinen Lebensraum. Die Falter sind tag- oder dämmerungsaktiv
und ernähren sich von Blütennektar.
In zwei Generationen fliegen sie von Mitte Mai bis in den September hinein. Aufgrund der
weißen und dunklen Querlinien ist die Art eigentlich unverwechselbar.
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Der zweite Falter, der vor mein Objektiv flatterte, war noch winziger. Ein ca. 1,5 cm großer und
mir bisher
Unbekannter Zünsler hatte es sich auf einem Holzstamm am Wegesrand gemütlich gemacht.
Obwohl ich schon auf dem Heimweg war, konnte ich mir diese Chance natürlich nicht entgehen lassen. Trotz der
Unscheinbarkeit des Falters hat sich der kleine Stop doch gelohnt, wie ich finde.
Besonders toll kommt auf dem Foto der buschige Rüssel des Tieres zur Geltung.
In freier Natur sieht man davon nämlich, bei dieser Größe, normalerweise rein gar nichts.
Falls mir irgendjemand diesen Zünsler noch bestimmen könnte, wäre ich ihm sehr dankbar. Bis dahin
muß ich erst einmal auf Informationen zur Art verzichten.
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 | | Crambidae ssp. - Unbekannter Zünsler |  |
| Nr. 2011.7981kl_r | 100 % | ![7981kl_r]() | Crambidae ssp. Unbekannter Zünsler | 100mm; F/6.3; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die restlichen Fotos sind, aufgrund des heute ständig wehenden Windes, eher nicht so
zeigenswert und so ist die Bildausbeute dieses Ausfluges eher mager. Doch allein die wunderschöne Landschaft
und die Artenvielfalt begeistern mich hier jedesmal aufs Neue - und allein das ist für mich schon Lohn genug.
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| 13.06.2011 - Badespaß am Werlsee...
Den Nachmittag des diesjährigen Pfingstsonntags verbrachten wir relaxend und
badend mit Freunden am Werlsee, in der Nähe von Erkner. Auch wenn die grelle Nachmittagssonne
eigentlich eher nicht zum fotografieren einludt, war meine Kamera natürlich trotzdem mit am Start.
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 | | Ischnura elegans - Große Pechlibelle ♂ |  |
| Nr. 2011.8229kl_r | 100 % | ![8229kl_r]() | Ischnura elegans Große Pechlibelle ♂ | 100mm; F/5.6; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Viele Bilder entstanden am Ende aber wirklich nicht - genaugenommen eigentlich nur eins - und
zwar das einer Großen Pechlibelle, die sich tief im Schilfgürtel des Sees
versteckt hielt. Es war also ziemlich schwer, das Tier auf dem Bild freizustellen. Diese Tatsache und die,
daß es sich dabei noch dazu um eine Freihandaufnahme handelt,
machen das Bild, trotz seiner kleinen Makel, für mich zeigenswert.
Die Große Pechlibelle gehört zu den Kleinlibellen. Ihren Namen verdankt sie ihrem, bis auf das
blaue "Schlußlicht", pechschwarzen Körper. Die Männchen weisen am Kopf und Thorax weitere blaue Partien
auf, während die Weibchen dort auch in anderen Farbtönen, wie beispielsweise lila, gefärbt sein können.
Die Art hat recht geringe Ansprüche gegenüber ihrem Lebensraum und kommt daher überall noch recht häufig vor. Die Große
Pechlibelle gilt deshalb in Deutschland auch als "nicht gefährdet" und wird in einigen Gegenden sogar als die häufigste
Libellenart
angegeben.
Die Flugzeit der Art geht von Mitte Mai bis in den September hinein. Wenn es zur Ausbildung einer zweiten Generation
kommt, kann sie sich jedoch noch bis in den Oktober hinein verlängern. Das ist allerdings eher die
Ausnahme und nur in klimatisch begünstigten Gebieten der Fall. Zu erwähnen wäre noch,
daß die Eiablage bei dieser Art nicht im Tandemflug zusammen mit dem Männchen, sondern stets allein vom
Weibchen durchgeführt wird. Dies ist für Schlanklibellen nämlich eher ungewöhlich.
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Es waren natürlich noch eine Vielzahl weiterer Libellen am See unterwegs. Die meisten
von ihnen sah ich jedoch nur im Vorbeifliegen oder sie waren für ein Shooting einfach zu ungeduldig. Ich
denke, ich werde den Werlsee bei Gelegenheit mal in den frühen Morgenstunden mit meinem Stativ besuchen müssen.
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| 03.09.2011 - Auf Schlauchsuche...
Meine heutige Exkursion führte mich zusammen mit einem Spinnenfachmann
zum Pfefferfließ südlich von Berlin. Das Ziel war es endlich einmal eine
Tapezierspinne vor mein Objektiv zu bekommen.
Doch erst einmal begegnete uns ein Teichmolch-Baby, welches
gerade durch das Unterholz kroch. Es war nur circa 3 cm groß und wenn es sich
nicht zufällig in diesem Moment bewegt hätte, wäre dieser kleine Zwerg wohl nie vor meine Linse geraten.
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Molche gehören zur Klasse der Amphibien. Der Teichmolch ist dabei
die häufigste der fünf in Deutschland vorkommenden Arten. Er ist in seinen Lebensraumansprüchen
recht flexibel und kommt sowohl in offenen Landschaften als auch in dicht
bewaldeten Regionen vor. Da sich seine Larven, wie die der meisten Lurche, im Wasser
entwickeln, ist allerdings das Vorhandensein von geeigneten Laichgewässern eine Grundvoraussetzung für sein
Vorkommen.
Bis zum Juli haben die meisten paarungswilligen Erwachsenen und auch die inzwischen
geschlüpften Jungtiere das Gewässer wieder verlassen, um für den Rest des Jahres an Land zu leben.
Interessant zu erwähnen ist, daß die Molche dabei sogar ihre Erscheinungsform ändern.
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 | | Lissotriton vulgaris - Teichmolch |  |
| Nr. 2011.1474kl_r | 100 % | ![1474kl_r]() | Lissotriton vulgaris Teichmolch | 100mm; F/5; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Der Teichmolch gilt laut Roter Liste von Deutschland zwar nicht als gefährdet,
ist aber laut Bundesnaturschutzgesetz eine besonders geschütze Art - wie im Übrigen alle
europäischen Reptilien und Amphibien.
Inzwischen hatte mein Begleiter nun auch die ersten Wohnungen des eigentlichen
Objektes meiner Begierde ausfindig gemacht. Es handelte sich dabei um bis zu
40 cm lange gesponnene Schläuche, die einer sehr interessanten Spinnenart als
Domizile dienen. Nur die letzten Zentimeter schauen dabei aus dem lockeren Sandboden
heraus und sind nochdazu meist gut getarnt. Allein hätte ich sie deshalb auch niemals
gefunden. Wenn man allerdings einen so kompetenten Begleiter wie ich dabei hat, der einem zeigt wo genau
zu suchen und auf welche veräterische Spuren zu achten ist, wird man recht schnell fündig.
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 | | Atypus affinis - Tapezierspinne (Wohnschlauch) |  |
| Nr. 2011.1534kl_r | 100 % | ![1534kl_r]() | Atypus affinis Tapezierspinne (Wohnschlauch) | 100mm; F/4; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ein weiteres Problem ist jedoch, daß sich die Spinne tagsüber
meistens ganz am Boden dieser Wohnröhre aufhält und man so höchstens mit einem Endoskop
ein paar Fotos von ihr bekommen könnte ;-)
Als Lösung hilft da nur - graben - und das am Besten sehr vorsichtig, damit dem
empfindlichen Bauwerk und der Spinne nichts passiert. Und nach einer viertel Stunde
Arbeit saß es dann vor mir - ein ausgewachsenes Weibchen einer Tapezierspinne der
Art Atypus affinis .
Zusammen mit zwei weiteren Arten der selben Gattung bilden sie die
einzigen Vertreter der Vogelspinnenartigen in Mitteleuropa. Alle anderen Vertreter dieser
Unterordnung der Webspinnen leben eher in wärmeren Gefilden.
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Doch auch die drei mitteleuropäischen Arten haben eine besondere Vorliebe für trockene und sonnige
Standorte. Besonders am Rand von lichten Kiefernwäldern findet man ihre Kolonien. Die Röhreneingänge
liegen dabei meist im Gras oder unter Totholz verborgen.
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 | | Atypus affinis - Tapezierspinne |  |
| Nr. 2011.1523kl_r | 100 % | ![1523kl_r]() | Atypus affinis Tapezierspinne | 100mm; F/8; 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Atypus affinis - Tapezierspinne |  |
| Nr. 2011.1484bkl_r | 100 % | ![1484bkl_r]() | Atypus affinis Tapezierspinne | 100mm; F/11; 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Selbst in der Nacht verlassen die Tiere diese Gespinstschläuche nicht, sondern kommen
lediglich bis in den gut getarnten oberirdischen Teil und warten bis ein Beutetier darüberläuft.
Sobald das geschieht, beißt die Spinne mit ihren kräfigen Chelizeren durch die Schlauchwand
hindurch. Die so gelähmte Beute wird dann durch die Röhrenhülle gezogen und das entstandene Loch
sofort wieder verschlossen.
Nach dem erfolgreichen Abschluß des Shootings, welches sich aufgrund eines
defekten Fernauslösers und eher mangelhaftem Lichtes schwieriger gestaltete
als erwartet, folgte noch ein Spaziergang durch einen kleinen Teil dieser
wunderschönen reich strukturierten Landschaft. Dabei begegneten uns noch allerlei weitere Tiere,
die es aber aufgrund von Zeitmangel alle nicht auf meinen Chip geschafft haben.
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Lediglich an einer noch sehr kleinen Raupe eines Wermut-Mönchs
konnte ich einfach nicht vorbeigehen. Da ich seine Schwesterart erst vor kurzen in den
Püttbergen fotografiert hatte, wollte ich der Vollständigkeit halber auch ein Bild der Raupe dieses
Schmetterlings mein Eigen nennen.
Wie der Beifuß-Mönch ernähren
sich auch die Raupen dieses Vertreters der Eulen-Falter hauptsächlich von Beifußarten. Gelegentlich
kann man sogar beide zusammen auf ein und der selben Futterpflanze beobachten.
Eine weitere Gemeinsamkeit ist seine Vorliebe für trockene und oft sandige Magerrasen. In
Deutschland steht die Art, aufgrund des rapiden Rückgangs dieser Landschaftsformen, deshalb auch
auf der Vorwarnstufe zur Roten Liste.
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 | | Cucullia absinthii - Wermut-Mönch |  |
| Nr. 2011.1562_64kl_r | 100 % | ![1562_64kl_r]() | Cucullia absinthii Wermut-Mönch | 100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Im Großen und Ganzen war diese Exkursion für mich sehr lehrreich und besonders im Hinblick
auf die herrliche Natur ein echtes Erlebnis. Vielen Dank für die kompetente Führung an Lars Frimann!
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| 04.09.2011 - Sonntagsausflug...
Nach meiner gestrigen sehr erfolgreichen Exkursion zum Pfefferfließ
sollte unser heutiger sonntäglicher Familien-Ausflug gleich das nächste Highlight des Jahres für
mich parat halten. Es ging einmal mehr in die Schönower Heide, die um diese Jahreszeit durch das überall
blühende Heidekraut nicht nur in makrofotografischer Hinsicht ein lohnendes Ziel ist.
Mein Interesse galt allerdings weniger dem rosafarbenen Teppich als Fotomotiv sondern
viel mehr der sehr seltenen Roten Röhrenspinne, die hier eines ihrer wenigen Vorkommen
im Land Brandenburg besitzt. Im August und September ziehen nämlich die ansonsten in ihren Röhren versteckt lebenden
Männchen dieser sehr hübsch gefärbten Spinnenart auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen umher.
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 | | Eresus kollari - Rote Röhrenspinne |  |
| Nr. 2011.1644kl_r | 100 % | ![1644kl_r]() | Eresus kollari Rote Röhrenspinne | 100mm; F/8; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Schon im vorigen Frühherbst war ich hier deshalb unterwegs - leider ohne Erfolg.
Vielleicht hatte ich auch einfach zu sehr danach gesucht, denn auch heute fand ich beim
Suchen zwischen den Heidebüschen und auf den offenen Sandflächen kein einziges
Exemplar.
Aber zum Glück hatte ich ja noch meine Freundin dabei, die, als von mir angelernte
"Jung-Forscherin", inzwischen sehr aufmerksam und mit offenen Augen durch die Natur
geht. Sie lief nämlich, im Gegensatz zur mir, einfach nur den offiziellen Rundweg
entlang und erspähte doch tatsächlich am Wegesrand das Objekt meiner Begierde. Einen
kurzen Ruf später saß es dann auch schon vor meiner Linse.
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Die Rote Röhrenspinne ist zwar überall in Mittel- und Südeuropa weit verbreitet, bei
uns in Deutschland aber lediglich in klimatisch begünstigten Gebieten anzutreffen. Aufgrund
ihrer Seltenheit gilt sie nach der Roten Liste von Deutschland als stark gefährdet und ist
gesetzlich geschützt.
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 | | Eresus kollari - Rote Röhrenspinne |  |
| Nr. 2011.1639bkl_r | 100 % | ![1639bkl_r]() | Eresus kollari Rote Röhrenspinne | 100mm; F/11; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Eresus kollari - Rote Röhrenspinne |  |
| Nr. 2011.1668_70kl_r | 100 % | ![1668_70kl_r]() | Eresus kollari Rote Röhrenspinne | 100mm; F/10 (DFF); 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Vor allem in warmen und trockenen Lebensräumen, wie Binnendünen und
Heidegebieten kann man die in Kolonien lebende Spinne antreffen. Dort graben sie an geeigneten
windgeschützten Stellen
ihre Wohnröhren in den Boden und kleiden diese
anschließend mit Seide aus. Oberirdisch endet die Röhre in einem auf der Erde liegenden und meist
gut getarnten Netz, welches der Spinne zum Beutefang dient.
Da es für mich ein echtes Erlebnis war, diesem wunderschönen Tier einmal in natura begegnen zu
dürfen, konnte ich mich kaum von ihm losreisen und es wieder seiner Wege ziehen lassen. Aber
irgendwann war es dann soweit und schließlich gab es ja auch noch mehr zu sehen.
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 | | Xysticus sabulosus - Krabbenspinne |  |
| Nr. 2011.1701kl_r | 100 % | ![1701kl_r]() | Xysticus sabulosus Krabbenspinne | 100mm; F/5.6; 1/200s; ISO 800
Canon EOS 50D |
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 | | Xysticus sabulosus - Krabbenspinne |  |
| Nr. 2011.1717kl_r | 100 % | ![1717kl_r]() | Xysticus sabulosus Krabbenspinne | 100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 800
Canon EOS 50D |
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Zum Bespiel war da ein Exemplar von Xysticus sabulosus, einer bei uns
sehr seltenen Krabbenspinne, die ich bereits im vorigen Jahr in der Schönower Heide
fotografieren konnte. Mein heutiger Fund war allerdings nicht ganz so knallig gefärbt, wie
der vom letzten Jahr.
Diesmal habe ich unser Zusammentreffen aber eher für ein paar fotografische Experimente
genutzt. Besonders das etwas expressionistisch anmutende Offenblende-Bild hat es mir angetan -
das knallige Rot der Flechten und die insgesamt sehr surreal wirkende Umgebung find ich einfach klasse.
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Aber viel Zeit blieb mir nicht, denn ein weiteres tolles Motiv wartete schon. Und wieder war
es meine Freundin, die am Wegesrand fündig wurde, während ich einmal mehr durch die Heidebüsche
kroch.
Sie hatte doch tatsächlich ein noch sehr junges Exemplar
einer Schlingnatter entdeckt. Es sonnte sich direkt am Wegesrand. Der Größe von
höchstens 20 cm nach
zu urteilen, konnte sein Schlupf noch nicht allzulange her sein.
Schlingnatter gebähren ihren Nachwuchs nämlich, im Gegensatz zu der auch bei uns
vorkommenden Ringelnatter, lebend, das heißt, sie legen keine Eier, sondern bringen
vollentwickelte Junge zur Welt. Und ein solches Exemplar hatten wir hier nun vor uns.
Die Art ist in ganz Europa weit verbreitet und kommt hier sowohl in der Ebene als auch
im Gebirge bis in 2000 Meter Höhe vor. Da die Schlange eine trockenheits- und wärmeliebende
Art ist, sind allerdings Lebensräume dieser Art eine Voraussetzung für ihr Vorkommen. Der
Biotoptyp selbst spielt da eher eine untergeordnete Rolle. Abhängig von der Landschaft können
das Heiden, Magerrasen, Hochmoore, Waldränder oder aber auch alpine Geröllhalden sein.
In Deutschland kommt die Glattnatter, wie sie auch genannt wird, nicht flächendeckend vor und
ist hier vor allem in den wärmebegünstigten Regionen anzutreffen vor. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt
dabei in den Weinbauregionen Süddeutschlands und den Heidegebieten Brandburgs.
In Deutschland steht die Art als "gefährdet" auf der Roten Liste und gilt außerdem, laut
FFH-Richtlinie, als streng zu schützende Art.
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 | | Coronella austriaca - Schlingnatter |  |
| Nr. 2011.1773kl_r | 100 % | ![1773kl_r]() | Coronella austriaca Schlingnatter | 100mm; F/6.3; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Zur Feier des Tages und als Belohnung für den heutigen Sieger bei der Motivsuche, habe ich übrigens
ein Schlangen-Foto ausgesucht, welches meine Freundin gemacht hat. Lediglich die Kamerakonfiguration oblag
mir bei dieser Einstellung. Ein wirklich schönes Bild wie ich finde!
Auf dem Weg zum Auto krabbelte uns dann noch ein Großer Kiefernprachtkäfer vor die Füße. Naja,
eigentlich sonnte er sich gerade auf einem der Baumstämme, die hier als Wegabgrenzung dienen und entdeckt
wurde er - na, man kann es schon erahnen - nicht von mir!
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 | | Chalcophora mariana - Großer Kiefernprachtkäfer |  |
| Nr. 2011.1794kl_r | 100 % | ![1794kl_r]() | Chalcophora mariana Großer Kiefernprachtkäfer | 100mm; F/8; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Auch bei diesem Fund handelt es sich wieder um eine gefährdete Art, die in vielen Bundesländern auf der
Roten Liste steht. In Brandenburg ist das aber momentan noch nicht der Fall. Die hier
ausreichend vorhandenen sandigen und warmen Kiefernwälder bieten den Käfern einen
optimalen Lebensraum.
Eine weitere Voraussetzung für sein Vorkommen ist das ausreichende Vorhandensein von
Totholz, in dem sich die bis zu 8 cm großen Larven des Käfers entwickeln können. Die
Käfer werden mit etwas mehr als 3 cm Körpergröße nicht ganz so groß, sind damit aber immer
noch viel größer als die meisten anderen bei uns heimischen Käferarten.
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Ein fotgrafische Herausforderung stellt der in natura in allen Farben schillernde Panzer dieses
Käfers dar. Auf einem Foto führt eine solche Oberfläche meist zu sehr unschönen Reflektionen. Die habe ich
hier versucht, mit Hilfe eines Polfilters, ein wenig abzumildern.
Nun hieß es aber schnell zum Auto, daß mir nicht aus Versehen noch etwas vor die Linse kriecht,
denn irgendjemand muß ja auch die ganzen Fotos sichten, webtauglich machen und vorallem den
ganzen Text dazu schreiben ;-)
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| 23.09.2011 - Spinnen statt Panzer...
Mein heutiger Ausflug führte mich mit zwei befreundeten Fotografen in die Reicherskreuzer Heide.
Große Teile dieses Gebietes wurden zu DDR-Zeiten als Truppenübungsplatz genutzt, was zur Folge hatte, daß
sich in diesem abgeschlossenen Gebiet eine sehr große Artenvielfalt ungestört entwickeln konnte.
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Der Hauptgrund für mein Interesse war, daß sich hier eines der sehr wenigen Vorkommen der
Goldaugenspringspinne in Ostdeutschland befindet. Sie ist die größte bei
uns einheimische Springspinne.
Ihr Hauptverbreitungsgebiet hat die Art eigentlich im Mittelmeerraum. Nördlich der Alpen
kommt sie sonst nur noch in ausgesprochenen Wärmegebieten, wie etwa dem Elsass oder dem Kaiserstuhl, vor.
Dort lebt die Spinne meist auf trockenen und vegetationslosen Schotterflächen sowie
an Felsen und Mauern. Interessanterweise bevorzugt sie in den
brandenburgischen und sächsischen Heidegebieten jedoch vorwiegend junge Kiefern als ihr Revier.
Genau an solchen konnten wir sie auch aufspüren!
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 | | Philaeus chrysops - Goldaugenspringspinne ♀ |  |
| Nr. 2011.2217_18kl_r | 100 % | ![2217_18kl_r]() | Philaeus chrysops Goldaugenspringspinne ♀ | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Philaeus chrysops - Goldaugenspringspinne ♀ |  |
| Nr. 2011.2208kl_r | 100 % | ![2208kl_r]() | Philaeus chrysops Goldaugenspringspinne ♀ | 100mm; F/11; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Unsere Hoffnung eins der knallrot gefärbten Männchen dieser Art zu finden,
erfüllte sich leider nicht. Jahreszeitlich bedingt entdeckten wir nur junge Weibchen
- die dafür jedoch in sehr großer Anzahl.
Aber auch das war für mich Highlight genug, denn bisher kannte ich die
Art nur vom Mittelmeer. Dort sieht die Körperzeichnung der Weibchen allerdings total anders aus
( ), so
daß man fast denken könnte, es handelt sich um verschiedene Arten.
Laut Fachliteratur ist dies aber nicht der Fall - die Art hat einfach nur eine sehr große Variationsbreite. Warum
dieses hübsche Tier jedoch den Namen Goldaugenspringspinne trägt, konnten mir meine Bücher
auch nicht erklären - an den Augen kann es jedenfalls nicht liegen ;-)
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Nach einem ausgiebigen Shooting, vom dem, aufgrund des außergwöhlichen Bewegungsdranges
meines Models, jedoch nicht viel mehr als ein paar wenige Bilder herzeigbar sind, ging es weiter.
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Doch weit kamen wir nicht, denn schon lief uns das nächste lohnenswerte Motiv direkt vor
die Füße. Es handelte sich um eine Rote Röhrenspinne, die, wie auch schon in
der Schönower Heide, hier einen perfekten Lebensraum vorfindet.
Im Gegensatz zu meinem letzten Fundort sollte dies allerdings nicht das einzige Exemplar bleiben,
welches uns heute über den Weg lief. Im Laufe des Tages sahen wir nämlich noch mindestens 8 weitere Männchen,
die auf der Suche nach einem Weibchen umherirrten.
Ich beschränkte mich aber diesmal lediglich auf die Seitenansicht eines besonders intensiv rot
gefärbten Zeitgenossens, da ich ja schon beim letzten Kontakt mit dieser Art genug
Bilder gemacht habe.
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 | | Eresus kollari - Rote Röhrenspinne |  |
| Nr. 2011.2248kl_r | 100 % | ![2248kl_r]() | Eresus kollari Rote Röhrenspinne | 100mm; F/8; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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So ist es halt - erst findet man jahrelang keine einzige Rote Röhrenspinne und dann
auf einmal gleich so viele. Und dabei sind wir in dieser weitläufigen
Heidelandschaft noch nicht einmal groß rumgekommen, weil uns nach gefühlten 20 Metern
jedesmal ein neues Motiv zum Anhalten "zwang".
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 | | Alopecosa sp. - Tarantel |  |
| Nr. 2011.2363kl_r | 100 % | ![2363kl_r]() | Alopecosa sp. Tarantel | 100mm; F/5; 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Meistens handelte es sich dabei um Achtbeiner, wie auch bei unserem nächsten
Fund - einer zirka 1,5 cm großen Tarantel, die ich durch Zufall aus
einem kleinen Heidekrautgebüsch scheuchte.
 | | Alopecosa sp. - Tarantel |  |
| Nr. 2011.2370kl_r | 100 % | ![2370kl_r]() | Alopecosa sp. Tarantel | 100mm; F/6.3; 1/40s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Leider kann man ohne Genitaluntersuchung die Art nicht zweifelsfrei bestimmen. In Frage
kämen sowohl Alopecosa fabrilis als auch Alopecosa schmidti.
 | | Alopecosa sp. - Tarantel |  |
| Nr. 2011.2443kl_r | 100 % | ![2443kl_r]() | Alopecosa sp. Tarantel | 100mm; F/4.5; 1/60s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Erst auf den Fotos fiel mir im Übrigen auf, daß das Tier wohl schon einmal mit nur sieben Beinen
zurechtgekommen sein muß. Eins der Beine ist nämlich bei einer Häutung lediglich rudimentär nachgewachsen.
Fast alle Mitglieder der Gattung Alopecosa bevorzugen
offene, warme und zumeist trockene Lebensräume. In Deutschland sind diese Biotope stark gefährdet und
im Rückgang begriffen, was dazu führt, daß der größte Teil dieser Gattung aus der Familie Wolfspinnen
inzwischen auf der Roten Liste steht.
Viele von ihnen bauen Wohnröhren in den lockeren Boden und kleiden diese dann mit Seide
aus. Ihre Beute jedoch fangen sie ohne jegliches Netz, indem sie nachts ihr Versteck verlassen und
auf die Jagd gehen. Mit scharfen Augen ausgerüstet, lauern die Spinnen dann an günstigen Stellen auf vorbeikommende Opfer.
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 | | Arctosa perita - Wolfspinne |  |
| Nr. 2011.2388kl_r | 100 % | ![2388kl_r]() | Arctosa perita Wolfspinne | 100mm; F/6.3; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Die geringe Größe und die "bunte" Färbung seines Körpers tarnen diesen Jäger perfekt. Auch
wir haben die Spinne überhaupt nur bemerkt, weil sie sich gerade ziemlich flink über den Sand bewegte.
Offene und weitgehend vegatationsfreie Sandflächen sind der Hauptlebensraum dieser Art - doch durch
den Rückgang solcher Habitate gilt auch sie in Deutschland als gefährdet und steht auf der Roten Liste. Im
sandigen Brandenburg ist die Spinne allerdings noch recht häufig anzutreffen.
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Die selbe Strategie wendet auch Arctosa perita an - kein Wunder, denn auch diese Spinne gehört
zur Familie der Wolfspinnen. Mit nur 8 mm Körperlänge ist sie jedoch nur fast halb so groß, wie unser vorheriger Fund.
 | | Arctosa perita - Wolfspinne |  |
| Nr. 2011.2379bkl_r | 100 % | ![2379bkl_r]() | Arctosa perita Wolfspinne | 100mm; F/6.3; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Und weil heute scheinbar der Tag der Spinnen war, entdeckte ich einige Meter weiter gleich
die nächste achtbeinige Seltenheit. Eigentlich sah ich zunächst ihre ziemlich auffälligen,
weil extrem großen, Gespinste in ein paar jungen Kiefern. Bei genauere Suche fand ich dann aber auch
deren Eigentümer - Dendryphantes hastatus, eine sehr seltene
Springspinne, die ich schon immer einmal in natura sehen wollte.
Sie ist bei uns lediglich von ein paar Fundorten im östlichen Deutschland bekannt,
aber auch dort nur sehr vereinzelt anzutreffen. Ihre Gespinste baut die Spinne ausschließlich
in Nadelgehölzen und hält sich einen Großteil ihres Lebens auch auf den Ästen der Bäume auf.
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 | | Dendryphantes hastatus - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2011.2304kl_r | 100 % | ![2304kl_r]() | Dendryphantes hastatus Springspinne ♀ | 100mm; F/9; 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Dendryphantes hastatus - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2011.2301kl_r | 100 % | ![2301kl_r]() | Dendryphantes hastatus Springspinne ♀ | 100mm; F/9; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Diese Vorliebe teilt sie sich mit ihrer Schwesternart,
der ich schon
häufiger begegnet bin - zum Beispiel auch bei mir in den Püttbergen. Allerdings
ist die viel kleiner und auch ihre Gespinste sind weit weniger auffällig.
Gleich zwei neue Arten in der Sammlung meiner springenden Lieblinge an einem Tag - was will man mehr!
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Naja, da würde mir schon noch etwas einfallen - wie wäre es zum Beispiel mit einer seltenen Raubfliege, die
einen perfekten Jahresabschluß für mein diesjähriges Hauptprojekt bilden würde.
Nichts leichter als das, denn ganz unverhofft flog uns am Ende des Tages noch ein
ziemlich müdes Exemplar einer Hornissen-Raubfliege vor die Nase und lies
sich ohne weitere Diskussionen von uns allen nacheinander ablichten.
Die Art ist eine der größten heimischen Raubfliegen. Sie
bevorzugt meist trockene Sandböden mit kurzwüchsiger Vegetation. Dabei scheint sie besonders
extensiv beweidete Landschaften zu bevorzugen.
Ein Hauptgrund dafür ist, daß dort meist große Vorkommen von Käfern, deren Larven sich vom
Dung der Weidetiere ernähren, die widerrum den Larven der Raubfliege als Nahrungsgrundlage dienen.
Leider sind die Vorkommen der Hornissen-Raubfliege vielerorts im Rückgang begriffen. Im Land
Berlin gilt die Art zum Beispiel inzwischen als ausgestorben bzw. verschollen.
Möglicherweise spielt der Einsatz von nur schwer abbaubaren Impfstoffen in der Tierzucht dabei
eine nicht ganz unentscheidende Rolle. Die Stoffe lassen sich oft noch im Dung
der Weidetiere nachweisen und könnten sich so durchaus negativ auf die Entwicklung der Larven
auswirken. Näheres gilt es aber noch zu untersuchen.
Umso mehr war ich natürlich begeistert diesen so schon sehr erfolgreichen Tag noch mit diesem
Highlight beenden zu dürfen.
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 | | Asilus crabroniformis - Hornissen-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.2461kl_r | 100 % | ![2461kl_r]() | Asilus crabroniformis Hornissen-Raubfliege ♂ | 100mm; F/11; 1.3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Ich werde auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederkommen, denn ich denke, hier gibt es noch eine
Menge toller Sachen zu entdecken und außerdem habe ich ja die Hoffnung auf ein Foto eines Männchens der
Goldaugenspringspinne auch noch nicht aufgegeben :-)
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| PS:
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 | | Anarta myrtilli - Heidekraut-Bunteule |  |
| Nr. 2011.2227bkl_r | 100 % | ![2227bkl_r]() | Anarta myrtilli Heidekraut-Bunteule | 100mm; F/8; 1/40s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Nach der Sichtung meines Archives im Winter, habe ich doch tatsächlich noch
ein Bild gefunden, welches mir im September beim Schreiben des Berichtes,
wohl durch die Lappen gegangen ist.
Weil es mir aber so gut gefällt und außerdem eine Art zeigt, die ich bis dato noch
nicht fotografieren konnte, reiche ich es einfach mal nach.
Das Foto zeigt die Raupe einer Heidekraut-Bunteule, die
sich wohl gerade auf den Weg zu einer neuen Futterpflanze macht. Wenn sie sich
nicht gerade bewegt hätte, wäre sie mir auch überhaupt nicht aufgefallen, so
perfekt wie sie getarnt war.
Die mit höchstens 2,5 cm Körperlänge recht kleine Raupe ernährt sich fast ausschließlich von Heidekrautgewächsen,
wie ihr Name auch verrät. In Brandenburg findet man sie meist auf
Besenheide, die hier, dank der vielen noch intakten Heideflächen, in großer Anzahl vorkommt.
Der Falter ist aber nicht nur auf Trockengebiete beschränkt, man findet ihn zum Beispiel
auch in Hochmooren, in denen es, aufgrund des oft sauren und nährstoffarmen Bodens,
ja meist auch von Heidekrautgewächsen nur so wimmelt.
Leider sind viele dieser Lebensräume jedoch stark bedroht und so ist es nicht
verwunderlich, daß dies auch die Falter gilt. Überall in Europa gehen die Populationen,
der eigentlich sehr häufigen Art, zurück. Bei uns in Deutschland steht sie inzwischen
schon in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste gefährdeter Arten.
Vielleicht flattert mir ja im nächsten Jahr auch mal der dazugehörige Falter
vor die Linse - da die Tiere tagaktiv sind, stehen die Chancen zumindest nicht
schlecht.
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| 10.03.2011 - Wer sonnt sich denn da?
Der Garten meiner Eltern scheint ein perfekter Lebensraum für meine Lieblingsmotive
zu sein. Bisher konnte ich jedenfalls schon einige Springspinnenarten dort fotografieren.
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Diesmal
lief mir ein Evarcha arcuata - Männchen über den Weg. Es war wahrscheinlich
auf Grund der ersten Sonnenstrahlen aus seinem Winterquartier gekrochen und sonnte sich auf
einem leeren Blumentopf direkt unter dem Küchenfenster. Ich konnte natürlich nicht widerstehen...
 | | Evarcha arcuata - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.3487_88kl_r | 100 % | ![3487_88kl_r]() | Evarcha arcuata Springspinne ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Evarcha arcuata - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.3507_11kl_r | 100 % | ![3507_11kl_r]() | Evarcha arcuata Springspinne ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Evarcha arcuata ist bei uns weitverbreitet und fast überall recht
häufig. Sie bevorzugt normalerweise sonnige Wiesen als Lebensraum. Vor allem die Männchen dieser Art sind hier in der
Oberlausitz sehr oft an solchen Standorten zu beobachten. An sonnigen Tagen laufen sie dann
sehr rege auf der Suche nach etwas Fressbaren oder einer paarungswilligen Partnerin herum. Weibchen hingegen findet man seltener, sie halten sich
meistens in ihrem Gespinstsack auf und verlassen diesen meist nur um auf Beutezug zu gehen.
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Leider sind mir nicht mehr als diese beiden Bilder gelungen. Der Kleine war bei diesem Wetter
einfach viel zu flink unterwegs und ich war, bedingt durch meinen Winterspeck, wohl zu träge, um ihm zu folgen :-)
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| 03.04.2011 - Kröten ohne Ende...
Zur Zeit wandern überall die verschiedensten Lurche zu ihren Laichgewässern. Zwei Stunden meines
letzten Besuches in der Oberlausitz nutzte ich deshalb, um meinem kleinen Neffen dieses Schauspiel
einmal zu zeigen. Am Teich, den ich mir ausgesucht hatte, waren allerdings überwiegend Erdkröten unterwegs.
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Die Erdkröte ist eine der häufigsten Amphibienarten in Europa und außer auf Irland, Island
und ein paar Mittelmeerinseln auf dem gesamten Kontinent weit verbreitet. Im Gegensatz zu anderen Lurchen
dienen dabei der Erdkröte auch wechselfeuchte und sogar trockenen Habitate als Lebensraum.
Normalerweise ist die Art dämmerungsaktiv und versteckt sich am Tage beispielsweise unter Steinen, alten Laub oder
in selbstgegrabenen Erdhöhlen. Während der Paarungszeit kann man die Tiere allerdings den ganzen
Tag über beobachten. Als Nahrung dienen der Kröte Spinnen, Insekten, Schnecken und Würmer.
Der Zuschnappreflex wird ausschließlich durch Bewegungen ausgelöst, so daß reglose Beute meist
mit dem Leben davonkommt.
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 | | Bufo bufo - Erdkröte |  |
| Nr. 2011.4098ckl_r | 100 % | ![4098ckl_r]() | Bufo bufo Erdkröte | 100mm; F/5; 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Interessanterweise hatten sich viele der Pärchen schon auf dem Wege zum Teich gefunden. Dabei
ließen sich die kleineren Männchen von ihrem auserwählten Weibchen huckepack bis zum Wasser tragen.
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 | | Bufo bufo - Erdkröte |  |
| Nr. 2011.4084b_kl_r | 100 % | ![4084b_kl_r]() | Bufo bufo Erdkröte | 100mm; F/6.3; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Bufo bufo - Erdkröte |  |
| Nr. 2011.4096ckl_r | 100 % | ![4096ckl_r]() | Bufo bufo Erdkröte | 100mm; F/5; 1/60s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Aufgrund der Ungeduld meines Neffens und des Bewegungsdranges der Kröten hat es am Ende leider nur
zu drei zeigenswerten Bildern dieses tollen Naturereignisses gereicht. Aber hauptsache ihm hat es gefallen!
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| 28.05.2011 - Zwei Stunden im Hochmoor...
Mein monatlichen Besuch in der Oberlausitz konnte ich diesmal mit einer Stippvisite im
Lausche-Hochmoor verbinden.
Dieses nur ca. 8 Hektar kleine Moor liegt auf ca.
500 m Höhe direkt
am Kammweg des Zittauer Gebirges am Fuße der Lausche. Es wurde erst vor
einem Jahrzehnt wieder renaturiert und in seinen ursprünglichen Zustand
zurückversetzt.
Seit dieser Zeit besuche ich das Moor fast jährlich und beobachte wie sich
die Natur im Laufe der Zeit weiter erholt und der Artenreichtum immer mehr zunimmt.
Im Moment ist jedoch leider auch eine zunehmende Verbuschung zu beobachten.
Schade, daß ich diesmal nur zwei Stunden Zeit hatte und
deshalb lediglich eine große Wiese am Rande des Moores
genauer untersuchen konnte. Gleich eine Minute
nach meiner Ankunft hatte ich jedoch schon mein erstes Motiv gefunden -
einen Wachtelweizen-Scheckenfalter.
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 | | Melitaea athalia - Wachtelweizen-Scheckenfalter |  |
| Nr. 2011.7193kl_r | 100 % | ![7193kl_r]() | Melitaea athalia Wachtelweizen-Scheckenfalter | 100mm; F/6.3; 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Melitaea athalia - Wachtelweizen-Scheckenfalter |  |
| Nr. 2011.7207bkl_r | 100 % | ![7207bkl_r]() | Melitaea athalia Wachtelweizen-Scheckenfalter | 100mm; F/11; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D |
 | | Melitaea athalia - Wachtelweizen-Scheckenfalter |  |
| Nr. 2011.7224bkl_r | 100 % | ![7224bkl_r]() | Melitaea athalia Wachtelweizen-Scheckenfalter | 100mm; F/5.6; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Dieser Tagfalter gehört zur Familie der Edelfalter. Er ist in Deutschland
weit verbreitet und auch noch recht häufig. Trotzdem steht er bei uns
auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, da auch seine Bestände aufgrund
des Rückgangs seiner Lebensräume als immer mehr gefährdet gelten. Das sind
z.B. Halbtrockenrasen, aufgelassene Weinberge oder wie hier Feuchtwiesen
am Rande von Mooren.
Die Scheckenfalter-Raupen fressen vorzugsweise an Wachtelweizen
oder Augentrost, während sich der Falter selbst vom Nektar verschiedenster
Blütenpflanzen ernährt. Seine Hauptflugzeit ist von Mai bis August.
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Nachdem ich den, aufgrund des noch kühlen Morgens, sehr geduldigen Scheckenfalter
von allen seinen Seiten auf meinen Chip gebannt hatte, flog gleich der nächste
Schmetterling an mir vorbei. Diesmal allerdings ein sehr großer Weißer, den ich
zwar kannte, aber bisher noch nie mit eigenen
Augen gesehen hatte. Also nichts wie hinterher.
Es handelte sich um einen Baumweißling, einen Tagfalter
aus der Familie der Weißlinge, der früher in Mitteleuropa weit verbreitet
war, deren Populationen in letzter Zeit vielerorts jedoch stark zurückgegangen
sind. In Deutschland steht er auf der Roten Liste und gilt als "potentiell gefährdet".
Sein bevorzugter Lebensraum sind offene mit Sträuchern und Bäumen bewachsene Gelände,
beispielsweise Streuobstwiesen, verbuschte Trockenrasen oder eben die Randbereiche
von Mooren.
Seine Futterpflanzen sind vorwiegend Laubgehölze aus der Familie der Rosengewächse,
vorzugsweise Weißdorn und Schlehe. Er würde aber auch den guten alten Apfel- oder
Birnbaum nicht links liegenlassen.
Ein gutes Foto von ihm zu machen, gestaltete sich allerdings weit weniger einfach als
beim Scheckenfalter zuvor. Es war nämlich inzwischen schon deutlich wärmer geworden und
so waren alle Schmetterlinge auch dementsprechend aktiver.
Ich hatte also meine liebe Mühe mich nahe genug an das Objekt meiner Begierde heranzupirschen,
ohne das dieses mich bemerkte und so gleich davonflog. Wenn ich mich erinnere, waren
dafür mindestens fünfzehn Anläufe nötig.
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 | | Aporia crataegi - Baum-Weißling |  |
| Nr. 2011.7296ckl_r | 100 % | ![7296ckl_r]() | Aporia crataegi Baum-Weißling | 100mm; F/2.8; 1/2000s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Aber nicht nur hinsichtlich der vielfältigen Schmetterlingsfauna, der ich gerne noch etwas
mehr Zeit gewidmet hätte, ist das Lausche-Hochmoor hoch interessant. Ursprünglich ist nämlich
eher der Botaniker in mir auf dieses Kleinod aufmerksam geworden. Der Grund dafür ist seine
noch sehr ursprüngliche Flora, mit Pflanzen, die vielerorts schon recht selten geworden, wenn nicht
gar ganz verschwunden sind.
Im Moment kann man zum Beispiel das Breitblättrige Knabenkraut, eine der bei uns
wenigen heimischen Orchideenarten, in voller Blüte bewundern. Diese Pflanze ist in Deutschland
sehr selten geworden und steht deshalb auch auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Grund dafür sind,
wie bei vielen Pflanzen, die auf
Feuchtwiesen angewiesen sind, zunehmende Düngung, Trockenlegung und zu intensive
Beweidung.
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 | | Pedicularis sylvatica - Wald-Läusekraut |  |
| Nr. 2011.7257kl_r | 100 % | ![7257kl_r]() | Pedicularis sylvatica Wald-Läusekraut | 100mm; F/6.3; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Eine typische Moorpflanze hingegen ist das Wald-Läusekraut. Es gehört, wie
schon der Klappertopf, zur Familie der Rachenblütler.
Aufgrund der immer stärker zurückgehenden
Moorflächen ist es jedoch, im Gegensatz zu diesem, in Deutschland nur noch sehr zerstreut
bis selten anzutreffen und
gilt deshalb bei uns als gefährdet. In einigen Bundesländern, wie z.B. Berlin oder Brandenburg, ist
die Pflanze sogar vom Aussterben bedroht.
Umso schöner, daß sie sich im Lausche-Hochmoor, seit
seiner Renaturierung wieder sehr stark ausgebreitet hat und nun sogar direkt am Wegesrand
beobachtet werden kann. Ursprünglich hatte nämlich nur eine sehr kleine Population in der
Kernzone des Moores überlebt.
Die zweijährigen Pflanzen werden oft nicht größer als 20 cm - an der Lausche waren
die größten sogar nur halb so hoch. Allerdings tragen die kleinen Gewächse oft schon vom Grund an
Blüten. Das macht es natürlich sehr schwierig schöne Fotos
davon zu machen, da die Pflanzen meist von Gras überwachsen sind. Ich habe mich
deshalb für eine Großaufnahme einer Einzelblüte entschieden.
Der Name Läusekraut rührt im Übrigen vom giftigen Inhaltsstoff Aucubin her, den
die Pflanze besitzt. Der wurde früher zur Bekämpfung von Läusen verwendet.
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Auf meinem Heimweg flog mir dann noch ein Lilagold-Feuerfalter vor die
Linse. Leider hatte ich, aufgrund meines Zeitmangels, keine Chance mehr ihn lange genug zu verfolgen, um
außer einer Seitenansicht auch noch ein ansprechendes Bild seiner Flügeloberseite zu machen.
Deshalb gibt es davon nur einen Freihand-Schnappschuß, den
ich aber trotzdem zeigen möchte.
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 | | Lycaena hippothoe - Lilagold-Feuerfalter ♂ |  |
| Nr. 2011.7264kl_r | 100 % | ![7264kl_r]() | Lycaena hippothoe Lilagold-Feuerfalter ♂ | 100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Lycaena hippothoe - Lilagold-Feuerfalter ♂ |  |
| Nr. 2011.7319bkl_r | 100 % | ![7319bkl_r]() | Lycaena hippothoe Lilagold-Feuerfalter ♂ | 100mm; F/5.6; 1/160s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Man sieht ein Besuch im Lausche-Hochmoor lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin wieder dort - im nächsten Jahr!
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| 09.07.2011 - Freischwimmer...
Es war eigentlich davon auszugehen, daß es sich nicht nur in Berliner
Landen lohnt, um diese Jahreszeit, nach Raubfliegen Ausschau zu halten. In der Oberlausitz
muß man nur scheinbar an anderen Stellen suchen.
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| Diese tolle Gemeine Mordfliege zum
Beispiel, fand ich schwimmend im Pool meiner Schwiegereltern. Natürlich schritt ich
sofort zur Rettung und als Dank posierte sie mir noch für ein paar Minuten, ehe
sie frisch getrocknet wieder im Gebirgswald entschwand.
Im Gegensatz zu meinen bisherigen Raubfliegenfunden aus diesem Jahr, handelt
es sich hier um eine Art, die gehölzbetonte Biotope als ihren Lebensraum
bevorzugt. In Deutschland ist sie weit verbreitet und überall in geeigneten
Lebensräumen häufig anzutreffen.
 | | Choerades marginata - Gemeine Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.9627kl_r | 100 % | ![9627kl_r]() | Choerades marginata Gemeine Mordfliege ♂ | 100mm; F/5; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Choerades marginata - Gemeine Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.9601bkl_r | 100 % | ![9601bkl_r]() | Choerades marginata Gemeine Mordfliege ♂ | 100mm; F/11; 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Larven der Gemeinen Mordfliege entwickeln sich in Totholz. Ausgewachsene
Fliegen sind von Juni bis September unterwegs.
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| 18.07.2011 - Im Verwandtschaftsgarten...
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 | | Tolmerus cf. atricapillus - Gemeine Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9891_97kl_r | 100 % | ![9891_97kl_r]() | Tolmerus cf. atricapillus Gemeine Raubfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Immernoch auf dem Raubfliegentrip, freute ich mich umso mehr, bei meinem
diesmaligen Ex-Heimat-Besuch, im Garten meiner Tante, ein als Fotomotiv geeignetes Exemplar
dieser Spezies vorzufinden. Die Fotosession gestaltete sich aufgrund des kühlen
Wetters heute recht relaxed, nur welche Art ich da vor der Linse hatte, läßt sich
eher schwer sagen.
Ich gehe davon aus, daß es sich um ein Weibchen der Gemeinen Raubfliege handelt.
Doch wie schon bei der Burschen-Fliege,
gilt auch bei dieser Art aus der
Gattung Tolmerus, daß eine wirklich sichere Bestimmung nur anhand eines männlichen
Exemplares möglich ist.
Die Wahrscheinlichkeit einer richtigen Determination ist allerdings recht hoch, denn die
Gemeine Raubfliege ist eine unserer häufigsten Raubfliegen. Das liegt unter
anderem daran, daß ihre Ansprüche an geeignete Lebensräume nicht recht hoch sind.
 | | Tolmerus cf. atricapillus - Gemeine Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9925_30kl_r | 100 % | ![9925_30kl_r]() | Tolmerus cf. atricapillus Gemeine Raubfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Flugzeit der Art ist von Anfang Juli bis Ende September.
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| 10.09.2011 - Farbenfroh...
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 | | Graphocephala fennahi - Rhododendronzikade |  |
| Nr. 2011.1828kl_r | 100 % | ![1828kl_r]() | Graphocephala fennahi Rhododendronzikade | 100mm; F/8; 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
Schon im vorigen Jahr waren sie mir an den Rhododendron-Büschen
im Garten meiner Eltern aufgefallen - kleine springende Wesen
mit ziemlich bunten Flügeln.
Bisher habe ich ein Fotoshooting aber
immer vor mir hergeschoben, weil sie mir einfach zu agil erschienen
und ich ja wußte, wo ich im Zweifelsfall nach ihnen zu suchen habe,
falls ich mich doch einmal überwinden kann. Diesmal war es nun soweit!
Die Rede ist im Übrigen von der Rhododendronzikade -
einem Einwanderer aus Nordamerkia. Die Art gehört zu den Rundkopfzikaden aus der
Familie der Kleinzikaden und ist der einzige Vertreter aus seiner
Gattung in Europa.
Sie wurde vermutlich in den dreißiger Jahren zusammen mit Rhododendronpflanzen
in England eingeschleppt und verbreitet sich seit dem überall in Europa. Man findet
die Zikaden oft in Parks, Gärten und an anderen Orten, an denen Rhododendron angepflanzt ist,
da dieser die Hauptnahrung der Tiere darstellt.
Ab Ende Juni kann man vor allem an sonnigen Tagen die sehr flinken Hüpfer in meist großer
Anzahl auf der Blattoberseite ihrer Lieblingspflanze beim Sonnen beobachten.
Sowohl die erwachsenen Tiere als
auch die Larven saugen den Saft aus der Pflanze, was sich dann meist durch braune Flecken
auf den Blättern bemerkbar macht. So hübsch, wie die Tiere auch aussehen, gelten sie deshalb
doch als Schädling, zumal sie auch noch Überträger einer Pilzkrankheit sind,
die den Rhododendron befallen kann.
Es schon interessant, was sich selbst im heimischen Garten für exotisch anmutende
Insekten rumtreiben. Man muß nur genau hinsehen, und bei nicht einmal einem Zentimeter Körpergröße
wie hier, gegebenfalls zu einer Lupe greifen ;-)
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| 13.04.2011 - 01.05.2011 - Fremdes Südamerika...
Nach einem makrofotografisch sehr arbeitsreichen Jahr 2011, welches ich
hauptsächlich zum Fotografieren und Dokumentieren der heimischen Fauna und
Flora genutzt habe, bin ich nun endlich mal dazu gekommen,
die Bilder und Erlebnisse des eigentlichen Highlights des letzten Jahres aufzuarbeiten.
Die Rede ist von der gemeinsamen Peru-Rundreise, die ich zusammen mit meiner
Freundin im April des letzten Jahres gemacht habe und die ich natürlich auch
genutzt habe, um die dortige Tier- und Pflanzenwelt makrofotografisch festzuhalten.
Meinen besonderen Fokus hatte ich dabei natürlich auf die peruanische Springspinnen-Fauna
gelegt.
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| Lima
Um unsere Reise ein wenig nachvollziehbarer zu gestalten, habe ich mich
diesmal entschlossen, meinen Makroaufnahmen noch jeweils ein kleines Foto
zur Seite zu stellen, welches den Ort zeigt, an dem die jeweiligen Bilder entstanden
sind.
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Auch habe ich nicht bei allen unserer Zwischenstops Insekten oder Blumen
fotografiert. Meistens fehlte einfach die Zeit sich eingehender mit einem
Motiv zu beschäftigen - da habe ich es oft lieber ganz sein gelassen und
mich dann eher der herrlichen Landschaft, die stets unser Begleiter
war, gewidmet.
Apropos faszinierende Eindrücke - unser erster "Spaziergang"
auf südamerikanischem
Boden sollte uns gleich zum Pazifischen Ozean führen.
Bevor es nämlich per Führung ins eigentliche Zentrum des kulturträchtigen
Limas ging, hatten wir noch ein wenig Zeit allein die Umgebung unseres
Hotels zu erkunden, welches sich in Limas Stadtteil Miraflores befand
und somit nur quasi einen Katzensprung vom Pazifik entfernt war.
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Lima - Miraflores
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Also ging es nach der Ankunft im Hotel auch gleich auf direktem Wege an die Steilküste
und von dort aus immer an ihr entlang. Vor lauter neuen Eindrücken - ich war zuvor noch
nie in Südamerika - ließ ich allerdings die Welt der kleinen Krabbler
erst einmal links liegen und konzentrierte mich voll und ganz auf das Gefühl, das
erste mal in meinem Leben in der Neuen Welt unterwegs zu sein.
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 | | Salticidae sp. - Unbekannte Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2011.4722bkl_r | 100 % | ![4722bkl_r]() | Salticidae sp. Unbekannte Springspinne ♀ | 100mm; F/11; 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Und siehe da, bei genauerem Nachsuchen entdeckte ich doch tatsächlich
weitere Individuen der selben Art, in der bodennahen Vegetation gleich
hinter der Absperrung, umherhüpfen.
Mit zirka 7 mm hatten die erwachsenen Exemplare unter ihnen sogar eine recht
beachtliche Größe, zumindest wenn man, wie ich, nach europäischen Maßstäben mißt.
|
Das ging zumindest solange gut, bis eins meiner springenden Lieblingsmotive
am Handlauf des Geländers, welches uns und die anderen Spaziergänger, die hier
zu Hauf unterwegs waren, vom Sturz über die Steilklippen bewahren sollte, auftauchte.
Ab diesem Moment gab es für mich natürlich kein Halten mehr und es hieß "Springspinnen-Radar an",
denn wo eine ist, sind meist noch mehr!
 | | Salticidae sp. - Unbekannte Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.4807bkl_r | 100 % | ![4807bkl_r]() | Salticidae sp. Unbekannte Springspinne ♂ | 100mm; F/8; 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Dieses Erlebnis ließ dann auch meine Vorfreude auf den Rest der Reise ins schier Unermeßliche
steigen, denn wenn es schon am ersten Tag nur so von Springspinnen wimmelt...
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| Paracas
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Paracas
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Nach einem weiteren Tag in Lima, welchen wir mit Sightseeing und Relaxen verbrachten,
ging unsere Tour nun weiter in den Nationalpark Paracas und zu den dort vor der Küste
liegenden Inseln mit dem schönen Namen "Islas Ballestas".
Dieser Stop auf unserer Reise war aber, zumindest fototechnisch, eher etwas für meine
ornithologisch begeisterte Freundin, als für mich, denn dieser eher triste Landstrich ist nicht gerade
für seinen Insektenreichtum bekannt.
Stattdessen ist er, aufgrund des hier direkt vorbeifließenden sehr nährstoffreichen
Humboldtstroms, berühmt für seine große Vielfalt an verschiedensten Seevogelarten ( ).
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Als Höhepunkt konnten wir auf den Islas Ballestas hunderte von Seelöwen und sogar einige
Humboldt-Pinguine ( ) vom Boot aus beobachten. Für uns Europäer natürlich nicht alltäglich!
Leider sollte das auch mein letzter Tag mit meiner Lieblings-Kamera sein, die doch tatsächlich, ausgerechnet
wenn man mal in Südamerika ist, ihre Hufe hochreißen mußte. Gott sei Dank hatte ich aber
zumindest noch meine alte EOS 350D als Ersatz mit. Den ab hier folgenden Bildern ist der Kamerawechsel aber leider auch
deutlich anzusehen - vor allem bei schwachen Licht.
Ica
Von Paracas ging's am nächsten Tag dann wieder ein Stück zurück ins Landesinnere - genauer
gesagt nach Ica. Unser erster Halt, in diesem eher tristen Städtchen, war bei einer
Destillerie und beschränkte sich auf eine kurze Besichtigung der Anlage und
einer lustigen Verkostung des Nationalgetränkes von Peru - Pisco.
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Auf dem Parkplatz der Destille hüpfte mir dann, zu meiner großen Freude, eine
weitere Springspinne über den Weg. Ich denke, es handelte sich
dabei um ein Menemerus-Weibchen.
 | | Menemerus cf. bivittatus - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2011.5972kl_r | 100 % | ![5972kl_r]() | Menemerus cf. bivittatus Springspinne ♀ | 100mm; F/7.1; 1/40s; ISO 800
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Menemerus cf. bivittatus - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2011.5970kl_r | 100 % | ![5970kl_r]() | Menemerus cf. bivittatus Springspinne ♀ | 100mm; F/7.1; 1/40s; ISO 800
Canon EOS 350D DIGITAL |
Der einzige Vertreter dieser Gattung in Peru ist meines Wissens die Art Menemerus bivittatus,
zu deren Beschreibung dieser Fund auch sehr gut paßt.
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Die mit bis zu 1 cm sehr große Springspinnen-Art ist weltweit in den Tropen verbreitet und bevorzugt
dort vor allem menschliche Siedlungen als Lebensraum.
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Unser eigentliches Ziel waren aber die Dünen
von Huacachina, nahe des Ortes Ica. Mit einer Höhe von fast 100 Metern gehören diese
gigantischen Sandgebilde zu den größten
ihrer Art in Peru und sind damit natürlich eine touristische Attraktion.
Die von den Dünen umschlossene Oase wird von einem unterirdischen Zufluß gespeist.
Ihren Rand säumen zahlreiche Restaurants, von denen wir uns gleich eins aussuchten, um unseren
inzwischen recht groß gewordenen Hunger zu stillen.
Den danach folgenden Verdauungsspaziergang, rund um den kleinen See, nutzten wir zum Relaxen.
Einer von uns erstieg sogar einen der hohen Sandhügel - zumindest fast ;-)
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Laguna de Huacachina
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Außerdem machten wir allerlei Naturbeobachtungen, von denen es aber lediglich zwei auf
mehr oder weniger zeigenswerte Fotos geschafft haben.
Zum einen war da eine purpurfarbene Libelle,
die nach kurzen Patrouillenflügen am Gewässerrand immer wieder ihren Ansitz aufsuchte und mich
quasi dazu einlud in einem diffusen Moment freihand mein Glück zu versuchen.
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 | | Orthemis cf. discolor - Carmine Skimmer |  |
| Nr. 2011.5931ckl_r | 100 % | ![5931ckl_r]() | Orthemis cf. discolor Carmine Skimmer | 100mm; F/5.6; 1/400s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Auf den ersten Blick sah sie für mich fast wie eine Heidelibelle aus,
was im Nachhinein betrachtet auch
kein Wunder ist.
Nach einigen Recherchen habe ich nämlich inzwischen herausgefunden,
daß es sich um eine Art aus der Gattung Orthemis handelt,
die zur selben Unterfamilie gehört wie unsere heimischen Heidelibellen.
Ihr Verbreitungsgebiet ist allerdings ausschließlich auf
die Neue Welt beschränkt und erstreckt sich dort von Californien bis Argentinien.
Die Larven der Libellen bevorzugen kleine Tümpel und Seen oder sehr langsam
fließende Gewässer.
Meine Vermutung ist, daß es sich hierbei um einen Carmine Skimmer handelt.
Eine sichere Bestimmung war mir jedoch nur anhand dieses Fotos nicht möglich - zumal
die Gattung außerdem gerade eine systematische Überarbeitung erfährt.
Denn bei vielen ihrer Vertreter steht momentan noch nicht einmal genau fest, ob es sich
wirklich um eigenständige Arten handelt oder lediglich um Unterarten bzw. Variationen
der selben Art.
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Mein zweites Oasen-Modell war einmal mehr eine Springspinne - diesmal allerdings
ein großes Männchen.
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 | | Menemerus cf. bivittatus - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.6156kl_r | 100 % | ![6156kl_r]() | Menemerus cf. bivittatus Springspinne ♂ | 100mm; F/8; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Menemerus cf. bivittatus - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.6159kl_r | 100 % | ![6159kl_r]() | Menemerus cf. bivittatus Springspinne ♂ | 100mm; F/8; 1/80s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Und weil es sich wieder um eine Menemerus-Art handelte und es, wie oben bereits erwähnt, in Peru
lediglich eine davon zu geben scheint, hatte mein Menemerus bivittatus - Weibchen wohl
in diesem Moment sein dazugehöriges Männchen gefunden.
Nazca
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Nazca Cantayo Aqueducts
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Von Ica ging es dann direkt weiter nach Nasca, um endlich mal kreidebleich
und kurz vor dem Kotzen mit einem kleinen Flugzeug über die weltberühmten
Nazca-Linien fliegen
zu können. Naja, die Aussicht war die Strapazen schon wert - allerdings waren wir
auch froh, als wir dann wieder unten waren.
Nach einer ziemlich langen Pause - wir mußten erst einmal wieder zu Kräften kommen - fuhren
wir das nächste Ziel an.
Unser Fahrer Paul wollte uns unbedingt noch die Cantayo Aqueducts zeigen -
eine weitere Errungenschaft der Nazca-Kultur, die es mit der Hilfe von "Windlöchern" möglich macht,
Wasser in unterirdischen Kanälen, auch ohne großes Gefälle, auf langen Strecken zu transportieren.
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Nach zehn Minuten Führung ebbte allerdings mein Interesse an den Windlöchern ab und
ich nutzte lieber die Zeit um in der Natur ringsherum ein paar fotogene
Insekten aufzustöbern - leider ohne Erfolg - denen war aber wohl allen zu heiß um die Mittagszeit.
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Allerdings hüpfte mir dafür etwas anderes vor die Linse. Was für eine Überraschung -
schon wieder eine Springspinne!
 | | Salticidae sp. - Unbekannte Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2011.6140kl_r | 100 % | ![6140kl_r]() | Salticidae sp. Unbekannte Springspinne ♀ | 100mm; F/8; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Salticidae sp. - Unbekannte Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2011.6148bkl_r | 100 % | ![6148bkl_r]() | Salticidae sp. Unbekannte Springspinne ♀ | 100mm; F/8; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
Das war mir natürlich sowieso lieber. Nur leider bin ich auch dieses Mal wieder überfragt,
um welche Art es sich hier dabei genau handelt.
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Na das ist ja bisher eine tolle Ausbeute - bis auf eine Libelle, nur Springspinnen. Aber mir soll's recht
sein!
Den kompletten nächsten Tag verbrachten wir auf der
Panamericana,
die uns direkt zu unserem nächsten Ziel bringen sollte -
Arequipa.
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| Arequipa
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Arequipa
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Arequipa ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und gilt als wirtschaftliches Zentrum des
südlichen Perus. Sie wird auch "Weiße Stadt"
genannt und ist mit über 800.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes. Ihr Zentrum,
welches auch uns hierher führte, zählt zu einem der schönsten von ganz Peru und wurde im Jahre
2000 sogar von der UNESCO ins Weltkulturerbe aufgenommen.
Die Stadt liegt auf über 2.600 m Höhe mitten in einem wunderschönen grünen Talkessel und
wird von mehreren Vulkanen umringt, wobei El Misti
mit seiner markanten Kegelform das Stadtbild beherrscht. Vorrausgesetzt es sind keine Wolken am Himmel!!!
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Aufnahmen makrofotografischer Natur gibt es von diesem Stop allerdings keine, da sich
unser Aufenthalt in Arequipa weitgehend auf den Stadtkern und damit auf ein eher lebensfeindliches
Gefilde beschränkte. Für meine architekturbegeisterte Begleitung war Arequipa
jedoch sicher ein Highlight unserer Reise.
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Dafür lag das nächste Ziel endlich voll und ganz auf meiner Wellenlänge. Bis zu diesem Zeitpunkt
unserer Reise war die Landschaft um uns herum nämlich eher trist und lange nicht so farbenfroh
und frisch wie man sie sich für südamerikanische Verhältnisse vorstellen würde. Das sollte sich aber ab jetzt ändern.
Schon auf dem Weg zum Colca-Canyon
wurde die Natur links und rechts der Straße immer grüner und lebendiger.
In der "Zona de Vicuñas" ( ) konnte ich zum Beispiel ein winziges Blümchen fotografieren,
als wir dort einen kurzen Stop einlegten, um eine Herde wildlebender Vicuñas ( ) zu beobachten,
die hier gleich neben der Straße graste.
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 | | Nototriche cf. pygmaea |  |
| Nr. 2011.6324kl_r | 100 % | ![6324kl_r]() | | Nototriche cf. pygmaea | 100mm; F/7.1; 1/1250s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Bei Pflanzenbestimmung.de wurde es mir
inzwischen als Nototriche pygmaea bestimmt.
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Colca-Canyon
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Colca-Canyon
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Je weiter wir in die Berge
hineinfuhren, umso herrlicher wurden die Eindrücke und als wir endlich am Ziel angekommen waren,
konnten wir gar
nicht schnell genug wieder aus unserem "Hotel" herauskommen, um uns in die üppige
Natur zu stürzen.
Inzwischen war es allerdings schon später Nachmittag geworden. Da hier in Äquatornähe die Sonne
jeden Tag pünktlich um 18.00 Uhr untergeht, hieß es deshalb keine Zeit verlieren. Denn
bevor man die Hand nicht mehr vor Augen sehen konnte, wollten wir noch so viel
wie möglich dieser herrlichen Natur aufsaugen.
Viel mehr als eine knappe Stunde blieb mir allerdings dann nicht mehr, um wenigstens ein
paar der botanischen Schönheiten, die hier überall herumstanden, auf meinen Chip zu bannen.
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Als erstes fielen mir winzige Blumen auf, die mir seltsam bekannt vorkamen. Kein Wunder,
denn ihre großen Verwandten findet man bei uns in Europa in fast jedem Blumenkasten - gemeint
sind die Studentenblumen. Bei der peruanischen Variante handelt es sich allerdings um eine
Wildform, die ich als Tagetes multiflora bestimmt habe.
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 | | Tagetes multiflora - Vielblütige Tagetes |  |
| Nr. 2011.6351ckl_r | 100 % | ![6351ckl_r]() | Tagetes multiflora Vielblütige Tagetes | 100mm; F/4; 1/500s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Tagetes multiflora - Vielblütige Tagetes |  |
| Nr. 2011.6354_53kl_r | 100 % | ![6354_53kl_r]() | Tagetes multiflora Vielblütige Tagetes | 100mm; F/4 (DFF); 1/800s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Von den weiteren gefühlsmäßig tausenden Blumen, die am Wegrand standen, sind
leider mangels Licht nicht viele zeigbare Bilder entstanden. Die meisten waren
leider arg verwackelt - bei meiner zittrigen Hand kein Wunder ohne Stativ.
Ein paar wenige stehen deshalb hier stellvertretend für die immense Vielfalt - alle mit
ziemlich offener Blende fotografiert, damit ich überhaupt noch passable Belichtungszeiten
erreichen konnte.
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Das letzte Foto stammt, wie man auch unschwer am Licht erkennen kann, schon vom
nächsten Tag, als wir uns in aller Frühe aufmachten, um so zeitig wie
möglich am Cruz del Condor zu sein. Wir wollten ja nicht verpassen, wie die
Könige der Anden ( )
die morgendlichen Aufwinde nutzen, um ihr Tagwerk zu beginnen.
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Titicaca-See
Vom Condor-Sightseeing ging es dann auch gleich direkt zum Titicaca-See.
Die Fahrt dauerte wieder fast einen Tag und so kamen wir erst in der Dämmerung
in Puno an. Das war allerdings
auch einigen Zwischenstops
zum Flamingos- und Lamasgucken ( ) geschuldet.
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Den eintägigen Aufenthalt am See nutzten wir für eine Bootspartie zu zwei kleineren
Inseln, wo uns die Kultur der Region nahegebracht werden sollte. Indios auf Schilfinseln,
die aber nur noch für Touries dort "wohnen", und ein leckeres Forellenessen nach einem
Insel-Aufstieg waren die Höhepunkte.
Ach was sag ich, der eigentliche Höhepunkt waren die grandiosen 5 Stunden auf dem
Wasser, in denen man die herrliche Landschaft aus vollen Zügen genießen konnte, während
einem dabei ein frisches Lüftchen um die Nase wehte.
Makroaufnahmen, wie sie hier eigentlich in meinen Bericht gehören würden, habe
ich bei diesem Stop auf unserer Rundreise aber nicht gemacht. Ich weiß gar
nicht mehr warum, Conny ;-)
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Titicaca-See
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Von Puno ging es innerhalb einer weiteren Tagesreise mit dem Bus zu unserem nächsten Reiseziel -
Cusco. Und
hier sollte es dann auch wieder genügend lohnenswerte Motive für mich geben.
Cusco
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Cusco
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Denn rund um die ehemalige Hauptstadt des Inkareiches gibt es wirklich jede Menge unberührter Natur,
aber auch viele reizvolle Ecken mit durch Menschen beeinflußter Kulturlandschaft.
Vor allem hoch über der in einem Talkessel gelegenen Metropole, wo es auch mehrere
Inka-Bauwerke zu besichtigen gibt, hatte ich meistens mehr Augen für die Flora und Fauna
am Wegesrand als für die meist sehr,sehr,sehr großen Steine ( ), welche die alten Inkas dort
verbaut hatten.
In den Inka-Anlagen selbst, aber auch rings um sie herum, war ein so reichhaltiger Trockenrasen
zu finden, daß ich
bei jedem Schritt hätte auf die Knie fallen können, um mich mit einem neuen
wunderschönen Motiv zu beschäftigen.
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Dabei waren die meisten Tiere und Pflanzen hier in den Anden weit weniger exotisch als ich
erwartet hätte.
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Ein Beispiel für die eher europäisch anmutende Fauna waren unter anderem die meisten
der vielen Schmetterlinge, die hier herumflogen.
Einige hätten für mich nämlich auch glatt als bei uns heimische Arten durchgehen können.
Kein Wunder, denn wenn man sich so die Gattungsnamen einiger dieser Schmetterlinge betrachtet,
stechen dem Kenner sofort mitteleuropäische Verwandtschaftsverhältnisse ins Auge.
Colias euxanthe ist zum Beispiel mit der bei uns weit verbreiteten Goldenen Acht
(Colias hyale) verwandt und
auch Vanessa braziliensis sieht man die Verwandtschaft mit denen in Europa vorkommenden
Schwestern-Arten Distelfalter (Vanessa cardui) und Admiral (Vanessa atalanta) deutlich an.
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 | | Colias euxanthe - Puna Clouded Yellow |  |
| Nr. 2011.6566kl_r | 100 % | ![6566kl_r]() | Colias euxanthe Puna Clouded Yellow | 100mm; F/5.6; 1/800s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Vanessa braziliensis - Brazilian Painted Lady |  |
| Nr. 2011.6551kl_r | 100 % | ![6551kl_r]() | Vanessa braziliensis Brazilian Painted Lady | 100mm; F/8; 1/400s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Vanessa braziliensis - Brazilian Painted Lady |  |
| Nr. 2011.6593kl_r | 100 % | ![6593kl_r]() | Vanessa braziliensis Brazilian Painted Lady | 100mm; F/7.1; 1/500s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Andere widerrum sahen nur so aus. Die Gattung Hylephila zum Beispiel ähnelt unseren heimischen
Dickkopffaltern zwar sehr, ist aber ausschließlich in Amerika verbreitet - mit dem
Schwerpunkt der Neotropis.
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 | | Junonia vestina - Andean Buckeye |  |
| Nr. 2011.6531kl_r | 100 % | ![6531kl_r]() | Junonia vestina Andean Buckeye | 100mm; F/5.6; 1/1000s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Hylephila peruana - Peruvian Puna Skipper |  |
| Nr. 2011.6919bkl | 100 % | ![6919bkl]() | Hylephila peruana Peruvian Puna Skipper | 100mm; F/6.3; 1/400s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Wo Schmetterlinge anzutreffen sind, sind die dazugehörigen Nektarspender meist auch nicht weit.
Stellvertretend für die vielen botanischen Kostbarkeiten hier nur eine kleine Auswahl.
Die für mich schönste und auch auffälligste Blume zwischen den kulturträchtigen Steinen von Sacsayhuamán
war ein strahlendblauer Zwiebel-Geophyte mit dem Namen Hesperoxiphion herrerae. Ihre große
Ähnlichkeit mit denen bei uns heimischen Schwertlilien verrät die Zugehörigkeit zur selben Pflanzenfamilie. Das
sehr seltene Irisgewächs scheint nur in einem kleinen Gebiet rund um Cusco verbreitet zu sein.
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 | | Hesperoxiphion herrerae |  |
| Nr. 2011.6513klc | 100 % | ![6513klc]() | | Hesperoxiphion herrerae | 100mm; F/7.1; 1/1000s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Hesperoxiphion herrerae |  |
| Nr. 2011.6514bkl_r | 100 % | ![6514bkl_r]() | | Hesperoxiphion herrerae | 100mm; F/3.5; 1/4000s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Herrlich anzusehen war auch ein scharlachrot gefärber Salbei, den ich für
Salvia oppositiflora halte und damit für die Wildform einer bei
uns häufig zu findenden Gartenpflanze. Eine weitere seit vielen Jahren
in europäischen Gärten anzutreffende Pflanze ist das Irisgewächs Sisyrinchium chilense.
Seine eigentliche Heimat hat es jedoch in Südamerika von Ecuador bis zu den Falkland Inseln.
Rein vegetativ könnte man es fast für ein Gras halten und nur die kleinen blauen
sternförmigen Blüten sagen etwas anderes.
Und da wir schon bei den Vorfahren unserer Gartenpflanzen sind, kommen wir auch
gleich zur nächsten, denn auch die bei uns allseits beliebte Pantoffelblume hat ihren
Ursprung im neotropischen Amerika. Insgesamt gehören ca. 270 Arten zur Gattung Calceolaria
und so möge man mir verzeihen, daß ich mit meiner Bestimmung der hier fotografierten Art nicht weiter als bis zu
Calceolaria sp. gekommen bin.
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Außer Schmetterlingen und "Blümchen" hatte die Umgebung von Cusco jedoch noch mehr
makrofotografisch interessante Motive zu bieten. Zu meiner besonderen Freude war auch
diesmal wieder einer meiner achtbeinigen springenden Freunde dabei.
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Leider konnte ich
das ca. 5 mm große Tier nicht einmal bis zur Gattung bestimmen. Ein südamerikanischer
Springspinnen-Fachmann hält es am ehesten für eine Tullgrenella-Art. Bisher wurde
diese Gattung jedoch für Peru überhaupt noch nicht nachgewiesen.
 | | Salticidae sp. - Unbekannte Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.6967kl_r | 100 % | ![6967kl_r]() | Salticidae sp. Unbekannte Springspinne ♂ | 100mm; F/7.1; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Salticidae sp. - Unbekannte Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.6977kl_r | 100 % | ![6977kl_r]() | Salticidae sp. Unbekannte Springspinne ♂ | 100mm; F/7.1; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
Für mich sieht sie irgendwie wie eine europäische Evarcha sp. aus. Doch
auch diese Gattung gibt es laut "The World Spider Catalog" in Peru nicht -
nein, nicht einmal in ganz Südamerika. Dann heißt die Kleine also erst einmal Salticidae sp.
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Falls jemand jedoch die Art oder wenigsten die Gattung kennt - bitte melde Dich!
Genau den selben Wunsch hätte ich auch beim nächsten Achtbeiner. Diese mir unbekannte Tarantelart wohnte
gleich daneben in einem Erdloch zwischen den Felsen. Und laut der Anzahl der Löcher
in unmittelbarer Nähe war sie nicht die Einzige.
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Im Spinnen-Forum wurde sie mir
als Hogna sp. bestimmt, eine Gattung,
die auch bei uns in Europa vorkommt. Ganz sicher ist diese Bestimmung aber nicht.
 | | cf. Hogna sp. - Tarantel |  |
| Nr. 2011.6939bkl_r | 100 % | ![6939bkl_r]() | cf. Hogna sp. Tarantel | 100mm; F/6.3; 1/100s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | cf. Hogna sp. - Tarantel |  |
| Nr. 2011.6929_31kl_r | 100 % | ![6929_31kl_r]() | cf. Hogna sp. Tarantel | 100mm; F/5 (DFF); 1/250s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Die nächste Überraschung lief mir gleich ein paar Meter weiter über den Weg und das in einer
ziemlich atemberaubenden Geschwindigkeit. Erst einmal wußte ich gar nicht so recht, was ich
hier vor mir hatte. Doch irgendwann hielt der kleine Raser dann doch mal inne und mir ging ein Licht auf.
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|
Es handelte sich um eine Walzenspinne. Die Walzenspinnen bilden eine
eigene Ordnung innerhalb der Spinnentiere. Sie sind also nicht wirklich Spinnen, sondern
nur relativ nah mit ihnen verwandt.
Und das dem so ist, kann man auch ganz leicht erkennen. Denn genau betrachtet,
fällt einem sofort auf, daß statt der bei den richtigen Spinnen zu erwartenden
8 Beine noch 2 Gliedmaßen mehr am Körper zu finden sind. Wahrscheinlich sind sie deshalb auch so
flink ;-)
Weltweit gibt es über 900 Walzenspinnenarten, davon leben die meisten in Trockengebieten.
Einige von ihnen sind sogar in Europa heimisch - allerdings nur im Mittelmeerraum. Ich hatte
eigentlich bei einem meiner Urlaube in diese Region schon immer gehofft dort mal eine zu entdecken.
Nun sollte es stattdessen also Peru sein. Naja, auch ok.
 | | Solifugae sp. - Walzenspinne |  |
| Nr. 2011.6568kl_r | 100 % | ![6568kl_r]() | Solifugae sp. Walzenspinne | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
|
 | | Solifugae sp. - Walzenspinne |  |
| Nr. 2011.6562kl_r | 100 % | ![6562kl_r]() | Solifugae sp. Walzenspinne | 100mm; F/8; 1/400s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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So, jetzt kommen wir auch schon zum letzten Motiv, welches auf den herrlichen Berghängen rund
um Cusco entstand. Und weil man sich das Schönste bekanntlich bis zum Schluß aufhebt, beende ich
diesen Teil meiner kleinen makrofotografischen Reisedoku mit zwei Bildern einer Heuschrecke aus
der Familie der Proscopiidae.
Im Englischen werden Arten aus dieser Familie auch als "Jumping Stick" oder als "Stick Grasshopper"
bezeichnet - na, warum wohl? Eine nähere Bestimmung war mir aber auch hier, aufgrund der Vielzahl der
möglichen Arten und des mir nicht zur Verfügung stehenden Bestimmungsmaterials, leider unmöglich.
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 | | Proscopiidae sp. - Jumping Stick |  |
| Nr. 2011.6598ckl | 100 % | ![6598ckl]() | Proscopiidae sp. Jumping Stick | 100mm; F/5.6; 1/125s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Proscopiidae sp. - Jumping Stick |  |
| Nr. 2011.6614dkl_r | 100 % | ![6614dkl_r]() | Proscopiidae sp. Jumping Stick | 100mm; F/5; 1/200s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Im Großen und Ganzen war unser Aufenthalt in Cusco bis dato der in
makrofotografischer Hinsicht ergiebigste Stop auf unserer Reise. Das mag zum einen
an der wirklich sehr artenreichen Natur gelegen haben, zum anderen aber auch an der vielen
Zeit, die wir hier hatten, um diese auch richtig kennenzulernen.
Machu Picchu
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Von Cusco aus fuhren wir dann per Bahn quer durch den Hochland-Regenwald weiter zum kulturellen
Highlight unserer Reise - der Inca-Festung Machu Picchu.
Aber eigentlich ging es zunächst einmal nach
Aguas Calientes, einem Dorf mit vielen Hotels am Fuße des Berges, der für den Bau dieses Weltkulturerbes seine Kuppe lassen mußte.
Das Örtchen liegt einsam und verlassen im Tal des Flußes Urubamba und ist ringsrum von herrlichem
grünen Regenwald umsäumt. Und endlich sah die Natur auch so aus, wie ich sie mir immer für
Südamerika vorgestellt hatte ( )
- voll mit exotischen Pflanzen und eigenartig anmutenden Tieren.
|
Machu Picchu
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Einen Nachteil hatte der Regenwald allerdings - und zwar einen ziemlich entscheidenden, zumindest
was die Fotografie angeht. Es fehlt immer und überall an genügend Licht! In Kombination mit meiner eh
schon lichtschwachen Ersatz-Ausrüstung war das natürlich ein enormes Handicap für tolle Makros.
Wenigstens ein paar Bilder sind es aber dann doch noch geworden. Beginnen möchte ich mit der üppigen
Pflanzenwelt, für die diese Region bekannt ist - vor allem für seinen enormen Reichtum an Orchideen.
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Mein besonderes Interesse galt aber natürlich den vielen Insekten,
von denen es ja hier im Regenwald eigentlich nur so wimmeln sollte. Tja, nur
wußten das scheinbar die kleinen Krabbler nicht.
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 | | Piezogaster cf. rubropictus - Randwanze |  |
| Nr. 2011.6708bkl_r | 100 % | ![6708bkl_r]() | Piezogaster cf. rubropictus Randwanze | 100mm; F/5.6; 1/80s; ISO 1600
Canon EOS 350D DIGITAL |
|
Nein, Spaß beiseite. An den Insekten hat es sicher nicht gelegen, nur ist das Hauptproblem,
wie bereits schon weiter oben erwähnt, das mangelnde Licht in den unteren
Regionen. Das eigentliche Leben spielt sich in diesem Lebensraum nämlich ein paar
Etagen weiter oben ab.
Weil wir uns jedoch natürlich nur am Boden bewegen konnten, bekam ich davon wohl nur
das 0,01 Prozent vor meine Kamera, welches so eben
vom Baum gefallen war oder mit dem wenigen Licht in Bodennähe noch gerade so auskommt.
Ein besonders schönes Exemplar dieser mageren Ausbeute
war beispielsweise eine ziemlich "muskelbepackte" Randwanzen-Art, die uns nach einem kräftigen
Regenguß direkt vor die Füße gespühlt wurde. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit handelt es
sich hierbei um Piezogaster rubropictus.
 | | Piezogaster cf. rubropictus - Randwanze |  |
| Nr. 2011.6694bkl_r | 100 % | ![6694bkl_r]() | Piezogaster cf. rubropictus Randwanze | 100mm; F/4.5; 1/125s; ISO 800
Canon EOS 350D DIGITAL |
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In die selbe Ordnung wie die Wanzen gehören auch die Zikaden - beide sind
sogenannte Schnabelkerfe, lateinisch Hemiptera genannt.
Ein ziemlich kleines, dafür sehr prächtig gefärbtes Mitglied dieser Familie
begegnete uns immer wieder mal im dichten Unterholz
auf abgestorbenen Ästen und Blättern.
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 | | cf. Sphenorhina sp. - Blutzikade |  |
| Nr. 2011.6736ckl_r | 100 % | ![6736ckl_r]() | cf. Sphenorhina sp. Blutzikade | 100mm; F/4.5; 1/100s; ISO 800
Canon EOS 350D DIGITAL |
|
 | | cf. Sphenorhina sp. - Blutzikade |  |
| Nr. 2011.6747bkl_r | 100 % | ![6747bkl_r]() | cf. Sphenorhina sp. Blutzikade | 100mm; F/2.8; 1/200s; ISO 800
Canon EOS 350D DIGITAL |
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|
Im Insektenfotos.de-Forum wurde
sie mir als zur Unterfamilie der Cercopidae oder sogenannten Blutzikaden zugehörig bestimmt.
Am wahrscheinlichsten ist wohl ein Art aus der Gattung Sphenorhina.
Bei uns in Mitteleuropa gibt es zwar
auch Zikaden, jedoch sind diese meist nicht so bunt wie hier in den Tropen und entwickeln
vor allem nicht so bizarre Formen.
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|
Nachdem wir nun schon ein farbenfrohes Exemplar dieser Familie hatten, kommt hier, in Form
eines besonders grünen Bildes, gleich noch eins der zweiten Sorte.
Wobei es noch
viel extremer gebaute Zeitgenossen unter den sogenannten Buckelzirpen gibt!
Diese weitere Unterfamilie der Zikaden hat in Europa lediglich fünf Vertreter. Hier, in den
weitaus wärmeren Gefilden rund um den Äquator, tummeln sich allerdings eine Vielzahl von ihnen.
Mein Fund, der einzig und allein durch seine schicken "Hörner" und die extraordinäre Rückenflosse
punkten kann,
wirkt gegen die meisten dieser Harlekine
unter den Zikaden jedoch relativ unscheinbar.
|
 | | Alchisme cf. grossa - Buckelzirpe |  |
| Nr. 2011.6720bkl_r | 100 % | ![6720bkl_r]() | Alchisme cf. grossa Buckelzirpe | 100mm; F/5.6; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
|
|
Ich denke, daß es sich hierbei um eine Buckelzirpe aus der Gattung Alchisme handelt. Und da meines
Wissens rund um den Machu Picchu deren einzig bisher nachgewiesener Vertreter Alchisme grossa ist,
gehe ich einfach einmal davon aus, daß es auch genau diese Art sein wird.
Doch auch Insekten anderer Familien sehen hier im Regenwald nicht weniger unspektakulär aus. Ein Beispiel
ist der folgende sehr hübsch gefärbte Käfer aus der Familie der Kurzflügler. Zwar gibt
es auch in Deutschland davon über 1500 Arten (!!!), nur sind diese meist so klein und unscheinbar, daß
man eher sehr selten einen davon zu Gesicht bekommt - es sei denn, man sucht direkt danach :-)
|
 | | Phanolinus sp. - Kurzflügler |  |
| Nr. 2011.6756_59bkl_r | 100 % | ![6756_59bkl_r]() | Phanolinus sp. Kurzflügler | 100mm; F/5 (DFF); 1/500s; ISO 800
Canon EOS 350D DIGITAL |
|
 | | Phanolinus sp. - Kurzflügler |  |
| Nr. 2011.6762ckl_r | 100 % | ![6762ckl_r]() | Phanolinus sp. Kurzflügler | 100mm; F/4.5; 1/400s; ISO 800
Canon EOS 350D DIGITAL |
|
|
Ein weiteres meiner Motive war eine nahe Verwandte unserer heimischen Wespenspinne ( ).
Sie hatte ihr Netz direkt am Wegrand in ein Gebüsch gebaut - leider so, daß ich sie nicht richtig von
ihrer Oberseite her fotografieren konnte.
Aber auch so kann man, wie ich glaube, gut erkennen, daß es sich hierbei um Argiope argentata handelt,
eine sehr häufige und in der neuen Welt weit verbreitete Art. Sie kommt vom Süden der USA bis
hinunter nach Argentien vor.
Die meisten Spinnen dieser Gattung erkennt man an den mehr oder weniger breiten
Zickzack-Bändern in ihren Netze - den sogenannten Stabilimenten. Bei Argiope argentata können das bis zu vier Stück
pro Netz sein, die dann dort ein auffallendes "X" bilden. Meine hatte aber nur eins davon gewebt.
 | | Argiope argentata - Silberne Wespenspinne |  |
| Nr. 2011.6809kl_r | 100 % | ![6809kl_r]() | Argiope argentata Silberne Wespenspinne | 100mm; F/5.6; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Argiope argentata - Silberne Wespenspinne |  |
| Nr. 2011.6794kl_r | 100 % | ![6794kl_r]() | Argiope argentata Silberne Wespenspinne | 100mm; F/5.6; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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|
Und zum Schluß, kurz bevor unsere Bahn zurückfuhr, konnten wir noch
eine riesige, fast völlig schwarzgefärbte Wespe beobachten, wie sie gerade Holz von
einem Geländer abraspelte. Viele Wespenarten nutzen diese "Späne" zum Bau ihres
papierartigen Nestes - so vermutlich auch diese. Wie mir Herr Claus Rasmussen, einer der Autoren
der "Checklist
to the Wasps of Peru"
mitteilte, habe ich hier mit höchster Wahrscheinlichkeit Polistes canadensis vor meiner Linse gehabt.
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 | | Polistes cf. canadensis - Kanadische Wespe |  |
| Nr. 2011.6889bkl_r | 100 % | ![6889bkl_r]() | Polistes cf. canadensis Kanadische Wespe | 100mm; F/6.3; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Polistes cf. canadensis - Kanadische Wespe |  |
| Nr. 2011.6892kl_r | 100 % | ![6892kl_r]() | Polistes cf. canadensis Kanadische Wespe | 100mm; F/6.3; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Eh wir uns versahen, waren wir dann auch schon wieder in Cusco. Von hier ging es nach einem
weiteren Tag, den wir zum Auspannen und "manche" von uns auch zum Shoppen nutzten, per Innlandsflug
zu einem weiteren Highlight unserer Reise - drei Tage im Regenwald das Amazonas-Beckens.
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Madre de Dios
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Madre de Dios
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Unser Zielflughafen war Puerto Maldonado.
Die Stadt gilt als Tor zum peruanischen Teil des Amazonas-Beckens und liegt direkt am Zufluss des Tambopata in den
Río Madre de Dios. Auf letzterem
ging es dann auch per Boot weiter zu unserer Unterkunft - einer Lodge mitten im Dschungel.
Der hiesige Regenwald ist einer der wenigen noch unberührten Primärwälder dieser Erde, das heißt, er
ist noch völlig vom Menschen unberührt. Aus diesem Grund befinden sich hier auch einige Nationalparks und Reservate.
Vom Camp aus unternahmen wir dann die nächsten Tage Exkursionen in die nähere Umgebung. Dabei waren wir
natürlich von der artenreichen Flora und Fauna sehr beeindruckt.
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Leider galt aber auch hier das selbe wie schon im Hochland-Regenwald - die meisten potentiellen
Fotomotive waren
außerhalb meiner Reichweite im Blätterdach des Urwaldes zu finden und beim Rest war es schwierig sie aufgrund
des Lichtmangels am Boden überhaupt entsprechend ablichten zu können.
Fast alle zeigenswerten Bilder sind deshalb auch bei uns im Camp entstanden, denn dort
war zumindest genügend Licht - nur war hier die Artenvielfalt leider nicht ganz so groß.
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Ein paar Motive gab es trotzdem und den Anfang macht ein Suchbild. Na, gefunden? Richtig, es
geht um das nur 1,5 cm große Froschbaby, was sich da gerade perfekt getarnt vor mir versteckt hält.
Bei dem Fröschlein handelt es sich, laut Dr. Andreas Schlüter vom Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart,
um ein Jungtier von Edalorhina perezi, eine Art, die als erwachsener Frosch
eine sehr interessante Verhaltensweise an den Tag legt.
Um sich bei ihren Weibchen bemerkbar zu machen, trillern die reifen Männchen nämlich so
laut und wohlklingend wie Kanarienvögel, statt das sie irgendwelche Quaktöne von sich
geben, wie wir das von unseren einheimischen Fröschen gewohnt sind.
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 | | Edalorhina perezi - Perez's Snouted Frog (Jungtier) |  |
| Nr. 2011.7192bkl_r | 100 % | ![7192bkl_r]() | Edalorhina perezi Perez's Snouted Frog (Jungtier) | 100mm; F/8; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Und hier noch zwei Fotos mit etwas mehr Frosch und etwas weniger ablenkendem Drumherum.
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 | | Edalorhina perezi - Perez's Snouted Frog (Jungtier) |  |
| Nr. 2011.7170kl_r | 100 % | ![7170kl_r]() | Edalorhina perezi Perez's Snouted Frog (Jungtier) | 100mm; F/8; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Edalorhina perezi - Perez's Snouted Frog (Jungtier) |  |
| Nr. 2011.7161kl_r | 100 % | ![7161kl_r]() | Edalorhina perezi Perez's Snouted Frog (Jungtier) | 100mm; F/8; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Ein weiterer aber nicht ganz so winziger Frosch hüpfte uns dann noch am späteren Abend
vor die Füße, als wir gerade vom Abendessen zurückkamen. Obwohl ich es sonst eigentlich vermeide,
habe ich mich hier mal mit dem Blitz versucht. Ganz zufrieden bin ich zwar nicht, aber eh ich gar
kein Foto davon zeige...
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 | | Leptodactylus sp. - Pfeiffrosch |  |
| Nr. 2011.6985_86kl_r | 100 % | ![6985_86kl_r]() | Leptodactylus sp. Pfeiffrosch | 100mm; F/2.8 (DFF); 1/60s; ISO 800
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Übereinstimmend haben mir drei Experten bestätigt, daß es sich hierbei um einen Frosch
aus der Gattung Leptodactylus handelt. Das Problem ist nur, daß jeder von
ihnen zu einer anderen Art tendiert. Deshalb kann der Kleine auch nur den Namen
Leptodactylus sp. bekommen.
Im Deutschen werden die Arten dieser Gattung als Echte Pfeiffrösche bezeichnet, was sie
ihren pfeifenden Rufen verdanken. Insgesamt sind zur Zeit mehr als 70 Arten bekannt.
Das Vorkommen der Gattung und sogar der Familie der Pfeiffrösche im allgemeinen beschränkt sich
lediglich auf die Neue Welt. Hier kommen sie dafür allerdings vom Süden Nordamerikas bis runter
nach Argentinien vor.
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Den tropischen Regenwald bevölkern neben Fröschen natürlich auch eine Vielzahl weiterer lohnenswerter
Motive - wobei man zuerst aber sicherlich an die vielen bunten tropischen Schmetterlinge denkt.
Nur leider ist es gar nicht so einfach, diese auch vor die Linse zu bekommen - die meiste
Zeit fliegen sie nämlich wild umher. Selbst früh morgens, wenn es in mitteleuropäischen Gefilden noch kühler
ist und man deshalb die noch trägen Falter an ihren "Übernachtungsgrashalmen" leicht fotografieren kann, ist
es hier bereits 30 Grad warm und die meisten Insekten sind schon auf ihren Beinen bzw. Flügeln.
Den einzigen dieser farbenfrohen Schönheiten, den ich in den 3 Tagen mehr oder minder zeigenswert
ablichten konnte, ist ein schon etwas abgeflogener Vertreter aus der Familie der Ithomiinae.
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Es ist nahezu unmöglich anhand eines Fotos die genaue Art herauszufinden, denn die meisten Vertreter dieser
Familie sind sehr variabel in ihrer Färbung. Hinzu kommt ein interessantes Phänomen, daß man
als "Tiger-Komplex" bezeichnet. Es benennt die einheitliche orange-schwarze Färbung von ca. 200 verschiedenen
tropischen Falter-Arten, die sich dadurch alle mehr oder weniger ähnlich sehen.
Das liegt daran, daß sehr viele dieser Arten das Aussehen von ein paar wenigen
anderen nachahmen, weil diese giftig sind und deshalb von potentiellen
Freßfeinden verschont werden.
Vertreter der Gattung Heliconius beherrschen das zum Teil so perfekt,
daß man schon genau hinsehen muß, um die Unterschiede überhaupt festzustellen.
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 | | Ithomiinae sp. - Tigerwing |  |
| Nr. 2011.7011kl_r | 100 % | ![7011kl_r]() | Ithomiinae sp. Tigerwing | 100mm; F/2.8; 1/500s; ISO 800
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Ich selbst wäre bei dem Falter noch nicht einmal auf die richtige Familie gekommen - Herr Adrian Hoskins
war mir da behilflich. Als Ersatz für die hier leider fehlenden Schmetterlingsfotos sollte man sich auch
einfach mal
seine Webseite anschauen. Dort kann man eine Vielzahl der Schmetterlinge, die uns im Regenwald über dem Weg
geflogen sind, in einer wirklich beeindruckenden Fotoqualität bewundern.
Meine fotografische Ziele waren ja aber auch eigentlich andere. Und für die hatte ich dann
auch mehr Gedult - vielleicht lag es ja auch an den fehlenden Flügeln. Doch auch springenderweise
kann man sich dem Fotografen ziemlich schnell entziehen und vor allem wenn man durch die hohen
Temperaturen noch viel agiler ist.
Die Rede ist natürlich von den Springspinnen, die es hier in einer nicht
minder großen Artenvielfalt zu bestaunen gab. Leider habe ich aber keine genauen
Artbezeichnungen parat, da mir selbst ein südamerikanischer Experte anhand von meinen Fotos nur
sehr wage Ideen liefern konnte.
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Es gibt in den Tropen einfach viel zu viele Vertreter der springenden Achtbeiner, die meisten von
ihnen sind bisher nur sehr ungenügend beschrieben und Fotos gibt es so gut wie gar
keine. Falls dennoch jemand eine Idee zu der einen oder anderen Art hat, würde
ich mich freuen. Weitere Ansichten aller von
mir auf dieser Reise fotografierten Springspinnen sind in meiner
Galerie zu finden.
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Und nun kommen quasi auch schon die letzten zwei Fotos. Sie zeigen eine Wolfspinnenart,
die entgegen der sonst typischen Lebensweise dieser Spinnenfamilie nicht frei umherlaufend
jagt, sondern sich ein Netz für den Beutefang baut.
 | | Aglaoctenus cf. castaneus - Wolfspinne |  |
| Nr. 2011.7210_09kl_r | 100 % | ![7210_09kl_r]() | Aglaoctenus cf. castaneus Wolfspinne | 100mm; F/8 (DFF); 1/200s; ISO 800
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Aglaoctenus cf. castaneus - Wolfspinne |  |
| Nr. 2011.7207kl_r | 100 % | ![7207kl_r]() | Aglaoctenus cf. castaneus Wolfspinne | 100mm; F/4; 1/60s; ISO 800
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Das war's - mehr zeigenswerte Fotos hab ich nicht. Es reicht ja aber auch, wie ich finde.
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Lediglich dieses Bild eines zauberhaften Schmetterlings möchte ich noch zeigen. Fotografiert hat
es ein nicht weniger zauberhaftes Wesen, welches auf dieser Reise immer an meiner
Seite zu finden war - meine Conny.
Ich möchte mich auf diesem Wege bei ihr für ihre scheinbar endlose
Geduld mit einem ständig im Dreck liegenden Fotografen danken, ohne
die so manches dieser Fotos sicher nicht möglich gewesen wäre.
Die ganze Reise war für mich ein gigantisches Abenteuer, was mir sicher
mein Leben lang in Erinnerung bleiben wird. Ich hoffe, daß es nicht das letzte
dieser Art gewesen ist, obwohl wir in nächster Zeit unsere Reiseziele wohl eher
nicht mehr ganz so weit weg suchen können ;-)
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 | | Junonia genoveva - Genoveva Buckeye |  |
| Nr. 2011.DSC04202kl_r | 100 % | ![DSC04202kl_r]() | Junonia genoveva Genoveva Buckeye | 25mm; F/13; 1/60s; ISO 100
DSC-W290 |
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Mit Dir jederzeit wieder!
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| 27.03. - 30.03.2011 - Die Seidenbienen fliegen...
Nach meinen ersten makrofotografischen Aufnahmen in diesem Jahr am Müggelsee hatte ich Blut geleckt und beschloß
sogleich meinen inzwischen so geliebten Püttbergen einen Besuch abzustatten.
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Und siehe da, es herrschte reger
Betrieb - zumindest auf den sonnigen, offenen Sandflächen. Dutzende von Frühlings-Seidenbienen flogen
hier emsig umher und versuchten einen geeigneten
Partner zu finden.
Dabei war es fast unmöglich ansprechende Fotos zu machen, da sie sich meist
nur für ein paar Sekunden zum Ausruhen setzten und mich dabei höchstens auf einen Meter an sich
heranließen. Das einzige einigermaßen brauchbare Foto kann man rechts sehen.
Darum beschloß ich an einen anderen Tag noch einmal wiederzukommen, vorrausgesetzt
es ist dann kälter und die Sonne scheint nicht ganz so stark.
Tatsächlich war das Glück auf meiner Seite, denn bereits am nächsten Tag war es bewölkt,
viel kälter und ziemlich windig. Bestes Fotowetter also!
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 | | Colletes cunicularius - Frühlings-Seidenbiene |  |
| Nr. 2011.3777kl_r | 100 % | ![3777kl_r]() | Colletes cunicularius Frühlings-Seidenbiene | 100mm; F/6.3; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Erst einmal fand ich aber eine halbe Stunde lang keine einzige Biene. Für die war das Wetter
nämlich alles andere als perfekt. Als ich jedoch schon fast aufgeben wollte, hörte ich zu meinen
Füßen ein leises Summen.
Und siehe da, es handelte sich tatsächlich um eine Seidenbiene, die auf einen Fotografen wartete.
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 | | Colletes cunicularius - Frühlings-Seidenbiene |  |
| Nr. 2011.3865_66kl_r | 100 % | ![3865_66kl_r]() | Colletes cunicularius Frühlings-Seidenbiene | 100mm; F/8 (DFF); 1/60s; ISO 320
Canon EOS 50D |
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 | | Colletes cunicularius - Frühlings-Seidenbiene |  |
| Nr. 2011.3868kl_r | 100 % | ![3868kl_r]() | Colletes cunicularius Frühlings-Seidenbiene | 100mm; F/7.1; 1/60s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| Da ihre Körpertemperatur durch den kalten Wind wohl nicht zum Fliegen ausreichte,
ließ sie sich sogar mehr oder weniger geduldig von mir ablichten. Als Dankeschön für ihre Ausdauer
spendete ich der Kleinen noch ein wenig meiner eigenen Körperwärme. So aufgetankt entflog sie und
ward nie wieder gesehen.
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 | | Colletes cunicularius - Frühlings-Seidenbiene |  |
| Nr. 2011.3870bkl_r | 100 % | ![3870bkl_r]() | Colletes cunicularius Frühlings-Seidenbiene | 100mm; F/6.3; 1/60s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Frühlings-Seidenbiene ist mit bis zu 15 mm Länge die größte
aller einheimischen Seidenbienen. Ihre Flugzeit liegt mit März-Mai auch deutlich vor der
der anderen.
Ein weiterer Unterschied dieser Art zu allen anderen Seidenbienen
ist die fehlende helle Bindenzeichnung am Hinterleib.
Ihr Lebensraum sind wenig bewachsene Flächen, vor allem in Sandgruben und
Dünengelände. In Mitteleuropa ist sie weitgehend an Flußtäler und küstennahe Bereiche gebunden.
Hier ist sie gebietsweise nicht selten.
Die Art lebt solitär und gräbt Niströhren in den lockeren Sandboden. Als Nahrungsquelle dienen
ihr ausschließlich Pollen und Nektar von Weidenarten.
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| Und weil ich noch nicht genug hatte von diesen kleinen zotteligen Gesellen,
zog ich am nächsten Tag gleich wieder los und versuchte nun auch noch eine Bienenpaarung
auf meinen Chip zu bannen. Mit Erfolg! Das Licht war für meine beiden sich ständig bewegenden Motive zwar
eher suboptimal, für zwei herzeigbare Bilder hat es aber dann dennoch gereicht.
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 | | Colletes cunicularius - Frühlings-Seidenbiene |  |
| Nr. 2011.3966kl_r | 100 % | ![3966kl_r]() | Colletes cunicularius Frühlings-Seidenbiene | 100mm; F/8; 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Colletes cunicularius - Frühlings-Seidenbiene |  |
| Nr. 2011.3951_52kl_r | 100 % | ![3951_52kl_r]() | Colletes cunicularius Frühlings-Seidenbiene | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Jetzt fehlt mir nur noch ein Foto von einer Biene in ihrer Niströhre...
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Und hier ist es auch schon ! Für dieses eine Bild habe ich jedoch fast zwei Stunden lang den
Püttbergesand absuchen müssen. Dabei habe ich schätzungsweise in 1000 Löcher geschaut, bevor ich eins
mit richtigem Inhalt und relativ passendem Licht gefunden hatte. Ich hoffe mich hat bei meiner Suche
auf Knien niemand beobachtet.
Jetzt reicht es mir aber für dieses Jahr mit den Seidenbienen - gut, daß ich die nächsten Tage erst
einmal nicht mehr in die Püttberge komme ;-) Bssssss... zum nächsten Frühjahr!
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 | | Colletes cunicularius - Frühlings-Seidenbiene |  |
| Nr. 2011.4038kl_r | 100 % | ![4038kl_r]() | Colletes cunicularius Frühlings-Seidenbiene | 100mm; F/8; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| 04.04.2011 - Endlich blüht es...
...auch in den Püttbergen. Da, aufgrund des hier allgegenwärtigen Sandbodens, die von mir aus
meiner früheren Heimat gewohnten, bereits Anfang März erscheinenden, Frühlingsgeophyten
offensichtlich Mangelware sind, war meine Freude riesengroß, nun endlich auch hier die
ersten Blüten zu sehen.
Auch wenn es nur eine "ordinäre" Rote Taubnessel war, die ihre zarten Blüten aus dem
alten Laub emporstreckte, hat sie mir doch ein Lächeln in mein Gesicht gezaubert.
Es wird Frühling in den Püttbergen!
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 | | Lamium purpureum - Rote Taubnessel |  |
| Nr. 2011.4144dkl_r | 100 % | ![4144dkl_r]() | Lamium purpureum Rote Taubnessel | 100mm; F/6.3; 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Lamium purpureum - Rote Taubnessel |  |
| Nr. 2011.4149kl_r | 100 % | ![4149kl_r]() | Lamium purpureum Rote Taubnessel | 100mm; F/5; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Rote Taubnessel gehört zur Familie der Lippenblütengewächse. Sie
ist überall in Mitteleuropa weit verbreitet und bevorzugt frische, nährstoffreiche und lockere
Böden. Als kulturbegleitende, einjährige Pflanze ist diese Art normalerweise ein typischer Vertreter
von Unkrautgesellschaften
und Ackerfluren.
Sie wird zwischen 15 und 45 cm hoch. Durch ihre Schnellwüchsigkeit sind pro Jahr problemlos drei bis
vier Generationen möglich. Zu erwähnen wäre auch noch, daß die Rote Taubnessel als Heilpflanze Verwendung findet. Sie
hilft in der Medizin bei Blasen- und Darmbeschwerden sowie bei "Frauenleiden".
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| 07.04.2011 - Der Kuckuck ist gefunden...
...und zwar in Form der Blutbiene Sphecodes albilabris. Warum "Kuckuck"? Ganz einfach,
einige Bienenarten verhalten sich ähnlich wie ein Kuckuck und legen ihre Eier in die
Nester fremder Bienen. Bei der hier vorliegenden Art ist die Frühlings-Seidenbiene die Wirtsbiene, der
ich bereits vor ein paar Tagen einen Bericht gewidmet hatte.
Seit dem war ich auch auf der Suche
nach Sphecodes albilabris und bin nun froh, heute endlich ein paar davon tatsächlich in der Seidenbienen-Kolonie
entdeckt zu haben.
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Es handelte sich bei allen Exemplaren um überwinterte Weibchen, die auf der Suche nach bereits mit Eiern belegten
Nestern ihrer Wirtsbienen waren. Sphecodes albilabris dringt in die Niströhren der Seidenbienen
ein und frißt dort
das bereits vorhandene Ei der eigentlichen Nestbesitzerin, um ihr Ei
an dessen Stelle abzulegen. Die Larve der Blutbiene entwickelt sich dann später im Nest und ernährt
sich nun dort von dem eigentlich für die Larve der Wirtsbiene gesammelten Nektar - und
Pollenvorrat.
Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet, aber überall ziemlich selten.
Ihr Lebensraum orientiert sich natürlich an dem der Frühlings-Seidenbiene. Sie bevorzugt
lockersandige und offene Flächen.
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 | | Sphecodes albilabris - Blutbiene |  |
| Nr. 2011.4174ckl_r | 100 % | ![4174ckl_r]() | Sphecodes albilabris Blutbiene | 100mm; F/11; 1/50s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Mit einer Körperlänge von bis zu 15 mm ist Sphecodes albilabris die größte Blutbiene
Mitteleuropas. Ihre Größe und der bis auf das schwarzgefärbte letzte Segment ansonsten vollständig
rot gefärbte Körper macht sie recht einfach von anderen Blutbienenarten unterscheidbar.
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 | | Sphecodes albilabris - Blutbiene |  |
| Nr. 2011.4213bkl_r | 100 % | ![4213bkl_r]() | Sphecodes albilabris Blutbiene | 100mm; F/11; 1/50s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Das zweite Bild habe ich einen Tag später aufgenommen, weil ich unbedingt noch eine Frontalaufnahme
der Biene haben wollte. Es war ziemlich windig und mein Modell mußte sich ganz schön an einer
alten Robinienhülse festklammern, um nicht mit wegzufliegen. Glück für mich!
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| 10.04.2011 - Ich werde noch zum Imker...
Während meine Freunding den Vormittag nutzte, um einen leckeren Kirschkuchen zu
backen, zog ich wieder einmal los. Heute wollte ich mich nochmal auf den offenen Sandflächen
umschauen, da mir dort in den letzten Tagen eine Vielzahl weiterer Bienenarten aufgefallen waren.
Nach der Frühlings-Seidenbiene scheint jetzt auch der Rest von ihnen gemerkt zu haben,
daß Frühling ist.
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Die auffällgiste unter ihnen war die Weiden-Sandbiene. Mit
ihrem grauen zotteligen Pelz und ihrer Größe von fast 1,5 cm fiel sie mir schon
von weitem im Vorbeiflug auf.
Bei dieser Art handelt es sich um eine der größten einheimischen Sandbienen. Ihr
Lebensraum sind offene Stellen auf sandigem oder lehmigen meist ziemlich lockerem Boden. Sie ist
in Mitteleuropa vor allem entlang der Flußtäler weit verbreitet und stellenweise ziemlich
häufig. Allerdings ist sie gebietsweise stark im Rückgang begriffen und gilt deshalb
als gefährdet.
Als Nahrungsquelle dienen ihr hauptsächlich Weiden. Diese können
aber auch mehrere hundert Meter von ihrer Niströhre entfernt liegen.
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 | | Andrena vaga - Weiden-Sandbiene |  |
| Nr. 2011.4425bkl_r | 100 % | ![4425bkl_r]() | Andrena vaga Weiden-Sandbiene | 100mm; F/11; 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| Die Weiden-Sandbiene nistet in der Regel sehr gesellig, unter
günstigen Bedingungen gelegentlich in mehreren tausend Individuen auf engem
Raum. Hier in den Püttbergen allerdings sind es weit weniger.
Im Gegensatz zur schon erwähnten Frühlings-Seidenbiene bauen sie auf dem Eingang ihrer
Niströhre noch einen kleinen Hügel, der bei jedem Verlassen des Nestes wieder zugescharrt
wird.
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 | | Andrena vaga - Weiden-Sandbiene |  |
| Nr. 2011.4424kl_r | 100 % | ![4424kl_r]() | Andrena vaga Weiden-Sandbiene | 100mm; F/11; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
 | | Andrena vaga - Weiden-Sandbiene |  |
| Nr. 2011.4355b_kl_r | 100 % | ![4355b_kl_r]() | Andrena vaga Weiden-Sandbiene | 100mm; F/7.1; 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
| Das war allerdings nicht die einzige Bienenart, die an diesem Morgen
um mich herumschwirrte. Die anderen habe ich aber leider weit weniger hübsch ablichten
können.
Zum einen war das eine sehr kleine Sandbienenart, die zu hunderten unterwegs war und
immer nur wenige Zentimeter über dem Boden flog. Außerdem noch eine Blutbiene, die ich
genauso wenig näher bestimmen konnte. Auch sie war, mit höchstens 7 mm, ziemlich klein -
gegenüber der dazu riesigen Sphecodes albilabris fast zwergenhaft.
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 | | Andrena sp. - Sandbiene |  |
| Nr. 2011.4401kl_r | 100 % | ![4401kl_r]() | Andrena sp. Sandbiene | 100mm; F/11; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
 | | Sphecodes sp. - Blutbiene |  |
| Nr. 2011.4182kl_r | 100 % | ![4182kl_r]() | Sphecodes sp. Blutbiene | 100mm; F/8; 1/100s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| Ich denke, in Sachen Bienen und Wespen sind die Püttberge ein sehr ergiebiges Revier!
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| 05.05.2011 - Die Natur explodiert förmlich...
Da ist man mal drei Wochen in Peru und wenn man nach Hause kommt, muß man feststellen, daß die
Natur in den heimatlichen Gefilden förmlich explodiert ist. Nicht nur das es überall kreucht und fleucht, nein
auch das Blätterdach ist auf einmal geschlossen und allerorts blüht es.
Leider hat meine große Kamera im Urlaub den Geist aufgegeben (wahrscheinlich eine akute Südamerika-Allergie) und
so muß ich für die nächste Zeit erstmal mit der Kleinen zurechtkommen. Früher ging es ja auch!
Zur besseren Umgewöhung habe ich aber heute erst einmal mit unbeweglichen Motiven "geübt" und möchte
deshalb den Mai auch mit ein paar Blumen eröffnen.
Die heutigen Zwei sind typische Vertreter von Sandtrockenrasen - Gesellschaften. Außerdem sind beide
ziemlich kleinwüchsig und dürften daher wohl oft übersehen werden.
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 | | Myosotis stricta - Sand-Vergißmeinnicht |  |
| Nr. 2011.7460kl_r | 100 % | ![7460kl_r]() | Myosotis stricta Sand-Vergißmeinnicht | 100mm; F/3.5; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Myosotis stricta - Sand-Vergißmeinnicht |  |
| Nr. 2011.7438kl_r | 100 % | ![7438kl_r]() | Myosotis stricta Sand-Vergißmeinnicht | 100mm; F/7.1; 1/50s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Beim ersten handelt es sich um das hübsche Sand-Vergißmeinicht, eine Pflanze aus der
Familie der Raublattgewächse. Die Art wird maximal 20 cm hoch und gehört damit zu den Kleinsten
ihrer Gattung. Ihre Blütezeit erstreckt sich vom März bis in den Juni hinein. Sie ist in Mitteleuropa weit verbreitet
und an geeigneten Standorten oft in sehr großer Anzahl anzutreffen.
Die zweite kleine Schönheit ist dagegen viel seltener. Sie steht in den meisten
deutschen Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Es handelt sich hierbei um
den Dillenius-Ehrenpreis, einen Vertreter der Rachenblütler. Mit einer Blütezeit
von April bis Mai gibt er den zuständigen Insekten auch weit weniger Zeit eine Befruchtung
durchzuführen als sein Vorgänger.
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 | | Veronica dillenii - Dillenius-Ehrenpreis |  |
| Nr. 2011.7390kl_r | 100 % | ![7390kl_r]() | Veronica dillenii Dillenius-Ehrenpreis | 100mm; F/8; 1/200s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Veronica dillenii - Dillenius-Ehrenpreis |  |
| Nr. 2011.7375kl_r | 100 % | ![7375kl_r]() | Veronica dillenii Dillenius-Ehrenpreis | 100mm; F/5; 1/800s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Die Art ist dem sehr viel häufigeren Frühlings-Ehrenpreis recht
ähnlich und nur anhand der drüsigeren Stengelbehaarung, des tieferen Blaus der Blüten
und der etwas unterschiedlicheren Früchte von diesem zu unterscheiden.
Ich bin schon seit Jahren auf der Suche nach diesem Ehrenpreis und nun entdecke ich ihn doch
tatsächlich direkt vor meiner neuen Haustür. Warum bin ich denn nicht schon ein paar Jahre eher hierher gezogen?
|
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Auf dem Heimweg begegnete mir dann aber schließlich doch noch ein bewegliches Motiv,
an dem ich nicht ohne ein Foto zu schießen vorbeigehen konnte.
Vor mir auf dem Weg versuchte ein wohl gerade
frisch geschlüpfter Brauner Feuerfalter seine noch weichen Flügel in den letzten Sonnenstrahlen des Tages
aushärten zu lassen.
Die Art ist fast in ganz Europa verbreitet und fehlt nur in Großbritannien, Skandinavien und auf den Mittelmeerinseln.
In Deutschland ist er noch sehr häufig anzutreffen, der Falter ist hier neben dem Kleinen Feuerfalter
die häufigste Art seiner Gattung.
Sein bevorzugter Lebensraum sind magere und naturnahe Wiesen.
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 | | Lycaena tityrus - Brauner Feuerfalter ♂ |  |
| Nr. 2011.7480bkl_r | 100 % | ![7480bkl_r]() | Lycaena tityrus Brauner Feuerfalter ♂ | 100mm; F/8; 1/50s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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| Die Raupe des Falters ernährt sich von verschiedenen Ampfer-Arten, wovon allerdings viele, aufgrund
der intensiven Nutzung der meisten Wiesen, stark im Rückgang begriffen sind. Hier in den Püttbergen gibt es jedoch, dem
Falter zum Glück, noch eine ganze Menge davon.
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| 07.05.2011 - Eine seltene Schönheit...
...habe ich heute versucht in Szene zu setzen. Die Niedrige Schwarzwurzel steht überall
in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. In Berlin und Brandenburg gilt sie sogar als "stark gefährdet".
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 | | Scorzonera humilis - Niedrige Schwarzwurzel |  |
| Nr. 2011.7546kl_r | 100 % | ![7546kl_r]() | Scorzonera humilis Niedrige Schwarzwurzel | 100mm; F/6.3; 1/30s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Mir ist sie schon vor einigen Jahren in den Püttbergen begegnet.
Zu dieser Zeit fanden sich hier allerdings noch mehr als 20 blühende Exemplare - heute war es gerade noch eins!
Die Niedrige Schwarzwurzel gehört zu der in Mitteleuropa sehr artenreichen Familie der
Korbblütler. Aufgrund ihres typischen Habitus ist sie allerdings von den vielen weiteren
gelbblütigen Vertretern dieser Familie sehr gut zu unterscheiden. Sie bevorzugt meist
kalkfreie Moorwiesen oder wie in diesem Fall sandige Kiefernwälder als Standort. Wie schon oben
erwähnt, handelt es sich um eine in Deutschland nur sehr zerstreut bis selten vorkommende
Art.
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Ich werde den Bestand in den nächsten Jahren im Auge behalten, in der Hoffnung, daß er sich
eventuell wieder erholt. Es wäre schade um diese seltene Schönheit.
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| 07.05.2011 - Und wieder beim Balkonputz...
Wie schon im letzten Jahr lief mir auch beim diesjährigen Balkonputz
wieder eine Spinne vor die putzenden Hände. Da ich davon ausgehe, daß ihr eigentliches zu Hause nicht unser Balkon, sondern eher die
Püttberge sind, fällt sie auch diesmal wieder in diese Rubrik.
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Es handelt sich um Anyphaena accentuata, eine Art, die ich bisher noch nie zu Gesicht bekommen
habe. Folglich mußte ich auch erst einmal eine Weile die Bücher wälzen, ehe ich sie bestimmen
konnte.
Die Spinne gehört zur Familie der Zartspinnen, von denen es in Mitteleuropa lediglich zwei Vertreter gibt. Anyphaena accentuata ist die
häufigere Art von beiden. In Deutschland ist sie sehr weit verbreitet und überall recht häufig. Ihr bevorzugter
Lebensraum sind dabei Laub- und Mischwälder.
Die Art ist normalerweise nachtaktiv und jagt auf Bäumen und Büschen. Am Tage ist die Spinne nicht einfach
zu entdecken, da sie sich dann in zusammengesponnenen Blättern aufhält. Vielleicht wohnt sie ja doch in
unserem Balkon-Kirschbaum.
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 | | Anyphaena accentuata - Zartspinne |  |
| Nr. 2011.7563bkl_r | 100 % | ![7563bkl_r]() | Anyphaena accentuata Zartspinne | 100mm; F/8; 1/13s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Leider ist es mir nicht gelungen sie auch noch von einer Draufsicht zu überzeugen, denn so schnell wie sie mir
vor die Füße lief, ist sie dann auch wieder verschwunden...
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| 09.05.2011 - Diesmal ohne Blessuren...
Vor vier Tagen schoß ich eher zufällig ein Bild eines
Braunen Feuerfalters. Da das Foto eher künstlerischen Charakter hatte, als daß
es den Falter in seiner ganzen Schönheit zeigte, beschloß ich heute erneut loszuziehen, um
noch ein paar weitere Bilder dieser Art zu schießen.
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Leider bin ich kein Freund des frühen Aufstehens und nutze deshalb meist die Abendstunden, um ein
etwas besseres Licht zu bekommen. Der Haken daran ist, daß um diese Zeit meist auch noch meine
bevorzugten Motive recht aktiv sind. Das gestaltet ein Fotoshooting respektive eine ordentliche
Bildgestaltung oft sehr schwierig. So auch dieses Mal!
Es waren zwar noch mehrere Braune Feuerfalter unterwegs, trotzdem hat es sehr
lange gedauert, bis ich endlich an ein sitzendes Exemplar nahe genug herankam, um ein paar
Fotos zu machen. Bei allen vorherigen Versuchen flogen die Falter bereits davon, bevor
ich mich ihnen überhaupt bis auf einen Meter nähern konnte.
Wie auch beim letzten Mal, war es wieder ein männliches Exemplar. Diesmal allerdings hatte
ich meine gewünschten Ansichten im Kasten, bevor es weiterflog.
 | | Lycaena tityrus - Brauner Feuerfalter ♂ |  |
| Nr. 2011.7589_90dkl_r | 100 % | ![7589_90dkl_r]() | Lycaena tityrus Brauner Feuerfalter ♂ | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/800s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Lycaena tityrus - Brauner Feuerfalter ♂ |  |
| Nr. 2011.7587kl_r | 100 % | ![7587kl_r]() | Lycaena tityrus Brauner Feuerfalter ♂ | 100mm; F/9; 1/500s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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| Ein paar Infos zur Art gibt es im Bericht vom 05.05.2011.
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10.05.2011 - Und noch ein Feuerfalter...
Diesmal ist es allerdings ein Kleiner Feuerfalter. Leider läßt sich anhand der Fotos nicht
sagen, um welches Geschlecht es sich hier handelt. Bei dieser Art kann man nämlich, im Gegensatz
zum Braunen Feuerfalter, bei dem ein ausgeprägter Sexualdimorphismus herrscht,
nicht anhand seiner Flügelzeichnung erkennen, ob es sich um ein Weibchen oder ein Männchen handelt. Hier sehen beide Geschlechter
völlig identisch aus.
 | | Lycaena phlaeas - Kleiner Feuerfalter |  |
| Nr. 2011.7639kl_r | 100 % | ![7639kl_r]() | Lycaena phlaeas Kleiner Feuerfalter | 100mm; F/7.1; 1/500s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Lycaena phlaeas - Kleiner Feuerfalter |  |
| Nr. 2011.7646kl_r | 100 % | ![7646kl_r]() | Lycaena phlaeas Kleiner Feuerfalter | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Einige weitere Infos zum Kleinen Feuerfalter gibt es in einem Posting
vom vorigen Jahr. Dort sind auch die Flügelunterseiten dieser Feuerfalterart zu bewundern.
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| 12.05.2011 - Und hier ist das Weib...
Nachdem mir die letzten Tage immer nur männliche Exemplare des Braunen Feuerfalters über
dem Weg geflogen sind, habe ich gestern Abend tatsächlich mein erstes Weibchen in diesem Jahr gesehen. Leider
ist mir nur dieser Schnappschuß gelungen und so beschloß ich heute noch einmal nach ihm zu suchen.
Normalerweise bin ich ja ein Langschläfer, aber für ein paar schöne Fotos habe ich mich
dann doch mal zum zeitigen Aufstehen entschlossen. Ich wollte den
Falter nämlich noch an seinem Schlafplatz finden, damit ich ihn in aller Ruhe ablichten kann, ehe
er sich wieder für den neuen Tag genügend aufgewärmt hat und mir erneut davonfliegt.
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 | | Lycaena tityrus - Brauner Feuerfalter ♀ |  |
| Nr. 2011.7671kl_r | 100 % | ![7671kl_r]() | Lycaena tityrus Brauner Feuerfalter ♀ | 100mm; F/4.5; 1/125s; ISO 800
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Lycaena tityrus - Brauner Feuerfalter ♀ |  |
| Nr. 2011.7714_TL_kl_r | 100 % | ![7714_TL_kl_r]() | Lycaena tityrus Brauner Feuerfalter ♀ | 100mm; F/8; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Und siehe da, ich hatte
tatsächlich Glück. In einer Gabelung eines vertrockneten Flockenblumenstengels wurde
ich fündig. Ob es sich allerdings wirklich um den Falter von gestern Abend handelt, kann ich nicht
zweifelsfrei sagen :-)
Jedenfalls ließ mir die Gute diesmal alle Zeit der Welt, um sie in jeder erdenklichen
Pose abzulichten.
Nur auf eine Ansicht mit geöffneten Flügeln hatte sie scheinbar keinen Bock. Dafür war es
wahrscheinlich auch noch zu kalt, die Sonne war ja gerade erst aufgegangen.
Ich beschloß daher später nocheinmal wiederzukommen, in der Hoffnung die Schmetterlingsdame noch an
Ort und Stelle vorzufinden.
 | | Lycaena tityrus - Brauner Feuerfalter ♀ |  |
| Nr. 2011.7724kl_r | 100 % | ![7724kl_r]() | Lycaena tityrus Brauner Feuerfalter ♀ | 100mm; F/11; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Tatsächlich saß sie auch noch eine Stunde später auf
dem selben Stengel. Allerdings war sie inzwischen ganz nach oben geklettert und
hatte, wie von mir erhofft, ihre Flügel geöffnet. Nur das Licht war zu diesem Zeitpunkt
leider nicht mehr ganz so schön wie zuvor. Ein paar Stunden später flogen dann sogar gleich ein paar
Weibchen auf der Wiese umher und mir gelang es noch ein Bild zu erhaschen. Auf dem
sieht man jetzt auch deutlich die, im Gegensatz zum Männchen, orange gefärbte
Unterseite der Oberflügel.
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 | | Lycaena tityrus - Brauner Feuerfalter ♀ |  |
| Nr. 2011.7767_68_70kl_r | 100 % | ![7767_68_70kl_r]() | Lycaena tityrus Brauner Feuerfalter ♀ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/30s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Lycaena tityrus - Brauner Feuerfalter ♀ |  |
| Nr. 2011.7795ckl_r | 100 % | ![7795ckl_r]() | Lycaena tityrus Brauner Feuerfalter ♀ | 100mm; F/7.1; 1/500s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Warum ich allerdings die letzten Tage nur Männchen gesehen habe, ist
mir unklar - eventuell schlüpfen sie ja einfach eher als ihre besseren Hälften...
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| 13.05.2011 - Ein Möndchen am Mittag...
In meiner heutigen Mittagspause in den Püttbergen fiel mir auf einem Grashalm ein nur ca. 1 cm
kleiner Eulenfalter auf, den ich bis dato noch nie gesehen hatte.
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Besonders auffällig war seine
sichelförmige weiße Zeichnung auf dem Flügel und sein ziemlich büscheliger Kopf.
Mit Hilfe des Lepiforums
konnte ich ihn als Möndcheneule bestimmen.
Der Falter ist überall in Europa sowie in Zentral- und Ostasien (bis auf Japan) heimisch.
In Deutschland ist er überwiegend in den südlicheren Bundensländern verbreitet. Auf der Roten Liste
gefährdeter Arten ist der Falter als nicht gefährdet eingestuft.
Er bevorzugt Steppenheiden, warme Hänge und Ödland als seinen Lebensraum. Die Nahrung der
Raupen sind Arten der Gattung Linaria (Leinkraut).
Die Möndcheneule bildet mehrere Generationen pro Jahr und ist dementsprechend vom
April bis in den September hinein anzutreffen.
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 | | Calophasia lunula - Möndcheneule |  |
| Nr. 2011.7846bkl_r | 100 % | ![7846bkl_r]() | Calophasia lunula Möndcheneule | 100mm; F/7.1; 1/400s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Die Falter sind überwiegend dämmerungsaktiv, besuchen
aber manchmal auch tagsüber Blüten.
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| 18.05.2011 - Ne Jungfer mit nem Becher...
Am heutigen Tage war ich mal nicht allein in den Püttbergen unterwegs, sondern
mit einem Freund, der dem selben Hobby fröhnt, wie ich. Dabei fungierte ich aber lediglich als
ortskundiger Führer und Fotoassistent.
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 | | Enallagma cyathigerum - Gemeine Becherjungfer ♂ |  |
| Nr. 2011.7856_55bkl_r | 100 % | ![7856_55bkl_r]() | Enallagma cyathigerum Gemeine Becherjungfer ♂ | 100mm; F/4.5 (DFF); 1/400s; ISO 200
Canon EOS 350D DIGITAL |
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So ist auch während unseres gemeinsamen "Spaziergangs" bei mir
nur ein Foto entstanden. Das allerdings, zeigt eine Art, welche mir bisher
noch nie in den Püttbergen aufgefallen ist. Es handelt sich bei meinem
heutigen Fund
um eine Gemeine Becherjungfer, eine Kleinlibellenart aus
der Familie der Schlanklibellen. Aufgrund der nur geringen Ansprüche
an ihren Lebensraum, gehört sie zu den am weitest
verbreiteten und auch häufigsten Libellen Europas. Sie besiedelt eine
Vielzahl verschiedener Gewässertypen, bevorzugt allerdings stille oder nur
langsamfließende Gewässer. Als Pionierart siedelt sich die Becherjungfer
auch oft an neu angelegten Seen an.
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Mein Exemplar ist ein noch nicht reifes Männchen. Wenn es erwachsen ist,
wird aus seiner zart-lilanen Färbung noch ein leuchtendes hellblau werden.
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| 19.05.2011 - Im Liebesrausch...
Zur Zeit geht es richtig ab auf den trockenen Wiesen in den Püttbergen und zwar in
Form des massenhaften Auftretens eines kleinen Käfers aus der Familie der
Blatthornkäfer. Sobald die Sonne scheint, sieht man ihn überall umherschwirren
oder sich sogar paaren.
Der Käfer heißt auf lateinisch Chaetopteroplia segetum und besitzt
keinen deutschen Namen. Er hat große Ähnlichkeit mit dem bekannten Junikäfer, ist allerdings
nur ca. 1 cm groß und im Gegensatz zu diesem sehr viel üppiger behaart. Die Art ist ausgesprochen wärmeliebend und
bevorzugt dabei Wiesen als Lebensraum.
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 | | Chaetopteroplia segetum - Blatthornkäfer |  |
| Nr. 2011.6549bkl_r | 100 % | ![6549bkl_r]() | Chaetopteroplia segetum Blatthornkäfer | 100mm; F/7.1; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Sowohl die Larve als auch der Käfer selbst ernähren sich hauptsächlich von verschiedenen Grasarten.
 | | Chaetopteroplia segetum - Blatthornkäfer |  |
| Nr. 2011.6522_24kl_r | 100 % | ![6522_24kl_r]() | Chaetopteroplia segetum Blatthornkäfer | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/800s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Chaetopteroplia segetum - Blatthornkäfer |  |
| Nr. 2011.6571kl_r | 100 % | ![6571kl_r]() | Chaetopteroplia segetum Blatthornkäfer | 100mm; F/6.3; 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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In Deutschland ist Chaetopteroplia segetum rechts der Elbe stellenweise häufig, links der Elbe
dagegen selten und gebietsweise sogar fehlend. Der Käfer steht bei uns als "stark gefährdet" auf der Roten Liste
gefährdeter Arten.
Ach, und wie man "leicht" erkennen kann, ist meine "große" Kamera endlich wieder ganz.
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| 19.05.2011 - Der Rest vom Tage...
Außer den kleinen Käfern gab es heute relativ wenig anderes zu sehen. Ich denke, daß
die momentane Insektenflaute an der schon seit Tagen anhaltenden Trockenheit liegt. Einzig und allein
eine Raupenfliege und ein paar schwärmende Ameisen erregten heute so
noch meine Aufmerksamkeit.
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Die Ameisen traf ich in großer Anzahl auf einem Grasbüschel
am Wegrand im Waldbereich der Püttberge. Sie hatten wohl gerade erst begonnen
zu schwärmen. Nach meiner Ankunft kamen jedenfalls mehr und mehr Ameisen aus dem Nest
heraus.
Leider war das Licht schon etwas schwach und freihand ist deshalb nur eine
Aufnahme entstanden, die mehr oder weniger scharf geworden ist.
Die Art wurde mir als Braune Wegameise bestimmt, eine Ameise,
die in Deutschland weit verbreitet ist und deren bevorzugter Lebensraum
Laub- und Mischwälder sind. Allerdings gilt sie bei uns als Schädling,
da sie wohl auch gerne verbautes Holz zerstört.
Bei der Raupenfliege handelte es sich einmal mehr um Gymnosoma rotundatum,
eine Art, die mir sehr oft hier begegnet und die ich bereits im vorigen
Herbst in Großaufnahme fotografieren konnte. Heute wurde es eher eine mehr "künstlerische"
Aufnahme.
 | | Gymnosoma rotundatum - Raupenfliege |  |
| Nr. 2011.6577kl_r | 100 % | ![6577kl_r]() | Gymnosoma rotundatum Raupenfliege | 100mm; F/6.3; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Im Bericht vom letzten
September gibt es auch ein paar weitere Infos über diese Fliege.
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 | | Lasius brunneus - Braune Wegameise |  |
| Nr. 2011.6582_83kl_r | 100 % | ![6582_83kl_r]() | Lasius brunneus Braune Wegameise | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| 20.05.2011 - Hängen & Schlafen...
Schon an einem der letzten Abende war mir ein tolles Motiv vor die Linse gekommen.
Es handelte es sich um eine Kegelbiene, die sich in einen Grashalm verbissen
und es sich so schon für die Nacht gemütlich gemacht hatte. Besonders
begeisterten mich aber ihre wunderschönen, marmorierten Augen.
Leider war es an diesem Tage schon ziemlich spät und das Licht dadurch eher suboptimal.
Weil die Fotos deshalb auch "nicht ganz so" farbenfroh geworden sind, beschloß ich an einem der nächsten
Tage noch einmal in den Morgenstunden nach dieser Art zu suchen. Ich hoffte, daß sie auch Langschläfer sind :-)
Und siehe da, heute hatte ich Glück. Diesmal war es allerdings kein Männchen was da am frühen Morgen "abhing",
sondern ein weibliches Exemplar. Die genaue Art dieses Kegelbienenpärchens konnte ich leider bisher noch nicht herausfinden.
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 | | Coelioxys sp. - Kegelbiene ♂ |  |
| Nr. 2011.7874dkl_r | 100 % | ![7874dkl_r]() | Coelioxys sp. Kegelbiene ♂ | 100mm; F/6.3; 1/25s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Coelioxys sp. - Kegelbiene ♀ |  |
| Nr. 2011.6627ckl_r | 100 % | ![6627ckl_r]() | Coelioxys sp. Kegelbiene ♀ | 100mm; F/5; 1/50s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| Den Namen hat die ganze Bienenfamilie nach dem sehr
auffälligen kegelförmigen Hinterleib der Weibchen. Der Körperbau des Männchens hingegen besitzt
eine normale bienenartige Form. Er ist am Ende allerdings, im Gegensatz zu dem des Weibchens,
mit mehreren Dornen bewährt.
Alle zwölf in Deutschland vorkommenden Kegelbienen-Arten sind
sogenannte Kuckucksbienen und parasitieren
meistens auf Bienen der Gattung Megachile oder Anthophora. Da die meisten dieser Wirtsbienen allerdings selbst nicht
sehr häufig sind, sind auch Kegelbienen releativ selten anzutreffen. Fast alle Arten stehen in Deutschland auf der Roten Liste.
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| 20.05.2011 - Eine Segel-Krabbenspinne...
Bei meinem heutigen Spaziergang segelte mir etwas Seltsames vor die Füße. Ursprünglich
dachte ich, es wäre irgendein Insekt, doch bei genauerem Hinsehen entpuppte sich das Etwas
als ein ca. 5 mm großes Krabbenspinnenmännchen. Eigenartig, eine Krabbenspinne habe ich zuvor
noch nie fliegen sehen.
Die Krabbenspinne wurde mir als Xysticus audax bestimmt, eine Art, die
sich hauptsächlich an Waldrändern und dort gerne auf den unteren Ästen von Nadelbäumen aufhält.
Sie ist in Deutschland weit verbreitet und überall nicht selten.
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 | | Xysticus audax - Krabbenspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.6679bkl_r | 100 % | ![6679bkl_r]() | Xysticus audax Krabbenspinne ♂ | 100mm; F/8; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Xysticus audax - Krabbenspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.6689_90kl_r | 100 % | ![6689_90kl_r]() | Xysticus audax Krabbenspinne ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Vor mir im Sand gelandet, hatte ich zu tun ein paar ordentliche Aufnahmen von ihr
zu erhaschen, so schnell wie sie unterwegs war. Sie hatte es wohl eilig wieder auf den
nächsten Baum zu kommen.
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| 20.05.2011 - Abends noch ne Tanzfliege, ...
...die sich bereits zum Schlafen fertig gemacht und extra für mich einen sehr fotogenen Ansitz
dafür ausgewählt hatte.
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 | | Empis tessellata - Gewürfelte Tanzfliege |  |
| Nr. 2011.6712ckl_r | 100 % | ![6712ckl_r]() | Empis tessellata Gewürfelte Tanzfliege | 100mm; F/11; 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Genauer gesagt handelt es sich dabei um eine Gewürfelte Tanzfliege, eine der
häufigsten Tanzfliegenarten in Mitteleuropa. Außerdem ist sie mit bis zu 13 mm Körpergröße
auch eine der größten.
Beeindruckt hat mich bei dieser Fliege allerdings weniger die Größe des Körpers als die
der "Nase", bei der es sich eigentlich um einen Rüssel handelt, der zum Anstechen und
Aussaugen der Beutetiere dient.
Normalerweise ernähren sich Tanzfliegen nämlich primär von Insekten, die sie im Flug fangen. Die
Vertreter der Gattung Empis, wie wir hier eine vor uns haben, haben sich im Laufe der
Evolution jedoch zu Blütenbesuchern entwickelt.
Nur während der Balz erbeuten die Männchen ein Insekt und überreichen es seiner
Angebeteten als Geschenk. Vermutlich dient dieses Verhalten zum Schutz vor dem Weibchen,
denn Tanzfliegen neigen auch zum Kanibalismus.
Während der Paarungszeit bilden sich oft kleinere Schwärme, die jeweils nur aus Männchen oder
Weibchen bestehen. Sie werden als sogenannte "Tanzgruppen" bezeichnet und sind für die
Namensgebung dieser Fliegenfamilie verantwortlich. Alle Individuen eines Schwarms fliegen
dabei wild durcheinander und können so vermutlich vom jeweils anderen Geschlecht schon von weitem
relativ gut ausgemacht und angeflogen werden.
Die Flugzeit der Gewürfelten Tanzfliege ist zwischen Mai und August. In dieser Zeit ist
sie oft auf Lichtungen und an Waldrändern zu entdecken, wo sie Blüten besucht und deren
Nektar nascht.
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Was für ein Tag! Ich denke, morgen mache ich mal ne Fotopause...
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| 23.05.2011 - Ein Bock auf ner Nessel...
Außer offene Sandflächen und Trockenrasen gibt es in den Püttbergen auch noch andere Habitate.
Der Großteil des Gebietes ist zum Beispiel Mischwald mit einem hohen Anteil an Kiefern.
An den feuchteren und nährstoffreichen
Wegrändern gibt es sogar Brennessel-Fluren. Wie der Name schon sagt, ist hier die Brennessel die dominante
Art. Eine Pflanze die vielen Insekten als Nahrungsquelle und Kinderstube dient.
Einer dieser Leckermäuler ist der Scheckhorn-Distelbock, ein Käfer aus
der Familie der Bockkäfer. Die Tiere können bis zu 2 cm groß werden und sind überall in
Deutschland, in geeigneten Lebensräumen, recht häufig anzutreffen. Außer von Brennesseln ernähren
sich die Käfer auch noch von Disteln und Doldenblütlern.
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 | | Agapanthia villosoviridescens - Scheckhorn-Distelbock |  |
| Nr. 2011.6829bkl_r | 100 % | ![6829bkl_r]() | Agapanthia villosoviridescens Scheckhorn-Distelbock | 100mm; F/5.6; 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Agapanthia villosoviridescens - Scheckhorn-Distelbock |  |
| Nr. 2011.6816ckl_r | 100 % | ![6816ckl_r]() | Agapanthia villosoviridescens Scheckhorn-Distelbock | 100mm; F/7.1; 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Larven des Käfers entwickeln sich in den Stengeln der Pflanzen, überwintern dort
im Larvenstadium und verpuppen sich erst im nächsten Frühling. Im Mai schlüpfen dann die
Käfer daraus - es dürfte sich bei meinem Exemplar also noch um einen Jungtier
handeln.
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| 24.05.2011 - Ein Dieb mit Handicap...
Nachdem ich mich die letzten Wochen eher mit den Bewohnern der Trockenrasengesellschaften der Püttberge
beschäftige habe, versuche ich heute nun schon den zweiten Tag im Wald mein Glück.
Bei meinem heutigen Morgenspaziergang fand ich am Wegrand eine kleinere Raubfliege,
die auf einem Grashalm saß. Auf den zweiten Blick sah ich jedoch, daß sie scheinbar beim
Schlupf Probleme gehabt haben muß und so einer ihrer Flügel nicht korrekt ausgebildet war.
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|
Ich denke nicht, daß sie flugfähig ist und so wird sie wohl oder übel verhungern müssen.
Raubfliegen erbeuten ihre Nahrung nämlich ausschließlich im Flug.
Bestimmt wurde mir die Fliege als eine, nur anhand eines Fotos sehr schwer bestimmbare Strauchdieb-Art.
Da es in Berlin aber nur
eine Art dieser Gattung geben soll, gehe ich einmal vorsichtig davon aus, daß es
sich hierbei um den Gemeinen Strauchdieb handelt.
Diese Raubfliegenart ist in Deutschland weit verbreitet und überall auch
recht häufig. An ihren Lebensraum stellt sie keine speziellen Ansprüche und
besiedelt neben Wäldern auch gehölzreiche
Gärten und Parkanlagen. Die Flugzeit
dieser Art ist von Mai bis September.
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 | | Neoitamus cf. cyanurus - Gemeiner Strauchdieb ♀ |  |
| Nr. 2011.6856dkl_r | 100 % | ![6856dkl_r]() | Neoitamus cf. cyanurus Gemeiner Strauchdieb ♀ | 100mm; F/8; 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Am Eiablegeapparat, der auf dem Foto zugegebenermaßen leider ein wenig außerhalb
der Schärfeebene liegt, erkennt man im Übrigen, daß es sich bei meinem Fund um ein Weibchen handelt.
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| 24.05.2011 - Ein Räuber und ein Zünsler...
Heute war scheinbar der Tag der Raubfliegen, denn auch am Abend war das erste
Insekt, welches mir bei meinem kleinen Rundgang kurz vor Sonnenuntergang vor die Linse kam,
wieder eine solche Fliege.
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Diesmal war es allerdings eine Säbel-Raubfliege, die sich
schon einen Schlafplatz, in Form eines vertrockneten Blütenstandes, gesucht
hatte.
Sie ist ein typischer Bewohner von sandigen xerothermen Heide- und Graslandschaften,
die sich in Wäldern oder an deren Randbereichen befinden. In Berlin und Brandenburg
gibt es viele derartige Lebensräume. Die Art ist hier deshalb auch
weit verbreitet und regelmäßig anzutreffen. Was Berlin betrifft, ist in dieser Beziehung
allerdings ein leichter Rückgang zu verzeichnen.
Die Säbel-Raubfliege kann eine Körpergröße von bis zu 1,5 cm erreichen. Ihre Hauptflugzeit
erstreckt sich von Mai bis August. In dieser Zeit ernährt sie sich von Insekten, die sie im Flug erbeutet.
Meine Fliege ist übrigens ein Männchen. Siehe hier.
 | | Dysmachus trigonus - Säbel-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.6943kl_r | 100 % | ![6943kl_r]() | Dysmachus trigonus Säbel-Raubfliege ♂ | 100mm; F/11; 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Dysmachus trigonus - Säbel-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.6948kl_r | 100 % | ![6948kl_r]() | Dysmachus trigonus Säbel-Raubfliege ♂ | 100mm; F/6.3; 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Der zweite Fund des heutigen Abends war ein Kleinschmetterling aus der
Familie der Zünsler mit dem schönen Namen Crambus lathoniellus.
Er und viele seine Artgenossen sind momentan überall auf den
Trockenwiesen der Püttberge unterwegs. Von weitem sind die winzigen Falter recht unscheinbar,
aus der Nähe betrachtet zeigen ihre Flügel jedoch eine wunderschöne Musterung.
Es war allerdings ganz schön schwer überhaupt ein
paar Nahaufnahmen zu machen, da die Falter sehr aufmerksam sind und einen
kaum in ihre Nähe lassen. Bei einer Größe von höchstens 1 cm muß man aber schon ziemlich
nah ran - auch mit nem 100 mm Makro-Objektiv. So bald ich nahe genug war, flogen sie einfach einen Grashalm
weiter.
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 | | Crambus lathoniellus - Zünsler |  |
| Nr. 2011.6884_85kl_r | 100 % | ![6884_85kl_r]() | Crambus lathoniellus Zünsler | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Crambus lathoniellus - Zünsler |  |
| Nr. 2011.6905_06kl_r | 100 % | ![6905_06kl_r]() | Crambus lathoniellus Zünsler | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Crambus lathoniellus ist in Mitteleuropa weit verbreitet und bevorzugt offenen Graslandschaften
als Lebensraum. Die Raupen der Art leben in Gespinströhren nahe des Erdbodens. Als Nahrung
dienen ihnen verschiedene Gräser. Die Falter selbst fliegen vom Mai bis in den August hinein.
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| 25.05.2011 - Eine kleine Schlafmütze...
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Am heutige Morgen war im Wald nicht viel los und so stattete ich doch wieder meinen
heiß geliebten Trockenwiesen einen Besuch ab, in der Hoffnung den einen oder anderen Bewohner noch
in Morpheus' Reich vorzufinden.
Und tatsächlich, nach nicht einmal 5 Minuten Suchen, fand ich einen
schlafenden Kleinen Heufalter, an
dem mein Objektiv sofort Gefallen fand. Leider war es ziemlich windig und so hatte ich
meine liebe Not, trotz fast Offenblende, die Bewegungsunschärfe in den
Griff zu bekommen. Am Ende war es dann wohl eher ein Kompromiss.
Ob er wohl morgen früh wieder an der selben Stelle sitzt? Ich werde auf jeden
Fall dort vorbeischauen.
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 | | Coenonympha pamphilus - Kleiner Heufalter |  |
| Nr. 2011.6969_80kl_r | 100 % | ![6969_80kl_r]() | Coenonympha pamphilus Kleiner Heufalter | 100mm; F/3.5 (DFF); 1/60s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| Ein paar Information zum Kleinen Heufalter gibt es im Bericht vom vorigen Jahr,
als ich mich schon einmal dieser Art widmete. Damals allerdings in der Abendsonne...
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| 26.05.2011 - Lange Fühler...
...und ziemlich nervenaufreibend, das sind die beiden Hauptmerkmale dieser kleinen
Langhornmotten-Art mit dem Namen Degeers Langfühler. Nervenaufreibend
in der Hinsicht, daß ich schon seit Tagen versuche ein anständiges Bild dieses
Kleinschmetterlings zu machen, die kleinen "Biester" mich dabei aber inzwischen
fast in den Wahnsinn getrieben haben.
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 | | Nemophora degeerella - Degeers Langfühler |  |
| Nr. 2011.7008bkl_r | 100 % | ![7008bkl_r]() | Nemophora degeerella Degeers Langfühler | 100mm; F/2.8; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Sobald man nur ein klein wenig in ihre Nähe kommt, machen sie sich
sofort aus dem Staub. Deshalb gebe ich nun erst einmal auf und begnüge mich mit dieser
knalligen aber durchaus "künstlerisch wertvollen" Offenblende-Freihandaufnahme.
Die Art gehört zur Familie der Miniersackmotten und ist in weiten Teilen Europas
verbreitet. Sie bevorzugt Laubwälder und Parkanlagen als Lebensraum. Die
erwachsene Motte ernährt sich von Blütenpollen und Nektar. Die Raupen hingegen minieren
meist in den Blättern von Buschwindröschen. Das heißt, sie fressen sich ein paar Milimeter
in ein Blatt hinein und "graben" ab dort Quergänge. Die Blätter werden dabei ausgesaugt
bis sie welk zu Boden fallen. Beim massenhaften Auftreten gelten sie als Schädlinge.
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| Die Flugzeit der Art erstreckt sich von April bis in den September hinein. Bei der großen
Anzahl an Tieren, die hier im Moment herumfliegen, ergibt sich bis dahin bestimmt noch mal die Möglichkeit für
das eine oder andere Foto...
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| 27.05.2011 - Mich laust die Laus...
Bei meinem heutigen Morgenspaziergang stolperte ich über ein eigenartiges
Insekt, welches ich zunächst für eine Art Wanze hielt. Im Forum
von Insektenfotos.de
belehrte mich man allerdings eines Besseren. Was mir da vor die Linse gekommen ist, war keineswegs eine Wanze, sondern
eine Baum- oder Rindenlaus - genauer gesagt wahrscheinlich eine Grosse Schwarze Fichtenrindenlaus.
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Ich war von der Bestimmung ziemlich überrascht, denn eine "Laus" mit fast 1 cm Größe war mir bis dato
auch noch nicht unter die Augen gekommen. Da sieht man wieder mal, man lernt nie aus - vor allem bei diesem Hobby nicht!
Baumläuse gehören zur Überfamilie der Blattläuse. Sie ernähren sich vom Pflanzensaft verschiedener
Gehölze und bohren dazu mit ihrem langen Stechrüssel geeignete Teile ihrer Wirtspflanzen an.
Die Ausscheidungen, die sie dabei produzieren, werden von Imkern sehr geschätzt. Bienen sammeln
diese nämlich auf und produzieren daraus eine köstliche Leckerei, die dann später bei uns im
Supermarkt-Regal unter dem Namen "Waldhonig" zu erwerben ist. Na dann Mahlzeit!
Baumläuse sind überall in Deutschland in waldreichen Gebieten recht häufig und können sogar in sehr großen
Massen auftreten. Deshalb gelten sie auch als Forstschädlinge.
Nun kann man eine Zypressen-Wolfsmilch, wie auf dem Foto, nicht gerade als Baum bezeichnen. Die Erklärung
für diesen untypischen Aufenthaltsort meines Motivs ist allerdings recht einfach.
Wie bei normalen Blattläusen gibt es auch bei Baumläusen geflügelte und ungeflügelte Tiere, wobei sich
letztere sehr träge verhalten und sich ihr Leben lang meist nie von ihrem Stamm oder Zweig wegbewegen.
Die geflügelte Form nutzt hingegen oft den Wind als Transportmittel und genau auf diesem Wege wird mein
Exemplar wohl auf die Wolfsmilch gelangt sein.
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 | | Cinara cf. piceae - Grosse Schwarze Fichtenrindenlaus |  |
| Nr. 2011.7054dkl_r | 100 % | ![7054dkl_r]() | Cinara cf. piceae Grosse Schwarze Fichtenrindenlaus | 100mm; F/8; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Bei all diesen Umständen kann man ja nicht auf eine "Baumlaus" kommen ;)
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| 02.06.2011 - Männertagsausflug...
Mein Männertagsausflug beschränkte sich lediglich
auf einen morgentlichen Spaziergang durch die Püttberge. Ein paar hübsche
Fotos waren mein Lohn - und danach ein Bier!
Aber zunächst zu den Fotos. Mein erster Fund war ein kleiner bunter Schmetterling, der
unendwegt auf einer sonnigen Lichtung hin- und herflog und sich nur manchmal für wenige Minuten
zu einem Sonnenbad irgendwo niederließ. Ich hatte ganz schöne Probleme überhaupt ein
schönes Fotos von ihm zu machen. Zudem war das Licht trotz morgendlicher Stunde schon ziemlich
hart.
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Es handelte sich um einen Weißbindigen Heufalter, einem Schmetterling
aus der Familie der Edelfalter. Er ist nicht ganz so häufig wie sein naher Verwandter,
der Kleine Heufalter,
aber in Deutschland nicht selten und noch überall weit verbreitet. Seine Populationen
sind jedoch, wie die der meisten Edelfalter, im Rückgang begriffen.
Der Falter bevorzugt, im Gegensatz zu seiner Schwesternart, etwas höher bewachsenes
Gelände und ist besonders an sonnigen Waldrändern und lockeren Wäldern ein (noch) oft gesehener
Gast.
Seine Raupen ernähren sich von Wolligem Honiggras, Schafschwingel und einigen anderen Süßgräser-Arten. Die Falter selbst fliegen jährlich in einer
Generation von Mitte Mai bis Mitte August.
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 | | Coenonympha arcania - Weißbindiger Heufalter |  |
| Nr. 2011.7440bkl_r | 100 % | ![7440bkl_r]() | Coenonympha arcania Weißbindiger Heufalter | 100mm; F/6.3; 1/640s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Mein weiterer Weg führte mich noch ein Stückchen durch den Wald. Hier blüht immernoch in
großer Anzahl die Astlose Graslilie, während sie auf den offenen Sandflächen
schon längst verblüht ist. Die Astlose Graslilie gehört zu den Liliengewächsen und ist
in Deutschland vorallem in lichten und trockenen Wäldern heimisch. In den Püttbergen blüht
sie zwischen Mai und Juni in großer Anzahl.
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 | | Anthericum liliago - Astlose Graslilie |  |
| Nr. 2011.7515kl_r | 100 % | ![7515kl_r]() | Anthericum liliago Astlose Graslilie | 100mm; F/5.6; 1/160s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Unbekannte Raupe |  |
| Nr. 2011.7521_22bkl_r | 100 % | ![7521_22bkl_r]() | | Unbekannte Raupe | 100mm; F/8 (DFF); 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Zum Schluß begegnete mir noch eine ca. 3 cm große Raupe eines mir momentan noch nicht
bekannten Schmetterlings. Falls ich sie noch bestimmen kann, folgen hier später eventuell noch ein paar Infos.
Und dann war es auch schon Mittag und es lockte mich das Männertags-Bier...
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| 07.06.2011 - Da ist das Weibchen...
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Nach einem nächtlichen Unwetter, mit sinnflutartigen Regenfällen und Sturmböhen, hatte ich eigentlich
gar keine große Hoffnung heute morgen überhaupt etwas vor meine Linse zu bekommen. Trotzdem bin ich
losgezogen und hatte wider Erwarten Glück.
Zwar sahen die Trockenrasenflächen der Püttberge ziemlich verwüstet aus und vor allem von
den offenen Hängen hatte es auch große Mengen an Sand heruntergespült, aber das Leben war
bereits wieder am erwachen.
Überall krabbelten völlig versandete Grashüpfer und Ödlandschreckenlarven und auch
ein paar Zünsler flogen schon wieder im Gras herum. Doch leider waren die im Augenblick allesamt
ziemlich unfotogen. Ich wollte schon wieder nach Hause gehen, als ich doch noch etwas
fotografierbares entdeckte.
Auf einer von den Wassermassen sichtlich mitgenommenen und verdreckten Kresse-Pflanze, saß tatsächlich
ein völlig intaktes und vor allem trockenes Exemplar einer Säbel-Raubfliege. Wahrscheinlich
war sie schon
früh am Morgen wieder nach oben gekrabbelt, nachdem es sich über Nacht wohl eher im schützenden
Tiefgras vor dem Unwetter versteckt gehalten haben muß. Diesmal handelte es sich
allerdings um ein Weibchen, was mich sehr freute, da ich ein solches bisher noch nicht fotografieren
konnte. Im Gegensatz zum Männchen
endet dessen Körper in einem deutlich sichtbaren Eiablegeapparat.
Lange fotografieren konnte ich sie allerdings nicht, denn auf einmal fing es auch
schon wieder an zu regnen. So blieb es dann auch "nur" bei einem herzeigbarem Foto.
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 | | Dysmachus trigonus - Säbel-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.7760bkl_r | 100 % | ![7760bkl_r]() | Dysmachus trigonus Säbel-Raubfliege ♀ | 100mm; F/8; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| Ein paar weitere Infos zur Säbel-Raubfliege gibt es im Bericht zum Männchen.
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| 07.06.2011 - Gute Nacht...
Nach dem erfolgreichen Morgen kam ich natürlich an einem abendlichen Spaziergang
nicht vorbei. Heute war ich allerdings schon sehr spät dran und so erwischte
ich gleich mehrere Insekten, die sich bereits zum Schlafen fertig gemacht hatten. Meine
beiden ersten Motive bildeten sogar eine
Art Schlafgemeinschaft auf einer vertrockneten Feldbeifuß-Pflanze. Das heißt,
eigentlich schliefen hier gleich mehrere Tiere beider Arten.
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 | | Anthidium strigatum - Kleine Harzbiene |  |
| Nr. 2011.7879kl_r | 100 % | ![7879kl_r]() | Anthidium strigatum Kleine Harzbiene | 100mm; F/11; 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Zum einen waren da zwei höchsten 7 mm große Harzbienen,
die sich in ihrer typischen Schlafstellung an den Ästen festgebissen hatten und zum anderen
drei noch viel kleinere Goldwespen.
Die Kleine Harzbiene ist überall in Europa weit verbreitet. Sie bevorzugt warme und trockene
Lebensräume unterschiedlichster Art. In Berlin und Brandenburg gilt sie als nicht gefährdet,
für Gesamt-Deutschland steht die Art allerdings schon auf der Vorwarnstufe der Roten Liste.
Als Trachtpflanze bevorzugt diese Biene Hornklee, nutzt aber auch Vertreter anderer Pflanzenfamilien.
Ihre Flugzeit ist von Juni-August.
Bei den Goldwespen handelte es sich mit Holopyga generosa um eine in
Deutschland sehr häufige Art. In Mitteleuropa kommen ca. 100
Arten vor, die der Familie der Goldwespen angehören.
 | | Holopyga generosa - Goldwespe |  |
| Nr. 2011.7889kl_r | 100 % | ![7889kl_r]() | Holopyga generosa Goldwespe | 100mm; F/6.3; 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
Die meisten von ihnen sind sehr klein und aufgrund ihres bunten und metallisch glänzenden Körpers
leicht dieser Familie zuzuordnen. Fast alle ernähren sich parasitär von den Larven anderer Wespen
und Bienen. Genaueres über Holopyga generosa konnte ich jedoch leider bisher noch nicht herausfinden.
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Zum Schluß war die Sonne schon fast untergegangen, als mir kurz vor meiner Haustür noch
eine schlafende Kleinlibelle im hohen Gras auffiel. Ein Weibchen der Blauen Federlibelle
wollte wohl hier ihre Nacht verbringen. Also doch noch einmal Stativ aufgebaut und ein paar Bilder
gemacht, auch wenn eigentlich kein richtiges Licht mehr dafür da war.
Die Blaue Federlibelle gehört zur Familie der Federlibellen und ist gleichzeitig deren einziger Vertreter
in Mitteleuropa. Als Lebensraum bevorzugt sie stille oder nur langsamfließende Gewässer in
klimatisch warm gelegenen Gebieten. Sie ist eine typische Flachlandart und siedelt nur selten im Gebirge,
steigt jedoch nie über 700 m Höhe.
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 | | Platycnemis pennipes - Blaue Federlibelle ♀ |  |
| Nr. 2011.7900kl_r | 100 % | ![7900kl_r]() | Platycnemis pennipes Blaue Federlibelle ♀ | 100mm; F/3.5; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Man kann die Art in unseren Breiten von Mitte Mai bis in den September hinein beobachten. Der
Verbreitungshöhepunkt liegt allerdings in den Monaten Juni und Juli.
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| 09.06.2011 - Spaziergang am späten Nachmittag...
Bei meinem heutige Spaziergang am späten Nachmittag verzichtete ich mal wieder auf mein
Stativ und beschloß ein paar Freihandaufnahmen zu schießen. Im Ergebnis sitzt zwar die Schärfe
meist nicht ganz optimal, aber was soll's.
Die ersten drei Aufnahmen zeigen einen Wachtelweizen-Scheckenfalter,
der sich schon zur Ruhe gesetzt hatte, aber während, in meiner Anwesenheit, die Sonne erneut hinter
den Wolken hervorkam, wohl noch eine letzte Runde drehen wollte. Mann sieht hier schön, wie er seine
Flügel öffnet, um sich für den Flug aufzuwärmen. Leider war das Licht doch noch recht hart, die Farbstimmung
allerdings um so schöner.
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 | | Melitaea athalia - Wachtelweizen-Scheckenfalter |  |
| Nr. 2011.8041kl_r | 100 % | ![8041kl_r]() | Melitaea athalia Wachtelweizen-Scheckenfalter | 100mm; F/5.6; 1/500s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Melitaea athalia - Wachtelweizen-Scheckenfalter |  |
| Nr. 2011.8045kl_r | 100 % | ![8045kl_r]() | Melitaea athalia Wachtelweizen-Scheckenfalter | 100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Melitaea athalia - Wachtelweizen-Scheckenfalter |  |
| Nr. 2011.8046kl_r | 100 % | ![8046kl_r]() | Melitaea athalia Wachtelweizen-Scheckenfalter | 100mm; F/5.6; 1/500s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ein paar Infos zum Wachtelweizen-Scheckenfalter gibt es in meinem
letzten Bericht aus der Oberlausitz.
Die anderen beiden heute entstandenen Fotos zeigen die Larve einer Blattwespe, deren genaue
Art ich bisher leider noch nicht in Erfahrung bringen konnte. Auf den ersten Blick hielt ich mein Motiv sogar
für eine Schmetterlingsraupe. Allerdings schließen das die zu große Anzahl an Beinen und die "Knopfäuglein" aus.
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 | | Unbekannte Blattwespenlarve |  |
| Nr. 2011.8007kl_r | 100 % | ![8007kl_r]() | | Unbekannte Blattwespenlarve | 100mm; F/5; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Unbekannte Blattwespenlarve |  |
| Nr. 2011.8013kl_r | 100 % | ![8013kl_r]() | | Unbekannte Blattwespenlarve | 100mm; F/5; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Nachdem ich ein paar Standardansichten probiert hatte, fing die Kleine am Ende
auch noch an für mich zu posen. Sieht irgendwie knuffig aus, wie ich finde.
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Und zu guter letzt stöberte ich auf dem Nachhauseweg noch ein Männchen einer Frühen Heidelibelle auf,
welches sich bereits ein Nachtlager im hohen Gras gesucht hatte.
Die sehr wärmeliebende Art wird bei uns in Deutschland bisher lediglich als Wanderart geführt
und fliegt jedes Jahr aus dem Mittelmeerraum erneut ein. Sie pflanzt sich zwar häufig hier fort,
ob es den Larven allerdings gelingt den Winter zu überstehen, ist bisher noch nicht vollständig
geklärt. Aufgrund der allgemeinen Klimaerwärmung könnte ich mir das aber durchaus
vorstellen - vor allem in Lagen, die eh schon wärmebegünstigt sind.
Durch ihre typischen blauen Augen ist die Art sehr leicht von allen anderen heimischen
Heidelibellen zu unterscheiden.
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 | | Sympetrum fonscolombii - Frühe Heidelibelle ♂ |  |
| Nr. 2011.8070ckl_r | 100 % | ![8070ckl_r]() | Sympetrum fonscolombii Frühe Heidelibelle ♂ | 100mm; F/5.6; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Ein paar weitere Infos zur Art gibt es auch in meinem Kreta-Bericht
vom letzten Jahr.
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| 10.06.2011 - Kokon mit Dingens...
In letzter Zeit sind mir in den Püttbergen an vielen Stellen kleine circa 1 cm große
Kokons aufgefallen, die meist an Grashalmen oder -blättern verankert waren. Ich gehe
davon aus, daß es sich hierbei um die Kinderstube einer Schmetterlingsart handelt.
Bei meinem heutigen Morgenspaziergang fiel mir allerdings ein Kokon besonders auf, da aus ihm eine Puppe herausragte. Möglicherweise
hatte die Raupe bei der Verpuppung ja zu wenig Platz. Eine plausiblere Alternative wäre jedoch,
daß die Raupe von einem Parasiten befallen ist - eventuell einer Raupenfliege - und deren Larve sich
nun ins Freie gebohrt und anschließend verpuppt hat.
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 | | Kokon mit Parasitenpuppe |  |
| Nr. 2011.8103bkl_r | 100 % | ![8103bkl_r]() | | Kokon mit Parasitenpuppe | 100mm; F/8; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Kokon mit Parasitenpuppe |  |
| Nr. 2011.8104kl_r | 100 % | ![8104kl_r]() | | Kokon mit Parasitenpuppe | 100mm; F/11; 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
Auf jeden Fall sah das Ganze sehr interessant aus und ich werde die Kokons und
speziell diesen Einen in nächster Zeit mal weiter beobachten. Vielleicht werde ich ja zufällig Zeuge
eines Schlupfes.
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| 10.06.2011 - Männchen zum Weibchen...
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 | | Platycnemis pennipes - Blaue Federlibelle ♂ |  |
| Nr. 2011.8147kl_r | 100 % | ![8147kl_r]() | Platycnemis pennipes Blaue Federlibelle ♂ | 100mm; F/5; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Nach dem ich vor drei Tagen das Weibchen der Blauen Federlibelle in
den Püttbergen ablichten konnte, flog mir heute an fast identischer Stelle das
Männchen dieser Art über den Weg.
Mangels Stativ ist leider die Schärfe der Bilder eher suboptimal, aber für Freihandaufnahmen gerade noch
so zu akzeptieren.
Im Gegensatz zum Weibchen sieht man beim Männchen auf den ersten Blick, warum die
Art "Blaue" Federlibelle heißt. Das Weibchen war ja eher blaßgrünlich und grau gefärbt.
Die Federlibelle verdankt ihren Namen im Übrigen den fischgrätenartigen Dornen an ihren Beine, die diese auch ein
wenig wie Federn aussehen lassen.
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| 12.06.2011 - Raupenfliegen...
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 | | Cylindromya auriceps - Raupenfliege |  |
| Nr. 2011.8274bkl_r | 100 % | ![8274bkl_r]() | Cylindromya auriceps Raupenfliege | 100mm; F/8; 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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In den letzten Tagen konnte ich hier vermehrt Raupenfliegen der
Art Cylindromya auriceps beobachten und fotografieren. Leider
immer nur ein paar wenige Bilder, da die Fliegen meist recht agil waren. Am heutigen Abend
habe ich meine kleine Serie nun beenden können.
Die Art gehört zur großen Familie der Raupenfliegen, die in Mitteleuropa mit etwa
500 Arten vertreten ist. Die Raupenfliegen werden weiterhin in vier Unterfamilien
unterschieden, wobei mein Fund in die Familie Phasiinae eingeordnet werden kann. Diese
Familie parasitiert überwiegend an Wanzen.
Die Larven der Fliegen entwickeln sich dabei meist in erwachsenen Tieren
und bohren sich zur Verpuppung ins Freie. Interessanterweise ist dieser
Befall für den Wirt hier meist nicht tödlich. Bei vielen sich parasitär
entwickelnden Arten ist das jedoch anders.
 | | Cylindromya auriceps - Raupenfliege |  |
| Nr. 2011.8082kl_r | 100 % | ![8082kl_r]() | Cylindromya auriceps Raupenfliege | 100mm; F/11; 1.3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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|
In Deutschland gibt es eine ganze Reihe ähnlicher Cylindromya-Arten, wobei die
meisten davon keinen durchgehenden schwarzen Streifen auf ihrem Körper aufweisen, oder
wenn doch, die roten Zeichnungen der Tergite viel kleiner ausfallen. Die Art ist also
relativ einfach zu erkennen.
Genauere Informationen zur Art selbst habe ich allerdings nicht finden können.
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 | | Cylindromya auriceps - Raupenfliege |  |
| Nr. 2011.8280kl_r | 100 % | ![8280kl_r]() | Cylindromya auriceps Raupenfliege | 100mm; F/8; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Cylindromya auriceps - Raupenfliege |  |
| Nr. 2011.8091bkl_r | 100 % | ![8091bkl_r]() | Cylindromya auriceps Raupenfliege | 100mm; F/5.6; 1/5s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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Doch das war nicht die einzige Raupenfliegenart, die mir in den Püttbergen in den letzten
Tagen über den Weg flog. Außerdem gab es da noch ein weitaus winzigeres Modell...
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Es handelte sich dabei um einen weiteren Vertreter der Unterfamilie Phasiinae, mit dem lateinischen Namen Phasia obesa. Im Gegensatz zu der
obigen Art, die ungefähr 1 cm groß war, ist Phasia obesa, mit ca. 4 mm Körpergröße, aber geradezu winzig.
Ich habe sie auch nur anhand ihrer, im Vergleich zum restlichen Körper, riesigen Augen überhaupt
wahrgenommen. Leider ist nur ein Bild von diesem Winzling entstanden, bevor er auch schon wieder
das Weite suchte.
Die Art fliegt von Juni bis September und bevorzugt vorallem Wiesen und Waldränder als
ihren Lebensraum. Ihre Larven entwickeln sich in verschiedenen Wanzenarten. Dabei nutzen sie sowohl
erwachsene Tiere als auch ihre Larven.
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 | | Phasia obesa - Raupenfliege |  |
| Nr. 2011.8077kl_r | 100 % | ![8077kl_r]() | Phasia obesa Raupenfliege | 100mm; F/8; 1/1s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Ich hoffe, daß ich in Zukunft noch ein paar Vertreter dieser sehr interessanten Fliegenfamilie vor die Linse bekomme - gesehen
habe ich bereits noch ein paar.
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| 14.06.2011 - Einen spitzen Fleck...
...hatte sich da ein Spitzenfleck - Weibchen ausgesucht. Zumindest für mich - denn
in dieser Position lies es sich optimal auf meinen Chip bannen. Da es gerade geregnet hatte, saß
sie auch eine ganze Weile so da.
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 | | Libellula fulva - Spitzenfleck ♀ |  |
| Nr. 2011.8317ckl_r | 100 % | ![8317ckl_r]() | Libellula fulva Spitzenfleck ♀ | 100mm; F/5.6; 1/80s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Der Spitzenfleck stammt aus der Familie der Segellibellen und gehört damit
zu den Großlibellen. Seine Flügelspannweite kann bis zu 8 cm betragen. Im Gegensatz zum hier
gezeigten bräunlich-orangenen Weibchen, ist die Färbung des männlichen Hinterleibs blau bereift.
Die Hauptflugzeit beschränkt sich auf die Monate Mai und Juni. Er bevorzugt
stehende und langsamfließende, saubere Gewässer mit sonnenbeschienenen Schilfbeständen
am Ufer, als seinen Lebensraum.
Das Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich hauptsächlich auf Mitteleuropa. In Deutschland
steht der Spitzenfleck auf der Roten Liste gefährdeter Arten und gilt als "stark gefährdet"!
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Achtung! Die Art wird häufig mit dem Großen Blaupfeil oder dem Plattbauch verwechselt.
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| 17.06.2011 - Experimente...
Scheinbar ist zur Zeit Raubfliegen-Saison, denn auch heute flog mir wieder eine
vor die Linse. Obwohl - eigentlich saß sie, in Erwartung der ersten Sonnenstrahlen,
auf dem vertrockneten Halm einer alten Brennessel nur so rum. Auch als ich mich ihr näherte, zeigte sie
keinerlei Scheu.
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Zwar führte meine Anwesenheit
bei ihr zu ein wenig Hin- und Hergelaufe, zum Wegfliegen allerdings fehlte wohl noch
ein wenig zur nötigen Betriebstemperatur. Zum Glück für mich!
Bei der Raubfliege handelte es sich um das Männchen einer Goldafterfliege. Die
Art kommt in Mitteleuropa hauptsächlich im Tiefland vor und bevorzugt dort warme und sandige
Lebensräume, die ihr genügend offene Bereiche bieten.
In Deutschland scheint ihr Vorkommen im Rückgang begriffen zu sein. In Berlin steht sie
auf der Vorwarnstufe zur Roten Liste.
 | | Antipalus varipes - Goldafterfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.8368kl_r | 100 % | ![8368kl_r]() | Antipalus varipes Goldafterfliege ♂ | 100mm; F/11; 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
 | | Antipalus varipes - Goldafterfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.8403kl_r | 100 % | ![8403kl_r]() | Antipalus varipes Goldafterfliege ♂ | 100mm; F/11; 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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|
Weil mich die Fliege recht lange gewähren ließ, hatte ich Zeit für ein paar fotografische
Experimente. Zuerst drei Bilder, die recht anschaulich verdeutlichen, wie sich
durch das Ändern der Lichtsituation die Aussagekraft eines Bildes ändern kann. Das kann
wolkenbedingt zufällig geschehen oder per Abschatten, wie beim ersten Bild, auch
selbst "manipuliert" werden.
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| 18.06.2011 - Ein Wolf im Fliegenpelz...
Wochenende! Das heißt für mich, vor dem Frühstück raus in die Püttberge und fotografieren
was bei "Drei" nicht in der Luft ist. Am heutigen kühlen Morgen war das so Einiges, was da noch
schlafend am Halm hing.
|
| Allerdings hatte ich die meisten dieser Langschläfer irgendwann schon mal vor
meiner Linse gehabt und war deshalb nicht so richtig glücklich. Das ändert sich aber schlagartig,
als ich eine riesige, wunderschöne, buntgefärbte Raubfliege entdeckte.
Es war ein Weibchen der Großen Wolfsfliege, einer der
seltensten Raubfliegen Deutschlands. Zwar sind Berlin und Brandenburg zwei der Hauptverbreitungsgebiete
der Art, trotzdem ist sie auch hier äußerst selten. Es gibt momentan nur etwa 30 bekannte Vorkommen in
ganz Deutschland.
Der bevorzugte Lebensraum der Fliege sind warme, offene Sandflächen, wie z.B. Binnendünen oder auch
Bahnbrachen. Hier fliegen die Tiere von Mitte Juni bis Anfang August umher und sind durch ihre enorme
Größe kaum zu übersehen.
Die Große Wolfsfliege kann nämlich eine Körperlänge von bis zu 2,5 cm erreichen und zählt damit
zu den größten Raubfliegen Mitteleuropas.
Ein weiterer Unterschied zu den meisten bei uns einheimischen Raubfliegen ist der sehr ausgeprägte
Geschlechtsdimorphismus zwischen Männchen und Weibchen. Während das Männchen blauschwarze Flügel
und einen schwarzen Körper besitzt, sind die Flügel des Weibchens bräunlich und dessen mittlere Hinterleibssegmente
orangerot gefärbt. Untypischerweise fürs Tierreich ist hier also mal die Frau
echt hübscher als ihr Mann...
Zur Entwicklung wäre noch zu erwähnen, daß die Weibchen ihre Eier interessanterweise direkt in den Sandboden
ablegen und dabei eine Art "Sandkokon" erzeugen, in den sie gleich mehrere Eier gemeinsam ablegen.
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 | | Dasypogon diadema - Große Wolfsfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.8480kl_r | 100 % | ![8480kl_r]() | Dasypogon diadema Große Wolfsfliege ♀ | 100mm; F/9; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Und da ich mir dachte, so ein Weibchen braucht doch noch das passende Männchen,
suchte ich am nächsten Morgen die Umgebung noch etwas genauer ab
und siehe da, das Glück war mir tatsächlich hold. Allerdings tat ich mich diesmal sehr
viel schwerer ein brauchbares Foto zu machen. Das komplett schwarze Männchen der Großen
Wolfsfliege war im Gegensatz zum hellen Hintergrund einfach viel zu kontrastreich.
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 | | Dasypogon diadema - Große Wolfsfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.8518kl_r | 100 % | ![8518kl_r]() | Dasypogon diadema Große Wolfsfliege ♂ | 100mm; F/11; 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Dasypogon diadema - Große Wolfsfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.8505kl_r | 100 % | ![8505kl_r]() | Dasypogon diadema Große Wolfsfliege ♂ | 100mm; F/8; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| Aber wieder einmal muß ich sagen, es hat sich echt gelohnt in die Nähe eines
so interessanten und artenreichen Gebietes wie den Püttbergen zu ziehen. Und ich denke, daß
wird noch nicht die letzte Überraschung gewesen sein, die mir hier vor mein Objektiv kommt...
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| 19.06.2011 - Als Ausgestorben...
bzw. verschollen galt die Italienische Schönschrecke in Berlin noch bis
zum Jahre 2004. Zwar wurde sie inzwischen auch an
anderer Stelle wiederentdeckt, die Population in den Püttbergen ist aber scheinbar bisher
noch nicht bekannt. Da ich mehrere Tiere dieser Art bereits im vorigen Jahr an ziemlich genau der selben Stelle
fotografieren konnte, gehe ich auch davon aus, daß es sich hierbei um eine stabile Population
handelt und sich das heute von mir abgelichtete Exemplar nicht nur auf der "Durchreise" befand.
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 | | Calliptamus italicus - Italienische Schönschrecke |  |
| Nr. 2011.8583_82kl_r | 100 % | ![8583_82kl_r]() | Calliptamus italicus Italienische Schönschrecke | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/125s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Italienische Schönschrecke ist eine Kurzfühlerschrecke
aus der Familie der Feldheuschrecken und hat ihren Verbreitungsschwerpunkt
eigentlich im Mittelmeerraum.
Nördlich der Alpen kommt sie
nur in sehr wenigen und meist wärmebegünstigten Gebieten vor. Sie besiedelt dort
warme schwach bewachsene Trockenrasen, Felsfluren oder sandige Steppen. Ihre Populationen sind
überall in Mitteleuropa stark rückläufig. Da die Art vielerorts bereits nicht mehr nachweisbar
ist, ist zu befürchten, daß sie über kurz oder lang ganz aus Mitteleuropa verschwinden wird.
In Deutschland steht die Art auf der Roten Liste und wird dort als "vom Aussterben bedroht" geführt!
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Reife Tiere der Art findet man von Juni bis Oktober. Bei hohen Temperaturen sind diese meist
sehr aktiv. Sie können gut fliegen und fallen dabei durch ihre knallroten Hinterflügel sofort auf.
Anders hätte auch ich mein durch seine Körperzeichnung ansonsten perfekt getarntes Motiv nie
entdeckt.
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| 20.06.2011 - Miniraupenfliege...
Am Nachmittag, bei einem Minispaziergang, entdeckte ich eine weitere winzige Raupenfliege,
die aber, im Gegensatz zu der Letzten, eine
gelb-schwarz gemusterte Körperzeichnung aufwieß.
Die Fliege war höchstens 4 mm groß und erwieß sich als ein männliches Exemplar von
Cistogaster globosa. Die Weibchen dieser Art sind dagegen komplett schwarz gefärbt.
Als Lebensraum bevorzugen die Winzlinge trockene und offene Wiesen. Sie kommen überall
in Europa vor, sind aber vor allem in wärmeren Gegenden Mitteleuropas oft sehr häufig anzutreffen.
Im noch wärmeren Mittelmeerraum ist die Art hingegen sehr selten.
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 | | Cistogaster globosa - Raupenfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.8606kl_r | 100 % | ![8606kl_r]() | Cistogaster globosa Raupenfliege ♂ | 100mm; F/8; 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Cistogaster globosa - Raupenfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.8612kl_r | 100 % | ![8612kl_r]() | Cistogaster globosa Raupenfliege ♂ | 100mm; F/6.3; 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Cistogaster globosa fliegt von Mai bis August in zwei Generationen. Ihre Eier legen
die Fliegen auf Wanzen der Gattung Aelia ab. Die Larven bohren sich dann in den Wirt ein
und verlassen ihn erst zur Verpuppung wieder, die anschließend im Erdboden stattfindet.
Vielen Dank für die Bestimmung an Erikas aus dem Forum von Diptera.info.
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| 20.06.2011 - Na endlich...
Schon seit dem vorigen Jahr habe ich gehofft mal eine Sandwespe an ihrer
Schlafstelle ausfzuspüren - leider bisher ohne Erfolg. Ich sehe zwar während meiner
Touren immer wieder mal ein fliegendes bzw. recht agil herumkrabbelndes Exemplar,
aber eine Sandwespe, die sich an irgendwo zum Schlafen festgebissen hat, habe
ich bis heute in den Püttbergen noch nicht entdecken können. Bis heute...
Denn bei meinem abendlichen Spaziergang fand ich tatsächlich ein Exemplar an
einer vertrockneten Ähre. Zwar hatte sich mein Fund noch nicht
festgebissen, aber zumindest schon mal ihre typische Schlafhaltung eingenommen.
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Es handelte sich um eine Gemeine Sandwespe, eine von lediglich
drei in Deutschland vorkommenden Arten der Gattung Ammophila - und mit bis 2,5 cm
Körperlänge noch dazu die Größte.
Die Art kommt überall in Europa und auch in großen Teilen Asiens vor. In Mitteleuropa
ist sie die häufgste Sandwespenart überhaupt und gilt daher nicht als gefährdet.
Sie bevorzugt
sandige und vegetationsarme Lebensräume und ist damit in Binnendünen, wie den
Püttbergen, zwangsläufig ein oft gesehenes Insekt.
Die Flugzeit der Gemeinen Sandwespe erstreckt sich von Mai bis Oktober. Meistens
bildet die Art dabei sogar zwei Generation aus.
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 | | Ammophila sabulosa - Gemeine Sandwespe |  |
| Nr. 2011.8694kl_r | 100 % | ![8694kl_r]() | Ammophila sabulosa Gemeine Sandwespe | 100mm; F/11; 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| Zur Lebensweise wäre noch zu sagen, daß alle Sandwespenarten
ihre Eier in selbstgegrabene Bruthöhlen ablegen. Zu dem meist einzelnen Ei werden
dann Raupen oder Blattwespenlarven eingetragen, die der späteren Larve als Nahrung
dienen. Einige Arten
entwickeln hierbei eine regelrechte Brutpflege und füttern die Larven auch noch während
ihrer weiteren Entwicklung.
Die Gemeine Sandwespe gehört allerdings nicht dazu. Von ihr werden lediglich am Anfang
nur ein bis zwei, dafür meist sehr große, Raupen ins Nest eingetragen. Nicht selten handelt es
sich hierbei um Eulenraupen.
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| 27.06.2011 - Des Rätsels Lösung...
...zumindest dessen erster Teil. Ich weiß nun nämlich, wem die vielen kleinen Kokons
an den Grashalmen gehören, die ich schon seit einigen Tagen beobachte. Der "Übeltäter" ist
eine kleine Blattwespe mit dem Namen Gilpinia virens. Heute konnte ich sie beim
bzw. kurz nach dem Schlüpfen beobachten.
Leider ist es mir bisher nicht gelungen weitere Informationen zu dieser Art zu erlangen.
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 | | Gilpinia virens - Blattwespe |  |
| Nr. 2011.8797_8802bkl_r | 100 % | ![8797_8802bkl_r]() | Gilpinia virens Blattwespe | 100mm; F/5 (DFF); 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Gilpinia virens - Blattwespe |  |
| Nr. 2011.8789kl_r | 100 % | ![8789kl_r]() | Gilpinia virens Blattwespe | 100mm; F/8; 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Jetzt bleibt mir nur noch herauszufinden, welcher Parasit einige von ihren Kokons befallen hat - siehe
hier.
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| 30.06.2011 - Goldafterfliegenweibchen...
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Nachdem ich vor zwei Wochen schon das Männchen der Goldafterfliege
vor der Linse hatte, ist es mir heute gelungen das dazugehörige Weibchen abzulichten. Dabei muß ich aber ehrlich
zugeben, daß ich zum Zeitpunkt des Fotografierens noch nicht wußte, um was es sich dabei handelt. Nur das es
eine Raubfliege ist, war mir natürlich klar. Erst im
Insektenfotos.de-Forum wurde ich über meinen heutigen Fund aufgeklärt.
Obwohl ich am Hintern der Guten hätte eigentlich erkennen müssen, um was es sich hier handelt,
denn man sieht deutlich, woher diese Raubfliege ihren Namen hat.
Natürlich ist meine Freude groß, nun
beide Geschlechter der Goldafterfliege in Fotoform mein Eigen nennen zu dürfen.
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 | | Antipalus varipes - Goldafterfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.8911_12kl_r | 100 % | ![8911_12kl_r]() | Antipalus varipes Goldafterfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Antipalus varipes - Goldafterfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.8893_88_96kl_r | 100 % | ![8893_88_96kl_r]() | Antipalus varipes Goldafterfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Antipalus varipes - Goldafterfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.8901_898bkl_r | 100 % | ![8901_898bkl_r]() | Antipalus varipes Goldafterfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| Die Püttberge scheinen in Sachen Raubfliegen wirklich einiges zu bieten zu haben, denn das war
nun schon die achte ihrer Familie, die ich in diesem Jahr vor der Linse hatte.
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| 01.07.2011 - Blasenkopffliegenliebe...
Auf dem Heimweg meines heutigen Nachmittagsspaziergangs begegnete ich
einem Pärchen Breitstirnblasenkopffliegen. Ich habe diese Fliege zwar schon oft in
den Püttbergen beobachtet, aber leider noch nie fotografieren können. Dafür waren es
aber heute gleich zwei auf einen Streich!
Die Gemeine Breitstirnblasenkopffliege gehört der Familie der
Dickkopffliegen an und ist die häufigste Vertreterin ihrer Gattung in Mitteleuropa.
Sie bewohnt hier die vielfältigsten Lebensräume. Vorrausetzung ist lediglich, daß
in ihnen auch Hummeln vorkommen, da diese die Wirte der parasitär lebenden Fliege
darstellen. Die Art ist tagaktiv und ihre Hauptflugzeit erstreckt sich von Mai bis September.
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 | | Sicus ferrugineus - Gemeine Breitstirnblasenkopffliege |  |
| Nr. 2011.9023kl_r | 100 % | ![9023kl_r]() | Sicus ferrugineus Gemeine Breitstirnblasenkopffliege | 100mm; F/10; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Sicus ferrugineus - Gemeine Breitstirnblasenkopffliege |  |
| Nr. 2011.9034klb_r | 100 % | ![9034klb_r]() | Sicus ferrugineus Gemeine Breitstirnblasenkopffliege | 100mm; F/8; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Besonders interessant ist aber, wie die Tiere ihre Eier ablegen. Während des Fluges
stürzen sich die Fliegen nämlich auf eine Hummel, klammern sich an ihr fest und legen
ein Ei zwischen ihre Hinterleibssegmente. Die schlüpfenden Larven fressen sich später
in ihr Wirtstier und höhlen es allmählich aus. In den so getöteten Hummeln findet
dann die Verpuppung statt. Noch interessanter finde ich allerdings, daß die Größe
der am Ende daraus schlüpfenden Fliege von der Größe ihres Wirtstieres abhängt - und das
können bis zu 1,5 cm sein.
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Nicht weniger interessant ist die Lebensweise meines zweiten Fundes. Es handelte
sich um das Männchen einer Blaugrünen Mosaikjungfer.
Untypischerweise
hatte es sich bei schönsten Sonnenschein einen Platz zum Ausruhen gesucht. Normalerweise
fliegen diese Großlibellen bei solchem Wetter auf der Suche nach Beute ständig nur hin und her
und bleiben höchstens einmal einen kleinen Moment auf irgendeinem Ansitz kurz sitzen.
Dieses Exemplar hatte es sich allerdings gemütlich gemacht und ließ mich für ein
hübsches Foto auch recht nahe an sich herankommen.
Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist eine der häufigsten und am weitesten
verbreiteten Großlibellen Europas und ist auch bei uns in Deutschland zwischen
Juni und Oktober an den meisten stehenden Gewässern anzutreffen.
Die Püttberge nutzte mein Fund wohl als sein Jagdrevier, daß bei dieser Art sehr
ausgedehnt sein kann und nicht unbedingt in direkter Gewässernähe zu finden sein muß.
Da die
Tiere während der Jagd auf andere fliegende Insekten meist in nur geringer Höhe unterwegs sind,
kann man sie mit etwas Geduld auch sehr schön beim Ergreifen ihrer Beute beobachten.
Für die Fortpflanzung wird aber, wie bei allen Libellen, natürlich ein Gewässer benötigt.
Die Weibchen nutzen
zur Eiablage vor allem dessen Ufervegetation, wo sie ihr Gelege in Gras, Schilf oder totes Holz
mit einem Einstich "versenken". Nach dem Schlupf der Larven beträgt die Entwicklungszeit
bis zur fertigen Libelle dann bis zu 3 Jahre.
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 | | Aeshna cyanea - Blaugrüne Mosaikjungfer ♂ |  |
| Nr. 2011.8987_86bkl_r | 100 % | ![8987_86bkl_r]() | Aeshna cyanea Blaugrüne Mosaikjungfer ♂ | 100mm; F/5 (DFF); 1/250s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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| 03.07.2011 - Wer sucht, der findet...
Bei meinen letzten Recherchen in Sachen Raubfliegen war mir in
der Roten Liste von
Berlin aufgefallen, daß sich in den Püttbergen ein Vorkommen der Östlichen Raubfliege mit bundesweiter Bedeutung befindet. Die Art gilt als vom Austerben bedroht
und außer dem hiesigen gibt es in ganz Deutschland aktuell nur noch zwei bekannte Vorkommen. Keine Frage, daß ich mich da sofort auf die Suche machen mußte. Mit Erfolg!
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 | | Machimus gonatistes - Östliche Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.9073_74kl_r | 100 % | ![9073_74kl_r]() | Machimus gonatistes Östliche Raubfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
Als erstes spürte ich ein Männchen der Art auf und nur wenig später, ein paar Meter weiter, auch noch das dazugehörige
Weibchen. Ich hätte nicht gedacht, daß ich so schnell fündig werde. Die Population scheint jedoch ziemlich ansehnlich zu
sein, denn es blieben am Ende nicht die beiden einzigen Tiere, dieser großen und schlanken Raubfliegenart, die mir heute
noch begegneten.
Die Östliche Raubfliege scheint als Lebensraum lückige Sandmagerrasen und offene Dünen zu bevorzugen.
Aufgrund der Seltenheit der Art, ist die aktuelle Datenlage für diese Annahme allerdings eher dürftig.
 | | Machimus gonatistes - Östliche Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.9062bkl_r | 100 % | ![9062bkl_r]() | Machimus gonatistes Östliche Raubfliege ♂ | 100mm; F/10; 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Machimus gonatistes - Östliche Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9091_92kl_r | 100 % | ![9091_92kl_r]() | Machimus gonatistes Östliche Raubfliege ♀ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Machimus gonatistes - Östliche Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9111kl_r | 100 % | ![9111kl_r]() | Machimus gonatistes Östliche Raubfliege ♀ | 100mm; F/8; 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Leider war durch das regnerische Wetter das Licht nicht so besonders toll. Ich werde deshalb in
den nächsten Tagen sicherlich noch einmal zurückkommen, um ein paar freundlichere Bilder zu machen.
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| 06.07.2011 - Nochmal in freundlich...
Da es das ganze Wochenende hindurch geregnet hat, kam ich erst heute wieder dazu
nach den Östlichen Raubfliegen zu sehen. Lange mußte ich auch nicht suchen um
das erste Weibchen zu finden. Schön, daß auch das Licht am heutigen Morgen nahezu perfekt für
mein Vorhaben war.
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 | | Machimus gonatistes - Östliche Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9232kl_r | 100 % | ![9232kl_r]() | Machimus gonatistes Östliche Raubfliege ♀ | 100mm; F/5; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Machimus gonatistes - Östliche Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9198_97ckl_r | 100 % | ![9198_97ckl_r]() | Machimus gonatistes Östliche Raubfliege ♀ | 100mm; F/4.5 (DFF); 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
 | | Machimus gonatistes - Östliche Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9221_23kl_r | 100 % | ![9221_23kl_r]() | Machimus gonatistes Östliche Raubfliege ♀ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Machimus gonatistes - Östliche Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9214_17kl_r | 100 % | ![9214_17kl_r]() | Machimus gonatistes Östliche Raubfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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|
Nach einem entsprechenden Männchen mußte ich dann allerdings etwas länger suchen. Das hatte zur Folge,
daß sich die Luft durch die inzwischen schon recht ordentlich vom Himmel strahlende Morgensonne immer
mehr aufwärmte.
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 | | Machimus gonatistes - Östliche Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.9293kl_r | 100 % | ![9293kl_r]() | Machimus gonatistes Östliche Raubfliege ♂ | 100mm; F/8; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Machimus gonatistes - Östliche Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.9286_88kl_r | 100 % | ![9286_88kl_r]() | Machimus gonatistes Östliche Raubfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Zusammen mit der Luft hatte das wohl auch schon das Raubfliegenmännchen getan, so daß es
mir nicht ganz so viel Zeit gab, es aus allen möglichen Perspektiven auf meinen Chip zu bannen, wie
sein weibliches Gegenstück. Nach ein paar Minuten wurde es nämlich schon unruhig und an Fotos
war nun, aufgrund seines einsetzenden Bewegungsdrangs, nicht mehr zu denken.
Und noch bevor ich meine Stativ abgebaut hatte, flog es dann auch schon auf und davon.
Meine Freude konnte das allerdings nicht schmälern, denn wer kann schon von sich behaupten,
mit Machimus gonatistes, einmal eine der seltensten Raubfliegen Deutschlands vor seine Linse
bekommen zu haben.
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 | | Machimus gonatistes - Östliche Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.9308kl_r | 100 % | ![9308kl_r]() | Machimus gonatistes Östliche Raubfliege ♂ | 100mm; F/10; 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Ein paar Infos zur Art, wenn auch nicht sehr viele, gibt es im Bericht vom 03.07.2011.
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| 07.07.2011 - Ne Eule und ein Kaiser...
Im Moment wimmelt es in den Püttbergen nur so vor Leben.
Deshalb bin ich heute nachmittag auch noch einmal los, um mal etwas anderes
als meine morgendlichen Raubfliegen vor die Linse zu bekommen.
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 | | Acronicta megacephala - Großkopf-Rindeneule |  |
| Nr. 2011.9479kl_r | 100 % | ![9479kl_r]() | Acronicta megacephala Großkopf-Rindeneule | 100mm; F/5; 1/250s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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Ich mußte auch gar nicht erst lange suchen und schon hatte ich ein hübsches Motiv gefunden.
An den Blättern einer kleinen Zitterpappel taten sich mehrere Raupen der
Großkopf-Rindeneule gütlich, wobei eine davon in Form eines umgekehrten Fragezeichens
besonders fotogen für mich posierte.
Der Schmetterling kommt in fast ganz Europa vor und hat seinen Lebensraum hier hauptsächlich in
Laubwäldern und Parklandschaften. Seine Raupen ernähren sich in erster Linie von
verschiedenen
Pappelarten, verschmähen aber auch Eichen, Birken und Erlen nicht. Sie werden bis zu 3,5 cm groß
und können sehr stark in ihrer Farbe variieren.
Die erwachsenen Falter fliegen von Ende April bis Anfang September. Als nachtaktive
Tiere kann man sie dann oft an künstlichen Lichtquellen beobachten.
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Außerdem begegneten mir noch mehrere andere Schmetterlinge, die ihr Raupendasein aber bereits
weit hinter sich gelassen hatten. Leider waren die meisten aufgrund der großen Wärme
jedoch sehr aktiv. So war ich am Ende echt froh, daß ich zumindest einen prächtigen Kaisermantel
relativ ansprechend auf meinen Chip bannen konnte.
Der Kaisermantel ist mit bis zu 6,5 cm Flügelspannweite einer unserer größten einheimischen Tagfalter und
fällt durch seine knallorangene Farbe meist schon von Weitem auf. Zwischen Juni und August fliegen sie
auch in den Püttbergen häufig in großer Anzahl umher - man sieht sie hier oft auf Doldenblütengewächsen.
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 | | Argynnis paphia - Kaisermantel |  |
| Nr. 2011.9454bkl_r | 100 % | ![9454bkl_r]() | Argynnis paphia Kaisermantel | 100mm; F/7.1; 1/500s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Argynnis paphia - Kaisermantel |  |
| Nr. 2011.9449kl_r | 100 % | ![9449kl_r]() | Argynnis paphia Kaisermantel | 100mm; F/7.1; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Raupen der Falter ernähren sich größtenteils von verschiedenen Veilchenarten. Interessant
dabei ist allerdings, daß die Eier vom Weibchen, im Gegensatz zu den meisten anderen
Schmetterlingen, nicht direkt an der Futterpflanze abgelegt werden, sondern an Baumstämmen -
bevorzugt an Kiefern und Fichten. Die Raupen schlüpfen dann zwar noch im Herbst, überwintern
jedoch ohne zu fressen an der Rinde. Erst im Frühjahr kriechen sie dann herab und suchen
sich ihre Nahrung.
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| 08.07.2011 - Es grünt so grün...
...und zwar in Form eines Grünwidderchens, welches ich heute morgen an seinem
Schlafplatz entdeckte. Leider fing es kurz darauf zu regnen an, so daß ich nur ein
paar wenige Bilder von ihm machen konnte. Da Grünwidderchen im Flachland relativ selten anzutreffen
sind, beschloß ich aber in meiner Mittagspause noch einmal nach ihm zu sehen. Und weil sich am Wetter seit dem Morgen
zum Glück nicht viel verändert hatte, war mein Motiv inzwischen wohl nicht sehr aktiv gewesen und nur ein paar Blüten weiter gekommen.
Anhand seiner stumpfen Fühlerenden kann man erkennen, daß es zur Gattung Adscita gehört. Die genaue Art läßt sich
ohne Genitaluntersuchung bei Grünwidderchen leider nicht genau feststellen. Aufgrund der Verbreitung
dürfte es sich jedoch um ein Ampfer-Grünwidderchen handeln.
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 | | Adscita cf. statices - Ampfer-Grünwidderchen ♂ |  |
| Nr. 2011.9548kl_r | 100 % | ![9548kl_r]() | Adscita cf. statices Ampfer-Grünwidderchen ♂ | 100mm; F/10; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Adscita cf. statices - Ampfer-Grünwidderchen ♂ |  |
| Nr. 2011.9512_14kl | 100 % | ![9512_14kl]() | Adscita cf. statices Ampfer-Grünwidderchen ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Außerdem ist das Ampfer-Grünwidderchen bei uns die häufigste Art aus seiner Familie und überall in
Mitteleuropa weit verbreitet. Es kommt sowohl auf feuchten Wiesen als auch in Trockengebieten vor.
Wie der Name schon sagt, ernährt es sich ausschließlich von Ampfer-Arten.
Interessant an den zu unterschiedlichen Tageszeiten entstandenen Bildern ist auch die subjektive Änderung der
Flügelfarbe durch die unterschiedliche Lichteinwirkung. Hier sieht man ganz deutlich, warum die Färbung nicht als
Bestimmungsmerkmal taugt.
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| 12.07.2011 - Klein und blau...
...so sehen sie meist aus, diese hübschen doch meist winzigen Tagfalter - gemeint sind
die Bläulinge.
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Einer von ihnen, genauer gesagt ein Kleiner Sonnenröschen-Bläuling, begegnete
mir heute in den letzten Sonnenstrahlen des Tages, während ich, nach erfolgloser Suche nach weiteren
Raubfliegen, schon auf dem Heimweg war.
Die Falter kommen in großen Teilen Europas vor, sind in Mitteleuropa jedoch eher selten und hier
auf warme und trockene Gebiete angewiesen. Sie fliegen in zwei Generationen pro Jahr, so daß man sie
zwischen Mai und September beobachten kann. In Deutschland steht die Art auf der Vorwarnstufe zur
Roten Liste.
Die Raupen des Schmetterlings ernähren sich, wie der Name schon sagt, hauptsächlich vom
Gelben Sonnenröschen, verschmähen aber auch die Blätter von Kleinem Storchschnabel und Reiherschnabel
nicht.
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 | | Aricia agestis - Kleiner Sonnenröschen-Bläuling |  |
| Nr. 2011.9666bkl_r | 100 % | ![9666bkl_r]() | Aricia agestis Kleiner Sonnenröschen-Bläuling | 100mm; F/4.5; 1/60s; ISO 1250
Canon EOS 50D |
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Die Flügel-Innenseiten dieser Art sind im übrigen nicht blau, sondern braun mit orangefarbenen Randflecken.
Da der Kleine aber schon am Schlafen war, bekam ich die heute leider nicht zu sehen.
Vielen Dank für die Bestimmung an Thomas Kissling aus dem Lepiforum.
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| 13.07.2011 - Sehr schlicht...
Immernoch nicht gelangweilt von meinen derzeitigen Lieblingsmotiven
machte ich mich heute auf die Suche nach einer passenden Frau zum
Sand-Raubfliegen Männchen von vor einer Woche. Leider ohne Erfolg!
Dafür entdeckte ich aber ein Weibchen einer in Berlin und Brandenburg
viel selteneren Art, die ich bisher auch noch nicht vor meiner Linse hatte
- die Schlichte Raubfliege.
Leider war es heute morgen schon wieder ziemlich warm und mir blieben nur einige Minuten
bevor sich mein Motiv für sein Tagewerk in die Luft erhob.
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 | | Machimus rusticus - Schlichte Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9676_79_79bkl_r | 100 % | ![9676_79_79bkl_r]() | Machimus rusticus Schlichte Raubfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Machimus rusticus - Schlichte Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9688kl_r | 100 % | ![9688kl_r]() | Machimus rusticus Schlichte Raubfliege ♀ | 100mm; F/8; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Art gehört zur selben Gattung wie die Östliche Raubfliege
und sieht ihr auch recht ähnlich. Man kann die beiden Arten aber anhand ihrer Behaarung leicht voneinander
unterscheiden. Während die Beine und der Kopf von M.gonatistes ausschließlich schwarz behaart sind, mischen
sich bei M.rusticus gelbliche Haare darunter.
Die Schlichte Raubfliege ist ein typischer Bewohner von trockenen und offenen Lebensräumen, wie z.B. Magerrasen.
Allerdings bevorzugt Sie dabei, übrigens im Gegensatz zu ihrer Schwesternart, weitgehend geschlosssene
Vegetationsbestände.
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| 14.07.2011 - Rot gestreift...
...waren die Beine meines heutigen Raubfliegen-Fundes. Vor allem war
er aber mit höchstens 1,5 cm viel,viel kleiner als alle seine bisherigen Vorgänger, so
daß ich für eine formatfüllende Frontansicht sogar einen Zwischenring einsetzen mußte.
Da es in Deutschland nur zwei Arten mit dieser Beinzeichnung zu geben scheint und
die Beiden zumindest anhand eines Weibchens (wie meinem) nicht voneinander zu unterscheiden
sind, kann ich mich bei der Bestimmung nur auf die Verbreitung stützen. Diese
läßt mich dann allerdings eindeutig zur Burschen-Raubfliege tendieren, da ihre
Schwesternart T.cowini bisher nur in Nordrhein-Westfalen sowie an der Nordseeküste nachgewiesen
wurde und für T.cingulatus für die Püttberge sogar schon Nachweise bestehen.
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 | | Tolmerus cf. cingulatus - Burschen-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9704_07kl_r | 100 % | ![9704_07kl_r]() | Tolmerus cf. cingulatus Burschen-Raubfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
 | | Tolmerus cf. cingulatus - Burschen-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9696kl_r | 100 % | ![9696kl_r]() | Tolmerus cf. cingulatus Burschen-Raubfliege ♀ | 100mm; F/8; 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Tolmerus cf. cingulatus - Burschen-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9717kl_r | 100 % | ![9717kl_r]() | Tolmerus cf. cingulatus Burschen-Raubfliege ♀ | 100mm; F/8; 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Die Art gehört bei uns zu den häufigeren Raubfliegen und gilt in ihrem
Bestand nicht als gefährdet. Sie ist in den verschiedensten Lebensräumen anzutreffen,
bevorzugt aber scheinbar Magerrasen und andere trockene und warme Habitate.
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Die Flugzeit der Burschen-Raubfliege erstreckt sich vom Juli bis in den September hinein.
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| 15.07.2011 - Zwei fehlende Damen...
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Heute hatte ich besonderes Glück auf meiner Raubfliegenjagd, die inzwischen
schon zu einer kleinen Sucht für mich geworden ist.
Gleich auf einen Schlag fand ich weibliche Tiere zweier Arten, von denen mir in
den letzten Tagen schon die Männchen vor meine Linse gekommen waren. Seit dem
hatte ich nämlich gehofft, auch noch die dazugehörigen Weibchen aufzuspüren.
Zum einen handelte es sich um die Dame einer Sand-Raubfliege und zum anderen um eine
weibliche Barbarossa-Fliege.
 | | Philonicus albiceps - Sand-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9812_14bkl_r | 100 % | ![9812_14bkl_r]() | Philonicus albiceps Sand-Raubfliege ♀ | 100mm; F/11 (DFF); 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Philonicus albiceps - Sand-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9824_27kl_r | 100 % | ![9824_27kl_r]() | Philonicus albiceps Sand-Raubfliege ♀ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Beide Arten kann man als Weibchen sehr gut durch ihr Hinterteil bestimmen.
Während die erste an dessen Ende einen kleinen aufgerichteten Enddorn besitzt,
erkennt man die zweite Art an einer dellenartigen Verschmälerung an der Unterseite.
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 | | Eutolmus rufibarbis - Barbarossa-Fliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9789kl_r | 100 % | ![9789kl_r]() | Eutolmus rufibarbis Barbarossa-Fliege ♀ | 100mm; F/5.6; 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Eutolmus rufibarbis - Barbarossa-Fliege ♀ |  |
| Nr. 2011.9768_74kl_r | 100 % | ![9768_74kl_r]() | Eutolmus rufibarbis Barbarossa-Fliege ♀ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Infos zu beiden Arten gibt es in den Berichten mit den
Männchen (01.07.
und 07.07).
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| 25.07.2011 - Wieder zurück...
Nach einer Woche Oberlausitz bin ich nun wieder zurück in den sandigen Gefilden
der Püttberge. Und siehe da, die erste Raubfliege hat schon auf mich gewartet. Zwar
handelt es sich mit einem Männchen der Gemeinen Raubfliege um eine
Art, die mir in den letzten Tagen auch schon in meiner alten Heimat begegnet ist,
aber ich konnte einfach nicht daran vorbeigehen, ohne einige Fotos zu machen.
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 | | Tolmerus atricapillus - Gemeine Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.0102_04bkl_r | 100 % | ![0102_04bkl_r]() | Tolmerus atricapillus Gemeine Raubfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/1s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Tolmerus atricapillus - Gemeine Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.0081_87kl_r | 100 % | ![0081_87kl_r]() | Tolmerus atricapillus Gemeine Raubfliege ♂ | 100mm; F/11 (DFF); 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Ein paar Infos zur Art und noch mehr Bilder gibt es hier
.
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| 26.07.2011 - Welch edler Herr...
...hat es sich denn hier gemütlich gemacht? Das war mein erster Gedanke, als ich diese zauberhafte
Gefleckte Ameisenjungfer entdeckte. Meine Assoziation rührte von
den Flügeln her, die ihr, wie der Mantel eines Musketiers, von den "Schultern" hingen
und mit denen sie ihren Körper vollständig einhüllte.
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Dabei sehen Ameisenjungfern nur in ihrem Stadium als erwachsenes Tier so graziös aus.
Als Larve hingegen sind sie ziemlich häßlich. Ein paar mitteleuropäische Arten, so auch diese,
verbringen die meiste Zeit unter Tage. Als
räuberisch lebende Insekten bedienen sie sich dabei einer
grandiosen Fangtechnik, um an ihre Beute zu kommen.
Sie bauen nämlich in den lockeren Boden eine Art Trichter, der für ihre potentiellen Opfer als
Falle dient und an deren Ende die Larve mit ihren überdimensionalen Mundwerkzeugen sitzt.
Sobald
nun ein Opfer in den Trichter fällt, wirft sie mit kleinen Steinchen solange nach ihm, bis
es endgültig den Halt verliert und in ihren Fängen landet. Die Larven sind deshalb auch besser
unter dem Namen "Ameisenlöwe" bekannt!
In Mitteleuropa leben lediglich 12 Arten von Ameisenjungfern, die alle durchweg als
selten anzusehen sind. Die Gefleckte Ameisenjungfer zählt dabei noch zu den bei uns etwas
häufiger anzutreffenden Arten.
Sie bevorzugt als Lebensraum trockene Sandböden in lichten Nadelwäldern. Da dürfte sie in
den Püttbergen wohl richtig sein! Die erwachsenen Tiere erreichen eine Flügelspannweite von
bis zu 7 cm. Die Hauptflugezeit ist der Monat August.
Da diese Schönheiten jedoch nachtaktiv sind, bekommt man sie, trotz ihrer imposanten Größe, meist
nie zu Gesicht. Lediglich die Fangtrichter der Ameisenlöwen begegnen einem als Zeichen
ihrer Anwesenheit. Da das bisher auch bei mir immer so war, ist meine Freude über diesen Fund
natürlich gleich umso größer.
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 | | Euroleon nostras - Geflecktflüglige Ameisenjungfer |  |
| Nr. 2011.0196_99_201ekl | 100 % | ![0196_99_201ekl]() | Euroleon nostras Geflecktflüglige Ameisenjungfer | 100mm; F/11 (DFF); 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Wenn es hier mal wieder etwas trockener sein sollte, inzwischen regnet es nämlich schon seit 4 Tagen
ununterbrochen, werde ich vielleicht mal versuchen einen Ameisenlöwen vor meine Linse zu bekommen -
oder wenigstens seine Mundwerkzeuge :-)
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| 03.08.2011 - Schwarz auf weiß...
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Den Auftakt im Monat August macht wider Erwarten keine Raubfliege, sondern ein kleiner
ca. 2 cm großer Schmetterling aus der Familie der Gespinstmotten, der mir am heutigen Morgen auffiel.
Scheinbar noch schlafend hing er an einem alten Blütenstengel am Wegesrand.
Eine nähere Bestimmung ist
anhand eines Fotos leider schwer möglich. Laut der Flügelzeichnung würden hier jedoch lediglich
drei Arten in Frage kommen, wobei aber nur die Futterpflanze der Pfaffenhütchen-Gespinstmotte
in der näheren Umgebung vorkommt. Die Tendenz geht also zu dieser Art.
Der Falter ist überall in Europa weit verbreitet, Vorrausetzung ist nur, daß auch seine Nahrungspflanze,
der Gewöhnliche Spindelstrauch (im Volksmund auch Pfaffenhütchen genannt), vorkommt. Trotz ihrer Häufigkeit
werden die erwachsenen Schmetterlinge aufgrund ihrer geringen Größe und der eher unscheinbaren Erscheinung aber
oft übersehen.
Das gilt allerdings nicht für ihre Raupen, denn diese leben oft sehr gesellig zusammen und überziehen
dabei häufig ganze Gebüsche mit ihren feinen Gespinsten. Und weil dieses Verhalten für die ganze Gattung gilt,
verdankt sie ihm auch ihren deutschen Namen.
Es kommt sogar vor, daß durch die große Anzahl an Raupen, der komplette Busch entblättert werden kann. Dieser
überlebt die Freßattakte allerdings meist unbeschadet. Nach der Verpuppung der Raupen treibt er oft schon nach
wenigen Tagen wieder neu aus.
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 | | Yponomeuta cf. cagnagella - Pfaffenhütchen-Gespinstmotte |  |
| Nr. 2011.306_09kl_r | 100 % | ![306_09kl_r]() | Yponomeuta cf. cagnagella Pfaffenhütchen-Gespinstmotte | 100mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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In den Püttbergen sind mir bisher jedoch keine derartigen Gespinste bzw. entlaubte Gebüsche aufgefallen.
Vielleicht neigen die hier lebenden Exemplare auch einfach nicht zum WG-Leben ;-)
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| 03.08.2011 - Ödlandschrecke...
Schon im vorigen Jahr ist mir hier immer wieder die Blauflügelige Ödlandschrecke
begegnet. Nur habe ich nie ein Foto gemacht, weil ich immer dachte, daß ich das ja beim
nächsten Spaziergang nachholen kann. So verging die Saison und irgendwann war keine mehr da.
Damit mir das dieses Jahr nicht auch wieder passiert, habe ich einfach
das erste Exemplar, welches mir über den Weg sprang, auf meinen Chip gebannt.
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 | | Oedipoda caerulescens - Blauflügelige Ödlandschrecke |  |
| Nr. 2011.0319bkl_r | 100 % | ![0319bkl_r]() | Oedipoda caerulescens Blauflügelige Ödlandschrecke | 100mm; F/4.5; 1/1600s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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So häufig wie die Art in den Püttbergen ist, kann man gar nicht glauben, daß sie in Deutschland
auf der Roten Liste steht und als "gefährdet" geführt wird. In Berlin und Brandenburg ist sie
in geeigneten Lebensräumen jedoch noch recht oft anzutreffen.
Die Schrecke ist sehr wärmeliebend und lebt bevorzugt auf vegetationsarmen
Trockenrasen, in Steinbrüchen und Sandgruben. Interessant ist auch, daß
die Farbe der Tiere sehr stark variiert und sich dabei im Farbton meistens
dem Untergrund ihres jeweiligen Lebensraums anpaßt.
Eines haben allerdings alle Individuen dieser Art gemeinsam - ihre leuchtendblauen
Flügel, der die Art zwar ihren Namen verdankt, die man aber nur sieht, wenn die
Schrecke durch die Luft fliegt.
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Ehe ich zu diesem Bild kam, sah ich übrigens sehr oft blaue Flügel ;-)
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| 04.08.2011 - Der erste August-Räuber...
Nachdem ich im Juli fast ausschließlich Raubfliegen fotografiert habe, wollte ich
eigentlich in diesem Monat meinen Fokus eher auf ein paar andere Motive legen.
Natürlich sagt sich das so einfach!
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Wenn man dann auch noch an einer Art
vorbeikommt, die man bisher noch nicht vor seiner Linse hatte, sind alle guten Vorsätze
schnell vergessen.
Mein heutiger Fund trägt den Namen V-Borsten-Raubfliege. Das klingt
zwar ziemlich seltsam, ist allerdings sehr einfach zu erklären, da die Fliege
auf jedem ihrer Sternite lediglich zwei v-förmige Borsten trägt. In meiner Seitenansicht kommt das
allerdings nur bedingt rüber :-)
Die Art bevorzugt in Deutschland hauptsächlich xerotherme Trockenrasen und besitzt
besonders in den Sandgebieten Ostdeutschlands einen Verbreitungsschwerpunkt. Jedoch
kommt sie auch hier keineswegs häufig vor. Das Land Berlin führt sie auf seiner Roten Liste
als "gefährdet".
Mit 12 mm ist sie eine der kleinsten Raubfliegen, die mir bisher untergekommen sind.
 | | Neoepitriptus setosulus - V-Borsten-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.0342_44bkl_r | 100 % | ![0342_44bkl_r]() | Neoepitriptus setosulus V-Borsten-Raubfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Neoepitriptus setosulus - V-Borsten-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.0363_65kl_r | 100 % | ![0363_65kl_r]() | Neoepitriptus setosulus V-Borsten-Raubfliege ♀ | 100mm; F/11 (DFF); 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Hauptflugzeit der V-Borsten-Raubfliege ist in den Monaten Juli und August.
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| 04.08.2011 - Ne Spitzmaus in der Düne...
...war meine erste Assoziation, als ich mir einen kleinen Käfer,
der mir heute während meiner Mittagspause begegnete, einmal durch mein
Objektiv von Nahem betrachtete.Leider hat mein Interesse dem Kleinen aber wohl
nicht so sehr behagt, denn schon nach einem Bild breitete er sein Flügel aus,
erhob sich in die Lüfte und ward nie wieder gesehen.
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|
In Wirklichkeit handelt es sich hier allerdings um einen Käfer aus der Familie
der Rüssler mit dem Namen Großer Lupinenblattrandkäfer. Das fand ich
aber erst heraus, als ich an selber Stelle am Folgetag einen "baugleichen" Käfer
aufspürte und mit dem hellen Streifen
( )
auf seinem Kopf das Unterscheidungsmerkmal zu
den noch in Frage kommenden Arten begutachten konnte.
Mit bis zu einem Zentimeter Körpergröße gehört er zu den größten
der 75 in Mitteleuropa vorkommenden Arten aus der Gattung Sitona. Sie
ist überall in Europa verbreitet, zeigt jedoch scheinbar eine Vorliebe für
wärmere Gegenden. Der einzig weitere Anspruch an seinen Lebensraum, ist das Vorkommen
einer seiner Futterpflanzen.
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 | | Sitona gressorius - Großer Lupinenblattrandkäfer |  |
| Nr. 2011.0435bkl_r | 100 % | ![0435bkl_r]() | Sitona gressorius Großer Lupinenblattrandkäfer | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Käfer ernähren sich, wie der Name schon sagt, am liebsten von Lupinen,
weichen aber, laut Literatur, durchaus auch auf andere Schmetterlingsblütler, wie den Besenginster, aus.
Das würde auch ihr hiesiges Vorkommen auf einem nur sehr locker bewachsenem Stück Trockenrasen
erklären, in dessen Nähe es weit und breit keine Lupinen gibt.
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| 05.08.2011 - Auf der Suche...
...nach dem Männchen meines gestrigen Raubfliegenfundes stieß ich heute
morgen stattdessen auf den letzten mir noch fehlenden Räuber der für
Berlin nachgewiesenen Arten aus der Gattung
Tolmerus.
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 | | Tolmerus pyragra - Kleine Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.0466_71bkl | 100 % | ![0466_71bkl]() | Tolmerus pyragra Kleine Raubfliege ♂ | 100mm; F/9 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Weniger spektakulär als diese Tatsache kommt allerdings ihr deutscher Name daher,
der lautet nämlich schlicht und einfach Kleine Raubfliege. Mit 12 mm Körperlänge trägt sie
diesen Namen jedoch völlig zu Recht, wie ich finde.
Die Art ist, laut Danny Wolff, ein Bewohner trockenwarmer
Magerrasen und Heiden mit spärlicher Vegetation. Außerdem scheint sie eine Vorliebe für die Ränder lichter
Kiefernbestände zu haben, wie sie in den Püttbergen allgegenwärtig sind.
Über die Bestandssituation dieser Raubfliege in Deutschland ist recht wenig bekannt und
auch für eine Einstufung der Art in der Roten Liste von Berlin liegen derzeit nicht genügend Daten
vor. Aufgrund des Rückganges ihrer bevorzugten Lebensräume, muß, wie bei vielen Raubfliegenarten,
allerdings auch hier von einem Gefährdung auszugehen sein.
 | | Tolmerus pyragra - Kleine Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.0456_59_49kl_r | 100 % | ![0456_59_49kl_r]() | Tolmerus pyragra Kleine Raubfliege ♂ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Hauptflugzeit der Kleinen Raubfliege ist der Monat August.
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| 05.08.2011 - Beim Vorspiel...
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...konnte ich dieses Pärchen Dünen-Sandlaufkäfer, während meiner heutigen
Mittagspause beobachten. Leider reichte
es wiedermal nur für ein Foto. Anders als bei
meinen morgendlichen Shootings, sind die meisten Insekten am Tage nämlich viel
agiler und aufmerksamer. Und so suchten auch meine beiden Akteure, sobald sie meine Anwesenheit bemerkten,
das Weite, bevor aus ihrem Vorspiel noch mehr werden konnte.
Diese flinken Jäger laufen und fliegen hier zu hunderten durch die Binnendüne, so daß
ich sie als potentielles Fotomotiv normalerweise schon gar nicht mehr wahrnehme. Eine Paarung
schien meinem Unterbewußtsein aber dann wohl doch noch wichtig genug, um sie im Augenwinkel
zu registrieren.
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 | | Cicindela hybrida - Dünen-Sandlaufkäfer |  |
| Nr. 2011.0489bkl_r | 100 % | ![0489bkl_r]() | Cicindela hybrida Dünen-Sandlaufkäfer | 100mm; F/5; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Einige Infos zum Dünen-Sandlaufkäfer gibt es in diesem
Bericht vom vorigen Jahr.
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| 06.08.2011 - Noch mehr Räuber...
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 | | Neoepitriptus setosulus - V-Borsten-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.0604_08kl_r | 100 % | ![0604_08kl_r]() | Neoepitriptus setosulus V-Borsten-Raubfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/1s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Nach der vergeblichen Suche in den letzten Tagen nach einem Männchen
der V-Borsten-Raubfliege, ist es mir heute morgen nun endlich gelungen
eins aufzutreiben. Da wird sich das zugehörige Weibchen aber
freuen.
Man weiß ja nie, wie lange eine Art hier zu finden ist. Ich habe inzwischen
nämlich festgestellt, daß die einzelnen Arten sich im Laufe des Jahres regelrecht
abzuwechseln scheinen. Dort, wo vor drei Wochen noch die Sand-Raubfliege
und die Östliche Raubfliege
in großer Anzahl zu finden waren, fliegt jetzt z.B. hauptsächlich die
Burschen-Raubfliege umher.
Viel größer war allerdings meine Freude, eine Raubfliege zu entdecken, die bisher noch
nicht für die Püttberge nachgewiesen ist. Trotz ihrer nur 13 mm Körpergröße, stach sie mir sofort durch
ihre knallgelben Beine ins Auge. Alle meine bisherigen Funde zeigten dort nämlich eine eher dunkle
Färbung.
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 | | Neoepitriptus setosulus - V-Borsten-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2011.0622_27bkl_r | 100 % | ![0622_27bkl_r]() | Neoepitriptus setosulus V-Borsten-Raubfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/1s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
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Die Rede ist von der Striemen-Raubfliege, eine der nur zwei in Deutschland vorkommenden
Arten aus der Gattung Neomochtherus. Mit ihrer Vorliebe für die Übergangsbereiche von trockenwarmen
Rasengesellschaften zu Wäldern dürfte es allerdings keine große Überraschung sein, sie auch in
den Püttbergen zu finden. In Berlin gilt diese Art als nicht gefährdet.
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 | | Neomochtherus pallipes - Striemen-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.0675_80kl_r | 100 % | ![0675_80kl_r]() | Neomochtherus pallipes Striemen-Raubfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
 | | Neomochtherus pallipes - Striemen-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.0669bkl_r | 100 % | ![0669bkl_r]() | Neomochtherus pallipes Striemen-Raubfliege ♀ | 100mm; F/8; 1/1s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Hauptflugzeit der Striemen-Raubfliege liegt zwischen Ende Juli und Anfang August.
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Auf meinem Nachhauseweg begegneten mir dann noch ein Kleiner Sonnenröschen-Bläuling
(Infos zur Art hier)
beim Aufwärmen auf dem nassen Sandboden und zwei schlafende Männchen einer mir zu dem Zeitpunkt noch unbekannten Bienenart.
Erst nach meinem Shooting bemerkte ich, daß lediglich eines der beiden schlief, das andere war nämlich traurigerweise schon tot.
Inzwischen weiß ich, daß es sich um zwei Exemplare der Sechsbindigen Furchenbiene gehandelt hat -
eine normalerweise solitär lebende Bienenart.
Allerdings kann es bei ihr durchaus auch vorkommen, daß sich mehrere Weibchen ein Nest teilen. Ihr bevorzugter
Lebensraum sind Trocken- und Magerrasen, wo sie ihre Bruthöle in den lockeren Boden gräbt.
Sie steht sowohl in Deutschland als auch in Berlin auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.
 | | Aricia agestis - Kleiner Sonnenröschen-Bläuling |  |
| Nr. 2011.698kl_r | 100 % | ![698kl_r]() | Aricia agestis Kleiner Sonnenröschen-Bläuling | 100mm; F/5.6; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
 | | Halictus sexcinctus - Sechsbindige Furchenbiene |  |
| Nr. 2011.704kl_r | 100 % | ![704kl_r]() | Halictus sexcinctus Sechsbindige Furchenbiene | 100mm; F/10; 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
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Die Männchen der Sechsbindigen Furchenbiene erkennt man, wie ich jetzt weiß, im Übrigen recht einfach an den
ihren langen orangefarbenden Fühlern mit den schwarzen Enden.
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| 07.08.2011 - Hochsommer...
Auch wenn man bei dem ewig regnerischen Wetter nicht das Gefühl hat,
daß Sommer ist, erkennt man an den Blüten der Golddistel, daß
wir uns sogar schon an dessen Höhepunkt befinden.
|
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Ein sehr kleines Vorkommen dieser Art war mir aus den Püttbergen bereits bekannt.
Bei meinem heutigen Nachmittagsspaziergang mußte ich jedoch voller Erstaunen
feststellen, daß die 10-20 Pflanzen inzwischen schon in voller Blüte stehen.
Die Golddistel gehört zur Familie der Korbblütengewächse und ist eine typische
Art trockener und nährstoffarmer Magerrasen. Im nordostdeutschen Flachland ist sie allerdings
eher selten anzutreffen. Im Land
Berlin gilt die Art sogar als vom Aussterben bedroht.
 | | Carlina vulgaris - Golddistel |  |
| Nr. 2011.747kl_r | 100 % | ![747kl_r]() | Carlina vulgaris Golddistel | 100mm; F/4.5; 1/100s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
 | | Carlina vulgaris - Golddistel |  |
| Nr. 2011.781_89bkl_r | 100 % | ![781_89bkl_r]() | Carlina vulgaris Golddistel | 100mm; F/4.5 (DFF); 1/60s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Umso mehr freue ich mich, daß diese wunderschöne Pflanze direkt vor meiner Haustür
gedeiht.
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| 12.08.2011 - Juhu...
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 | | Tolmerus cf. pyragra - Kleine Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.0878_80kl_r | 100 % | ![0878_80kl_r]() | Tolmerus cf. pyragra Kleine Raubfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
...so langsam wird meine kleine Raubfliegensammlung immer vollständiger. Nach tagelanger
Suche habe ich heute nämlich endlich das Weibchen der Kleinen Raubfliege
aufgespüren können.
Zwar ist meine Bestimmung leider nicht ganz hundertprozentig, aber laut der deutschen
Raubfliegen-Koryphäe Danny Wolff darf ich sie ruhigen Gewissens so betiteln -
wenn auch mit einem "collectio formarum" ergänzt.
Der Grund ist, daß sich bei einigen Arten der Gattung Tolmerus anhand eines Weibchens
leider keine genaue Bestimmung durchführen läßt - das gilt auch für Tolmerus pyragra.
 | | Tolmerus cf. pyragra - Kleine Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2011.0865_67bkl_r | 100 % | ![0865_67bkl_r]() | Tolmerus cf. pyragra Kleine Raubfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die farbenfrohsten Bilder sind es aufgrund des immernoch andauernden schlechten Wetters
aber leider nicht geworden. Vielleicht gehe ich ja in den nächsten Tagen nochmal auf die Suche...
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| 14.08.2011 - Zwei Heidis...
...begegneten mir heute während eines Spazierganges am späten Nachmittag.
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Als erstes konnte ich ein junges Männchen der Gemeinen Heidelibelle beobachten,
wie es die Restwärme der offenen Sandflächen nutzte, um seinen Körper noch ein
wenig auf Temperatur zu halten.
Es ließ mich ziemlich nahe an sich ran. Da ich ohne Stativ unterwegs war, war
ich froh, daß es sich eine Stelle ausgesucht hatte, wo ich meine Kamera zum Schutz
vor Verwacklungen in den weichen Sand legen konnte.
 | | Sympetrum vulgatum - Gemeine Heidelibelle ♂ juv. |  |
| Nr. 2011.0946kl_r | 100 % | ![0946kl_r]() | Sympetrum vulgatum Gemeine Heidelibelle ♂ juv. | 100mm; F/10; 1/60s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Sympetrum vulgatum - Gemeine Heidelibelle ♂ juv. |  |
| Nr. 2011.0944kl_r | 100 % | ![0944kl_r]() | Sympetrum vulgatum Gemeine Heidelibelle ♂ juv. | 100mm; F/10; 1/50s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Die Gemeine Heidelibelle ist eine in Europa weit verbreitete Art und auch
in Deutschland recht häufig anzutreffen. Ihre Verbreitungsschwerpunkte liegen
bei uns im Alpenvorland und in Ostdeutschland. Als Lebensraum bevorzugen sie
stehende Gewässer.
Als "Jugendlicher" ist das Männchen der Art, wie bei den meisten Heidelibellen,
gelb gefärbt, später, wenn es erwachsen ist, jedoch knallrot.
|
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Gleiches gilt für meinen zweiten Fund - ein Männchen der Großen Heidelibelle.
Dieses befindet sich allerdings gerade in der Übergangsphase zum Erwachsensein. Man kann das
sehr schön erkennen, da sein Körper im Moment sowohl rote als auch gelbe Farbanteile besitzt. Es färbt
sich also gerade um.
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 | | Sympetrum striolatum - Große Heidelibelle ♂ |  |
| Nr. 2011.0977kl_r | 100 % | ![0977kl_r]() | Sympetrum striolatum Große Heidelibelle ♂ | 100mm; F/4.5; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Sympetrum striolatum - Große Heidelibelle ♂ |  |
| Nr. 2011.0963kl_r | 100 % | ![0963kl_r]() | Sympetrum striolatum Große Heidelibelle ♂ | 100mm; F/4.5; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Große Heidelibelle ist, wie ihr Name schon sagt, die größte Art aus ihrer Gattung. Sie ist ursprünglich
in mediterranen Gefilden beheimatet, hat sich aber inzwischen auch in Deutschlands wärmeren Regionen gut eingelebt. Im Großen
und Ganzen ist sie bei uns jedoch viel seltener als die obige Gemeine Heidelibelle.
Vielen Dank an Andreas Th. Hein für die Bestimmung.
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| 15.08.2011 - Sehr weit nördlich...
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...hält sich diese Südliche Binsenjungfer auf. Die Kleinlibelle ist
nämlich ein Vertreter der mediterranen Fauna. Bei uns tritt sie nur
als Wanderart auf und gilt hier aufgrund dessen auch als stark gefährdet.
Allerdings scheint sie sich, als Nutznießer des allgemeinen Klimawandels, momentan in
Mitteleuropa in Ausbreitung zu befinden.
Ihre Hauptverbreitung hat die Südliche Binsenjungfer jedoch nach wie vor
in Südeuropa. Dort besiedelt sie vorzugsweise brackige Gewässer in Küstennähe.
Bei uns findet man sie oft an flachen Seen mit viel Binsenbewuchs, gerne auch mit
stark wechselndem Wasserstand.
Sie ist im Übrigen die einzige Art ihrer Gattung, bei der die Weibchen ihre
Eier nicht in Begleitung des Männchens ablegen.
Die Hauptflugzeit ist von Juni bis Oktober.
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 | | Lestes barbarus - Südliche Binsenjungfer |  |
| Nr. 2011.1094bkl_r | 100 % | ![1094bkl_r]() | Lestes barbarus Südliche Binsenjungfer | 100mm; F/8; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| 15.08.2011 - Ach du Schreck(e)...
Nachdem ich schon heute morgen und in meiner Mittagspause
Glück bei der Motivsuche hatte, beschloß ich zum Nachmittag auch noch
einmal loszuziehen. Vor ein paar Tagen entdeckte ich nämlich in den
Püttbergen eine Gemeine Sichelschrecke. Leider gelangen mir aber an diesem Tage
keine ansprechenden Fotos.
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 | | Phaneroptera falcata - Gemeine Sichelschrecke |  |
| Nr. 2011.1118kl_r | 100 % | ![1118kl_r]() | Phaneroptera falcata Gemeine Sichelschrecke | 100mm; F/4.5; 1/160s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Heute jedoch hatte ich Glück. Nach kurzer Suche fand ich ein
Exemplar, welches sich "relativ geduldig" von mir ablichten ließ. Das mag vielleicht auch daran gelegen haben,
daß es, mit nur einem Sprungbein, ein "kleines" Handycap hatte.
Bei der Gemeinen Sichelschrecke handelt es sich um eine ausgesprochen wärmeliebende Art, die
bis vor ein paar Jahren in Deutschland noch recht selten war und ihre nördliche Verbreitungsgrenze irgendwo bei Köln
hatte. Inzwischen hat dieser imposante Vertreter der Laubheuschrecken, der Klimaerwärmung sei Dank, jedoch nun schon
die Insel Rügen erreicht.
Für Berlin ist sie, nach meinem Kenntnisstand, erst seit dem Jahr 2007 nachgewiesen.
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Die erwachsenen Schrecken können fast 2 cm groß werden - ihre Fühler erreichen aber locker nahezu die
vierfache Länge.
Als Nahrung dienen ihnen normalerweise die verschiedensten Laubbäume und Sträucher.
 | | Phaneroptera falcata - Gemeine Sichelschrecke |  |
| Nr. 2011.1130kl_r | 100 % | ![1130kl_r]() | Phaneroptera falcata Gemeine Sichelschrecke | 100mm; F/3.5; 1/200s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Die Gemeine Sichelschrecke ist im Übrigen die einzige voll geflügelte Sichelschrecke unserer Breiten. Alle
anderen, in Mitteleuropa lebenden Mitglieder dieser Unterfamilie der Laubheuschrecken,
besitzen stark verkürzte, schuppenförmige Flügel und können nicht fliegen.
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| 16.08.2011 - Morgenstund...
Nach mehreren Tagen mit schlechtem Wetter wurde ich heute von den Strahlen
der aufgehenden Sonne wachgeküßt. Ich überlegte gar nicht lange und schon
war ich mit meiner Kamera vor der Tür. Leider schienen die hier ansässigen Insekten nicht
die selbe Idee wie ich gehabt zu haben. Erst nach langer Suche entdeckte ich
eine Heidelibelle, die vom Tau bedeckt in den Zweigen einer
Flockenblume übernachtet hatte. So gut wie sie getarnt war, hätte ich
sie allerdings beinahe noch übersehen. Auf dem weiteren Weg war dann aber wirklich
nichts mehr zu finden, was sich gelohnt hätte zu fotografieren.
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 | | Gemeine Heidelibelle - Sympetrum cf. vulgatum |  |
| Nr. 2011.1176kl_r | 100 % | ![1176kl_r]() | Gemeine Heidelibelle Sympetrum cf. vulgatum | 100mm; F/8; 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
 | | Gemeine Heidelibelle - Sympetrum cf. vulgatum |  |
| Nr. 2011.1203_08ckl_r | 100 % | ![1203_08ckl_r]() | Gemeine Heidelibelle Sympetrum cf. vulgatum | 100mm; F/8 (DFF); 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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So ging ich auf dem
Rückweg noch einmal bei meinem einzigen Motiv des Morgens vorbei und siehe da,
inzwischen war es ganz nach oben gekrabbelt, um sich in den ersten Strahlen
der gerade über die Bäume kletternden Morgensonne aufzuwärmen.
Natürlich baute ich nochmal mein Stativ auf und nutzte die Gelegenheit
dieses wirklich außergewöhnlichen Lichtes.
 | | Gemeine Heidelibelle - Sympetrum cf. vulgatum |  |
| Nr. 2011.1195ckl_r | 100 % | ![1195ckl_r]() | Gemeine Heidelibelle Sympetrum cf. vulgatum | 100mm; F/5; 1/80s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| Und am Ende hatte sich mein zeitiges Aufstehen doch noch gelohnt...
PS: Aufgrund des romantischen Lichts habe ich den Artikel heute ein wenig "blumiger" geschrieben ;-)
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| 20.08.2011 - Fast glühend...
...wirkt das Licht, wenn die ersten Strahlen der Morgensonne auf das bereits verdorrte und damit
strohgelbe Gras meiner püttbergischen Lieblingstrockenwiese treffen. Leider ist zu diesem
Zeitpunkt meist kein passendes Motiv zur Stelle, um es darin
einzubetten. Heute war das mal anders!
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 | | Pieris rapae - Kleiner Kohlweißling |  |
| Nr. 2011.1242bkl_r | 100 % | ![1242bkl_r]() | Pieris rapae Kleiner Kohlweißling | 100mm; F/8; 1/100s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Ein Kohlweißling hatte sich exakt die richtige Schafgarbe als
Schlafplatz ausgesucht, um mir vor diesem herrlich leuchtenden Hintergrund Modell zu sitzen.
Genauer gesagt handelte es sich um einen Kleinen Kohlweißling. Dieser
Schmetterling aus der Familie der Weißlinge, ist einer der häufigsten in Mitteleuropa
vorkommenden Tagfalter. Er ist überall in Europa weit verbreitet und wurde sogar in Australien und Nordamerika
eingeschleppt.
Seine bis zu 2,5 cm großen grünen Raupen ernähren sich hauptsächlich von Kreuzblütengewächsen.
Dazu zählen unter anderem viele Kohlarten, was dem Falter auch seinen Namen gab. In
der Landwirtschaft gelten sie als bedeutende Schädlinge. Die Schmetterlinge selbst fliegen in bis zu vier
Generationen vom März bis in den November hinein.
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| Allerdings sollte das mein einziges Foto für diesen Morgen bleiben. Ich
wurde heute nämlich derart von Mücken belagert, daß mir ehrlich gesagt die Lust auf ein
längeres Shooting verging. Irgendwann kann man die Biester einfach nicht mehr ignorieren!
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| 24.08.2011 - Tarnung ist alles...
...dachte sich wohl diese Gartenkreuzspinne, indem sie sich auf
einem vertockneten Blütenstand eines Bergsandknöpfchens fast unsichtbar machte.
Auch ich hätte diese, mit ca. 1,5 cm Körpergröße, recht große Spinne,
so fast übersehen. Nur eine kleine Bewegung in meinem Augenwinkel hat sie verraten!
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Allerdings hatte sie sich einen ziemlich untypischen Ansitz ausgesucht, denn
normalerweise findet man diese Vertreterin der Radnetzspinnen in der Mitte ihres
bis zu einem halben Meter großen Netzes. Doch von einem Netz war weit und breit nichts zu sehen.
Die Gartenkreuzspinne ist überall in Mitteleuropa sehr häufig anzutreffen. Sie bevorzugt
eigentlich halbschattige Lebensräume, wie Waldwege und Gärten, ist aber auch, wie hier,
im offenen Gelände zu finden. Reife Tiere kann man von August bis Oktober beobachten.
 | | Araneus diadematus - Gartenkreuzspinne |  |
| Nr. 2011.1285_89kl_r | 100 % | ![1285_89kl_r]() | Araneus diadematus Gartenkreuzspinne | 100mm; F/11 (DFF); 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Araneus diadematus - Gartenkreuzspinne |  |
| Nr. 2011.1274bkl_r | 100 % | ![1274bkl_r]() | Araneus diadematus Gartenkreuzspinne | 100mm; F/11; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Zu erwähnen wäre noch, daß die Färbung dieser Spinnenart äußerst variabel ist. Von
dunkelbraun bis beinahe violett treten fast alle Farbnuancen auf. Außerdem
ist das für die Art sehr typische Muster mal mehr und mal weniger kontrastreich
auf dem Hinterkörper ausgebildet.
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Beides zusammen führt zu einer schier unendlichen
Anzahl an verschiedenen Farbvariationen.
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| 25.08.2011 - Was für ein Brummer...
...schlief da heute morgen auf einer alten Grasnelke direkt am Wegrand meines Lieblingstrockenrasens.
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 | | Nowickia cf. ferox - Raupenfliege |  |
| Nr. 2011.1298ekl_r | 100 % | ![1298ekl_r]() | Nowickia cf. ferox Raupenfliege | 100mm; F/9; 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Ein derartig
riesiges Exemplar einer Raupenfliege war mir bis dato in unseren Breiten noch
nie untergekommen. Lediglich letztes Jahr auf der Kanareninsel La Palma
begegnete mir schon einmal ein ähnlich imposantes Mitglied aus der Familie Tachinidae.
Im Forum von www.diptera.info
wurde mir mein heutiger Fund als Nowickia ferox bestimmt, jedoch
nicht mit hundertprozentiger Sicherheit - deshalb auch das "cf" im lateinischen Namen. Einen
deutschen Namen gibt es für diese Art nicht.
In Mitteleuropa ist sie wohl recht häufig anzutreffen, warum sie mir bisher nicht
begegnet ist, ist mir daher etwas schleierhaft. Ihr bevorzugter Lebensraum sind sonnige
Waldränder und Wiesen. Die erwachsenen Fliegen findet man dort von Juni bis Oktober - meist beim Nektarnaschen.
Ihre Larven entwickeln sich parasitär in den Raupen von Schmetterlingen aus der Familie der
Eulenfalter.
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Leider gelang mir nur diese eine Aufnahme von der Seite. Als ich die Kameraposition für eine
Frontale ändern wollte, machte sich mein Motiv einfach, ohne jegliche Verabschiedung, auf und
davon...
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| 01.09.2011 - Mimese...
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...nennt man das Nachahmen von Gegenständen oder Umgebung durch
Tiere oder Pflanzen, um für potentielle Beutetiere oder, wie
bei meinem heutigen Fund, für Fressfeinde uninteressant zu
erscheinen.
Dabei geht es nicht einfach um Tarnung, denn das Lebewesen wird durchaus
wahrgenommen, nur halt nicht als das, um was es sich eigentlich handelt.
Der Beifuß-Mönch oder besser gesagt dessen Raupe imitiert
hier zum Beispiel nahezu perfekt die Blüten seiner Nahrungspflanzen und das sowohl
im Bezug auf deren Farbe als auch auf deren Form. Es handelt sich hier um die
sogenannte Phytomimese - das Nachahmen von
Pflanzenteilen( ).
Bei mir hat sie allerdings, wie man sieht, ihre Wirkung
verfehlt, obwohl die Raupe auf dem Feldbeifuß-Busch wirklich fast nicht von deren Blüten
unterscheidbar war
- zumindest von weitem.
Dieser in Deutschland inzwischen recht seltene Schmetterling gehört zur großen
Familie der Eulenfalter. Er bevorzugt sandige und trockene Ruderalflächen oder
Magerrasengesellschaften. Aufgrund des starken Rückgangs dieser Lebensräume sind
auch die Vorkommen der Art rückläufig. In Deutschland steht sie inzwischen auf der
Vorwarnstufe zur Roten Liste. Die Verbreitung des Falters reicht von Spanien über ganz Europa
bis ans Schwarze Meer.
Die Raupen des Beifuß-Mönchs ernähren sich, wie der Name bereits verrät, hauptsächlich
von Beifuß-Arten. Man findet sie zwischen Ende August und Anfang September, oft ganz
offen sitzend, an Pflanzen von Feld- oder Gewöhnlichen Beifuß.
Die Falter selbst sind dämmerungs- und nachtaktiv und fliegen von Juni bis September.
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 | | Cucullia artemisiae - Beifuß-Mönch |  |
| Nr. 2011.1438_39bkl_r | 100 % | ![1438_39bkl_r]() | Cucullia artemisiae Beifuß-Mönch | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/40s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Wieder etwas gelernt !
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| 06.09.2011 - Doch noch da...
...seit April habe ich meine Lieblings-Püttberge-Springspinnen nicht
mehr gesehen. Heute hüpfte mir dann aber doch endlich mal wieder ein Herr
einer V-Springspinne über den Weg. Ich konnte natürlich nicht widerstehen - nur
das Licht war leider ein wenig langweilig...
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 | | Aelurillus v-insignitus - V-Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.1798kl_r | 100 % | ![1798kl_r]() | Aelurillus v-insignitus V-Springspinne ♂ | 100mm; F/8; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Aelurillus v-insignitus - V-Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2011.1799kl_r | 100 % | ![1799kl_r]() | Aelurillus v-insignitus V-Springspinne ♂ | 100mm; F/8; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Weitere Infos zur Art und noch mehr Bilder gibt es hier und hier sowie
natürlich in der Galerie.
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| 13.09.2011 - Vier Flecken...
...auf dem Körper sind das Kennzeichen der Vierfleck-Kreuzspinne, die
nach der Gartenkreuzspinne die zweithäufigste
Kreuzspinne unserer Region ist. Ein ziemlich dickes Weibchen dieser Art fand ich heute morgen, an ihrem Gespinst herumkrabbelnd, auf meiner
Lieblingstrockenwiese.
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Dieser Aufenthaltsort ist eigentlich untypisch für die Tiere, da sie normalerweise
die meiste Zeit in ihrem Gespinst zubringen. Außerhalb dessen trifft man sie höchstens mal
in ihrem Netz an. Und das, im Gegensatz zu den meisten anderen Kreuzspinnenarten, auch nur dann,
wenn sich mal ein Beutetier darin verfangen hat. Die restliche Zeit warten sie geduldig in
ihrem Unterschlupf bis der Signalfaden, der vom Netz zum Gespinst führt, eine Bewegung signalisiert.
 | | Araneus quadratus - Vierfleck-Kreuzspinne |  |
| Nr. 2011.1944kl_r | 100 % | ![1944kl_r]() | Araneus quadratus Vierfleck-Kreuzspinne | 100mm; F/11; 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Araneus quadratus - Vierfleck-Kreuzspinne |  |
| Nr. 2011.1922kl_r | 100 % | ![1922kl_r]() | Araneus quadratus Vierfleck-Kreuzspinne | 100mm; F/6.3; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Die Vierfleck-Kreuzspinne ist, wie schon erwähnt, eine der häufigsten Kreuzspinnenarten
bei uns in Deutschland. Sie bevorzugt meist offene und etwas feuchte Standorte, scheut sich
aber auch nicht vor Trockenrasen.
Der Entwicklungszyklus der Art ist einjährig, das heißt,
die im Frühjahr geschlüpften Jungtiere entwickeln sich innerhalb eines Jahres zum reifen Tier, welches
dann wieder Eier legt, die den Winter überdauern. Bei der etwas häufigeren Gartenkreuzspinne
dauert die Entwicklung dagegen zwei Jahre.
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Die beiden Bilder entstanden übrigens zu unterschiedlichen Tageszeiten, zeigen aber das selbe Tier.
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| 17.09.2011 - Langsam aber sicher...
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|
...neigt sich die Makrosaison dem Ende zu. Am frühen Morgen überhaupt noch ein Insekt
an seinem Schlafplatz vorzufinden, grenzt nun schon fast an ein Wunder - vor allem,
wenn man den Ergeiz besitzt, immer etwas Neues ablichten zu wollen.
Heute hatte ich aber Glück!
Nach nur ein paar Minuten Suche, entdeckte ich eine große Raupenfliege, die sich den sehr
filigran wirkenden Samenstand eines Hasenklees als Übernachtungsmöglichkeit
ausgesucht hatte. Was will man mehr - ein tolles Motiv auf einem tollen Ansitz.
Und weil mir das in letzter Zeit nicht so oft passiert ist,
habe ich mich gleich mal über eine Stunde mit der Fliege beschäftigt. Wie schnell doch die Zeit vergeht!
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 | | Tachina fera - Raupenfliege |  |
| Nr. 2011.2058kl_r | 100 % | ![2058kl_r]() | Tachina fera Raupenfliege | 100mm; F/11; 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
 | | Tachina fera - Raupenfliege |  |
| Nr. 2011.2093kl_r | 100 % | ![2093kl_r]() | Tachina fera Raupenfliege | 100mm; F/8; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
Dabei sind natürlich viel zu viele Bilder entstanden und ich konnte mich wiedermal
nicht entscheiden. Deshalb gibt es heute auch ein paar Fotos mehr :-)
Bei meinem Fund handelt es sich im Übrigen um eine Raupenfliege mit der schönen lateinischen
Bezeichnung Tachina fera. Einen richtigen deutsche Namen besitzt sie hingegen nicht.
Jedoch werden sie und einige andere Arten aus der Gattung zusammenfassend auch als Igelfliege
bezeichnet.
Die Art ist, mit bis zu 1,5 cm Körpergröße,
eine der größten bei uns heimischen Raupenfliegen. Ihr bevorzugter Lebensraum sind Waldränder
und Lichtungen. In Deutschland ist sie überall ziemlich häufig und von April bis
Oktober vor allem auf Korb- und Doldenblütengewächsen anzutreffen.
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Ihre Larven schmarotzen in den Raupen von einigen Nachtfalterarten, wobei die Fliege
aber ihre Eier lediglich in der Nähe der Wirte ablegt. Die Larven schlüpfen jedoch sofort nach der Eiablage,
suchen sich selbständig die Raupe und dringen dann in sie ein, um sie von innen her aufzufressen.
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| 14.10.2011 - Mal wieder beim Balkonputz...
So, nun ist es doch tatsächlich schon wieder Herbst geworden - ich sehe mich noch
im Vorfrühling die ersten Seidenbienen fotografieren, als wäre es gestern gewesen.
Wie schnell doch die Zeit vergeht und man ist wieder dabei, wegen den ersten Nachfrösten,
die Kübel mit den empfindlichen Urlaubs-Mitbringseln in ihr Winterquartier zu bringen und auf dem Balkon
Klarschiff zu machen.
Wie schon bei den beiden letzten Putzaktionen liefen mir auch diesmal wieder ein paar
Spinnen über den Weg. Am hübschesten fand ich dieses Xysticus audax - Jungtier,
welches höchstwahrscheinlich von einer der umliegenden Kiefern auf einen unserer Balkonkästen
gefallen war. |
 | | Xysticus audax - Krabbenspinne |  |
| Nr. 2011.2819_20kl_r | 100 % | ![2819_20kl_r]() | Xysticus audax Krabbenspinne | 65mm; F/11 (DFF); 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Xysticus audax - Krabbenspinne |  |
| Nr. 2011.2777kl_r | 100 % | ![2777kl_r]() | Xysticus audax Krabbenspinne | 65mm; F/6.3; 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Mit seiner geringen Größe von nur 4 mm war es gleichzeitig auch ein tolles Versuchsobjekt für
mein nagelneues Lupenobjektiv. Was anderes blieb mir allerdings auch nicht übrig, denn mein
Lieblings-Makro hatte mir den Neuerwerb wohl ziemlich übelgenommen und daraufhin erst
einmal gleich seinen Dienst quittiert. Die gute Nachricht ist, es kann repariert werden - die
schlechte ist - es dauert zwei bis drei Wochen. Da muß ich mir halt bis auf Weiteres nur sehr kleine Motive suchen...
Infos zur Krabbenspinne erspare ich mir mal, davon gab es hier schon ein paar.
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| 17.10.2011 - Grün und stinkend...
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Ich dachte schon, daß das wohl ein ziemlich spinnenlastiger Oktober wird, denn
außer ein paar Achtbeinern ist hier wirklich im Moment nicht mehr viel fotogenes
unterwegs. Nicht mal ein paar hübsche Pilze sind in diesem Jahr zu finden.
Umso größer war dann allerdings auch meine Freude, auf einem Gänsefuß am Wegrand doch noch
etwas weniger "Spinniges" zu erspähen.
Zwar war dies, mit einer Grünen Stinkwanze, nur eine Allerweltsart, aber als
Testobjekt für mein neues Spielzeug war sie allemal gut genug, auch wenn sie
durch ihre Größe schon etwas den Rahmen eines Lupenobjektivs sprengt. Viel Raum konnte ich ihr nämlich
nicht geben, da ich schon zu tun hatte, sie überhaupt irgendwie vollständig auf den Chip zu bekommen.
Die Grüne Stinkwanze ist eine unserer häufigsten einheimischen Baumwanzen und überall
Deutschland weit verbreitet. Ihr Lebensraum ist das Blätterdach von Laubbäumen, wobei
sie vor allem Linden und Erlen bevorzugt. Jedoch kann man sie durchaus, wie hier, auch auf anderen
Pflanzen beobachten.
Die mit bis zu 15 mm Körperlänge zu den größeren bei uns vorkommenden Wanzen gehörende
Art ist normalerweise kaum zu übersehen und durch ihre
grasgrüne Farbe auch nicht mit anderen Vertretern ihrer Familie zu verwechseln.
Ihren Namen erhielt die Wanze im Übrigen wegen ihrer Fähigkeit, bei Gefahr ein stark stinkendes
Sekret absondern zu können, welches bei einigen Menschen sogar allergische Reaktionen auslöst.
Also am besten nicht streicheln !
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 | | Palomena prasina - Grüne Stinkwanze |  |
| Nr. 2011.2908kl_r | 100 % | ![2908kl_r]() | Palomena prasina Grüne Stinkwanze | 65mm; F/8; 1/50s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| 22.10.2011 - Babyschnirkler...
Bei meinem heutigen Kurzspaziergang inspizierte ich mangels Ideen einfach
einmal die Traubenkirschen-Büsche
am Wegesrand bzw. das was von ihnen geblieben
ist. Denn außer ein paar vertrockneter Blätter hat der Herbst leider nichts mehr übrig
gelassen.
Und just auf diesem, jeglichen Lebens beraubten alten Laub, entdeckte ich wirklich
noch etwas Umherkriechendes - im Moment
keine Selbstverständlichkeit mehr. Zwei winzige Babies einer nicht näher bestimmbaren
Schnirkelschnecken-Art hatten es wohl zu ihrer Spielwiese auserkoren.
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 | | Helicidae sp. - Schnirkelschnecken (Jungtiere) |  |
| Nr. 2011.3082bkl_r | 100 % | ![3082bkl_r]() | Helicidae sp. Schnirkelschnecken (Jungtiere) | 65mm; F/8; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Helicidae sp. - Schnirkelschnecken (Jungtiere) |  |
| Nr. 2011.3080ckl_r | 100 % | ![3080ckl_r]() | Helicidae sp. Schnirkelschnecken (Jungtiere) | 65mm; F/8; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Sie waren so klein, daß
ich selbst mein neues Lupenobjektiv ziemlich weit ausfahren mußte, um sie bildfüllend auf
meinen Chip zu bannen. Vor allem soll mir noch mal einer sagen, daß Schnecken langsam sind -
von ca. 20 Bildern sind nur diese beiden zumindest herzeigenswert.
Das zweite hat es mir wegen seiner Bildwirkung, durch die selektive Schärfe auf
dem Auge der einen Schnecke, besonders angetan. Man könnte fast meinen, sie
hat ihren Fokus ganz auf den Fotografen gelegt.
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| 11.11.2011 - Saisonende...
Nach einer äußerst erfolgreichen Makro-Saison gibt es inzwischen fast
keine Insekten mehr - vom passenden Wetter mal ganz zu schweigen. Irgendwie
hat aber auch meine Lust nachgelassen. Ich denke, die Winterpause kommt da gerade recht -
und außerdem warten nun erst einmal andere Aufgaben auf mich.
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 | | Asteroscopus sphinx - Herbst-Rauhaareule |  |
| Nr. 2011.3271_79kl_r | 100 % | ![3271_79kl_r]() | Asteroscopus sphinx Herbst-Rauhaareule | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/60s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Ein letztes Shooting im November gab es allerdings dann doch noch. Mein Motiv war
dabei ein eher unscheinbarer
Nachtfalter mit dem Namen
Herbst-Rauhaareule oder auch Sphinx-Eule.
Eigentlich handelt es sich um einen bei uns sehr häufigen und auch weit verbreiteten
Schmetterling, der
aber, aufgrund seiner unscheinbaren grauen Färbung und einer Spannweite von höchstens 4,5 cm,
sehr oft übersehen wird.
Die Falter erscheinen erst sehr spät im Jahr und fliegen zwischen Oktober und November meist
nach den ersten Nachtfrösten. Sie nehmen allerdings, im Gegensatz zu ihren Raupen, die sich von verschiedenen
Laubbäumen ernähren, dann keinerlei Nahrung mehr auf, da ihr Rüssel verkümmert und somit
funktionslos ist.
 | | Asteroscopus sphinx - Herbst-Rauhaareule |  |
| Nr. 2011.3263_70kl_r | 100 % | ![3263_70kl_r]() | Asteroscopus sphinx Herbst-Rauhaareule | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/50s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Ihr Lebensraum sind Wälder und Gebüsche. Männliche Falter kann
man aber auch sehr oft an künstlichen Lichtquellen beobachten - selbst noch bei
Temperaturen um den Gefrierpunkt.
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| 24.03.2012 - Blau...
Mein erster Ausflug in diesem Jahr, der sich nicht nur auf die Püttberge
beschränkte, führte mich nach Schwanebeck, nördlich von Berlin. Schon im
vorigen Jahr hatte mir ein befreundeter Fotograf von einem dort gelegenen
Teich erzählt, an dem es im März nur so von paarungswilligen Amphibien wimmeln
soll.
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|
Mit genau diesem Freund traf ich mich nun heute an eben diesem winzigen
Gewässer und war schlichtweg begeistert - er hatte nicht zuviel versprochen.
Das Objekt meiner Begierde war schon kräftig am "balzen".
Mir ging es nämlich nicht um
irgendwelche Lurche, sondern um den hier in einer kleinen, aber stabilen Population
vorkommenden Moorfrosch,
noch genauer gesagt, um die zur Paarungszeit blaugefärbten männlichen Tiere diese Art.
 | | Rana arvalis - Moorfrosch |  |
| Nr. 2012.5536kl_r | 100 % | ![5536kl_r]() | Rana arvalis Moorfrosch | 300mm; F/9; 1/125s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Rana arvalis - Moorfrosch |  |
| Nr. 2012.5515kl_r | 100 % | ![5515kl_r]() | Rana arvalis Moorfrosch | 300mm; F/7.1; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Schon seit meiner Kindheit wollte ich diesem Schauspiel einmal beiwohnen, habe aber bisher
noch nie die Gelegenheit dafür bekommen - auch weil ich bis dato kein Gewässer kannte,
an dem diese relativ seltene Froschart überhaupt vorkommt.
Als wärmeliebende Art liegt der Verbreitungsschwerpunkt des Moorfrosches bei uns im nördlichen und
östlichen Tiefland. Im restlichen Deutschland kommt er nur sehr lückenhaft vor und
ist teilweise sogar schon sehr stark bedroht.
Er besiedelt vor allem Lebensräume mit hohem Grundwasserstand, wie Moore oder Weichholzauen.
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| Solche Biotope sind in den letzten Jahren im Zuge von Trockenlegungen und Kultivierung
allerdings immer seltener geworden und die, die es noch gibt, liegen meist so weit auseinander,
daß sich die einzelnen Populationen nicht mehr miteinander vermischen können und so zwangsläufig
ihr Genpool schrumpft.
|
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Ein weiteres Problem für den Frosch ist die Beeinflussung seiner Laichgewässer durch
"sauren Regen". Sein Laich ist nämlich gegenüber Wasser mit sehr niedrigem ph-Wert
äußerst anfällig. Wird der Säuregehalt zu hoch, verpilzt der Laich und stirbt ab.
Aufgrund der Gefährdung dieser Art, ist sie europaweit geschützt und steht auch
in Deutschland auf der Roten Liste bedrohter Tierarten.
Wenn man dann widerrum ein solches Gewimmel von blauen, quakenden Fröschen sieht,
könnte man diese Tatsache schnell vergessen.
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 | | Rana arvalis - Moorfrosch |  |
| Nr. 2012.5627kl_r | 100 % | ![5627kl_r]() | Rana arvalis Moorfrosch | 300mm; F/9; 1/100s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
 | | Rana arvalis - Moorfrosch |  |
| Nr. 2012.5595ckl_r | 100 % | ![5595ckl_r]() | Rana arvalis Moorfrosch | 300mm; F/10; 1/200s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Durch
hormonelle Veränderungen kommt es direkt unter der Haut zu Wasseranlagerungen,
welche die Lichtbrechung verändern und den Frosch dann mehr oder weniger leuchtend
blau erscheinen lassen.
|
Apropos "Blau" - das blaue "Prachtkleid" tragen die ansonsten unscheinbar braun
gefärbten Männchen nur während der höchstens zwei Wochen dauernden Paarungszeit zwischen
Ende März und Anfang April.
 | | Rana arvalis - Moorfrosch |  |
| Nr. 2012.5434ckl_r | 100 % | ![5434ckl_r]() | Rana arvalis Moorfrosch | 420mm; F/8; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
| Der genaue Zweck der Verfärbung ist bisher noch nicht geklärt. Möglicherweise
dient sie dem Anlocken von Weibchen oder als Imponiersignal gegenüber
anderen Männchen. Genauso wenig weiß man, wie es zu der unterschiedlichen Intensität
in der Färbung von Tieren innerhalb der selben Population kommt. Scheinbar spielen
aber Umwelteinflüsse, die Witterung oder auch die Bestandsdichte eine Rolle dabei.
|
 | | Rana arvalis - Moorfrosch |  |
| Nr. 2012.5609kl_r | 100 % | ![5609kl_r]() | Rana arvalis Moorfrosch | 300mm; F/7.1; 1/200s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
Uns sind an diesem Tag jedenfalls Tiere in den vielfältigsten Farbtönen
begegnet - von braun, über purpur, bis hin zum
herrlichsten himmelblau.
Manchmal kam ich mir schon fast vor wie im Märchenwald und auch einige der Fotos sehen
eher nach einem Gemälde von Franz Marc als nach einem Abbild von realer Natur aus.
Ich kann nur jedem empfehlen, sich dieses Schauspiel einmal in natura anzusehen -
wenn die Möglichkeit dazu besteht. Fotos allein reichen nämlich bei weitem nicht aus,
um die ganze Schönheit dieser farbenfrohen Laune der Natur rüberzubringen.
|
| Vielen Dank für den unvergesslichen Ausflug lieber Alan!
|

| 17.09.2012 - Die Düne lebt noch...
Nicht nur in den Püttbergen war ich in den letzten Tagen in Sachen
Springspinnen-Projekt unterwegs - nein, auch der Schönower Heide mußte ich unbedingt noch
einen Besuch abstatten, bevor es richtig Herbst wird.
Bisher war ich jedes Jahr mindestens zweimal hier, doch in diesem Jahr sollte
das mein erster Besuch der herrlichen Heide- und Binnendünenlandschaft
sein - natürlich im Rahmen eines Familienausfluges.
|
|
Mein Hauptziel war es aber natürlich neue und vor allem großformatige hochauflösende
Fotos der hier vom mir schon
häufig besuchten Dünen-Springspinne zu schießen - einer
der seltesten Springspinnen-Arten Deutschlands.
An erwachsenen Tieren sind mir aber leider nur Männchen begegnet, die
Weibchen waren allesamt Jungtiere und recht winzig, so daß ich bei den
ersten warmen Sonnenstrahlen des nächsten Frühjahrs wohl gleich noch
einmal wiederkommen muß.
 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.5861_65kl_r | 100 % | ![5861_65kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.5852_60kl_r | 100 % | ![5852_60kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.5832_41kl_r | 100 % | ![5832_41kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
|
So müssen für mein Projekt also einstweilen die Fotos eines Weibchens
aus dem letzten Jahr reichen. Ein paar weitere Infos zur Art gibt es außerdem noch im Bericht vom Ausflug nach Jüterbog 2010.
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| 23.09.2012 - Unverhofft...
Nachdem ich vor ein paar Tagen nur reife Männchen der Dünen-Springspinne
aufspüren konnte, beschloß ich heute noch einmal die Schönower Heide aufzusuchen,
in der Hoffnung diesmal mehr Glück zu haben und auch ein adultes Weibchen für
mein Foto-Projekt zu finden. Viele Tage bleiben ja nun nicht mehr dafür,
bevor es kalt wird. Leider blieb mir aber auch bei meinem heutigen Besuch der Erfolg verwehrt.
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 | | Sitticus saltator - Springspinne juv. |  |
| Nr. 2012.6385kl_r | 100 % | ![6385kl_r]() | Sitticus saltator Springspinne juv. | 65mm; F/8; 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Sitticus saltator, wie mein Fund heißt, ist nämlich mit maximal
4 mm Körpergröße eine der kleineren Arten aus der Familie der Springspinnen. Und
diese Größe gilt für erwachsene Tiere - bei meinem Exemplar handelte es sich jedoch
noch um ein Jungtier.
 | | Sitticus saltator - Springspinne juv. |  |
| Nr. 2012.6371_76kl_r | 100 % | ![6371_76kl_r]() | Sitticus saltator Springspinne juv. | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Daß ich die Art überhaupt als
solche erkennen konnte, lag daran, daß ich sie bereits dieses Jahr im Rahmen eines
Projektes ablichten konnte und so ihren typischen Habitus noch vor meinem geistigen
Auge hatte.
Sitticus saltator ist eine typische Art offener und lockerer Sandflächen. Man findet sie insbesondere
auf Dünen - sowohl an der Küste als auch im Binnenland.
|
Allerdings
sprang mir ganz unverhofft eine andere Spinne vor die Füße, die ebenfalls
in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht.
Dabei konnte ich
von Glück reden, daß sie auch just in dem Moment am Springen war, als ich gerade
an ihr vorüberging und mit meinem patentierten Springspinnen-Aufspürblick den Boden
absuchte. So winzig wie die Kleine war, hätte ich die sonst nie wahrgenommen.
 | | Sitticus saltator - Springspinne juv. |  |
| Nr. 2012.6367_69bkl_r | 100 % | ![6367_69bkl_r]() | Sitticus saltator Springspinne juv. | 65mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
So mußte ich wohl oder übel mit einem Fotomotiv von nur 2 mm klarkommen, welches
noch dazu sehr agil zwischen den ganzen Flechten hin- und herhüpfte, die hier den Boden bedecken.
 | | Sitticus saltator - Springspinne juv. |  |
| Nr. 2012.6391_93kl_r | 100 % | ![6391_93kl_r]() | Sitticus saltator Springspinne juv. | 65mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
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Sitticus saltator ist im Übrigen die Springspinne, die im Vergleich zur ihrer Größe, in
meiner bisherigen Laufbahn als "Springspinnen-Forscher", die weitesten Sprünge gemacht hat. Mit
schätzungsweise bis zu 15 cm, was dem 50fachen ihrer Körpergröße entspricht,
macht sie ihrem "Familiennamen" wirklich alle Ehre.
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| 06.07.2012 - Spargel...
In diesem Jahr sind die bisherigen Besuche in der alten Heimat, bedingt durch unseren
Familienzuwachs, ein wenig rar ausgefallen. Makrofotografisch gesehen haben sie
eigentlich überhaupt nicht stattgefunden, denn das letzte mal waren wir im Winter in der Oberlausitz und
da gabs natürlich "wenige" Motive.
Um so größer war die Freude als wir nun bei schönstem Sommerwetter dort ankamen. Obwohl wir diesmal
eine ganze
Woche dort waren, hielt sich die Zeit zum Fotografieren aber auch diesmal in Grenzen. Selbst für eine
kleine Exkursion fand sich kein Platz in unserer Zeitplanung und so beschränkte ich meine Aufmerksamkeit auf einem Spargelbusch im Garten meiner Eltern.
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 | | Crioceris asparagi - Gemeines Spargelhähnchen (Paarung) |  |
| Nr. 2012.1570_71bkl_r | 100 % | ![1570_71bkl_r]() | Crioceris asparagi Gemeines Spargelhähnchen (Paarung) | 65mm; F/8 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Deshalb ist es natürlich auch nicht verwunderlich, daß die Tiere fast ihr ganzes Leben auf den Pflanzen verbringen.
Nach der Paarung im Frühsommer legen die Weibchen ca. 100 Eier, die sie senkrecht an den Spargelstängeln und Blättern anbringen.
 | | Crioceris asparagi - Gemeines Spargelhähnchen (junge Larve) |  |
| Nr. 2012.1501kl_r | 100 % | ![1501kl_r]() | Crioceris asparagi Gemeines Spargelhähnchen (junge Larve) | 65mm; F/8; 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Erst im April des Folgejahres erklimmen sie dann wieder ihre Futterpflanze, um sich reif zu fressen und
anschließend zu paaren, damit der Kreislauf wieder von vorn beginnen kann.
 | | Crioceris asparagi - Gemeines Spargelhähnchen |  |
| Nr. 2012.1474kl_r | 100 % | ![1474kl_r]() | Crioceris asparagi Gemeines Spargelhähnchen | 65mm; F/8; 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Eine interessante Sache gibt es noch. Wenn man mal einen erwachsenen Käfer in die Hand nimmt und
ihn ein wenig in Bedrängnis bringt, gibt dieser zirpende Geräusche von sich.
Das bewerkstelligt er durch das Aneinanderreiben von Chitinleisten, die sich an seinem Abdomen und den
Flügeldecken befinden.
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Um diese Zeit wimmelt es dort in jedem Jahr nur so von Spargelhähnchen in all ihren Entwicklungsstadien.
So beschloß ich einfach den Lebenszyklus dieser kleinen bunten Gesellen aus der Familie der Blattkäfer
fotografisch zu dokumentieren.
Sowohl die erwachsenen Käfer als auch deren Larven ernähren sich ausschließlich von Spargel. Dabei ist es
egal, ob es sich um wilde oder gezüchtete Spargelpflanzen handelt.
 | | Crioceris asparagi - Gemeines Spargelhähnchen (Eier) |  |
| Nr. 2012.1544_47bkl_r | 100 % | ![1544_47bkl_r]() | Crioceris asparagi Gemeines Spargelhähnchen (Eier) | 65mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Nach ein paar Tagen schlüpfen daraus winzige Larven, die bis zu ihrer Verpuppung - zirka 14 Tage später - durch intensive Fraßtätigkeit
bis auf fast einen Zentimeter Körperlänge anwachsen können. Vor allem die jungen Triebe und das
Blattgrün der Pflanzen haben es ihnen dabei angetan.
Durch ihre Vorliebe zählen sie zusammen mit ihrer Schwesternart, dem Zwölfpunkt-Spargelkäfer, zu den gefährlichsten
Schädlingen in den Spargelplantagen. Letzterer kommt allerdings nicht ganz so häufig vor und ernährt sich vor allem
von den Beeren der Pflanzen.
Sobald die Larven sich genug vollgefressen haben, kriechen sie den Stengel ihrer Nahrungspflanze
herab und verpuppen sich in einem Gespinst im Erdboden, aus welchem noch im Herbst des selben Jahres
der fertig entwickelte Käfer schlüpft.
Den Winter verbringen die Tiere dann unter Steinen, im Laub oder in den Stängeln der
Spargelpflanzen.
 | | Crioceris asparagi - Gemeines Spargelhähnchen (ältere Larve) |  |
| Nr. 2012.1520_22kl_r | 100 % | ![1520_22kl_r]() | Crioceris asparagi Gemeines Spargelhähnchen (ältere Larve) | 65mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Das Verbreitungsgebiet des Gemeinen Spargelhähnchens erstreckt sich über ganz Mitteleuropa und die südlichen
Teile Skandinaviens. Inzwischen kann man es allerdings auch in Asien und Nordamerika finden, wo es durch
uns Menschen eingeschleppt wurde.
 | | Crioceris asparagi - Gemeines Spargelhähnchen |  |
| Nr. 2012.1466kl_r | 100 % | ![1466kl_r]() | Crioceris asparagi Gemeines Spargelhähnchen | 65mm; F/8; 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Natürlich sind mir im Spargelgrün auch noch andere kleine Geschöpfe begegnet. Dabei war von Ameisen, über allerlei
Käfer, bis hin zu Kleinschmetterlingen fast alles vertreten, was das
Insektenreich zu bieten hat.
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 | | Palomena prasina - Grüne Stinkwanze (Larve) |  |
| Nr. 2012.1554bkl_r | 100 % | ![1554bkl_r]() | Palomena prasina Grüne Stinkwanze (Larve) | 65mm; F/8; 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ein Foto habe ich allerdings nur von einer der kleinen Wanzenlarven gemacht,
von denen auf fast jeder einzelnen Beere der Spargelpflanze eine saß und an dieser
herumknabberte.
Dabei waren sie durch ihre grüne Farbe auf den ersten Blick überhaupt nicht zu sehen und verschmolzen
quasi mit ihrer Umgebung.
Nachdem ich jedoch die erste entdeckt hatte, sprangen mir die anderen sofort
ins Auge. Und wie sie dann da alle so auf ihren Beeren hockten, mußte ich zwangsläufig an Baron Münchhausen denken :-)
Bei den Winzlingen handelte es sich im Übrigen um die Larven der Grünen Stinkwanze, einen unserer
häufigsten einheimischen Vertreter aus der Familie der Baumwanzen. Bisher war mir zwar noch nicht bekannt, daß auch
Spargel auf ihrem Speiseplan steht, aber man lernt ja nie aus.
Ein paar mehr Infos zu dieser Art und ein Foto der erwachsenen Wanze
gibt es in einem Bericht
aus den Püttbergen von Ende letzten Jahres.
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Da sieht man, daß auch auf einem Spargelbusch das Leben tobt. Man muß nur richtig hinschauen!
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| 30.08. - 10.09.2012 - Auf der Suche...
Vor ein paar Jahren hatte ich in meiner alten Heimat auf einer sumpfigen Orchideenwiese
eine ziemlich große Population der Springspinne Sitticus floricola entdeckt.
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|
Da ich für mein neues Projekt noch keine geeigneten Aufnahmen dieser Spinnen-Art besaß,
beschloß ich unseren spätsommerlichen Aufenthalt in der Oberlausitz zu nutzen,
um dieses tolle Biotop wieder einmal aufzusuchen und ein paar möglichst detailreiche Fotos der
winzigen Springer zu machen.
 | | Sitticus floricola - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2012_Spring.5008kl_r | 100 % | ![5008kl_r]() | Sitticus floricola Springspinne ♀ | 65mm; F/8; 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Sitticus floricola ist fast überall in Europa verbreitet und auch bei
uns in Deutschland in geeigneten Gebieten in der Regel nicht selten.
Die Art bevorzugt feuchtes aber offenes Gelände, welches sie z.B an Gewässerufern,
in Mooren oder auf Sumpfwiesen wie dieser vorfindet.
 | | Sitticus floricola - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012_Spring.4728kl_r | 100 % | ![4728kl_r]() | Sitticus floricola Springspinne ♂ | 65mm; F/8; 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Sitticus floricola - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2012_Spring.5138bkl_r | 100 % | ![5138bkl_r]() | Sitticus floricola Springspinne ♀ | 65mm; F/8; 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Leider war auf der Wiese jahreszeitlich bedingt springspinnentechnisch nicht mehr allzuviel los und
so benötigte ich mehrere Besuche, um sowohl Männchen als auch Weibchen
in allen von mir gewünschten Ansichten abzulichten. Gut, daß wir diesmal ein paar Tage länger hier
zu Gast waren.
 | | Sitticus floricola - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012_Spring.4764_67kl_r | 100 % | ![4764_67kl_r]() | Sitticus floricola Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Normalerweise findet man zumindest die Weibchen dieser Art recht einfach.
Sie heften ihre Gespinstsäcke meist oben an die Frucht- oder Blütenstände
von Pflanzen. Weil dies mehrere Tiere oft in unmittelbarer Nachbarschaft nebeneinander
machen, entstehen dadurch ziemlich
große und meist schon von weitem sichtbare Gemeinschaftsnester. Es wurden schon derartig
zusammengesetzte Komplexe mit bis zu zwanzig Tieren gefunden.
|
|
Im Hochsommer sitzen die Weibchen dann oft obenauf und bewachen ihren Nachwuchs.
Jetzt, Ende August, waren die meisten dieser Nester aber leider schon verlassen und
so konnte ich nur nach langem Suchen überhaupt die eine oder andere Spinne
finden.
|
 | | Sitticus floricola - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2012_Spring.5034_35ckl_r | 100 % | ![5034_35ckl_r]() | Sitticus floricola Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Sitticus floricola - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012_Spring.4881_86bkl_r | 100 % | ![4881_86bkl_r]() | Sitticus floricola Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
|
Ich hoffe nur, daß es dieses tolle Biotop auch in Zukunft noch geben wird, denn es
scheint leider zunehmens zu verbuschen. In der Vergangenheit wurde die Wiese zwar aufgrund
des reichen Vorkommens an Breitblättrigem Knabenkraut einmal im Jahr gemäht, bei meinem
diesjährigen Besuch sah es allerdings so aus, als ob die letzte Pflegemaßnahme dieser
Art schon eine ganze Weile länger her gewesen sein dürfte.
|

| 26.02.2012 - Erwachsen...
Pünktlich zu den ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen möchte ich
die diesjährige Makrosaison eröffnen. Und wie könnte es anders sein,
möchte ich das mit Hilfe einem meiner springenden Lieblinge tun.
Im Herbst des vorigen Jahres
hatte ich mich entschlossen ein noch unreifes Jungtier
einer Kettenstreifigen Springspinne
in den Wintermonaten in meine Obhut zu nehmen, in der Hoffnung, es
handelt sich um ein männliches Exemplar, welches ich bis dato noch nie vor
meiner Linse hatte.
|
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Und siehe da, ich hatte tatsächlich Glück. Anfang des Monats häutete sich der
ca. 2,5 mm kleine Winzling zum letzten Mal und ans Tageslicht kam ein wunderschön
gefärbtes Männchen.
 | | Euophrys frontalis - Kettenstreifige Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.4316_15kl_r | 100 % | ![4316_15kl_r]() | Euophrys frontalis Kettenstreifige Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Euophrys frontalis - Kettenstreifige Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.4289_92kl_r | 100 % | ![4289_92kl_r]() | Euophrys frontalis Kettenstreifige Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Sobald es draußen noch ein wenig wärmer ist, werde ich ihn wieder in seine
gewohnte Umgebung entlassen. Hoffentlich bekommt er dann dort auch soviel zu
Fressen, wie bei mir ;-)
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|
Infos zur Art gibt es hier..
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| 04.03.2012 - Auf der Mauer, auf der Lauer...
...naja, vielleicht nicht gerade auf der Mauer, aber dafür in altem Laub und
an morschen Bäumen sah man am heutigen Tage sehr viele Feuerwanzen.
Die ersten warmen Strahlen der Frühlingssonne hatten sie zu tausenden aus ihren
Überwinterungsquartieren gelockt.
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 | | Pyrrhocoris apterus - Feuerwanze |  |
| Nr. 2012.4571_74kl | 100 % | ![4571_74kl]() | Pyrrhocoris apterus Feuerwanze | 100mm; F/16 (DFF); 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Meistens sah man die Haufen aus
hunderten von Tieren gleich von Weitem - manchmal waren es aber auch nur ein paar, die sich zusammenkuschelten. Solche Gebilde werden im Übrigen durch ausgesonderte Pheromone zusammengehalten.
Fühlt sich
eine Wanze gestört, sondert sie ein Wehrsekret ab und die Ansammlung löst sich sehr rasch auf.
Die bis zu 12 mm große Feuerwanze ist eine der häufigsten bei uns heimischen
Wanzenarten - wobei die Häufigkeit von Süd nach Nord etwas abnimmt.
Man findet sie oft an sonnigen Orten, vor allem in der Nähe von Linden
und Malvengewächsen. Die Tiere ernähren sich vom Saft herabgefallener Samen der Pflanzen, saugen
aber auch direkt an ihnen.
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Eine weitere, allerdings viel weniger farbenfrohe Vertreterin aus der Familie der
Wanzen, entdeckte meine "Assistentin" am Wegrand auf einer verdorrten Pflanze. So unscheinbar
gefärbt und mit einer Größe von höchstens 8 mm hätte ich sie wahrscheinlich glatt übersehen -
eine perfekte Tarnung halt.
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Es handelte sich um eine Punktierte Glasflügelwanze, die ihr Hauptverbreitungsgebiet
eigentlich im Süden Europas hat. Nördlich der Alpen beschränkt sich ihr Vorkommen lediglich
auf einige wenige wärmere Gegenden - sogenannte Wärmeinseln.
Als Lebensraum bevorzugen die Tiere meist trockene Graslandschaften oder Ödland. Sie ernähren sich
dort von Blütennektar, wobei ihre Vorliebe wohl einigen Korbblütengewächsen, wie z.B. der
Schafgarbe, gilt.
Die Wanze gehört zur Unterfamilie der Glasflügelwanzen, die in Deutschland mit lediglich
15 Arten aus 7 Gattungen vertreten ist.
Vielen Dank für die Bestimmung an F. Marquard aus dem Forum von
Insektenfotos.de.
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 | | Stictopleurus punctatonervosus - Punktierte Glasflügelwanze |  |
| Nr. 2012.4544kl_r | 100 % | ![4544kl_r]() | Stictopleurus punctatonervosus Punktierte Glasflügelwanze | 100mm; F/11; 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Nach einem so erfolgreichen Start ins Makrojahr 2012 freue ich mich schon wieder
richtig auf die Saison. Die Frage ist nur, ob ich in diesem Jahr überhaupt noch genügend
Zeit für mein Hobby finden werde, bei der radikalen Lebensveränderung, die im
Moment schon ihren kleinen Schatten voraus wirft ;-)
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| 10.03.2012 - Ach, wie niedlich...
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Dieses kleine Winkerzikaden-Weibchen fand ich heute morgen
auf unserem Balkon. Es wird scheinbar langsam zur Routine, daß mir
dort bei jedem Frühlings-Balkonputz ein neues Getier vor die Linse kommt.
Der nur ca. 6 mm große, zu den Zwergzikaden gehörende Winzling wurde
wohl von der abendlichen Beleuchtung unseres Wohnzimmers angezogen.
Es handelte sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um eine Streifenwinkerzikade.
Da die Unterscheidung der drei bei uns vorkommenden Acericerus-Arten jedoch
nicht ganz einfach ist, ist die Bestimmung anhand meiner Fotos leider nicht hundertprozentig.
Vielen Dank an Dr. Herbert Nickel für seine Hilfe!
 | | Acericerus cf. vittifrons - Streifenwinkerzikade |  |
| Nr. 2012.4602_596kl_r | 100 % | ![4602_596kl_r]() | Acericerus cf. vittifrons Streifenwinkerzikade | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Acericerus cf. vittifrons - Streifenwinkerzikade |  |
| Nr. 2012.4590_93bkl_r | 100 % | ![4590_93bkl_r]() | Acericerus cf. vittifrons Streifenwinkerzikade | 65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Nahrungsquelle der Gattung Acericerus verrät im Übrigen der Wortstamm
in ihrem lateinischen Vornamen - Acer. Sie ernähren sich nämlich ausschließlich
von Ahorn-Arten, wobei jede der drei heimischen Zikadenarten dabei eine andere
Vorliebe hat. Acericerus vittifrons zum Beispiel bevorzugt den Feld-Ahorn.
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| 11.03.2012 - Ein wenig trüb...
...begann der heutige Sonntag. Da es aber trotzdem frühlingshaft warm war,
standen die Chancen in den Püttbergen ein paar krabbelnde Motive vor meine
Linse zu bekommen ziemlich gut. Das Ergebnis fiel dann aber doch eher nüchtern aus.
Lediglich zwei Models konnte ich innerhalb von 3 Stunden aufspüren und
für ein Shooting begeistern. Doch vor allem der böige Wind brachte mich dabei
fast zur Verzweiflung.
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 | | Dolycoris baccarum - Beerenwanze |  |
| Nr. 2012.4699kl_r | 100 % | ![4699kl_r]() | Dolycoris baccarum Beerenwanze | 100mm; F/8; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Mein erstes Motiv sonnte sich gerade auf der freigelegten
Wurzel einer uralten Kiefer. Leider wurde es aber sehr aktiv, als
ich ihm bis auf ein paar Zentimeter auf die Pelle rückte. Ein
Foto glückte trotzdem.
Allerdings handelte es sich mit einer Beerenwanze
eher um einen untypischen Bewohner meiner Lieblingsbinnendüne.
Die Art kommt normalerweise eher in Gärten und an lichten
Waldrändern vor, wo genügend Beerensträucher verfügbar sind.
Denn Früchte sind, wie der Name der Wanze schon verrät, deren
Hauptnahrung.
Die Wanzenart ist in ganz Europa weit verbreitet. Bei uns
in Deutschland ist sie eine der häufigsten Vertreterinnen
der Unterfamilie der Baumwanzen und mit bis zu 1,2 cm Körpergröße
ist sie auch gleichzeitig eine der größten.
|
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Mein Lieblingsbild des heutigen Tages ist allerdings ein anderes.
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|
In einem Busch von vertrocknetem Heidekraut hatte sich eine
Listspinne in makrofotografisch schönster
Pose auf die Lauer nach Beute gelegt.
Wahrscheinlich war diese überwinterte Jungspinne sehr hungrig, aber
noch nicht zum Wohnungsbau gekommen, denn normalerweise erbeutet diese
Raubspinnenart ihre Nahrung aus einem Wohn- und Jagdnetz
heraus. Dabei ist sie sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv.
Die Listspinne kommt in ganz Europa vor. Sie stellt keine besonderen
Ansprüche an ihren Lebensraum und besiedelt deshalb fast alle Habitate,
hat jedoch eine Vorliebe für feuchte Biotope.
Im Frühjahr beginnt die Fortpflanzungszeit, in der die
Männchen ihr Gespinst verlassen, um sich auf die Suche nach potentiellen
Partnerinnen zu machen.
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 | | Pisaura mirabilis - Listspinne |  |
| Nr. 2012.4742ckl_r | 100 % | ![4742ckl_r]() | Pisaura mirabilis Listspinne | 100mm; F/8; 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Interessant zu erwähnen wäre dabei, daß das Männchen um das Weibchen
dann mit Hilfe eines sogenannten Brautgeschenkes, in Form eines umsponnenen
Beutetiers, wirbt. Nur wenn das Präsent den Geschmack der Angebeteten
trifft, wird sich diese auch mit ihrem Verehrer paaren. Dieses Verhalten
hat ihr auch den volkstümlichen Namen "Brautgeschenkspinne" eingebracht. Gut, daß wir
keine Listspinnen sind!
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| 16.03.2012 - Eine Frage der Zeit...
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|
...war es eigentlich nur, bis mir irgendwann ein passender Mann
zu meinem Anyphaena accentuata - Weibchen
vom vorigen Jahr begegnen sollte.
Diese Art ist nämlich recht häufig, aber aufgrund ihrer nachtaktiven Lebensweise selten zu sehen. Heute war es nun aber
endlich soweit. Während ich eine weitere Ecke unseres Balkons aus ihrem Winterschlaf befreite,
kam es mir aus einem kleinen Haufen alten Laubs vom letzten Herbst hervorgelaufen.
Ich konnte es auch nur kurz für ein Shooting begeistern und einmal mehr ist es deshalb nur bei einer Frontalansicht
geblieben.
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 | | Anyphaena accentuata - Zartspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.4863kl_r | 100 % | ![4863kl_r]() | Anyphaena accentuata Zartspinne ♂ | 100mm; F/8; 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Ein paar Infos zur Art gibt es im Posting vom letzten Jahr.
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| 17.03.2012 - Der Frühling ist da...
Zwanzig Grad und strahlender Sonnenschein und das auch noch zu Beginn des Wochenendes -
was will man mehr. Also nix wie raus in die Natur auf eine kleine Fotopirsch und
mal schauen was sich so findet...
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Und siehe da, ich mußte gar nicht lange suchen, da hatte ich auch schon mein erstes Motiv
gefunden - die Raupe einer Breitflügeligen Bandeule, hängend an einem Grashalm.
Wahrscheinlich hing sie da noch von ihrem Freßausflug in der letzten Nacht.
Denn eigentlich sind diese Raupen nur als ganz junge Tiere tagaktiv, später verstecken
sie sich während des Tages in der Krautschicht und klettern erst in der Dunkelheit
zu ihrem Freßplatz - manchmal auch mehrere Meter hoch auf Bäume oder Sträucher.
Die Raupe dieses Nachtfalters ernährt sich, im Gegensatz zu denen vieler anderer,
polyphag. Das heißt,
sie frißt an vielen verschiedenen Futterpflanzen und ist nicht auf das Vorkommen
einer besonderen Pflanzenart angewiesen.
Dieser Umstand sowie die geringen Allgemeinansprüche
an ihren Lebensraum machen die Breitflügelige Bandeule zu einem unserer häufigsten
einheimischen Eulenfalter.
Der Falter überwintert im übrigen als Raupe und verpuppt sich erst im Frühling
des folgenden Jahres.
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 | | Noctua comes - Breitflügelige Bandeule |  |
| Nr. 2012.4901_03ckl | 100 % | ![4901_03ckl]() | Noctua comes Breitflügelige Bandeule | 100mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Eigentlich ist es aber eher ungewöhnlich, daß einem zu dieser Jahreszeit bei einem
Spaziergang als erstes eine Raupe begegnet. Normalerweise sind es nämlich eher
Bienen oder auch ein paar wärmebedürftige Achtbeiner, die einem jetzt
über den Weg fliegen bzw. krabbeln.
Zur zweiten Gruppe gehörte dann auch mein nächster Fotokandidat. Es handelt sich
hier höchstwahrscheinlich um ein Jungtier von Tibellus oblongus. Nur
"höchstwahrscheinlich", weil zwar meine Literatur sagt, daß man die Art deutlich
durch ihre nur zwei vorhandenen Punkte auf dem Hinterkörper von der zweiten
bei uns heimischen Art dieser Gattung unterscheiden kann, einige
Spezialisten im Forum
mitteleuropäischer Spinnen allerdings die Erfahrung gemacht haben, daß die
Punktanzahl keineswegs zur Bestimmung herangezogen werden kann.
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 | | Tibellus cf. oblongus - Laufspinne |  |
| Nr. 2012.4959_62ckl_r | 100 % | ![4959_62ckl_r]() | Tibellus cf. oblongus Laufspinne | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Die zu den Laufspinnen gehörende Spezies ist überall in Mitteleuropa weit
verbreitet und sowohl in sehr feuchten als
auch in trockenen Lebensräumen anzutreffen.
Allerdings wird sie, trotz ihrer tagaktiven Lebensweise,
häufig übersehen, da sie eine perfekte Tarnstrategie entwickelt hat. Sobald sie nämlich eine
Bedrohung wahrnimmt, begibt sie sich einfach auf die dem Störenfried abgewandte Seite ihres
momentanen Ansitzes. Wirklich perfekt zum Fotografieren!
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Sie haben auch
schon Tibellus oblongus - Tiere mit deutlich mehr als zwei Punkten gefunden und
halten deshalb die zwei Arten nur anhand ihrer Genitalien für wirklich unterscheidbar.
Aufgrund der
Püttberge als Lebensraum und ihres häufigeren Vorkommens im Gegensatz zu ihrer
Schwesternart Tibellus maritimus, ist die Wahrscheinlichkeit hier Tibellus
oblongus vor der Linse gehabt zu haben trotzdem recht hoch.
 | | Tibellus cf. oblongus - Laufspinne |  |
| Nr. 2012.4970_69_68bkl_r | 100 % | ![4970_69_68bkl_r]() | Tibellus cf. oblongus Laufspinne | 100mm; F/8 (DFF); 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Nicht viel weniger gut getarnt war mein nächstes Motiv. Ganz im Gegenteil, nur aufgrund
seines Bewegungsdranges habe ich es überhaupt wahrgenommen. Aus 1,70 m
Höhe betrachtet wußte ich jedoch erst einmal gar nicht, was da unter mir herumkroch und
auch von näherem gesehen, sah es mit seinen langen Beinen eher wie eine Schnake aus als
nach dem, was es am Ende wirklich war.
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Es handelte sich nämlich um eine Wanze - genauer gesagt um eine Schnakenwanze.
Sie gehört zu den Stelzenwanzen und ist damit eine von nur 9 Arten dieser Wanzenfamilie
in Mitteleuropa.
Ihr Lebensraum sind Trockenrasen und Sanddünen, wo sie sich meist unter Grasbüscheln oder
anderen Pflanzen versteckt hält, von denen sich die Wanze auch ernährt.
 | | Neides tipularius - Schnakenwanze |  |
| Nr. 2012.5085_86kl_r | 100 % | ![5085_86kl_r]() | Neides tipularius Schnakenwanze | 100mm; F/10 (DFF); 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Neides tipularius - Schnakenwanze |  |
| Nr. 2012.5045bkl_r | 100 % | ![5045bkl_r]() | Neides tipularius Schnakenwanze | 100mm; F/8; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Selbst ohne ihre langen Beine zählt sie mit einer Körpergröße bis
zu 11 mm zu den größten der bei uns heimischen Wanzen.
Die an ihrem auffallenden Stirnfortsatz sehr leicht zu erkennende Art
überwintert als erwachsenes Tier und ist meist schon bei den ersten warmen
Sonnenstrahlen im Vorfrühling aktiv.
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Interessanterweise sind die Wanzen als Larven und frisch geschlüpfte Erwachsene im Frühsommer
noch grün gefärbt, wechseln jedoch ihre Farbe im Laufe ihres Lebens dann ins Graubraune. Vielleicht
passen sie sich damit einfach im Zyklus der Jahreszeiten der sie umgebenden Vegetation
an.
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| 18.03.2012 - Kleine Wölfe...
Schon seit den ersten warmen Tagen laufen mir immer wieder sehr kleine Wolfspinnen
in den Püttbergen über den Weg - hauptsächlich an offenen Stellen
im Sonnenschein zwischen herumliegenden Kiefernadeln. Bisher waren sie mir immer zu schnell
und ein Shooting schien mir zu anstrengend...
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Heute habe ich mir aber mal etwas Zeit dafür genommen und eine
von ihnen bei perfektem Licht auf einem wunderschön gefärbten
Stück Kiefernrinde abgelichtet. Meine Geduld hat sich doch gelohnt, oder?
 | | Pardosa lugubris s.l. - Wolfspinne |  |
| Nr. 2012.5176kl_r | 100 % | ![5176kl_r]() | Pardosa lugubris s.l. Wolfspinne | 100mm; F/8; 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Die ursprünglich als Pardosa lugubris bezeichnete Art wurde nämlich inzwischen in mindestens
6 neue Arten aufgespalten, die man aber anhand eines Fotos nicht
wirklich auseinanderhalten kann.
Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch ihr Paarungsverhalten und können
nur anhand des Baus der männlichen Taster wirklich sicher bestimmt werden.
Weibliche Tiere dieser Arten kann man allerdings ohne ihr männliches
Gegenstück mit einzusammeln überhaupt nicht voneinander unterscheiden.
Pardosa lugubris s.l. kommt in ganz Mitteleuropa vor und ist bei uns
eine der häufigsten einheimischen Wolfspinnen. Mit
höchstens 7 mm Körpergröße gehört sie allerdings auch zu den Kleinsten dieser
Familie.
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 | | Pardosa lugubris s.l. - Wolfspinne |  |
| Nr. 2012.5180kl_r | 100 % | ![5180kl_r]() | Pardosa lugubris s.l. Wolfspinne | 100mm; F/8; 1/60s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Im Spinnen-Forum
wurde mir das Tier als ein unreifes Männchen von Pardosa lugubris s.l.
bestimmt.
Am "s.l." vom lateinischen "sensu lato" für "im weiteren Sinne" kann man
erkennen, daß es sich hier aber lediglich um die Bezeichnung für eine Sammelart handelt.
Das heißt, daß mehrere Arten, die meist schwer von einander zu unterscheiden sind,
mit diesem Namen angesprochen werden.
 | | Pardosa lugubris s.l. - Wolfspinne |  |
| Nr. 2012.5185bkl_r | 100 % | ![5185bkl_r]() | Pardosa lugubris s.l. Wolfspinne | 100mm; F/8; 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Man
findet die Tiere das ganze Jahr hindurch - sogar an milden Wintertagen. Sie bevorzugen offene und
sonnigen Stellen als Lebensraum, an denen man sie meist in sehr großer Anzahl beobachten kann.
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 | | Xysticus cf. audax - Krabbenspinne |  |
| Nr. 2012.5198_97kl_r | 100 % | ![5198_97kl_r]() | Xysticus cf. audax Krabbenspinne | 100mm; F/2.8 (DFF); 1/200s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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| 23.03.2012 - Ein springendes Zebra...
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 | | Salticus scenicus - Zebraspringspinne juv. |  |
| Nr. 2012.5323_24kl_r | 100 % | ![5323_24kl_r]() | Salticus scenicus Zebraspringspinne juv. | 65mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Trotz herrlichstem Frühlingswetter bin ich aus Zeitmangel heute nicht in die
Püttberge gekommen. Für ein tolles Motiv war das aber auch gar nicht notwendig,
denn was da beim Müllrausbringen auf dem Gartenzaun herumrannte, reichte mir
völlig.
Ich mußte nur noch schnell die Kamera holen und hoffen, daß die kleine
Zebraspringspinne noch an Ort und Stelle ist, wenn ich zurückkomme.
Ich hatte Glück, was aber auch kein Wunder war, bei dem Tempo, was ich an den Tag
legte.
Die Zebraspringspinne ist eine unserer häufigsten heimischen Springspinnen. Als
typische Kulturfolgerin kann man sie sehr oft an Gebäudefassaden oder anderen Mauern
in unserer direkten Nachbarschaft beobachten.
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Weitere Infos zur Art gibt es in einem Beitrag
vom letzten Jahr.
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| 23.03.2012 - Selten aber schnell...
Und da mir meistens immer dann etwas fotogenes über den Weg läuft, wenn
ich eigentlich keine Zeit habe, ist mir auch noch am Nachmittag ein kleiner
sechsbeiniger Geselle auf unserem Hof vor die Füße geflogen.
Leider war er auch so schnell wieder abgehoben, wie er gelandet war, und
ließ mir gerade mal zwei Minuten, um ein paar Fotos zu machen. Und selbst in
dieser Zeit krabbelte er noch umher...
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 | | Maladera holosericea - Blatthornkäfer |  |
| Nr. 2012.5337kl_r | 100 % | ![5337kl_r]() | Maladera holosericea Blatthornkäfer | 100mm; F/8; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Deshalb ist auch nur ein Bild relativ zeigenswert geworden. Aufgrund des
nicht gerade häufigen Vorkommens des Käfers - es handelt sich hier
um Maladera holosericea - möchte ich es aber trotzdem zeigen.
Die Art gehört, genau wie der bekannte Maikäfer, zur Familie der Blatthornkäfer,
ist aber im Gegensatz zu diesem, mit höchstens 1 cm Körperlänge, viel kleiner
und auch viel seltener.
Maladera holosericea trifft man bei uns im allgemeinen nur vereinzelt -
meistens in trockenen Sandgebieten, wie den Püttbergen.
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Deshalb hoffe ich auch, daß zu dem einen Foto in näherer Zukunft noch
ein paar weitere hinzukommen.
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| 25.03.2012 - Ein krabbelnder Smaragd...
Nach meinem gestrigen Ausflug zu den Moorfröschen
habe ich mich heute wieder mit einem Nachmittagsspaziergang in den Püttbergen begnügt. Doch
auch hier war einiges los...
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Das Insekt des Tages war aber ein herrlich grünglänzender Gemeiner Rosenkäfer,
der gerade auf den austreibenden Sprossen eines Strohblumenbusches herumkrabbelte, als
ich daran vorbeikam.
Er bewegte sich aufgrund der heute etwas kühleren Temperaturen zum Glück recht
gemächlich, so daß ich ein paar Fotos machen konnte. Im Sommer hingegen ist es fast unmöglich
von diesen munteren Kameraden ein anspruchsvolles Bild zu machen.
 | | Cetonia aurata - Gemeiner Rosenkäfer |  |
| Nr. 2012.5677bkl_r | 100 % | ![5677bkl_r]() | Cetonia aurata Gemeiner Rosenkäfer | 100mm; F/5; 1/50s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Cetonia aurata - Gemeiner Rosenkäfer |  |
| Nr. 2012.5698kl_r | 100 % | ![5698kl_r]() | Cetonia aurata Gemeiner Rosenkäfer | 100mm; F/6.3; 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Der Gemeine Rosenkäfer ist der einzige Vertreter seiner Gattung in Mitteleuropa -
wobei er dabei, als
wärmeliebende Art, im Süden häufiger anzutreffen ist als im Norden.
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Die Larven der Käfer entwickeln sich zwei Jahre lang im morschen Holz abgestorbener
Bäume und sind bei ihrer Verpuppung fast 5 cm lang. Interessanterweise erreichen
die Käfer selbst lediglich eine Körpergröße von "nur" 2 cm.
In Deutschland steht die
Art unter Naturschutz!
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| 01.04.2012 - Fett und glänzend...
Als ich heute morgen die Kübelpflanzen auf unseren Balkon raus brachte, die
wegen der kalten Temperaturen ihre Nächte noch in der Wohnung fristen müssen,
entdeckte ich auf einem vertrockneten Ast unserer Balkonkübelkirsche eine
ziemlich dicke und schon von weiten durch ihren Glanz auffallende Spinne.
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Leider war es ziemlich windig und so hatte ich arge Schwierigkeiten sie
scharf auf meinen Chip zu bannen. Die Gelegenheit wollte ich mir dennoch nicht
entgehen lassen, da es sich hier um ein Weibchen der eigentlich nachtaktiven
Fettspinne handelte, die man sonst meist nur bei Dunkelheit zu Gesicht
bekommt.
Die Art ist allerdings eine unserer häufigsten einheimischen Spinnenarten. Sie kommt
nahezu in ganz Europa vor. Man findet sie sehr oft innerhalb von Gebäuden, wo sie
durch ihre Anspruchslosigkeit selbst noch in warmen Räumen mit sehr trockener Luft
überleben kann.
 | | Steatoda bipunctata - Fettspinne |  |
| Nr. 2012.5866kl_r | 100 % | ![5866kl_r]() | Steatoda bipunctata Fettspinne | 100mm; F/8; 1/100s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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 | | Steatoda bipunctata - Fettspinne |  |
| Nr. 2012.5854kl_r | 100 % | ![5854kl_r]() | Steatoda bipunctata Fettspinne | 100mm; F/8; 1/125s; ISO 640
Canon EOS 50D |
 | | Steatoda bipunctata - Fettspinne |  |
| Nr. 2012.5817bkl_r | 100 % | ![5817bkl_r]() | Steatoda bipunctata Fettspinne | 100mm; F/8; 1/60s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Zimmerecken und Fensternischen sind dabei die bevorzugten Stellen an denen die Spinne ihre
Netze baut.
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| 11.04.2012 - Zehn Minuten Pause...
Nachdem die letzte Woche aufgrund des Einzuges eines
neuen kleinen Mitbewohners in unser Leben eher chaotisch
verlief und mir keine Zeit für mein Hobby ließ, hatte ich heute
mal 10 Minuten für ein paar Fotos.
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Weit konnte ich mich allerdings nicht von unserer Wohnung
entfernen und so suchte ich mir einfach ein Motiv auf
unserem Hof. Das war auch schnell gefunden, denn zwischen den
Rasengittersteinen blühen seit
ein paar Tagen gleich mehrere Exemplare Sand-Schaumkresse.
Dieser kleine weiß bis rosa blühende Kreuzblütler ist
in Deutschland weit verbreitet. Normalerweise bevorzugt die Art
eher nährstoffarme,
trockene und sonnige Standorte.
Aber wahrscheinlich haben sich ein paar Samen von den großen Beständen,
die die offenen Sandflächen der Püttberge beherbergen auf unseren
Parkplatz verirrt.
 | | Arabidopsis arenosa - Sand-Schaumkresse |  |
| Nr. 2012.6132kl_r | 100 % | ![6132kl_r]() | Arabidopsis arenosa Sand-Schaumkresse | 100mm; F/7.1; 1/800s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Arabidopsis arenosa - Sand-Schaumkresse |  |
| Nr. 2012.6142kl_r | 100 % | ![6142kl_r]() | Arabidopsis arenosa Sand-Schaumkresse | 100mm; F/6.3; 1/640s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Danach gings dann aber sofort wieder zum kleinen Schreihals zwei Etagen höher :-)
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| 16.04.2012 - Noch ein Baby...
...war diese Wolfspinne, die uns heute, während des nachmittäglichen
Kinderwagenschiebens, auf einer Trockenwiese in den Püttbergen
über den Weg lief. Die genaue Art ist leider in diesem
Entwicklungsstadium noch nicht herauszubekommen, läßt sich aber
meiner Ansicht nach schon auf zwei Arten einschränken.
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| Entweder handelt es sich hier um Alopecosa fabrilis oder um
Alopecosa schmidti. Beide Arten kämen aufgrund des
Lebensraums durchaus in Frage.
 | | Alopecosa sp. - Wolfspinne |  |
| Nr. 2012.6274kl_r | 100 % | ![6274kl_r]() | Alopecosa sp. Wolfspinne | 100mm; F/3.5; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Alopecosa sp. - Wolfspinne |  |
| Nr. 2012.6275kl_r | 100 % | ![6275kl_r]() | Alopecosa sp. Wolfspinne | 100mm; F/3.5; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
|
Vielleicht läuft man sich ja später im Jahr noch einmal über den Weg. Dann hat
einer von uns noch ein paar Häutungen mehr hinter sich und einer sicheren Bestimmung
steht nichts mehr im Wege.
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| 19.04.2012 - Gut getarnt...
Bereits im März konnte ich hunderte von Pardosa lugubris
Jungtieren beobachten. Heute lief mir ein erwachsenes
Weibchen dieser bei uns sehr häufigen Wolfspinnenart
über den Weg.
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 | | Pardosa lugubris s.l. - Wolfspinne |  |
| Nr. 2012.6416kl_r | 100 % | ![6416kl_r]() | Pardosa lugubris s.l. Wolfspinne | 100mm; F/8; 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
Wenn sie sich nicht gerade bewegt hätte, wäre sie für mich, aufgrund
ihrer ausgezeichneten Tarnung, wohl glatt
unsichtbar geblieben.
 | | Pardosa lugubris s.l. - Wolfspinne |  |
| Nr. 2012.6431kl_r | 100 % | ![6431kl_r]() | Pardosa lugubris s.l. Wolfspinne | 100mm; F/4.5; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
|
Infos zur Art bzw. zum Artenkomplex gibt es im Bericht vom Vormonat.
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| 20.04.2012 - Fünfzehn Beine...
...hatten meine heutigen Motive zusammen.
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 | | Rilaena triangularis - Weberknecht |  |
| Nr. 2012.6497kl_r | 100 % | ![6497kl_r]() | Rilaena triangularis Weberknecht | 100mm; F/8; 1/100s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Mein erstes hatte genau
acht davon und war ein sehr kleiner Weberknecht. Gleich mehrere dieser
offensichtlich noch nicht ausgewachsenen Tiere krabbelten mir heute
während einer Stippvisite am Waldrand über den Weg.
Laut Jörg Pageler aus dem Spinnen-Forum
handelt es sich hierbei um Rilaena triangularis, einer besonders im
Frühjahr sehr häufig anzutreffenden Art. Um diese Jahreszeit laufen einem allerdings immer
nur Jungtiere über den Weg. Reife Exemplare findet man
später im Jahr - jedoch deutlich seltener.
Die Art ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet und
stellt keine besonderen Ansprüche an ihren Lebensraum. Man
trifft sie sowohl in feuchten Wäldern als auch in eher trockenen
Umgebungen an.
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Mein zweites Motiv war einmal mehr eine Wolfspinne. Heute
war mir ein Männchen von Trochosa terricola vor die Linse
gekommen und damit die bessere Hälfte meines
Fundes vom Monatsanfang. Leider besaß der Arme nur noch eines seiner Vorderbeine, was ihn
aber nicht weiter
zu stören schien.
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 | | Trochosa terricola - Wolfspinne |  |
| Nr. 2012.6604_06kl_r | 100 % | ![6604_06kl_r]() | Trochosa terricola Wolfspinne | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
Scheinbar ersetzte er es in seinen Bewegungen einfach durch das dahintergelegene
Bein des zweiten Paares.
 | | Trochosa terricola - Wolfspinne |  |
| Nr. 2012.6557kl_r | 100 % | ![6557kl_r]() | Trochosa terricola Wolfspinne | 100mm; F/8; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
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Das machte er so perfekt, daß mir das am Anfang
gar nicht wirklich auffiel. Infos zur Art gibt es hier.
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| 21.04.2012 - Ein hübscher Schmarotzer...
Schon im vorigen Jahr konnte ich mit Sphecodes albilabris
eine Bienenart beobachten, die als sogenannter "Kuckuck" ihre Eier in die Nester anderer artfremder Bienen legt,
damit sich deren Larven dann dort statt denen der eigentlichen Wirtsbiene vom angelegten
Nektar- und Pollenvorrat ernähren.
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 | | Nomada lathburiana - Rothaarige Wespenbiene |  |
| Nr. 2012.6687kl_r | 100 % | ![6687kl_r]() | Nomada lathburiana Rothaarige Wespenbiene | 100mm; F/5.6; 1/125s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die meisten dieser Kuckucksbienen haben sich dabei auf einen Wirt spezialisiert. Bei
oben genannter Art ist das zum Beispiel die Frühlings-Seidenbiene. Nun leben aber
hier in den Püttbergen noch eine ganze Anzahl weiterer Bienenarten, die ihre "eigenen"
Kuckucksbienen besitzen. Im vorigen Jahr konnte ich zum Beispiel mehrere Male
die Weiden-Sandbiene
beobachten. Eine ihrer Nest-Kolonien, in denen sie meist sehr gesellig zusammenlebt,
konnte ich damals allerdings nicht aufspüren.
Durch Zufall ist mir dies aber in der vorigen Woche bei einem Spaziergang gelungen.
Und wo sehr viele Bienennester sind, ist dann meist auch der dazugehörige "Kuckuck"
nicht weit!
Bei der Weiden-Sandbiene kommen gleich mehrere Arten als Kuckucksbienen in Frage. Eine von
ihnen ist die Rothaarige Wespenbiene.
Ein Exemplar davon konnte ich am frühen Morgen an seinem Schlafplatz, mitten in der Sandbienenkolonie,
fotografieren - erst noch mit seinen Mundwerkzeugen am Stengel hängend, später dann beim Aufwärmen.
 | | Nomada lathburiana - Rothaarige Wespenbiene |  |
| Nr. 2012.6708_07kl_r | 100 % | ![6708_07kl_r]() | Nomada lathburiana Rothaarige Wespenbiene | 100mm; F/8 (DFF); 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Die Art ist in den vielen mitteleuropäischen Sandgebieten anzutreffen, vorausgesetzt
natürlich eine ihrer Wirtsbienenarten ist im Gebiet heimisch. Ihre Individuenanzahl ist
jedoch meist relativ gering.
Normalerweise läßt sich die Rothaarige Wespenbiene von einigen anderen Arten ihrer
Gattung anhand von Fotos kaum unterscheiden - einzig und allein das Vorkommen eines ihrer Wirte
in direkter Nähe läßt hier meines Erachtens eine nahezu hundertprozentige Bestimmung zu.
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| 24.04.2012 - Lang ersehnt...
Nachdem ich in den Püttbergen vor zwei Jahren die Raupe
eines Wolfsmilchschwärmers beobachten konnte, habe ich den ganzen vergangenen Sommer nach einem
Falter Ausschau gehalten - leider ohne Erfolg.
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Vielleicht hätte ich ja aber nur nicht danach suchen dürfen. Denn heute - ich hatte
schon überhaupt nicht mehr daran gedacht - saß er dann auf einmal wie aus dem Nichts einfach so vor mir!
Während eines kurzen abendlichen Spaziergangs fiel mir im Augenwinkel inmitten eines
Grüppchens von Zypressen-Wolfsmilch ein ziemlich buntes dickes
Etwas auf. Natürlich ahnte ich sofort, was ich da vor mir hatte und brauchte
nur eine Sekunde um mir meinen Fund aus der Nähe zu betrachten.
Vor mir saß tatsächlich ein wunderschönes Exemplar eines Wolfsmilchschwärmers.
So völlig unbeschädigt wie er aussah, war er vermutlich erst vor kurzem geschlüpft - vielleicht
direkt unter dieser Wolfsmilchpflanze, an der er nun hing.
Seine Raupe hatte sich möglicherweise im letzten Herbst, nachdem sie sich dick und rund
gefressen hatte, direkt unter ihrer Futterpflanze eingegraben und an dieser Stelle
überwintert.
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 | | Hyles euphorbiae - Wolfsmilchschwärmer |  |
| Nr. 2012.6761b2kl_r | 100 % | ![6761b2kl_r]() | Hyles euphorbiae Wolfsmilchschwärmer | 100mm; F/5.6; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ein wenig zeitig war der kleine allerdings schon dran, denn die Falter
schlüpfen laut meinen Informationen eigentlich erst ab Mitte Mai. Mir sollte es jedoch recht sein :-)
Und weil die Dämmerung noch nicht begonnen hatte, blieb der nachtaktive Falter auch ganz
ruhig sitzen und gewährte mir so ein paar Fotos von ihm.
|
 | | Hyles euphorbiae - Wolfsmilchschwärmer |  |
| Nr. 2012.6759ckl_r | 100 % | ![6759ckl_r]() | Hyles euphorbiae Wolfsmilchschwärmer | 100mm; F/7.1; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Hyles euphorbiae - Wolfsmilchschwärmer |  |
| Nr. 2012.6745d2kl_r | 100 % | ![6745d2kl_r]() | Hyles euphorbiae Wolfsmilchschwärmer | 100mm; F/5; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ich denke auch nicht, daß er sich gestört fühlte, denn Wolfsmilchschwärmer zeigen bei
Beunruhigung ansonsten ein sehr interessantes Abwehrverhalten. Sie drohen ihrem
Gegenüber, indem sie den Hinterleib nach unten krümmen und ihre Flügel weit auseinander
spreizen. Beides konnte ich so nicht beobachten.
Viele weitere Infos zu dieser bei uns nicht sehr häufigen Schwärmerart gibt es in meinem Bericht zur Raupe.
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| 29.04.2012 - Farbenfroher Neophyt...
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Schon seit einigen Tagen blüht an mehreren eher halbschattigeren und
etwas feuchteren Stellen der Püttberge eine bis einen Meter hohe
Pflanze mit auffälligen lila gefärbten Blüten.
Es handelt sich hierbei um einen Vertreter aus der großen Familie
der Kreuzblütengewächse - das Einjährige Silberblatt.
Seine Heimat ist ursprünglich der südeuropäische Raum. Als typische
Zierpflanze alter Bauerngärten hat die Art allerdings inzwischen auch
den Weg, mittels der Verbreitung über ihre Samen, in unsere "wilde"
Natur gefunden und befindet sich momentan weiter in Ausbreitung.
Sie wird
in Deutschland deshalb auch als Neophyt geführt. Jedoch ist sie weit weniger invasiv
als viele andere Arten, die durch ihre zunehmende Verbreitung sogar einheimische
Arten verdrängen.
In Berlin ist das Einjährige Silberblatt bereits vielerorts fester
Bestandteil der Pflanzengesellschaften und zum Beispiel als bunter Farbtupfer
von den Böschungen der S-Bahn-Linien schon gar nicht mehr wegzudenken.
Ihren Namen trägt die Pflanze aber nicht aufgrund der hübschen Blüten,
sondern wegen ihrer nicht weniger auffallenden silberfarbenen tellerförmigen
Samenschoten, die man noch bis tief in den Winter an den vertrockneten Pflanzen bewundern kann und
aufgrund derer die Art sicherlich vor langer Zeit Einzug in unsere Gärten
gehalten hat.
Wenn ich es nicht vergesse, werde ich im Herbst einfach mal versuchen auch
die hübschen Samenstände der Pflanze entsprechend fotografisch in Szene zu setzen.
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 | | Lunaria annua - Einjähriges Silberblatt |  |
| Nr. 2012.6830_34bkl_r | 100 % | ![6830_34bkl_r]() | Lunaria annua Einjähriges Silberblatt | 100mm; F/5 (DFF); 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| 04.05.2012 - Ausgestorben...
Mein heutiger Fund freut mich ganz besonders, auch wenn die Fotos, aufgrund des sehr
ungeduldigen Motivs, eher suboptimal ausgefallen sind und am Ende sogar nur eins
mehr oder weniger herzeigbar ist.
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Der Grund für meine Freude ist die Seltenheit der Art. Laut aktueller Roter Liste
aus dem Jahre 2005 gilt diese nämlich im Land Berlin momentan als ausgestorben.
Die Rede ist vom Dottergelben Flechtenbärchen - einem Nachtfalter aus
der Unterfamilie der Bärenspinner. Die Falter sind zwar überall in Mitteleuropa weit
verbreitet, jedoch aufgrund der hohen Ansprüche an ihren Lebensraum inzwischen vielerorts recht
selten geworden.
Sie bevorzugen warme und lichte Ränder von Laubmischwäldern, sind dabei
aber zusätzlich auf das Vorkommen verschiedener baumbesiedelnder Flechtenarten
angewiesen, von denen sich die Raupen der Schmetterlinge ernähren.
Da viele Flechten im Allgemeinen jedoch als relativ anspruchsvoll gelten und insbesondere auf
Luftverschmutzung sehr sensibel
reagieren, sind sie vielerorts selten geworden. Gleiches gilt
deshalb auch für die meisten Arten, deren Nahrungsgrundlage sie darstellen.
Die Falter können eine Flügelspannweite von
bis zu 3 cm erreichen und sind durch ihre kräftige gelbe Färbung recht auffällig. Sie
fliegen in den Monaten Mai und Juni, weshalb der Falter auch Frühlings-Flechtenbär
genannt wird.
Raupen der Art findet man ab Juli bis in den September hinein - dann verpuppen
sie sich in einem bräunlichen Gespinnst und überwintern, um im folgenden
Frühjahr als fertiger Schmetterling daraus zu schlüpfen.
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 | | Eilema sororcula - Dottergelbes Flechtenbärchen |  |
| Nr. 2012.7052ckl_r | 100 % | ![7052ckl_r]() | Eilema sororcula Dottergelbes Flechtenbärchen | 100mm; F/7.1; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Vielleicht erhasche ich ja im Spätsommer auch noch eine Foto der hübschen und ziemlich haarigen Raupe
des Falters. Ich werde einfach mal verstärkt auf flechtenbewachsenen Ästen nach ihnen Ausschau halten.
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| 06.05.2012 - Es grünt so grün...
Eigentlich war ich heute auf der Suche nach einer dieser hübschen
Schnepfenfliegen, die mir in den letzten Tagen immer einmal wieder
über den Weg flogen - aufgrund der kühlen Witterung aber leider ohne
Erfolg.
Während ich meine Blicke so über die Blätter der kleineren Gehölze
am Wegesrand schweifen ließ, die sich gerade noch so in Kopfhöhe
befanden, entdeckte ich stattdessen aber ein nicht minder attraktives
Fotomotiv in Form eines Weibchens einer Grünbraunen Krabbenspinne.
Sie war gerade dabei sich zu putzen.
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Die Art ist in Deutschland weit verbreitet und eine unserer
häufigsten heimischen Krabbenspinnen. Ihr Lebensraum
sind vor allem Laubwälder und deren Ränder. Man findet sie dort
auf Bäumen und Sträuchern - seltener mal in der Krautschicht.
Aufgrund ihrer nahezu perfekten Tarnung wird sie jedoch wohl
meistens übersehen, auch wenn sie wahrscheinlich nahzu überall
anzutreffen ist.
 | | Diaea dorsata - Grünbraune Krabbenspinne |  |
| Nr. 2012.7181_84dkl_r | 100 % | ![7181_84dkl_r]() | Diaea dorsata Grünbraune Krabbenspinne | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Diaea dorsata - Grünbraune Krabbenspinne |  |
| Nr. 2012.7167kl_r | 100 % | ![7167kl_r]() | Diaea dorsata Grünbraune Krabbenspinne | 100mm; F/8; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Vor meinem geschulten Auge konnte sie sich jedenfalls nicht verstecken ;-)
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| 03.06.2012 - Wie die Zeit vergeht...
Aufgrund eines anderen fotografischen
Projektes bin ich den ganzen Mai leider
nicht zum Fotografieren in den Püttbergen gekommen. Heute habe ich mich dann
aber doch mal dazu gezwungen und wenigstens einen kleinen Rundgang gemacht.
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 | | Dioctria hyalipennis - Gemeine Habichtsfliege ♂ |  |
| Nr. 2012.9735bkl_r | 100 % | ![9735bkl_r]() | Dioctria hyalipennis Gemeine Habichtsfliege ♂ | 100mm; F/11; 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Die häufigste unserer einheimischen Habichtsfliegen ist hinsichtlich der Wahl ihres
Lebensraums recht anspruchslos - lediglich eine Vorliebe für Waldränder scheint sie zu besitzen.
Außer in Europa ist die Art aber auch in Asien und sogar in Nordamerika verbreitet.
Wie viele andere Raubfliegen, ernährt sich auch diese bis zu 13 mm große Fliege räuberisch.
Hauptsächlich erbeutet sie dabei während des Fluges andere Insekten.
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Die Natur ist in diesem einem Monat förmlich explodiert! Wegen meines Zeitmangels
bin ich allerdings nur ein paar wenige hundert Meter gegangen. Mehr bedurfte es
jedoch auch nicht, um ein geeignetes Motiv zu finden.
An einem ausgedörrten Flockenblumenblütenstand vom letzten Jahr hatte es sich das Männchen
einer Gemeinen Habichtsfliege gemütlich gemacht und wartete darauf, daß die
ersten Strahlen der warmen Morgensonne seinen Körper aufheizen.
 | | Dioctria hyalipennis - Gemeine Habichtsfliege ♂ |  |
| Nr. 2012.9758_61kl_r | 100 % | ![9758_61kl_r]() | Dioctria hyalipennis Gemeine Habichtsfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/40s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Damit ist es wieder eine Raubfliege weniger auf meiner Liste und eine mehr
in meinem Projekt :-)
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| 09.06.2012 - Habicht Teil II ...
Nachdem ich vor ein paar Tagen
schon eine Habichtsfliege habe
fotografieren können, flog mir heute gleich wieder ein ähnliches Exemplar vor meine
Linse. Ganz gleich sah sie für mich als Laien allerdings nicht aus.
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In der Hoffnung ich hätte eine weitere Art der Gattung Dioctria in
den Püttbergen gesichtet, habe ich die kleine Raubfliege, so geduldig wie sie war, natürlich gleich ausgiebig
von allen Seiten abgelichtet.
Als Bestimmungsmerkmal wird bei dieser Gattung unter anderem die weiße Bestäubung
der Körperseiten herangezogen. Der bei meinem Fund nicht ganz geschlossene weiße Ring an
dieser Stelle ließ mich zumindest auf eine andere Art hoffen, obwohl der Rest dieses
Mini-Räubers für mich schon wieder ziemlich nach Dioctria hyalipennis aussah.
Der deutsche Raubfliegen-Experte Danny Wolff hat dann meine Vermutung auch bestätigt und das Tier einwandfrei als
die Gemeine Habichtsfliege identifiziert. Das letzte Teilstück des Rings über den Mittelhüften
kann wohl bei dieser Art etwas variieren.
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 | | Dioctria hyalipennis - Gemeine Habichtsfliege ♂ |  |
| Nr. 2012.0023_25kl_r | 100 % | ![0023_25kl_r]() | Dioctria hyalipennis Gemeine Habichtsfliege ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | Dioctria hyalipennis Gemeine Habichtsfliege ♂ |  |
| Nr. 2012.0051_55kl_r | 100 % | ![0051_55kl_r]() | Dioctria hyalipennis Gemeine Habichtsfliege ♂ | 65mm; F/11 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | Dioctria hyalipennis Gemeine Habichtsfliege ♂ |  |
| Nr. 2012.0010_15kl_r | 100 % | ![0010_15kl_r]() | Dioctria hyalipennis Gemeine Habichtsfliege ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | Dioctria hyalipennis Gemeine Habichtsfliege ♂ |  |
| Nr. 2012.0045_48kl_r | 100 % | ![0045_48kl_r]() | Dioctria hyalipennis Gemeine Habichtsfliege ♂ | 65mm; F/11 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ein bißchen schade ist das zwar, aber so sind wenigstens
noch ein paar schöne Fotos der Art entstanden, die ich vielleicht nicht gemacht
hätte, wenn ich schon vorher gewußt hätte, um was es sich hier handelt.
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| 10.06.2012 - Spinnenliebe...
Auf der selben Trockenwiese, auf der ich schon im März
ein junges Weibchen einer Laufspinne aus der Gattung Tibellus beim Lauern auf Beute beobachten
konnte, durfte ich heute Zeuge einer Paarung dieser Spinnenart werden.
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Sehr interessant dabei zu beobachten war, wie "zärtlich" das Männchen sich seine Partnerin permanent
zurechtrückte, während sie das ganze minutenlange "Spiel", ohne auch nur eine Regung zu zeigen, über sich ergehen ließ.
Leider hinderte mich die ständige Bewegung des Männchens aber auch eine passende
Perspektive zu finden, in der auch nur 8 der 16 Beine oder wenigstens ein paar Augen in
akzeptabler Schärfe zusammen auf meinem Chip hätten landen können.
 | | Tibellus cf. oblongus - Laufspinne |  |
| Nr. 2012.0213kl_r | 100 % | ![0213kl_r]() | Tibellus cf. oblongus Laufspinne | 100mm; F/11; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Tibellus cf. oblongus - Laufspinne |  |
| Nr. 2012.0260kl_r | 100 % | ![0260kl_r]() | Tibellus cf. oblongus Laufspinne | 100mm; F/8; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Dafür gaben die beiden dann aber nach ihrem Akt ein umso entspannteres Fotomotiv ab ;-)
Ein paar Infos zur Spinne und eine Erläuterung, warum man die Art anhand eines Fotos nicht ganz eindeutig
als Tibellus oblongus
bestimmen kann, gibt es in meinem Bericht vom März.
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| 11.06.2012 - Schaum...
Dieses Jahr wollte ich eigentlich verstärkt nach Zikaden Ausschau
halten und hatte mich zu diesem Zweck schon mit entsprechender Literatur
eingedeckt. Bis auf meinen Fund im März
hatte ich allerdings bisher wenig Erfolg in der Hinsicht.
Eigentlich ist das aber auch kein Wunder, denn zumindest bei uns in Mitteleuropa sind
die meisten Vertreter
dieser Insekten-Familie entweder sehr winzig oder ziemlich
unauffällig.
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 | | Aphrophora corticea - Kiefernschaumzikade |  |
| Nr. 2012.0310_12kl_r | 100 % | ![0310_12kl_r]() | Aphrophora corticea Kiefernschaumzikade | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Viel eher endeckt man eigentlich die Schaumgebilde an Gräsern und krautigen Pflanzen,
denen diese Zikaden-Unterfamilie ihren Namen verdankt. Der sogenannte Kuckucksspeichel
wird von den Larven
der Insekten erzeugt und umhüllt diese als Schutz vor Freßfeinden.
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Zu der zweiten Sorte gehören auch alle heimischen Schaumzikaden, die
zwar in den meisten Fällen mit bis zu 1 cm Körpergröße zu den "Giganten" der
mitteleuropäischen Zikaden-Fauna gehören, jedoch fast ausnahmslos unscheinbar
bräunlich gefärbt sind.
 | | Aphrophora corticea - Kiefernschaumzikade |  |
| Nr. 2012.0326_28kl_r | 100 % | ![0326_28kl_r]() | Aphrophora corticea Kiefernschaumzikade | 100mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Meinem heutigen Fund, einer Kiefernschaumzikade, hat ihre perfekte
Tarnung allerdings nicht genutzt - ich habe sie trotzdem in Mitten der ganzen Kiefernnadeln
entdeckt. Und von Nahem betrachtet,
sieht die Kleine dann auch gar nicht mehr so unscheinbar aus, oder?
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| 22.06.2012 - Durstig...
...war dieses Phlegra fasciata - Männchen scheinbar. Denn als ich
schon fast am verzweifeln war, weil der Gute überhaupt nicht einmal
innehalten wollte, damit ich ein paar Fotos von ihm machen konnte,
setzte er sich plötzlich ganz ruhig auf ein vom nächtlichen Regen völlig durchnässtes
Stück Moos und sättigte an diesem seinen Durst. Ich nutzte die Gelegenheit natürlich sofort für ein ausgiebiges Shooting.
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 | | Phlegra fasciata - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.1037_42kl_r | 100 % | ![1037_42kl_r]() | Phlegra fasciata Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Phlegra fasciata - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.1109_14kl_r | 100 % | ![1109_14kl_r]() | Phlegra fasciata Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Leider erwieß sich das Moos dafür als ziemlich anspruchsvolle
Umgebung. Denn bei diesen Maßstäben wird aus einem augenscheinlich glatten Polster
auf einmal ein widerspenstiges Etwas mit vielen "Ästchen", die
einem ständig die Sicht versperren.
 | | Phlegra fasciata - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.1054_57bkl_r | 100 % | ![1054_57bkl_r]() | Phlegra fasciata Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Diese sich fast ausschließlich am Boden aufhaltende Springspinnenart bevorzugt
besonders sandige oder kiesige Gebiete mit vielen vegetationsfreien Stellen.
Die offenen Sandflächen der Püttberge bieten ihr da natürlich
einen perfekten Lebensraum.
Außer hier im Flachland kann man dieser Spinne in Mitteleuropa aber auch in den
gebirgigeren Regionen
begegnen.
Sie ist überall recht häufig, wird jedoch, aufgrund ihres unscheinbaren
Äußeren, recht selten wahrgenommen.
Die Männchen werden maximal 6 mm groß und sind im Gegensatz zu
den kontrastreich gestreiften Weibchen ( ) einfarbig dunkelbraun gefärbt.
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Wie man sieht, braucht es allerdings nur einen geeigneten Maßstab und das passende Licht, und
schon erkennt man, daß auch die Herren der Schöpfung visuell durchaus zu überzeugen wissen...
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| 28.06.2012 - Schabi Alonso...
...habe ich meinen heutigen Fund aus Anlaß des Sieges der spanischen
Fußball-Nationalmannschaft über Portugal beim EM-Halbfinale am gestrigen Abend genannt.
Ich lach mich immmer noch darüber schlapp...
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Der richtige Name dieses kleinen Prachtkerls, der mir da auf einem Veilchenblatt
vor die Linse gekrabbelt kam, ist allerdings Ectobius lapponicus - zu deutsch Lappländische Schabe.
Die Art ist eine von lediglich 12 in Mitteleuropa vorkommenden Schabenarten, im
Gegensatz zu den bekannten und viel größeren Vertretern dieses Dutzends aber nicht in
menschlichen Behausungen seßhaft.
Vielmehr bevorzugt die maximal 15 mm groß werdende Schabe Waldränder als ihren
Lebensraum, wo sie auf Bäumen,
Sträuchern und Gräsern ständig nach Nahrung
auf der Suche ist. Interessanterweise halten sich die Weibchen dabei eher in Bodennähe auf,
während die Herren der Schöpfung auch mal in den oberen Etagen zu finden sind.
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 | | Ectobius lapponicus - Lappländische Schabe ♀ |  |
| Nr. 2012.1327kl_r | 100 % | ![1327kl_r]() | Ectobius lapponicus Lappländische Schabe ♀ | 100mm; F/8; 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Von ihrer sehr ähnlichen Schwesternart Ectobius silvestris, der Gemeinen Waldschabe, unterscheidet sie
sich durch die Färbung ihres Halsschildes und die Länge der Deckflügel bei den Weibchen. Eine Schabe im
Wald ist im Übrigen gleich weit weniger ekelig als eine in der Küche :-)
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Auch meinem zweiten Fund bin ich im letzten Jahr schon einmal begegnet,
allerdings in Form seiner Raupe. Umso mehr war ich natürlich begeistert, nun auch
einmal den fertigen Schmetterling bewundern zu dürfen. Die Rede ist vom
Wermut-Mönch, einem Nachtfalter aus der Famlie der Eulen-Falter.
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 | | Cucullia absinthii - Wermut-Mönch |  |
| Nr. 2012.1753_56kl_r | 100 % | ![1753_56kl_r]() | Cucullia absinthii Wermut-Mönch | 100mm; F/8 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Cucullia absinthii - Wermut-Mönch |  |
| Nr. 2012.1728_30bkl_r | 100 % | ![1728_30bkl_r]() | Cucullia absinthii Wermut-Mönch | 100mm; F/8 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Im Gegensatz zu
seiner Raupe kann man am Falter im Übrigen auch erst erkennen, warum
die Gattung überhaupt den Namen "Mönch" trägt. Der kapuzenartige Kopfschmuck ist aber auch ein
echter Hingucker.
Auch hier gibt es ein paar Infos zur Art im Bericht vom
letzten Jahr.
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| 16.07.2012 - Oft gesehen...
...aber immer ignoriert, habe ich in den letzten Jahren einige
bei uns häufige Springspinnen-Arten, weil ich der Meinung war,
daß ich sie sowieso jederzeit mal wieder finde.
Da ich aber nun an meinem neuen Projekt arbeite, das irgendwann mal
möglichst viele europäischen Springspinnen in qualitativ sehr hochwertigen
Fotos zeigen soll, habe ich beschlossen mich nun auch mal diesen
häufigen Arten zu widmen. Den Anfang macht ein Sitticus pubescens -
Männchen, welches heute morgen an unserer Hauswand herumkraxelte.
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 | | Sitticus pubescens - Vierpunktspringspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.2349bkl_r | 100 % | ![2349bkl_r]() | Sitticus pubescens Vierpunktspringspinne ♂ | 65mm; F/8; 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Sitticus pubescens - Vierpunktspringspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.2270_75kl_r | 100 % | ![2270_75kl_r]() | Sitticus pubescens Vierpunktspringspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Dies ist auch der Lebensraum, in dem man diesem Synanthropen hauptsächlich
begegnet. Als wärmeliebende Art, die in freier Natur sonnige und warme Felsen
bevorzugt, hat sie sich
inzwischen perfekt dem menschlichen Siedlungsbereich angepaßt. Man trifft sie
vor allem an Hauswänden, an Zäunen, aber auch in unseren Wohnungen selbst.
Das Verbreitungsgebiet der nur 4-5 mm großen Springspinne dehnt sich
von Europa über Rußland bis in die USA aus.
 | | Sitticus pubescens - Vierpunktspringspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.2245_51kl_r | 100 % | ![2245_51kl_r]() | Sitticus pubescens Vierpunktspringspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
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Mal sehen, wie lange es dauert, bis mir das Weibchen über den Weg läuft? Aber
wenn man darauf wartet...
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| 20.07.2012 - Und ewig lockt der Spargel...
Seit ich während meines letzten Aufenthaltes in der Oberlausitz die
Entwicklung des Gemeinen Spargelhähnchens dokumentieren konnte, kann ich
an keiner Spargelpflanze mehr vorbeilaufen, ohne mir diese etwas genauer
anzusehen - immer auf der Suche nach einem weiteren Vertreter aus der Gattung
Crioceris.
Und wo werde ich am Ende fündig? Genau! In meinen heißgeliebten Püttbergen!
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 | | Crioceris quatuordecimpunctata - Großgefleckter Spargelkäfer |  |
| Nr. 2012.2545_47kl_r | 100 % | ![2545_47kl_r]() | Crioceris quatuordecimpunctata Großgefleckter Spargelkäfer | 65mm; F/8 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Und eben diesen meinte ich auch vor meiner Linse gehabt zu haben - zumindest bis zu dem Zeitpunkt
als ich diesen Text hier anfing zu schreiben. Beim recherchieren erkannte ich dann
meinen Irrtum.
Tatsächlich handelt es sich bei meinem heutigen Fund um den Großgefleckten Spargelkäfer,
einem weiteren Vertreter dieser Gatttung, der dem Gemeinen Spargelkäfer zwar zum Verwechseln
ähnlich sieht - aber eben doch nicht ganz gleicht.
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Da sitzen doch tatsächlich auf einer der wilden Spargelpflanzen, von denen
es hier ein paar in den Randzonen der offenen Sandflächen gibt, ein halbes
Dutzend des Objektes meiner Begierde.
Nur war es gar nicht
die Art, auf die ich vorbereitet war. Eigentlich kannte ich bisher, außer dem bereits
oben erwähnten Spargelhähnchen, nämlich nur noch den Gemeinen Spargelkäfer, der
auf der Liste der Spargelschädlinge gleich hinter diesem den zweiten Platz einnimmt,
aber nicht ganz so häufig ist.
 | | Crioceris quatuordecimpunctata - Großgefleckter Spargelkäfer |  |
| Nr. 2012.2560_63kl_r | 100 % | ![2560_63kl_r]() | Crioceris quatuordecimpunctata Großgefleckter Spargelkäfer | 65mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
|
Mit Hilfe der lateinischen Namen der Käfer kann man den Unterschied
dann auch leicht erkennen - vorausgesetzt man ist des Zählens mächtig. Mein
Kandidat hat nämlich genau zwei Punkte mehr auf seinem wunderschön orange
gefärbten Flügeldecken als seine zwölfpunktige Verwandschaft.
Und ich hatte mich schon gefreut, nicht weiter jede Spargelpflanze
näher untersuchen zu müssen, an der ich vorbeikomme. Aber ich bin sehr zuversichtlich, daß
die Suche nicht mehr allzu lange dauern wird :-)
|


| 23.07.2012 - Zwei Räuber...
...in unmittelbarer Nachbarschaft enthält meine heutige Erfolgsbilanz.
Beim ersten handelt es sich sogar um einen Erstfund für mich und zwar um
einen, nach dem ich schon länger gesucht habe. Die Rede ist von einer männlichen Striemen-Raubfliege, dessen
Weibchen ich im Rahmen meines Raubfliegen-Projektes
bereits im letzten Jahr fotografieren konnte.
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 | | Neomochtherus pallipes - Striemen-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2012.2904_07kl_r | 100 % | ![2904_07kl_r]() | Neomochtherus pallipes Striemen-Raubfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Neomochtherus pallipes - Striemen-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2012.2919_21kl_r | 100 % | ![2919_21kl_r]() | Neomochtherus pallipes Striemen-Raubfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ein paar Infos zur Art gibt es im Bericht vom letztem Jahr.
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| 29.07.2012 - Die Punktzahl stimmt...
Nach meinem nun fast täglichem Abgrasen sämtlicher wilder Spargelpflanzen in den Püttbergen
habe ich doch heute tatsächlich Erfolg gehabt und zwischen den dutzenden von
Großgefleckten Spargelkäfern, für die meine Augen ja, nach meinem Faupax von letzter Woche, inzwischen geschärft ist, dann
doch noch einen Zwölfpunkt-Spargelkäfer
erspäht, dem meine Suche galt.
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 | | Crioceris duodecimpunctata - Zwölfpunkt-Spargelkäfer |  |
| Nr. 2012.3322_27ckl_r | 100 % | ![3322_27ckl_r]() | | Bild nicht gefunden. | |
Vieleicht
ist im Moment einfach nur die falsche Zeit und die zweite Jahres-Generation läßt hier noch etwas auf
sich warten, während sie beim Großgefleckten Spargelkäfer schon am Start ist.
 | | Crioceris duodecimpunctata - Zwölfpunkt-Spargelkäfer |  |
| Nr. 2012.3297_302kl_r | 100 % | ![3297_302kl_r]() | Crioceris duodecimpunctata Zwölfpunkt-Spargelkäfer | 65mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Allerdings hätte ich nicht gedacht, daß das so schwierig sein kann,
denn soweit ich weiß, ist dieser hübsche Käfer viel häufiger als sein
ebenfalls orange gefärbter Kamerad mit den zwei Punkten mehr.
 | | Crioceris duodecimpunctata - Zwölfpunkt-Spargelkäfer |  |
| Nr. 2012.3345_50kl_r | 100 % | ![3345_50kl_r]() | Crioceris duodecimpunctata Zwölfpunkt-Spargelkäfer | 65mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Der Zwölfpunkt-Spargelkäfer kommt in ganz Europa bis auf die Skandinavische Halbinsel vor und
gilt zusammen mit dem Spargelhähnchen
überall als einer der häufigsten Schädlinge in Spargelkulturen. Auch in Nordamerika wurde er
schon im 19. Jahrhundert eingeschleppt und wird dort, wie auch hier, rigeros bekämpft.
Damit ist das Trio ( )
nun endlich komplett!
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| 30.07.2012 - Ein schlafender Riese...
...in Form eines sehr großen schwarzen Bockkäfers ist mir heute bei einem kurzen
Spaziergang begegnet. Mit seiner Körpergröße von über 4 cm habe ich ihn schon von weitem
an seinem Kiefernzweig sitzen sehen.
|
|
Mir sind ja in meinem Leben schon eine Menge Insekten und davon auch etliche Käfer
untergekommen, aber so einen Giganten hatte ich bis dato noch nie zu Gesicht bekommen.
Wie sich herausstellte, handelte sich um einen Bockkäfer mit dem für mich sehr kurios klingenden
Namen Sägebock.
Seinen Namen verdankt der Käfer den stark gesägten Fühlern der männlichen Tiere.
Bei den Weibchen ist dieses Merkmal
weit weniger ausgeprägt, außerdem sind deren Fühler auch viel dünner.
Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet, jedoch trifft man häufig nur einzelne Tiere an.
Der nachtaktive Käfer fliegt in den Monaten Juli und August und kann dann vor allem
an künstlichen Lichtquellen in der Nähe von Wäldern beobachtet werden. Mein Exemplar hatte
sich wahrscheinlich nur einen etwas sehr auffälligen Schlafplatz gesucht - zu meinem Glück!
Wie viele größere Käfer, nimmt auch der Sägebock als fertiger Käfer keinerlei Nahrung
mehr zu sich. In seinem drei Jahre andauernden Larvenstadium hin­gegen, ernährt er sich vom
Holz diverser Baumarten und ist dabei wohl nicht sehr wählerisch.
Am Anfang sitzen die Larven hauptsächlich
im Baumstamm, wandern dann aber immer mehr in Richtung Erdboden.
Während dieser Zeit wachsen sie auf 6 cm an und häuten sich vierzehnmal bis sie sich dann
im Wurzelholz verpuppen.
Interessant zu erwähnen wäre noch, das die Käfer durch das Aneinanderreiben von Hinterbeinen
und Flügeldecken zirpende Geräusche erzeugen können.
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 | | Prionus coriarius - Sägebock |  |
| Nr. 2012.3373_78bkl_r | 100 % | ![3373_78bkl_r]() | Prionus coriarius Sägebock | 100mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Während des gesamten halbstündigen Shootings hat sich mein Model im Übrigen nur wenige Millimeter bewegt und daß, obwohl
ich für eine möglichst freie Sicht an sämtlichen Zweigen ringsumher herumgebogen habe. So einen festen Schlaf wünsche ich mir
im Augenblick auch manchmal ;-)
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| 05.08.2012 - Seltsam...
Nach meiner erfolgreichen fotografischen Komplettierung ( )
aller drei bei uns heimischen Crioceris-Arten, wollte ich ja eigentlich jede Spargelpflanze wieder links liegen lassen.
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 | | Crioceris duodecimpunctata - Zwölfpunkt-Spargelkäfer |  |
| Nr. 2012.3842_43bkl_r | 100 % | ![3842_43bkl_r]() | Crioceris duodecimpunctata Zwölfpunkt-Spargelkäfer | 65mm; F/8 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Aber wenn man einmal damit angefangen hat, ist es echt schwer, nicht trotzdem nachzuschauen, welcher
der kleinen bunten Käfer sich wohl gerade diesmal wieder an dem Wildgemüse gütlich tut.
Und was soll ich sagen, dabei habe ich doch tatsächlich einen Spargelkäfer
entdeckt, den ich keiner der drei Arten zuordnen kann. Meine Idee, es könnte
sich hier um eine Kreuzung zwischen dem Zwölfpunkt- und
dem Großgefleckten Spargelkäfer
handeln, hat sich allerdings nicht bestätigt.
Kreuzungen kann man, laut Christoph Benisch, wohl nahezu ausschließen, da die Genitalien der
einzelnen Arten, wie bei den Spinnen auch, nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip funktionieren und so
eine Paarung zwischen zwei Arten eigentlich nicht möglich ist.
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Christoph war es dann auch, der mir mitteilte, daß es sich bei meinem Fund lediglich um eine seltene
Farbvariation des Zwölfpunkt-Spargelkäfers handelt. Ich freue mich trotzdem über meine Entdeckung!
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| 05.08.2012 - Unverhofft...
Im Herbst vor zwei Jahren sind mir auf einer Wiese in den Püttbergen
mehrere Gespinnste von Wespenspinnen aufgefallen. Leider
fand ich aber zu diesem Zeitpunkt keine lebenden Tiere mehr. Die Konkons
dienen lediglich der Überwinterung der Jungspinnen, die noch vor dem
Winter schlüpfen und darin auf die ersten warmen Frühlingstage warten.
So war ich das ganze letzte Jahr immer mal wieder auf dieser Wiese, in
der Hoffnung, endlich eine dieser hübschen Radnetzspinnen vor
meine Linse zu bekommen - jedoch jedes mal ohne Erfolg! In diesem Jahr habe ich die Suche gleich ganz sein gelassen.
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Aber wie es meist so ist, wenn man nicht sucht, dann findet man. Und genauso
erging es mir heute. Bei meiner Pirsch nach Raubfliegen stieß ich doch tatsächlich
am Rande einer völlig anderen Wiese auf eine ganze Kolonie dieser schwarz-gelb
gestreiften Schönheiten und konnte dort
mindestens zehn Exemplare beobachten, die allesamt ihre Netze in ein Gebüsch gebaut
hatten.
Die Wespenspinne ist eine sehr wärmebedürftige
Art und war in Deutschland vor einem halben Jahrhundert noch sehr selten
und in ihrer Verbreitung auf einige Wärmeinseln, wie zum Beispiel den Kaiserstuhl,
beschränkt. Bedingt durch
die Klimaerwärmung hat sie sich aber inzwischen stark ausgebreitet
und die Wahrscheinlichkeit steht nicht schlecht, sie auch im eignen Garten
beobachten zu können.
 | | Argiope bruennichi - Wespenspinne ♀ |  |
| Nr. 2012.3904_07kl_r | 100 % | ![3904_07kl_r]() | Argiope bruennichi Wespenspinne ♀ | 100mm; F/5 (DFF); 1/640s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Argiope bruennichi - Wespenspinne ♀ |  |
| Nr. 2012.3877_78kl_r | 100 % | ![3877_78kl_r]() | Argiope bruennichi Wespenspinne ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Ihr bevorzugter Lebensraum sind sonnige, offene Standorte mit nicht allzu
hoher Vegetation, die eine hohe Heuschreckendichte aufweisen - da die
kleinen Hüpfer die Leibspeise der Spinne darstellen.
Die meisten Vertreter der Gattung Argiope weisen beim Netzbau eine Besonderheit
gegenüber anderen Radnetzspinnen auf. Sie bauen in ihre Netze sogenannte Stabilimente
ein.
Dabei handelt es sich um zickzackförmige Spinnenfäden, welche entweder
kreisrund um das gesamt Netz führen oder einfach nur von seiner Mitte gerade
nach außen. Die Funktion dieser Fäden ist bisher noch nicht geklärt - das sie
aber lediglich zur Stabilisierung dienen, kann ausgeschlossen werden.
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Die Paarung vollziehen die Spinnen im Hochsommer. Für das Männchen deckt sich
dieser Zeitpunkt, wenn er nach der Kopulation nicht schnell genug verschwindet,
dann auch meist mit seinem Lebensende - denn die Weibchen aller
Argiope-Arten sind extrem kannibalistisch. Ich hoffe trotzdem, daß ich in den
nächsten Tagen noch einen lebenden Wespenspinnenmann vor meine Linse
bekomme. Jetzt, da ich weiß, wo ich suchen muß.
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| 06.08.2012 - Ein toller Fund...
...ist mir heute geglückt. Zwar hatte ich die Gelbe Mordfliege
schon im vorigen
Jahr vor der Linse - allerdings ist sie mir damals in der Schönower Heide begegnet und nicht in den Püttbergen.
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 | | Laphria flava - Gelbe Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2012.3997_98bkl_r | 100 % | ![3997_98bkl_r]() | Laphria flava Gelbe Mordfliege ♀ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/40s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Laphria flava - Gelbe Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2012.4028_30kl_r | 100 % | ![4028_30kl_r]() | Laphria flava Gelbe Mordfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
So war meine Freude groß diese wunderschön gefärbte und vor allem riesige
Raubfliege nun auch hier entdecken zu können - besonders, weil es sich diesmal um ein
Weibchen handelte, von dem mir noch Fotos für mein Raubfliegen-Projekt fehlten.
Wenn man dieser Raubfliege - und speziell den Weibchen der Art - in der Natur begegnet, könnte man dem Aussehen nach fast meinen,
es handelt sich hier vielmehr um eine Hummel oder Biene als um eine Fliege. Dieser Eindruck verstärkt
sich im Übrigen noch, wenn man erst einmal das sehr intensive tiefe Brummen vernimmt, das die Tiere beim Fliegen von
sich geben.
 | | Laphria flava - Gelbe Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2012.4064_67kl_r | 100 % | ![4064_67kl_r]() | Laphria flava Gelbe Mordfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ein paar weitere Infos zur Art sowie ein Foto vom Männchen gibt's im Bericht zu meinem Erstfund.
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| 11.09.2012 - Kalender-Girl...
Nun habe ich es schon wieder einen ganzen Monat nicht geschafft in
den Püttbergen zu fotografieren. Zum einen weil mich unser Familienzuwachs
ziemlich in Beschlag nimmt, zum anderen weil ich fotografisch immer noch
mit meinem neuen Springspinnen-Projekt beschäftigt bin.
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 | | Marpissa muscosa - Rindenspringspinne ♀ |  |
| Nr. 2012.5272_75kl_r | 100 % | ![5272_75kl_r]() | Marpissa muscosa Rindenspringspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Marpissa muscosa - Rindenspringspinne ♀ |  |
| Nr. 2012.5227_40kl_r | 100 % | ![5227_40kl_r]() | Marpissa muscosa Rindenspringspinne ♀ | 65mm; F/5.6 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Heute morgen
konnte ich allerdings Letzteres mit den Berichten aus den Püttbergen verbinden,
als meine Freundin in unserem Flur-Kalender ein riesiges Weibchen einer
Rindenspringspinne entdeckte. Zwar ist mir diese Allerwelts-Springspinne
schon sehr häufig begegnet, jedoch habe ich gerade einmal ein paar Frontalaufnahmen
von ihr, die aber auch schon 3 Jahre alt sind.
Da ich jedoch für mein Projekt möglichst Fotos aus allen Perspektiven benötige,
kam mir die fast 1 cm große Spinnen-Oma ganz recht.
 | | Marpissa muscosa - Rindenspringspinne ♀ |  |
| Nr. 2012.5211_19kl_r | 100 % | ![5211_19kl_r]() | Marpissa muscosa Rindenspringspinne ♀ | 65mm; F/5.6 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Rindenspringspinne ist eine unserer häufigsten und weitverbreitesten Salticiden.
Ihr Vorkommen ist offenbar an Holz gebunden. Man trifft sie sowohl an Bäumen, vorzugsweise
an Kiefern (an denen es in den Püttbergen bekanntlich nicht mangelt), als auch an Zäunen
und auf Holzlagerplätzen.
Mit bis zu 1 cm Körpergröße ist die Art eine der größten einheimischen Springspinnen -
durch ihre perfekte Tarnung auf ihrem Lieblingsuntergrund allerdings kaum zu entdecken, wenn
sie sich nicht gerade bewegt. Ihre Wohngespinste legt sie unter der Rinde abgestorbener Bäume
oder in Holzspalten an.
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| 13.09.2012 - Und gleich noch eine...
...fehlende Springspinne auf der Liste für mein Projekt,
die ihren Weg von ganz allein zu mir gefunden hat.
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 | | Dendryphantes rudis - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2012.5352_53ekl_r | 100 % | ![5352_53ekl_r]() | Dendryphantes rudis Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/1s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Dendryphantes rudis - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2012.5383_87kl_r | 100 % | ![5383_87kl_r]() | Dendryphantes rudis Springspinne ♀ | 65mm; F/5.6 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Rede ist von einem hübschen Dendryphantes rudis Weibchen,
welches heute morgen munter auf unserem Hoftor herumspazierte und mir somit
das lange Herumgesuche zwischen den vielen, vielen, vielen Zweigen der
Püttbergekiefern erspart hat.
Zwar hatte ich auch diese Art schon das eine oder andere Mal vor meiner
Linse, jedoch hatte ich, genau wie bei meinem Fund von vorgestern, damals andere
Maßstäbe hinsichtlich der Qualität und vor allem der zu fotografierenden Ansichten der Spinne.
 | | Dendryphantes rudis - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2012.5334_39kl_r | 100 % | ![5334_39kl_r]() | Dendryphantes rudis Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Ein paar Infos zur Art gibt es in einem meiner Püttberge- Berichte von vor zwei Jahren.
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|
Ich hoffe, ich finde irgendwann auch endlich mal ein Männchen dieser Art. Leider fehlt mir das nämlich noch komplett
in meinem Fundus. Wenn das allerdings so weiter geht, wie
die letzten Tage, brauche ich mir da keine Gedanken machen. Wahrscheinlich entdecke ich gleich morgen eins im Laufgitter
meines Sohnes :-)
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| 14.09.2012 - Männchen gesucht...
Nachdem die letzten beiden Springspinnen ihren Weg von allein zu mir
gefunden haben, habe ich nun beschlossen,
nach ein paar weiteren fehlenden Tieren für mein Projekt aktiv auf die Suche zu gehen.
Schließlich will ich ja noch so viele heimische Arten wie möglich mit meinem Lupenobjektiv
vollauflösend auf den Chip bannen, eh die kalte Jahreszeit anbricht.
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 | | Marpissa muscosa - Rindenspringspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.5536_42kl_r | 100 % | ![5536_42kl_r]() | Marpissa muscosa Rindenspringspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Marpissa muscosa - Rindenspringspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.5487_89kl_r | 100 % | ![5487_89kl_r]() | Marpissa muscosa Rindenspringspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Püttberge, als ein wahres Salticiden-Eldorado, in dem ich ja noch dazu quasi mittendrin sitze,
bieten sich für dieses Unterfangen natürlich perfekt an.
Welche
Arten mir in den letzten Jahren hier begegnet waren, wußte ich ja und damit auch
an welchen Stellen ich nach ihnen suchen mußte.
Als erstes suchte ich nach einem Männchen der Rindenspringspinne. Natürlich nicht in
unserem Flur, wo meine Freundin vor ein paar Tagen das entsprechende Weibchen
entdeckte, sondern an den besonnten Stämmen der Püttbergekiefern.
 | | Marpissa muscosa - Rindenspringspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.5524_28kl_r | 100 % | ![5524_28kl_r]() | Marpissa muscosa Rindenspringspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Nach "ein paar" Stämmen wurde ich dann auch fündig und habe damit wieder eine Art komplett.
Infos zur
Art gibt's beim Weibchen.
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| 15.09.2012 - Und weiter geht's...
...mit der Suche für mein neues Projekt. Heute habe ich
mich auf die Spur der V-Springspinne
gemacht. Diese auf offene, trockene Habitate angewiesene Art ist hier
in den Püttbergen recht häufig und so dauerte meine Suche auch
gar nicht lange, bis ich ein hübsches Männchen gefunden hatte.
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 | | Aelurillus v-insignitus - V-Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.5646_49kl_r | 100 % | ![5646_49kl_r]() | Aelurillus v-insignitus V-Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Aelurillus v-insignitus - V-Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.5601_06kl_r | 100 % | ![5601_06kl_r]() | Aelurillus v-insignitus V-Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Während die Weibchen der V-Springspinne, wie bei fast allen Arten aus
der Gattung Aelurillus, eher unscheinbar gefärbt sind, weisen die
Männchen einen gelb-bräunlichen Gesichtsbereich, hübsche gelbe, stark behaarte Taster
und die typische V-Zeichnung auf der Stirn auf. Letzterem verdankt die Art dann auch ihren Namen.
Beiden Geschlechtern gleichermaßen sind jedoch die herrlichen grünen
Augen gemein, die im richtigen Licht wunderschön leuchten.
 | | Aelurillus v-insignitus - V-Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.5625_27kl_r | 100 % | ![5625_27kl_r]() | Aelurillus v-insignitus V-Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
|
Das dazugehörige Weibchen sprang mir dann einige Minuten später sogar auch noch
über den Weg. Allerdings taugte es nicht für meine fotografischen Zwecke, da es leider schon
ein wenig ramponiert war und nur noch über 6 seiner 8 Beine verfügte. Zum Herumhüpfen und Überleben reicht das aber allemal.
Weitere Infos zur
Art gibt's im Bericht meines Erstfundes vom 25.06.2010.
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| 18.09.2012 - Ein bißchen weiter oben...
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...als meine letzten Springspinnen-Funde, die im Normalfall alle am Boden
anzutreffen sind, befindet sich der Lebensraum meines heutigen Motives. Die
Rede ist von einem Evarcha falcata Weibchen.
Obwohl diese Art als eine der häufigsten einheimischen Springspinnen gilt,
bekommt man sie doch relativ selten zu Gesicht. Sie ist meist in der bodennahen
Vegetation unterwegs, besteigt aber auch gerne mal das eine oder ander Gebüsch
und ist dort durch ihre Färbung
meist sehr gut getarnt.
 | | Evarcha falcata - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2012.6003_08kl_r | 100 % | ![6003_08kl_r]() | Evarcha falcata Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Evarcha falcata - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2012.6020_21kl_r | 100 % | ![6020_21kl_r]() | Evarcha falcata Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Evarcha falcata - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2012.5988_91kl_r | 100 % | ![5988_91kl_r]() | Evarcha falcata Springspinne ♀ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
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Ich hoffe, daß ich auch noch ein Männchen finde, bevor der Winter anfängt, damit mein
Springspinnen-Projekt, zumindest bei dieser Allerweltsart, nicht mit den detailarmen Fotos aus
meiner fotografischen Vergangenheit klarkommen muß.
Weitere Infos zur
Art gibt's im Bericht meines Erstfundes in den Püttbergen am 22.07.2012.
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| 31.10.2012 - Der Herbst geht zu Ende...
Da ich den ganzen Oktober keine Fotos in den Püttbergen geschossen habe, brauche
ich nun auch keinen neuen Monat mehr anzufangen und deshalb veröffentliche ich meinen vorraussichtlich
letzten Bericht in diesem Jahr einfach noch unter dem Monat September - obwohl es nun schon fast
Winter ist.
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 | | Evarcha falcata - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.7593_600kl | 100 % | ![7593_600kl]() | Evarcha falcata Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Evarcha falcata - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.7623_29kl_r | 100 % | ![7623_29kl_r]() | Evarcha falcata Springspinne ♂ | 65mm; F/4 (DFF); 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Weither war es allerdings in diesem Jahr sowieso nicht mit einem goldenen Herbst.
Die Tage mit nassem Schmuddelwetter waren eindeutig in der Überzahl. Umso schöner, wenn es die
Sonne dann, wie am heutigen Tage, doch noch einmal schafft den Frühnebel wegzudampfen.
Doch nicht nur uns Menschen lockten ihre warmen Strahlen noch einmal vor die Tür, nein, auch
ein Evarcha falcata Männchen turnte mehr oder weniger munter durchs bunt
gefärbte Laub eines Strauches am Wegrand.
 | | Evarcha falcata - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2012.7634_42kl_r | 100 % | ![7634_42kl_r]() | Evarcha falcata Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ich hatte mich natürlich nicht ganz ohne Grund an dieser Stelle etwas intensiver umgeschaut,
denn Mitte September fand ich gleich in der Nähe das dazugehörige Weibchen. Eigentlich hatte ich
schon nicht mehr an einen Fund in diesem Jahr geglaubt. Umso schöner, daß jetzt mein Springspinnen-Projekt
nicht ohne Fotos eines Männchen dieser Allerweltsart online gehen muß.
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| 12.06.2013 - Immer an der Wand lang...
Beim Familien-Spaziergang durchs alte Fischerdorf Rahnsdorf turnte doch tatsächlich
das Weibchen einer Kettenstreifigen Springspinne an einer Hauswand
herum und das auch noch in meiner Augenhöhe.
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 | | Euophrys frontalis - Kettenstreifige Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.6305_08kl_r | 100 % | ![6305_08kl_r]() | Euophrys frontalis Kettenstreifige Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/1s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Euophrys frontalis - Kettenstreifige Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.6271_77kl_r | 100 % | ![6271_77kl_r]() | Euophrys frontalis Kettenstreifige Springspinne ♀ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/3s; ISO 500
Canon EOS 50D |
|
Das erfreute mich insofern, da es zwar eine sehr häufige Art ist, mir sie aber
noch hochauflösend in meiner Springspinnen-Galerie fehlte - wie so viele
"Ottonormal-Arten", die einem sonst nie über den Weg laufen, wenn man gerade nach
ihnen sucht.
Schön, daß nun auch diese Springspinnen-Art, in beiden Geschlechtern und so hochauflösend
wie es meine aktuelle Kameratechnik zuläßt, ihren Weg in die Galerie gefunden hat.
 | | Euophrys frontalis - Kettenstreifige Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.6292_97kl_r | 100 % | ![6292_97kl_r]() | Euophrys frontalis Kettenstreifige Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/1s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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|
Infos zur Art gibt es in einem Bericht von vor drei Jahren, als mir diese Art
das erste Mal begegnete - damals auch schon an einer Hauswand. Beim Vergleich der Fotos kann man im
Übrigen sehr schön meine Entwicklung sehen, die ich im Laufe der 3 Jahre auf dem Gebiet der Springspinnen-Fotografie
genommen habe.
Ich hoffe nicht, daß ich in drei weiteren Jahren nochmal anfangen muß, alle Springspinnen-Arten zu fotografieren. Andererseits
lernt man ja nie aus und neue leistungsfähigere Technik gibt es ja auch ständig ;-)
|

| 14.04.2013 - Sonntagsausflug...
Zwanzig Grad und Sonnenschein - da konnten wir nicht anders, als
unseren ersten Frühlings-Sonntagsausflug in Familie in die Schönower Heide zu
verlegen. Natürlich in der weisen Voraussicht, daß die Dünen-Springspinnen
schon aus ihrem Winterschlaf erwacht sind und die offenen
Sandflächen unsicher machen.
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.0667kl_r | 100 % | ![0667kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne ♀ | 100mm; F/11; 1/60s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Zu mehr als ein paar Schnappschüssen fehlte mir allerdings
die Zeit. Ich komme bestimmt in den nächsten Tagen noch einmal wieder, denn mir fehlen ja noch
hochauflösende Aufnahmen des Weibchens für mein Springspinnen-Projekt.
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Und so war es dann auch, während unser Jüngster seine ersten Erfahrungen
mit Sand sammelte, suchte ich nach den kleinen Springern - und wurde
an den üblichen Stellen auch recht schnell fündig.
 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2013.0640_38kl_r | 100 % | ![0640_38kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
| Auf dem Heimweg lief uns allerdings noch ein weiteres interessantes Exemplar
der hiesigen Spinnenfauna vor die Füße, der ich dann doch noch einige
Zeit widmete - denn diese Spinne hätte ich ohne weiteres bestimmt
nicht wiedergefunden. Besonders ihre tolle Färbung hatte ich zuvor
noch nie bei einer Wolfspinne gesehen.
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|
Im Spinnen-Forum wurde sie mir
dann als Alopecosa cursor bestimmt, eine sehr seltene Art, die hier in Brandenburg
auf der Roten Liste als stark gefährdet geführt wird.
Die Spinne ist mit höchstens 7 mm Körperlänge die kleinste Art ihrer
Gattung in Mitteleuropa. Sie bevorzugt offene und trockene Lebensräume,
an die sie hervorragend angepaßt ist.
 | | Alopecosa cursor - Tarantel |  |
| Nr. 2013.0828_42kl_r | 100 % | ![0828_42kl_r]() | Alopecosa cursor Tarantel | 100mm; F/8 (DFF); 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Alopecosa cursor - Tarantel |  |
| Nr. 2013.0810_12kl | 100 % | ![0810_12kl]() | Alopecosa cursor Tarantel | 100mm; F/11 (DFF); 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Neben ihrer Farbgebung, die sie auf
den offenen Sandflächen ausgezeichnet tarnt, ja sogar fast unsichtbar erscheinen
läßt - zumindest solange sie sich nicht bewegt, ist auch die Behaarung
ihrer "Füße" perfekt für diesen Untergrund ausgelegt.
|
|
Während andere krabbelnde
Wirbellose meist mit dem körnigen Substrat Sand total überfordert sind und sich
keinen Meter darauf fortbewegen können, rennt Alopecosa cursor in einer
atemberaubenden Geschwindigkeit darüber hinweg und hinterläßt dabei überall
ihre Spuren ( ).
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| 20.04.2013 - Das vermißte Weibchen...
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 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.979_91kl_r | 100 % | ![979_91kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.0915_25kl_r | 100 % | ![0915_25kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Und hier kommt es auch schon, das seit vorigem Jahr schon so
schmerzlich vermißte
Weibchen der Dünen-Springspinne.
Zwar hatte ich ja schon vor ein paar Tagen mein Wunschmotiv vor der
Linse, aber leider nicht genügend Zeit mich ihm zu widmen, um Fotos davon
zu machen, die meinen Qualtitätsansprüchen für mein Springspinnen-Projekt
genügen.
Heute war das anders und das Ergebnis kann sich meines Erachtens sehen
lassen. Zumindest paßt es perfekt zum Männchen vom vorigen Jahr.
 | | Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.953_59kl_r | 100 % | ![953_59kl_r]() | Yllenus arenarius Dünen-Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
|
Auf dem Frontal-Foto sieht man im Übrigen sehr schön, wie die kleinen
Hüpfer es schaffen, sich in ihrem sandigen Lebensraum so flink fortzubewegen -
man beachte die "Füße".
|

| 21.04.2013 - Knallrot...
Beim heutigen Sonntagsausflug ging es an den östlich von Berlin
gelegenen Werlsee. Eigentlich nur zum relaxen und zum im Sand spielen
für unseren Sohn. Die Kamera war aber trotzdem dabei - wie so oft :-)
|
|
Zum Glück! Denn so konnte ich eine
wunderschöne Rotpelzige Sandbiene ablichten, die sich direkt
neben mir
im Sand niederließ, um sich ein wenig von ihrem Tagewerk zu erholen.
Sie muß wohl erst vor kurzem geschlüpft sein, so knallrot wie
sie war. Später wird sich ihr Hinterkörper
dann nämlich mehr und mehr ins Goldene verfärben, weshalb sie auch Goldbiene genannt
wird.
Durch ihre einzigartige und auffällige Färbung ist sie mit keiner anderen
einheimischen Stechimme zu verwechseln.
Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und überall recht
häufig anzutreffen. Von März bis Mai fliegt sie in lichten
Wäldern, Parks aber besonders auch in unseren Gärten umher.
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 | | Andrena fulva - Rotpelzige Sandbiene |  |
| Nr. 2013.1296kl_r | 100 % | ![1296kl_r]() | Andrena fulva Rotpelzige Sandbiene | 100mm; F/11; 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Mit bis zu 13 mm Länge ist sie eine der größeren unter den
vielen heimischen Bienen. Ihr Körperbau erinnert allerdings viel eher an den
einer Hummel.
Ihre Nester baut sie, wie alle Arten der Gattung,
im Erboden - manchmal auch in größeren Kolonien.
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| 05.05.2013 - Mal wieder...
|
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Obwohl ich die Springspinne Evarcha arcuata schon etliche
Male vor der Kamera hatte, habe ich diese Allerweltsart bisher noch nicht in
größtmöglicher
Auflösung für mein Spring-Spinnen Projekt abgelichtet.
Das lag daran, daß mir die Art in Berlin bisher noch nie über den
Weg gesprungen ist. Umso erfreuter war ich, als mir ein Männchen dieser
hübschen Springspinne bei einem Kurzbesuch in meiner alten Heimat über
den Weg sprang.
Während ich gemütlich ein Bier im Garten trank, lief
der kleine Wicht quer über eines der weißen Felder des Umgebindehauses meiner
Eltern und war so kaum so übersehen.
 | | Evarcha arcuata - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2013.2530_36kl_r | 100 % | ![2530_36kl_r]() | Evarcha arcuata Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Evarcha arcuata - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2013.2440_48kl_r | 100 % | ![2440_48kl_r]() | Evarcha arcuata Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Evarcha arcuata - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2013.2465_72kl_r | 100 % | ![2465_72kl_r]() | Evarcha arcuata Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ein paar Infos zur Art gibt es hier.
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| 29.06. - 07.07.2013 - Im Raubfliegen-Rausch...
Die wie immer knappe Freizeit während unserer Besuche in der
alten Heimat nutzte ich diesmal für die ausgiebige Erforschung der Oberlausitzer
Raubfliegenfauna. In der Hoffnung, daß ich hier ein paar andere Arten vor die
Linse bekomme, als die, die mir zu Hause im märkischen Sand normalerweise immer
begegnen.
Ich wurde nicht enttäuscht und schon während der ersten Tage, die wir
im Zittauer Gebirge verbrachten, wurde ich fündig. Bei meiner Suche entdeckte ich
einen sonnigen Waldrand, an dem es nur so von Raubfliegen wimmelte. Zu meiner
Freude handelte es sich um dutzende von Exemplaren einer Art, die ich hier unbedingt
finden wollte -
der Berg-Raubfliege.
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 | Didysmachus picipes Berg-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2013.7388_93kl_r | 100 % | ![7388_93kl_r]() | Didysmachus picipes Berg-Raubfliege ♂ | 100mm; F/11 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | Didysmachus picipes Berg-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2013.7394_98kl_r | 100 % | ![7394_98kl_r]() | Didysmachus picipes Berg-Raubfliege ♂ | 100mm; F/11 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | Didysmachus picipes Berg-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.7435bkl_r | 100 % | ![7435bkl_r]() | Didysmachus picipes Berg-Raubfliege ♀ | 100mm; F/11; 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | Didysmachus picipes Berg-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.7426_30kl_r | 100 % | ![7426_30kl_r]() | Didysmachus picipes Berg-Raubfliege ♀ | 100mm; F/11 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Diese Raubfliege ist eigentlich nicht besonders selten, kommt aber, wie ihr
Name schon verrät, vorzugsweise in gebirgigen Regionen vor - und dazu zählt das
Makrorevier vor meiner Haustür nun mal nicht.
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Zufrieden mit meiner Ausbeute war ich quasi
schon wieder auf dem Heimweg, als mir eine weitere Raubfliege vor die
Füße flog. Auf den ersten Blick konnte ich sie allerdings nicht
wirklich einer genauen Art zuordnen.
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Erst als ich mir die Fotos später genauer ansah, konnte ich sie als
Weibchen einer Seiden-Raubfliege identifizieren. Eine weitere
Art, die mir bisher in meinem Raubfliegen-Projekt noch fehlte.
Obwohl sie eine der häufigeren Raubfliegenarten in Deutschland ist, hatte
ich bisher nämlich noch nicht das Vergnügen mit ihr.
Das liegt zum einen daran, daß die
Art rund um Berlin, also meinem Haupt-Makro-Revier, als ausgestorben gilt und
zum anderen, daß sich meine Suche nach den fliegenden Räubern bisher nicht
auf landwirtschaftlich geprägte Biotope ersteckte.
Genau in solchen Habitaten
ist die Seiden-Raubfliege von Mai bis August aber bevorzugt unterwegs.
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 | | Neoepitriptus arthriticus - Seiden-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.7785_89kl_r | 100 % | ![7785_89kl_r]() | Neoepitriptus arthriticus Seiden-Raubfliege ♀ | 100mm; F/14 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Neoepitriptus arthriticus - Seiden-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.7735_45kl_r | 100 % | ![7735_45kl_r]() | Neoepitriptus arthriticus Seiden-Raubfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Neoepitriptus arthriticus - Seiden-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.7754_60kl_r | 100 % | ![7754_60kl_r]() | Neoepitriptus arthriticus Seiden-Raubfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Das war es dann aber wirklich, obwohl es ruhig noch ein paar mehr der hübschen
fliegenden Räuber hätten sein dürfen - so wie ich bereits wieder mal dem
Raubfliegen-Fieber erlegen war.
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| Nachtrag
Beim winterlichen Sichten meiner Fotos aus diesem Jahr sind mir noch zwei weitere Bilder
dieses Oberlausitzbesuches in die Hände gefallen. Trotzdem es sich um Freihandaufnahmen
handelt, finde ich sie zeigenswert, vor allem weil sie Arten zeigen,
die ich bis dato noch nie vor der Linse hatte.
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 | | Eilema depressa - Nadelwald-Flechtenbärchen ♀ |  |
| Nr. 2013.7276kl_r | 100 % | ![7276kl_r]() | Eilema depressa Nadelwald-Flechtenbärchen ♀ | 100mm; F/5.6; 1/100s; ISO 1000
Canon EOS 50D |
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Zuerst ein kleiner Schmetterling aus der Familie der Bärenspinner mit dem
Namen Nadelwald-Flechtenbärchen, den ich am Wegesrand im Moos sitzend
bei einer Wanderung durchs Zittauer Gebirge fand.
Die Art ist bei uns überall verbreitet, wenn auch meistens nur vereinzelt
anzutreffen. Sie lebt, wie ihr Name schon vermuten läßt, bevorzugt in Nadelwäldern.
Seine Raupen ernähren sich dort von Flechten, die auf Kiefern, Fichten oder anderen Koniferen
wachsen.
Die Falter fliegen zwischen Juli und September.
Bereits im vorigen Jahr konnte ich im Übrigen einen anderen Vertreter aus der selben Gattung
in den Püttbergen fotografieren.
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 | | Xerolycosa nemoralis - Wolfspinne ♂ |  |
| Nr. 2013.7325_26kl_r | 100 % | ![7325_26kl_r]() | Xerolycosa nemoralis Wolfspinne ♂ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/250s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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Ähnliches trifft auch auf mein zweites Nachtragsfoto zu, denn auch hier ist
mir mit der Wolfspinne Xerolycosa nemoralis eine Art begegnet,
dessen einziges weiteres in Europa heimisches Mitglied aus der selben Gattung
mir schon in den Püttbergen über den Weg gelaufen ist.
Im Gegensatz zu ihrer Schwesterart
bevorzugt Xerolycosa nemoralis als Lebensraum allerdings keine offenen Sandflächen,
sondern trockene Waldränder.
Der sonnige Wegrand an den Gleisen der Zittauer Schmalspurbahn in Oybin war somit auch der
perfekte Fundort für mein hübsches achtbeiniges Motiv.
Die Spinne ist überall in Europa verbreitet und in geeigneten Lebensräumen auch
meist recht häufig.
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Ich hoffe, ich finde nicht noch mehr Fotos von diesem Trip...
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| 16.04.2013 - Verspäteter Frühling...
Nachdem wir im letzten Jahr durch ein sehr zeitiges Erwachen der Natur
beglückt worden sind, lag in diesem Jahr Anfang April leider noch Schnee
in den Püttbergen - und auch jetzt in der Mitte des Monats ist noch kein
grünes Blatt an den Bäumen zu erkennen.
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 | | Erophila verna - Frühlings-Hungerblümchen |  |
| Nr. 2013.0687kl_r | 100 % | ![0687kl_r]() | Erophila verna Frühlings-Hungerblümchen | 100mm; F/4.5; 1/500s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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An diesem Wochenende war es nun endlich so weit, der Frühling ließ sich
hier endlich blicken - und das gleich mit 20 Grad im Schatten. Die Natur schien
nur darauf gewartet zu haben, um nun förmlich zu explodieren. Viele Tiere und Pflanzen,
die sonst gewöhnlich nacheinander ins neue Jahr starten, erscheinen nun alle auf einmal.
Ein Winzling unter den botanischen Frühjahrsboten ist das Frühlings-Hungerblümchen,
welches in den sandigen Püttbergen einen perfekten Standort für seine Ansprüche findet. Es bevorzugt sonnige, trockene,
magere Biotope.
Bei besonderer Nährstoffarmut, wie hier im märkischen Sand, werden die Pfanzen meist
nicht viel größer als 5 cm. Aber auch bei besseren Verhältnissen erreichen sie nicht mehr
als 20 cm an Wuchshöhe.
 | | Erophila verna - Frühlings-Hungerblümchen |  |
| Nr. 2013.0694kl_r | 100 % | ![0694kl_r]() | Erophila verna Frühlings-Hungerblümchen | 100mm; F/4.5; 1/800s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Da es ziemlich windig war, habe ich mich zum Start ins neue Makrojahr an den Blümchen mit ein paar
Offenblenden versucht - also bitte nicht über die mangelnde Schärfentiefe wundern ;-)
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 | | Cicindela campestris - Feld-Sandlaufkäfer |  |
| Nr. 2013.0760kl_r | 100 % | ![0760kl_r]() | Cicindela campestris Feld-Sandlaufkäfer | 100mm; F/8; 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Am späteren Nachmittag flog mir dann, mit einem prächtig grün-schimmernden
Feld-Sandlaufkäfer, noch ein seltener Gast in den Püttbergen über den Weg -
zumindest hatte ich bis dato hier noch keinen davon gesehen.
Normalerweise werden die hiesigen sandigen Freiflächen nämlich von dessen Verwandten,
dem Dünen-Sandlaufkäfer
dominiert.
Umso schöner also, auch einmal einen anderen Vertreter der Sandlaufkäfer hier zu
Gesicht zu bekommen - zumal die Art aufgrund des Rückgangs geeigneter Lebensräume immer
seltener wird und sie in Deutschland deshalb mittlerweile sogar unter Naturschutz steht.
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Der Käfer ernährt sich, wie alle Sandlaufkäfer, räuberisch von kleinen Insekten und
Spinnentieren. Mittels seiner kräftigen Kiefer sind dabei auch Käfer mit ihrem dicken
Chitinpanzer kein Problem. Sobald die Sonne scheint und es warm genug ist, laufen die
Käfer rastlos umher. Versucht man sich anzunähern, fliegen sie auf, um sich ein paar Meter
entfernt wieder niederzulassen. Brauchbare Fotos gelingen daher meist nur an kälteren
Tagen - falls man die Tiere dann überhaupt zu Gesicht bekommt - oder in den Abendstunden.
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| 17.04.2013 - Im morschen Holz...
Auf meinen Foto-Spaziergängen schaue ich mir auch oft den einen
oder anderen morschen, am Wegrand dahinrottenden, alten Baumstamm an, der in
einem Naturschutzgebiet, wie den Püttbergen, im Gegensatz zu bewirtschafteten
Wäldern, zum Glück liegen bleiben darf und so einen wichtigen
Lebensraum bietet.
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 | | Ampedus sanguineus - Blutroter Schnellkäfer |  |
| Nr. 2013.0861_66kl_r | 100 % | ![0861_66kl_r]() | Ampedus sanguineus Blutroter Schnellkäfer | 100mm; F/11 (DFF); 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Besonders viele Käfer sind nämlich explizit auf
derartiges Totholz angewiesen. Es stellt entweder die Nahrungsquelle
für deren Larven dar oder aber die räuberischen unter ihnen jagen im Holz nach
ihrer Nahrung.
Zu letzterer Sorte gehören auch die Larven meines heutigen Fundes, einem 15 mm großen,
knallroten Schnellkäfer, den ich
in einem morschen Kiefernstamm fand. Ich bestimmte ihn zu Hause anhand der Fotos
als Ampedus sanguineus.
Da
es aber in der Gattung
Ampedus mehrere fast identisch aussehende Arten mit roten Deckflügeln gibt, ließ ich mir meine Vermutung lieber noch von den Fachleuten bei
www.kerbtier.de bestätigen.
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Ampedus sanguineus ist bei uns überall häufig. Die Käfer sind tagaktiv und ernähren
sich rein vegetarisch - meist von Doldenblütlern. Larven findet man hauptsächlich
in morschem Kiefernholz, aber auch in Eiche und Buche, wo sie sich zunächst von
Mulm, später aber von Larven und Puppen anderer Käfer ernähren.
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| 22.04.2013 - Rüssel nach oben...
Heute gings mal wieder mit dem Sohnemann in die Püttberge. Und siehe
da, der Kleine scheint ganz nach seinem Vater zu kommen. Denn während
er im Sand so am Spielen ist, entdeckt er doch tatsächlich dabei einen
kleinen Rüsselkäfer, den er auch gleich seinem Papa zeigen muß.
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Dieser ist natürlich begeistert und kommt nicht umher den tollen Fund
fotografisch festzuhalten.
Es handelte sich um einen Grauen Kugelrüssler,
einem Käfer, den man sehr häufig in sandigen Gegenden findet - vor allem
entlang der Küstenlinien. Man kann ihn in geeigneten Lebensräumen von April bis Juni an verschiedenen
Gräsern, die ihm als Nahrung dienen, entdecken.
Durch seine unauffällige
graubraune Färbung und die mit 4-6 mm eher geringe Körperlänge wird
er jedoch häufig übersehen.
Es kommt halt immer auf die Perspektive an :-)
 | | Philopedon plagiatus - Rüsselkäfer |  |
| Nr. 2013.1329kl_r | 100 % | ![1329kl_r]() | Philopedon plagiatus Rüsselkäfer | 100mm; F/11; 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Philopedon plagiatus - Rüsselkäfer |  |
| Nr. 2013.1333_34kl_r | 100 % | ![1333_34kl_r]() | Philopedon plagiatus Rüsselkäfer | 100mm; F/11 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Na das kann ja heiter werden, wenn ab sofort gleich zwei Schäfer die
Püttberge nach Krabbeltieren durchkämmen, werde ich wohl mit
Fotografieren bald nicht mehr hinterherkommen ;-)
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| 28.04.2013 - Ein halber Bock...
...ist mir heute über den Weg gelaufen - zumindest, was die Deckflügel
meines heutigen Fundes betrifft.
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Diese sind nämlich bei einigen Vetretern unserer heimischen Bockkäfer viel kürzer
ausgebildet als die darunterliegenden eigentlichen Flügel - so auch beim
Dunkelschenkliger Kurzdeckenbock.
Die Art ist bei uns überall recht häufig anzutreffen. Meist findet man die
Käfer auf Blüten, wo sie sich an deren Pollen gütlich tun. Sie fliegen vom April bis
in den Juli hinein.
Die Körpergröße variiert zwischen 6 und 16 mm. Die Larven der Käfer leben in
totem Nadelholz und ernähren sich auch davon. Die
Entwicklung bis zum fertigen Insekt dauert darin ein bis zwei Jahre.
Wenn man sein Brennholz direkt neben dem Kamin lagert, kann es deshalb durchaus
einmal vorkommen, daß darin noch die eine oder andere Larve herumfrißt.
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 | | Molorchus minor - Dunkelschenkliger Kurzdeckenbock |  |
| Nr. 2013.1706kl_r | 100 % | ![1706kl_r]() | Molorchus minor Dunkelschenkliger Kurzdeckenbock | 100mm; F/9; 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Später wundert
man sich dann, einen dieser Käfer in seiner guten Stube vorzufinden, obwohl weit
und breit kein Nadelwald in Sicht ist :-)
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| 03.05.2013 - Adonis in der Abendsonne...
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 | | Pyrrhosoma nymphula - Frühe Adonisjungfer |  |
| Nr. 2013.2080kl_r | 100 % | ![2080kl_r]() | Pyrrhosoma nymphula Frühe Adonisjungfer | 100mm; F/8; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Zwar war das Licht noch etwas zu hart, aber diese Gelegenheit konnte
ich mir nicht entgehen lassen. Auf einem Zweig am Wegrand unseres "Wir schaffen Mama
ins Fitness-Studio"-Rückweges wärmte sich eine
Frühe Adonisjungfer in den letzten Sonnenstrahlen des Tages.
Bei dieser Art handelt es sich um eine von lediglich zwei rot gefärbten Kleinlibellen
Mitteleuropas. Sie fliegt von April bis August und ist damit in unseren Breiten eine der zeitigsten
Libellen im Jahr.
Die Art bevorzugt langsam fließende Bäche sowie kleinere Weiher und Tümpel als
ihren Lebensraum.
Sie ist bei uns überall recht häufig, wird allerdings meist übersehen, da sie
sich meist in der dichten Ufer-Vegetation aufhält.
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Obwohl die Art momentan noch nicht selten ist, sondern ihre Vorkommen sich lediglich
etwas rückläufig entwickeln, steht sie in Deutschland, wie übrigens alle unsere einheimischen
Libellen,
unter Naturschutz.
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| 04.05.2013 - Und wieder eine mehr...
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 | | Pellenes nigrociliatus - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2013.2158_63kl_r | 100 % | ![2158_63kl_r]() | Pellenes nigrociliatus Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Pellenes nigrociliatus - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2013.2150_56kl_r | 100 % | ![2150_56kl_r]() | Pellenes nigrociliatus Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
...für mein Springspinnen-Projekt.
Diesmal ist mir ein ausgewachsenes Männchen von Pellenes nigrociliatus vor die Linse
geraten und noch dazu ein ausgesprochen hübsches. Damit habe ich nun endlich das passende
Gegenstück zum Weibchen vom letzten Herbst gefunden.
Diese in Deutschland ausgesprochen seltene Art kommt in den Püttbergen noch recht
häufig vor und so brauchte ich auch nicht lange nach ihr suchen. Bisher waren es
allerdings immer Weibchen oder Jungtiere, die mir vor die Füße sprangen.
Umso größer war natürlich meine Freude ...
 | | Pellenes nigrociliatus - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2013.2171_77kl_r | 100 % | ![2171_77kl_r]() | Pellenes nigrociliatus Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Weitere Infos zur Art gibt es hier und
hier.
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| 04.05.2013 - Sehr geduldig...
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 | | Lacerta agilis - Zauneidechse |  |
| Nr. 2013.2393kl_r | 100 % | ![2393kl_r]() | Lacerta agilis Zauneidechse | 100mm; F/5.6; 1/200s; ISO 800
Canon EOS 50D |
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..war mein heutiges Model, welches mir durch Zufall bei der Suche nach weiteren
Kandidaten für mein Springspinnen-Projekt vor die
Linse kam.
Aufgrund des momentan bewölkten Himmels war mein wechselwarmes Fotomotiv wohl noch
etwas unterkühlt und dadurch ziemlich träge und umgänglich. Natürlich mußte ich das ausnutzen!
Für ein paar Freihand-Nahaufnahmen hat die Geduld meines
Models dann
auch gereicht, bevor es sich schlußendlich doch aus
dem Staub machte. Achso, die Rede ist im Übrigen von einer Zauneidechse.
Im Nachhinein war ich bei den entstandenen Bildern sogar froh, heute mal keine Springspinne vor die
Linse bekommen zu haben :-)
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Infos zur Art gibt es im Bericht von 2010,
als ich sie das erste Mal in den Püttbergen beobachten konnte.
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| 05.05.2013 - Stacheliger Sechsbeiner...
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Da ist mir doch heute wirklich ein äußerst seltsames winziges Wesen über den
Weg gekrabbelt. Auf den ersten Blick sah es wie eine
Kreuzung zwischen Igel und Käfer aus. Und so paßt dann auch der
deutsche Name wie die Faust aufs Auge. Mein heutiger Fund heißt
nämlich Igelkäfer.
Mit nur 4 mm Körpergröße muß man allerdings schon sehr nahe
mit den Augen herangehen, um seine hübsche Bestachelung überhaupt
wahrzunehmen.
Ich fand den kleinen Kerl eher durch Zufall, als ich im frisch
austreibenden
Gras die winzigen Larven der vielen Grashüpfer-Arten beobachtete,
die hier momentan allerorts herumhüpfen.
Süßgräser sind auch die Pflanzen, von denen sich sowohl der
Käfer als auch dessen Larve ernähren. Und er scheint auch nie genug
davon zu bekommen.
Nur mit Mühe war ich überhaupt in der Lage ein
wackelfreies Bild von ihm zu machen, da der Kleine ständig am Fressen war und dabei immer
seinen Kopf hin- und herbewegte. Er hielt wirklich nicht einen
Moment still!
Der Schwarze Stachelkäfer, wie die Art auch genannt wird, gehört zur
Familie der Blattkäfer. Er ist
überall in Mitteleuropa anzutreffen und vielerorts sehr häufig. Seine Häufigkeit
nimmt
allerdings nach Norden hin ab.
Er bevorzugt grasreiche
und trockene Standorte als Lebensraum. Die Püttberge sind also sein
Eldorado.
Der Igelkäfer ist der einzige Vertreter seiner Gattung in Mitteleuropa.
Sein nächster Verwandter ist im Mittelmeerraum beheimatet.
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 | | Hispa atra - Igelkäfer |  |
| Nr. 2013.2551bkl_r | 100 % | ![2551bkl_r]() | Hispa atra Igelkäfer | 65mm; F/8; 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| 10.05.2013 - Taranteln in Berlin...
Wenn von Taranteln die Rede ist, sind meistens die handtellergroßen
Vogelspinnen der Tropen gemeint. Diese Bezeichnung ist allerdings
irreführend, denn eigentlich zielt die Bezeichnung "Taranteln" eher auf
einige größere Arten aus der Familie der Wolfspinnen, die früher den
Gattungsnamen Tarentula trugen.
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 | | Alopecosa trabalis - Tarantel ♂ |  |
| Nr. 2013.2570_73kl_r | 100 % | ![2570_73kl_r]() | Alopecosa trabalis Tarantel ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Alopecosa trabalis - Tarantel ♂ juv. |  |
| Nr. 2013.1376_80kl_r | 100 % | ![1376_80kl_r]() | Alopecosa trabalis Tarantel ♂ juv. | 100mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Inzwischen ist dieser Name allerdings nicht mehr in Gebrauch und die Arten wurden den
Gattungen Lycosa, Hogna und Alopecosa zugewiesen.
Letztere ist in Europa mit circa
30 Arten vertreten und zwei davon sind mir im Anfang Mai auch in den Püttbergen
über den Weg gelaufen.
Sowohl Alopecosa trabalis als auch Alopecosa cuneata sind
typische Bewohner warmer, trockener Waldränder und Wiesen. Beide sind bei uns weit verbreitet
und überall häufig anzutreffen.
Zusammen mit zwei weiteren Arten gehören sie zur sogenannten Pulverulenta-Gruppe, deren
Vertreter alle eine ähnliche Zeichnung ihres Körpers aufweisen und daher nur schwer
anhand ihres Habitus voneinander zu unterscheiden sind.
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 | | Alopecosa cuneata - Tarantel ♂ |  |
| Nr. 2013.2618_24kl_r | 100 % | ![2618_24kl_r]() | Alopecosa cuneata Tarantel ♂ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/30s; ISO 1000
Canon EOS 50D |
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Die Männchen von Alopecosa cuneata machen dabei allerdings eine Ausnahme, denn diese erkennt man
sehr leicht, und meist schon von weitem, anhand ihrer schwarzen, auffällig verdickten Vorderbeine.
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| 21.05.2013 - Saison eröffnet...
Endlich sind sie wieder da! Heute habe ich meine erste Raubfliege in den Püttbergen
gesichtet. Natürlich mußte ich sofort ein paar Bilder von ihr machen - in der Hoffnung,
endlich mal wieder eine neue Art für mein Raubfliegen-Projekt fotografisch festzuhalten.
Leider entpuppte sich mein Motiv am Ende "nur" wieder als eine Gemeine Habichtsfliege.
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 | | Dioctria hyalipennis - Gemeine Habichtsfliege |  |
| Nr. 2013.4021_26kl_r | 100 % | ![4021_26kl_r]() | Dioctria hyalipennis Gemeine Habichtsfliege | 100mm; F/11 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Dioctria hyalipennis - Gemeine Habichtsfliege |  |
| Nr. 2013.4035_38kl_r | 100 % | ![4035_38kl_r]() | Dioctria hyalipennis Gemeine Habichtsfliege | 100mm; F/11 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Danke
an Danny Wolff für die Bestätigung meines Verdachts.
Infos zur Art gibt's hier.
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| 25.05.2013 - Ein seltsames Wesen...
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...ist mir heute in Form einer Kamelhalsfliege begegnet. Irgendwie sehen diese Insekten für mich immer aus wie
nicht von dieser Welt. Es handelt sich dabei aber keineswegs um außerirdische Wesen, sondern
vielmehr um lebende Fossilien.
Die Raphidiopteren, wie diese Tiere wissenschaftlich genannt werden, zählen nämlich zu den
artenärmsten Insektenordnungen auf diesem Planeten. Lediglich ca. 225 Arten sind bisher bekannt,
deren Vorkommen sich allesamt auf einige wenige Teile der Nordhemisphäre beschränken.
Vor mehreren Millionen Jahren muß das allerdings einmal anders gewesen
sein, wie zahlreiche Fossilienfunde beweisen. Damals gab es weit mehr Arten, die außerdem auch in den Tropen lebten.
Man geht davon aus, daß
der Einschlag eines Asteroiden die Raphidiopteren an den Rand des Aussterbens gebracht haben, ähnlich
wie bei den Dinosauriern.
In Mitteleuropa leben nur 16 Arten. Die meisten von ihnen bevorzugen wärmebegünstige Lebensräume. Man findet
sie von der Krautschicht bis in die höheren Regionen der Bäume, die sie meist kriechend erklimmen, denn obwohl
sie Flügel besitzen, sind sie keine guten Flieger. Wenn überhaupt überwinden sie größere Distanzen höchstens mal
durch einen Windstoß.
Die tagaktiven Tiere ernähren sich räuberisch von verschiedenen Insekten, darunter vor allem Blattläuse, die sie mit
ihren Mundwerkzeugen erbeuten.
Im Larvenstadium leben viele der Arten im Boden bzw. im Wurzelgeflecht von Sträuchern. Wie das
ausgewachsene Insekt erbeutet auch die Larve verschiedenste weichhäutige Arthropoden.
Die Entwicklung zum Imago dauert meist mehrere Jahre.
Fast alle mitteleuropäischen Kamelhalsfliegen sind in den Monaten Mai bis Juni zu beobachten.
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 | | Phaeostigma notata - Kamelhalsfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.5054kl_r | 100 % | ![5054kl_r]() | Phaeostigma notata Kamelhalsfliege ♀ | 100mm; F/7.1; 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Leider ist mein Motiv noch unbestimmt, da ich bislang niemanden finden konnte,
der diese nicht ganz triviale Aufgabe durchführen wollte bzw. konnte und ich dazu nicht in
der Lage bin. Falls sich das ändert, werde ich die Informationen natürlich ergänzen. Vielleicht kann mir ja aber auch ein Leser weiterhelfen?
Ergänzung vom 14.06.2013
Inzwischen hat mein Fund dann tatsächlich noch einen richtigen Namen bekommen. Es handelt sich um ein Weibchen der Art Phaeostigma notata, einer der
häufigsten bei uns heimischen Kamelhalsfliegen. Vielen Dank für die Bestimmung an Dr. Christoph Saure.
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| 03.06.2013 - Mal wieder ne Zikade...
Obwohl ich mir im letzten Jahr extra Zikaden-Literatur zugelegt hatte, war meine
Suche nach den meist winzigen Hüpfern seitdem eher halbherzig. Heute nun ist
mir mal wieder einer zufällig vor die Linse gehüpft.
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Bei meinem heutigen Fund handelt es sich um eine circa 4 mm große
Maskenzikade aus der Gattung Oncopsis. In Deutschland leben
davon 7 Arten, die alle farblich äußerst variabel sind.
 | | Oncopsis sp. - Maskenzikade |  |
| Nr. 2013.5380_83dkl_r | 100 % | ![5380_83dkl_r]() | Oncopsis sp. Maskenzikade | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Oncopsis sp. - Maskenzikade |  |
| Nr. 2013.5374_79kl_r | 100 % | ![5374_79kl_r]() | Oncopsis sp. Maskenzikade | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Anhand eines Fotos sind die einzelnen Arten nicht auseinander zu halten.
Eine genaue Bestimmung ist nur über ihre Genitalien möglich.
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Aus diesem Grund kann mein heutiges Motiv auch leider keinen genauen Namen bekommen, zumal
ich das Tier noch nicht einmal an einer der möglichen Futterpflanzen (Birke, Hainbuche, Hasel, Erle)
gefunden habe, die eine Unterscheidung
eventuell noch möglich gemacht hätten, sondern an einem Grashalm unter einer Kiefer, an
den sie bestimmt der Dauerregen der letzten Tage verfrachtet hat. Puh, was für ein Satz!
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| 05.06.2013 - Was für Farben...
...da ist mir doch heute tatsächlich ein Insekt vor die Linse gekommen,
welches ich auf den ersten Blick überhaupt nicht zuordnen konnte - naja, außer
daß es sich um eine Fliege handelt.
Aufgrund ihrer tollen orangenen Beinfärbung war sie natürlich ein Top-Fotomotiv
und der grüne Hintergrund tat dabei sein Übriges. Erst nachdem mir im Forum bei
www.diptera.info
jemand den Gattungsnamen nannte, konnte ich nach einigen Recherchen herausfinden,
daß es sich hierbei um ein Chalcosyrphus valgus Weibchen handelt.
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 | | Chalcosyrphus valgus - Schwebfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.5725kl_r | 100 % | ![5725kl_r]() | Chalcosyrphus valgus Schwebfliege ♀ | 100mm; F/9; 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Chalcosyrphus valgus - Schwebfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.5721kl_r | 100 % | ![5721kl_r]() | Chalcosyrphus valgus Schwebfliege ♀ | 100mm; F/9; 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Diese Art gehört zu den Schwebfliegen, worauf ich bei diesem Aussehen nie im Leben
von allein gekommen wäre. Wenn ich mir jedoch jetzt die Fotos so ansehe, kommt eigentlich
nichts anderes in Frage.
Leider konnte ich bisher keinerlei Infos zur Verbreitung und Lebensweise dieser
Fliege auftreiben. Lediglich, daß sie in Deutschland auf der Roten Liste steht
und dort als gefährdet geführt wird, konnte ich herausfinden.
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| 08.06.2013 - Winzig klein...
...ist sie und deshalb nur mit viel Glück zu entdecken. Dieses war mir heute hold, als ich
in den Randbereichen der offenen Sandflächen der Püttberge nach Spinnen Ausschau hielt.
So konnte ich zum ersten Mal in meinem Fotografenleben eine der kleinsten Springspinnen Deutschlands
ablichten.
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 | | Talavera aequipes - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.6018_28bkl_r | 100 % | ![6018_28bkl_r]() | Talavera aequipes Springspinne ♀ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/3s; ISO 640
Canon EOS 50D |
 | | Talavera aequipes - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.6001_04kl_r | 100 % | ![6001_04kl_r]() | Talavera aequipes Springspinne ♀ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/3s; ISO 640
Canon EOS 50D |
|
Die Rede ist von Talavera aequipes, die mit ihren zwei Millimetern Körpergröße
im Gegensatz zu vielen Springspinnen, die ich bisher vor meiner Linse hatte,
wirklich winzig ist. Von oben hätte man sie mit ihrer grauen Färbung und
dieser Größe auch sehr leicht für ein Sandkorn halten können.
Im Detail betrachtet, sieht sie jedoch wirklich farbenfroh
aus, wie ich finde. Mein Objektiv ist allerdings bei ihr, was den Abbildungsmaßstab
betrifft, an seine Grenzen gestoßen - viel kleiner darf es nun wirklich nicht mehr
werden.
 | | Talavera aequipes - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.6046_50kl_r | 100 % | ![6046_50kl_r]() | Talavera aequipes Springspinne ♀ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/1s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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Talavera aequipes bevorzugt sehr warme und trockene Lebensräume, wie zum Beispiel
sandige Heiden und Trockenrasen.
Sie ist bei uns weit verbreitet und in geeigneten Lebensräumen recht
häufig, wegen der äußerst geringen Körpergröße wird sie allerdings meist übersehen.
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| 09.06.2013 - Flinke Wölfe...
Während der letzten Tage konnte ich verstärkt kleine Wolfspinnen beobachten, die
sich in einem Affentempo durch die mehr oder weniger offenen Bereiche der Binnendüne
bewegten.
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 | | Xerolycosa miniata - Wolfspinne ♂ |  |
| Nr. 2013.6100kl_r | 100 % | ![6100kl_r]() | Xerolycosa miniata Wolfspinne ♂ | 100mm; F/8; 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Ganz zufrieden war ich am Ende zwar nicht,
aber zum herzeigen reicht es - und zwar sogar im Bezug auf beide Geschlechter.
 | | Xerolycosa miniata - Wolfspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.6103kl_r | 100 % | ![6103kl_r]() | Xerolycosa miniata Wolfspinne ♀ | 100mm; F/11; 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Das Verbreitungsgebiet dieser Spinne ist sehr groß. Es erstreckt sich auf die nordwestliche Paläarktis
von Irland bis China. In Europa fehlt sie lediglich im südlichen Italien und im Süden Griechenlands.
Xerolycosa miniata ist wie die meisten Wolfspinnen ein Bodenbewohner, der seiner
Beute ohne Netz, freijagend nachstellt. Daß die Art nachtaktiv ist, wie in einigen Quellen
zu lesen, kann ich allerdings nicht bestätigen. Hier laufen Dutzende der Tiere am
hellerlichten Tage herum.
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Bisher war es mir jedoch nicht gelungen auch nur eine davon auf meinem Chip
zu bannen. Darum beschloß ich meine heutige Fotofreizeit ausschließlich diesen flinken Spinnen
zu widmen.
Das war auch gut so, denn um wenigstens ein paar ansehnliche Fotos
zu erhaschen, ließen mich die flinken Jäger zwei Stunden lang kreuz und
quer durch die Düne laufen - bis ich kaputt war.
 | | Xerolycosa miniata - Wolfspinne ♂ |  |
| Nr. 2013.6118_21bkl_r | 100 % | ![6118_21bkl_r]() | Xerolycosa miniata Wolfspinne ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Zu Hause konnte ich die Tiere dann als Xerolycosa miniata
identifizieren. Die Art bevorzugt offene, trockene und sandige Lebensräume
und ist damit hier in den Püttbergen bestens aufgehoben. Die hiesige Individuendichte erstaunt
mich trotzdem.
 | | Xerolycosa miniata - Wolfspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.6131ckl_r | 100 % | ![6131ckl_r]() | Xerolycosa miniata Wolfspinne ♀ | 100mm; F/5.6; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Mit weltweit nur vier Arten stellt die Gattung Xerolycosa übrigens eine der kleinsten innerhalb der Familie der
Wolfspinnen dar. In Europa kommt mit Xerolycosa nemoralis sogar nur eine weitere Art vor.
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| 15.06.2013 - Eichel mit Loch...
Wenn man im Herbst eine Eichel mit einem Loch darin findet, ist die Wahrscheinlichkeit
recht hoch, daß mein heutiges Fotomotiv der Verursacher ist. Die Rede ist vom Eichelbohrer, einem
4-7 mm großen Käfer.
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 | | Curculio glandium - Eichelbohrer |  |
| Nr. 2013.6624_29kl_r | 100 % | ![6624_29kl_r]() | Curculio glandium Eichelbohrer | 100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Wie man unschwer erkennen kann, gehört er zur großen Familie der
Rüsselkäfer, deren Namen er mit seinem Rüssel auch wirklich alle Ehre
macht.
Zusammen mit dem Haselnußbohrer hält er hinsichtlich der
Rüssellänge den mitteleuropäischen
Rekord in dieser Familie. Die Verlängerung seiner Mundpartie übertrifft
nämlich seine eigene Körperlänge.
Der Eichelbohrer kommt in ganz Europa, sowie Teilen von Afrika und Asien vor,
wobei seine Häufigkeit je nördlicher man kommt, immer weiter abnimmt.
Bei uns trifft man ihn deshalb vor allem im Süden an.
Süden hin oder her, hier in den Püttbergen ist er auf jeden Fall momentan an
jeder Eiche in großer Anzahl anzutreffen.
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Aber nun nochmal zu den Löchern in den Eicheln. Die Weibchen der Käfer fressen diese in die noch unreifen
Früchte und legen darin ein oder zwei Eier ab. Die daraus schlüpfenden Larven ernähren sich
anschließend von der Eichel, bis sie sich später im Erdboden verpuppen.
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| 16.06.2013 - Zebra-Aufarbeitung...
...seit Herbst letzten Jahres widme ich mich nun schon der Komplettierung meiner
Springspinnen-Galerie hinsichtlich der "Allerweltsarten". Ganz oben auf meiner Liste stehen
da die 3 mitteleuropäischen Salticus-Arten, die alle im Allgemeinen als "Zebra-Springspinnen"
bezeichnet werden, obwohl nur eine davon diesen Namen im Deutschen wirklich trägt.
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 | | Salticus zebraneus - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.6679_86kl_r | 100 % | ![6679_86kl_r]() | Salticus zebraneus Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Salticus zebraneus - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.6757_71kl_r | 100 % | ![6757_71kl_r]() | Salticus zebraneus Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Mein heutiges Motiv ist dies allerdings nicht, obwohl sein wissenschaftlicher
Name Salticus zebraneus darauf hindeutet.
Die Art ist mit maximal 4,5 mm die kleinste der bei uns beheimateten Vertreter
dieser Gattung.
Sie ist in Deutschland weitverbreitet und bevorzugt vorwiegend Baumrinde als
ihren Lebensraum. Man kann sie aber auch auf Holzlagerplätzen und selbst an
Hauswänden beobachten. Dieses Exemplar stammt zum Beispiel von unserem Balkon-Geländer.
 | | Salticus zebraneus - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.6805_17kl_r | 100 % | ![6805_17kl_r]() | Salticus zebraneus Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ich hoffe nur, daß die restlichen Vertreter dieser Gattung
möglichst bald ihren Weg auch noch in die Galerie finden. Bisher habe
ich nämlich das Fotografieren der "Zebras" immer vor mir hergeschoben, da
mir diese Arten ständig über den Weg laufen und deshalb meist anderes wichtiger
war. Da nun aber ein Anfang gemacht ist, bin ich guter Hoffnung...
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| 18.06.2013 - Die Berserker sind da...
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Nachdem ich im letzten Jahr, bedingt durch unseren Familienzuwachs, nicht
so viel Zeit hatte, mich der mannigfaltigen Raubfliegenfauna der Püttberge
zu widmen, möchte ich mich in diesem Jahr wieder ein wenig mehr um die fotogenen Räuber
kümmern.
Zum Beispiel hatte ich mir schon vor zwei Jahren vorgenommen, die in Deutschland
äußerst seltene Berserkerfliege, welche hier in den Püttbergen einen
geeigneten Lebensraum gefunden hat, nochmal etwas detailreicher in beiden Geschlechtern
für mein Raubfliegen-Projekt abzulichten.
Ich hatte diese Raubfliege zwar schon 2011 vor der Linse, war aber nie
so ganz zufrieden mit meinen Fotos von damals.
 | | Echthistus rufinervis - Berserkerfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.6869kl_r | 100 % | ![6869kl_r]() | Echthistus rufinervis Berserkerfliege ♀ | 100mm; F/8; 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Echthistus rufinervis - Berserkerfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.6900_04kl_r | 100 % | ![6900_04kl_r]() | Echthistus rufinervis Berserkerfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Echthistus rufinervis - Berserkerfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.6865kl_r | 100 % | ![6865kl_r]() | Echthistus rufinervis Berserkerfliege ♀ | 100mm; F/11; 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Mit bis zu 2,5 cm Körperlänge ist die Berserkerfliege im Übrigen eine der größten einheimischen
Raubfliegen. Weitere Infos zur Art gibt's in meinem Bericht von 2011.
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| 24.06.2013 - Mördern auf der Spur...
Die letzten Tage konnte ich an den vielen besonnten
Kiefernstämmen der Püttberge wiederholt Mordfliegen bei der
Jagd auf Insekten beobachten. Diese Vertreter der Raubfliegen suchen immer wieder
den selben, meist hölzernen, Ansitz auf und stürzen sich von dort auf ihre vorbeifliegende Beute.
Bisher war es mir jedoch noch nie gelungen eine von ihnen
vor die Linse zu bekommen und damit wußte ich auch bis heute nicht, um welche
Art(en) es sich hier überhaupt handelt. Die für die Bestimmung notwendigen
Merkmale dieser Gattung kann man nämlich nur erkennen, wenn
man sich die Tiere aus der Nähe betrachtet.
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 | Choerades marginata Gemeine Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.7003_07kl_r | 100 % | ![7003_07kl_r]() | Choerades marginata Gemeine Mordfliege ♀ | 100mm; F/11 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | Choerades femorata Kleine Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.7063_66bkl_r | 100 % | ![7063_66bkl_r]() | Choerades femorata Kleine Mordfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | Choerades marginata Gemeine Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2013.7041_43kl_r | 100 % | ![7041_43kl_r]() | Choerades marginata Gemeine Mordfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
|
Heute war mir das Glück endlich einmal hold und ich konnte gleich drei von ihnen
vor meine Kamera bekommen. Am Ende mußte ich feststellen, daß es sich, mit der
Gemeinen Mordfliege und der Kleinen Mordfliege,
gleich um zwei Arten handelt, die hier vor meiner Haustüre
ihr gemeinsames Jagdrevier besitzen.
|
 | Choerades marginata Gemeine Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.6994_96bkl_r | 100 % | ![6994_96bkl_r]() | Choerades marginata Gemeine Mordfliege ♀ | 100mm; F/11 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | Choerades femorata Kleine Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2013.7072_76kl_r | 100 % | ![7072_76kl_r]() | Choerades femorata Kleine Mordfliege ♀ | 100mm; F/11 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | Choerades marginata Gemeine Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2013.7017_20kl_r | 100 % | ![7017_20kl_r]() | Choerades marginata Gemeine Mordfliege ♂ | 100mm; F/11 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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|
Das Mordfliegen in den Püttbergen vorkommen, ist eigentlich keine große
Überraschung, da hier, wie in jedem Naturschutzgebiet, der Wald nicht
von Totholz befreit wird, von dem alle Arten der Gattung Choerades abhängig sind.
Die Larven dieser Fliegen leben nämlich im morschen Holz und ernähren sich dort
räuberisch von Insekten-Larven.
|
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Beide Arten scheinen in Deutschland in geeigneten Habitaten mit hohem Totholzanteil
nicht gerade selten zu sein. Genaue Angaben diesbezüglich gibt es aber nicht, da die Datenlage
dazu, vorallem bei der Kleinen Mordfliege, völlig unzureichend ist.
Hier jedenfalls
flogen heute eine ganze Menge Mordfliegen herum.
Und weil es Fortuna heute besonders gut mit mir meinte, "flog" mir als
Bonus, am Rande der nahegelegenen Trockenwiese, das fehlende Männchen zu meiner
Berserkerfliege von vor einer Woche vor die Linse.
Es saß nur wenige Meter von der Stelle entfernt, an der ich vor ein paar Tagen seine
bessere Hälfte angetroffen hatte.
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 | | Echthistus rufinervis - Berserkerfliege ♂ |  |
| Nr. 2013.7106_09kl_r | 100 % | ![7106_09kl_r]() | Echthistus rufinervis Berserkerfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
|
Ich glaube, heute habe ich mehr Fotos von Raubfliegen gemacht, als im gesamten vorigen Jahr...
|

| 28.06.2013 - Strauchdieb...
Nachdem ich die letzten Wochen meine inzwischen schon wieder mal zur Sucht
ausgearteten Suche nach Raubfliegen ausschließlich auf die Sandflächen und
Trockenwiesen der Püttberge beschränkt hatte, beschloß ich mich heute
auf den sonnigen Waldlichtungen und an den mit Eichen- und Robiniengebüsch
bewachsenen Wegrändern umzusehen.
Mehrere Arten bevorzugen derartige Habitate. Meine Suche galt aber
insbesondere einer Raubfliegengattung mit dem schönen
Namen Strauchdieb, von der ich bereits durch einen Fund von vor zwei Jahren
wußte, daß es zumindest eine der drei in Deutschland vorkommenden Arten
hier in den Püttbergen geben mußte, auch wenn ich diese damals anhand meines Fotos
nicht genau bestimmen konnte.
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 | Neoitamus cyanurus Gemeiner Strauchdieb ♂ |  |
| Nr. 2013.7144_49bkl_r | 100 % | ![7144_49bkl_r]() | Neoitamus cyanurus Gemeiner Strauchdieb ♂ | 100mm; F/11 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | Neoitamus cyanurus Gemeiner Strauchdieb ♂ |  |
| Nr. 2013.7127_29kl_r | 100 % | ![7127_29kl_r]() | Neoitamus cyanurus Gemeiner Strauchdieb ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | Neoitamus cyanurus Gemeiner Strauchdieb ♂ |  |
| Nr. 2013.7182_86kl_r | 100 % | ![7182_86kl_r]() | Neoitamus cyanurus Gemeiner Strauchdieb ♂ | 100mm; F/11 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
|
Heute sollte das allerdings anders sein, denn das Glück war mir hold und
ich entdeckte tatsächlich das Objekt meiner Begierde. Und weil es sich bei
meinem Fund diesmal um ein Männchen handelte, war die Bestimmung auch relativ
einfach. Nun kann ich mit Sicherheit behaupten, daß zumindest der
Gemeine Strauchdieb ein vollwertiges Mitglied der hiesigen
Raubfliegen-Fauna darstellt.
Mal sehen, ob er der einzige seiner Gattung bleibt...
|


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Am Nachmittag hatte ich dann aber doch noch Glück und bekam endlich das weibliche Gegenstück zu meinem
Gemeinen Strauchdieb - Mann vor die Linse. Zu meiner Überraschung entdeckte ich mein Wunschmotiv
einfach so während eines Spaziergangs mit der Familie direkt vor mir am Wegesrand sitzen.
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 | | Neoitamus cyanurus - Gemeiner Strauchdieb ♀ |  |
| Nr. 2013.8260_66kl_r | 100 % | ![8260_66kl_r]() | Neoitamus cyanurus Gemeiner Strauchdieb ♀ | 100mm; F/9 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Neoitamus cyanurus - Gemeiner Strauchdieb ♀ |  |
| Nr. 2013.8252_59kl_r | 100 % | ![8252_59kl_r]() | Neoitamus cyanurus Gemeiner Strauchdieb ♀ | 100mm; F/9 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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|
Hätte ich das vorher gewußt, wäre mir die fast tägliche Suche danach erspart
geblieben. Aber so ist das ja meistens, wenn man etwas bestimmtes sucht. Wieso heißt
es da eigentlich "Wer sucht, der findet." ...
Infos zur Art gibt es im Bericht zum Männchen.
|

| 15.07.2013 - Pracht...
Nach den vielen Raubfliegen der letzten Tage und Wochen, wollte
mir Mutter-Natur wohl sagen, daß es nun reicht und
stieß mich heute morgen nicht nur sprichwörtlich "mit der Nase" auf mein
nächstes etwas
anderes Fotomotiv, indem es mir dieses auf dem Weg zum Bäcker, welcher
mich wie immer durch die Püttberge
führte,
direkt in mein Gesicht fliegen ließ. (Schatelsatzende)
|
|
Ich wußte natürlich sofort, daß es sich bei dem Kamikaze-Piloten
um etwas nicht alltägliches handelt und setzte ihn nach seinem
"Absturz" erst einmal so vorsichtig wie möglich auf ein Stück alte Kiefernrinde,
von der es hier am Wegesrand nicht mangelt.
Meine Führsorge wurde belohnt und der unvorsichtige Flieger ließ mich
eine vorfrühstückliche Fotosession mit ihm veranstalten, ehe er
sich mit dem selben lauten Brummen wieder vom Acker machte, mit dem
er auf mich herabgestürzt war.
Nun aber genug der Spannung - bei meinem unverhofften Foto-Modell handelte
es sich um einen Neunfleck-Prachtkäfer. Die Art ist in
Deutschland sehr selten und wird deshalb auf der Roten Liste gefährdeter
Arten als "stark gefährdet" geführt.
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 | | Buprestis novemmaculata - Neunfleck-Prachtkäfer |  |
| Nr. 2013.8319_21kl_r | 100 % | ![8319_21kl_r]() | Buprestis novemmaculata Neunfleck-Prachtkäfer | 100mm; F/11 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
|
Der Hauptgrund dafür ist der Mangel an Totholz in
unseren heutigen Wirtschafts-Wäldern. Die Käfer sind darauf angewiesen,
da sie darin ihr zwei- bis vierjähriges Larvenstadium verbringen und
sich in dieser Zeit davon ernähren. In einem Naturschutzgebiet wie den Püttbergen werden die abgestorbenen Bäume
jedoch nicht aus dem Wald entfernt und so kann man hier noch viele
totholzbewohnende Insektenarten antreffen, die andernorts
schon lange verschwunden sind. Ein weiteres Beispiel dafür sind
auch die Mordfliegen.
|

| 17.07.2013 - Mit Zipfel...
Heute ist mein langjähriger Wunsch in Erfüllung
gegangen, endlich einmal einen Zipfelfalter beobachten zu können. Daß ich ihn
auch gleich noch vor die Linse bekommen konnte, gab es als Bonus dazu.
|
|
Bei meinem Motiv handelte es sich mit dem Ulmen-Zipfelfalter
obendrein um einen Zipfelfalter, den man sonst eher selten zu Gesicht bekommt,
da er den größten Teil seines Lebens hoch oben in den Baumkronen verbringt, wo
er sich von Mehltau ernährt.
Seine Raupen fressen ausschließlich an den Blättern und Blütentrieben
der drei in Mitteleuropa heimischen Ulmenarten und sind damit von ihnen abhängig.
 | | Satyrium w-album - Ulmen-Zipfelfalter |  |
| Nr. 2013.8344_46kl_r | 100 % | ![8344_46kl_r]() | Satyrium w-album Ulmen-Zipfelfalter | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Satyrium w-album - Ulmen-Zipfelfalter |  |
| Nr. 2013.8380_83kl_r | 100 % | ![8380_83kl_r]() | Satyrium w-album Ulmen-Zipfelfalter | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Ein durch einen Pilz verursachtes allgemeines Ulmensterben läßt diese
jedoch immer seltener werden und damit auch
den auf sie angewiesenen Falter.
Seinen Verbreitungsschwerpunkt hat der kleine zu den Bläulingen gehörende
Tagfalter im süddeutschen Raum. In der norddeutschen Tiefebene, zu der
Berlin und damit auch die Püttberge zählen, ist er sehr selten und nur lokal
anzutreffen.
|
|
Es reicht allerdings schon eine einzelne Ulme aus, um einer
Population dieses hübschen Falters das Überleben zu sichern. Trotzdem
steht der Ulmen-Zipfelfalter in Deutschland auf der Roten Liste
gefährdeter Tierarten. Wie auch im Land Berlin, wird er dort momentan unter der
Kategorie "gefährdet" geführt.
|

| 26.07.2013 - Jungfer im Grünen...
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Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich vor
zwei Jahren eine Ameisenjungfer beobachten. Dabei ist es bislang auch geblieben - bis heute.
Diesmal handelte es sich allerdings nicht wieder um die Gefleckte Ameisenjungfer, sondern um die viel
seltenere und kleinere Dünen-Ameisenjungfer.
In Deutschland steht diese Art auf der Roten Liste
gefährdeter Tierarten. Das ist unter anderem der Tatsache geschuldet,
daß Dünengebiete, die, wie sein Name schon vermuten läßt, den bevorzugten
Lebensraum meines heutigen Fotomotivs darstellen, hier eher selten
vorkommen.
Genau wie die Larven meines letzten Fundes baut auch die Dünen-Ameisenjungfer
als Ameisenlöwe Trichter in den lockeren Sandboden und wartet an deren Grund
auf potentielle Beute, die hineinstürzt.
Manchmal kann man sogar beobachten, wie das Insekt die Beutetiere durch
das Werfen von Sandkörnern daran hindert, wieder aus dem Trichter zu entkommen.
Interessanterweise bauen aber nur etwa 10% aller weltweit vorkommenden Ameisenjungfern als Larven
Sandtrichter für den Beutefang - in Mitteleuropa sogar nur drei Arten. Alle anderen
lauern auf Bäumen oder in der Krautschicht auf ihre Opfer oder stellen ihnen
sogar aktiv nach.
Unsere drei einheinmischen trichterbauenden Arten im ausgewachsenen Stadium
voneinander zu unterscheiden, ist recht einfach. Bei ihren Larven sieht die Sache
allerdings schon etwas anders aus, da sie sich alle sehr ähnlich sehen.
Trotzdem erkennt man zumindest den Ameisenlöwen der Dünen-Ameisenjungfer ziemlich
schnell und zwar an der Standortwahl seines Trichters. Im Gegensatz zu den anderen
beiden Arten, die ihre Fangtrichter meistens regengeschützt unter Wurzeln oder
Steinüberhängen bauen, bevorzugt die Larve meines heutigen Fotomotives
nämlich offene Sandbereiche dafür.
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 | | Myrmeleon bore - Dünen-Ameisenjungfer |  |
| Nr. 2013.8663_66bkl_r | 100 % | ![8663_66bkl_r]() | Myrmeleon bore Dünen-Ameisenjungfer | 100mm; F/5 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| 27.07.2013 - Lecker Brennessel...
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Die Suche nach weiteren Raubfliegen führte mich heute in einen ruderalbeeinflußten
Randbereich der Püttberge. Durch den hohen Nährstoffgehalt, der unter anderem von
der Entsorgung von Gartenabfällen herrührt, konnte sich hier untypischerweise für
den ansonsten eher sandigen und sehr nährstoffarmen Boden ein Massenvorkommen von Brennesseln etablieren.
Zwar ist diese Tatsache eher unschön für die ursprüngliche Vegetation des Habitats, jedoch für
die hiesige Schmetterlingsfauna eine Bereicherung, da die Brennessel einer Vielzahl
unserer heimischen Tagfalter bzw. deren Raupen als Futterpflanze dient.
Und so fand ich heute zwar keine Raubfliege, aber dafür eine wunderschöne
Raupe eines Admirals, die sich gerade an einer der Brennesseln
gütlich tat.
Im ersten Moment fiel mir jedoch die Artenzuordnung etwas schwer, da mir bisher nur viel
dunklere Exemplare untergekommen waren. In der Bestimmungshilfe des
Lepiforums offenbarte sich
mir dann allerdings die große Variabilität dieser Raupe in Färbung und Muster.
Der Admiral ist bei uns in Mitteleuropa
eigentlich nur ein Sommergast und fliegt
jedes Jahr aufs neue aus wärmeren Regionen ein. Im Zuge der allgemeinen Klimaerwärmung
schaffen es zwar manchmal einige Exemplare hier unbeschadet den Winter zu überstehen, aber
meistens werden sie schon von den ersten herbstlichen Nachtfrösten dahingerafft.
Meine Raupe wird also ihre Verwandlung zum Schmetterling sicherlich noch erleben,
aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr das nächste Jahr.
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 | | Vanessa atalanta - Admiral |  |
| Nr. 2013.8719kl_r | 100 % | ![8719kl_r]() | Vanessa atalanta Admiral | 100mm; F/9; 1/40s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| 04.08.2013 - Der nächste Zipfel...
Da sieht man sein Leben lang nicht einen einzigen Zipfelfalter und nun
ist es schon der zweite innerhalb von ein paar Wochen. Nach dem in Deutschland immer seltener
werdenden
Ulmen-Zipfelfalter flog mir
heute der hier noch etwas häufigere Blaue Eichen-Zipfelfalter über den
Weg.
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 | | Favonius quercus - Blauer Eichen-Zipfelfalter |  |
| Nr. 2013.9037ekl_r | 100 % | ![9037ekl_r]() | Favonius quercus Blauer Eichen-Zipfelfalter | 100mm; F/2.8; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Im Gegensatz zum erstgenannten war mein aktuelles Motiv jedoch deutlich entspannter,
was zum Teil an den etwas kühleren Temperaturen des heutigen Morgens gelegen haben dürfte.
Das bot mir die Gelegenheit
viele verschiedene Perspektiven auszuprobieren, wobei ich mich neben der typischen Seitenansicht
diesmal auch an ein paar Frontalen gewagt habe. Die nebenstehende ist dabei aufgrund ihrer Bildwirkung
sogar zu meinem absoluten Lieblingsbild in diesem Jahr avanciert.
Irgendwann war der Kleine dann aber doch genügend aufgewärmt und flatterte davon. Doch nicht ohne
mir vorher noch einen kurzen Blick auf seine Flügelinnenseiten zu gewähren. So
weiß ich diesmal, daß es sich um ein Männchen gehandelt hat.
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Wie alle seine zipfeligen Kollegen zählt auch der Blaue Eichen-Zipfelfalter zur Familie der Bläulinge.
In Deutschland zählt er noch zu den recht häufig vorkommenden Arten und gilt momentan
nicht als gefährdet.
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 | | Favonius quercus - Blauer Eichen-Zipfelfalter |  |
| Nr. 2013.8992_9000ckl_r | 100 % | ![8992_9000ckl_r]() | Favonius quercus Blauer Eichen-Zipfelfalter | 100mm; F/3.5 (DFF); 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Favonius quercus - Blauer Eichen-Zipfelfalter |  |
| Nr. 2013.9084kl_r | 100 % | ![9084kl_r]() | Favonius quercus Blauer Eichen-Zipfelfalter | 100mm; F/4; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Favonius quercus - Blauer Eichen-Zipfelfalter |  |
| Nr. 2013.9010_14kl_r | 100 % | ![9010_14kl_r]() | Favonius quercus Blauer Eichen-Zipfelfalter | 100mm; F/14 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Raupen des Falters ernähren sich, wie der Name schon vermuten läßt, ausschließlich von
Eichenarten. Genauer gesagt von deren Blüten, seltener auch von den Blättern. Als erwachsene Schmetterlinge
saugen die Tiere vor allem an den Ausscheidungen von
Blattläusen - allgemein als Honigtau bekannt. Manchmal kann man die Falter jedoch auch beim Besuch von
Blumen beobachten.
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| 16.08.2013 - Perlmutt...
Obwohl ich, aufgrund des weniger harten Lichtes, lieber in den Morgenstunden auf die Fotopirsch
gehe, habe ich heute mal eine Ausnahme gemacht und das schöne Wetter am späten
Nachmittag genutzt.
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 | | Issoria lathonia - Kleiner Perlmuttfalter |  |
| Nr. 2013.9181kl_r | 100 % | ![9181kl_r]() | Issoria lathonia Kleiner Perlmuttfalter | 100mm; F/6.3; 1/640s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Das Licht war zwar am Ende wirklich etwas grenzwertig, aber insbesondere
eine Freihandaufnahme des hier in den Püttbergen nicht so oft herumfliegenden
Kleinen Perlmuttfalters ist meines Erachtens dann doch herzeigenswert geworden.
Obwohl der Falter noch einer der häufigeren einheimischen Tagfalter ist, gehen leider auch seine
Bestände deutschlandweit langsam zurück.
Das dürfte vor allem an unserer Intensiv-Landwirtschaft liegen,
die keinen Platz mehr für Unkrautfluren und Brachflächen bietet und damit auch nicht für die
Futterpflanze des Schmetterlings.
Seine Raupen ernähren
sich nämlich streng monophag von den Blättern des Acker-Stiefmütterchens.
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Seinen Namen hat der Falter im Übrigen von seiner charakteristischen Flügelunterseite,
die große, weiße Perlmuttflecken aufweisen. Leider ist mir der hübsche Flatterer aber
entwischt, bevor ich davon ein Foto machen konnte. Naja, vielleicht das nächste Mal...
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| 18.08.2013 - Glasflügler...
Nachdem mir am selben Sandhang so ziemlich auf den Tag genau vor 3 Jahren bereits das Männchen eines
Spätsommer Wolfsmilch-Glasflüglers vor die Linse gekommen war, hatte
ich heute nun das sehr große Glück das dazu passende Weibchen ablichten zu können.
Und das ist nun wirklich keine Selbstverständlichkeit,
zumal die Art für das Land Berlin eigentlich als ausgestorben gilt und auch auf der gesamtdeutschen Roten Liste als
"Vom Aussterben bedroht" geführt wird.
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 | Chamaesphecia leucopsiformis Spätsommer Wolfsmilch-Glasflügler ♀ |  |
| Nr. 2013.9364_69bkl_r | 100 % | ![9364_69bkl_r]() | Chamaesphecia leucopsiformis Spätsommer Wolfsmilch-Glasflügler ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | Chamaesphecia leucopsiformis Spätsommer Wolfsmilch-Glasflügler ♀ |  |
| Nr. 2013.9345_52bkl_r | 100 % | ![9345_52bkl_r]() | Chamaesphecia leucopsiformis Spätsommer Wolfsmilch-Glasflügler ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Mit bloßem Auge sieht dieser winzige Falter zwar überhaupt nicht wie
ein Schmetterling aus, aber der Blick durchs Makroobjektiv belehrt einen hier,
wie so oft, mal wieder eines Besseren. Erst in der Vergrößerung entdeckte ich
auch das seltsame Etwas an seinem Hinterteil, welches sich im Laufe unserer gemeinsamen Fotosession
immer mal wieder rein- und rausbewegte. Vielleicht ja ein Parasit - oder einfach nur die Legeröhre?
Ein paar Infos zur Art gibt's im Bericht zu meiner Erstbegegnung mit diesem hübschen Insekt.
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| 18.08.2013 - Unbekannter Räuber...
Auf einer relativ vegetationslosen Stelle einer Sandtrockenrasenfläche konnte ich
heute eine Raubwanze der Gattung Coranus beobachten. Das ist insofern bemerkenswert,
als daß man die Vertreter dieser Gattung normalerweise relativ selten zu Gesicht bekommt,
weil sie sich oft im tiefen Vegetationsdickicht aufhalten.
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In Europa sind momentan nur zehn Arten dieser Gattung nachgewiesen und in Deutschland kommen
davon sogar nur lediglich vier vor. Man sollte meinen, daß diese Tatsache die Bestimmung
einfach machen sollte - doch weit gefehlt.
Aufgrund der Variationsbreite im
Aussehen der Arten traute sich nicht einmal Herr Dr. Deckert vom
Berliner Naturkundemuseum, als Fachmann der hiesigen Wanzenfauna, eine Bestimmung anhand meiner Fotos zu. Nur
eine genitalmorphologische Untersuchung hätte hier absolute Sicherheit gebracht.
Einzig und allein der Fundort und daß bisher nur eine Coranus-Art in Brandenburg nachgewiesen wurde,
legt die Vermutung nahe, daß es sich hier um Coranus subapterus handeln dürfte. Dabei
sind Tiere dieser Art allerdings meistens kurzflügelig, was meinen Fund, der voll entwickelte Flügel besitzt,
wohl zu einer Besonderheit
machen dürfte.
 | | Coranus cf. subapterus - Raubwanze |  |
| Nr. 2013.9394kl_r | 100 % | ![9394kl_r]() | Coranus cf. subapterus Raubwanze | 100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Coranus cf. subapterus - Raubwanze |  |
| Nr. 2013.9381_82kl_r | 100 % | ![9381_82kl_r]() | Coranus cf. subapterus Raubwanze | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Wie alle Raubwanzen ernähren sich auch die Vertreter der Gattung Coranus von
kleinen Insekten und Spinnentieren, die sie meist mit Hilfe ihrer kräftigen Vorderbeine
erbeuten und sie dann mit ihrem langen Rüssel anstechen, mit Hilfe eines Giftes ihr Inneres
verflüssigen und sie anschließend aussaugen.
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| 01.09.2013 - Wieder ein Haken...
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 | | Sitticus pubescens - Vierpunktspringspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.9647_52bkl_r | 100 % | ![9647_52bkl_r]() | Sitticus pubescens Vierpunktspringspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Sitticus pubescens - Vierpunktspringspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.9660_67kl_r | 100 % | ![9660_67kl_r]() | Sitticus pubescens Vierpunktspringspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
...mehr auf meiner Liste. Mit dem Weibchen einer Vierpunktspringspinne
hüpfte mir heute endlich mal wieder eine "Otto-Normal-Springspinne" über
den Weg, die mir bisher in meiner Springspinnen-Galerie noch fehlte. Zumindest, was
das Weibchen betrifft - das Männchen
konnte ich bereits im Sommer letzten Jahres ablichten.
Als ich eigentlich nach ein paar Ameisenlöwen schaute,
die ihre Fangtrichter unter die in der Luft stehenden Wurzeln einer Kiefer in
den Sand gebaut hatten, entdeckte ich auf deren Rinde dieses kleinen Springinsfeld.
 | | Sitticus pubescens - Vierpunktspringspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.9680_83kl_r | 100 % | ![9680_83kl_r]() | Sitticus pubescens Vierpunktspringspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
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Interessanterweise war ein Weibchen eben dieser Art die erste Springspinne, die
es auf ein Foto von mir geschafft hat
und damit einer der Auslöser für meinen jetztigen Springspinnen-Fimmel :-)
Infos zur Art gibt's im Bericht vom vorigen Jahr.
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| 25.09.2013 - Zu schnell...
...für mich, war mein heutiger Fund, so daß leider nur ein Schnellschuß auf meinem
Chip gelandet ist. Nach einem beherzten Sprung ins Laub konnte ich mein
ca. 3 mm großes Fotomotiv nämlich nicht mehr aufspüren.
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|
Das ist sehr schade, da ich Ballus chalybeius - so heißt die
winzige Springspinne, die mir da entkommen war - bisher nur sehr selten beobachten konnte. Ein Foto von einem
Weibchen, wie diesem, ist mir bisher noch nie geglückt.
Eigentlich ist das aber auch kein Wunder, da sich die Tiere hauptsächlich in
den Kronen von Laubbäumen aufhalten. Wenn also nicht zufällig mal ein Exemplar
vom Baum gefallen ist, begegnet man der Art eher selten. Am ehesten noch im Herbst
auf dem einen oder anderen Laubhaufen.
Das hat allerdings nichts mit ihrer Häufigkeit zu tun, denn die Spinne ist überall
in Europa weit verbreitet.
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 | | Ballus chalybeius - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.0177kl_r | 100 % | ![0177kl_r]() | Ballus chalybeius Springspinne ♀ | 65mm; F/8; 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ich hoffe, ich sehe sie oder wenigstens einen ihrer Artgenossen bald noch einmal wieder.
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| 28.09.2013 - Herbstliche Farben...
Inzwischen dominieren auch in den Püttbergen herbstliche Farbtöne. Wenn dann
noch, wie heute, die Sonnenstrahlen das herabgefallene Laub erwärmen, ist es für
mich jedes Jahr an der Zeit, mich darin ein wenig intensiver umzuschauen. Meist gibt es
da den einen oder anderen Krabbler zu entdecken, der sein Winterquartier
doch noch einmal verlassen hat, um die letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres zu genießen.
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 | | Evarcha falcata - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.0290_94ckl_r | 100 % | ![0290_94ckl_r]() | Evarcha falcata Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Evarcha falcata - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.0269_74kl_r | 100 % | ![0269_74kl_r]() | Evarcha falcata Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Evarcha falcata - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.0193_98kl_r | 100 % | ![0193_98kl_r]() | Evarcha falcata Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Evarcha falcata - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.0240_45kl_r | 100 % | ![0240_45kl_r]() | Evarcha falcata Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Und da das Glück ja bekanntlich mit dem Tüchtigen ist - und tüchtig war ich auf jeden
Fall, so wie ich jedes Laubblatt am Wegrand fast einzeln untersuchte - bekam ich, mit zwei
Evarcha falcata Weibchen, auch ein paar hübsche Motive vor die Linse. Zwar ist
mir diese Art schon ein paar Mal vors Objektiv geraten, bei der großen Variationsbreite hinsichtlich
Muster und Färbung macht das aber nichts, da quasi jedes Weibchen immer ein wenig anders aussieht.
Ein paar weitere Infos zur Art gibt's in den Berichten aus den Jahren 2010 und 2012.
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| 02.10.2013 - Grün und winzig...
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 | | Cicadella viridis - Binsen-Schmuckzikade |  |
| Nr. 2013.0760_65kl_r | 100 % | ![0760_65kl_r]() | Cicadella viridis Binsen-Schmuckzikade | 65mm; F/8 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Ihr bevorzugter Lebensraum sind feuchte Wiesen, in denen sie im Sommer oft
in Massen auftritt. Allerdings ist die Art nicht auf nasse Lebensräume angewiesen - selbst
in trockenen Magerrasen kommt sie vor - wenn auch nicht häufig und in großer Anzahl.
Die Zikade ernährt sich vorzugsweise von Sauergräsern wie Simsen und Binsen, deren
typischer Lebensraum ebenfalls eher feucht als trocken ist. Aber auch Süßgräser werden nicht verschmäht.
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Trotz des fortgeschrittenen Jahres findet man in den Püttbergen immernoch genügend fotogene
Krabbler. Heute begegnete mir, an einem fast vertrockneten Grashalm
am Wegesrand sitzend, eine unserer häufigsten einheimischen Zwergzikaden -
die Binsen-Schmuckzikade.
Obwohl sie, wie bereits erwähnt, überhaupt nicht selten ist, übersieht man sie durch ihre grasgrüne
Färbung und die geringe Größe meist.
 | | Cicadella viridis - Binsen-Schmuckzikade |  |
| Nr. 2013.0779_82kl_r | 100 % | ![0779_82kl_r]() | Cicadella viridis Binsen-Schmuckzikade | 65mm; F/8 (DFF); 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Standorte wie die Püttberge, die als Binnendüne zu den wärmsten und trockensten Biotopen unserer
Heimat zählen, dürften also in der Gunst der winzigen Zikade wohl eher weit hinten stehen und nur
besiedelt werden, wenn wirklich nichts besseres verfügar ist.
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| 19.10.2013 - Ein bißchen Sonne...
...reicht aus, um selbst noch Ende Oktober eine Springspinne in den Püttbergen zu
entdecken. Wahrscheinlich hoffte sie, daß sich an den letzten warmen Tagen des Jahres
auch noch das eine oder andere ihrer Beutetiere an die frische Luft traut. Oder sie wollte sich,
genau wie der Fotograf, einfach nur sonnen.
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 | | Heliophanus cupreus - Kupfrige Sonnenspringspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.1081_85ckl_r | 100 % | ![1081_85ckl_r]() | Heliophanus cupreus Kupfrige Sonnenspringspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Heliophanus cupreus - Kupfrige Sonnenspringspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.1065_72kl_r | 100 % | ![1065_72kl_r]() | Heliophanus cupreus Kupfrige Sonnenspringspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Kupfrige Sonnenspringspinne ist eine unserer häufigsten einheimischen
Springspinnen und überall weit verbreitet - lediglich im norddeutschen Tiefland findet man sie eher seltener.
Als Lebensraum bevorzugt die Art vor allem trockene Lebensräumen, wie Magerrasen oder sonnige
Waldränder. Sie besiedelt aber auch Moore, Dünen, Ruderalfluren und extensiv genutzte Grünflächen.
Hier lebt sie sowohl in der bodennahen Vegetation als auch auf Sträuchern und niedrigen Bäumen. Erwachsene Tiere
findet man meist von Mai bis Juli.
 | | Heliophanus cupreus - Kupfrige Sonnenspringspinne ♀ |  |
| Nr. 2013.1038_45kl_r | 100 % | ![1038_45kl_r]() | Heliophanus cupreus Kupfrige Sonnenspringspinne ♀ | 65mm; F/5 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Obwohl die Art mir schon sehr häufig über den Weg gehüpft ist, hat sie es erst
mit diesem Shooting in die Springspinnen-Galerie
geschafft. Bisher hatte ich sie, mit der Maßgabe, daß sie mir sowieso ständig
begegnet, immer irgendwie vernachlässigt. Im nächsten Frühling kommt dann das Männchen an die Reihe!
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| 22.10.2013 - Imposanter Einwanderer...
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 | | Leptoglossus occidentalis - Amerikanische Kiefernwanze |  |
| Nr. 2013.1180_82dkl_r | 100 % | ![1180_82dkl_r]() | Leptoglossus occidentalis Amerikanische Kiefernwanze | 100mm; F/4 (DFF); 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Mein heutiges Fotomotiv kam mir schon auf den ersten Blick seltsam vor. Denn wenn es in Deutschland eine so große Wanze mit derartigen
Verdickungen an den Beinen geben würde, hätte ich sicherlich schon mal etwas davon gehört, dachte ich mir. Ähnliche Arten
waren mir jedoch bisher nur aus Amerika bekannt.
Ganz so falsch lag ich mit meinen Überlegungen am Ende dann auch nicht, denn
mein heutiger Fund war eine Amerikanische Kiefernwanze und damit
tatsächlich ein Einwanderer aus Nordamerika. Hier befindet sich die Art schon seit Mitte der 50er Jahre
in Ausbreitung. Ursprünglich im Westen der USA beheimatet hat sie inzwischen die Ostküste erreicht.
In Europa wurde die Wanze erstmals im Jahre 1999 in Italien nachgewiesen. Vermutlich wurde sie
dort zusammen mit Weihnachtsbäumen eingeschleppt. Inzwischen hat sich die Art aber über weite
Teile Europas verbreitet. In Deutschland wurde sie zuerst im Jahre 2006 gesichtet.
Die erwachsenen Tiere saugen an den jungen Blüten und Samen von Nadelbäumen, wobei sie
vor allem Kiefern bevorzugen - aber auch jede andere Nadelbaumart nicht verschmähen.
Diese hohe Anpassungsfähigkeit dürfte dann auch der Hauptgrund für die schnelle Ausbreitung
der Art sein.
In den USA gilt die Kiefernwanze als Schädling, da sie durch ihre Ernährungsweise
vor allem in Baumschulen immer wieder große Schäden anrichtet. Hier verursacht sie durch das Aussaugen
der Samen Ertragsminderungen bei der Erzeugung von Saatgut. Die Bäume selbst werden dabei
allerdings nicht geschädigt.
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Nach meinem Erstfund sind mir in den nächsten Tagen noch einige weitere Tiere dieser Art über den
Weg gelaufen. Diese Tatsache, zusammen mit der, daß mir die Art in der Vergangenheit noch nie begegnet ist, läßt mich
darauf schließen, daß wir uns in den kommenden Jahren nun wohl sicherlich öfter sehen werden.
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| 25.05.2014 - Mal wieder...
Wie jedes Jahr mußte ich auch in diesem mindestens einmal in der Schönower Heide vorbeischauen. Heute
war es nun so weit - im Gegensatz zu den letzten Jahren jedoch nicht im Rahmen eines Familienausflugs,
sondern ausschließlich um meinen Naturforscherdrang zu befriedigen. Außerdem wollte ich mich diesmal lediglich auf meine springenden Lieblinge konzentrieren - und
wurde bei der Suche nicht enttäuscht.
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Die Schönower Heide bietet den kleinen Springern eine
Vielzahl unterschiedlicher Mikrohabitate - von großen offenen Sandflächen und mit Flechten
bedeckten harten Bodenstrukturen über Sandtrockenrasen bis hin zu üppig mit Heide bewachsenen
Bereichen nebst kleinen meist solitär stehenden Kiefern.
 | | Euophrys frontalis - Kettenstreifige Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.6266_74kl_r | 100 % | ![6266_74kl_r]() | Euophrys frontalis Kettenstreifige Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/1s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Euophrys frontalis - Kettenstreifige Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.6365_74kl_r | 100 % | ![6365_74kl_r]() | Euophrys frontalis Kettenstreifige Springspinne ♂ | 65mm; F/5.6 (DFF); 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Eines jedoch haben alle diese Lebensräume gemeinsam - es sind Extremstandorte. Durch den Mangel an
Schatten und Wasser, welches hier im sandigen Boden schnell versickert, sind sie ganzjährig trocken und heiß.
Und wenn dann noch eine kräfige Brise weht, die hier keine Hindernisse zu fürchten braucht, fühlt man
sich schon fast wie in einer Steppe in der Mongolei.
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Das schöne jedoch ist, daß ein jeder dieser Lebensräume einer Vielzahl unterschiedlicher
und meist hochspezialisierter Arten ein Auskommen sichert. Da bilden die Springspinnen keine
Ausnahme. Und je bunter das Mosaik an Mikrohabitaten ist, desto größer ist auch die Artenvielfalt
im gesamten Biotop.
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 | | Heliophanus dubius - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.6035_38kl_r | 100 % | ![6035_38kl_r]() | Heliophanus dubius Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Lange Zeit wurde das Gebiet als Truppenübungsplatz der Armee genutzt, wodurch sich die
Natur weitgehend frei entfalten konnte, da dem Normal­bürger und der mit ihm oft einhergehenden
negativen Beieinflussung so der Zutritt verwehrt blieb.
Umso mehr freut es mich daher auch, daß dieses tolle Stück Natur lediglich eine
halbe Autostunde von meinem zu Hause entfernt ist.
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Leider werden derartige Lebensräume in Deutschland immmer seltener - vor allem in
solch einer flächenmäßigen Ausdehnung wie sie die Schönower Heide bietet. Doch von ungefähr
kommt das auch hier nicht.
 | | Heliophanus dubius - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.6192_97kl_r | 100 % | ![6192_97kl_r]() | Heliophanus dubius Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Nach dieser langen Einführung nun aber endlich zu meinen springenden Fotomotiven. Beim ersten Fund
des Tages handelte es sich um ein circa 2 mm großes Männchen der Kettenstreifigen Springspinne,
welches besonders in seiner farbenfrohen Frontalansicht ein wirklich fotogenes Motiv (siehe oben) darstellt. Zwar
hatte ich diese Art schon mehrmals vor meiner Linse, aber ein paar hochauflösende Aufnahmen
des Herren fehlten mir dann doch noch. Infos zur Art gibt es im Bericht zu meiner ersten Erstbegegnung.
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Quasi gleich nebenan konnte ich dann auch schon meinen ersten wirklichen Wunschkandidaten für die Galerie
ablichten.
Denn am selben Holzpfahl krabbelte tatsächlich auch noch das Männchen von Heliophanus dubius
herum, einer Springspinnenart, der ich hier im vorigen Jahren schon einmal begegnet war, die ich aber damals
nicht auf meinen Chip bannen konnte.
 | | Talavera petrensis - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.5717_20kl_r | 100 % | ![5717_20kl_r]() | Talavera petrensis Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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 | | Talavera petrensis - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.5733_37bkl_r | 100 % | ![5733_37bkl_r]() | Talavera petrensis Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 640
Canon EOS 50D |
Diesmal hat es geklappt! Die Art ist zwar in Deutschland weit verbreitet, aber überall recht selten
anzutreffen. Ihr bevorzugter Lebensraum sind sonnige Waldränder mit Nadelbäumen.
Das nächste springende Fotomotiv war dann auch gleich mein Highlight der Tour - ein wunderschönes, wenn
auch schon leicht lädiertes Talavera petrensis - Männchen.
Wie der vorherige
Fund gerade einmal 2 mm groß sprang es mir vor die Füße. Auf dem mit Flechten bedeckten harten
Boden war es von oben, trotz seiner imposanten Frontalansicht, nur als ein hüpfender brauner Minipunkt
zu erkennen.
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Hätte sich der Gute nicht bewegt, hätte ich ihn nicht einmal bemerkt, wenn ich auf
allen vieren oder sogar robbend auf dem Bauch unterwegs gewesen wäre. So hatte ich
natürlich großes Glück. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum es, trotzdem
die Art recht häufig und überall weit verbreitet ist, kaum Fotos von ihr im
Internet zu finden gibt.
Interessanter Weise hat die Art in Deutschland zwei voneinander völlig unabhängige
Verbreitungsschwerpunkte. Zum einen findet man sie, wie hier, in sandigen und offenen Heidegebieten
Nordostdeutschlands und zum anderen in den Hochlagen der Alpen oberhalb der Baumgrenze in
meist felsigem Gelände.
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 | | Sitticus zimmermanni - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.6571_73kl_r | 100 % | ![6571_73kl_r]() | Sitticus zimmermanni Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1.3s; ISO 640
Canon EOS 50D |
 | | Sitticus zimmermanni - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.6471_79kl_r | 100 % | ![6471_79kl_r]() | Sitticus zimmermanni Springspinne ♂ | 65mm; F/5.6 (DFF); 1.3s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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 | | Sitticus zimmermanni - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.7193_97kl_r | 100 % | ![7193_97kl_r]() | Sitticus zimmermanni Springspinne ♀ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/2s; ISO 640
Canon EOS 50D |
 | | Sitticus zimmermanni - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.7230_39bkl_r | 100 % | ![7230_39bkl_r]() | Sitticus zimmermanni Springspinne ♀ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/1s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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Nachdem der vorherige Fund zwar für mich recht bedeutsam, aber unter dem Aspekt der Seltenheit nichts besonderes war,
stellt die nächste Springspinnen-Art, die ich an diesem Tage aufspüren konnte, eine kleine arachnologische
Kostbarkeit dar.
Sitticus zimmermanni, wie die Spinne mit wissenschaftlichem Namen heißt, steht in
Deutschland auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten und wird dort als "stark gefährdet" geführt. In
Brandenburg ist die Art zwar noch etwas häufiger, gilt aber auch hier immerhin noch als "gefährdet".
Zu meinem Glück scheint sie aber zumindest in der Schönower Heide keine Seltenheit zu sein. Eigentlich kein
Wunder, denn als Lebensraum bevorzugt sie offene Sandflächen, von denen es hier eine ganze Menge gibt.
Alles in allem ein sehr erfolgreicher Ausflug!
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| 27.07.2014 - Auf der Suche...
Eigentlich hatte ich den obligatorischen Besuch der Schönower Heide in diesem
Jahr ja schon hinter mir, aber das Foto einer anderen Naturfotografin, welches
vor ein paar Tagen in meiner Lieblingsheide gemacht wurde, ließ mich meine Pläne
kurzfristig ändern. Auf diesem war nämlich das Männchen einer Springspinnenart
zu sehen, von der ich zwar wußte, daß sie in Brandenburg vorkommt, die ich
nun jedoch schon lange ohne Erfolg suche. Dazu aber später...
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Denn nachdem mir meine neue Bekannte den genauen Aufnahmeort ihres Fotos gezeigt hatte, fand ich
dort statt dem Objekt meiner Begierde erst einmal eine andere arachnologische Kostbarkeit
- und das in ziemlich großer Menge.
Die Rede ist von der Luchsspinne Oxyopes ramosus. Zwar ist die Art in
Deutschland weit verbreitet und in geeigneten Lebensräumen häufig anzutreffen, steht
aber wegen ihrer allgemeinen Seltenheit auf der Roten Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
Ihre Vorliebe für
sonnige und trockene Sandböden schränkt die Auswahl an brauchbaren Biotopen sehr
stark ein. Ein Hotspot sind dabei die Heidegebiete der Norddeutschen Tiefebene.
Meist findet man die Tiere in niedriger Vegetation. In meinem Fall handelte
es sich hierbei um einen großen Bestand an Heidekraut.
 | | Oxyopes ramosus - Luchsspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.97_103kl_r | 100 % | ![97_103kl_r]() | Oxyopes ramosus Luchsspinne ♀ | 65mm; F/5.6 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Oxyopes ramosus - Luchsspinne juv. |  |
| Nr. 2014.233_41kl_R | 100 % | ![233_41kl_R]() | Oxyopes ramosus Luchsspinne juv. | 65mm; F/3.2 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Interessanterweise ähnelt die Lebensweise der Luchsspinnen stark der meiner springenden Lieblinge. Das
beste Beispiel ist dabei ihr Jagdverhalten. Genau wie die Springspinnen erbeuten sie ihre Nahrung ohne
Netze. Als tagaktive Jäger mit sehr gutem Sehvermögen schleichen sie sich an ihre Opfer heran und erbeuten
diese dann im Sprung. Dabei machen sie durchaus keine schlechtere Figur als die Spinnen, die diese
Fangtechnik im Namen tragen.
Leider waren die Luchsspinnen, wenn auch ein Highlight, nicht das, was ich ursprünglich
erhofft hatte zu finden und deshalb ging meine Suche weiter. Der Erfolg ließ allerdings
noch eine ganze Weile auf sich warten, denn scheinbar waren meine Wunschmotive hier lange nicht
so häufig wie Oxyopes ramosus.
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 | | Evarcha laetabunda - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.341_46kl_r | 100 % | ![341_46kl_r]() | Evarcha laetabunda Springspinne ♀ | 65mm; F/5 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Die auf warme und trockene Lebensräume spezialisierte Art kommt, während sie in
Südeuropa recht häufig ist, in Mitteleuropa meist nur in klimatisch begünstigten
Regionen vor.
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Da das Glück jedoch bekanntlich mit dem Tüchtigen ist, konnte ich mit viel Geduld dann aber
tatsächlich noch ein Pärchen der bei uns recht seltenen Springspinne Evarcha laetabunda aufspüren.
 | | Evarcha laetabunda - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.9866_74kl_r | 100 % | ![9866_74kl_r]() | Evarcha laetabunda Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/4s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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Gräser und niedrige Zwergsträucher bilden dabei ihren Lebensraum. Im vorliegenden Fall konnte ich
sie ausschließlich auf Heidekraut beobachten - übrigens gemeinsam mit ihren Schwesterarten
Evarcha arcuata und Evarcha falcata, die
sehr ähnliche Habitate bevorzugen, in Mitteleuropa aber weitaus häufiger vorkommen als Evarcha laetabunda.
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 | | Evarcha laetabunda - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.118_23bkl_r | 100 % | ![118_23bkl_r]() | Evarcha laetabunda Springspinne ♀ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/2s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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 | | Evarcha laetabunda - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.9975_82kl_r | 100 % | ![9975_82kl_r]() | Evarcha laetabunda Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/6s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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| 18.06.2014 - 28.06.2014 - Griechischer Sommer...
Auch der zweite Urlaub in diesem Jahr sollte uns wieder ans Mittelmeer führen, diesmal
allerdings in die östliche Ägäis auf die griechische Insel Kos. Von der Sonne sehr
verwöhnt, liegt dieses kleine Eiland nur ca. 5 km vor der türkischen Küste und ist
damit eigentlich viel mehr Kleinasien als Europa.
Diese Tatsache ließ mich auch auf eine interessante und mir neue Flora und Fauna hoffen, wobei erstere
aufgrund des fortgeschrittenen Jahres schon größtenteils vertrocknet war, denn in diesem Teil
Europas herrschen - im Gegensatz zu Deutschland - im Juni schon Durchschnittstemperaturen,
die wir noch nicht einmal im Hochsommer erreichen.
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 | | Chamaesphecia masariformis - Blattwespen-Glasflügler ♂ |  |
| Nr. 2014.7542kl_r | 100 % | ![7542kl_r]() | Chamaesphecia masariformis Blattwespen-Glasflügler ♂ | 100mm; F/8; 1/1250s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Ein schönes Beispiel ist da der Blattwespen-Glasflügler, ein
Schmetterling aus der Familie der Sesiidae, deren nähere Verwandschaft
mir sogar schon einmal in den heimatlichen Püttbergen begegnet ist.
Mein hiesiger Fund allerdings ist noch deutlich wärmeliebender und daher vor allem
im mediterranen Raum anzutreffen. Seine Raupen ernähren sich ausschließlich von den Wurzeln
einiger Königskerzenarten - in diesem Fall wohl von Verbascum sinuatum,
deren gewelltblättrige Rosetten einem hier auf Schritt und Tritt begegnen.
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Dafür erschien mir die Tierwelt umso vielfältiger - zumindest was die Insekten und Spinnentiere
betrifft. Doch genau diese kleinen Krabbler sind es ja, die ich so gerne auf meinen Chip banne.
Bis auf ein paar Ausnahmen, wie Singzikaden oder Skorpione, hielten sich allerdings die "Aha-Effekte"
bei mir in Grenzen. Vielmehr waren ein Großteil der Arten solche, deren Verwandtschaft auch
bei uns in Mitteleuropa zu finden ist - wenn auch meist kleiner und oft nicht ganz so farbenprächtig.
 | | Chamaesphecia masariformis - Blattwespen-Glasflügler ♂ |  |
| Nr. 2014.7551klb_r | 100 % | ![7551klb_r]() | Chamaesphecia masariformis Blattwespen-Glasflügler ♂ | 100mm; F/8; 1/640s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Vielen Dank an Thomas Fähnrich und Daniel Bartsch vom Lepiforum für die Bestimmung des Falters.
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Eine weitere Insektenfamilie, die man auch in heimatlichen Gefilden antreffen kann, sind die Netzflügler.
Allerdings hält sich deren Artenanzahl in Mitteleuropa mit ganzen 11 Stück sehr in Grenzen - anders als hier im
Mittelmeerraum, wo die Vielfalt deutlich größer ist. Außerdem sind die meisten mitteleuropäischen Vertreter
dieser räuberisch lebenden Insekten weit weniger spektakulär und farbenfreudig.
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 | Bubopsis andromache Schmetterlingshaft ♂ |  |
| Nr. 2014.7378kl_r | 100 % | ![7378kl_r]() | Bubopsis andromache Schmetterlingshaft ♂ | 100mm; F/8; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | Myrmecaelurus trigrammus Ameisenjungfer |  |
| Nr. 2014.8138_39kl_r | 100 % | ![8138_39kl_r]() | Myrmecaelurus trigrammus Ameisenjungfer | 100mm; F/2.8 (DFF); 1/3200s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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 | Bubopsis andromache Schmetterlingshaft ♀ |  |
| Nr. 2014.7931kl_r | 100 % | ![7931kl_r]() | Bubopsis andromache Schmetterlingshaft ♀ | 100mm; F/8; 1/640s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Mit Bubopsis andromache - einem Schmetterlingshaft und Myrmecaelurus trigrammus
einer Ameisenjungfer konnte ich während der paar Tage gleich zwei sehr hübsche mediterrane Netzflügler ablichten. Besonders
ersterer ist für mich ein spektakulärer Fund, da die Art erst 1978 zum ersten Mal beschrieben wurde
und lediglich in der östlichen Ägäis vorkommt. Vielen Dank an Ulrike Aspöck für die Bestätigung meiner
Bestimmungen.
Ein paar allgemeine Infos zur Lebensweise von Hautflüglern im Allgemeinen und Ameisenjungfern
im Besonderen findet man auch in den Artikeln zu meinen Funden von heimischen Vertretern dieser
Familie - hier
und hier.
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Die nächsten mir nicht ganz unbekannten Insekten, die es
in diesen Bericht geschafft haben, sind die Raubfliegen - genauer gesagt ein Neomochtherus -
Weibchen und ein Pärchen der Gattung Machimus, die zur selben Art gehören könnten.
Leider ist es mir trotz Hilfe von Danny Wolff,
der die Fliegen zumindest einer Gattung zuordnen konnte, nicht gelungen, die Tiere bis zur Art zu bestimmen.
Auch habe ich während unseres Urlaubes noch deutlich mehr Arten gesehen,
aber die meisten von ihnen waren aufgrund der hohen Temperaturen einfach nicht
zum Stillsitzen zu bewegen :-)
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 | | Machimus sp. - Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2014.7513kl_r | 100 % | ![7513kl_r]() | Machimus sp. Raubfliege ♂ | 100mm; F/11; 1/125s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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 | | Neomochtherus sp. - Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2014.8101kl_r | 100 % | ![8101kl_r]() | Neomochtherus sp. Raubfliege ♀ | 100mm; F/11; 1/200s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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 | | Machimus sp. - Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2014.8028kl_r | 100 % | ![8028kl_r]() | Machimus sp. Raubfliege ♀ | 100mm; F/10; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 50D |
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Nun aber endlich zu ein paar Fotomotiven, die man in Mitteleuropa vergeblich sucht. Den Anfang machen mit Cicadatra cf. platyptera und Cicada mordoganensis
zwei Vetreter aus der im Mittelmeerraum recht häufig anzutreffenden Familie
der Singzikaden.
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 | | Cicadatra cf. platyptera - Singzikade |  |
| Nr. 2014.8113_16kl_r | 100 % | ![8113_16kl_r]() | Cicadatra cf. platyptera Singzikade | 100mm; F/11 (DFF); 1/250s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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Zwar gibt es auch in den klimatisch begünstigten Regionen Mitteleuropas ein paar Vertreter
dieser stimmgewaltigen Gesellen, jene erreichen aber bei weitem nicht die Größe der im
mediterranen
Raum beheimateten Arten.
Dabei übersieht man die zwischen 3 und 8 cm großen Insekten in der üppigen
Vegetation sehr oft. Allerdings - und da wird mir jeder Urlauber, der schon einmal
an den Küsten des
Mittelmeers seinen wohlverdienten Jahresurlaub verbracht hat, rechtgeben - überhören
kann man sie auf gar keinen Fall!
Denn wer kennt es nicht, dieses ohrenbetäubende und scheinbar nie-aufhören-wollende
Gezirpe, welches vor allem die Männchen der Singzikaden von sich geben, um Weibchen
anzulocken oder ihr Revier abzustecken.
Dabei hat jede Art ihren typischen Gesang, anhand dessen sie auch zweifelsfrei bestimmt
werden kann.
 | | Cicada mordoganensis - Singzikade |  |
| Nr. 2014.7984kl_r | 100 % | ![7984kl_r]() | Cicada mordoganensis Singzikade | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 800
Canon EOS 50D |
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Meine Bestimmung von Cicadatra platyptera konnte von Matija Gogala leider nur zu 99% bestätigt
werden. Hundertprozentige Sicherheit brächte in diesem Fall nur eine Genitaluntersuchung oder
die Bestimmung anhand des eindeutigen artspezifischen Gesangs des Tieres. Vielen Dank an Herrn
Gogala für diese Infos. Beim nächsten Mal werde ich dann wohl zusätzlich zur Kamera noch die Memofunktion
meines Handys bemühen :-)
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 | | Mesobuthus gibbosus - Skorpion |  |
| Nr. 2014.8014kl_r | 100 % | ![8014kl_r]() | Mesobuthus gibbosus Skorpion | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 1600
Canon EOS 50D |
|
Eine weitere Arthropoden-Familie, welche man in Deutschland vergebens suchen dürfte - zumindest
abseits von Terrarien - sind die Skorpione. Im Mittelmeerraum dagegen gibt es davon einige Arten
zu bewundern. Unter ihnen auch ein paar, die mit ihrem Gift durchaus einem Menschen gefährlich
werden können.
Mein griechischer Fund, ein Mesobuthus gibbosus, wie er mit wissenschaftlichem
Namen heißt, gehört allerdings nicht dazu. Sein Neurotoxin kann normalerweise einem gesunden,
erwachsenen Menschen nicht schaden. Vorsicht ist aber trotzdem geboten!
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|
So hielt auch ich immer einen gehörigen Abstand beim Fotografieren, nachdem ich ihn bei seinem Tagesschlaf unter einem
Stein gestört hatte - zumal mir das Tier auch ziemlich angriffslustig erschien. Ein paar mal mußte ich ganz schön schnell
reagieren, als der ca. 7 cm große Skorpion in einem Affenzahn auf mich zu gerannt kam. Deshalb gibt es leider auch keine
gelungene Frontalaufnahme aus der Nähe.
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|
Überhaupt nicht gefährlich hingegen war das nächste Spinnentier, welches ich hier zeigen möchte. Es handelt
sich dabei um eine Krabbenspinne der Gattung Thomisus, die sich in ihrer Färbung perfekt
an ihre Umgebung angepaßt hatte.
Ihr Körper war in exakt demselben Grünton gefärbt, wie die Pflanze auf der die kleine Spinne ihr Gespinst
gebaut hatte, das sie momentan bewachte. Hätte sie nicht gerade auf diesem gesessen, hätte ich sie vermutlich
übersehen.
 | | Thomisus sp. - Krabbenspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.7906kl_r | 100 % | ![7906kl_r]() | Thomisus sp. Krabbenspinne ♀ | 100mm; F/7.1; 1/500s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Thomisus sp. - Krabbenspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.7907dkl_r | 100 % | ![7907dkl_r]() | Thomisus sp. Krabbenspinne ♀ | 100mm; F/7.1; 1/160s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Obwohl für Griechenland mit Thomisus onustus, einer Krabbenspinne, die auch bei uns in Deutschland heimisch ist,
lediglich eine Art aus der in Frage kommenden Gattung heimisch ist, ist eine genaue Bestimmung leider nicht möglich. Zu nah liegt
Kos an der türkischen Küste, als das man alle in der Türkei beheimateten Thomisus-Arten anhand meiner Fotos
ausschließen könnte. Aber was soll's, hauptsache die Spinne weiß, zu welcher Art sie gehört.
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 | | Peucetia arabica - Luchsspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.7667_69kl_r | 100 % | ![7667_69kl_r]() | Peucetia arabica Luchsspinne ♂ | 100mm; F/11 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Bei der nächsten achtbeinigen Schönheit war die Bestimmung hingegen kein Problem. Das ca. 1 cm
große und giftgrüne Männchen hört auf den wissenschaftlichen Namen Peucetia arabica und
gehört zur Familie der Luchsspinnen (Oxyopidae).
Auch bei uns in Deutschland sind zwei Vertreter
dieser tagaktiven Spinnenfamile heimisch, von denen ich einen just in diesem Jahr
in einer Heidelandschaft oberhalb von Berlin fotografieren konnte.
Wie die Springspinnen sind auch die Luchsspinnen tagaktive und netzlose Jäger, die meist freiumherlaufend
auf die Jagd gehen und ihre Beute anspringen, um sie zu überwältigen. Nur einige Arten sind
weniger agil und lauern ihrer Beute lieber gut getarnt auf.
Luchsspinnen sind im Übrigen leicht an den auffälligen Dornen, die ihre
Beine bedecken, zu erkennen.
 | | Peucetia arabica - Luchsspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.7663kl_r | 100 % | ![7663kl_r]() | Peucetia arabica Luchsspinne ♂ | 100mm; F/11; 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
|
Natürlich lag mein Hauptaugenmerk in Sachen Achtbeiner aber wie immer auf den springenden Vertretern
ihrer Zunft, denn meine Galerie ist ja noch lange nicht komplett und
besonders an Ägäern mangelte es darin zu diesem Zeitpunkt ganz gewaltig.
Das ganzjährig warme Klima sowie die trockene und steinige Beschaffenheit der Insel schrie in meiner
Vorstellung deshalb geradezu nach einer ganzen Schar von Springspinnenarten, die sich hier
finden lassen müßten. Ich sollte recht behalten...
Ganz so einfach gestaltete sich die Sache allerdings nicht. Zwar fand ich gleich auf unserem Balkon ein paar Allerwelts-Mittelmeerspringer
wie Menemerus semilimbatus,
doch für die begehrten Exemplare mußte ich schon ein wenig ins Hinterland der Insel vordringen und vor allem
auch den einen oder anderen Stein umdrehen.
Besonders die nur im östlichen Mittelmeer anzutreffenden Habrocestum egaeum,
Mogrus neglectus und Aelurillus blandus wollte ich dabei unbedingt
finden, was mir mit einiger Beharrlichkeit auch gelang.
Als besonderes Schmankerl hatte ich außerdem
das Glück, die in Europa äußerst seltene Plexippoides gestroi beobachten zu können.
 | | Mogrus neglectus - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.7818kl_r | 100 % | ![7818kl_r]() | Mogrus neglectus Springspinne ♀ | 100mm; F/6.3; 1/500s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
 | | Mogrus neglectus - Springspinne - Gespinst |  |
| Nr. 2014.7817kl_r | 100 % | ![7817kl_r]() | Mogrus neglectus Springspinne Gespinst | 100mm; F/6.3; 1/800s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|

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Neben auffälligen Geophyten wie dem Rosen-Lauch oder dem Röhrigen Affodill
konnte man, wenn man richtig hinschaute, auch im Verborgenen so einiges entdecken, was seine Schönheit
oft erst auf den zweiten Blick offenbarte.
Ein gutes Beispiel hierfür ist der Gemeine Krummstab. Diese Pflanze aus der Familie
der Aronstabgewächse findet man im Mittelmeerraum sehr oft an schattigen Standorten, meistens auf
Brachflächen.
Um diese Jahreszeit übersieht man die grün-braunen Blüten der Pflanze jedoch häufig,
da sie in diesem Stadium meist nur ein paar Zentimeter aus dem üppigen Dickicht ihrer Blätter
hinausragen. Später im Jahr, wenn die Blütenstände ein wenig höher und die Blätter welk sind,
nimmt ihre Auffälligkeit deutlich zu.
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 | | Arisarum vulgare - Gemeiner Krummstab |  |
| Nr. 2014.2827kl_r | 100 % | ![2827kl_r]() | Arisarum vulgare Gemeiner Krummstab | 100mm; F/6.3; 1/200s; ISO 1000
Canon EOS 50D |
|
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Schnell übersehen werden auch die meisten der folgenden botanischen Kostbarkeiten. Denn obwohl ihre
Blüten in den schönsten Farben leuchten, sind sie, durch deren geringe Größe, zwischen Strauchwerk und anderer
mediterraner Vegetation oft unsichtbar. Die Rede ist von Orchideen. Diese Pflanzenfamilie ist, im Gegensatz zu
unseren Breiten, im ganzen Mittelmeerraum noch recht häufig und mit einer großen Artenanzahl vertreten.
Davon begeistern mich um diese Jahreszeit, neben einigen anderen, vor allem immer wieder die vielen blühenden
Ragwurz-Arten, von denen es auch auf Mallorca eine ganze Menge gibt.
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 | Ophrys tenthredinifera Wespen-Ragwurz |  |
| Nr. 2014.2780_84kl_r | 100 % | ![2780_84kl_r]() | Ophrys tenthredinifera Wespen-Ragwurz | 100mm; F/4 (DFF); 1/200s; ISO 640
Canon EOS 50D |
|
 | Ophrys tenthredinifera Wespen-Ragwurz |  |
| Nr. 2014.2748_53kl_r | 100 % | ![2748_53kl_r]() | Ophrys tenthredinifera Wespen-Ragwurz | 100mm; F/4.5 (DFF); 1/60s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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 | Ophrys tenthredinifera Wespen-Ragwurz |  |
| Nr. 2014.2945kl_r | 100 % | ![2945kl_r]() | Ophrys tenthredinifera Wespen-Ragwurz | 100mm; F/5.6; 1/1000s; ISO 1000
Canon EOS 50D |
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Diese Orchideen-Gattung ist für ihren besonderen Bestäubungsmechanismus bekannt. Denn außer,
daß die Blüten wunderschön anzuschauen sind, verfolgen die Pflanzen mit deren Form
und Farbe einen ganz bestimmten Zweck. Die Lippe der Blüte ahmt nämlich weibliche Insekten
nach, wodurch männliche Artgenossen angelockt und zur Kopulation bewegt werden sollen, was
dann wiederum zur Bestäubung der Pflanze führt.
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 | | Dasyscolia ciliata - Dolchwespe |  |
| Nr. 2014.3317kl_r | 100 % | ![3317kl_r]() | Dasyscolia ciliata Dolchwespe | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 640
Canon EOS 50D |
|
Letzteres trifft zum Beispiel auf die auf Mallorca recht häufige
Spiegel-Ragwurz zu, deren
einziger Bestäuber die Dolchwespe Dasyscolia ciliata ist.
Mit Hilfe ihrer braunen Lippenbehaarung, die farblich der der Wespe gleicht,
und des blauen "Spiegels", der die reflektierenden Flügel des Weibchens nachbildet, täuscht
diese Ragwurz-Art seinen Bestäuber perfekt. Kommt dann auch noch der richtige Duftcocktail
dazu, kann das Wespenmännchen wohl nicht anders...
Obwohl ich das Glück hatte, eine der sogenannten Pseudokopulas beobachten zu können, ist es mir
leider nicht gelungen ein Foto davon zu machen. Lediglich ein Bild von einer schon ziemlich
erschöpften Dolchwespe auf dem Boden ist mir gelungen.
|
|
Wie an der Dolchwespe zu erkennen, wartet Mallorca, außer mit einer vielfältigen Flora,
auch mit einer sehr interessanten und reichhaltigen Insektenfauna auf, die sich aufgrund
des mediterranen Klimas natürlich etwas anders zusammensetzt als hier bei uns in Mitteleuropa.
Allerdings war
die Zeit, die ich für die Fotografie von Insekten nutzen wollte, nicht ganz so üppig bemessen, so
daß, aufgrund der notwendigen Geduld bei deren Ablichtung, nur ein paar wenige Exemplare
den Weg auf meinen Chip gefunden haben.
 | | Ischnura graellsii - Spanische Pechlibelle |  |
| Nr. 2014.2641kl_r | 100 % | ![2641kl_r]() | Ischnura graellsii Spanische Pechlibelle | 100mm; F/7.1; 1/500s; ISO 200
Canon EOS 50D |
Weiterhin gelang mir noch ein Foto der Spanischen Pechlibelle.
Auch hier handelt es sich um einen häufigen Vertreter der mediterranen Insektenfauna.
Allerdings
kommt diese, unserer einheimischen
Großen Pechlibelle sehr ähnlich sehende Art, nur im westlichen Teil
des Mittelmeerraums vor.
Und zu guter Letzt noch zwei Schmetterlinge, die beide auch bei uns in
Mitteleuropa anzutreffen sind.
Beim ersten handelt es sich um einen Senfweißling aus dem Komplex
Leptidea sinapis/juvernica, dessen Arten sich nur genital trennen lassen.
Leider reicht mein Foto daher nicht für eine genaue Artzuordnung aus.
 | | Callophrys rubi - Brombeerzipfelfalter |  |
| Nr. 2014.3130_33kl_r | 100 % | ![3130_33kl_r]() | Callophrys rubi Brombeerzipfelfalter | 100mm; F/8 (DFF); 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Pyrgomorpha conica - Kegelkopfschrecke (Larve) |  |
| Nr. 2014.2735kl_r | 100 % | ![2735kl_r]() | Pyrgomorpha conica Kegelkopfschrecke (Larve) | 100mm; F/7.1; 1/2000s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Neben der oben schon erwähnten Dolchwespe waren das lediglich noch vier weitere Arten.
Zum ersten war das die sehr exotisch anmutende Larve einer Kegelkopfschrecke.
Dieser
Vertreter der Familie der Kurzfühlerschrecken kommt im Mittelmeerraum recht häufig vor
und kann dabei sowohl in einer grünen als auch
in einer braunen Farbvariante auftreten. Letztere ist mir vor ein paar Jahren schon mal
auf Kreta begegnet.
 | | Leptidea cf. sinapis - Senfweißling |  |
| Nr. 2014.3307kl_r | 100 % | ![3307kl_r]() | Leptidea cf. sinapis Senfweißling | 100mm; F/5.6; 1/2000s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Beim zweiten gibt es mit der Benennung dafür überhaupt keine Probleme. Er ist so einzigartig, daß er deshalb schon seit
langem auf meiner Agenda steht. Die Rede ist vom Brombeerzipfelfalter, einem kleinen Schmetterling aus der
Familie der Bläulinge.
Seine Einzigartigkeit, jedenfalls was die europäische Schmetterlingsfauna betrifft, sind seine
grasgrünen Flügelunterseiten, die er, soweit ich weiß, mit keinem weiteren seiner hiesigen Artgenossen teilt.
Oberseits sind seine Flügel braun.
Daß ich den eigentlich nicht seltenen Falter bei uns zu Hause noch nie vor die
Linse bekommen habe, dürfte zum Teil auch an seiner perfekten Tarnung liegen. Denn zumindest während des Sitzens
dürfte ein Auffinden wohl eher nur ein absoluter Glücksfall sein.
|
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Ein bißchen mehr Zeit als für die Insekten ließ ich mir hingegen für die Erforschung
der hiesigen Spinnenfauna, wobei ich auf meine Lieblinge natürlich mein besonderes Augenmerk legte.
Vor allem die auf Mallorca endemische Springspinne Aelurillus balearus wollte ich
unbedingt vor's Objektiv bekommen. Zum einen natürlich, weil mir die Art noch in meiner Galerie
fehlte und zum anderen weil das vor mir bisher wohl noch niemanden sonst gelungen war. Eigentlich kein
Wunder, denn die Art wurde erst 2005 beschrieben.
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 | | Aelurillus balearus - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014_Spring.3407_15kl_r | 100 % | ![3407_15kl_r]() | Aelurillus balearus Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Aelurillus balearus - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2014_Spring.4428_34kl_r | 100 % | ![4428_34kl_r]() | Aelurillus balearus Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Aelurillus balearus - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014_Spring.3362_68kl_r | 100 % | ![3362_68kl_r]() | Aelurillus balearus Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Aelurillus balearus - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2014_Spring.4456_62kl_r | 100 % | ![4456_62kl_r]() | Aelurillus balearus Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Und da das Glück ja bekanntlich mit dem Tüchtigen ist, war es auch mir hold. Denn obwohl
ich nach mehreren Tagen erfolgloser Suche fast schon aufgegeben hätte, ist es mir in den zwei Wochen
tatsächlich
gelungen sowohl Männchen als auch Weibchen dieser wunderschönen Spinne aufzuspüren. Was für ein Erfolg!
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Und auch so manche andere achtbeinige Schönheit kreuzte natürlich meinen Weg. Aufgrund meiner
Präferenzen für die springende Zunft, haben es allerdings nur zwei davon auf ein Foto geschafft.
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Zum einen war das ein Männchen der im Mittelmeerraum allgegenwärtigen Wolfspinne Alopecosa albofasciata und
zum anderen ein Weibchen der auch bei uns vorkommenden Südlichen Glanz-Krabbenspinne.
 | | Alopecosa albofasciata - Tarantel ♂ |  |
| Nr. 2014.3274_76kl_r | 100 % | ![3274_76kl_r]() | Alopecosa albofasciata Tarantel ♂ | 100mm; F/16 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Um letztere allerdings hier in Mitteleuropa zu Gesicht zu bekommen, muß man schon viel Glück haben und außerdem in
einem klimatisch begünstigten Gebiet wie dem Kaiserstuhl unterwegs sein.
Umso mehr hat es mich jedoch gefreut diese farbenfrohe Schönheit auch endlich mal vor die Linse zu bekommen. Im Übrigen
kann die Körperfarbe der Art zwischen gelb und rot in den unterschiedlichsten Nuancen variieren.
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 | | Synema globosum - Südliche Glanz-Krabbenspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.4412_13bkl_r | 100 % | ![4412_13bkl_r]() | Synema globosum Südliche Glanz-Krabbenspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Natürlich hätte es, wie bei jedem meiner Besuche auf dieser wunderschönen Insel, auch diesmal noch weit mehr zu
entdecken gegeben, aber zwischen durch möchte man ja auch mal relaxen und vor allem seiner Familie ein
wenig Aufmerksamkeit schenken ;-) An dieser Stelle gilt der Dank einmal mehr meiner wunderbaren Frau
für ihr Verständnis!
Vielen Dank außerdem an Andreas Thomas Hein für die
Bestimmung von Ischnura graellsii und an Jürgen Hensle vom Lepiforum
für die Einordnung des Senfweißlings in den Artenkomplex Leptidea sinapis/juvernica.
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| 09.03.2014 - Das erste Motiv...
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...der Saison sollte nun also ein Trochosa terricola Weibchen sein. Bei einem Kurzbesuch
von einer der offenen Sandflächen der Püttberge rannte mir die zirka 1 cm große Wolfspinne direkt vor die Füße.
Normalerweise ist die Art nachtaktiv, allerdings ist es heute nicht das erste Mal, daß sie mir hier bei einem meiner Spaziergänge mitten am Tage über den Weg läuft.
Die Art ist in Mitteleuropa überall sehr häufig. Obwohl sie mäßig feuchte bis relativ trockene
und vorwiegend halbschattige Lebensräume bevorzugt, kommt sie aber auch in sehr trockenen und ausgesprochenen
warmen und sonnigen Lebensräumen, wie den Sandtrockenrasen der Püttberge, vor.
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 | | Trochosa terricola - Wolfspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.2376kl_r | 100 % | ![2376kl_r]() | Trochosa terricola Wolfspinne ♀ | 100mm; F/4; 1/40s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Vielen Dank an Arno für die Bestimmung.
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| 13.03.2014 - Frühlingserwachen...
Trotzdem der Winter dieses Jahr eher mit Abwesenheit glänzte und auch der
Frühling schon ziemlich zeitig Einzug hielt, bin ich leider bisher noch nicht
großartig zum Fotografieren gekommen.
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 | | Asagena phalerata - Kugelspinne |  |
| Nr. 2014.2612kl_r | 100 % | ![2612kl_r]() | Asagena phalerata Kugelspinne | 100mm; F/8; 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Heute habe ich das schöne Wetter dann aber doch endlich mal nutzen können und
bin ein Stück durch meine Lieblingsbinnendüne geschlendert. Wider Erwarten war
fotomotivsmäßig allerdings eher weniger los - bis auf die Frühlingsseidenbienen natürlich,
die wie jedes Jahr um diese Zeit emsig ihre Nester bauten und mit der Paarung beschäftigt
waren.
Ich war schon fast wieder auf dem Heimweg, da entdeckte ich an den frischen
Trieben einer Feld-Beifuß Pflanze kurz über dem Erdboden eine kleine interessant gefärbte
Spinne, die mir bisher noch nie begegnet war.
Wie sich später herausstellte, handelte es
sich dabei um eine Kugelspinne mit dem
wissenschaftlichen Namen Asagena phalerata. Die Art bevorzugt
Trockenrasen als ihren Lebensraum und ist damit also hier in den Püttbergen bestens
aufgehoben.
 | | Asagena phalerata - Kugelspinne |  |
| Nr. 2014.2603kl_r | 100 % | ![2603kl_r]() | Asagena phalerata Kugelspinne | 100mm; F/8; 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die zirka 5 mm kleine Spinne kommt in ganz Mitteleuropa vor. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich
aus kleinen Käfern oder Ameisen, die sie mit Hilfe eines nur knapp über dem Erdboden gespannten
Netzteppichs fängt. Außerdem läuft die Art aber auch viel umher und macht ihre Beute dann freilaufend.
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| 18.04.2014 - Zuwachs für die Galerie...
Nachdem ich im neuen Jahr schon immer ausgiebig nach meinen
springenden Lieblingen Ausschau gehalten habe, mir aber jedesmal lediglich
Arten über den Weg hüpften, die ich bereits in meiner Galerie zeige, war
es heute nun endlich soweit.
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Mit einem adulten Heliophanus flavipes Männchen bekommt die Galerie, nach vielen
Tieren aus dem Mittelmeerraum, nun wieder mal Zuwachs aus den heimatlichen Püttbergen.
Zusammen mit Heliophanus cupreus
ist die Art eine der häufigsten ihrer Gattung und genau wie diese überall in Deutschland
zu finden.
Eigentlich ist es deshalb seltsam, daß sie mir bisher noch nie vor die Linse gekommen ist,
zumal die Püttberge geradezu den perfekten Lebensraum für diese Spinne darstellen.
Sie bevorzugt nämlich sehr trockene Lebensräume mit niedriger Vegetation, ist
aber auch in Gebüschen und an Nadelbäumen zu finden.
 | | Heliophanus flavipes - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.4218_23kl_r | 100 % | ![4218_23kl_r]() | Heliophanus flavipes Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/2s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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 | | Heliophanus flavipes - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.4180_85kl_r | 100 % | ![4180_85kl_r]() | Heliophanus flavipes Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1.3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Heliophanus flavipes - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.4196_205kl_r | 100 % | ![4196_205kl_r]() | Heliophanus flavipes Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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In der Hoffnung bald noch das passende Weibchen zu finden, werde ich sicherlich in der nächsten Zeit noch
das eine oder andere Mal an der Fundstelle vorbeischauen.
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| 19.04.2014 - Erstnachweis für Berlin...
Nachdem meine Galerie schon am gestrigen Tage Zuwachs bekommen hat, gibt es heute
gleich den nächsten Kandidaten dafür zu vermelden. Diesmal ist es allerdings keine
Allerweltsart, sondern ein kleines Schmankerl.
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Mit dem Fund eines Sibianor tantulus Männchens ist mir nämlich der Erstnachweis
dieser Springspinne für das Land Berlin und der Zweitnachweis für Deutschland geglückt. So etwas
kommt nicht alle Tage vor und macht das Erlebnis für mich umso wertvoller.
Es ist allerdings sehr wahrscheinlich, daß die Art in Deutschland bisher sehr oft übersehen
wurde, da sie ihrer Schwesternart, von der sie erst 2001 abgetrennt wurde, zum Verwechseln ähnlich
sieht und nur durch marginale Unterschiede der Genitalien von dieser abzugrenzen ist.
 | | Sibianor tantulus - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.4312_14kl_r | 100 % | ![4312_14kl_r]() | Sibianor tantulus Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/3s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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 | | Sibianor tantulus - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.4290_96kl_r | 100 % | ![4290_96kl_r]() | Sibianor tantulus Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Sibianor tantulus - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2014.4325_29kl_r | 100 % | ![4325_29kl_r]() | Sibianor tantulus Springspinne ♂ | 65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Alles in allem ein toller Fund!
Vielen Dank an Dmitri Logunov für die Bestätigung meiner Bestimmung.
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| 27.04.2014 - Einen Monat zu früh...
Genau wie der Rest der Natur war auch mein heutiges Motiv einen Monat
zu früh dran. Zumindest habe ich Phaeostigma notata, wie diese
Kamelhalsfliege mit wissenschaftlichen Namen heißt, im letzten Jahr erst Ende
Mai fotografieren können.
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 | | Phaeostigma notata - Kamelhalsfliege ♀ |  |
| Nr. 2014.4597_600kl_r | 100 % | ![4597_600kl_r]() | Phaeostigma notata Kamelhalsfliege ♀ | 100mm; F/16 (DFF); 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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 | | Phaeostigma notata - Kamelhalsfliege ♀ |  |
| Nr. 2014.4587_92kl_r | 100 % | ![4587_92kl_r]() | Phaeostigma notata Kamelhalsfliege ♀ | 100mm; F/11 (DFF); 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D |
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Und trotzdem die Art ja schon auf meinem Chip war, konnte
ich auch diesmal nicht vorbeigehen, ohne ein paar Bilder von ihr zu machen. Infos zu
Kamelhalsfliegen gibt es im Bericht zu meiner letztjährigen Sichtung.
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| 30.04.2014 - Was sich trägt, das liebt sich...
Heute hatte ich das Vergnügen, einem Evarcha falcata Pärchen
beim Sex zuzuschauen :-)
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 | | Evarcha falcata - Springspinne ♂ + ♀ |  |
| Nr. 2014.4693kl_r | 100 % | ![4693kl_r]() | Evarcha falcata Springspinne ♂ + ♀ | 100mm; F/11; 1/40s; ISO 800
Canon EOS 50D |
Interessanterweise suchte sich das Pärchen auch keineswegs ein ungestörtes Plätzchen
für seinen Akt aus, wie man meinen sollte. Vielmehr ließ sich das Männchen von
seiner Auserwählten minutenlang durch die Gegend tragen, während es sich mit dieser paarte.
Ich nutzte die Zeit für ein paar Fotos. Leider hatte ich nur mein 100 mm Objektiv dabei
und so ist der Abbildungsmaßstab heute mal ein wenig kleiner als gewöhnlich.
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Ich bin zwar nicht voyeuristisch veranlagt, aber bei
diesem tollen Schaupiel wollte oder besser konnte ich einfach nicht wegsehen. Springspinnen-Sex
ist immer was besonderes.
Normalerweise geht dem Ganzen meist ein aufwendiges Balzritual mit
tanzenden Bewegungen des Männchens vorraus, welches ich diesmal aber leider verpaßte. Als ich
dazu kam, waren die Beiden schon voll zugange.
 | | Evarcha falcata - Springspinne ♂ + ♀ |  |
| Nr. 2014.4637kl_r | 100 % | ![4637kl_r]() | Evarcha falcata Springspinne ♂ + ♀ | 100mm; F/6.3; 1/80s; ISO 800
Canon EOS 50D |
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Keine Ahnung wie lange das Schauspiel noch andauerte. Als ich die Beiden allein ließ,
war jedenfalls noch kein Ende in Sicht. Respekt! Ein paar Infos zur Art gibt es
hier.
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| 14.05.2014 - Und hier das Weibchen...
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 | | Heliophanus flavipes - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.5297_04kl_r | 100 % | ![5297_04kl_r]() | Heliophanus flavipes Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
 | | Heliophanus flavipes - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.5273_76kl_r | 100 % | ![5273_76kl_r]() | Heliophanus flavipes Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Nur knapp einen Monat nachdem ich ein Männchen von Heliophanus flavipes
für meine Springspinnen-Galerie in den Püttbergen aufspüren konnte, hat es heute sein passendes
Weibchen dazubekommen.
Vor die Füße gesprungen ist mir die Dame just am selben Hang, an dem ich Mitte
April schon den Herrn der Schöpfung angetroffen hatte.
Zugegebenermaßen wohl nicht ganz
zufällig, denn seit dem Fund im letzten Monat laufe ich bei meinen Spaziergängen extra jedes
Mal an dieser Stelle vorbei. Heute also mit Erfolg!
Scheinbar ist das Kleinklima an diesem Hang für die Art optimal, denn bisher konnte
ich sie sonst noch nirgendwo in den Püttbergen finden - was allerdings auch an meinen
Suchkünsten liegen könnte ;-)
Infos zur Art gibt's hier.
 | | Heliophanus flavipes - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.5283_89kl_r | 100 % | ![5283_89kl_r]() | Heliophanus flavipes Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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| 18.05.2014 - Ein Bockkäfer...
Heute gibt es zur Abwechslung mal keine Spinne zu sehen, sondern einen Bockkäfer -
genauer gesagt einen Dunklen Zierbock, der mir beim sonntaglichen
Spaziergang mit meiner Familie begegnet ist. Mutterseelenallein saß er am Wegrand auf dem Blatt
einer Schöllkraut-Pflanze.
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Ich nutzte natürlich
die Gelegenheit für ein kleines Shooting, denn für mich war es die erste Begegnung mit
dieser Käferart - und das, obwohl die Art in Deutschland überall verbreitet und auch nicht selten ist.
Während die erwachsenen Tiere häufig an Blüten diverser Kräuter und Sträucher beobachtet
werden können, leben die Larven in trockenen Ästen einiger heimischer Laubgehölze und ernähren sich
von diesen bis sie nach zwei Jahren ihre Entwicklung zum fertigen Käfer abgeschlossen haben.
Interessanterweise ist die Art sehr variabel in der Färbung ihrer Deckflügel und wird, im Gegensatz zu
meinem heutigen Fund,
normalerweise mit einer braunen Schulterpartie angetroffen.
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 | | Anaglyptus mysticus - Dunkler Zierbock |  |
| Nr. 2014.5412_18kl_r | 100 % | ![5412_18kl_r]() | Anaglyptus mysticus Dunkler Zierbock | 100mm; F/8 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Vielen Dank an Christoph vom Kerbtier.de - Team für die Bestimmung.
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| 24.05.2014 - Schwere Last...
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Auf meinem heutigen Spaziergang gab es nicht viel zu entdecken, nur eine kleine
Wolfspinne der Artengruppe Pardosa lugubris, wie sie hier im Moment zu hunderten herumkrabbeln,
kreuzte meinen Weg.
Zunächst ignorierte ich sie, bei genauerem Hinsehen jedoch, entpuppte sie sich
als lohnendes Fotomotiv. Denn
die Kleine war nicht allein unterwegs - in Form eines Ei-Kokons hatte sie sich nämlich ihre gesamte
potentielle Nachkommenschaft an den Hinterleib geheftet.
Viele Wolf- und andere Jagdspinnen transportieren auf diese Art und Weise ihren Nachwuchs - als frei
umherlaufende Beutegreifer haben sie so immer ein Auge auf ihm.
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 | | Pardosa lugubris s.l. - Wolfspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.5569kl_r | 100 % | ![5569kl_r]() | Pardosa lugubris s.l. Wolfspinne ♀ | 100mm; F/6.3; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Brutpflege ist bei Spinnen im Allgemeinen keine Seltenheit. Viele Arten bewachen ihren
Nachwuchs sehr sorgfältig. Wenn sie ihn, wie die Wolfspinnen, nicht gerade mit sich herumschleppen,
geschieht dies aber meist am oder im Brut-Gespinst. In dieser Zeit nehmen die
Spinnenmamas dann oft keine Nahrung zu sich. Die Wolfspinnen haben es da leichter, denn beim
Beutefang behindert sie ihr Anhängsel keineswegs.
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| 27.05.2014 - Pretty in Pink...
Ja, schon wieder eine Spinne! Aber was für ein seltsames Exemplar - zumindest
für unsere mitteleuropäischen Gefilde. Von den Tropen bin ich ja knallige Farbgebungen
gewohnt, aber hier in den Püttbergen eine Spinne mit einem pink-glänzenden Kopf anzutreffen,
hat dann auch mich etwas erstaunt.
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 | | Micaria fulgens - Glänzende Ameisenplattbauchspinne ♀ |  |
| Nr. 2014.5795_96kl_r | 100 % | ![5795_96kl_r]() | Micaria fulgens Glänzende Ameisenplattbauchspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Dabei ist mein heutiger Fund, die Glänzende Ameisenplattbauchspinne, bei uns gar
nicht mal so selten - zumindest in geeigneten Lebensräumen. Meist findet man die Art an warmen, offenen,
felsigen oder sandigen Stellen - vor allem aber auf Trockenrasen.
Wie alle Plattbauchspinnen baut auch diese keine Netze und jagt ihre Beute frei umherlaufend.
Allerdings
bildet die Gattung Micaria ansonsten eher einen Sonderfall unter den Gnaphosidae.
Ihre generelle Tagaktivität und das Fehlen der sonst
in dieser Familie weitverbreiteten sehr langen und dadurch gut sichtbaren Spinnenwarzen, lassen
manch einen an der Zugehörigkeit zu der Familie der Plattbauchspinnen zweifeln.
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Über die präferierte Nahrung dieser hübschen Spinne ist nicht so viel bekannt. Ihr Körperbau läßt
allerdings darauf schließen, daß Ameisen auf jeden Fall dazu gehören könnten.
Vielen Dank an Arno Grabolle vom Spinnen-Forum für die vielen Infos zur Art!
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| 07.06.2014 - Meine Erste...
Schon seitdem ich mein Raubfliegen-Projekt am Laufen
habe, bin ich auf der Suche nach Vertretern der Unterfamilie der Leptogastrinae - oder
zu Deutsch Schlankfliegen, wurde aber bisher leider nicht fündig.
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Heute sollte es nun endlich soweit sein - meine erste Schlankfliege! Und dann begegnet mir mit der Wald-Schlankfliege
auch gleich noch eine nicht ganz so häufige Art.
Im Gegensatz zu ihrem deutschen Namen ist die Fliege allerdings nicht an Wälder als ihren Lebensraum
gebunden, sondern kommt auch in vielen anderen Biotopen wie z.B. Wiesen, Trockenrasen und Brachen vor. Im Wald
bevorzugt die Fliege eher offene Bereiche wie Wegränder und Schlagflächen.
Wie alle Raubfliegen ernährt sich auch Leptogaster
guttiventris von allerlei kleineren Insekten, scheint aber im Gegensatz zu vielen
ihrer Verwandten, die ihre Nahrung im Flug erbeuten, ausschließlich auf sitzende
Beutetiere Jagd zu machen.
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 | | Leptogaster guttiventris - Wald-Schlankfliege ♂ |  |
| Nr. 2014.6665_68bkl_r | 100 % | ![6665_68bkl_r]() | Leptogaster guttiventris Wald-Schlankfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Interessant zu erwähnen wäre noch, daß in Deutschland überhaupt nur 4 Schlankfliegen-Arten vorkommen,
von denen die Gemeine Schlankfliege die häufigste ist. Umso bedeutsamer scheint mir mein heutiger Fund!
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| 26.05.2015 - Wie jedes Jahr...
Mindestens einmal im Jahr führt mich eine meiner Exkursionen in die Schönower Heide - so
auch diesmal. Mein Besuch galt eigentlich der Suche nach einer Springspinne, die ich hier vor ein paar
Jahren schon einmal als Jungtier
beobachtete und dessen Männchen bisher noch in meiner Galerie fehlte.
Doch obwohl ich die "normale" Makrofotografie zu Gunsten meiner Springspinnerei
in diesem Jahr erst einmal auf Eis gelegt habe, kam ich natürlich an so manch einem anderen
Motiv nicht vorbei ohne ein oder zwei Fotos davon zu machen.
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 | | Lasiopogon cinctus - Gemeiner Grauwicht ♀ |  |
| Nr. 2015.2509_15kl_r | 100 % | ![2509_15kl_r]() | Lasiopogon cinctus Gemeiner Grauwicht ♀ | 100mm; F/10 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Diese Raubfliegenart
war mir tatsächlich bis dato noch nie begegnet, obwohl sie in und um Berlin schon relativ oft nachgewiesen wurde.
Auch an meinem nächsten Motiv konnte ich nicht so einfach vorbeigehen, da man einem Zypressenwolfsmilch-Glasflügler
nicht jeden Tag begegnet. Der circa 1 cm große Schmetterling bevorzugt warme, offene und trockene Biotope - vorausgesetzt die Futterpflanze seiner
Raupen kommt dort vor. Diese ernähren sich ausschließlich von der Zypressen-Wolfsmilch, an deren Wurzeln sie fressen.
Die selbe Vorliebe teilt im Übrigen auch die Schwesternart meines heutigen Fundes, die mir bereits mehrmals
(2010 & 2013)
in den Püttbergen, gleich vor meiner Haustür, begegnet ist - allerdings etwas später im Jahr.
 | | Steatoda albomaculata - Kugelspinne |  |
| Nr. 2015.2204_07kl_r | 100 % | ![2204_07kl_r]() | Steatoda albomaculata Kugelspinne | 100mm; F/13 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Vor allem sobald ich eine Raubfliege sah, konnte ich nicht anders und mußte zumindest
einmal etwas genauer hinschauen, denn es könnte ja sein, daß die Art noch in meinem
Raubfliegen-Projekt fehlte.
Und siehe da, bei einem dieser kleinen fliegenden Räuber
hatte ich tatsächlich Glück. Bei genauerem Hinsehen entpuppte sich das während der Spinnensuche
in meinem Augenwinkel landende Etwas als Gemeiner Grauwicht.
 | | Chamaesphecia empiformis - Zypressenwolfsmilch-Glasflügler ♂ |  |
| Nr. 2015.2477_83kl_r | 100 % | ![2477_83kl_r]() | Chamaesphecia empiformis Zypressenwolfsmilch-Glasflügler ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
So, nun aber zu den Achtbeinern - wenn auch nicht gleich zu den springenden. Die erste Spinne
auf meinem Chip - Steatoda albomaculata - gehört zu den Kugelspinnen und
ist in den offenen Sandgebieten Brandenburgs relativ häufig.
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Eigentlich wollte ich sie auch gar nicht fotografieren, aber ein Freund, der mich auf meinem Ausflug
begleitete, nötigte mich regelrecht zu ein paar Fotos :-) Da die Art aber im Allgemeinen nicht ganz
so häufig bei uns in Deutschland ist, war sein Anliegen natürlich berechtigt.
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Um die nächsten beiden Achtbeiner zu fotografieren, mußte mich niemand zwingen. Mit ihrem
abstrakten stacheligen Aussehen gehören Luchspinnen nämlich zu meinen Favoriten unter
den krabbelnden Fotomotiven.
Vielleicht liegt meine Affinität aber auch daran, weil sie in vielen Dingen
sehr meinen eigentlichen Lieblingen ähneln. Genau wie die Springspinnen
können Luchsspinnen sehr gut sehen, sind tagaktiv und jagen dabei frei - das heißt, ohne Netz.
 | | Oxyopes ramosus - Luchsspinne ♂ |  |
| Nr. 2015.3880_84kl_r | 100 % | ![3880_84kl_r]() | Oxyopes ramosus Luchsspinne ♂ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Oxyopes ramosus - Luchsspinne ♀ |  |
| Nr. 2015.3948_53kl_r | 100 % | ![3948_53kl_r]() | Oxyopes ramosus Luchsspinne ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Sie schleichen sich genau wie diese an ihre Beute an, um sie schließlich mit einem Sprung zu überwältigen,
wenn gleich dieser auch meist nicht so große Distanzen wie bei den Springspinnen überbrückt.
Oxyopes ramosus bevorzugt trockene und warme Habitate. In Deutschland findet man sie
häufig in Heidegebieten - meist auf kleineren Kiefern oder wie hier direkt in den Heidepflanzen.
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Allerdings ist die Art relativ selten und steht in fast allen Bundesländern auf der roten Liste gefährdeter Arten.
Umso erfreulicher, daß sie in der Schönower Heide eine stabile Population zu haben scheint. Denn schon bei meinen
letzten Besuchen hier, bin ich der Art immer mal wieder begegnet - unter anderem auch im letzten Jahr.
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Mein nächstes Fotomodell flog mir in der größten Mittagshitze mit lautem Getöse direkt vor die Nase. Im Gegensatz zu den Motiven vorher
war dieses allerdings mit ca. 2 cm Körperlänge ne ganze Nummer größer.
Bei genauerem Hinsehen entpuppte sich der dicke Brummer als ein Prachtkäfer,
den ich vor Ort zunächst nicht näher bestimmen konnte. Zu Hause ließ sich dem Tier
dann aber recht einfach der schöne Name Goldgruben-Eichenprachtkäfer zuordnen.
Der Käfer ist in Mitteleuropa nicht selten. Er bewohnt lichte Laubwälder, tritt aber häufig auch in
Holzschlägen und Holzlagerplätzen auf - in letzterem stellenweise sogar in großer Anzahl. Seine Larven ernähren sich,
im Gegensatz
zu dem was der Name des stattlichen Insekts eigentlich vermuten läßt, nicht nur von Eichenholz, sondern polyphag
von vielen Laubholzarten.
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 | | Chrysobothris affinis - Goldgruben-Eichenprachtkäfer |  |
| Nr. 2015.2433_34kl_r | 100 % | ![2433_34kl_r]() | Chrysobothris affinis Goldgruben-Eichenprachtkäfer | 100mm; F/13 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Rhynchites auratus - Goldgrüner Kirschfruchtstecher |  |
| Nr. 2015.2380_84kl_r | 100 % | ![2380_84kl_r]() | Rhynchites auratus Goldgrüner Kirschfruchtstecher | 100mm; F/13 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Es handelte sich dabei um den Goldgrüner Kirschfruchtstecher,
einen purpur glänzenden Vertreter aus der Familie der
Rüsselkäfer, der mit seiner Vorliebe für Steinobst durchaus auch
als Schädling auftreten kann.
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Ein paar weitere sehr hübsche Käfer tummelten sich gleich nebenan auf den Blättern einer
Späten Traubenkirsche - einem invasiven Neophyten, der auch bei
mir vor der Haustür, in den Püttbergen, "wütet".
 | | Rhynchites auratus - Goldgrüner Kirschfruchtstecher |  |
| Nr. 2015.2393_97kl_r | 100 % | ![2393_97kl_r]() | Rhynchites auratus Goldgrüner Kirschfruchtstecher | 100mm; F/13 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Vielen Dank an das Team von kerbtier.de für die Bestätigung meiner beiden
Käferbestimmungen.
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 | | Sitticus saltator - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2015_Spring.2347_54kl_r | 100 % | ![2347_54kl_r]() | Sitticus saltator Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/2s; ISO 640
Canon EOS 50D |
 | | Sitticus saltator - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2015_Spring.2359_67kl_r | 100 % | ![2359_67kl_r]() | Sitticus saltator Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 2s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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Da das Beste bekanntlich zum Schluß kommt, hier nun endlich ein paar Fotos
des eigentlichen Objektes der Begierde und Ziel dieses Ausflugs - einem Männchen
der Springspinne Sitticus saltator.
Wie schon oben erwähnt, wußte ich, daß die Art hier vorkommt - bis auf ein
Jungtier konnte ich aber in den letzten Jahren kein Exemplar aufspühren. Bei einer
Spinnengröße von 2 mm und einem Suchareal von über 500 ha ist das aber auch
kein Wunder und die Erfolgschancen sicherlich noch etwas geringer als die
sprichwörtliche Suche der Nadel im Heuhaufen.
Diesmal war mir das Glück jedoch hold! Ich hatte allerdings auch, wie bereits erwähnt,
noch etwas Suchverstärkung in Form eines weiteren "Spinners" dabei, der auch prompt ein Mikrohabitat
aufspührte, in dem sich die Art sichtlich wohlfühlte. Nach mehreren Weibchen und Jungtieren habe ich
das einzige Männchen aber schließlich selbst gefunden :-)
 | | Sitticus saltator - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2015_Spring.2315_22kl_r | 100 % | ![2315_22kl_r]() | Sitticus saltator Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/5s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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Wenn zwar, aufgrund seines wahrscheinlich betagten Alters, auch schon etwas abgenutzt, habe ich doch
nun auf jeden Fall Fotos beider Geschlechter dieser Art in meiner Galerie. Exkursionsziel erfüllt!
Infos zur Art gibt es im Bericht zu meiner Erstsichtung
in der Schönower Heide.
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| 04.06.2015 - Im Hochmoor...
Mal wieder in der alten Heimat, führte mich ein Ausflug ins Zittauer Gebirge - genauer gesagt
ins Lausche-Hochmoor. Und einmal mehr, war der Grund der Exkursion
ein hüpfender!
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 | | Heliophanus flavipes - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2015.4496_99kl_r | 100 % | ![4496_99kl_r]() | Heliophanus flavipes Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Zunächst begegneten mir allerdings nur ein paar Exemplare von Heliophanus dubius und
Heliophanus flavipes, zwei andere Arten aus der selben Gattung, die aber
als typische Bewohner trockener Habitate weit weniger selten sind, als das Objekt meiner
Begierde und auch bei mir in Berlin vor der Haustür vorkommen.
Also hieß es weitersuchen...
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Meine Hoffnung war nämlich, die in Deutschland bisher sehr selten nachgewiesene
Springspinne Heliophanus dampfi hier aufzuspüren. Die Art bevorzugt Hochmoore im Gebirge
und das hiesige, erst vor wenigen Jahren renaturierte Moor, schien mir da ein vielverprechendes Biotop
zu sein.
 | | Heliophanus flavipes - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2015.4488_93kl_r | 100 % | ![4488_93kl_r]() | Heliophanus flavipes Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Doch statt des gewünschten Springers hüpfte mir nun auf dem Holzbohlensteg, der den gemeinen Wanderer vor nassen Schuhen schützen
soll, eine andere Springspinne vor die Füße, nach der ich schon lange gesucht habe. Die Rede ist von Salticus cingulatus,
einer der drei heimischen Arten von "Zebraspringspinnen".
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 | | Salticus cingulatus - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2015.3831_37kl_r | 100 % | ![3831_37kl_r]() | Salticus cingulatus Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Erkannt habe ich
sie im Übrigen, trotz der Ähnlichkeit der drei "Zebras", sofort. Die Musterung ist, wenn man die Spinne live und in Farbe
vor sich hat, dann doch schon
ziemlich eindeutig
( ).
Und die einzige ihrer Art war
sie hier wohl auch nicht. Ganz im Gegenteil, bei genauerem Hinsehen wimmelte es nur so von ihnen auf dem Handlauf
des Steges.
|
Die letzten Jahre begegneten mir immer nur Salticus scenicus oder Salticus zebraneus.
Eigentlich hatte ich die Hoffnung auch schon fast aufgegeben und am Ende überhaupt nicht mehr explizit nach
der dritten Art im Bunde gesucht. Daß ich ihr hier nun so unverhofft begegnete, freute mich daher umso mehr.
 | | Salticus cingulatus - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2015.3763_68kl_r | 100 % | ![3763_68kl_r]() | Salticus cingulatus Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Heliophanus dampfi - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2015.3126_27kl_r | 100 % | ![3126_27kl_r]() | Heliophanus dampfi Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Zwar konnte ich am Ende nur ein Weibchen der Art aufspüren und von diesem auch bloß zwei brauchbare
Fotos machen, aber zumindest habe ich nun die Gewissheit, daß Heliophanus dampfi wirklich hier vorkommt.
|
Nun fehlte mir lediglich noch der eigentliche Grund des Ausfluges auf dem Chip meiner Kamera. Aber da ja
bekanntlich dem Tüchtigen die Welt gehört, wurde ich, nach langem Durchkämmen der durch den wenigen Regen der letzten Monate
schon ziemlich ausgetrockneten Randbereiche des Moores, auch in dieser Beziehung zum Schluß noch fündig.
 | | Heliophanus dampfi - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2015.2875_79kl_r | 100 % | ![2875_79kl_r]() | Heliophanus dampfi Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Ein Grund auf jeden Fall wiederzukommen - meine Galerie füllt sich ja nicht von allein!
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| Nachtrag
Für die Bestimmung einer weiteren Springspinnenart, die zusammen mit der oben schon gezeigten Salticus cingulatus auf dem
Holzsteg unterwegs war, der den Wanderer durchs Moor führen soll, hat es ein wenig mehr Zeit gebraucht. Daher hier nun als Nachtrag ein
paar Fotos eines Sibianor larae Pärchens.
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 | | Sibianor larae - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2015_Spring.6041_42kl_r | 100 % | ![6041_42kl_r]() | Sibianor larae Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/3s; ISO 640
Canon EOS 50D |
 | | Sibianor larae - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2015_Spring.6019_25kl_r | 100 % | ![6019_25kl_r]() | Sibianor larae Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/2s; ISO 640
Canon EOS 50D |
|
 | | Sibianor larae - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2015_Spring.6866_71kl_r | 100 % | ![6866_71kl_r]() | Sibianor larae Springspinne ♀ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/1s; ISO 640
Canon EOS 50D |
 | | Sibianor larae - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2015_Spring.6887_90kl_r | 100 % | ![6887_90kl_r]() | Sibianor larae Springspinne ♀ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1.3s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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Aufgrund der wenigen Nachweise der Art, gibt es nicht viele Infos über sie. Die Spinne bevorzugt als Lebensraum Heiden und Magerrasen, wurde aber besonders in Deutschland auch schon
ein paar Mal, wie hier, in Mooren gefunden. Da die Art jedoch erst im Jahr 2001 von ihrer Schwesterart Sibianor aurocinctus abgetrennt wurde,
dürften sich viele ältere Nachweise und mit diesen die dabei dokumentierten Fundumstände auf Sibianor larae beziehen.
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| 13.06.2015 - Willkommen in Deutschland...
In den letzten Arachnologischen Mitteilungen wurde der Erstnachweis einer neuen Springspinnenart
für Deutschland publiziert, die mir bisher noch in meiner Galerie
fehlte - Evarcha michailovi. Interessanterweise befindet sich der Fundort nur gute anderthalb Stunden Autofahrt von mir
entfernt, in der Nähe der Müritz auf einem alten Truppenübungsplatz, der inzwischen ein Naturschutzgebiet
ist.
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Was lag also näher als sich mit dem Autor der Publikation in Verbindung zu setzen und mit
ihm eine gemeinsame Exkursion durchzuführen, um ein Pärchen des Objektes meiner Begierde
aufzuspüren und anschließend abzulichten. Gesagt, getan!
 | | Evarcha michailovi - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2015_Spring.3176_79kl_r | 100 % | ![3176_79kl_r]() | Evarcha michailovi Springspinne ♀ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/4s; ISO 640
Canon EOS 50D |
Evarcha michailovi wurde erst im Jahr 1992 von ihrer Schwesterart Evarcha laetabunda,
die ich jüngst in einem ähnlichen Heidegebiet
wie diesem, in der Nähe von Berlin, beobachten konnte, getrennt.
Ursprünglich stammt Evarcha michailovi anscheinend aus Asien. Inzwischen existieren aber auch schon Nachweise aus
Slowenien, Frankreich und den Niederlanden.
 | | Evarcha michailovi - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2015_Spring.3252_60bkl_r | 100 % | ![3252_60bkl_r]() | Evarcha michailovi Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/5s; ISO 640
Canon EOS 50D |
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 | | Evarcha michailovi - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2015_Spring.3455_58kl_r | 100 % | ![3455_58kl_r]() | Evarcha michailovi Springspinne ♀ | 65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Vom Betreuer des Naturschutzgebietes wurden wir im Geländewagen direkt im Lebensraum des
deutschen Neubürgers abgesetzt und die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen konnte beginnen.
Am Ende ging allerdings alles schneller als erwartet und schon zwanzig Minuten später konnte
ich Erfolg vermelden.
 | | Evarcha michailovi - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2015_Spring.3286_91kl_r | 100 % | ![3286_91kl_r]() | Evarcha michailovi Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/8s; ISO 640
Canon EOS 50D |
Es war also sicherlich nur eine Frage der Zeit bis sie auch hier
in Deutschland in geeigneten Lebensräumen entdeckt werden würde. Bei uns in Mitteleuropa bevorzugt
die Art xerotherme Heide-, Mager- und Trockenrasen-Biotope, während sie in Sibirien, China und der
Mongolei bereits in den verschiedensten Lebensräumen aufgefunden wurde.
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Vielen lieben Dank an Dieter Martin und Udo Steinhäuser für diese einmalige Gelegenheit!
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| 09.08.2015 - 8 Flecken...
Wenn ich eine für mich neue Art entdecke, freue ich mich immer ganz
besonders. Noch größer ist meine Freude allerdings, wenn es sich dabei, wie
im heutigen Fall, noch um etwas Selteneres handelt.
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Mein heutiges Motiv, der Achtfleck-Prachtkäfer, steht in Deutschland,
wie die meisten einheimischen Prachtkäfer, auf der Roten Liste gefährdeter Arten.
Der Hauptgrund dafür ist, daß sich viele von ihnen von Totholz ernähren, für welches aber
leider in den heutigen Wirtschaftswäldern kein Platz mehr ist. Es wird daher regelmäßig aus
diesen entfernt - und mit ihm verschwindet dann auch so manche Art, die darauf angewiesen ist.
In den Püttbergen, die als Naturschutzgebiet von derartigem Tun verschont sind,
ist das nicht der Fall und so kann man hier auch noch den einen oder anderen Prachtkäfer
entdecken - mal mit 8 Punkten, mal mit einem Punkt mehr, wie in einem meiner
Berichte von 2013
zu lesen ist.
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 | | Buprestis octoguttata - Achtfleck-Prachtkäfer |  |
| Nr. 2015.5626_30kl_r | 100 % | ![5626_30kl_r]() | Buprestis octoguttata Achtfleck-Prachtkäfer | 100mm; F/8 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Im Übrigen ernähren sich die Larven vieler Prachtkäfer meist monophag, das heißt, jede der Arten von
nur einer bestimmten Holzart. Im Fall des Achtfleck-Prachtkäfers ist das die Kiefer, von deren
Totholz es hier in den Püttbergen nicht mangelt.
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| 23.08.2015 - Begegnung im Schnittgerinne...
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 | | Calophasia lunula - Möndcheneule |  |
| Nr. 2015.5804kl_r | 100 % | ![5804kl_r]() | Calophasia lunula Möndcheneule | 100mm; F/6.3; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Als ich beim heutigen Familienspaziergang meine Blicke, wie üblich, über das reichlich bewachsene
Schnittgerinne unserer Straße schweifen ließ, fiel mir an einem kleinen Trupp von Gemeinem Leinkraut
(Linaria vulgaris) eine auffällig gefärbte Raupe auf.
Es handelte sich dabei um die Raupe der Möndcheneule, einem Nachtfalter aus der Familie der
Eulenfalter, deren Raupen sich ausschließlich von Arten aus der Gattung Linaria ernähren.
Mir stellt sich allerdings die Frage, wie das Tier überhaupt dahin gekommen ist, da sich weit und breit
keine andere Nahrungsquelle befand. Daß die Raupe allerdings an Ort und Stelle aus nem Ei geschlüpft
und aufgewachsen ist, glaube ich auch nicht. Denn so fett wie sie inzwischen schon war, müßten
sehr, sehr viele Fraßspuren an der überschaubaren Menge an Leinkraut zu sehen gewesen sein, was aber nicht
der Fall war.
 | | Calophasia lunula - Möndcheneule |  |
| Nr. 2015.5793_07kl_r | 100 % | ![5793_07kl_r]() | Calophasia lunula Möndcheneule | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Die Art ist in ganz Mittel- und Südeuropa verbreitet, kommt in Deutschland aber überwiegend in der Mitte und im Süden
vor. Sie bevorzugt warme und trockene Biotope - ist also hier vor unserer Haustür goldrichtig :-)
Nachtrag: Was muß ich lesen, als ich diesen Bericht in die Artenliste eintragen will? Genau, mir ist der zur Raupe gehörige
Falter tatsächlich schon mal in den Püttbergen begegnet - allerdings ist das schon 4 Jahre her.
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| 01.06.2016 - Lindenschwärmer...
So, nun kommt es doch noch zum ersten Eintrag in diesem Jahr - ich hatte schon fast nicht mehr damit gerechnet.
Aber an diesem Motiv konnte ich beim besten Willen nicht vorbei gehen, ohne es auf meinen Chip zu
verewigen. Vor allem, weil es direkt am Stamm
einer der Winterlinden auf dem Parkplatz vor unserem Haus saß.
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 | | Mimas tiliae - Lindenschwärmer |  |
| Nr. 2016.3445kl_r | 100 % | ![3445kl_r]() | Mimas tiliae Lindenschwärmer | 100mm; F/8; 1/125s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
Also schnell wieder rein und die Kamera geholt, denn ich wollte meine erste Begegnung mit einem
Lindenschwärmer unbedingt fotografisch festhalten.
Trotz seiner relativen Häufigkeit war mir dieser wunderschöne Falter bis dato noch nie über den Weg geflogen. Wahrscheinlich
weil sich die Tiere in ihrem sehr kurzen Dasein als fertiger Schmetterling meist in den oberen Regionen
der Bäume aufhalten.
Mein Exemplar machte den Anschein, als wäre es gerade erst frisch geschlüpft.
Das würde zumindest seinen Aufenthaltsort erklären, denn für die Verpuppung kriechen die
fettgefressenen Raupen im Herbst den Stamm "ihres" Baumes hinab und verpuppen sich mehr oder weniger
in dessen direkter Nähe, in Grasbüscheln, altem Laub oder manchmal auch in der Erde.
|
Neben Linden ernähren sich die Raupen hauptsächlich von Erlen und Ulmen, aber auch viele weitere
Laubbaumarten können den Tieren als Nahrungsgrundlage dienen. Der fertige, bis zu 8 cm große Schmetterling hingegen, nimmt,
aufgrund seines zurückgebildeten Saugrüssels, überhaupt keine Nahrung mehr auf.
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| 02.06.2016 - Schwarzer Habicht...
"Angefixt" von der gestrigen Begegnung, aber ohne den wirklichen Vorsatz etwas zu entdecken, spazierte ich heute mit meinem Sohn ein wenig
in der näheren Umgebung herum und beschloss dabei seit langem mal wieder dem Schonungsberg
einen kurzen Besuch abzustatten.
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 | | Dioctria atricapilla - Schwarze Habichtsfliege ♂ |  |
| Nr. 2016.3595_98kl_r | 100 % | ![3595_98kl_r]() | Dioctria atricapilla Schwarze Habichtsfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
Was für eine grandiose Idee! Denn kaum zwei Minuten vor Ort entdeckte ich mit Hilfe meines Raubfliegen-Spähblicks
schon einige kleine verdächtige schwarze Objekte rund um das alte Gefallenendenkmal in typischer Manier herumfliegen.
Bei näherer Betrachtung war mir sofort klar, daß ich endlich die Schwarze Habichtsfliege
aufspüren konnte.
Denn obwohl die Art in Deutschland weit verbreitet und auch recht häufig ist,
habe ich sie, wahrscheinlich aufgrund ihrer doch recht kurzen Flugzeit von Mitte Mai bis Mitte Juni, bisher
noch nicht aufstöbern können. Wahrschlich war ich immer nur zur falschen Zeit am falschen Ort.
|


| 06.06.2016 - Die Östliche...
Obwohl in den letzten Jahren schon so oft von mir fotografiert, ist die Östliche Raubfliege
immer noch ein lohnendes Motiv für mich, zumal die Art bei mir vor der Haustür zwar häufig
vorkommt, in Deutschland jedoch als absolute Seltenheit gilt und im Land Berlin, als vom Aussterben bedroht,
auf der
Roten Liste steht.
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 | | Machimus gonatistes - Östliche Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2016.3872_76kl_r | 100 % | ![3872_76kl_r]() | Machimus gonatistes Östliche Raubfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
 | | Machimus gonatistes - Östliche Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2016.3895_01kl_r | 100 % | ![3895_01kl_r]() | Machimus gonatistes Östliche Raubfliege ♂ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Ein paar wenige Infos zur Art gibt es hier.
|

| 07.06.2016 - Karminroter Mörder...
Nach fast einem Jahr wurde es heute mal wieder Zeit der Schönower Heide einen
Besuch abzustatten, zumal wir uns inzwischen mitten in der Raubfliegensaison befinden und
man dieses Fleckchen Erde nördlich von Berlin durchaus als Eldorado dieser kleinen fliegenden
Räuber bezeichnen könnte.
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 | | Choerades gilva - Karminrote Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2016.3970_77bkl_r | 100 % | ![3970_77bkl_r]() | Choerades gilva Karminrote Mordfliege ♂ | 100mm; F/9 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Gesehen habe ich in diesem Durcheinander jedenfalls fast
kein Krabbeltier und das, wo es ansonsten hier nur so von ihnen wimmelt.
Als dann schließlich noch ein Gewitter
aufzog, hatte ich die Schn... voll und begab mich mies gelaunt wieder Richtung
Auto, als ich auf einmal ein paar Meter neben dem Weg doch noch etwas erspähte.
Und was ich dann sah, hellte mein Gemüt schlagartig wieder auf. Da saß
doch tatsächlich eine Karminrote Mordfliege herum und wartete auf
fliegende Beute. Ich konnte mein Glück kaum fassen...
|
Doch was war das? Wo waren denn die großen offenen Sandflächen geblieben und wo die Heideflecken
mit den vereinzelten kleinen Kiefern? Nichts davon war mehr da, stattdessen alles großflächig
mit Bergen von Stämmen, Ästen und Zweigen bedeckt!
Scheinbar hatte irgendeine Behörde die
Fällung sämtlicher Kiefern im Gebiet angeordnet. Ansich nichts Schlimmes und eine für die Erhaltung
einer derartigen Landschaft durchaus angebrachte Pflegemaßnahme. Aber warum räumt denn niemand
das ganze Zeug weg? Ein gruseliger Anblick, denn vermutlich stellt das für die meisten hier normalerweise
ansässigen Spinnen und Insekten durchaus ein Problem dar.
 | | Choerades gilva - Karminrote Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2016.3953_57kl_r | 100 % | ![3953_57kl_r]() | Choerades gilva Karminrote Mordfliege ♂ | 100mm; F/11 (DFF); 1/1s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
|
Diese Art fehlte mir noch in meiner Raubfliegen-Galerie, was aber eigentlich auch kein Wunder ist,
denn so viele Nachweise des hübschen Räubers gibt es in Deutschland bisher nicht. Scheinbar bevorzugt
die Fliege aber unter anderem Holzschläge. Sollte das Kiefern-Chaos am Ende also doch noch
etwas Gutes gebracht haben?
|
| Nachtrag
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 | | Laphria flava - Gelbe Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2016.3764kl_r | 100 % | ![3764kl_r]() | Laphria flava Gelbe Mordfliege ♂ | 100mm; F/7.1; 1/100s; ISO 200
Canon EOS 50D |
|
Beim Ausmisten meines Fotoarchives habe ich noch eine weitere Aufnahme von diesem Tag gefunden, die meiner Ansicht nach recht
zeigenswert ist. Das Interessante daran ist für mich, außer der hier fotografierten Gelben Mordfliege, vor allem die
Wirkung des Fotos. Denn trotz Blende 7.1 macht das Bild viel eher den tollen Eindruck einer weit geöffneten Blende mit sehr wenig Schärfentiefe -
bis auf dem Motiv natürlich.
Ein paar Infos zur Art gibt es in einem meiner Beiträge zu einem früheren Ausflug
in die Schönower Heide. Denn wenn man zur richtigen Zeit hier ist, trifft man diese Tiere mit hoher Wahrscheinlichkeit jedes Jahr aufs Neue in großer Anzahl an.
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| 27.06.2016 - Endlich der Beweis...
Über mein heutiges Fotomotiv habe ich mich besonders gefreut, denn es ist mir
vor 3 Jahren schon einmal auf der selben Wiese über den Weg geflogen.
Damals hatte ich allerdings keine Kamera dabei und war mir, aufgrund der Kürze der Begegnung,
am Ende gar nicht mehr so sicher, ob es sich wirklich um das gehandelt
hat, für welches ich es gehalten habe. Nun aber der Beweis...
|
 | | Lycaena alciphron - Violetter Feuerfalter ♂ |  |
| Nr. 2016.4841_48kl_r | 100 % | ![4841_48kl_r]() | Lycaena alciphron Violetter Feuerfalter ♂ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Und selbst der Roten Liste von Brandenburg kann man entnehmen, daß sich der hübsche Falter
auch hier im märkischen Flachland wohlzufühlen scheint. In ihr wird er als Liebhaber von extensiv genutzten Mähwiesen und
Trockenrasen geführt und ebenfalls als stark gefährdet eingestuft.
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In den Püttbergen kommt tatsächlich der Violette Feuerfalter
vor. Die Art steht in Deutschland auf der Roten Liste und gilt als stark gefährdet. Laut einschlägiger Literatur
handelt es sich zwar eher um einen Schmetterling der montanen Lagen von 500-900 m, daß scheint mein Motiv aber
eher weniger zu stören.
 | | Lycaena alciphron - Violetter Feuerfalter ♂ |  |
| Nr. 2016.4825_28kl_r | 100 % | ![4825_28kl_r]() | Lycaena alciphron Violetter Feuerfalter ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
Die Raupen des Violetten Feuerfalters ernähren sich monophag von Ampfer-Arten, wie Rumex acetosa oder
Rumex acetosella. Zumindest an Letztem mangelt es in den Püttbergen nicht. Man darf also hoffen, daß dieser schillernde
Flattermann hier auch in den nächsten Jahren eine Heimat findet.
|

| 03.08.2016 - Die nicht blaue Blaue...
So, nun ist es tatsächlich passiert. Wir sind umgezogen und meine heiß geliebten Püttberge liegen nicht
mehr direkt vor meiner Haustür, sondern sage und schreibe 2,6 km von meinem Schreibtisch entfernt. Ob ich das auf Dauer
überlebe? Naja, dafür haben wir jetzt - als Ausgleich sozusagen - den Müggelsee direkt vor unserer Nase.
|
 | | Platycnemis pennipes - Blaue Federlibelle ♀ |  |
| Nr. 2016.5718_22kl_r | 100 % | ![5718_22kl_r]() | Platycnemis pennipes Blaue Federlibelle ♀ | 100mm; F/3.2 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D |
|
...und mit ihm natürlich die Möglichkeit auch mal das eine oder andere Insekt vor die Linse zu bekommen, welches sich lieber
in Wassernähe anstatt in einer Binnendüne aufhält.
Und gleich heute, in unserem Garten, mit der Blauen Federlibelle,
der erste Treffer!
Das möchte man jedenfalls meinen - aber weit gefehlt - denn zumindest diese Libellenart habe ich auch schon
mehrfach in den Püttbergen angetroffen. Warum waren wir jetzt gleich noch mal hierher gezogen?
Schön anzuschauen war dieser filigrane kleine Räuber aber natürlich trotzdem und ein Foto mußte auf jeden Fall auch sein, wenn
er sich schon so fotogen direkt vor meine Nase setzt.
|
Interessant zu erwähnen wäre noch, daß es sich bei meinem Motiv um ein noch sehr junges Weibchen handelt. Die blaue
Färbung, die der Libelle ja ihren Namen gibt, ist hier noch nicht ausgeprägt. Die Libelle wird sich erst im Laufe der nächsten Tage
umfärben. Weitere Infos zur Art gibt es in meinen Beiträgen von 2011 - hier
und hier. Vielen Dank an
Andreas Th. Hein für die Bestätigung
meiner Bestimmung.
|

| 23.08.2016 - Wacholder-Randwanze...
Ehe die nähere Umgebung erkundet wird, heißt es natürlich erst einmal den eigenen Garten auf kleine und
große Krabbler zu untersuchen. Heute war dafür mal etwas Zeit und siehe da, schon findet sich eine Wanzenart, die
mir bisher noch nicht unter die Augen gekommen ist.
|
|
Naja, eigentlich fand ich zunächst eine Wanzen-Nymphe im letzten Stadium vor der Häutung zum adulten Insekt,
die ich spontan für eine Braune Randwanze hielt. Ansich nichts ausergewöhnliches, wenn mir nicht ein paar
Minuten später das besagte, für mich äußerst ungewöhnlich aussehende, Imago dazu begegnet wäre.
Eine kurze Internetrecherche später hatte ich die Verdächtige identifiziert. Es handelte sich um eine
Wacholder-Randwanze, eine Art, die ihre eigentliche Heimat im Mittelmeerraum hat.
Kein Wunder also, daß
ich sie bisher noch nie gesehen hatte.
 | | Gonocerus juniperi - Wacholder-Randwanze |  |
| Nr. 2016.6764_67kl_r | 100 % | ![6764_67kl_r]() | Gonocerus juniperi Wacholder-Randwanze | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Gonocerus juniperi - Wacholder-Randwanze (Nymphe) |  |
| Nr. 2016.6744_50kl_r | 100 % | ![6744_50kl_r]() | Gonocerus juniperi Wacholder-Randwanze (Nymphe) | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D |
Neuerdings befindet sie sich aber bei uns in Mitteleuropa in Ausbreitung
- wie so viele wärmeliebende Arten. Wo sie laut Artenliste im Jahre 2003 noch nicht mal für Berlin gemeldet war,
scheint sie inzwischen, laut Aussagen von Jürgen Deckert vom Naturkundemuseum, ein häufiger Gast in den hiesigen
Gärten zu sein.
Dabei hat sie wohl in den unzähligen Lebensbäumen und Scheinzypressen der deutschen Gärten und Grünanlagen einen
adäquaten Ersatz für ihre natürliche Nahrungspflanze, den Wacholder, gefunden.
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Auch unser Garten wird, dank des "Vorgärtners", von einer Menge dieser Gehölze bevölkert. Es dürfte also
gewährleistet sein, daß mir diese hübsche Wanze wohl auch in den nächsten Jahren noch das eine oder andere Mal über den Weg
läuft.
Da ich mir nicht ganz sicher war, ob es sich bei Nymphe und Imago um die selbe Art handelt, möchte ich mich hiermit
bei
Jürgen Deckert für
die Bestätigung meiner Vermutung bedanken. Zwei Arten aus der selben Gattung im gleichen Tuja-Gebüsch wären allerdings
schon recht ungewöhnlich gewesen.
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| 02.09.2016 - Noch ein Einwanderer...
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 | | Meconema meridionale - Südliche Eichenschrecke ♀ |  |
| Nr. 2016.7179_81kl_r | 100 % | ![7179_81kl_r]() | Meconema meridionale Südliche Eichenschrecke ♀ | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Da fragt man sich, warum man eigentlich in den Urlaub fährt, denn mein heutiger Fund, ist
genau wie mein letztes Fotomotiv, eine wärmeliebende Art, die inzwischen ihren Weg
aus Ihrer Heimat Südeuropa in mitteleuropäische Gefilde gefunden hat. Scheinbar ist die "Hecke"
unseres neuen Gartens ein Auffangbecken für ursprünglich mediterran verbreitete Arten :-)
Diesmal handelte es sich aber nicht um eine Wanze, sondern um eine Laubheuschrecke aus
der Unterordnung der Langfühlerschrecken. Letzteres stellt die Südliche Eichenschrecke
dann auch eindrucksvoll unter Beweis, denn die Fühlerlänge des Insektes übertrifft die
seines Körpers um mehr als das doppelte.
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Der deutsche Gattungsname "Eichenschrecke" hingegen täuscht ein wenig, denn die Schrecke ernährt sich keines Weges
pflanzlich von des Deutschen liebsten Baum, sondern bevorzugt rein
tierische Kost - wie Blattläuse, Raupen und andere kleine Insekten. Dabei geht sie ausschließlich nachts auf Jagd und
ruht tagsüber.
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 | | Meconema meridionale - Südliche Eichenschrecke ♂ |  |
| Nr. 2016.7205_08kl_r | 100 % | ![7205_08kl_r]() | Meconema meridionale Südliche Eichenschrecke ♂ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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 | | Meconema meridionale - Südliche Eichenschrecke ♀+♂ |  |
| Nr. 2016.7341_48kl_r | 100 % | ![7341_48kl_r]() | Meconema meridionale Südliche Eichenschrecke ♀+♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D |
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Von der bei uns einheimischen Gemeinen Eichenschrecke unterscheidet sich die Art im Übrigen durch ihre stark
verkürzten Flügel, die sie flugunfähig machen. Wenn man nicht genau hinschaut, könnte man sogar fast meinen, daß es sich
bei den ausgewachsenen Tieren noch um Larven handelt.
Vielen Dank an
Florin Rutschmann für die Bestätigung meiner Bestimmung.
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| 19.09.2016 - Kuhfladen im Fokus...
Im Rahmen eines Familienausflugs in den Eberswalder Zoo hatte ich heute die Gelegenheit eine der größten
einheimischen Raubfliegen ganz aus der Nähe zu beobachten. Ein kleiner Abstecher
brachte uns auf eine unserem eigentlichen Ziel nahegelegene Kuhweide, wo uns auch schon kurz nach unserer Ankunft
gleich mehrere Expemplare der imposanten Hornissen-Raubfliege über den Weg flogen. Der Naturfotograf
Sebastian Hennigs
hatte mich vor ein paar Wochen auf diese Population hingewiesen, jedoch hatte ich so gut wie keine Hoffnung, die Tiere
dort auch in einer derartigen Menge vorzufinden.
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 | | Asilus crabroniformis - Hornissen-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2016.623_43bkl_r | 100 % | ![623_43bkl_r]() | Asilus crabroniformis Hornissen-Raubfliege ♀ | 100mm; F/4 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Asilus crabroniformis - Hornissen-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2016.520_30kl_r | 100 % | ![520_30kl_r]() | Asilus crabroniformis Hornissen-Raubfliege ♂ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/8s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
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Meine Sorge war auch nicht ganz unbegründet, denn die Art ist aufgrund ihrer speziellen Lebensraumansprüche in Deutschland inzwischen
sehr selten geworden. Sie bevorzugt nämlich trockene Sandböden mit kurzwüchsiger Vegetation, welche zudem noch beweidet sein müssen.
Letzteres liegt daran, daß sich die Larven
der Fliegen räuberisch von anderen Insektenlarven ernähren, deren Nahrungsgrundlage widerrum der Dung von Huftieren, speziell von Rindern,
darstellt.
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 | | Asilus crabroniformis - Hornissen-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2016.698_06bkl_r | 100 % | ![698_06bkl_r]() | Asilus crabroniformis Hornissen-Raubfliege ♀ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Asilus crabroniformis - Hornissen-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2016.0548_53kl_r | 100 % | ![0548_53kl_r]() | Asilus crabroniformis Hornissen-Raubfliege ♂ | 100mm; F/3.5 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Asilus crabroniformis - Hornissen-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2016.593_601kl_r | 100 % | ![593_601kl_r]() | Asilus crabroniformis Hornissen-Raubfliege ♀ | 100mm; F/4 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Asilus crabroniformis - Hornissen-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2016.576_83kl_r | 100 % | ![576_83kl_r]() | Asilus crabroniformis Hornissen-Raubfliege ♂ | 100mm; F/2.8 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Nun gibt es zwar im märkischen Sand noch genügend derartige Kuhweiden, jedoch fehlt, durch die großzügige Behandlung unserer
Nutztiere mit Medikamenten gegen Parasiten, die in deren Kot oft noch nicht abgebaut sind, meist jegliches koprophage Leben im Dung
und damit auch die Nahrungsgrundlage der Fliegenlarven.
Umso größer meine Freude, hier einen derartig intakten Lebensraum vorzufinden. Bleibt zu hoffen, daß das auch in Zukunft so
bleibt und die Population in dieser Größe überlebt oder sich vielleicht sogar weiter ausbreitet.
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| 09.10.2016 - 19.10.2016 - Bei Hirsch und Hirschkuh...
Nach zwei "langen" Jahren war es nun endlich wieder so weit, die östliche Ägäis hatte uns wieder. Schon damals, bei der Abreise von der
schönen Insel Kos, wußte ich, daß wir unbedingt wiederkommen müssen. In diesem Jahr sollte es nun also das sonnenverwöhnte Rhodos sein. Genau
wie Kos gehört die Insel zum Dodekanes - ist allerdings das östlichste und auch größte Eiland dieser griechischen Inselgruppe.
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 | | Stellagama stellio - Hardun |  |
| Nr. 2016.1912bkl_r | 100 % | ![1912bkl_r]() | Stellagama stellio Hardun | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Mein erster
Fund war das Jungtier eines Hardun, einer Echsenart, die im Nahen Osten und Teilen Südosteuropas weit verbreitet ist und auch auf
vielen der griechischen Inseln vorkommt.
Man sieht die wärmebedürftigen Tiere oft an Mauern und Felsen - allerdings meist nur von Weitem, da sie sehr scheu und vor allem sehr schnell sind und
bei jeglicher Störung sofort in irgendeiner Ritze verschwinden. Ich hatte also großes Glück!
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Unser Lager schlugen wir im Südosten der Insel, in Kiotari auf, was den Vorteil hatte, daß hier die Landschaft noch nicht ganz so
vom Tourismus geprägt bzw. verunstaltet ist, wie in anderen Teilen von Rhodos und man die Erholung, für die wir ja hauptsächlich da waren, prima
mit der Erforschung der hier noch vorhandenden Natur verbinden konnte.
Selbst der Strand war noch teilweise naturbelassen und so lieferte fast jeder Spaziergang das ein oder andere lohnenswerte Motiv.
 | | Stellagama stellio - Hardun |  |
| Nr. 2016.1924kl | 100 % | ![1924kl]() | Stellagama stellio Hardun | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
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Während der Strandspaziergänge lag mein Hauptaugenmerk allerdings - wie kann es auch anders sein - auf einer Springspringspinnen-Art. Sie hört auf
den Namen Aelurillus blandus und kommt nur auf den Inseln der Ostägäis vor. Vor zwei Jahren konnte ich sie schon an den Stränden von Kos
beobachten.
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Damals war es mir allerdings nicht gegönnt ein Männchen der Art aufzuspüren - zumindest kein fotogenes. Diesmal hatte ich
mehr Glück!
 | | Aelurillus blandus - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2016_Spring.7348_54kl_r | 100 % | ![7348_54kl_r]() | Aelurillus blandus Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1.3s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Da sich die Tiere so gut wie überhaupt nicht vom sandigen bzw. kiesigen Untergrund abheben und man sie eigentlich nur sieht,
wenn sie sich mal zufällig bewegen, brauchte ich aber auch diesmal ein paar Anläufe, um fündig zu werden.
Wie man später noch lesen wird, sollte es allerdings nicht der einzige Vertreter dieser Gattung sein, der mir während unseres
Urlaubes begegnen würde.
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 | | Aelurillus blandus - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2016_Spring.7404_17ckl_r | 100 % | ![7404_17ckl_r]() | Aelurillus blandus Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Aelurillus blandus - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2016_Spring.7454_64kl_r | 100 % | ![7454_64kl_r]() | Aelurillus blandus Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Außer Reptilien und Spinnen tummelten sich auch allerlei Insekten am Strand und dessen Hinterland, allein die hohen Temperaturen und
der damit einhergehende große Bewegungsdrang der Tierchen ließen meist kein Foto zu. Von den vielen herumhüpfenden Heuschrecken konnte
ich beispielsweise lediglich zwei Verteter auf meinen Chip bannen - dafür aber zwei besonders hübsche.
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Zum einen war da eine Gewöhnlich Nasenschrecke, deren Form und Farbe sie wohl dazu veranlasste, statt reißaus zu nehmen, sich lieber auf
ihre perfekte Tarnung zu verlassen. Verständlich, denn wenn man nicht genau hinschauen würde, könnte man fast meinen, man hätte es hier nicht mit
einem Tier, sondern mit einem vertrockneten Grashalm oder Ast zu tun.
Und dass, obwohl die für mich bizarrste unter unseren europäischen Heuschrecken mit bis zu 6 cm Körpergröße nicht gerade als klein zu bezeichnen
ist.
 | | Calliptamus cf. barbarus - Schönschrecke |  |
| Nr. 2016.1950kl_r | 100 % | ![1950kl_r]() | Calliptamus cf. barbarus Schönschrecke | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
Die zweite Heuschreckenart, die es auf ein zeigenswertes Foto geschafft hat, ist eine Schönschrecke, bei der es sich wohl höchstwahrscheinlich
um Calliptamus barbarus handelt.
 | | Drimia maritima - Meerzwiebel |  |
| Nr. 2016.1649bkl_r | 100 % | ![1649bkl_r]() | Drimia maritima Meerzwiebel | 40mm; F/4; 1/1600s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Letzteres gilt auch für das Gift einiger Vertreter aus der Gattung der Herbstzeitlosen, zu der auch die Späte Schachbrett-Herbstzeitlose gehört,
von der ich einige Exemplare im Bergland der Insel, in mitten eines lichten Pinienwaldes, bewundern durfte.
Und genau wie die Meerzwiebel, blüht auch diese hübsche Pflanze erst im Herbst, nachdem ihre Blattrosette bereits komplett abgestorben ist.
Vielen Dank an
Michael Hassler, einen Kenner der Flora von Rhodos, für die Bestätigung meiner Bestimmung.
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 | | Acrida ungarica - Gewöhnliche Nasenschrecke |  |
| Nr. 2016.2671kl_r | 100 % | ![2671kl_r]() | Acrida ungarica Gewöhnliche Nasenschrecke | 100mm; F/5; 1/640s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Nasenschrecke gehört zu den Kurzfühlerschrecken aus der Familie der Feldheuschrecken und ist überall im Mittelmeerraum weit verbreitet.
In Deutschland fehlt diese Art. Als einziger Vertreter ihrer Gattung in Europa ist sie durch ihre markante Kopfform leicht von anderen
Heuschrecken zu unterscheiden. Nicht wundern, die Farbe der Tiere kann zwischen hellgrün und dunkelbraun mit unterschiedlich kontrastreicher
Zeichnung variieren.
 | | Calliptamus cf. barbarus - Schönschrecke |  |
| Nr. 2016.1960bkl | 100 % | ![1960bkl]() | Calliptamus cf. barbarus Schönschrecke | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Eine wissenschaftlich seriöse
Bestimmung wäre aber laut Wolfgang Wagner, den ich um die Bestätigung meiner Bestimmung gebeten habe, nur mit Hilfe der
männlichen Genitalien möglich. Da ich damit aber nicht dienen kann, muss ich einen eindeutigen Namen leider schuldig bleiben.
Interessant zu erwähnen ist an dieser Stelle allerdings noch, dass ich die Tiere in großer Anzahl, an den Blüten der um diese Jahreszeit in Rhodos
an vielen Stellen blühenden Meerzwiebel fressend vorgefunden habe. Das ist insofern interessant, als dass es sich bei diesem Gewächs aus
der Familie der Spargelgewächse um eine hochgiftige Pflanze handelt. Die Schrecke scheint also imun gegen das Gift dieser blühenden Schönheit zu sein,
welches im Übrigen auch in der Medizin Verwendung findet.
 | | Colchicum variegatum - Späte Schachbrett-Herbstzeitlose |  |
| Nr. 2016.1698bkl_r | 100 % | ![1698bkl_r]() | Colchicum variegatum Späte Schachbrett-Herbstzeitlose | 70mm; F/10; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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Und wo wir nun schon im Bergland angekommen sind, widmen wir uns jetzt den etwas feuchteren Gefilden dieser ansonsten sehr trockenen Insel. Der
perfekte Ort, um diesen Teil der Natur von Rhodos kennenzulernen, war für mich die Gegend um Epta Piges - das völlig überlaufene Zentrum sei dabei
jedoch außen vorgelassen.
Wenn es irgendwo Wasser gibt, sind meist Libellen nicht fern. Allerdings trifft auf sie das selbe zu, wie auf alle Insekten - je wärmer
es ist, desto weniger die Wahrscheinlichkeit gute Fotos dieser Räuber im "Hubschrauberkostüm" zu machen.
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 | | Trithemis festiva - Schwarzer Sonnenzeiger |  |
| Nr. 2016.2255kl_r | 100 % | ![2255kl_r]() | Trithemis festiva Schwarzer Sonnenzeiger | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Einen ähnlichen Flug wie eine Libelle beherrschen auch einige Schmetterlinge, die so genannten Schwärmer, zu denen auch das
Taubenschwänzchen gehört. Dieser relativ kleine Vertreter der schwirrenden Zunft kommt auch bei uns in Mitteleuropa vor,
allerdings in vielen Teilen davon nur im Sommer als Einwanderer aus dem Süden. Auf Rhodos war er einer der wenigen Schmetterlinge überhaupt,
die ich beobachten konnte - was sicherlich jahreszeitlich bedingt war.
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Umso glücklicher war ich, mit dem Schwarzen Sonnenzeiger wenigstens einen Vertreter der Familie auf ein Bild zu bekommen,
auch wenn das harte Licht um die Mittagszeit zum Fotografieren nicht ganz so optimal war.
Die Art stammt ursprünglich aus den Tropen Asiens, ist aber
inzwischen, als Begünstigter der Klimaerwärmung, auch im Südwesten der Türkei, auf Zypern und hier in Rhodos zu finden. Vielen Dank an
Andreas Th. Hein für die Bestimmung.
 | | Macroglossum stellatarum - Taubenschwänzchen |  |
| Nr. 2016.2233kl_r | 100 % | ![2233kl_r]() | Macroglossum stellatarum Taubenschwänzchen | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
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Die Raupen des Falters ernähren sich von verschiedenen Rötegewächsen. Während in Mitteleuropa Labkräuter bevorzugt werden,
dienen ihnen hier im Mittelmeerraum vorwiegend Färberröten als Nahrungsquelle. Der Falter selbst ernährt sich von Blütennektar und vertilgt
davon, bedingt durch sein energieaufwendiges Flugverhalten, eine ganze Menge. Am Tag müssen, je nach Nektarangebot, bis zu
5.000 Blüten angeflogen werden.
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Der Bedarf an Energie, den das nächste Fotomotiv für seine Fortbewegung benötigt, ist dagegen fast zu vernachlässigen - zumindest, wenn
es sich in der Geschwindkeit bewegt, mit der es mir vor meine Linse geschwommen kam.
Die Rede ist von der Westkaspischen Schildkröte, die wir in einigen Exemplaren in den klaren Gewässern rund um Epta Piges beobachten
konnten. Die Art hat allerdings keine großen Ansprüche an ihren Lebensraum und nimmt sogar mit künstlichen oder gar verschmutzten Seen und Teichen
vorlieb.
Als Allesfresser dient dem Reptil von Insekten und Schnecken, über Amphibien und deren Laich bis hin zu rein pflanzlicher Kost alles Mögliche
als Nahrungsquelle. Selbst Aas und "künstliche" Nahrung, wie die Semmel eines Touristen ;-), wird nicht verschmäht.
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 | | Mauremys rivulata - Westkaspische Schildkröte |  |
| Nr. 2016.2196kl_r | 100 % | ![2196kl_r]() | Mauremys rivulata Westkaspische Schildkröte | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 5000
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Pelophylax cf. bedriagae - Wasserfrosch |  |
| Nr. 2016.2261kl_r | 100 % | ![2261kl_r]() | Pelophylax cf. bedriagae Wasserfrosch | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Leider kann man die genaue Art anhand von
Fotos nicht bestimmen, da, laut Dr. Jörg Plötner vom Berliner Museum, dafür genetische Daten erforderlich sind. Darüber hinaus ist der Artstatus
derartiger Frösche von Rhodos und Karpathos noch nicht geklärt.
Einstweilen werden die Frösche in Wissenschafterkreisen daher provisorisch Pelophylax cf. bedriagae genannt.
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In den vielen kleinen Bächen rund um den Ort tummelten sich außerdem jede Menge Wasserfrösche, die mir durch
ihre tolle Musterung sofort auffielen.
 | | Pelophylax cf. bedriagae - Wasserfrosch |  |
| Nr. 2016.2259kl_r | 100 % | ![2259kl_r]() | Pelophylax cf. bedriagae Wasserfrosch | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Ein weiterer und nicht minder interessanter Lebensraum der Insel sind die großen Flussbetten, die die meiste Zeit im Jahr aber ohne Wasser sind. In dieser
Periode bieten sie ein perfektes Habitat für viele Tiere, die auf kiesige und sonnenbeschienene Freiflächen angewiesen sind. Außer ein paar ein- oder zweijährige
Pflanzen läßt die ständige Überflutung sonst keinen weiteren Bewuchs zu. Das Wasser in der letzten Zeit Mangelware war, zeigte sich allerdings am Aufkommen
erster mehrjähriger Stauden und sogar vereinzelter Jung-Gehölze.
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 | | Mesobuthus gibbosus - Skorpion |  |
| Nr. 2016.2036kl_r | 100 % | ![2036kl_r]() | Mesobuthus gibbosus Skorpion | 100mm; F/13; 1/250s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
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Nichts desto trotz konnte ich in diesen Flussläufen eine riesige Artenvielfalt antreffen - einige Arten, wie die Riesenkrabbenspinne
Eusparassus walckenaeri in einer Dichte, wie ich sie vorher noch nie vorgefunden habe. Leider ist mir kein Foto dieses beeindruckenden
Jägers gelungen.
Dafür konnte ich einen anderen nächtlichen Prädator dieses Biotops überreden sich von mir auf meinen Chip bannen zu lassen. Schon auf Kos
war mir der hübsche hellgelbe Skorpion Mesobuthus gibbosus begegnet und auch diesmal war er, trotz seiner geringen Größe von gerade mal
6 cm, nicht minder beeindruckend - vor allem in seiner Angriffsstellung, in die er sofort überging, nachdem ich ihn unter seinem Stein entdeckte.
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Das Gift der Tiere ist zwar, von einigen allergisch bedingten Todesfällen abgesehen,
nicht sehr gefährlich, die Stiche verursachen allerdings sehr starke Schmerzen. Und wer weiß, vielleicht bin ich ja sogar
Skorpionsgift-Allergiker. Respekt beim Umgang mit den "possierlichen" Tierchen war daher mein oberstes Gebot.
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Da wir gerade bei Spinnentieren sind, dürfen auch hier meine springenden Lieblinge nicht fehlen, zumal diese ausgetrockneten Flussläufe einen optimalen
Lebensraum für viele der Arten darstellen. Zwei davon traten hier dabei in besonders großer Anzahl in Erscheinung. Zum einen war das Aelurillus concolor,
die meist auf einem der vielen großen Steine nach Beute oder einem potentiellen Partner Ausschau hielt und interessanter Weise bis dato noch nicht
für die Insel Rhodos nachgewiesen wurde.
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Wie viele Arten der Gattung Aelurillus ist scheinbar auch diese ein Ameisenjäger, zumindest konnte ich an Ort
und Stelle mehrere Exemplare mit Ameisen als Beute beobachten.
 | | Aelurillus concolor - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2016_Spring.3171_78kl_r | 100 % | ![3171_78kl_r]() | Aelurillus concolor Springspinne ♀ | 65mm; F/7.1 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Aelurillus concolor - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2016_Spring.3258_67kl_r | 100 % | ![3258_67kl_r]() | Aelurillus concolor Springspinne ♀ | 65mm; F/7.1 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 12.04.2017 - 22.04.2017 - Andalusischer Frühling...
Unser diesjähriger Frühjahrsurlaub führte uns in den sonnigen Süden Spaniens - genauer gesagt in die Nähe der andalusischen Stadt Málaga. Neben
der Erholung und Kultur
lag unser Fokus natürlich auch wieder auf der Erkundung der hiesigen Natur. Das Problem ist allerdings,
dass man diese erst einmal finden muss, denn vor allem die Costa del Sol ist erschreckend zugebaut. Wenn man sich jedoch etwas Mühe gibt
und auch das Hinterland mit seinen
küstennahen Gebirgen erforscht, wird man doch relativ schnell fündig.
Aufgrund des ganzjährig sehr warmen Klimas und der
Nähe zu Afrika ist vor allem die andalusische Flora mit vielen Besonderheiten ausgestattet, die teilweise nur genau hier vorkommen und sonst nirgendwo auf der Welt.
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Einige dieser Endemiten begegneten uns gleich am ersten Tag, während einer Wanderung auf dem Monte Calamorro hoch über
der Küstenstadt Benalmádena direkt am Wegesrand - und das in beachtlicher Anzahl.
Allen voran drei Vertreter aus der Gattung der Leinkräuter, die alle samt ihr Vorkommen
lediglich auf den südlichsten Süden von Spanien beschränken.
 | | Linaria huteri - Leinkraut |  |
| Nr. 2017.8163kl_r | 100 % | ![8163kl_r]() | Linaria huteri Leinkraut | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Was für ein Glück, dass uns hier gleich alle drei dieser Seltenheiten am selben Tag begegnet sind - und
vor allem nur ein paar Meter voneinander entfernt.
 | | Silene psammitis subsp. lasiostyla - Lichtnelke |  |
| Nr. 2017.8179kl_r | 100 % | ![8179kl_r]() | Silene psammitis subsp. lasiostyla Lichtnelke | 100mm; F/4.5; 1/1000s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Linaria saturejoides - Leinkraut |  |
| Nr. 2017.8187bkl_r | 100 % | ![8187bkl_r]() | Linaria saturejoides Leinkraut | 100mm; F/4.5; 1/640s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Während Linaria huteri (Cádiz und Sierras de Málaga)
und Linaria saturejoides (Sierra Nevada und Sierras de Tejeda y Almijara) dabei jeweils noch einen relativ "großen" Teil Andalusiens besiedeln,
beschränkt sich das Vorkommen von Linaria clementei nur auf ein kleines Areal zwischen Mijas und der Sierra Blanca.
 | | Linaria clementei - Leinkraut |  |
| Nr. 2017.8178kl_r | 100 % | ![8178kl_r]() | Linaria clementei Leinkraut | 100mm; F/4.5; 1/1000s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Ein weiterer dieser Lokalendemiten, der uns direkt am Wegesrand begegnete, war Silene psammitis in der Unterart lasiostyla - eine niedrigwüchsige rosafarbene
Lichtnelke, die einzig und allein hier in der Sierra de Mijas vorkommt.
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Und um die Fünf vollzumachen stand gleich daneben mit Echium albicans die nächste Seltenheit. Auch dieser Natternkopf
ist in seiner natürlichen Verbreitung lediglich auf das andalusische Bergland beschränkt, obwohl inzwischen viele seiner gezüchteten Nachkommen ihren Weg in unsere
heimische Gärten gefunden haben.
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Wie man am Vorhandensein eines deutschen Trivial-Namens leicht erkennen kann, sind die nächsten Beiden bei Weitem nicht so selten - ganz im Gegenteil. Sowohl
der Saat-Mohn als auch das Gefleckte Sandröschen kommen in ganz Europa vor. Wenn letzteres seinen Verbreitungsschwerpunkt auch
eher im Mittelmeerraum hat und im restlichen Areal lediglich in wärmebegünstigen Gebieten vorkommt. Auch das nächste Duo - gefunden in einem lichten Pinienwald -
beschränkt sich in seiner Verbreitung nicht ausschließlich auf das Mediterraneum.
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Zum einen wäre da Matthiola fruticulosa, eine Levkoj-Art aus der großen Familie der Kreuzblütler, die mich besonders durch ihre
auf den ersten Blick eher unscheinbar wirkenden purpur-grün gefärbten Blüten beeindruckt hat, die aus der Nähe betrachtet dann aber sehr filigran und
speziell wirken ( ).
 | | Matthiola fruticulosa - Levkoj |  |
| Nr. 2017.8198kl_r | 100 % | ![8198kl_r]() | Matthiola fruticulosa Levkoj | 100mm; F/5.6; 1/640s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Aceras anthropophorum - Ohnhorn |  |
| Nr. 2017.8191kl_r | 100 % | ![8191kl_r]() | Aceras anthropophorum Ohnhorn | 100mm; F/4; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Und zum Schluss kommt mit dem Ohnhorn noch ein Vertreter der europäischen Orchideenflora, der auch
bei uns in Deutschland - wenn auch sehr selten - vorkommt und dessen Schönheit sich, wie bei unserem vorherigem Kandidaten, sich Einem erst auf den zweiten
Blick erschließt.
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Danke an José Quiles Hoyo für seine Hilfe bei der Bestimmung der einzelnen Pflanzenarten.
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Der für mich sensationellste Fund sei allerdings hier noch einmal separat vorgestellt - Napoca constanzeae. Dabei handelt es sich nämlich
nicht nur um den ersten Nachweis einer Art dieser Gattung vom europäischen Festland, sondern auch um eine bisher noch nicht beschriebene neue Art.
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Und dass der kleine Springer den Vornamen meiner Frau als "Nachnamen" trägt, ist auch kein Zufall, denn es handelt sich hierbei gleichzeitig um meine
lang ersehnte erste
Neubeschreibung einer Springspinnen-Art.
Interessant zu erwähnen wäre dabei noch, dass dies erst weltweit die zweite Art aus der Gattung Napoca darstellt. Die erste - Napoca insignis - wurde bereits im Jahre 1879
von den Golanhöhen beschrieben.
Allerdings ist es auch kein Wunder, dass es fast 150 Jahre gebraucht hat - mein Fund hätte mit seinen knapp 2,5 mm auch schnell übersehen werden können.
 | | Napoca constanzeae - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2017_Spring.9442_49kl_r | 100 % | ![9442_49kl_r]() | Napoca constanzeae Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Dabei hatte ich wenigstens auf das dazugehörige Weibchen gehofft, welches nun, bis auf Weiteres, leider erst einmal unbeschrieben bleiben muss.
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 | | Napoca constanzeae - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2017_Spring.9450_55kl_r | 100 % | ![9450_55kl_r]() | Napoca constanzeae Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Bis auf das hier abgebildete Männchen konnte ich am Fundort - einem aufgelassenen Steinbruch - außerdem weit und
breit kein weiteres Tier der Art entdecken.
 | | Napoca constanzeae - Springspinne ♂ |  |
| Nr. 2017_Spring.9426_35kl_r | 100 % | ![9426_35kl_r]() | Napoca constanzeae Springspinne ♂ | 65mm; F/6.3 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Dieses Schicksal musste allerdings auch ihre oben erwähnte israelische Schwesternart 140 Jahre lang ertragen, denn erst im Jahre 2012 wurde
ein Weibchen der Art entdeckt.
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| 05.06.2017 - Unverhofft...
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 | | Neoitamus cyanurus - Gemeiner Strauchdieb ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2017.2636_53kl_r | 100 % | ![2636_53kl_r]() | Neoitamus cyanurus Gemeiner Strauchdieb ♀ + ♂ | 100mm; F/5 (DFF); 1/40s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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...kommt bei mir eher selten vor. Heute allerdings rief mich mein kleiner Sohn mit den Worten "Hier sind zwei dicke Futterfliegen für die Riesenkrabbenspinnen" in den
Garten. Was ich da jedoch zu sehen bekam, waren zwar zwei Fliegen, aber als Futter waren die eindeutig zu schade. Also tauschte ich die Becher zum Fangen schnell gegen
meine Kamera und versuchte die Akteure statt physisch lieber fotografisch festzuhalten.
Interessant an der Situation war aber außer der Kopula der beiden Gemeinen Strauchdiebe noch die Tatsache, dass sich das Weibchen während des Geschehens gleichzeitig an einem
Schnellkäfer gütlich tat. Derartiges konnte ich bisher bei einer Raubfliegenpaarung noch nie beobachten.
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Wie diese Situation überhaupt zu Stande gekommen ist, muss allerdings offen bleiben.
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| 24.07.2017 - Herr Lindenmann...
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 | | Mimas tiliae - Lindenschwärmer (Raupe) |  |
| Nr. 2017.3875_04kl_r | 100 % | ![3875_04kl_r]() | Mimas tiliae Lindenschwärmer (Raupe) | 100mm; F/5 (DFF); 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Ein paar Infos zur Art gibt es im Bericht zu meiner ersten fotografischen Begegnung mit diesem tollen Insekt - damals allerdings in Form des adulten Falters.
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Ein Fahrradausflug in Familie führte uns heute kreuz und quer durch unseren Stadtbezirk. Als wir gerade gemütlich eine kleine Allee mit Winterlinden
entlang fuhren, sah ich im Vorbeifahren - im Augenwinkel - etwas auffällig Buntes auf der Straße herumliegen.
Mir war sofort klar, was mein Unterbewusstsein da wahrgenommen hatte und so machte ich kurzerhand kehrt und rief auch den Rest der Familie zu mir.
Und tatsächlich, mitten auf dem Asphalt kroch die Raupe eines Lindenschwärmers umher, die von meinem Sohn sofort den Namen Herr Lindenmann
verpasst bekam.
Nach der Färbung und Größe zu urteilen, war der wohl gerade auf dem Weg sich einen geeigneten Unterschlupf für seine Verpuppung und anschließende Überwinterung
zu suchen. Zu einem kleinen Fotoshooting konnte ich ihn dennoch überreden.
 | | Mimas tiliae - Lindenschwärmer (Raupe) |  |
| Nr. 2017.3842_50kl_r | 100 % | ![3842_50kl_r]() | Mimas tiliae Lindenschwärmer (Raupe) | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 21.11.2017 - 02.12.2017 - Viel kanarischer Sand...
Weil man nur aller 10 Jahre einen runden Geburtstag hat, dachte ich mir, dass ich dieses Ereignis diesmal nicht
in der üblichen November-Tristesse der heimatlichen Gefilde begehe, sondern auf dem immer frühlingshaften kanarischen
Archipel, den wir ja nun schon einige Male besucht und jedes Mal sehr genossen haben.
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 | | Kickxia heterophylla - Verschiedenblättriges Tännelkraut |  |
| Nr. 2017.1149kl_r | 100 % | ![1149kl_r]() | Kickxia heterophylla Verschiedenblättriges Tännelkraut | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Und weil diesmal unser Fokus eher auf Entspannung gerichtet sein sollte, wählten wir Fuerteventura als
Urlaubsziel aus.
Allerdings wurden wir überrascht, wie abwechslungsreich die Insel tatsächlich ist - wir hatten
nur einen großen Sandkasten erwartet.
Dieser ist Fuerteventura natürlich zum größten Teil auch, aber halt nicht nur und wenn doch, dann trifft
man selbst in diesen lebensfeindlichen oft wüstenartigen Lebensräumen
vielfältiges Leben an.
 | | Kickxia heterophylla - Verschiedenblättriges Tännelkraut |  |
| Nr. 2017.1152kl_r | 100 % | ![1152kl_r]() | Kickxia heterophylla Verschiedenblättriges Tännelkraut | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Oft denkt man zum Beispiel, dass es sich bei der Vegetation nur noch um vertrocknete Überbleibsel besserer,
regenreicherer Tage handelt - zumindest bis man einmal genauer hinschaut.
Ein schönes Beispiel ist das Verschiedenblättrige Tännelkraut, welches
uns auf unseren Wanderungen gleich ein paar Mal begegnete - oft inmitten ansonsten völlig vertrockneter
anderer Pflanzen.
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 | | Ononis hesperia - Hauhechel |  |
| Nr. 2017.976kl_r | 100 % | ![976kl_r]() | Ononis hesperia Hauhechel | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Ononis hesperia - Hauhechel |  |
| Nr. 2017.978kl_r | 100 % | ![978kl_r]() | Ononis hesperia Hauhechel | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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Gleiches gilt für Ononis hesperia, einen Hauhechel. Auch dieser Vertreter der Schmetterlingsblütengewächse sieht
auf den ersten Blick oft total grau und vertrocknet aus - auf den zweiten hingegen, entpuppt er sich als wahre Schönheit. Uns begegnete er
in großer Anzahl in der Sandwüste von El Jable.
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Genau dort trafen wir auch auf den Sparrigen Bocksdorn. Allerdings trieb es dieser dornige Strauch aus der Familie der
Nachtschattengewächse in Sachen "Vortäuschen von
Leblosigkeit" auf die Spitze.
Von Weitem sahen dessen Büsche nämlich nur noch wie völlig vertrocknetes Geäst aus - von der gnadenlos brutzelnden "Wüsten-Sonne" allen Lebens beraubt.
 | | Lycium intricatum - Sparriger Bocksdorn |  |
| Nr. 2017.980kl_r | 100 % | ![980kl_r]() | Lycium intricatum Sparriger Bocksdorn | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
Zwar konnte man keins der sukkulenten Blätter mehr entdecken, in denen die Pflanze sonst ihre Wasserreserven speichert,
aber hier und dort sah man kleine bunte Lebenszeichen in Form von lila Blüten oder roten Beeren-Früchten, die am ansonsten
leblos wirkenden Strauch fast wie Fremdkörper wirkten.
Als typischer Vertreter trockener Lebensräume ist die Art außer auf den Kanaren sowohl im
Mittelmeerraum als auch an der nord-afrikanischen Atlantikküste anzutreffen - häufig in Küstennähe. In Algerien und Marokko dringt
die Art aber auch bis in die Steppenregionen im Landesinneren vor.
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 | | Lycium intricatum - Sparriger Bocksdorn |  |
| Nr. 2017.982kl_r | 100 % | ![982kl_r]() | Lycium intricatum Sparriger Bocksdorn | 100mm; F/3.2; 1/2500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Der genauere Blick jedoch bot dem interessierten Betrachter ein anderes Bild. Denn zwischen den Zweigen konnte man
durchaus erkennen, dass hier tatsächlich noch Leben im Gebüsch drin steckt.
 | | Lycium intricatum - Sparriger Bocksdorn |  |
| Nr. 2017.1013kl_r | 100 % | ![1013kl_r]() | Lycium intricatum Sparriger Bocksdorn | 100mm; F/10; 1/320s; ISO 1600
Canon EOS 5D Mark IV |
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Mehr botanisches habe ich diesmal nicht zu bieten, auch wenn es an weiteren Motiven sicherlich nicht gemangelt hätte. Kommen wir nun
zu den Reptilien. Auf Fuerteventura gibt es davon genau drei Arten - eine Eidechse, einen Skink und einen Gecko. Letzterer ist hier allgegenwärtig
und so auch zu meinem Motiv geworden.
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Der Ost-Kanaren Gecko kommt, wie sein Name schon sagt, lediglich auf den östlichen der Kanarischen Inseln vor.
Neben Fuerteventura sind das noch Lanzarote und einige den beiden vorgelagerten kleineren Inseln.
Ursprünglich wurde die Art als Varietät des Mauergeckos beschrieben, welcher in den Küstenregionen des mediterranen Raums vorkommt
und auch bereits in einige Länder auf dem amerikanischen Kontinent eingeschleppt wurde.
 | | Tarentola angustimentalis - Ost-Kanaren Gecko |  |
| Nr. 2017.1030kl_r | 100 % | ![1030kl_r]() | Tarentola angustimentalis Ost-Kanaren Gecko | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Tarentola angustimentalis - Ost-Kanaren Gecko |  |
| Nr. 2017.1044kl_r | 100 % | ![1044kl_r]() | Tarentola angustimentalis Ost-Kanaren Gecko | 100mm; F/10; 1/320s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
Inzwischen geht man allerdings davon aus, dass
es sich um eine eigene Art handelt, die wahrscheinlich vom Mauergecko abstammt. Vermutlich nahmen die Vorfahren des Ost-Kanaren-Geckos
mit Hilfe von Treibgut den direkten Weg von der nordafrikanischen Küste übers Meer.
Das Gleiche gilt für die vier weiteren Gecko-Arten der Kanaren, die alle jeweils nur auf einer oder zwei der Inseln
vorkommen - es sich also auch dort isolationsbedingt eigene Arten gebildet haben.
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Tarentola delalandii, welcher ausschließlich auf La Palma und Teneriffa vorkommt, ist mir bzw. meiner Kamera bereits vor ein paar Jahren am
Montaña Roja begegnet.
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 | | Datei nicht gefunden. |  |
| Nr. 2015. | 100 % | ![]() | | Bild nicht gefunden. | |
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 | | Datei nicht gefunden. |  |
| Nr. 2015. | 100 % | ![]() | | Bild nicht gefunden. | |
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Es folgen drei Insekten. Als erstes die Larve einer Fangschrecke mit dem schönen Namen Kleine Teufelsblume, welche mir
ebenfalls in der Sandwüste von El Jable vor die Linse kam. Auf der Suche nach Spinnen bewegte sich auf einmal ein seltsames grün-weißes Gebilde
zwischen den ganze vertrockneten Zweigen. Hier hat wohl die beabsichtigte Tarnwirkung völlig versagt - zumindest was mich betrifft.
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 | | Blepharopsis mendica - Kleine Teufelsblume (Larve) |  |
| Nr. 2017.951kl_r | 100 % | ![951kl_r]() | Blepharopsis mendica Kleine Teufelsblume (Larve) | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Der hübsche Räuber ist dabei in vielen trockenwarmen Lebensräumen zu finden und auch in Wüsten, wie der Sahara, anzutreffen. Darüber hinaus
ist er auch in manch einem deutschen Wohnzimmer ein gern gesehener Terrarium-Gast. In der Natur sehe ich das Insekt allerdings deutlich lieber.
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Die Art ist eine von drei auf Fuerteventura beheimateten Fangschreckenarten. Ihr weltweites Verbreitungsgebiet ist allerdings sehr viel größer
und erstreckt sich von Vorderasien
über das östliche und nördliche Afrika bis auf die Kanaren, wo sie die Westgrenze ihrer Ausbreitung erreicht.
 | | Blepharopsis mendica - Kleine Teufelsblume (Larve) |  |
| Nr. 2017.962kl_r | 100 % | ![962kl_r]() | Blepharopsis mendica Kleine Teufelsblume (Larve) | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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Wo auf der Insel Gewässer zu finden sind, was zugegebenermaßen eher selten ist, trifft man auch auf Libellen. Ganze 10 Arten gibt es auf den Kanaren, 7 davon
auf Fuerteventura und 2 haben es auf meinem Chip geschafft.
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Beide gehören zu den Großlibellen. Die erste - eine Feuerlibelle, ist eine im mediterranen Raum weit verbreitete Art, die begünstig
durch die allgemeine Klimaerwärmung ihren Weg aber inzwischen auch schon zu uns nach Mitteleuropa geschafft hat.
 | | Rahmstreif-Blaupfeil - Orthetrum chrysostigma ♂ |  |
| Nr. 2017.1192kl_r | 100 % | ![1192kl_r]() | Rahmstreif-Blaupfeil Orthetrum chrysostigma ♂ | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Crocothemis erythraea - Feuerlibelle ♂ |  |
| Nr. 2017.1186kl_r | 100 % | ![1186kl_r]() | Crocothemis erythraea Feuerlibelle ♂ | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Die zweite - der Rahmstreif-Blaupfeil ist weniger weit verbreitet. Er kommt außer auf den Kanaren nur noch in Nordafrika und den Küsten
der Iberischen Halbinsel sowie dem östlichen Mittelmeerraum vor.
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| 09.05.2018 - 19.05.2018 - Kreta - einmal mehr...
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Ganze 8 Jahre hat es gedauert, ehe uns die Insel der Götter nun endlich wieder hatte. Und alles sah noch genau so aus, wie ich es in
meinem Gedächtnis hatte - hohe Berge, blaues Meer und viel herrliche Natur mit tollen mediterranen Motiven. Eines hatte sich allerdings geändert, diesmal waren
wir zu Dritt.
Außer dem urlaubsmäßigen Entspannen und dem Erkunden der Insel lag mein Hauptaugenmerk natürlich auch diesmal
wieder auf der hiesigen Springspinnenfauna, die
zudem sogar einige Endemiten aufzuweisen hat.
Doch auch die Pflanzenwelt Kretas bietet bedingt durch die relativ große Entfernung vom Festland viele Besonderheiten. Zirka zehn Prozent der
hier vorkommenden Arten gibt es nur auf dieser Insel.
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 | Alcea biennis ssp. cretica Kretische Stockrose |  |
| Nr. 2018.1739kl_r | 100 % | ![1739kl_r]() | Alcea biennis ssp. cretica Kretische Stockrose | 100mm; F/3.2; 1/2500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Ornithogalum creticum Kreta-Milchstern |  |
| Nr. 2018.1792kl_r | 100 % | ![1792kl_r]() | Ornithogalum creticum Kreta-Milchstern | 100mm; F/8; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Solenopsis minuta Kleine Laurentie |  |
| Nr. 2018.1574kl_r | 100 % | ![1574kl_r]() | Solenopsis minuta Kleine Laurentie | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Einige davon, wie die Kretische Stockrose oder das Kreta-Brandkraut, findet man dabei überall auf Kreta in meist größerer
Anzahl vor.
Bei anderen wiederum, wie dem Kreta- und dem Zierlichen Milchstern oder der Ida-Flockenblume, handelt es sich um
Spezialisten, die nur an einigen wenigen Stellen der Insel vorkommen. Viele dieser botanischen Kostbarkeiten sind dabei auf die Bergregionen der drei Gebirgszüge
beschränkt.
Die meisten der auf Kreta vorkommenden Blütenpflanzen sind allerdings im Mittelmeerraum weit verbreitet.
Ein gutes
Beispiel dafür ist die Kleine Laurentie, die ich in großer Anzahl am Lake Kournas beobachten konnte.
Sie ist ein typischer
Vertreter mediterraner Feuchthabitate, wie Quellflure oder schlammige Ufer.
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Weitere Florenelemente der Insel sind in ihrer Verbreitung auf den östlichen Mittelmeerraum beschränkt. Der Schmalblättriger Polster-Tragant
zum Beispiel kommt außer in den Gebirgszügen Kretas auch in den Höhenlagen des Balkans und Vorderasiens vor. Seine dornigen Polster fallen einem sofort ins
Auge und bieten in ihrem Inneren auch anderen Pflanzen, wie dem Zierlichen Milchstern, Schutz.
Außerdem findet man auch Pflanzen, die zwar im mediterranen Raum weiter verbreitet sind, auf Kreta bzw. den angrenzenden Inseln aber endemische Unterarten
aufweisen. Zwei Vertreter dieser
Gruppe, das Gewundene Krähenbeerenblättrige Johanniskraut und die Gewöhnliche Rettichartige Flockenblume, konnte ich in den Höhenlagen des Lefka Ori
- Gebirgsmassivs fotografieren.
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 | Astragalus angustifolius Schmalblättriger Polster-Tragant |  |
| Nr. 2018.1622kl_r | 100 % | ![1622kl_r]() | Astragalus angustifolius Schmalblättriger Polster-Tragant | 100mm; F/5.6; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Hypericum empetrifolium ssp. tortuosum Gewundenes Krähenbeerenblättriges Johanniskraut |  |
| Nr. 2018.1616kl_r | 100 % | ![1616kl_r]() | Hypericum empetrifolium ssp. tortuosum Gewundenes Krähenbeerenblättriges Johanniskraut | 100mm; F/5.6; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Centaurea raphanina ssp. raphanina Gewöhnliche Rettichartige Flockenblume |  |
| Nr. 2018.1620kl_r | 100 % | ![1620kl_r]() | Centaurea raphanina ssp. raphanina Gewöhnliche Rettichartige Flockenblume | 100mm; F/5.6; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Weitere Informationen zur reichhaltigen Flora Kretas findet man bei Cretan Flora oder
Mittelmeerflora. Letztere bietet zudem zu fast allen im mediterranen Raum beheimateten Pflanzen
einen wunderbaren Foto-Bestimmungsschlüssel nebst Angaben zu deren Verbreitung.
So, nun aber genug mit bewegungslosen Motiven und ab zu den anspruchsvolleren fotografischen Mitbringseln.
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 | | Podarcis cretensis - Kretische Mauereidechse |  |
| Nr. 2018.1341kl_r | 100 % | ![1341kl_r]() | Podarcis cretensis Kretische Mauereidechse | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Früher wurde die Art als Unterart der Ägäischen Mauereidechse (Podarcis erhardii) angesehen, hat aber inzwischen den Artstatus erhalten.
Von der zweiten auf Kreta vorkommenden Eidechse ist sie leicht durch ihre geringe Größe von höchsten 20 cm zu unterscheiden. Die mit bis zu 50 cm große
und leuchtend grüne Riesensmaragdeidechse ist uns diesmal leider nicht begegnet.
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Den Start machen dabei einmal mehr die Reptilien, von denen es auf Kreta eine ganze Anzahl gibt. Begegnet ist uns davon allerdings nur die
Kretische Mauereidechse - auch dies eine Art, die nur auf Kreta vorkommt; vor allem im Westen der Insel allerdings allgegenwärtig ist
und einem dort auf Schritt und Tritt begegnet - wenn auch meist nur noch in Form einer Schwanzspitze, die vor einem gerade im nächsten Gebüsch
verschwindet.
 | | Podarcis cretensis - Kretische Mauereidechse |  |
| Nr. 2018.1997kl_r | 100 % | ![1997kl_r]() | Podarcis cretensis Kretische Mauereidechse | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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An den nächsten Fotomotiven mangelte es dagegen überhaupt nicht. Zwar waren die meisten Insekten auch nicht einfacher zu fotografieren als die flinken Eidechsen, aber
durch ihre große Anzahl und Vielfalt war die Wahrscheinlichkeit ein still haltendes Motiv unter ihnen zu erwischen, deutlich größer.
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Den Anfang machen die Libellen und unter diesen die Große Pechlibelle, die obwohl sie "Groß" im Namen trägt,
zu den Kleinlibellen
gehört.
Sie ist überall in Europa weit verbreitet und fehlt lediglich in Teilen von Skandinavien und auf ein paar Mittelmeerinseln - auf Kreta
ist sie jedoch vertreten.
 | | Ischnura elegans ebneri - Große Pechlibelle |  |
| Nr. 2018.1488kl_r | 100 % | ![1488kl_r]() | Ischnura elegans ebneri Große Pechlibelle | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Ischnura elegans ebneri - Große Pechlibelle |  |
| Nr. 2018.1490kl_r | 100 % | ![1490kl_r]() | Ischnura elegans ebneri Große Pechlibelle | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Allerdings kommt sie hier nur in ihrer Unterart ebneri vor, was den Schluss zulässt, dass mir eben diese
in den Dünen von Georgioupoli vor die Linse geflogen ist. Bei uns in Deutschland ist die Nominatform der Art heimisch,
welche ich auch schon direkt vor meiner Haustür
fotografieren konnte.
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Die anderen beiden Libellenarten, die uns auf der Insel begegneten, gehören zu den Großlibellen. Eine weitere Gemeinsamkeit beider ist, dass
sich das Verbreitungsgebiet dieser wärmeliebenden Arten - vermutlich aufgrund der allgemeinen Klimaerwärmung - in den letzten Jahrzehnten
kontinuierlich nach Norden vergrößert hat.
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 | | Trithemis annulata - Violetter Sonnenzeiger ♂ |  |
| Nr. 2018.1598kl_r | 100 % | ![1598kl_r]() | Trithemis annulata Violetter Sonnenzeiger ♂ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Feuerlibelle, welche ursprünglich in den warmen Regionen Südeuropas, Afrikas und Vorderasiens vorkommt, hat es sogar
schon bis zu uns nach Mitteleuropa geschafft. Hier auf Kreta ist sie jedoch einheimisch und überall häufig anzutreffen - meist an
stehenden Gewässern.
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Die eigentliche Heimat des Violetten Sonnenzeigers ist Nord- und Westafrika. Schon seit einigen Jahren kommt er
allerdings auch im südlichen Europa vor. Die Art gilt als invasiv und lebt sehr anspruchslos an den unterschiedlichsten Typen stehender und
fließender Gewässer.
 | | Crocothemis erythraea - Feuerlibelle ♀ |  |
| Nr. 2018.1496kl_r | 100 % | ![1496kl_r]() | Crocothemis erythraea Feuerlibelle ♀ | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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Vielen Dank an Andreas Thomas Hein für die genaue Bestimmung der drei Libellenarten.
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 | | Lasiommata megera - Mauerfuchs |  |
| Nr. 2018.1621kl_r | 100 % | ![1621kl_r]() | Lasiommata megera Mauerfuchs | 100mm; F/5.6; 1/640s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Aber zurück zum eigentlichen Thema. Die Rede ist vom Mauerfuchs und vom Waldbrettspiel. Beides Arten, die in ganz Mittel- und Südeuropa
weit verbreitet sind.
 | | Gonepteryx cleopatra - Mittelmeer-Zitronenfalter |  |
| Nr. 2018.1987kl_r | 100 % | ![1987kl_r]() | Gonepteryx cleopatra Mittelmeer-Zitronenfalter | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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Bei den Schmetterlingen hingegen musste ich mich - zumindest fotografisch - mit Arten begnügen, die einem auch hier in Mitteleuropa
vor die Linse fliegen könnten. Wenn auch bei uns in Deutschland die Wahrscheinlichkeit einem Tagfalter zu begegnen inzwischen deutlich geringer ist als
hier auf Kreta - im Übrigen im Gegensatz zu meiner Kindheit, wo in jedem Sommer auf der Wiese vor unserem Haus noch ein buntes Treiben
zu beobachten war.
 | | Pararge aegeria - Waldbrettspiel |  |
| Nr. 2018.1937kl_r | 100 % | ![1937kl_r]() | Pararge aegeria Waldbrettspiel | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Auch beim dritten Kandidat könnte man auf den ersten Blick meinen, dass es sich um einen auch bei uns beheimateten Tagfalter handelt - allerdings nur
von der Seite gesehen. Denn in Wirklichkeit hat man hier nicht den auch bei uns in Mitteleuropa heimischen Zitronenfalter, sondern seine direkte
Verwandtschaft vor sich - den Mittelmeer-Zitronenfalter.
Im Gegensatz zu ersteren haben die Männchen des auch Kleopatra-Falter genannten Schmetterlings einen großen orangenen Fleck in der Mitte
ihrer Vorderflügel.
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Für die Bestätigung meiner Bestimmungen sei an dieser Stelle dem Lepiforum gedankt.
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Weiter geht es mit den Käfern - und ganz speziell mit den Sandlaufkäfern, von denen uns auf Kreta gleich zwei Vertreter begegnet sind.
Beide waren an den Stränden am Meer häufig anzutreffen und dort besonders um die Mittagszeit in großer Anzahl zu beobachten.
Nur das Fotografieren gestaltete sich aufgrund der temperaturbedingten
Emsigkeit der Tiere dann eher schwierig.
 | | Calomera littoralis nemoralis - Sandlaufkäfer |  |
| Nr. 2018.1849kl_r | 100 % | ![1849kl_r]() | Calomera littoralis nemoralis Sandlaufkäfer | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Anders Calomera littoralis, den wir zwar genauso häufig in Strandnähe, jedoch auch an den Ufern einiger Binnengewässer
der Insel finden konnten. Diese Beobachtung deckt sich auch mit den neusten Erkenntnissen der Wissenschaft, die der Art zwar eine Vorliebe für
Strände und Küstenbereiche bescheinigt, aber im Gegensatz zur früheren Meinung neuerdings auch andere, meist schlammige
Feuchtbiotope als Lebensraum angibt.
Die Art ist in Süd- und Osteuropa sowie in Asien und Nordafrika in vielen Unterarten verbreitet und im Mittelmeerraum
einer der am häufigsten anzutreffenden Sandlaufkäfer. Auf Kreta ist nur die Unterart nemoralis vertreten.
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 | | Lophyridia concolor - Sandlaufkäfer |  |
| Nr. 2018.1822bkl_r | 100 % | ![1822bkl_r]() | Lophyridia concolor Sandlaufkäfer | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
Bei Lophyridia concolor handelt es sich um eine weit verbreitete Art der östlichen Mittelmeerregion, die im
Gegensatz zu den meisten anderen Sandlaufkäferarten keinerlei Musterung aufweist. Als halophile Art kommt sie ausschließlich in Strandnähe
oder an küstennahen, salzwasserbeeinflussten Gewässern, wie Lagunen, vor.
 | | Calomera littoralis nemoralis - Sandlaufkäfer |  |
| Nr. 2018.1534kl_r | 100 % | ![1534kl_r]() | Calomera littoralis nemoralis Sandlaufkäfer | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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So, und nun noch die Insekten-Reste-Rampe, beginnend mit einer Südlichen Fruchtwanze.
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Dieses Insekt aus der Familie der Baumwanzen ist im mediterranen Raum weit verbreitet und wurde erst vor kurzer
Zeit wieder zur eigenständigen Art erklärt, nachdem sie vor 60 Jahren mit ihrer Schwesternart,
der auch bei uns heimischen Nördlichen Fruchtwanze,
synonymisiert wurde.
 | | Creoleon plumbeus - Ameisenjungfer ♂ |  |
| Nr. 2018.1704_05bkl_r | 100 % | ![1704_05bkl_r]() | Creoleon plumbeus Ameisenjungfer ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Carpocoris mediterraneus - Südliche Fruchtwanze |  |
| Nr. 2018.1979ckl_r | 100 % | ![1979ckl_r]() | Carpocoris mediterraneus Südliche Fruchtwanze | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 2500
Canon EOS 5D Mark IV |
Als nächstes ein Vertreter der Netzflügler - genauer gesagt, handelt es sich hierbei
mit höchster Wahrscheinlichkeit um Creoleon plumbeus. Die Art ist unseren heimischen Ameisenjungfern
(hier,
hier)
recht ähnlich, die Larven bauen aber im Gegensatz
zu diesen keine Sandtrichter zum Beutefang, sondern jagen frei im Wurzeldetritus trockener Lebensräume.
Vielen Dank an Ulrike Aspöck für die Bestimmung!
Und zum Schluss der kleinen Insektenparade mit der Gelbköpfigen Dolchwespe nun noch der größte europäische Vertreter der
Stechimmen. Die Art hat ihren Verbreitungsschwerpunkt im östlichen Mittelmeerraum und kann dort, wie auch auf meinem Foto,
häufig bei der Nektarsuche beobachtet werden.
 | | Megascolia maculata maculata - Gelbköpfige Dolchwespe ♀ |  |
| Nr. 2018.1733kl_r | 100 % | ![1733kl_r]() | Megascolia maculata maculata Gelbköpfige Dolchwespe ♀ | 100mm; F/6.3; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Weibchen der Tiere heften ihre Eier einzeln an die Larven großer Blatthornkäferarten, die sie im Boden orten - vermutlich über
ihren Geruchssinn - sich dann zu diesen vorgraben und mit Stichen lähmen, damit sie anschließend als Wirtslarven für ihre Nachkommenschaft
dienen.
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Jetzt aber endlich zu den Achtbeinern.
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Und der Erste hat dazu sogar noch einen hübschen Stachel am Hinterteil. Der Skorpion aus der Gattung Euscorpius begegnete mir
beim Durchwühlen der Laubstreu einer Steineiche auf der Suche nach meinen springenden Lieblingen. Im Nachhinein betrachtet, wären
hier ein Paar Handschuhe
sicherlich eine gute Idee gewesen, obwohl sich der Stich bestimmt nicht schlimmer als der einer Wespe angefühlt hätte. Die genaue Art muss
leider offen bleiben. Siegfried Huber, eine Skorpion Koryphäe, tendiert hier zu Euscorpius sicanus.
 | | Thomisus onustus - Blumenkrabbenspinne ♀ |  |
| Nr. 2018.1728bkl_r | 100 % | ![1728bkl_r]() | Thomisus onustus Blumenkrabbenspinne ♀ | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Euscorpius sp. - Skorpion |  |
| Nr. 2018.1955kl_r | 100 % | ![1955kl_r]() | Euscorpius sp. Skorpion | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 2500
Canon EOS 5D Mark IV |
Das nächste Motiv ist nicht so exotisch, auch wenn es auf den ersten Blick, durch seine bunte Farbgebung, vielleicht so aussieht. Die Blumenkrabbenspinne
könnte einem allerdings genauso auch auf einer Wiese in Deutschland begegnen. Die Tiere lauern meist gut getarnt unterhalb von Blüten auf ihre Beute und
passen dabei ihre Farbe oft perfekt an die ihrer Umgebung an - ähnlich einem Chamäleon.
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| 20.05.2020 - Zwei Fliegen in der Rose... |
 | | Pandivirilia eximia - Stilettfliege |  |
| Nr. 2020.4957_70kl_r | 100 % | ![4957_70kl_r]() | Pandivirilia eximia Stilettfliege | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/250s; ISO 6400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Der Wonnemonat Mai neigt sich nun schon wieder fast dem Ende zu und es haben sich tatsächlich ein paar Insekten in unserem
Garten eingefunden. Zwar scheinen es in jedem Jahr weniger zu werden, aber ab und zu entdecke selbst ich noch etwas Neues für mich - heute
in Form zweier Fliegen in unserer Heckenrose an der Terrasse
Die Erste hört auf den schönen Namen Pandivirilia eximia und gehört zu den Stilettfliegen. Mehr als dass ihre Larven sich
räuberisch ernähren, die Fliege selbst aber von Nektar und die Art in Europa und
Kleinasien vorkommt, konnte ich allerdings nicht über diese schwarz-glänzende
Schönheit herausfinden.
Vielen Dank an Claudia Brückner für die Bestimmung!
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Bei der Zweiten handelt es sich um eine Schnepfenfliege, die ebenfalls keinen Deutschen Namen abbekommen hat. Unter den 35 einheimischen
Arten dieser Fliegen-Familie liegt Rhagio annulatus mit bis zu 12 mm Körperlänge im Mittelfeld.
 | | Rhagio annulatus - Schnepfenfliege |  |
| Nr. 2020.5070_77kl_r | 100 % | ![5070_77kl_r]() | Rhagio annulatus Schnepfenfliege | 100mm; F/5 (DFF); 1/40s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Wie alle Verteter dieser räuberisch lebenden Zweiflügler ist auch diese Art unbehaart, schlank und langbeinig. Die Tiere erbeuten
hauptsächlich kleine Insekten, ernähren sich aber auch von Pflanzensäften.
Weibliche Schnepfenfliegen legen ihre Eier in der Regel einzeln auf den Boden, in Mist oder in morschem Holz ab. Die Larven leben in der Erde,
zwischen Moos, im Laubstreu oder in Misthaufen und ernähren sich von kleinen Insekten und Pflanzenteilen.
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 | | Rhagio annulatus - Schnepfenfliege |  |
| Nr. 2020.4993_02kl_r | 100 % | ![4993_02kl_r]() | Rhagio annulatus Schnepfenfliege | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/250s; ISO 4000
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Rhagio annulatus - Schnepfenfliege |  |
| Nr. 2020.5040_55kl_r | 100 % | ![5040_55kl_r]() | Rhagio annulatus Schnepfenfliege | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Vielen Dank an die fleißigen Bestimmer im Forum von diptera.info für die Art-Zuordnung! Von ihnen
stammt außerdem die Information, dass Rhagio annulatus wohl die Nähe von Gewässern als Lebensraum bevorzugt.
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| 23.05.2020 - Libellen, Libellen, Libellen... |
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Nach den ersten erfolgreichen Schnappschüssen vor ein paar Tagen habe ich Blut geleckt und nun beschlossen, dass dieses Jahr mein 100mm Makro-Objektiv wieder
ein wenig mehr Ausgang bekommen soll.
In den letzten Jahren ist die Fotografie in der freien Natur, aufgrund anderer
Prioritäten, etwas zu kurz gekommen.
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 | | Pyrrhosoma nymphula - Frühe Adonislibelle ♂ |  |
| Nr. 2020.4598bkl_r | 100 % | ![4598bkl_r]() | Pyrrhosoma nymphula Frühe Adonislibelle ♂ | 100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Heute waren an selbigem zum Beispiel eine große Anzahl an Kleinlibellen anwesend. Am auffallensten waren dabei die knallroten Frühen Adonislibellen, die
überall wild umherflogen, sobald man auch nur ein paar Schritte durch die dichte Ufervegetation machte, in der sie in großer Anzahl auf Beute lauerten.
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Und da wir nun seit ein paar Jahren direkt
am schönen Müggelsee wohnen, liegen da Libellen als Motive natürlich sehr nahe. Gleich in unmittelbarer Nähe liegt außerdem das Mühlenfließ, welches
mit teilweise sehr krautigem Ufer einen optimalen Lebensraum für allerlei wasserliebende Insekten bietet.
 | | Pyrrhosoma nymphula - Frühe Adonislibelle ♂ |  |
| Nr. 2020.4591bkl_r | 100 % | ![4591bkl_r]() | Pyrrhosoma nymphula Frühe Adonislibelle ♂ | 100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Ein paar Informationen zur Art gibt es im Beitrag zu meiner ersten Begegnung mit
dieser hübschen Libelle.
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 | | Ischnura elegans - Große Pechlibelle ♀ |  |
| Nr. 2020.4882_83kl_r | 100 % | ![4882_83kl_r]() | Ischnura elegans Große Pechlibelle ♀ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Im Gegensatz zum letzten
Mal habe ich heute allerdings versucht ein Weibchen fotografisch in seinem Lebensraum festzuhalten.
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Gleiches gilt für den nächsten kleinen Räuber im Hubschrauberformat. Auch die Große Pechlibelle ist mir hier in der
Nähe schon ein paar Mal begegnet.
 | | Ischnura elegans - Große Pechlibelle ♀ |  |
| Nr. 2020.4890_92kl_r | 100 % | ![4890_92kl_r]() | Ischnura elegans Große Pechlibelle ♀ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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Zu guter Letzt mit der Hufeisen-Azurjungfer noch eine Kleinlibelle, die ich bisher noch nie vor der Linse hatte.
Umso schöner, dass ich, beim ersten Treffen auf diesen hübschen Jäger, gleich beide Geschlechter ablichten konnte. Und weil das meine
erste Begegnung war, an dieser Stelle noch ein paar Infos zur Art.
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Fast überall in Europa verbreitet und in Mitteleuropa sogar eine
der häufigsten Libellen, findet man sie meist an stehenden, manchmal aber auch an fließenden Gewässern - im Bergland eher seltener.
 | | Coenagrion puella - Hufeisen-Azurjungfer ♀ |  |
| Nr. 2020.4902kl_r | 100 % | ![4902kl_r]() | Coenagrion puella Hufeisen-Azurjungfer ♀ | 100mm; F/5.6; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Das Mühlenfließ, welches am Fundort bedingt durch den Wassermangel der letzten Jahre wohl mehr
als stehend denn fließend bezeichnet werden kann, passt damit perfekt zu den Ansprüchen des filigranen Fliegers.
 | | Coenagrion puella - Hufeisen-Azurjungfer ♂ |  |
| Nr. 2020.4938kl_r | 100 % | ![4938kl_r]() | Coenagrion puella Hufeisen-Azurjungfer ♂ | 100mm; F/5.6; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Coenagrion puella - Hufeisen-Azurjungfer ♂ |  |
| Nr. 2020.4944_45kl_r | 100 % | ![4944_45kl_r]() | Coenagrion puella Hufeisen-Azurjungfer ♂ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Larven
brauchen etwa ein Jahr für ihre Entwicklung und überwintern, bevor sie dann zwischen Mai und August schlüpfen, um dann noch bis zu vier Wochen
als "fertige" Libellen umherzustreifen und für erneuten Nachwuchs zu sorgen.
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Wie immer, wenn es um Libellen geht, gilt mein Dank für die abschließende Kontrolle meiner Bestimmung an
Andreas Th. Hein, dessen Webseite der erste Anlaufpunkt sein sollte,
wenn es um die Ordnung Odonata geht.
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| 28.06.2020 - Mein Dritter...
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Heute musste ich nicht lange wandern, um ein lohnendes Fotomotiv zu finden, denn der eigene Garten war der Aufenthaltsort meines nächsten
Fundes. Dabei bewohnt die Gemeine Ameisenjungfer eigentlich eher trockene, sandige und steinige Stellen
mit geringer Vegetation.
Wahrscheinlich hat sie gestern Abend aber einfach nur das Licht auf unserer Terrasse bei einem ihrer
nächtlichen Beutezüge von einem der sandigen Trockenrasen in der näheren Umgebung angezogen.
Neben der Dünen- und der
Geflecktflügligen Ameisenjungfer ist dies nun schon
der dritte Netzflügler aus der Familie der Ameisenjungfern, den ich hier in unmittelbarer Umgebung beobachten konnte. Dem märkischen Sand sei Dank!
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 | | Myrmeleon formicarius - Gemeine Ameisenjungfer |  |
| Nr. 2020.5994_21kl_r | 100 % | ![5994_21kl_r]() | Myrmeleon formicarius Gemeine Ameisenjungfer | 100mm; F/5 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Vielen Dank auch an Ulrike Aspöck für die Bestimmung!
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| 11.07.2020 - Auf der Suche... |
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Meine heutige Exkursion führte mich nach einer kleinen Autofahrt an einen Waldrand in der Nähe von Fürstenwalde. Ziel war der Fundort einer
seltenen Raubfliege, auf den ich durch ein paar Fotos auf der Webseite der Entomologischen
Gesellschaft ORION-Berlin aufmerksam wurde.
Zunächst fand ich vor Ort allerdings ein zauberhaftes Mosaik aus Trockenrasen, feuchten Gräben und lichtem Kiefernwald vor, welches
jeden Naturliebhaber das Herz höher schlagen lässt. Ein derart strukturreiches Biotop sieht man heutzutage nicht mehr so oft.
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 | | Lycaena virgaureae - Dukatenfalter ♀ |  |
| Nr. 2020.6339kl_r | 100 % | ![6339kl_r]() | Lycaena virgaureae Dukatenfalter ♀ | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
Als erstes fielen mir die dutzenden Dukatenfalter auf, die sich zwischen Heidenelken und Johanniskraut tummelten. Zwar ist der
kleine Tagfalter, der zu der Familie der Bläulinge gehört, in Mitteleuropa weit verbreitet, seine Vorkommen gehen aber vielerorts stark zurück.
Wie viele andere Schmetterlinge auch, gilt er daher inzwischen als stark gefährdet.
Die Art ist auf blütenreiche, magere Wiesen und Waldränder angewiesen.
Neben der Zerstörung derartiger Lebensräume dürfte aber auch der Klimawandel
für den Rückgang der Art in Mitteleuropa verantwortlich sein, da der Falter eher kühlere und feuchtere Lagen bevorzugt.
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Das Großartige an derartigen Lebensräumen für einen Naturfotografen ist die riesige Anzahl an Fotomotiven. Für mich gestaltete sich diese
Tatsache heute am Ende allerdings fast zum Problem, denn die vielen fotografischen Leckerbissen lenkten mich "ein wenig" von meiner eigentlichen
Suche ab.
 | | Lycaena virgaureae - Dukatenfalter ♂ + ♀ |  |
| Nr. 2020.6360_61kl_r | 100 % | ![6360_61kl_r]() | Lycaena virgaureae Dukatenfalter ♂ + ♀ | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Auffällig bei dieser Art ist die unterschiedliche Färbung der beiden Geschlechter. Während die Flügeloberseite beim Männchen komplett leuchtend
orange-rot gefärbt ist, weist die des Weibchens eine dunkle Musterung auf. Die Raupen des Dukatenfalters ernähren sich von diversen Ampferarten.
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 | | Platycnemis pennipes - Blaue Federlibelle ♀ |  |
| Nr. 2020.6387kl_r | 100 % | ![6387kl_r]() | Platycnemis pennipes Blaue Federlibelle ♀ | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
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Drei Grashalme weiter fiel mir tief im Gras das Weibchen einer Blauen Federlibelle auf, die auch noch unbedingt fotografiert
werden wollte - was sich am Ende, aufgrund des grasigen Umfeldes, recht schwierig gestaltete.
Zwar hatte ich die Art schon mehrmals vor der Linse (das letzte Mal hier),
aber wer kann zu so einer kleinen federbeinigen Schönheit schon nein sagen. Ein paar Infos zur Art gibt es beim
Bericht zum Erstfund.
Nun aber endlich weiter zu den gut besonnten Kiefern nebst großen Mengen an Totholz am Waldrand, dem eigentlichen Lebensraum des Objektes meiner Begierde. Doch ehe ich
dieses endlich aufspüren konnte, wurde ich auch hier schon wieder abgelenkt.
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Allerdings zog sich die Schlinge langsam enger, denn diesmal
flogen mir, mit zwei Prachtkäfer-Arten, typische Beutetiere des von mir gesuchten "Mörders" direkt vor meine Nase bzw. Linse.
Zum einen war das ein Neunfleck-Prachtkäfer, eine Art, die mir bereits einmal in den heimischen Püttbergen
begegnet ist.
 | | Phaenops cyanea - Blauer Prachtkäfer |  |
| Nr. 2020.7012kl_r | 100 % | ![7012kl_r]() | Phaenops cyanea Blauer Prachtkäfer | 100mm; F/10; 1/250s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Buprestis novemmaculata - Neunfleck-Prachtkäfer |  |
| Nr. 2020.6284kl_r | 100 % | ![6284kl_r]() | Buprestis novemmaculata Neunfleck-Prachtkäfer | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
Der andere Holzliebhaber - ein Blauer Prachtkäfer - war mir bis dato noch
nie begegnet. Zwar ein wenig kleiner als ersterer aber dafür je nach Winkel des einfallenden Lichtes wunderschön blau oder
grün glänzend, zog der flinke Käfer mich sofort in seinen Bann.
Fotografisch aber eher ein Problemkind...
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Wie die meisten Prachtkäfer sind auch diese beiden Arten in Deutschland nicht mehr allzu häufig anzutreffen. Da die Larven der Käfer ihr Larvenstadium in abgestorbenen
Bäumen verbringen, trägt hauptsächlich der Totholz-Mangel in unseren modernen Wirtschaftswäldern Schuld daran.
Genau aus demselben Grund sind auch die Vorkommen meines "Hauptmotives" in Deutschland eher rarer gesäht. Denn wo keine Nahrung vorkommt, kann auch
der Beutegreifer nicht überleben. Umso schöner, wenn es dann noch ein paar Lebensräume wie diesen hier gibt. Und hier kommt er nun endlich...
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...der kleine fliegende "Mörder".
 | | Choerades ignea - Zinnober-Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2020.6600_6kl_r | 100 % | ![6600_6kl_r]() | Choerades ignea Zinnober-Mordfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Obwohl - so klein ist die Zinnober-Mordfliege eigentlich gar nicht. Ganz im Gegenteil, unter unseren heimischen Raubfliegen ist
sie eine der größten. Im Vorbeiflug ist das imposante Insekt dann auch unmöglich zu überhören. Und genau so konnte ich den dicken Brummer dann
am Ende auch aufspüren.
 | | Choerades ignea - Zinnober-Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2020.6831_52kl_r | 100 % | ![6831_52kl_r]() | Choerades ignea Zinnober-Mordfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Choerades ignea - Zinnober-Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2020.6657_72kl_r | 100 % | ![6657_72kl_r]() | Choerades ignea Zinnober-Mordfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Danke an Herrn Rückheim für die Chance diese Fliege vor meine Linse zu bekommen und meine kleine
Galerie um eine weitere Art ergänzen zu können!
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Leider konnte ich heute nur ein Männchen finden. Da die Flugzeit der Art aber erst begonnen hat und noch bis in den September hinreicht, hoffe ich, dass
mir bei einem meiner nächsten Besuche dieses tollen Biotops noch ein Weibchen über den Weg fliegen wird.
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| 25.07.2020 - Schönow... |
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Die Raubfliegen-Saison erreicht gerade ihren Höhepunkt und es ist daher Zeit wiedermal der Schönower Heide einen Besuch
abzustatten. Das hiesige Mosaik aus Trockenrasen, offenen Sandflächen, kleineren lichten Kiefernbeständen und vor allem vielem
Totholz sind geradezu ein Eldorado für meine zweitliebsten Fotomotive.
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Als erstes begegneten mir allerdings gleich zwei potentielle Raubfliegen-Beutetiere. Sowohl die Larven des Großen Kiefernprachtkäfers als
auch die des Achtfleck-Prachtkäfers werden von den Larven verschiedener Raubfliegen im abgestorbenen Holz gejagt.
Und zumindest der
Achtfleck-Prachtkäfer passt auch ins Beuteschema der Raubfliegen-Imagines. Der Große Kiefernprachtkäfer dürfte mit 3 cm Länge dagegen deutlich zu groß
für die fliegenden Räuber sein.
 | | Chalcophora mariana - Großer Kiefernprachtkäfer |  |
| Nr. 2020.7063_65kl_r | 100 % | ![7063_65kl_r]() | Chalcophora mariana Großer Kiefernprachtkäfer | 100mm; F/9 (DFF); 1/320s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Buprestis octoguttata - Achtfleck-Prachtkäfer |  |
| Nr. 2020.7041kl_r | 100 % | ![7041kl_r]() | Buprestis octoguttata Achtfleck-Prachtkäfer | 100mm; F/8; 1/60s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Der größte einheimische Prachtkäfer ist äußerst selten, mir hier in der Heide aber
schon einmal begegnet. Auch den Achtfleck-Prachtkäfer hatte
ich schon vor der Linse, allerdings noch nie in der Schönower Heide.
Die beiden
Links im vorherigen Absatz führen außer zu den Fotos vergangener Begegnungen auch zu ein paar Infos zu der jeweiligen Art.
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Raubfliegentechnisch war alles unterwegs, was Rang und Namen hat. Die meisten hatte ich allerdings irgendwann
schon einmal vor meiner Linse. Eine Ausnahme bildete der berühmte "Fund auf dem Nachhauseweg". Die Ausrüstung schon eingepackt, saß doch
tatsächlich ein Weibchen einer Gold-Raubfliege am Wegesrand.
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| 28.07.2020 - "On Tour" mit dem Sohn... |
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...und zwar mit dem Fahrrad immer an der S-Bahn entlang. Meinen guten Vorsätzen für dieses Jahr folgend, war die Kamera mit an Bord. Denn ein paar lohnenswerte Motive
findet man auf jeden Fall immer.
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Und gleich nach dem Start kreuzte auch schon eine Raupe des Buchen-Streckfuß unseren Weg. Selbst vom Fahrrad aus, war diese
gelbe Wuschelbürste schon von Weitem aus zu erkennen - obgleich mit nur 2,5 cm Länge ziemlich klein und noch gar nicht ausgewachsen.
Der Falter kommt fast in ganz Europa vor und ist überall häufig. Er lebt vor allem in Laubwäldern, aber auch in Parks und Gärten, wo seine Raupe sich von
diversen Laubgehölzen ernährt.
 | | Calliteara pudibunda - Buchen-Streckfuß |  |
| Nr. 2020.7597kl_r | 100 % | ![7597kl_r]() | Calliteara pudibunda Buchen-Streckfuß | 100mm; F/13; 1/320s; ISO 2500
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Cynaeda dentalis - Zahnbindenzünsler |  |
| Nr. 2020.7579_82kl_r | 100 % | ![7579_82kl_r]() | Cynaeda dentalis Zahnbindenzünsler | 100mm; F/9 (DFF); 1/320s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
Das zweite Motiv fotografierte ich bei der Rast auf einer Trockenwiese, während sich mein Sohn auf der Jagd nach Heuschrecken befand. Wieder handelte es sich
um einen Falter, diesmal allerdings aus der Familie der Zünsler und weit weniger auffällig. Aber auch der Zahnbindenzünsler ist in ganz Europa verbreitet und
sofern geeignete Habitate vorhanden sind auch häufig. Die Art bevorzugt offene, eher trockene Biotope auf meist sandigen Böden.
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Die Raupen ernähren sich von einigen ausgewählten Raublattgewächsen, wobei sich die Raupe meines Fundes
sicherlich am Gewöhnlichen Natternkopf satt gefressen haben dürfte, der gerade überall auf der Wiese in voller Blüte stand.
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| 16.08.2020 - Zufallsfund... |
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Heute ging es wieder an den "Mordfliegen-Waldrand" - auf die Suche nach dem fehlenden Weibchen der Zinnober-Mordfliege. Nachdem ich mich
beim letzten Mal sehr von der üppigen Insektenfauna ablenken habe lassen und nur ein Männchen aufspüren konnte, wollte ich
mich heute voll und ganz aufs Suchen konzentrieren.
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Leider waren die guten Vorsätze aber schnell vergessen, denn schon nach ein paar Metern hüpfte mir ein ziemlich "dickes Ding" vor
die Füße. Ich erkannte es sofort als Warzenbeißer und der musste natürlich auf meinen Chip gebannt werden.
Die zu den Langfühlerschrecken gehörende Art ist zwar in ganz Europa und Asien verbreitet, aber zumindest hier in Deutschland
gebietsweise schon verschwunden, da
geeignete Lebensräume immer seltener werden.
 | | Lacerta agilis - Zauneidechse (Jungtier) |  |
| Nr. 2020.8138bkl | 100 % | ![8138bkl]() | Lacerta agilis Zauneidechse (Jungtier) | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Decticus verrucivorus - Warzenbeißer ♀ |  |
| Nr. 2020.8186kl_r | 100 % | ![8186kl_r]() | Decticus verrucivorus Warzenbeißer ♀ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Die bis zu 4 cm großen Tiere bevorzugen vor allem niedrig wachsende Berg- und
Trockenrasen, werden aber auch auf Feuchtwiesen und Ackerbrachen angetroffen. Sie ernähren sich
hauptsächlich von Insekten, verschmähen aber auch Grünkost nicht.
Anders ist es bei meinem nächsten Motiv, einer jungen Zauneidechse. Bei ihr steht ausschließlich
Fleisch auf dem Speiseplan. Noch nicht ganz aufgewärmt, lies sie mich sehr dicht an sich ran. Ein paar Infos zur Art gibt es hier.
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Nun aber genug der Ablenkung und ab zum Totholz. Und sieh an, was sitzt da gleich an der ersten Kiefer...
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...eine Raubfliege. Allerdings war es wieder nicht das Weibchen meiner Begierde, sondern eine Dame einer Karminroten Mordfliege.
Meine Freude war dennoch genauso groß, denn zum einen ist diese Art genauso selten, wie die eigentlich gesuchte Zinnober-Mordfliege und
zum anderen fehlte mir auch hier bis dato noch das Weibchen in meiner Galerie.
Das Männchen hatte ich bereits vor ein paar Jahren in der Schönower Heide beobachten können.
 | | Choerades gilva - Karminrote Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2020.8239_62bkl_r | 100 % | ![8239_62bkl_r]() | Choerades gilva Karminrote Mordfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Choerades gilva - Karminrote Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2020.8306_23kl_r | 100 % | ![8306_23kl_r]() | Choerades gilva Karminrote Mordfliege ♀ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Im Bericht von 2016 gibt es auch ein paar Infos zur Art und natürlich Fotos
zum männlichen Gegenstück.
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Am Ende blieb es auch der einzige fliegende "Mörder" des Tages. Ich komme also auf jeden Fall wieder...
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| 24.08.2020 - Jetzt aber... |
 | | Choerades ignea - Zinnober-Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2020.8614_36kl_r | 100 % | ![8614_36kl_r]() | Choerades ignea Zinnober-Mordfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Neben mindestens drei Männchen war auch das lang ersehnte Weibchen dabei. Alle lauerten an besonnten Stellen auf ihre Beute
oder versuchten mit lautem Gebrumme ebendieser nachzustellen.
Für dieses einmalige Schauspiel hat sich die mehrmalige Anreise wirklich gelohnt - von der wunderschönen Natur mal ganz abgesehen.
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Eine Woche ging ins Land und schon wieder war ich an meinem neuen Lieblingswaldrand unterwegs. Wenn es um ein gesuchtes Motiv
geht, kann ich sehr hartnäckig sein. Und diesmal hatte ich dann auch wirklich Glück!
Am vermuteten Aufenthaltsort waren heute sogar gleich mehrere Exemplare der Zinnober-Mordfliege unterwegs.
 | | Choerades ignea - Zinnober-Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2020.8514_40kl_r | 100 % | ![8514_40kl_r]() | Choerades ignea Zinnober-Mordfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Hier gibt es auf jeden Fall noch eine Menge zu entdecken. Auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr!
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| 29.08.2020 - Seltene Räuber... |
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Nachdem ich in Sachen Raubfliegen-Suche anhand von Nachweisen der Entomologischen
Gesellschaft ORION-Berlin beim letzen Mal so erfolgreich war, beschloss ich einer weiteren Art auf dieser Weise für meine kleine
Galerie fotografisch habhaft zu werden. Auch dieses Mal war mir der Autor
der ORION-Webseiten-Fotos gerne wieder behilflich und zeigte mir heute sogar persönlich den Fundort am Stadtrand von Eberswalde.
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 | | Laphria gibbosa - Große Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2020.9539_62bkl_r | 100 % | ![9539_62bkl_r]() | Laphria gibbosa Große Mordfliege ♂ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Ein fast 3 cm großes Männchen landete lautstark auf einem von der Abendsonne beschienenen Kiefernast vor mir. Und dabei sollte
es nicht bleiben. Weitere Exemplare, unter ihnen auch ein Weibchen, tauchten auf einmal scheinbar aus dem Nichts auf.
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Eine Stunde beharrlicher Suche später war es dann auch "schon" so weit. Mit dem Gebrumm, welches dem einer dicken Hummel glich, flog
mir die erste Große Mordfliege meines Lebens direkt vor die Nase. Was für ein riesiges Teil!
 | | Laphria gibbosa - Große Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2020.1005_19kl_r | 100 % | ![1005_19kl_r]() | Laphria gibbosa Große Mordfliege ♂ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Laphria gibbosa - Große Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2020.0636_55bkl_r | 100 % | ![0636_55bkl_r]() | Laphria gibbosa Große Mordfliege ♀ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Als Bewohner lichter und halboffener trockenwarmer Wälder sind ihre Larven auf ausreichend abgestorbene Bäume angewiesen, in dem diese
den Larven totholzbewohnender Käfer nachstellen. Die Kiefernbestände des sandigen Nordostdeutschen Tieflandes sind dabei
ein Verbreitungsschwerpunkt der Art.
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Vielleicht war der nachlassende Wind die Ursache für die plötzliche Aktivität. Egal! Auf jeden
Fall ein voller Erfolg für mich und meine Galerie.
Zumal es sich hier um eine äußerst seltene Raubfliege handelt.
Das große Insekt steht als "stark gefährdet" auf der Roten Liste Deutschlands.
 | | Laphria gibbosa - Große Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2020.9782_90kl_r | 100 % | ![9782_90kl_r]() | Laphria gibbosa Große Mordfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Dasselbe gilt für den Zufallsfund des heutigen Tages, mit dem keiner von uns beiden hier gerechnet hätte. Auch die Schwarze Mordfliege
bevorzugt ähnliche Habitate und ist augenblicklich mit demselben Status auf der Roten Liste zu finden.
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 | | Andrenosoma atrum - Schwarze Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2020.0304_42kl_r | 100 % | ![0304_42kl_r]() | Andrenosoma atrum Schwarze Mordfliege ♀ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Andrenosoma atrum - Schwarze Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2020.0529_66bkl_r | 100 % | ![0529_66bkl_r]() | Andrenosoma atrum Schwarze Mordfliege ♀ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Nicht ganz so groß wie die vorherige Art, aber dieser
in keinster Weise an Imposanz nachstehend, setzte sich auf einmal ein Weibchen des kleinen fliegenden Räubers auf einen Ast zu meinen Füßen, die sich eigentlich
schon auf dem Heimweg befanden. Unverhofft kommt oft!
Was für ein Tag! Sensationelle fotografische Ausbeute und ein zufriedener Sohn, der viel Spaß in der Natur hatte und mit meinem Begleiter, Herrn Rückheim, einen
Kenner der hiesigen Heuschreckenfauna zum Ausfragen und "Fachsimpeln" noch dazu. Ich sage nur "Gefleckte Keulenschrecke" ;-)
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| 07.09.2020 - Das fehlende Männchen... |
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Vom Fund der Art nahe Eberswalde angefixt, ging es heute einmal mehr in die etwas näher gelegenere
Schönower Heide auf der Suche nach einem Männchen der Schwarzen Mordfliege für
meine Galerie.
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 | | Andrenosoma atrum - Schwarze Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2020.1316_41kl_r | 100 % | ![1316_41kl_r]() | Andrenosoma atrum Schwarze Mordfliege ♂ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Meist
auf am Boden liegenden und von der Sonne ausgetrockneten Kiefernzweigen nach Beute ansitzend, warten
die Tiere scheinbar nur auf einen Fotografen.
Dieser ließ sich natürlich nicht lang bitten und war sofort Feuer und Flamme. Nur der Rest des Ausflugspersonals
musste sich ab und an etwas gedulden - aber das kennt man ja schon.
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Was soll ich sagen: Wer sucht, der findet! Dass die Art vor Ort vorkommt, wusste ich bereits. Allerdings ist sie
mir hier bisher bei meinen vielen Besuchen noch nie vor die Linse gekommen. Bis jetzt!
Beim ungezwungenen
Spaziergang mit der Familie flogen mir diesmal nämlich gleich mehrere Exemplare des hübschen Räubers über den Weg.
 | | Andrenosoma atrum - Schwarze Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2020.1291_15kl_r | 100 % | ![1291_15kl_r]() | Andrenosoma atrum Schwarze Mordfliege ♂ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Das erhoffte Männchen war am Ende natürlich auch dabei. Ohne dem wäre ich aber auch nicht heimgefahren ;-)
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| 13.09.2020 - Fransen... |
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Eine Wunsch-Raubfliege für dieses Jahr war mir noch nicht in mein fotografisches Netz gegangen und dass, obwohl ich inzwischen schon
dreimal in der Lietzengrabenniederung unterwegs war, wo die Fransen-Mordfliege laut der Webseite der Entomologischen
Gesellschaft ORION-Berlin vorkommen sollte.
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Aber wieder sollte sich die alte Weisheit bewahrheiten, dass dem Tüchtigen irgendwann das Glück hold ist.
Nachdem ich bei meinen letzten zwei Besuchen auch nach Stunden der Suche kein einziges Exemplar aufspüren konnte, wimmelte es heute förmlich von ihnen.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Raubfliegen, die ich bereits vor meiner Linse hatte, lebt diese Art vorwiegend in Laubwäldern, die hier in Brandenburg
eher selten sind.
 | | Choerades fimbriata - Fransen-Mordfliege ♀ |  |
| Nr. 2020.2415_34kl_r | 100 % | ![2415_34kl_r]() | Choerades fimbriata Fransen-Mordfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Choerades fimbriata - Fransen-Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2020.2288_23bkl_r | 100 % | ![2288_23bkl_r]() | Choerades fimbriata Fransen-Mordfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Lichte, wärmebegünstigte Eichen- und Buchenbestände werden dabei bevorzugt. Die hier im NSG noch teilweise
intakten Bestände an Eichen-Hutewald bieten sich als Lebensraum da regelrecht an.
Wie bei allen Raubfliegen ernähren sich auch die Larven dieses etwas kleineren Vertreters seiner Familie räuberisch in Totholz, welches
in der heutigen Zeit meist Mangelware ist - unseren "aufgeräumten" Wirtschaftswäldern sei Dank.
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Wie am Funddatum unschwer zu erkennen ist, fliegt der gefranste Räuber auch noch sehr spät im Jahr. Es wurden schon Exemplare im Oktober gefunden.
Vielen Dank an Dr. Wöhrl fürs bereitwillige Teilen der Fundortdaten. Unser netter Plausch beim zufälligen Treffen vor Ort wird vor allem unserem
Sohn noch lange im Gedächtnis bleiben. Im nächsten Jahr sieht man sich hoffentlich mal wieder - dann auch mit dem Wissen, wer da gerade vor einem steht ;-)
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| 23.05.2021 - Wulkow im Frühling...
Der erste Ausflug dieses Jahres führte mich nach Wulkow, um dieses tolle Biotop - nach dessen "Entdeckung" im
letzten Sommer -
auch mal im Frühling erleben zu können. Zwar ist es inzwischen schon Ende Mai, aber die Natur ist in diesem Jahr aufgrund der sehr kühlen
letzten Wochen noch ein wenig hinterher.
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 | | Dioctria rufipes - Höcker-Habichtsfliege ♀ |  |
| Nr. 2021.5021_31kl_r | 100 % | ![5021_31kl_r]() | Dioctria rufipes Höcker-Habichtsfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Dioctria rufipes - Höcker-Habichtsfliege ♀ |  |
| Nr. 2021.5049_57kl_r | 100 % | ![5049_57kl_r]() | Dioctria rufipes Höcker-Habichtsfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Deshalb war auch auf den Trockenwiesen noch nicht viel los, umso mehr dafür an den feuchteren Stellen und Rändern des
Wassergrabens, der das Gebiet teilweise abgrenzt.
Neben vielen anderen Kleingetier habe ich mich sehr gefreut, hier wieder eine Raubfliege zu finden, die mir bisher in
meiner Galerie fehlte.
Zwar ist die hübsche Höcker-Habichtsfliege überall in Deutschland weit verbreitet und hier auch regelmäßig anzutreffen,
trotzdem mir bisher noch nie über den Weg geflogen. Die heimischen Habichtsfliegen lassen sich nicht leicht unterscheiden.
Für Interessierte bieten hier "Die Raubfliegen Deutschlands" von
Quelle & Meyer sowie der Online-Bestimmungsschlüssel von Fritz Geller-Grimm einen
ersten recht übersichtlichen Einstieg.
 | | Dioctria rufipes - Höcker-Habichtsfliege ♂ |  |
| Nr. 2021.5094_04kl_r | 100 % | ![5094_04kl_r]() | Dioctria rufipes Höcker-Habichtsfliege ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Neben den vielen Krabblern sind mir auch einige botanische Kostbarkeiten aufgefallen, welche aber erst am Anfang ihrer Blüteperiode waren, so dass
auf jeden Fall ein weiterer Besuch in den nächsten Wochen ansteht.
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| 29.05.2021 - Botanisches Wulkow...
Frei nach dem Lied "Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder" brachte auch mir der Frühling - wenn auch etwas spät - die Blumen,
genauer gesagt, ein paar botanische Kostbarkeiten, mit denen ich nicht gerechnet hätte.
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Schon bei meinem letzten Besuch in Wulkow waren mir die kleinen Veilchen aufgefallen, die damals aber noch nicht ihre Blütenpracht
zeigten. Heute war mir aber das Glück hold - allerdings musste ich erst ein wenig suchen, denn das Gras war inzwischen so hoch gewachsen, dass
die einzelnen Gräben-Veilchen Pulke dazwischen gar nicht mehr so leicht zu finden waren.
 | | Viola stagnina - Graben-Veilchen |  |
| Nr. 2021.5565kl_r | 100 % | ![5565kl_r]() | Viola stagnina Graben-Veilchen | 100mm; F/3.5; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Das hübsche Veilchen bevorzugt feucht-nasse, nährstoffreiche, kalkarme und humose Böden und gilt aufgrund seiner extremen Seltenheit in Deutschland
als stark gefährdet.
 | | Viola stagnina - Graben-Veilchen |  |
| Nr. 2021.5529kl_r | 100 % | ![5529kl_r]() | Viola stagnina Graben-Veilchen | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Viola stagnina - Graben-Veilchen |  |
| Nr. 2021.5562kl_r | 100 % | ![5562kl_r]() | Viola stagnina Graben-Veilchen | 100mm; F/6.3; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Art ist in Deutschland sehr selten und hier nur in isolierten Einzelvorkommen vertreten. Als typische Stromtalpflanze kommt
sie insbesondere in den Tälern unserer großen Flüsse vor. Hier wächst sie auf Moorwiesen und wie hier in Wulkow, an Grabenrändern - daher auch
der deutsche Name der Pflanze.
 | | Viola stagnina - Graben-Veilchen |  |
| Nr. 2021.5576kl_r | 100 % | ![5576kl_r]() | Viola stagnina Graben-Veilchen | 100mm; F/10; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Das Vorkommen in dieser Gegend scheint aber laut FloraWeb schon länger bekannt zu sein. Umso schöner, dass ich es nun auch kenne.
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Ein weiteres botanisches Highlight - zumindest für mich - blühte mit einigen Dutzend Exemplaren gleich im Graben daneben. Bisher war mir die Wasserfeder nur einmal
von sehr weitem beim Blick aus einem
Zugabteil begegnet, als ich vor einigen Jahren durch den Spreewald fuhr.
Der hübsche Vertreter aus der Familie der Primelgewächse ist zwar nicht so selten wie obige botanische Kostbarkeit, aber aufgrund ihrer Vorliebe für seichte, relativ nährstoffarme Gewässer der Ebenen,
nur noch zerstreut in Mitteleuropa anzutreffen. In Deutschland gilt die Art sogar als "besonders geschützt".
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 | | Hottonia palustris - Wasserfeder |  |
| Nr. 2021.5602bkl_r | 100 % | ![5602bkl_r]() | Hottonia palustris Wasserfeder | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Hottonia palustris - Wasserfeder |  |
| Nr. 2021.5606kl_r | 100 % | ![5606kl_r]() | Hottonia palustris Wasserfeder | 100mm; F/6.3; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
|
 | | Hottonia palustris - Wasserfeder |  |
| Nr. 2021.5591bkl_r | 100 % | ![5591bkl_r]() | Hottonia palustris Wasserfeder | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
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Der Großteil der Pflanze, so auch die namensgebenden stark gefiederten Blätter, befinden sich unter der Wasseroberfläche. Nur zur Blütezeit ragen
die ca. 30 - 50 cm langen Stängel mit ihren hübschen rosa gefärbten
Blüten aus dem Wasser. Die meiste Zeit des Jahres ist diese Kostbarkeit für den Menschen also quasi unsichtbar.
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Ein Tierchen ist mir dann allerdings doch noch ein Foto wert gewesen. Auch wenn ich nun im Laufe meines Fotografenlebens schon gefühlt zirka zwanzig Zauneidechsen vor der Linse
hatte, kann ich einfach nicht an den kleinen Drachen vorbeigehen, ohne wenigstens einen Schnappschuss zu machen.
So also auch diesmal. Und sehr scheu war der kleine Geselle auch nicht. Nur gleichzeitig Kopf und Schwanz ins Bild zu bekommen, ohne dabei die Ästhetik ganz außer Acht zu lassen, war nicht so einfach - zumal
noch dazu die Zeit drängte, denn inzwischen hatte sich recht schnell der Himmel begonnen zu verdunkeln...
Ein paar Infos zur Art gibt es in meinen älteren Posts - hier und hier.
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 | | Lacerta agilis - Zauneidechse |  |
| Nr. 2021.5661kl_r | 100 % | ![5661kl_r]() | Lacerta agilis Zauneidechse | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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Fazit des heutigen Tages: Wieder mal ein äußerst erfolgreicher Ausflug nach Wulkow!
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| 30.05.2021 - Prächtiges Erpetal...
Schon im letzten Jahr hatten wir im Rahmen eines Familiensonntagsausfluges das NSG Erpetal besucht. Am Berliner Stadtrand gelegen, schlängelt sich hier
idyllisch das Neuenhagener Mühlenfließ - noch recht naturbelassen - durch satte Wiesen. Ein Rundweg um die Heidemühle lädt dabei an vielen Stellen zum
Verweilen ein und ist vor allem für Naturfotografen ein echtes Motiv-Eldorado.
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 | | Calopteryx splendens - Gebänderte Prachtlibelle ♀ |  |
| Nr. 2021.5701kl_r | 100 % | ![5701kl_r]() | Calopteryx splendens Gebänderte Prachtlibelle ♀ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Tiere besiedeln vor allem träge fließende Gewässer mit ausreichend vorhandener Ufervegetation, sind allerdings etwas wärmeliebender, als die auch in Deutschland
vorkommende Blauflügel-Prachtlibelle, welche ähnliche Lebensraumansprüche hat. Leider sind die Bestände beider Arten insbesondere durch Gewässer-Verschmutzung vielerorts
zurückgegangen.
|
Viele Insekten finden hier einen wunderbaren Lebensraum vor, allen voran eine Hundertschaft von Libellen, die einen den ganzen Weg entlang begleitet.
Bei strahlendem Sonnenschein waren die fliegenden Räuber allerdings besonders aktiv und so hat es nur ein Pärchen Gebänderter Prachtlibellen auf meinen
Chip geschafft.
 | | Calopteryx splendens - Gebänderte Prachtlibelle ♂ |  |
| Nr. 2021.5721bkl_r | 100 % | ![5721bkl_r]() | Calopteryx splendens Gebänderte Prachtlibelle ♂ | 100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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In Deutschland steht die Art unter Naturschutz und wird, wie alle Libellen, als "besonders geschützt" geführt.
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| 05.06.2021 - Am Störitzsee...
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 | | Dioctria hyalipennis - Gemeine Habichtsfliege ♂ |  |
| Nr. 2021.5915_23kle_r | 100 % | ![5915_23kle_r]() | Dioctria hyalipennis Gemeine Habichtsfliege ♂ | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Jedoch habe ich wenigstens einmal die Zeit genutzt, um endlich ein paar Fotos der Gemeinen Habichtsfliege
zu machen, die ich sonst immer - aufgrund ihrer Häufigkeit - recht
stiefmütterlich behandelt habe und daher noch keine anspruchsvollen Fotos hatte.
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Die Suche nach Raubfliegen hat mich heute an den nahe gelegenen Störitzsee verschlagen, da es von dort sehr alte Fundmeldungen einer
Habichtsfliegen-Art gibt, die mir bisher in meiner Galerie noch fehlt.
Leider
bin ich aber nicht fündig geworden.
 | | Dioctria hyalipennis - Gemeine Habichtsfliege ♀ |  |
| Nr. 2021.5972_84kl_r | 100 % | ![5972_84kl_r]() | Dioctria hyalipennis Gemeine Habichtsfliege ♀ | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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|
Da das Glück ja aber bekanntlich mit dem Tüchtigen ist und unverhofft oft kommt, habe ich am Ende auf einem der vielen von mir abgelaufenen Waldwege
mit einer beachtlichen Anzahl Gemeiner Grauchwichte dann noch eine Art gefunden, von der mir bisher zumindest noch ein Foto des Männchens fehlte,
die ich hier allerdings nie erwartet hätte, da ich die Art bisher nur von offenen, sonnigen, sandigen Biotopen kannte.
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 | | Lasiopogon cinctus - Gemeiner Grauwicht ♀ |  |
| Nr. 2021.6025_38bkl_r | 100 % | ![6025_38bkl_r]() | Lasiopogon cinctus Gemeiner Grauwicht ♀ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
|
 | | Lasiopogon cinctus - Gemeiner Grauwicht ♂ |  |
| Nr. 2021.6312_32kl_r | 100 % | ![6312_32kl_r]() | Lasiopogon cinctus Gemeiner Grauwicht ♂ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
|
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Auch wenn ich das Objekt meiner Begierde heute nicht finden konnte, war es raubfliegen-technisch für mich einmal mehr trotzdem erfolgreich. Und außerdem gab es ja auch noch ein paar andere 6-beinige Motive.
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 | | Coenagrion puella - Hufeisen-Azurjungfer ♂ |  |
| Nr. 2021.5779bkl_r | 100 % | ![5779bkl_r]() | Coenagrion puella Hufeisen-Azurjungfer ♂ | 100mm; F/4.5; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Zum anderen fielen mir im Vorbeigehen ein paar glänzend rote Punkte auf einem Maiglöckchen-Pulk am Wegesrand in den Augenwinkel.
 | | Lilioceris merdigera - Maiglöckchenhähnchen |  |
| Nr. 2021.6642_46kl_r | 100 % | ![6642_46kl_r]() | Lilioceris merdigera Maiglöckchenhähnchen | 100mm; F/9 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
|
Zum einen entdeckte ich am Wegrand ein Männchen der allseits beliebten und schon mehrfach von mir
abgelichteten Hufeisen-Azurjungfer - an der ich aber auch diesmal nicht vorbeigehen konnte.
 | | Lilioceris merdigera - Maiglöckchenhähnchen |  |
| Nr. 2021.6647_55kl_r | 100 % | ![6647_55kl_r]() | Lilioceris merdigera Maiglöckchenhähnchen | 100mm; F/9 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Natürlich wusste ich sofort, um was es sich handelt,
denn nach dem Maiglöckchenhähnchen hatte ich nun schon ein paar Jahre gesucht, damit meine Hähnchen-Sammlung nach den
eins,
zwei,
drei
Spargelhähnchen endlich mal wieder Zuwachs bekommt.
Man findet den hübschen kleinen Käfer von April bis September an einigen Lilien- und Lauchgewächsen, von denen sich auch die Larven ernähren. Letztere sind
aber meist gar nicht als solche zu erkennen, da diese sich - zur Abwehr von Fressfeinden - häufig unter einer Hülle von eigenem Kot verstecken. Lecker!
Nun fehlt nur noch das Lilienhähnchen.
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| 14.06.2021 - Alabaster...
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|
Heute führte mich der Hinweis von Herrn Rückheim (ORION-Berlin) an den Rand der NSG "Swatzke- und Skabyberge".
Laut ihm sollte hier auf einer Trockenwiese um diese Jahreszeit
die von mir schon lange gesuchte Alabasterfliege zu finden sein.
Und tatsächlich, nach "nur" zweistündigem Ablaufens jedes einzelnen Quadratmeters der Wiese fand ich ein einzelnes Weibchen. Vermutlich war die
Flugzeit in diesem Jahr einfach doch schon vorbei.
 | | Pamponerus germanicus - Alabasterfliege ♀ |  |
| Nr. 2021.6672_83kl_r | 100 % | ![6672_83kl_r]() | Pamponerus germanicus Alabasterfliege ♀ | 100mm; F/9 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Pamponerus germanicus - Alabasterfliege ♀ |  |
| Nr. 2021.6711_24kl_r | 100 % | ![6711_24kl_r]() | Pamponerus germanicus Alabasterfliege ♀ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Gut also, dass ich trotzdem so viel Geduld beim Suchen hatte und wenigsten noch ein Tier aufspüren konnte. Der Rest der Familie hatte ihre Mithilfe
bereits nach einer halben Stunde eingestellt und es sich stattdessen auf einer Picknick-Decke gemütlich gemacht.
Mit einer Größe von bis zu 2 cm ist die Alabasterfliege eine der größten heimischen Raubfliegenarten und so im Fluge
auch schon von weitem sicht- und hörbar.
|
|
Durch ihre relativ dunkle Färbung und die
teilweise undurchsichtigen, weiß-gefärbten Flügel, ist sie im Gegensatz zu vielen anderen Arten auch relativ leicht "im Feld" bestimmbar.
In Deutschland ist die Fliege fast
überall anzutreffen, aber nur sehr zerstreut und nicht besonders häufig. Dabei liegen die meisten Fundorte in
tieferen Lagen.
Auf dem Weg zum Auto gab es dann noch eine Überraschung in Form eines Männchens der Kleinen Mordfliege, nach dem ich schon seit Jahren her
bin. Leider entpuppte sich aber jede bisherige Sichtung eines Mordfliegenmännchens von dieser Größe am Ende als
Gemeine Mordfliege. Beide Arten lassen sich am besten durch
die Farbe ihres "Bartes" unterscheiden. Beim heutigen Fund war er tatsächlich mal weiß und nicht, wie sonst immer, gelb.
|
 | | Choerades femorata - Kleine Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2021.6834_44bkl_r | 100 % | ![6834_44bkl_r]() | Choerades femorata Kleine Mordfliege ♂ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
|
| Ein paar Infos zum Mordfliegen-Artenpaar gibt es im Bericht zu meiner Erstsichtung in den Püttbergen.
|


| 28.06.2021 - Kienbaum...
Auch das Ziel der heutigen Exkursion war wieder ein Tipp von Herrn Rückheim - diesmal allerdings ohne bestimmte Arten anzuzeigen. Lediglich die Angabe auf
einer offen gelassenen Energietrasse eine große Vielfalt von Insekten vorzufinden, lies mich mein Auto samt Familie zum "Ausflug" her steuern. Was für ein Satz!
|
 | | Bicolorana bicolor - Zweifarbige Beißschrecke ♀ |  |
| Nr. 2021.7309kl_r | 100 % | ![7309kl_r]() | Bicolorana bicolor Zweifarbige Beißschrecke ♀ | 100mm; F/5.6; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Normalerweise haben die Tiere sehr kurze Flügel, allerdings kommen selten auch
langflügelige Exemplare vor - wie hier in diesem Fall.
Nummer Zwei war ein Weibchen der Großen Goldschrecke. Bei dieser Kurzfühlerschrecke tritt ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus auf.
Während die Weibchen, wie hier,
grau-braun gefärbt sind, zeichnen sich die Männchen durch eine grüne, leicht metallisch schimmernde Färbung aus.
Die Art besiedelt meist feuchte Lebensräume, kommt aber auch mit trockeneren Biotopen zurecht.
 | | Spiris striata - Gestreifter Grasbär ♀ |  |
| Nr. 2021.7299kl_r | 100 % | ![7299kl_r]() | Spiris striata Gestreifter Grasbär ♀ | 100mm; F/5.6; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Für meinen Sohn, den kleinen Heuschrecken-Liebhaber, entpuppte sich der Ausflug als ein Volltreffer. Denn der Großteil, der "angedrohten" Insektenvielfalt
waren seine hüpfenden Lieblinge. Nur leider waren die meisten bei der Hitze viel zu aktiv, um von ihnen anspruchsvolle Fotos machen zu können.
Zwei sind es dann aber trotzdem geworden und
die haben es sogar auf die Fotoseiten der Entomologischen Gesellschaft ORION Berlin geschafft - natürlich
erst nach Sohnemann's fachmännischen Bestimmung. Vielen Dank an Herrn Rückheim für die Bestätigung!
Nummer Eins war eine weibliche Zweifarbige Beißschrecke. Die Art ist in Deutschland recht häufig und
bevorzugt trockenwarme, höherwüchsige Wiesen und Randgebiete von Trockenwäldern.
 | | Chrysochraon dispar - Große Goldschrecke ♀ |  |
| Nr. 2021.7276kl_r | 100 % | ![7276kl_r]() | Chrysochraon dispar Große Goldschrecke ♀ | 100mm; F/10; 1/320s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
Der nächste schöne Fund war ein Weibchen des Gestreiften Grasbären, welches ich nur entdeckte, weil es unvorsichtigerweise vor mir aufflog, statt sich weiter gut
getarnt im trockenen Gras zu verbergen.
 | | Spiris striata - Gestreifter Grasbär ♀ |  |
| Nr. 2021.7290_01kl_r | 100 % | ![7290_01kl_r]() | Spiris striata Gestreifter Grasbär ♀ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Auch bei diesem Vertreter der Bärenspinner unterscheiden sich Männchen und Weibchen deutlich. Während die männlichen Falter die namensgebenden Streifen tragen, sind
die Weibchen zwar genauso hellgelb, aber weitgehend ungezeichnet.
Die hübschen Falter kommen in ganz Europa vor, sind aber aufgrund ihrer Vorliebe für besonders sonnige, sandige und offene Gras-Lebensräume meist
nur regional anzutreffen - dann jedoch oft gleich in größeren Mengen. Die Art fliegt in ein oder zwei Generationen ab Mai bis in den September hinein.
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Nun kommt noch mein Highlight des Tages. Denn auch für mich war etwas dabei und zwar mit einem Pärchen der Gold-Raubfliege gleich
was ganz besonderes.
 | | Machimus chrysitis - Gold-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2021.7319_35kl | 100 % | ![7319_35kl]() | Machimus chrysitis Gold-Raubfliege ♂ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Auch nach dieser Art war ich schon lange auf der Suche - nur halt nie zur richtigen Zeit am richtigen Platz.
 | | Machimus chrysitis - Gold-Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2021.7523_38kl_r | 100 % | ![7523_38kl_r]() | Machimus chrysitis Gold-Raubfliege ♀ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Machimus chrysitis - Gold-Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2021.7389_01kl_r | 100 % | ![7389_01kl_r]() | Machimus chrysitis Gold-Raubfliege ♂ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Denn obwohl diese große, seltene Raubfliege im märkischen Sand eines Ihrer Hauptverbreitungsareale in Deutschland hat, ist mir
die Art bisher nur in Form eines einzelnen Weibchens untergekommen.
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Heute sah die Sache jedoch ein wenig anders aus, schließlich kreuzten auf der Energietrasse, außer meinem fotogenen Pärchen, noch mindestens 10 weitere Exemplare meinen Weg. Ein tolles Erlebnis, denn
mit bis zu 2,5 cm Körperlänge sind die Fliegen nicht gerade unauffällig unterwegs.
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| 05. - 10.07.2021 - Rügen...
Nachdem wir die letzten Jahre in Sachen Ostsee die "Badewanne der Berliner" unsicher gemacht haben, sind wir diesmal ein paar Meter weiter
gefahren und haben statt auf Usedom unseren Sommerurlaub auf der schönen Insel Rügen verbracht. Bei nicht so traumhaften Wetter war
meine Fotoausbeute aber leider eher mager.
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 | | Atolmis rubricollis - Rotkragen-Flechtenbärchen |  |
| Nr. 2021.7880kl_r | 100 % | ![7880kl_r]() | Atolmis rubricollis Rotkragen-Flechtenbärchen | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 2500
Canon EOS 5D Mark IV |
Auf der Wanderung rund um die Feuersteinfelder bei Mukran konnte sich mein Botaniker-Herz an einem großen Vorkommen von
Salbei-Gamander erfreuen. Dieser hübsche Lippenblüter war mir bisher - vor vielen Jahren - nur einmal im Harz
begegnet. Seine Hauptverbreitungsgebiet in Deutschland ist der Süden und Westen. Im Norden kommt er eher selten vor.
 | | Cucullia scrophulariae - Braunwurz-Mönch |  |
| Nr. 2021.7777_78kl_r | 100 % | ![7777_78kl_r]() | Cucullia scrophulariae Braunwurz-Mönch | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/320s; ISO 4000
Canon EOS 5D Mark IV |
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Ein paar Bilder sind es dann aber doch geworden. Das erste zeigt ein Rotkragen-Flechtenbärchen, welches uns auf
einem Ausflug zum Königsstuhl begegnete. Der hauptsächlich nachtaktive Falter aus der Familie der Bärenspinner saß auf einer Brennnessel am Wegesrand.
Die Art kommt in ganz Europa, in mehr oder weniger feuchten Wäldern vor, wo die Raupen sich von Flechten ernähren, die an den Bäumen wachsen.
 | | Teucrium scorodonia - Salbei-Gamander |  |
| Nr. 2021.7719kl_r | 100 % | ![7719kl_r]() | Teucrium scorodonia Salbei-Gamander | 100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Ein paar Schritte weiter hatten einige Raupen des Braunwurz-Mönch ihre Lieblingsspeise schon fast komplett
aufgefressen. Im Gegensatz zum unscheinbaren bräunlichen Schmetterling, fallen seine bis zu 5 cm langen, bunten Raupen schon von weitem auf.
Der Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter ist fast überall in Europa weit verbreitet. In Deutschland nimmt seine Häufigkeit von Süden nach
Norden ab. Die Raupe ernährt sich fast ausschließlich von Braunwurz-Arten und ähneln sehr denen vom Königskerzen-Mönchs.
Danke daher ans Lepiforum für die Absicherung meiner Bestimmung!
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Wenn man schon im Sommer auf Rügen verweilt, kommt man nicht an den teilweise noch recht naturbelassenen Feldrändern mit ihren Kornblumen und Mohnblüten
vorbei, ohne sofort ein paar Fotos zu machen.
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Hier auf der Insel kann man, im Gegensatz zum Rest von Deutschland, noch relativ häufig derartige Lebensräume bewundern.
Bei mir sind es dann auch
zwei Fotos vom Klatschmohn im Morgenlicht geworden.
 | | Papaver rhoeas - Klatschmohn |  |
| Nr. 2021.8361kl_r | 100 % | ![8361kl_r]() | Papaver rhoeas Klatschmohn | 100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Papaver rhoeas - Klatschmohn |  |
| Nr. 2021.8388kl_r | 100 % | ![8388kl_r]() | Papaver rhoeas Klatschmohn | 100mm; F/4.5; 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Die in ihrer Blüte sehr variablen Vertreter der Mohngewächse blühten in großer Anzahl direkt am Feldrand vor unserer Ferienwohnung und
zwangen mich so schon fast zu einem Foto-Shooting vor dem Frühstück.
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Ein weiterer Ausflug führte uns in die Kreptitzer Heide. Leider zog nach unserer Ankunft der zunächst herrliche blaue Sommerhimmel binnen von ein paar Minuten
zu und beglückte uns zudem noch mit Wind und Nieselregen.
Trotzdem ließen wir uns die Wanderung am Nordwestufer Wittow nicht vermiesen. Nur das Fotografieren blieb völlig auf der Strecke. Lediglich ein Bild
eines weiblichen Heidegrashüpfers hat es auf meinen Chip geschafft, als die Sonne einmal für einen kurzen Moment hinter den grauen Wolken
hervorlugte.
Die typische Art trockener Lebensräume löste besonders beim Hüpfer-affinen Sohne einige Freude aus. Denn diese Kurzfühlerschrecke ist bei uns zwar überall verbreitet, aber meist
nicht sehr häufig.
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 | | Stenobothrus lineatus - Heidegrashüpfer ♀ |  |
| Nr. 2021.8514kl_r | 100 % | ![8514kl_r]() | Stenobothrus lineatus Heidegrashüpfer ♀ | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Leptogaster cylindrica - Gemeine Schlankfliege ♀ |  |
| Nr. 2021.8641_52kl_r | 100 % | ![8641_52kl_r]() | Leptogaster cylindrica Gemeine Schlankfliege ♀ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/5s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Bei ihrem schlanken Körperbau und den lediglich 1-2 cm Länge war das Aufspüren allerdings nicht ganz einfach. Wenn man jedoch einmal den
typischen Flugstil eingespeichert hatte, sah man die winzigen Räuber dann auf einmal bei jeden seiner eigene Schritte aus dem Gras auffliegen
und sich ein paar Meter weiter wieder an einem Halm setzen.
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Zum Schluss noch zwei Fotos eines Pärchens der Gemeinen Schlankfliege, für die ich mir ein wenig mehr Zeit gelassen habe, da mir die Art
bisher in meiner Raubfliegen-Galerie noch fehlte. In Berliner Gefilden bisher nur einmal beobachtet, konnte ich die winzigen Räuber hier in großer
Anzahl direkt am Ferienwohnungsfeldrand beobachten.
 | | Leptogaster cylindrica - Gemeine Schlankfliege ♂ |  |
| Nr. 2021.8759_66kl_r | 100 % | ![8759_66kl_r]() | Leptogaster cylindrica Gemeine Schlankfliege ♂ | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/4s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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Mein Resümee des diesjährigen Sommerurlaubs auf Rügen: Gerne wieder - aber vielleicht besser bei etwas schönerem Wetter! Dann stürzen sich
eventuell auch die Eltern mal in die Ostsee-Fluten und nicht nur das Kind...
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| 12.07.2021 - Brauner Hüpfer...
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 | | Chorthippus brunneus - Brauner Grashüpfer ♂ |  |
| Nr. 2021.8859bkl_r | 100 % | ![8859bkl_r]() | Chorthippus brunneus Brauner Grashüpfer ♂ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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Heute gibt es "nur" ein Foto eines vom Sohnemann entdeckten Hüpfers aus dem heimischen Garten.
Laut Peter Rückheim vom Orion-Berlin e.V. handelt es sich hier höchstwahrscheinlich
um einen Braunen Grashüpfer. Leider lassen sich die drei infrage kommenden Arten der Gattung nicht ganz leicht bestimmen. Bei Männchen ginge das
anhand von Fotos sicher nur über die Flügelmerkmale, die auf meinem Bild aber leider nicht wirklich zur Gänze erkennbar sind.
Beim nächsten Mal weiß ich dann, auf was ich achten muss, um eine sichere Bestimmung gewährleisten zu können. Und für heute freue ich mich einfach über
ein schönes Motiv und darüber, wieder etwas gelernt zu haben.
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| 13.07.2021 - Kienbaum mit dem Sohne...
Nach gnadenlosen Drängelns des Stammhalters ging es heute nochmal ins Hüpfer-Eldorado nahe Kienbaum. Hochsommerbedingt war dies in Sachen Heuschrecken auch
eine perfekte Entscheidung. Schon auf den ersten paar Metern sprangen uns gefühlte 10.000 Italienische Schönschrecken aus dem Wege. Irre!
Das Kind war also erst einmal versorgt und ich konnte mich der restlichen Insektenfauna widmen :-)
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 | | Hipparchia semele - Rostbinde |  |
| Nr. 2021.8863kl_r | 100 % | ![8863kl_r]() | Hipparchia semele Rostbinde | 100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Bis zu einer gewissen Distanz verlässt sich die Rostbinde jedoch auf ihre perfekte Tarnung. Der rechte große, jedoch unscheinbare Tagfalter ist ein typischer
Bewohner von trockenen und mageren Biotopen und vor allem in Dünen und Heidegebieten zu finden, welche in Deutschland inzwischen eher rar sind. Zudem sind seine Bestände
insgesamt rückläufig.
Ein weiterer Schmetterling - besser gesagt, dessen Puppe - hing dann gleich einige Schritte weiter, an einem alten, vertrockneten Königskerzen-Stängel.
 | | Orthetrum cancellatum - Großer Blaupfeil ♀ |  |
| Nr. 2021.8931kl_r | 100 % | ![8931kl_r]() | Orthetrum cancellatum Großer Blaupfeil ♀ | 100mm; F/13; 1/320s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
Nun aber doch noch zwei Fotos der hüpfenden Zunft.
Das erste zeigt das Weibchen eines Heidegrashüpfers. Dieser Vertreter der Kurzfühlerschrecken bevorzugt trockene Lebensräume und ist
überall in Deutschland verbreitet, mangels geeigneter Biotope allerdings nicht recht häufig. In einigen Bundesländern gilt die Art sogar als gefährdet.
 | | Bicolorana bicolor - Zweifarbige Beißschrecke ♀ |  |
| Nr. 2021.8874kl_r | 100 % | ![8874kl_r]() | Bicolorana bicolor Zweifarbige Beißschrecke ♀ | 100mm; F/5.6; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Im zweiten Bild sonnt sich ein Weibchen der Zweifarbigen Beißschrecke im aufgeheizten Sand - diesmal jedoch in der "normalen", kurzflügeligen
Version. Beim letzten Besuch hier in Kienbaum spürte der Sohnemann an selbiger Stelle nämlich schon die seltenere, langflügelige Form auf.
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Mein erster interessanter Fund hielt mich allerdings gleich ziemlich auf Trapp. Denn jedes Mal, wenn ich mich ihm auf die entsprechende, fototaugliche Entfernung genähert hatte, flatterte
er wieder um einige Meter weiter.
 | | Pontia edusa - Resedaweißling |  |
| Nr. 2021.8926kl_r | 100 % | ![8926kl_r]() | Pontia edusa Resedaweißling | 100mm; F/13; 1/250s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Nach den rhytmischen Bewegungen und der bereits durchscheinenden Färbung des Falters zu urteilen, lag wohl der Schlupf unmittelbar bevor. Warten darauf wollte ich aber nicht, und
so entstand nur dieses eine Foto des Resedaweißlings in Puppenform. Danke ans Lepiforum für die Bestimmung!
Am Natternkopf daneben spielte sich gleich das nächste Insekten-Schicksal ab. Hier hatte sich nämlich ein Großer Blaupfeil nach erfolgreicher Jagd auf einen
nicht näher identifizierbaren Eulenfalter niedergelassen, um selbigen, beginnend mit dem Kopf, genüsslich zu verspeisen. Ein Foto lang ließ mich der hübsche Räuber dabei
zuschauen.
Hier gilt mein Dank, wie meistens, wenn es um die fachmännische Bestimmung von Libellen geht, Andreas Thomas Hein!
 | | Stenobothrus lineatus - Heidegrashüpfer ♀ |  |
| Nr. 2021.8920kl_r | 100 % | ![8920kl_r]() | Stenobothrus lineatus Heidegrashüpfer ♀ | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Na da hat sich das Drängeln ja gelohnt...
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| 14.07.2021 - Kreuzbruch...
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Auch heute begab ich mich mal wieder aufgrund eines Tipps von Herrn Rückheim auf Raubfliegensuche. Zusammen mit meinem Sohn ging es diesmal
in die Nähe von Liebenwalde.
Unser Ziel war ein Waldweg nahe des Ortteiles Kreuzbruch, der vor allem unter Schmetterlingskundlern sehr bekannt ist.
Die flatternden Freunde - genauer gesagt, deren Larven - waren dann auch genau das, was uns hier als allererstes ins Auge sprang.
 | | Saturnia pavonia - Kleines Nachtpfauenauge |  |
| Nr. 2021.8947_48kl_r | 100 % | ![8947_48kl_r]() | Saturnia pavonia Kleines Nachtpfauenauge | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/320s; ISO 5000
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Saturnia pavonia - Kleines Nachtpfauenauge |  |
| Nr. 2021.8944kl_r | 100 % | ![8944kl_r]() | Saturnia pavonia Kleines Nachtpfauenauge | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Saturnia pavonia - Kleines Nachtpfauenauge |  |
| Nr. 2021.8978kl_r | 100 % | ![8978kl_r]() | Saturnia pavonia Kleines Nachtpfauenauge | 100mm; F/10; 1/250s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Mit ca. 6 cm Länge konnte man die Raupen des Kleinen Nachtpfauenauges aber auch kaum übersehen.
Die erwachsenen Schmetterlinge gehören mit bis zu 8 cm Flügelspannweite zu den größten einheimischen Faltern und sind, wie der Name schon verrät,
ausschließlich nachtaktiv und daher auch für uns Menschen meist unsichtbar.
Vielerorts sind die Populationen aber auch zurückgegangen,
was einer Begegnung wie der heutigen noch mehr Eindruck verleiht.
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Doch damit nicht genug. Ein paar Meter weiter kroch mit einer Grasglucke gleich die nächste Raupen-Schönheit umher, welche mit fast 8 cm
Körperlänge sogar noch etwas größer war.
Auch dieser Nachfalter ist, wie der vorige, in Mitteleuropa weit verbreitet und genau wie bei diesem in seinen Populationen deutlich rückläufig.
 | | Heteropterus morpheus - Spiegelfleck-Dickkopffalter |  |
| Nr. 2021.9010_12kl_r | 100 % | ![9010_12kl_r]() | Heteropterus morpheus Spiegelfleck-Dickkopffalter | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/250s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
Der eigentliche "Knaller" flog uns aber schon die ganze Zeit um die Nase, hat sich aber bis fast zum Schluss erfolgreich um ein Foto gedrückt. Die Rede
ist vom Spiegelfleck-Dickkopffalter, einem kleinen Tagfalter, der vorallem an feuchte Habitate gebunden ist.
In Deutschland kommt er nur
sehr lokal vor und wird durch den Rückgang geeigneter Biotope zudem immer seltener. Hier flogen die Winzlinge allerdings glücklicherweise gleich im Dutzend umher.
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 | | Euthrix potatoria - Grasglucke |  |
| Nr. 2021.8999kl_r | 100 % | ![8999kl_r]() | Euthrix potatoria Grasglucke | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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Nur nach dem eigentlichen Objekt der Begierde mussten wir sage und schreibe geschlagene zwei Stunden suchen. Erst nachdem wir den etwa 200 m langen Waldweg gefühlt 50x auf- und abgegangen
sind, war uns dann endlich das Glück hold und die Beulen-Habichtsfliege ließ sich blicken. Wahrscheinlich war es in den Morgenstunden einfach noch zu kühl.
Danke an meinen Sohn für seine unendliche Geduld!
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 | | Dioctria cothurnata - Beulen-Habichtsfliege ♂ |  |
| Nr. 2021.9500_19kl_r | 100 % | ![9500_19kl_r]() | Dioctria cothurnata Beulen-Habichtsfliege ♂ | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Dioctria cothurnata - Beulen-Habichtsfliege ♀ |  |
| Nr. 2021.9348_61bkl_r | 100 % | ![9348_61bkl_r]() | Dioctria cothurnata Beulen-Habichtsfliege ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Dioctria cothurnata - Beulen-Habichtsfliege ♂ |  |
| Nr. 2021.9419_29bkl_r | 100 % | ![9419_29bkl_r]() | Dioctria cothurnata Beulen-Habichtsfliege ♂ | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Dioctria cothurnata - Beulen-Habichtsfliege ♀ |  |
| Nr. 2021.9395_05kl_r | 100 % | ![9395_05kl_r]() | Dioctria cothurnata Beulen-Habichtsfliege ♀ | 100mm; F/5 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Im Großen und Ganzen war es wieder ein toller Tag der Natur und noch dazu ein schöner Urlaubs-Abschluss bevor es in der nächsten Woche wieder zurück in den
Arbeitsalltag geht...
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| 01.08.2021 - Jagdspinnen-Jagd...
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 | | Dolomedes fimbriatus - Gerandete Jagdspinne ♀ |  |
| Nr. 2021.9887kl_r | 100 % | ![9887kl_r]() | Dolomedes fimbriatus Gerandete Jagdspinne ♀ | 100mm; F/10; 1/20s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Bei der zu den Raubspinnen gehörenden Art handelt es sich mit bis 2,5 cm Körpergröße um eine
der größten bei uns vorkommenden Spinnen. Die Tiere leben bevorzugt an Ufern stehender oder langsam fließender Gewässer und jagt dort nach Insekten, Kaulquappen aber auch kleineren
Fischen.
In Deutschland genießt der beeindruckende Jäger - als eine von nur 5 Spinnenarten - besonderen Schutz.
|
Ein weiteres Mal in diesem Jahr - diesmal allerdings ohne besonderen fotografischen Vorsatz - war heute das wunderschöne Mosaik unterschiedlicher Biotope nahe Wulkow mein Ziel.
Bisher nie enttäuscht, huschte nach einigen Schritten auch sogleich das Highlight des Tages auf einem der kleinen mit Wasser gefüllten Gräben umher. Als begeisterter "Spinner" war mir
sofort klar, dass ich hier eine Gerandete Jagdspinne vor mir hatte.
 | | Dolomedes fimbriatus - Gerandete Jagdspinne ♀ |  |
| Nr. 2021.9921ckl_r | 100 % | ![9921ckl_r]() | Dolomedes fimbriatus Gerandete Jagdspinne ♀ | 100mm; F/13; 1/50s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 07.08.2021 - Auf der Lausche...
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An diesem Wochenende stand ein Besuch in der alten Heimat auf dem Programm. Bedingt durch die lange Famlilienabstinenz lag der Fokus jedoch weniger auf Natur und Fotografie als
auf sozialen Kontakten. Allerdings spricht ja auch nichts gegen die Kombination von beiden. Und so ging es mit Kind(ern) und geschwister- und elterlichen Kegel auf den höchsten Berg des
kleinsten Mittelgebirges Deutschlands.
Mit fast 800 m ü. NN erhebt sich die Lausche schon von weitem sichtbar aus der Landschaft und bietet hier inmitten des Zittauer Gebirges einen einzigartigen Lebensraum,
welcher sogar den Ansprüchen einiger alpiner Arten genügt.
Mein einziges (nicht familiäres) Foto dieses Tages zeigt allerdings keinen dieser "Alpinisten", sondern die Raupen des Lattich-Mönchs, welche sich kurz unterhalb des Gipfels an
einer ihrer Lieblingsfutterpflanzen gütlich taten.
Schon von Weitem sichtbar zogen mich die hübschen, kontrastreich gefärbten Larven dieses Nachtfalters aus der Familie der Eulenfalter magisch an. Den unscheinbaren, graubraunen, adulten
Falter hätte ich stattdessen vermutlich übersehen.
Interessanterweise sind die Raupen nicht giftig, obwohl deren grelle Warnfärbung darauf schließen lässt. Durch diese Täuschung werden die Tiere von
Fressfeinden gemieden und sitzen daher auch tagsüber frei an ihren Futterpflanzen.
Die Art ist überall im gemäßigten Mitteleuropa verbreitet und kommt auch in den Alpen bis in Höhen von 1.800 m vor. Allerdings ist der Falter überall nicht
sehr häufig und wird in der Roten Liste gefährdeter Arten auf der Vorwarnliste geführt.
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 | | Cucullia lactucae - Lattich-Mönch |  |
| Nr. 2021.9951kl_r | 100 % | ![9951kl_r]() | Cucullia lactucae Lattich-Mönch | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 28.05.2022 - Scheckenfalter...
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Die neue Saison ist bereits ein paar Tage alt, aber erst an diesem Wochenende habe ich es mal geschafft mit der Kamera vor die Tür zu kommen.
Eigentlich war ich einmal mehr auf der Suche nach Raubfliegen, scheinbar aber auch in diesem Jahr wieder etwas zu spät für das Objekt
meiner Begierde.
 | | Melitaea cinxia - Wegerich-Scheckenfalter |  |
| Nr. 2022.1025kl_r | 100 % | ![1025kl_r]() | Melitaea cinxia Wegerich-Scheckenfalter | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
Stattdessen flogen mir an allen besuchten Lokalitäten Wegerich-Scheckenfalter über den Weg, die so stattdessen als Foto-Motive
herhalten mussten.
 | | Melitaea cinxia - Wegerich-Scheckenfalter |  |
| Nr. 2022.1066kl_r | 100 % | ![1066kl_r]() | Melitaea cinxia Wegerich-Scheckenfalter | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Wie die meisten Tagfalter ist auch dieser relativ kleine Vertreter seiner Zunft bei uns immer seltener anzutreffen, obwohl er früher als einer der
häufigsten heimischen Scheckenfalter galt.
Die Art ist fast in ganz Europa verbreitet und kommt auch in Deutschland überall vor - gilt hier aber inzwischen als stark gefährdet.
Die Falter fliegen
von Ende April bis Anfang August und bevorzugen dabei offene und trockene Gebiete als Lebensraum. Ihre Raupen ernähren sich hauptsächlich von
Spitzwegerich - daher auch der deutsche Name.
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 | | Melitaea cinxia - Wegerich-Scheckenfalter |  |
| Nr. 2022.1001bkl_r | 100 % | ![1001bkl_r]() | Melitaea cinxia Wegerich-Scheckenfalter | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Dieser hübsche Tagfalter ist mir zwar schon desöftern im märkischen Sand begegnet, aufgrund der tollen Farbgebung seiner Flügelunterseiten aber
jedes Mal wieder aufs Neue ein kleiner Augenschmaus.
 | | Melitaea cinxia - Wegerich-Scheckenfalter |  |
| Nr. 2022.1103kl_r | 100 % | ![1103kl_r]() | Melitaea cinxia Wegerich-Scheckenfalter | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 24.07.2022 - Seit langem mal wieder Püttberge...
Vor einiger Zeit noch mein Heimat-Makro-Biotop, hat es mich in den letzten Jahren aufgrund zweier Umzüge immer seltener in die Püttberge verschlagen.
Da mein Sohn sich aber immer mehr für Heuschrecken interessiert, wurde es mal wieder Zeit dieses Hüpfer-Eldorado
heimzusuchen. Natürlich wurden wir auch fündig.
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 | | Calliptamus italicus - Italienische Schönschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.2632kl_r | 100 % | ![2632kl_r]() | Calliptamus italicus Italienische Schönschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Art - bis vor ein paar Jahren in Berlin und Brandenburg noch sehr selten - ist aufgrund der Klimaerwärmung inzwischen
aus vielen sandigen und offenen Lebensräumen nicht mehr wegzudenken.
 | | Phaneroptera falcata - Gemeine Sichelschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.2625kl_r | 100 % | ![2625kl_r]() | Phaneroptera falcata Gemeine Sichelschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Einen wirklichen Erstfund gab es dann aber auch noch!
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Als erstes sprangen uns die obligatorischen Italienischen Schönschrecken gleich
zu dutzenden über die Füße. Immer wieder schön anzusehen, mit welcher Muster- und Farbvielfalt diese bis zu 3,5 cm (für
Kurzfühlerschrecken) recht großen Tiere daherkommen.
 | | Calliptamus italicus - Italienische Schönschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.2619b_kl | 100 % | ![2619b_kl]() | Calliptamus italicus Italienische Schönschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Ein paar weitere Infos gibt es
im Bericht zu meiner Erstbegegnung mit ihr in den Püttbergen,
welche zu meinem Erstaunen tatsächlich schon 11 Jahre her ist.
Der eigentliche Grund unseres Besuches war aber eine andere Art, von der ich wusste, dass sie hier in den Püttbergen heimisch ist. Die Rede ist von der
Gemeinen Sichelschrecke, einer Langfühlerschrecke, die dieser Bezeichnung wirklich alle Ehre macht. Die überdimensionalen Fühler
sind dabei nicht zuletzt eine
Herausforderung beim Fotografieren.
Auch diese Art ist ein Nutznießer der allgemeinen Klimaerwärmung. Infos gibt's wiederum im
Bericht zur Erstbegegnung.
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Auf einer Lichtung mit ein paar kleinen Heidepolstern begegnete uns ein Männchen der
Kleinen Goldschrecke in der langflügeligen Variante.
Letzteres ist hervorzuheben, da
die Männchen der Art normalerweise kurze Flügel aufweisen. Vermutlich sind die langen Flügel auch der
Grund für ihren Aufenthalt an dieser Stelle, denn außer dem fotografierten Exemplar, fanden wir kein
weiteres Tier der Art am Fundort.
Diese leuchtend grüne Kurzfühlerschrecke kommt in Europa und Asien vor und lebt sowohl in trockenen als auch in feuchten Lebensräumen. In Deutschland
wird die Art von Süden nach Norden
immer seltener. In Brandenburg gilt sie als "stark gefährdet" und für Berlin ist die Schrecke laut Roter Liste bisher sogar noch nicht
nachgewiesen.
Für den Nachweis der Art - im Sinne einer etablierten Population - braucht es aber mehr als dieses Einzeltier, welches es
vermutlich mit dem Wind in die Püttberge verweht hat.
Das einzige Fotomotiv des heutigen Tages ohne Sprungbeine war ein Großes Ochsenauge. Diesen Vertreter der
Tagfalter hatte ich bisher noch nicht vor der Linse, obwohl er mir über die Jahre hier immer mal wieder über den Weg fliegt.
 | | Maniola jurtina - Großes Ochsenauge |  |
| Nr. 2022.2649kl_r | 100 % | ![2649kl_r]() | Maniola jurtina Großes Ochsenauge | 100mm; F/5.6; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Euthystira brachyptera - Kleine Goldschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.2639kl_r | 100 % | ![2639kl_r]() | Euthystira brachyptera Kleine Goldschrecke ♂ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Art kommt, außer im hohen Norden, in ganz Europa vor und ist in Deutschland einer der häufigsten Augenfalter. Die Tiere bevorzugen offene und trockene
Lebensräume, sind aber auch an feuchteren Standorten, wie etwa Waldrändern, zu finden.
Die Raupen der Falter ernähren sich von verschiedenen Süßgräsern.
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| 25.07.2022 - Und täglich grüßt die Schrecke...
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 | | Roeseliana roeselii - Roesels Beißschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.2687bkl_r | 100 % | ![2687bkl_r]() | Roeseliana roeselii Roesels Beißschrecke ♂ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 1600
Canon EOS 5D Mark IV |
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...diesmal sogar im heimischen Garten in Form eines Männchens von Roesels Beißschrecke. Die Art ist in Deutschland recht häufig
in den unterschiedlichsten Lebensräumen anzutreffen. Bevorzugt werden allerdings frische, naturbelassene Wiesen.
Das Besondere am heutigen Exemplar sind jedoch seine langen Flügel, da die Art normalerweise nur kurze Flügel aufweist. Bei Heuschrecken tritt
dieses Phänomen immer mal wieder auf. Man spricht hier von einer makropteren Form. Als Ursache wird vor allem die Populationsdichte genannt. Das heißt,
wenn die Individuenanzahl einer Art in einem Biotop zu groß wird, steigt auch gleichzeitig der prozentuale Anteil von langflügligen Tieren -
vermutlich damit neue Lebensräume schneller erschlossen werden können.
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Die größte Überraschung war allerdings die Beobachtung eines der "Todfeinde" der hiesigen Heuschreckenfauna. Die Rede ist von der Heuschreckensandwespe -
einer Art, die im Mittelmeerraum weit verbreitet ist, bei uns aber in den letzten Jahren aufgrund der Klimaerwärmung in wärmebegünstigten Regionen immer häufiger
anzutreffen ist.
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Meist kündigt sie sich durch ihr lautes Gebrumme schon von weitem an, denn mit bis zu 2,5 cm ist sie die größte heimische Grabwespenart. Während sie selbst sich
von Blütennektar ernährt.
Durch ihre Größe und ihre Kraft ist es ihr möglich selbst
große Heuschrecken, wie das Große Grüne Heupferd, mühelos zu überwältigen und dann in die von ihr im Sand gegrabenen Löcher zu verfrachten.
 | | Sphex funerarius - Heuschreckensandwespe |  |
| Nr. 2022.2813kl_r | 100 % | ![2813kl_r]() | Sphex funerarius Heuschreckensandwespe | 100mm; F/5; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Sphex funerarius - Heuschreckensandwespe |  |
| Nr. 2022.2817kl_r | 100 % | ![2817kl_r]() | Sphex funerarius Heuschreckensandwespe | 100mm; F/5; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Schrecken werden später zusammen mit dem Gelege der Wespen im Loch eingeschlossen
und dienen den Larven nach dem Schlupf als Nahrung. Damit die Beute möglichst lange "frisch" bleibt, wird sie von der Wespe nicht getötet sondern lediglich betäubt.
Während des Grabevorgangs knickt die Wespe ihre Vorderbeine nach innen und benutzt diese dann wie eine Schaufel.
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Die zwei am Fundort herumschwirrenden Exemplare waren sehr hektisch und vor allem äußerst aufmerksam, so dass ich über eine Stunde gebraucht habe, bis ich mich mit einer von beiden zumindest
soweit "angefreundet" hatte, dass mich diese nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen hat und mich bis an die Naheinstellgrenze meines Objektivs an sich und ihre "Baustelle" heranließ.
Still gehalten hat sie aber trotzdem nie...
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| 30.07.2022 - Unverhofft kommt oft...
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 | | Oedipoda caerulescens - Blauflügelige Ödlandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.3013kl_r | 100 % | ![3013kl_r]() | Oedipoda caerulescens Blauflügelige Ödlandschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Flora und Fauna ist jedoch vergleichbar. Heuschrecken-technisch sprangen vor allem die üblichen trockenheitsliebenden
Arten namens Blauflügelige Ödlandschrecke und Italienische Schönschrecke in großer Anzahl umher.
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Unser heutiger Ausflug führte uns in die Grenzberge nahe Erkner. Genau wie die Püttberge handelt es sich um eine Binnendüne, welche allerdings -
im Gegensatz zu ersteren - nicht mitten im Siedlungsgebiet sondern im Wald liegt.
 | | Calliptamus italicus - Italienische Schönschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.3029kl_r | 100 % | ![3029kl_r]() | Calliptamus italicus Italienische Schönschrecke ♂ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Crocothemis erythraea - Feuerlibelle ♂ |  |
| Nr. 2022.3128kl_r | 100 % | ![3128kl_r]() | Crocothemis erythraea Feuerlibelle ♂ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
Zum einen konnte ich ein frisches Männchen der Feuerlibelle ablichten - eine Art, welche sich aufgrund
der Klimaerwärmung aus dem mediterranen Raum immer mehr in Richtung Norden ausbreitet und inzwischen auch bei uns gar
nicht mehr so selten ist.
 | | Hyles euphorbiae - Wolfsmilchschwärmer (Raupe) |  |
| Nr. 2022.3090_01kl_r | 100 % | ![3090_01kl_r]() | Hyles euphorbiae Wolfsmilchschwärmer (Raupe) | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Außer der jahreszeitlich bedingten sehr aktiven Heuschreckenfauna gab es aber auch noch ein paar
weitere interessante Motive.
Unter anderem flogen gleich mehrere Libellenarten umher, die aufgrund der hohen Temperaturen an diesem Tag
allerdings äußerst aktiv und somit schwer vor die Linse zu bekommen waren. Zwei Fotos sind mir trotzdem
gelungen.
 | | Orthetrum cancellatum - Großer Blaupfeil ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2022.3005kl_r | 100 % | ![3005kl_r]() | Orthetrum cancellatum Großer Blaupfeil ♀ + ♂ | 100mm; F/10; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Zum anderen ein Paarungsrad des Großen Blaupfeils, welcher wie die vorhergehende Art ebenfalls zu
den Segellibellen gehört. Sie ist der größte Vertreter seiner Gattung und überall in Europa weit verbreitet. Danke
an Andreas T. Hein für die Bestimmung beider Arten!
Zu guter Letzt noch ein Foto einer riesigen Raupe des Wolfsmilchschwärmers. Zwar sind mir Raupen dieser Art
schon des Öfteren an Pflanzen der im märkischen Sand allgegenwärtigen Zypressenwolfsmilch begegnet, aber trotzdem jedes Mal
wieder ein beeindruckendes Erlebnis!
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Alles in allem wieder mal ein erfolgreicher Ausflug in die Natur gleich vor unserer Haustür!
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| 31.07.2022 - Schönower Heide...
Mindestens einmal im Jahr geht's in die Schönower Heide und heute war es mal wieder so weit. Hauptbesuchsgrund waren diesmal
die hier ansässigen Blauflügligen Sandschrecken, die der Sohnemann "finden" wollte.
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 | | Sphingonotus caerulans - Blauflügelige Sandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.3171bkl_r | 100 % | ![3171bkl_r]() | Sphingonotus caerulans Blauflügelige Sandschrecke ♂ | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Interessanterweise waren die meisten Individuen nämlich immer gerade so gefärbt, wie der
jeweilige Untergrund auf dem sie saßen.
 | | Sphingonotus caerulans - Blauflügelige Sandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.3179kl_r | 100 % | ![3179kl_r]() | Sphingonotus caerulans Blauflügelige Sandschrecke ♀ | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Und natürlich sind wir auch fündig geworden, denn sowohl auf den vielen offenen Sandflächen als auch
auf dem Weg waren die Tiere in großer Anzahl aktiv - meistens allerdings sehr gut getarnt.
 | | Sphingonotus caerulans - Blauflügelige Sandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.3157kl_r | 100 % | ![3157kl_r]() | Sphingonotus caerulans Blauflügelige Sandschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Sobald man allerdings nahe genug an die Hüpfer rankam, verrieten sie sich beim Aufspringen sofort durch ihre hübschen
hellblauen Flügel - es sei denn, es handelte sich gerade mal um eine Blauflügelige Ödlandschrecke, die hier
in ähnlicher Populationsdichte vorkommt.
Die Art lebt bei uns ausschließlich in wärmebegünstigten Lebensräumen mit geringer Vegetation. Dabei ist es egal ob es sich, wie der
Name nahelegen würde, um Sand oder andere Habitate, wie Schotterflächen oder Felsfluren handelt. In Mitteleuropa sind derartige Habitate
aber meist nicht mehr vorhanden. Die Art ist daher bei uns vorwiegend auf Sekundärlebensräume wie die Schönower Heide, als ehemaliger Truppenübungsplatz,
angewiesen.
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Außer den vielen Schrecken war allerdings insektenseitig nichts los - vermutlich auch aufgrund der hier momentan herrschenden hohen Temperaturen.
Neben ein paar Libellen, wie der sehr zierlichen und leicht zu übersehenden Hufeisen-Azurjungfer, flatterten lediglich noch
ein paar wenige kleinere Tagfalter umher.
 | | Plebejus idas - Idas-Bläuling ♂ |  |
| Nr. 2022.3192kl_r | 100 % | ![3192kl_r]() | Plebejus idas Idas-Bläuling ♂ | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Coenagrion puella - Hufeisen-Azurjungfer ♀ |  |
| Nr. 2022.3201kl_r | 100 % | ![3201kl_r]() | Coenagrion puella Hufeisen-Azurjungfer ♀ | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Vor die Linse bekommen habe ich davon aber nur ein Männchen des Idas-Bläuling. Zwar lässt sich die Art hier theoretisch nicht bestimmen,
da man für die Determinierung von Silberfleckbläulingen die Oberseiten der männlichen Exemplare benötigt, aber ein weiteres (nicht herzeigbares) Foto zeigt
eindeutig einen breiten dunklen Rand, welcher den Argus-Bläuling hier ausschließt.
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Vielen Dank an Peter Rückheim für die Bestätigung meiner Bläuling-"Bestimmung"!
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| 07.08.2022 - Am Gosener Kanal...
Der heutige Spaziergang führte uns gleich um die Ecke zum Gosener Kanal. Die dortige Natur ist zwar
nicht gerade vielfältig, aber bedingt durch das Wasser sind trotzdem immer ein paar Insekten zu finden.
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 | | Chrysochraon dispar - Große Goldschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.3275kl_r | 100 % | ![3275kl_r]() | Chrysochraon dispar Große Goldschrecke ♀ | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Für mich war das Highlight des Tages aber eine Raupe des Mittleren Weinschwärmers, eine Art, welche
ich bis dato bisher nur einmal in meiner Kindheit als Schmetterling beobachten konnte. Meine Begeisterung kann man
sich daher sicher vorstellen.
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Der kleine Heuschreckenforscher fand als erstes ein lohnendes Motiv in Form eines langflügligen
Weibchens der Großen Goldschrecke. Die Art ist nicht unbedingt selten, aber uns bisher auch
noch nicht so häufig begegnet - vorallem nicht in der langflügligen Variante.
 | | Deilephila elpenor - Mittlerer Weinschwärmer |  |
| Nr. 2022.3292_98bkl_r | 100 % | ![3292_98bkl_r]() | Deilephila elpenor Mittlerer Weinschwärmer | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Sympetrum sanguineum - Blutrote Heidelibelle ♀ |  |
| Nr. 2022.3355kl_r | 100 % | ![3355kl_r]() | Sympetrum sanguineum Blutrote Heidelibelle ♀ | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
|
Die Art ist überall in Europa - außer im hohen Norden - verbreitet und bei uns in Mitteleuropa der am häufigsten
vorkommende Schwärmer.
Sie bevorzugt feuchte Biotope, wie Auwälder oder die Ränder von Gewässern. Die adulten Falter fliegen von Mitte Mai bis in den Juli
hinein. Dies allerdings nur in der Nacht.
Die Raupen ernähren sich vorwiegend von Weidenröschen-Arten, an einer ebensolchen ich meinen Fund auch entdeckte. Allerdings war
das wohl reines Glück, denn auch die Raupen sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber normalerweise vor neugierigen Blicken.
|
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Zum Schluss bekam ich noch ein Weibchen, der an diesem Tage am Kanal zu dutzenden herumfliegenden Blutroten Heidelibellen vor
meine Linse. Ein paar Infos zur Art gibt's im Bericht zu meiner ersten
Begegnung mit diesem hübschen kleinen Jäger der Lüfte.
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| 21.08.2022 - Am Krötenteich...
Heute war das perfekte Wetter für eine längere Exkursion. Also ab auf die Fahrräder und eins, zwei, fix
in Richtung Krötenteich geradelt.
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Gleich nach den ersten 50 Metern wurden wir allerdings "gezwungen" unseren ersten Halt
einzulegen, da die hübsche Raupe einer Ahorn-Rindeneule unseren Weg kreuzte.
Im Gegensatz zum unauffällig grau gefärbten Schmetterling, fällt die knall-gelb und buschig behaarte Raupe
schon von Weitem auf.
Die Art kommt in ganz Europa vor und ist auch bei uns in Deutschland recht häufig. Die Raupen ernähren
sich vorwiegend von Ahorn, Pappeln und Weiden, sind aber auch an anderen Laubbäumen zu finden. Bei Gefahr
rollen sich die wuschligen Gesellen oft zu einer Kugel zusammen. Unser Exemplar allerdings rannte in einem
"Affentempo" über den Weg und ließ mir gerade die Zeit für ein Foto.
|
 | | Acronicta aceris - Ahorn-Rindeneule |  |
| Nr. 2022.3492kl_r | 100 % | ![3492kl_r]() | Acronicta aceris Ahorn-Rindeneule | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
|
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Am Teich angekommen, wurden wir auch so gleich durch dutzende umherfliegender Libellen verschiedener Arten begrüßt,
wobei eine Vielzahl davon wohl gerade mit dem Liebesspiel beschäftigt war.
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 | | Sympetrum sanguineum - Blutrote Heidelibelle ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2022.3510kl_r | 100 % | ![3510kl_r]() | Sympetrum sanguineum Blutrote Heidelibelle ♀ + ♂ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
|
 | | Sympetrum sanguineum - Blutrote Heidelibelle ♂ |  |
| Nr. 2022.3500kl_r | 100 % | ![3500kl_r]() | Sympetrum sanguineum Blutrote Heidelibelle ♂ | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Allen voran fielen uns die vielen umherschwirrenden Paarungsräder der Blutroten Heidelibellen auf,
welche nur ab und an einen kurzen Stopp im Schilfdickicht einlegten.
Anfangs hatte ich aufgrund der schieren Menge an Motiven die Hoffnung recht schnell zum Erfolg
zu kommen, schließlich brauchte ich aber fast eine Stunde.
|
|
Gleiches galt für die nächsten Kandidaten. Auch die vielen Gemeinen Weidenjungfern waren zwar
mit ihrem Liebesspiel beschäftigt und dadurch ziemlich abgelenkt, aber den Fotografen in der Nähe bekamen
sie meistens leider noch gerade so mit.
Die Art bevorzugt bei uns in Deutschland meist künstlich angelegte Gewässer, wie Fischteiche oder Baggerseen
mit Erlen oder Weiden im Uferbereich.
 | | Chalcolestes viridis - Gemeine Weidenjungfer ♂ |  |
| Nr. 2022.3534kl_r | 100 % | ![3534kl_r]() | Chalcolestes viridis Gemeine Weidenjungfer ♂ | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
|
 | | Chalcolestes viridis - Gemeine Weidenjungfer ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2022.3574kl_r | 100 % | ![3574kl_r]() | Chalcolestes viridis Gemeine Weidenjungfer♀ + ♂ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
|
|
In die Rinde dieser Gehölze stechen die Weibchen ihre Eier, wo diese dann den Winter verbringen. Die Larven
lassen sich dann im darauf folgenden Frühjahr nach dem Schlupf direkt ins Wasser oder zu Boden fallen und
finden in letzterem Fall dann hüpfender Weise ihren Wegs ins kühle Nass.
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 | | Chorthippus dorsatus - Wiesengrashüpfer ♀ |  |
| Nr. 2022.3588kl_r | 100 % | ![3588kl_r]() | Chorthippus dorsatus Wiesengrashüpfer ♀ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Weil bisher von mir noch nicht fotografisch dokumentiert, haben es aber nur ein dickes Weibchen
eines Wiesengrashüpfers und eine weibliche Langflüglige Schwertschrecke auf meinen Chip
geschafft.
Beide Arten sind in Deutschland recht häufig, wobei die letztere - früher nur bis zum Main vorkommend - sich aufgrund
der Klimaerwärmung inzwischen immer mehr in Richtung Norden ausbreitet.
|
Während ich mich auf Libellen-Jagd befand, verfolgte der kleine Heuschrecken-Fan, wie gewohnt, seine hüpfenden Lieblinge und
brauchte auch nicht lange nach diesen zu suchen.
Neben den hier inzwischen zu Hunderten vorkommenden Italienischen Schönschrecken, waren aber nur vereinzelt auch andere
Hüpferling am Start.
 | | Conocephalus fuscus - Langflüglige Schwertschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.3524kl_r | 100 % | ![3524kl_r]() | Conocephalus fuscus Langflüglige Schwertschrecke ♀ | 100mm; F/6.3; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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Alles in Allem ein gelungener Ausflug für Alt und Jung!
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| 22.08.2022 - Unverhofft...
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 | | Mantis religiosa - Europäische Gottesanbeterin ♂ |  |
| Nr. 2022.3681kl_r | 100 % | ![3681kl_r]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin ♂ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 1600
Canon EOS 5D Mark IV |
|
Dass sich die Europäische Gottesanbeterin aufgrund der allgemeinen Klimaerwärmung auch bei uns
in Deutschland inzwischen ziemlich wohl fühlt und sich auch in Ausbreitung befindet, war mir durchaus bewusst,
aber dass unser heimischer Garten inzwischen auch ein geeignetes Biotop für die Art darstellt, hätte ich nicht gedacht.
Umso größer natürlich die Überraschung, als mir heute beim Weg zum Kompost ein wunderschön grün-gefärbtes
Männchen dieser bisher einzigen in Mitteleuropa vorkommenden Fangschrecke begegnete.
Die Art stammt ursprünglich aus Afrika, ist aber seit langem im gesamten Mittelmeerraum beheimatet und hat
sich auch über große Teile Asiens ausgebreitet. Selbst nach Nordamerika wurde sie inzwischen eingeschleppt. Bei
unseren Urlauben ans Mittelmeer sind die hübschen Tiere ein Dauerbrenner.
 | | Mantis religiosa - Europäische Gottesanbeterin ♂ |  |
| Nr. 2022.3682_83kl_r | 100 % | ![3682_83kl_r]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin ♂ | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/320s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
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Im Berliner Raum hingegen ist bisher nur eine einzige, stabile Population bekannt, welche ich vor über 10 Jahren
auch schon mal besucht habe. An dieser Stelle
finden sich auch ein paar weitere Infos zur Art.
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 | | Chorthippus brunneus - Brauner Grashüpfer ♀ |  |
| Nr. 2022.3649kl_r | 100 % | ![3649kl_r]() | Chorthippus brunneus Brauner Grashüpfer ♀ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Art gehört zu den Kurzfühlerschrecken und ist in ganz Deutschland weit verbreitet und überall
auch recht häufig. Als Lebensräume bevorzugt sie
vor allem trocken-warme Standorte mit sandigem Untergrund und offenen Bodenstellen.
Für die Bestätigung der Bestimmung geht ein Dank an Peter Rückheim vom ORION-Berlin.
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Von der unverhofften Mantiden-Begegnung und dem herrlichen Wetter beflügelt, ging es danach natürlich gleich nochmal in Richtung
Trockenwiese vor der Haustür.
Als erstes Motiv wurde ein toll gefärbtes Weibchen eines Braunen Grashüpfers auserkoren, welches sich uns
fotogen und vor allem umgänglich präsentierte.
 | | Chorthippus brunneus - Brauner Grashüpfer ♀ |  |
| Nr. 2022.3644klb_r | 100 % | ![3644klb_r]() | Chorthippus brunneus Brauner Grashüpfer ♀ | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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Letzterem Verein gehört auch Dr. Claudia Brückner an, welche mir freundlicherweise bei der Einordnung folgender Winzlinge als Pfauenfliegen auf die Sprünge
geholfen hat. Danke dafür!
Ich hielt die Dutzenden auf einem gefällten Robinienstamm herumlaufenden und mit ihren gesprenkelten Flügeln "winkenden" kleinen Fliegen nämlich zunächst für Bohrfliegen. Von einer
Pfauenfliege hatte ich bis dato noch nie etwas gehört.
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 | | Callopistromyia annulipes - Pfauenfliege |  |
| Nr. 2022.3662kl_r | 100 % | ![3662kl_r]() | Callopistromyia annulipes Pfauenfliege | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Callopistromyia annulipes - Pfauenfliege |  |
| Nr. 2022.3663kl_r | 100 % | ![3663kl_r]() | Callopistromyia annulipes Pfauenfliege | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Callopistromyia annulipes - Pfauenfliege |  |
| Nr. 2022.3668kl_r | 100 % | ![3668kl_r]() | Callopistromyia annulipes Pfauenfliege | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Callopistromyia annulipes - Pfauenfliege |  |
| Nr. 2022.3653kl_r | 100 % | ![3653kl_r]() | Callopistromyia annulipes Pfauenfliege | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
|
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Kein Wunder, denn ursprünglich stammt die Art aus Nordamerika und wurde erst 2006 das erste Mal in Europa beobachtet. Aus Brandenburg
stammt der Erstnachweis sogar erst aus dem Jahr 2017. Die zirka 5 mm großen Fliegen werden oft auf absterbendem Holz verschiedener Baumarten gefunden,
in dem sich auch deren Larven, von den Exkrementen holzbohrender Insekten, entwickeln.
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| 04.09.2022 - Noch mehr...
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 | | Mantis religiosa - Europäische Gottesanbeterin ♂ |  |
| Nr. 2022.3728kl_r | 100 % | ![3728kl_r]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin ♂ | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Weil mir der Fangschrecken-Fund im heimischen Garten keine Ruhe gelassen hatte, besuchte ich
in den darauf folgenden Tagen immer wieder einmal das Sandtrockenrasen-Biotop um die Ecke.
Von irgendwoher musste die Europäische Gottesanbeterin ja auf unser gepflegtes Grün geweht worden sein, denn an eine
"5mm-Rasen"-Population konnte ich beim besten Willen nicht glauben.
Und siehe da, wenn man nur lange genug sucht, wird man meistens fündig. Außer dem vermutlich selben grünen Exemplar vom letzten Mal spürte ich
ein weiteres, diesmal allerdings braunes, Männchen auf.
Es handelte sich vor ein paar Tagen also tatsächlich nicht nur um einen Zufallsfund
eines Irrgastes! Ob vor unserer Haustür allerdings schon eine (stabile) Population existiert oder heuer lediglich ein einzelnes Gelege
geschlüpft ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.
 | | Mantis religiosa - Europäische Gottesanbeterin ♂ |  |
| Nr. 2022.3698bkl_r | 100 % | ![3698bkl_r]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin ♂ | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Ich werde die Sache jedenfalls weiter beobachten!
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| 07.09.2022 - Gold in der Abendsonne...
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Die diesjährige Makrosaison war aufgrund eines heranwachsenden kleinen Hobbyforschers zugegebener Maßen überdurchschnittlich von Schrecken
geprägt. Daher bildet den Abschluss, wie könnte es auch anders sein, auch ein weiterer der kleinen Hüpfer in Form eines
kurzflügligen männchlichen Exemplars einer Kleinen Goldschrecke.
Die Art hat uns schon das ganze Jahr begleitet. Ein langflügliges Männchen war dabei eines der ersten Motive
in diesem Jahr und die darauf folgende
Suche nach einem passenden Weibchen hat uns einige Zeit beschäftigt, ehe wir tatsächlich fündig wurden.
Nun verabschieden wir also die heimische Insektenfauna mit diesem hübschen, glänzenden Vertreter der Kurzfühlerschrecken in ihre wohlverdiente
Winterruhe und freuen uns auf ein neues Jahr mit neuen Herausforderungen und bestimmt auch vielen tollen Überraschungen vor der eigenen Haustür.
 | | Euthystira brachyptera - Kleine Goldschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.3806kl_r | 100 % | ![3806kl_r]() | Euthystira brachyptera Kleine Goldschrecke ♂ | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 1600
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Euthystira brachyptera - Kleine Goldschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.3837kl_r | 100 % | ![3837kl_r]() | Euthystira brachyptera Kleine Goldschrecke ♂ | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 27.10.2022 - 03.11.2022 - Zurück auf der Sonneninsel...
Sechs Jahre sind inzwischen vergangen, seit dem wir das letzte Mal das wunderschöne Rhodos
besuchten. Es wurde also langsam Zeit mal wieder auf der Insel nach dem Rechten zu sehen. Zwar war es diesmal schon recht spät im Jahr und
meine Hoffnungen auf hübsche faunistische Schnappschüsse hielten sich in Grenzen, ein paar sind es am Ende dann aber doch geworden.
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| Libellen
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 | | Trithemis festiva - Schwarzer Sonnenzeiger ♂ |  |
| Nr. 2022.4639ckl_r | 100 % | ![4639ckl_r]() | Trithemis festiva Schwarzer Sonnenzeiger ♂ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Den Schwarzen Sonnenzeiger konnte ich schon beim letzten Mal
beobachten, sein violetter Cousin kam mir heuer das erste Mal vor die Linse. Leider aber nur in Form von zwei Weibchen,
so dass mir die hübsche namensgebende Färbung der dazugehörigen Männchen leider verborgen blieb.
 | | Sympetrum fonscolombii - Frühe Heidelibelle ♂ |  |
| Nr. 2022.4408kl_r | 100 % | ![4408kl_r]() | Sympetrum fonscolombii Frühe Heidelibelle ♂ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Sympetrum fonscolombii - Frühe Heidelibelle ♀ |  |
| Nr. 2022.4398kl_r | 100 % | ![4398kl_r]() | Sympetrum fonscolombii Frühe Heidelibelle ♀ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Den Anfang machen diesmal die Großlibellen, allen voran zwei Vertreter aus der Gattung
der Sonnenzeiger, welche ihren deutschen Namen aufgrund ihres Verhaltens erhielten, beim Hinsetzen
den Hinterleib steil
in Richtung Sonne zu halten. In dieser, auch Obelisk-Stellung genannten Position, werden zusätzlich
noch die Flügel nach vorn gestellt.
Die meisten Arten der Gattung sind zwar in Afrika beheimatet, aber ein
paar von ihnen, wie der Schwarze und der Violette Sonnenzeiger,
dringen auch bis in den europäischen Teil des Mittelmeers vor.
 | | Trithemis annulata - Violetter Sonnenzeiger ♀ |  |
| Nr. 2022.4257kl_r | 100 % | ![4257kl_r]() | Trithemis annulata Violetter Sonnenzeiger ♀ | 100mm; F/7.1; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Trithemis annulata - Violetter Sonnenzeiger ♀ |  |
| Nr. 2022.4336kl_r | 100 % | ![4336kl_r]() | Trithemis annulata Violetter Sonnenzeiger ♀ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Außerdem konnte man an vielen Stellen auf der Insel, aber vor allem an der Küste, die Frühe Heidelibelle
beobachten. Bei dieser Art handelt es sich um eine Wanderart, welche in vielen Teilen Afrikas, Asiens und Europas zu
finden ist und im Sommer auch in Mitteleuropa umherfliegt.
Ob die Art aufgrund der Klimaerwärmung inzwischen sogar in Deutschland
als Larve überwintert oder jedes Jahr auf's Neue
aus dem Mittelmeerraum einwandert, konnte bisher noch nicht abschließend geklärt werden.
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| Fangschrecken
Das nächste fotografische Kapitel bilden die Mantiden, auch Fangschrecken genannt. Gleich fünf Arten
dieser außergewöhnlichen Insekten konnten wir auf Rhodos bestaunen und drei davon
waren auch für mich neu.
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Den Anfang macht eine Fangschrecke mit dem wissenschaftlichen Namen
Hierodula transcaucasica. Der Name rührt von der ursprünglichen
Verbreitung der Art, zwischen Kaukasus und Zentralasien. Eine deutsche Bezeichnung hat sie bisher
noch nicht bekommen.
 | | Hierodula transcaucasica - Fangschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.4078kl_r | 100 % | ![4078kl_r]() | Hierodula transcaucasica Fangschrecke ♀ | 100mm; F/5.6; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Hierodula transcaucasica - Fangschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.4040kl_r | 100 % | ![4040kl_r]() | Hierodula transcaucasica Fangschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Seit geraumer Zeit breitet sich die Art allerdings sehr stark aus und hat, ausgehend von der
Ukraine, neben der Türkei
und dem Balkan, inzwischen sogar Teile Ungarns und Rumäniens, sowie die Adriaküste und Korsika
erobert. Die nördlichsten Nachweise stammen aus Italien und Österreich.
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Das bis zu 8 cm große Insekt bevorzugt vor allem trockenwarmes, kraut- und buschreiches Gelände und hält sich
dort bevorzugt in Baumkronen auf. Unserem Exemplar reichten an diesem Tage aber Zistrosen- und Wacholderbüsche
für seinen Spaziergang aus, was dem Fotografen die Leiter ersparte.
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 | | Iris oratoria - Mittelmeer-Gottesanbeterin ♀ |  |
| Nr. 2022.4572kl_r | 100 % | ![4572kl_r]() | Iris oratoria Mittelmeer-Gottesanbeterin ♀ | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Typisches
Habitat ist dabei vor allem die mediterrane Macchie, wo sich auch mein Exemplar herumtrieb.
Inzwischen wurde die Art auch in Nordamerika eingeschleppt.
In Europa befindet sie sich inzwischen in Ausbreitung - vermutlich begünstigt durch die allgemeine
Klimaerwärmung. Mal sehen, wann der Räuber auch bei uns in Deutschland auftaucht.
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Ebenfalls ein Novum für mich war die Begegnung mit der Mittelmeer-Gottesanbeterin.
Mit bis zu 6,5 cm Körperlänge ist diese zwar nicht ganz so imposant wie die vorherige Fangschrecke,
aber trotzdem noch ein ganz schöner Brocken.
Die Art hat ihr natürliches Verbreitungsgebiet im Mittelmeerraum und lebt dort bevorzugt in Sträuchern und in
trockenem, buschigem Grasland.
 | | Iris oratoria - Mittelmeer-Gottesanbeterin ♀ |  |
| Nr. 2022.4592kl_r | 100 % | ![4592kl_r]() | Iris oratoria Mittelmeer-Gottesanbeterin ♀ | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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Wie bei all unseren Besuchen am Mittelmeer, war aber natürlich auch diesmal wieder die
Europäische Gottesanbeterin allgegenwärtig. Ein Foto musste trotzdem
sein, vor allem da gerade eine Strand-Prachtschrecke verspeist wurde.
Nach
Sardinien
und unserem heimischen
Garten
war dies nun schon die dritte Begegnung mit der Art in diesem Jahr.
 | | Empusa fasciata - Fangschrecke ♂ juv. |  |
| Nr. 2022.4091kl_r | 100 % | ![4091kl_r]() | Empusa fasciata Fangschrecke ♂ juv. | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Mantis religiosa - Europäische Gottesanbeterin ♀ |  |
| Nr. 2022.4321kl_r | 100 % | ![4321kl_r]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin ♀ | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Wieder eine Neuigkeit für mich, war dagegen der Fund von Empusa fasciata. Leider habe
ich nur ein kleines, noch nicht adultes Männchen vor die Linse bekommen.
Die Art kommt im östlichen Mittelmeerraum von der Türkei, über die Balkanhalbinsel bis hin zum
äußersten Osten Italiens vor.
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Bei der fünften Fangschrecke im Bunde handelt es sich um eine eher kleinere Art, welche mit bis zu 3 cm Körperlänge
gerade einmal halb so groß wie die kleinste der vorherigen Arten wird.
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 | | Ameles heldreichi - Fangschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.4607_08kl_r | 100 % | ![4607_08kl_r]() | Ameles heldreichi Fangschrecke ♂ | 100mm; F/11 (DFF); 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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Ameles heldreichi hat ihr Verbreitungsgebiet vom östlichen Mittelmeerraum bis hin zum Kaspischen Meer.
Der Verbreitungsschwerpunkt liegt dabei rund um das Ägäische Meer - südlich bis Kreta, wo uns die Art vor über
10 Jahren auch schon einmal begegnet ist.
Diesmal fanden wir gleich mehrere Weibchen auf dem Gipfel des Profitis Ilias, wo diese zwischen
Felsen und Kiefernstreu auf Beute hofften. Das Männchen hingegen, das ich aufgrund seiner braun-gelben Färbung
auf den ersten Blick für eine andere Art hielt,
flog mir an der Küste vor die Füße.
 | | Ameles heldreichi - Fangschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.4515kl_r | 100 % | ![4515kl_r]() | Ameles heldreichi Fangschrecke ♀ | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Im Gegensatz zu den vier vorherigen Arten, welche auch höhere Ansitze, wie Bäume und Büsche nutzen, hält sich diese
kleine Fangschrecke eher am Boden und im Gras auf.
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Vielen Dank an Christian Schwarz für seine Hilfe bei der Bestimmung der einzelnen Mantiden-Arten!
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| Schrecken und eine Grille
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 | | Aiolopus strepens - Braune Strandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.4603bkl_r | 100 % | ![4603bkl_r]() | Aiolopus strepens Braune Strandschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Beide Arten kommen recht häufig im Mittelmeerraum vor und bevorzugen dort sonniges, aber nicht zu trockenes Ödland
als Lebensraum.
Aber während die Grüne Strandschrecke auch weiter nördlich vorkommt und sogar bis in den Süden Deutschlands
vordringt, ist deren braunes Pendant ausschließlich in wärmeren Gefilden heimisch. Außer im mediterranen Raum findet man sie z.B. noch
in Kleinasien, im Nahen Osten und auf den Kanaren.
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Nun aber endlich zu den hüpfenden Lieblingen meines kleinen naturforschenden Stammhalters. Aufgrund des fortgeschrittenen Jahres waren aber
zu dessen Leidwesen diesmal leider keine Langfühlerschrecken dabei.
Den Anfang machen zwei Vertreter der Gattung Aiolopus. Neben der uns schon aus Sardinien
bekannten Braunen Strandschrecke, konnten wir diesmal auch deren grünen "Cousin" beobachten.
 | | Aiolopus thalassinus - Grüne Strandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.4206bkl | 100 % | ![4206bkl]() | Aiolopus thalassinus Grüne Strandschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Auch die Kegelkopfschrecke bevorzugt wärmere Gefilde. Neben Südeuropa und den Kanarischen Inseln ist sie in Teilen Afrikas
und Asiens beheimatet. Die Art mag lückige, teilweise mit höherwüchsiger Vegetation durchsetzte Lebensräume. Wir fanden sie hauptsächlich
in den Dünen der Küstenbereiche rund um unser Hotel.
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 | | Pyrgomorpha conica - Kegelkopfschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.4012klb_r | 100 % | ![4012klb_r]() | Pyrgomorpha conica Kegelkopfschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Pyrgomorpha conica - Kegelkopfschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.4021_22kl_r | 100 % | ![4021_22kl_r]() | Pyrgomorpha conica Kegelkopfschrecke ♂ | 100mm; F/8 (DFF); 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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Wie diese Schrecke zu ihrem deutschen Namen gekommen ist, sollte man auf den Fotos gut erkennen können.
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Während die Kegelkopfschrecke ein sehr dankbares Fotomotiv war, brauchte ich den gesamten Urlaub,
um beide Geschlechter der auf Rhodos omnipräsenten Strand-Prachtschrecke
wenigstens einmal vor die Linse zu bekommen. Schuld war das ausgeprägte Fluchtverhalten der Art.
Beim geringsten Annäherungsversuch verkriechen sich die Tiere in den erstbesten, meist gut bedornten
Busch in ihrer Nähe.
 | | Heteracris littoralis - Strand-Prachtschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.4311bkl_r | 100 % | ![4311bkl_r]() | Heteracris littoralis Strand-Prachtschrecke ♀ | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Heteracris littoralis - Strand-Prachtschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.4147kl_r | 100 % | ![4147kl_r]() | Heteracris littoralis Strand-Prachtschrecke ♂ | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Die hübsche Schrecke kommt im Mittelmeergebiet, auf den Kanarischen Inseln und in Teilen Afrikas und Asiens vor.
Meist werden Dünen und andere Küstengebiete besiedelt. Hier in Rhodos fanden wir die Art allerdings auch im
Inland rund um den Gadoura Stausee. Aufgrund der touristischen Beeinflussung der meisten Strände am Mittelmeer,
ist die Art leider sehr stark gefährdet.
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Die nächste Art bewohnt zwar auch Strände und Dünen, ist aber genauso in anderen trockenen
Biotopen zu finden - in Rhodos meist in großer Anzahl. Zudem fanden wir von Oedipoda miniata auf der Insel
gleich zwei Unterarten. Neben der typischen rotflügeligen Variante konnten wir auch die Unterart diversipicta
beobachten, welche gelbe Flügel
( ) aufweist. Die Schrecke kommt in Südeuropa, Nordafrika und dem Nahen
Osten vor.
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 | | Oedipoda miniata - Östliche Ödlandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.4048bkl_r | 100 % | ![4048bkl_r]() | Oedipoda miniata Östliche Ödlandschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Oedipoda miniata - Östliche Ödlandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.4341kl_r | 100 % | ![4341kl_r]() | Oedipoda miniata Östliche Ödlandschrecke ♂ | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Oedipoda miniata var. diversipicta - Östliche Ödlandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.4293kl_r | 100 % | ![4293kl_r]() | Oedipoda miniata var. diversipicta Östliche Ödlandschrecke ♀ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Oedipoda miniata var. diversipicta - Östliche Ödlandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.4317kl_r | 100 % | ![4317kl_r]() | Oedipoda miniata var. diversipicta Östliche Ödlandschrecke ♂ | 100mm; F/6.3; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Meist ausschließlich auf Sand- und Küstenbiotope beschränkt, sind die Vertreter der Gattung Sphingonotus.
Griechenland ist bezüglich Sandschrecken aber leider nicht so gut erforscht und zudem ist bei der hier auf dem Dodekanes endemischen
Sphingonotus crivellarii der Status unklar. Daher können unsere Funde leider nicht bis zur Art bestimmt werden.
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 | | Sphingonotus sp. - Sandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.4025kl_r | 100 % | ![4025kl_r]() | Sphingonotus sp. Sandschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Sphingonotus sp. - Sandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.4004kl_r | 100 % | ![4004kl_r]() | Sphingonotus sp. Sandschrecke ♂ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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Bei der nächsten Schrecke gibt es dagegen keine Verwechslungsmöglichkeiten. Der Ägäische Streichholz-Grashüpfer
ist der einzige Vertreter seiner Gattung in Griechenland. Die Art besiedelt trockenwarmes Brachland, Dünen, trockene Bachbetten
und ähnliche Standorte.
 | | Pezotettix lagoi - Rhodischer Macchien-Grashüpfer ♂ + ♀ |  |
| Nr. 2022.4483kl_r | 100 % | ![4483kl_r]() | Pezotettix lagoi Rhodischer Macchien-Grashüpfer ♂ + ♀ | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Ochrilidia pruinosa - Ägäischer Streichholz-Grashüpfer |  |
| Nr. 2022.4289kl_r | 100 % | ![4289kl_r]() | Ochrilidia pruinosa Ägäischer Streichholz-Grashüpfer | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Genau so eindeutig ist die Bestimmung des Rhodischen Macchien-Grashüpfers möglich. Diese kleine, flugunfähige Kurzfühlerschrecke
kommt nur auf den Inseln Kalymnos, Kos und Rhodos vor. Uns begegnete sie sowohl in den Dünen an der Küste als auch im Kiefernstreu auf dem Gipfel des
Profitis Ilias.
|
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Bei dem Pärchen Nasenschrecken wird es nun wieder schwieriger. Auf Rhodos kommen zwei Arten der Gattung
Acrida infrage, welche anhand von Fotos leider kaum zu unterscheiden sind. Das entscheidende Merkmal - die Form
der Subgenitalplatte des Männchens - ist auch auf meinen Bildern leider nicht richtig zu erkennen. Daher muss es bei der Gattung bleiben.
 | | Acrida sp. - Nasenschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.4230kl_r | 100 % | ![4230kl_r]() | Acrida sp. Nasenschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Den Abschluss des Hüpfer-Abschnitts bildet eine weibliche Buschgrille. Die wärmeliebende Art ist rings ums Mittelmeer
weit verbreitet und kommt im Osten bis ans Schwarze Meer vor. Als Lebensraum werden Stauden und Gebüsche entlang von gut besonnten
Wald- und Wegrändern bevorzugt.
Im Gegensatz zu vielen anderen Grillen kann diese vollständig flügellose Art keine Gesänge oder anderweitige Formen von Geräuschen erzeugen.
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 | | Acrida sp. - Nasenschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.4237kl_r | 100 % | ![4237kl_r]() | Acrida sp. Nasenschrecke ♂ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Arachnocephalus vestitus - Buschgrille ♀ |  |
| Nr. 2022.4551kl_r | 100 % | ![4551kl_r]() | Arachnocephalus vestitus Buschgrille ♀ | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Wie schon bei den sardischen Hüpferlingen aus diesem Jahr, möchte ich mich
auch diesmal ganz herzlich bei Axel Hochkirch für seine Hilfe bei der Schrecken-Bestimmung bedanken!
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| Sonstiges Getier
Den Abschluss unserer faunistischen Begegnungen bildet ein Konglomerat aus diversem Getier, bei
dem es nicht zu einem eigenen Abschnitt gereicht hat.
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 | | Ocypode cursor - Atlantische Geisterkrabbe |  |
| Nr. 2022.4108kl_r | 100 % | ![4108kl_r]() | Ocypode cursor Atlantische Geisterkrabbe | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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Im äußersten Süden von Rhodos begegnete uns bei einer Strandwanderung ein Jungtier einer Atlantischen Geisterkrabbe,
welches wir überhaupt nur wahrnahmen, weil es wieselflink von uns wegrannte. Denn trotz seiner hübschen roten Flecken auf den
Beinen, verschmolz die kleine Krabbe mit dem Untergrund, sobald sie sich nicht mehr bewegte.
Interessanterweise kommt die Art sowohl im östlichen Mittelmeer als auch in den tropischen Teilen des östlichen Atlantiks vor, nicht aber
im westlichen Mittelmeer, welches diese beiden Bereiche miteinander verbindet. Vermutlich ist die Population während einer Warmzeit ins Mittelmeer
gelangt und später bei einer anschließenden kühleren Periode auf den wärmeren östlichen Teil beschränkt und so isoliert worden.
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 | | Ocypode cursor - Atlantische Geisterkrabbe |  |
| Nr. 2022.4115kl_r | 100 % | ![4115kl_r]() | Ocypode cursor Atlantische Geisterkrabbe | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Ocypode cursor - Atlantische Geisterkrabbe |  |
| Nr. 2022.4120kl_r | 100 % | ![4120kl_r]() | Ocypode cursor Atlantische Geisterkrabbe | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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Die Körpergröße erwachsener Krabben dieser Art kann bis zu 6 cm erreichen. Unser Jungtier war mit höchstens 2 cm also noch ein Winzling. Und
dieser hatte nach einigen Minuten auch keine Lust mehr auf Fotoshooting und verbuddelte sich binnen weniger Sekunden im Sand, so dass nur
noch seine Augen zu sehen waren.
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 | | Hemelytroblatta ebneri - Schabe |  |
| Nr. 2022.4370kl_r | 100 % | ![4370kl_r]() | Hemelytroblatta ebneri Schabe | 100mm; F/7.1; 1/640s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Darüber hinaus findet man fast keine Infos zur Art. Lediglich das Verbreitungsgebiet, das sich auf Syrien,
die Türkei und Rhodos beschränkt, konnte ich eruieren. Uns begegnete das Tierchen an der Küste von Lindos, wo es
dem Fotografen direkt vor die Füße flog.
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Das nächste Motiv war von Anfang an nicht sehr umgänglich, so dass ich am Ende froh war überhaupt ein
paar zeigenswerte Fotos erhascht zu haben. Denn besonders oft wurde die Schabe Hemelytroblatta ebneri
bisher wohl noch nicht lebend abgelichtet.
 | | Hemelytroblatta ebneri - Schabe |  |
| Nr. 2022.4373kl_r | 100 % | ![4373kl_r]() | Hemelytroblatta ebneri Schabe | 100mm; F/7.1; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Hipparchia syriaca ssp. ghigii - Balkan-Waldportier |  |
| Nr. 2022.4462kl_r | 100 % | ![4462kl_r]() | Hipparchia syriaca ssp. ghigii Balkan-Waldportier | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Anders sieht es mit dem Skorpion Aegaeobuthus gibbosus aus, welcher überall
im östlichen Mittelmeerraum weit verbreitet und uns auch schon auf Kos und
beim letzten Rhodos-Tripp begegnet ist - damals
allerdings noch unter anderem Gattungsnamen ;-)
 | | Ophisops elegans macrodactylus - Europäisches Schlangenauge |  |
| Nr. 2022.4177kl_r | 100 % | ![4177kl_r]() | Ophisops elegans macrodactylus Europäisches Schlangenauge | 100mm; F/6.3; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
|
Auch mit Flügeln ausgestattet, aber einer völlig anderen Ordnung angehörend, ist der
Balkan-Waldportier. Dieser recht große aber unscheinbare Tagfalter ist auf
Rhodos in der Unterart ghigii endemisch - das heißt, er kommt nur hier auf der Insel
vor.
 | | Aegaeobuthus gibbosus - Skorpion |  |
| Nr. 2022.4156kl_r | 100 % | ![4156kl_r]() | Aegaeobuthus gibbosus Skorpion | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Zu guter Letzt kommt mit dem flinken Europäischen Schlangenauge nun noch das diesmal einzige fotografierte
Wirbeltier des Urlaubs.
In Europa ist diese hübsche kleine Eidechse auf dem griechischen Festland und einigen Inseln beheimatet. In
Rhodos kommt sie in der Unterart macrodactylus vor und ist hier auch nicht selten anzutreffen.
Uns begegneten diese kleinen Jäger allerorts bei unseren Ausflügen, selbst bei extremer Hitze in der prallen Mittagssonne - meistens
allerdings nur in Form eines vorbeihuschenden Schattens oder maximal einer Schwanzspitze.
|

|
Beim Rhodischen Lauch handelt es sich um einen Endemiten der Ostägäischen Inseln – Rhodes, Tilos und Symi.
Uns begegneten die zarten Blüten dieses erst im Jahre 2008 als eigene Art beschriebenen Liliengewächses auf der
Halbinsel Prasonisi, ganz im Süden von Rhodos.
Genau dort konnten wir auch die Veraltete Narzisse und den Herbst-Blaustern beobachten. Im Gegensatz
zu vorheriger Art kommen diese beiden Schönheiten allerdings im gesamten Mittelmeerraum vor.
Der Krokus Crocus tournefortii wiederrum kommt lediglich im Südosten Griechenlands, auf Kreta und auf den Inseln Chalki und Rhodos vor. Wir durften
seine hübschen Blüten in größerer Anzahl zwischen den Felsen auf dem Gipfel des Profitis Ilias bewundern.
 | | Crocus tournefortii - Krokus |  |
| Nr. 2022.4454kl_r | 100 % | ![4454kl_r]() | Crocus tournefortii Krokus | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Crocus tournefortii - Krokus |  |
| Nr. 2022.4456kl_r | 100 % | ![4456kl_r]() | Crocus tournefortii Krokus | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Als letztes nun noch zwei gelbblühende eher unscheinbare Vertreter der rhodischen Flora.
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Bei einer Küstenwanderung in der Nähe von Lindos blühten am Wegesrand einige Exemplare des
Herbst-Hahnenfußes. Die Art ist im Mittelmeerraum weit verbreitet und bevorzugt
dabei vegetationsarme Standorte, wie Felsfluren, Olivenhaine oder Äcker.
 | | Ononis ramosissima - Vielästige Hauhechel |  |
| Nr. 2022.4220kl_r | 100 % | ![4220kl_r]() | Ononis ramosissima Vielästige Hauhechel | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Ranunculus bullatus - Herbst-Hahnenfuß |  |
| Nr. 2022.4361kl_r | 100 % | ![4361kl_r]() | Ranunculus bullatus Herbst-Hahnenfuß | 100mm; F/7.1; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Großflächige Polster bildet hingegen die Vielästige Hauhechel. Auch dieser Vertreter
der Schmetterlingsblütengewächse kommt im gesamten mediterranen Raum vor. Von der im Frühling und Sommer
üppig sattgelben Blütenpracht der Pflanzen waren um diese Jahreszeit allerdings meist nur noch wenige
vereinzelte Blüten übrig.
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| 11.07. - 18.07.2022 - Sardinien...
Nach zwei Jahren Reisebeschränkungen und damit verbundener Mittelmeer-Abstinenz unsererseits, ging es in diesem Jahr endlich mal
wieder in die so lange heiß ersehnte mediterrane Sonne. Aufgrund der guten Erfahrungen in der Vergangenheit hatten wir uns für
die schöne Insel Sardinien entschieden.
Leider war es aber ausgesprochen heiß - was einem im Hochsommer am Mittelmeer natürlich völlig unerwartet trifft ;-)
Die Hitze und der Lebenszyklus der meisten hier heimischen Insekten schränkten die Vielfalt der Fotomotive ziemlich ein.
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Kurzfühlerschrecken
Nicht betroffen davon war allerdings die Schrecken-Fauna der Insel, die um diese Jahreszeit
sehr arten-, aber vor allem auch individuenreich schien. Am meisten war daher der junge Heuschreckenforscher
an unserer Seite begeistert - und die Anschaffung der Fachliteratur hatte sich auch gelohnt.
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Die meisten Kurzfühlerschrecken begegneten uns an den Küsten der Insel, vor allem an
naturbelassenen Sand- und Kies-Stränden und deren Umgebung.
Sehr häufig hüpfte uns dabei die Schlanke Ödlandschrecke vor die Füße, deren orange-rote
Unterflügel einem bei jeder Flucht sofort auffielen.
Die Art ist in Südeuropa weit verbreitet und bevorzugt sandige oder steinige, wenig bewachsene Stellen in
niedrigen Lagen.
 | | Aiolopus strepens - Braune Strandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.1858kl_r | 100 % | ![1858kl_r]() | Aiolopus strepens Braune Strandschrecke ♀ | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Vorwiegend bei Ausflügen ins Gebirge konnten wir die Sardische Ödlandschrecke
beobachten. Diese Unterart, der uns bereits aus heimischen Gefilden bekannten Blauflügeligen Ödlandschrecke,
kommt nur auf der Insel Sardinien vor. In den steinigen, offenen Habitaten am Monte Albo war sie in großer
Individuendichte anzutreffen.
 | | Dociostaurus jagoi - Jagos Kreuzschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.2488kl_r | 100 % | ![2488kl_r]() | Dociostaurus jagoi Jagos Kreuzschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Auf dem Gipfel der Punta Balistreri im Monte Limbara Gebirgsmassiv hüpfte uns eine
Gutaussehende Kreuzschrecke über den Weg. Vermutlich hatte diese der Wind hier
hoch verweht, denn außer diesem einzelnen Männchen war weit und breit kein anderes Individuum der
Art zu finden. Besonders auffallend waren die knallroten Hinterbeine des Tieres.
Das Verbreitungsgebiet dieser Feldheuschrecke reicht von Nordafrika und Spanien über
Frankreich und Osteuropa bis weit in den zentralasiatischen Raum. Sie besiedelt dabei besonders extrem
heiße Habitate, wie Felshänge und steppenartige Lebensräume.
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 | | Acrotylus patruelis - Schlanke Ödlandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.1873kl_r | 100 % | ![1873kl_r]() | Acrotylus patruelis Schlanke Ödlandschrecke ♂ | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Anders als die Braune Strandschrecke, welche zwar auch rund ums Mittelmeer weit
verbreitet ist, aber dabei von den Küsten bis weit über 1.500 m hoch ins Gebirge vordringt. Uns begegnete
die bis zu 3 cm große, blaugefügelte Art, direkt am Strand unseres Hotels.
 | | Oedipoda caerulescens sardeti - Sardische Ödlandschrecke |  |
| Nr. 2022.2604kl_r | 100 % | ![2604kl_r]() | Oedipoda caerulescens sardeti Sardische Ödlandschrecke | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Von Jagos Kreuzschrecke hingegen konnten wir während unseres Aufenthalts allerdings nur
ein weibliches Exemplar aufspüren.
Auch diese Art besiedelt trockene, wenig bewachsene Habitate wie Küstendünen und steinige Flächen. Sie
ist von Südwesteuropa bis nach Kleinasien verbreitet.
 | | Oedaleus decorus - Gutaussehende Kreuzschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.2433_34kl_r | 100 % | ![2433_34kl_r]() | Oedaleus decorus Gutaussehende Kreuzschrecke ♂ | 100mm; F/9 (DFF); 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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Langfühlerschrecken
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 | | Uromenus brevicollis insularis - Insel Sattelschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.2348kl_r | 100 % | ![2348kl_r]() | Uromenus brevicollis insularis Insel Sattelschrecke ♂ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Wie viele Laubheuschrecken besiedelt auch diese Art meist höherwüchsige und gebüschdurchsetzte
Biotope. Wir fanden die flügellosen Riesen vorwiegend in Hochstaudenfluren und in Brombeerhecken am Wegrand.
 | | Leptophyes punctatissima - Punktierte Zartschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.2326kl_r | 100 % | ![2326kl_r]() | Leptophyes punctatissima Punktierte Zartschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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Im gebirgigen Innern der Insel begegneten uns außerdem auch ein paar Langfühlerschrecken.
Die mit ca. 3 cm Körpergröße beeindruckendste von ihnen war dabei die Insel Sattelschrecke.
Diese Unterart der im westlichen Mittelmeerraum mit weiteren Subspezies vertretenen Uromenus brevicollis kommt nur auf Korsika und
Sardinien vor, ist hier allerdings überall recht häufig anzutreffen.
Wir konnten die imposanten Tiere sowohl im Monte Limbara Massiv als auch am Monte Albo beobachten.
 | | Uromenus brevicollis insularis - Insel Sattelschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.1831kl_r | 100 % | ![1831kl_r]() | Uromenus brevicollis insularis Insel Sattelschrecke ♀ | 100mm; F/5.6; 1/640s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Nicht ganz so auffällig und auch bei uns in Mitteleuropa weit verbreitet ist die Punktierte Zartschrecke,
welche uns in Form eines einzelnen Weibchens auf dem Gipfel der Punta Balistreri begegnete.
Auch dieser Vertreter der Langfühlerschrecken ist sattgrün gefärbt und flügellos, wird jedoch im Gegensatz zu vorheriger Art
maximal 1,8 cm groß.
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Alles andere als ein Einzelfund war hingegen das Auftreten der Mittleren Beißschrecke in der Gipfelregion des Monte
Limbara Massiv. Die Tiere kamen dort so häufig vor, dass quasi fast jede vor uns auffliegende Langfühlerschrecke dieser
Art angehörte.
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Die Schrecke ist in Südeuropa und Nordafrika verbreitet und besiedelt meist trockenwarme Habitate mit halboffener
Vegetation. Dabei kommt sie von den Küsten bis ins Gebirge vor.
 | | Platycleis intermedia - Mittlere Beißschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.2454kl_r | 100 % | ![2454kl_r]() | Platycleis intermedia Mittlere Beißschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Platycleis intermedia - Mittlere Beißschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.2458kl_r | 100 % | ![2458kl_r]() | Platycleis intermedia Mittlere Beißschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Platycleis intermedia - Mittlere Beißschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.2367bkl_r | 100 % | ![2367bkl_r]() | Platycleis intermedia Mittlere Beißschrecke ♂ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Mit bis zu 2,7 cm Körpergröße ist die Art eine der größten Vertreter ihrer Gattung in Europa.
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Wenn es allerdings um große europäische Beißschrecken geht, wird sie locker durch den
bis zu 4 cm großen Südlichen Warzenbeißer übertrumpft.
Ein Weibchen dieser Art begegnete uns direkt bei unserem Hotel an der Küste von Budoni und ich
muss zugeben, dass selbst ich ziemlich davon beeindruckt war - vom Sohnemann ganz zu schweigen.
Die Schrecke kommt weit verbreitet im Mittelmeerraum vor, hält sich dabei aber wohl recht streng
an die Küstenlinie.
Im Gegensatz zu unserem einheimischen Warzenbeißer, welcher meist auf Trockenrasen anzutreffen
ist, bevorzugt sein mediterraner Cousin eher Sträucher und Gebüsche als Lebensraum.
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 | | Decticus albifrons - Südlicher Warzenbeißer ♀ |  |
| Nr. 2022.2522kl_r | 100 % | ![2522kl_r]() | Decticus albifrons Südlicher Warzenbeißer ♀ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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Das letzte langfühlerische, sardische Schreckenhighlight bewohnte in großer Zahl eine Wiese gleich hinter der Düne neben unserem
Hotel. Die Rede ist von der wunderschönen Lilienblatt-Sichelschrecke.
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Die Art ist in Südeuropa recht häufig, kommt aber nördlich der Alpen nicht vor. Beeindruckend sind vor allem ihre extrem langen Fühler,
die bis zu dreimal so lang sind wie der Körper der Tiere.
 | | Tylopsis lilifolia - Lilienblatt-Sichelschrecke ♀ |  |
| Nr. 2022.1978kl_r | 100 % | ![1978kl_r]() | Tylopsis lilifolia Lilienblatt-Sichelschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Die hübsche Schrecke besiedelt Säume, buschige Magerrasen, Waldränder und anderes, reich strukturiertes Gelände und kommt, wie in unserem
Fall, häufig in hoher Populationsdichte vor.
 | | Tylopsis lilifolia - Lilienblatt-Sichelschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.2560kl_r | 100 % | ![2560kl_r]() | Tylopsis lilifolia Lilienblatt-Sichelschrecke ♂ | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Tylopsis lilifolia - Lilienblatt-Sichelschrecke ♂ |  |
| Nr. 2022.2074kl_r | 100 % | ![2074kl_r]() | Tylopsis lilifolia Lilienblatt-Sichelschrecke ♂ | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Farblich konnten wir zwei Variationen auf Sardinien beobachten, wobei Sichtungen von grünen Exemplaren sich auf das bergige Hinterland der
Insel beschränkten. An der Küste waren alle Exemplare braun gefärbt.
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Schmetterlinge
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 | | Celastrina argiolus - Faulbaum-Bläuling |  |
| Nr. 2022.1820bkl_r | 100 % | ![1820bkl_r]() | Celastrina argiolus Faulbaum-Bläuling | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 3200
Canon EOS 5D Mark IV |
Der Südliche Sonnenröschen-Bläuling hingegen
kommt nur in Südeuropa, Nord-Afrika und auf den Kanaren vor. Interessanterweise fliegt die Art jedoch zwar auf Sardinien aber
nicht auf Korsika, wo sie vom Kleinen Sonnenröschen-Bläuling ersetzt wird.
Dass es sich um eigenständige Arten handelt, wurde inzwischen mithilfe von DNA-Analysen nachgewiesen. Warum
die beiden Arten allerdings nicht die Straße von Bonifacio überfliegen, ist mir schleierhaft.
 | | Coenonympha corinna corinna - Korsischer Heufalter |  |
| Nr. 2022.1769bkl_r | 100 % | ![1769bkl_r]() | Coenonympha corinna corinna Korsischer Heufalter | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Dass es sich bei den nächsten beiden Faltern um unterschiedliche Arten handelt, habe ich erst bei der Sichtung
der Bilder erkannt. Zwar sind beide
deutlich voneinander zu unterscheiden, aber "im Feld" kann man den zusätzlichen weißen Punkt im schwarzen Auge wohl schnell mal
übersehen ;-)
 | | Pyronia cecilia - Südliches Ochsenauge |  |
| Nr. 2022.1774kl_r | 100 % | ![1774kl_r]() | Pyronia cecilia Südliches Ochsenauge | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Hipparchia aristaeus - Korsischer Waldportier ♀ |  |
| Nr. 2022.2132kl_r | 100 % | ![2132kl_r]() | Hipparchia aristaeus Korsischer Waldportier ♀ | 100mm; F/10; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Den nächsten Falter könnte man auf den ersten Blick für einen Zitronenfalter halten - vor allem, wenn man ein
weibliches Exemplar vor sich hat. In Wirklichkeit handelt es sich aber um dessen südliches Pendant.
Die Männchen des Kleopatra-Falters unterscheiden sich allerdings deutlich von unserem heimischen Vertreter
der Gattung. Außer der typischen gelben
Färbung weisen diese zusätzlich noch große orange Flecke auf der Oberseite ihrer Vorderflügel auf.
 | | Lycaena phlaeas - Kleiner Feuerfalter |  |
| Nr. 2022.2285kl_r | 100 % | ![2285kl_r]() | Lycaena phlaeas Kleiner Feuerfalter | 100mm; F/4.5; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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...und wir kommen zu den Schmetterlingen.
Auch hier sah es aufgrund des fortgeschrittenen Jahres ziemlich mager aus und lediglich vereinzelt konnte
man noch ein paar Flattermänner beobachten.
Meist waren es kleinere Tagfalterarten, wie der Faulbaum-Bläuling, der uns an den Brombeergebüschen
entlang der Straßen durch den Monte Albo begegnete.
Die Art kommt auch bei uns in Mitteleuropa vor, ist mir in unseren heimischen Gefilden bisher
aber noch nie begegnet.
 | | Aricia cramera - Südlicher Sonnenröschen-Bläuling |  |
| Nr. 2022.1822kl_r | 100 % | ![1822kl_r]() | Aricia cramera Südlicher Sonnenröschen-Bläuling | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
In seiner Verbreitung ausschließlich auf Korsika und Sardinien beschränkt ist der Korsische Heufalter,
der uns sowohl am Monte Albo als auch im Gennargentu-Gebirge in größerer Zahl über den Weg flog.
Direkt an der Küste begegnete uns ein einzelnes Exemplar eines Malven-Dickkopffalters, einer
Art, die man wiederum auch bei uns in Mitteleuropa antreffen kann, hier allerdings vor allem in besonders wärmebegünstigten
Regionen.
 | | Carcharodus alceae - Malven-Dickkopffalter |  |
| Nr. 2022.1917kl_r | 100 % | ![1917kl_r]() | Carcharodus alceae Malven-Dickkopffalter | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Während das Südliche Ochsenauge rund ums Mittelmeer in trockenen Habitaten
mit oft nur wenig Vegetation weit verbreitet ist, fliegt der
der Korsische Waldportier nur auf Korsika, Sardinien und Elba umher.
Beide Arten konnten wir an vorwiegend felsigen Stellen im Monte Albo beobachten - meistens beim Besuch der letzten
noch nektarspendenden Korbblütler der Saison.
 | | Gonepteryx cleopatra - Kleopatra-Falter ♀ |  |
| Nr. 2022.1782kl_r | 100 % | ![1782kl_r]() | Gonepteryx cleopatra Kleopatra-Falter ♀ | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Der letzte kleine Flattermann ist mir auch schon vor meiner heimischen Haustür
ein-,
zweimal über den Weg geflogen,
was
aber auch kein Wunder ist, denn der Kleine Feuerfalter ist in weiten Teilen der Nordhalbkugel verbreitet.
Man findet ihn
von Nordamerika über ganz Europa und Nordafrika bis in die gemäßigten Breiten Asiens und Japans.
Der Falter stellt keine sehr hohen Ansprüche an seinen Lebensraum und kommt daher in den unterschiedlichsten Biotopen vor. Die
Raupen ernähren sich von verschiedenen Ampferarten.
Und das war's auch leider schon mit den sardischen Falterfunden.
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Vielen Dank an Peter Rückheim und die Mitglieder des Lepiforums für die Hilfe bei der Bestimmung!
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Sonstige Insekten
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 | | Cicada orni - Mannasingzikade ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2022.1926kl_r | 100 % | ![1926kl_r]() | Cicada orni Mannasingzikade ♀ + ♂ | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 2500
Canon EOS 5D Mark IV |
In unserem Fall waren dies hunderte von Mannasingzikaden, welche sich
direkt bei unserem Hotel im Küstendünenwald tummelten. Und wenn man ganz großes Glück hat,
findet man auch mal ein Pärchen beim Liebesspiel an einem Kiefernstamm.
Die Art ist überall am Mittelmeer verbreitet und auch in wärmebegünstigten Regionen
Mitteleuropas zu finden. Sogar in Baden-Württemberg gibt es eine Population der bis zu 3 cm
großen Tiere.
Danke an Thomas Hertach für die Bestätigung meiner Bestimmung!
|
Wer schon mal im Sommer am Mittelmeer unterwegs war, wird das ohrenbetäubende Zirpen kennen, welches
oft aus den Gebüschen und Bäumen am Wegesrand zu hören ist. Meist kann man die Urheber dieser
irren Geräuschkulisse allerdings nicht ausmachen.
Wenn man sich jedoch mal die Mühe macht der Quelle zu folgen und diese sich nicht gleich mit
einem weiten Satz plus meterweiter Flugeinlage davonmacht, wird man eine der vielen im mediterranen
Raum heimischen Singzikaden vorfinden.
 | | Cicada orni - Mannasingzikade ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2022.1930bkl_r | 100 % | ![1930bkl_r]() | Cicada orni Mannasingzikade ♀ + ♂ | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 1600
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Bacillus rossius - Mittelmeer-Stabschrecke ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2022.3977_93bkl_r | 100 % | ![3977_93bkl_r]() | Bacillus rossius Mittelmeer-Stabschrecke ♀ + ♂ | 100mm; F/4 (DFF); 1/60s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Ein Highlight des Urlaubs war der Fund der Mittelmeer-Stabschrecke. Die Art ist hauptsächlich im nordwestlichen Mittelmeerraum
verbreitet und dort auch meist nicht selten. Uns ist das graziele Insekt bisher allerdings auf unseren Reisen ins Mediterrane noch nie begegnet.
Die Färbung der Art variiert von hellgrün bis dunkelbraun. Weibliche Tiere können bis 10 cm groß werden, Männchen sind mit einer maximalen Körperlänge
von 6 cm deutlich kleiner. Letzere sind allerdings recht selten, da die Art zur Parthenogenese fähig ist. Das heißt, sie kann sich auch
ungeschlechtlich fortpflanzen.
Die zu den Gespenstschrecken gehörende Spezies bevorzugt trockene, strukturreiche Lebensräume, wo sie Gebüsche und Bäume bewohnt.
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Was die Beobachtung von Libellen betrifft, war unser Urlaub nicht sehr ergiebig. Zum einen war da
ein Weibchen eines Südlichen Blaupfeils, welches direkt am Gipfel der Punta Balistreri
auf einem Weg patrouillierte.
Die auf Korsika und Sardinien heimische Unterart unterscheidet sich farblich von der im Rest der Paläarktis
heimischen Nominatform der Art. Letztere ist aufgrund der allgemeinen Klimaerwärmung auch bei uns in Deutschland
in geeigneten Biotopen immer häufiger anzutreffen.
 | | Calopteryx haemorrhoidalis - Bronzene Prachtlibelle ♂ |  |
| Nr. 2022.2171kl_r | 100 % | ![2171kl_r]() | Calopteryx haemorrhoidalis Bronzene Prachtlibelle ♂ | 100mm; F/5.6; 1/320s; ISO 5000
Canon EOS 5D Mark IV |
So, und nun kommen wir auch schon zum letzten Insekt auf der Liste der fotografischen Urlaubsmitbringsel.
Am Mittelmeer konnte ich inzwischen schon einige Vertreter aus der Familie der Ameisenjungfern beobachten, eine
mit 2 cm Körpergröße derartig kleine Art wie Macronemurus appendiculatus ist mir bis dato aber noch nie untergekommen.
Die hübschen Netzflügler sind allerdings in Südeuropa weit verbreitet und kommen - so wie in unserem Fall - häufig auch in
hohen Populationsdichten vor.
 | | Allium parciflorum - Lauch |  |
| Nr. 2022.2361kl_r | 100 % | ![2361kl_r]() | Allium parciflorum Lauch | 100mm; F/5.6; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Orthetrum brunneum ssp. cycnos - Südlicher Blaupfeil ♀ |  |
| Nr. 2022.2397kl_r | 100 % | ![2397kl_r]() | Orthetrum brunneum ssp. cycnos Südlicher Blaupfeil ♀ | 100mm; F/5.6; 1/800s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Beim anderen fliegenden Räuber handelte es sich um eine ganze "Schar" Bronzener Prachtlibellen, die in
einem feuchten, schattigen Flusstal umherflog und von der ich - trotz dutzender Versuche - leider nur ein einzelnes Männchen
vor
die Linse bekam.
Die Flügel der Weibchen sind komplett bronzefarben, was auch den Namen dieser hübschen Kleinlibelle erklärt. Der Verbreitungsschwerpunkt
der Art liegt im westlichen Mittelmeerraum und in Nordafrika.
Danke an Andreas T. Hein bezüglich seines Hinweises in Sachen Blaupfeil!
 | | Macronemurus appendiculatus - Ameisenjungfer ♀ |  |
| Nr. 2022.1748bkl_r | 100 % | ![1748bkl_r]() | Macronemurus appendiculatus Ameisenjungfer ♀ | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Sein wissenschaftlicher "Nachname" bezieht sich auf die langen Genitalanhänge am Ende des Hinterleibs
der Männchen, von denen uns leider aber keins über den Weg geflogen ist.
Das einzige botanische Highlight inmitten der ansonsten schon ziemlich verbrannten Vegetation der Insel, betraf den Fund eines
auf Korsika und Sardinien endemischen Lauchs mit dem wissenschaftlichen Namen Allium parciflorum, welcher seine hübschen
Blüten am Gipfel der Punta Balistreri im Monte Limbara Gebirgsmassiv, zwischen den Ästen dorniger Zwergsträucher hindurch schob. Schachtelsatzende!
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Reptilien
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 | | Podarcis tiliguerta - Tyrrhenische Mauereidechse |  |
| Nr. 2022.2089kl_r | 100 % | ![2089kl_r]() | Podarcis tiliguerta Tyrrhenische Mauereidechse | 100mm; F/6.3; 1/1250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Ob an der Meeresküste oder in den höchsten Lagen der Inselgebirge,
überall huschten diese wechselwarmen, flinken Schönheiten rings um uns herum - allen voran die allgegenwärtige
Tyrrhenische Mauereidechse.
 | | Podarcis tiliguerta - Tyrrhenische Mauereidechse |  |
| Nr. 2022.2352kl_r | 100 % | ![2352kl_r]() | Podarcis tiliguerta Tyrrhenische Mauereidechse | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Im Gegensatz zu den Insekten ist der Hochsommer für die Beobachtung der sardische Reptilienfauna
eine sehr gute Zeit - zumindest kam dies uns auf unseren vielen Wanderungen so vor.
 | | Podarcis tiliguerta - Tyrrhenische Mauereidechse |  |
| Nr. 2022.2159kl_r | 100 % | ![2159kl_r]() | Podarcis tiliguerta Tyrrhenische Mauereidechse | 100mm; F/13; 1/250s; ISO 6400
Canon EOS 5D Mark IV |
Gefühlt bewohnen diese kleinen Flitzer jede Mauer und jeden Felsen der Insel. Gut für den Fotografen,
der dadurch eine reichhaltige Auswahl an Motiven hat.
Die Art gehört derselben Gattung wie unsere heimische Mauereidechse an und erreicht mit 25 cm
auch die etwas gleiche Maximalgröße. Die Tyrrhenische Mauereidechse ist auf Korsika und Sardinien
endemisch.
Auf den beiden Hauptinseln findet man nur die Nominatform der Eidechse. Weitere 10 Unterarten kommen auf
einigen der kleineren vorgelagerten Inseln vor - dabei beschränkt sich das Vorkommen mehrerer Subspezies nur auf einzelne
Eilande. Ob es sich dabei immer um valide Unterarten handelt, ist allerdings eher fragwürdig.
|
 | | Podarcis tiliguerta - Tyrrhenische Mauereidechse |  |
| Nr. 2022.2138kl_r | 100 % | ![2138kl_r]() | Podarcis tiliguerta Tyrrhenische Mauereidechse | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Meine Fotos stammen von verschiedenen Einzelindividuen, meist aus dem Gebirge. Sie zeigen die Art in unterschiedlichen
Entwicklungsstadien, bei denen das Geschlecht für mich nicht immer ersichtlich ist - daher auch mein Verzicht auf das
♂/♀-Symbol bei der Bildunterschrift. Gleiches gilt für die folgenden Arten.
 | | Podarcis tiliguerta - Tyrrhenische Mauereidechse |  |
| Nr. 2022.2142kl_r | 100 % | ![2142kl_r]() | Podarcis tiliguerta Tyrrhenische Mauereidechse | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Podarcis tiliguerta - Tyrrhenische Mauereidechse |  |
| Nr. 2022.2355kl_r | 100 % | ![2355kl_r]() | Podarcis tiliguerta Tyrrhenische Mauereidechse | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
Sehr begeistert war ich auch von den Model-Qualitäten einzelner Tiere, die mich sehr oft bis auf die Naheinstellgrenze meines
Objektes herangelassen haben - vorrausgesetzt ich habe mich langsam genug bewegt. Bei den beiden folgenden Arten war das
leider nicht der Fall.
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Dafür sind diese aber auch deutlich weniger häufig anzutreffen. Umso schöner, dass wir sie trotzdem bei unserem kurzen
Besuch auf Sardinien beobachten und zudem noch fotografieren konnten.
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 | | Archaeolacerta bedriagae paessleri - Tyrrhenische Gebirgseidechse |  |
| Nr. 2022.2412bkl_r | 100 % | ![2412bkl_r]() | Archaeolacerta bedriagae paessleri Tyrrhenische Gebirgseidechse | 100mm; F/6.3; 1/640s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Meist rannten die kleinen Drachen wie der Wind zwischen den Felsen umher und sprangen dabei
sogar teilweise von einen Felsbrocken zum anderen.
 | | Archaeolacerta bedriagae paessleri - Tyrrhenische Gebirgseidechse |  |
| Nr. 2022.2416kl_r | 100 % | ![2416kl_r]() | Archaeolacerta bedriagae paessleri Tyrrhenische Gebirgseidechse | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Um wenigstens ein paar ansprechende Fotos dieser sehr scheuen und äußerst flinken Tiere zu machen, musste ich
mich wohl oder übel ihrem Verhalten anpassen und mich springenderweise durchs Gelände bewegen - sehr zur Freude
der Restfamilie, die wie immer sehr geduldig mein fotografisches Treiben ertrug.
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Zum einen war da die seltene Tyrrhenische Gebirgseidechse, welche in
4 Unterarten ebenfalls nur auf Korsika und Sardinien vorkommt.
Das Verbreitungsgebiet der von uns aufgespürten Unterart beschränkt sich dabei sogar nur
auf das Monte Limbara Gebirgsmassiv, wo wir die hübschen in der Sonne bronzefarben-glänzenden
Tiere am Gipfel der Punta Balistreri beobachten konnten.
 | | Archaeolacerta bedriagae paessleri - Tyrrhenische Gebirgseidechse |  |
| Nr. 2022.2421kl_r | 100 % | ![2421kl_r]() | Archaeolacerta bedriagae paessleri Tyrrhenische Gebirgseidechse | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Dabei waren die beeindruckenden langen Krallen der Art sicherlich sehr von Nutzen.
 | | Archaeolacerta bedriagae paessleri - Tyrrhenische Gebirgseidechse |  |
| Nr. 2022.2410kl_r | 100 % | ![2410kl_r]() | Archaeolacerta bedriagae paessleri Tyrrhenische Gebirgseidechse | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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Auch beim zweiten seltenen Kandidaten war Geduld gefragt. Dieser steckte immer nur für wenige Sekunden seinen Kopf aus einer der Ritzen
einer Mauer am Wegrand, um gleich danach wieder in ihrem Inneren zu verschwinden und nach ein paar Minuten aus einer anderen Ritze
erneut hervorzuschauen.
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Während des Shootings hielt ich mein Motiv für ein Jungtier, erst bei der Recherche erkannte ich, dass es sich um eine
Zwerg-Kieleidechse handelte und damit um eine der kleinsten Eidechsenarten überhaupt.
 | | Algyroides fitzingeri - Zwerg-Kieleidechse |  |
| Nr. 2022.2314kl_r | 100 % | ![2314kl_r]() | Algyroides fitzingeri Zwerg-Kieleidechse | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Algyroides fitzingeri - Zwerg-Kieleidechse |  |
| Nr. 2022.2302_03kl_r | 100 % | ![2302_03kl_r]() | Algyroides fitzingeri Zwerg-Kieleidechse | 100mm; F/8 (DFF); 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Auch diese Art ist auf Korsika und Sardinien endemisch und kommt hier von der Küste bis in höhere Lagen vor. In letzterem, genauer gesagt im
Gennargentu-Gebirge, ist sie uns begegnet.
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Wer mehr über die Vielfalt unserer europäischen Eidechsen erfahren möchte, dem empfehle ich
www.lacerta.de.
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| 01.05.2023 - Feiertag in Wulkow...
Da der 1. Mai, im Gegensatz zu seinem Namen "Tag der Arbeit", bei uns ein Feiertag ist, nutzten wir die freie Zeit, um unseren
ersten Ausflug des Jahres zu unternehmen. Die Wahl fiel dabei auf eines unserer inzwischen liebgewonnenen reich-strukturierten
Biotope bei Wulkow.
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 | | Sympecma fusca - Gemeine Winterlibelle ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.9680kl_r | 100 % | ![9680kl_r]() | Sympecma fusca Gemeine Winterlibelle ♀ + ♂ | 100mm; F/6.3; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
Mein Lieblingsfoto des Tages zeigt aber einen Schmetterling aus der Senfweißling Artengruppe. Leider kann man die
einzelnen Arten nicht anhand eines Fotos auseinander halten. Wirkliche Sicherheit bei der Bestimmung bringt hier nur die Präparation der Genitalien oder
ein DNA-Test.
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Gleich am ersten Wassergraben wurden wir auch schon fündig. Hier tummelte sich in großer Zahl die Gemeine Winterlibelle. Zwischen
vielen einzelnen Exemplaren, die sich hier und da im Schilf sonnten, konnten wir auch mehrere Paarungen beobachten. Fotografisch festhalten
konnte ich allerdings nur ein Pärchen bei der Eiablage.
 | | Leptidea juvernica / sinapis - Senfweißling Artengruppe |  |
| Nr. 2023.9675kl_r | 100 % | ![9675kl_r]() | Leptidea juvernica / sinapis Senfweißling Artengruppe | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 20.05.2023 - Rebenstecher...
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 | | Byctiscus betulae - Rebenstecher |  |
| Nr. 2023.0722kl_r | 100 % | ![0722kl_r]() | Byctiscus betulae Rebenstecher | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 3200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Beim heutigen Spaziergang durch den Sand-Trockenrasen nebst angrenzenden Gebüschsaum um die Ecke fiel mir ein kleiner blau-glänzender Rüsselkäfer ins Auge,
den ich zunächst nicht gleich zuordnen konnte.
Die Literatur ließ mich den Kleinen dann aber als Rebenstecher identifizieren. Seinen deutschen Namen verdankt der Käfer
dem Umstand, dass er unter anderem an
Weinreben frisst und in Weinbergen in großer Zahl als Schädling auftreten kann.
Am wissenschaftlichen Namen erkennt man aber, dass der kleine Rüssler auch andere Laubgehölze,
wie Birken (Betula), Pappeln und Erlen als Futterpflanzen nicht verschmäht. Dabei schaben sie kleine Löcher in
die Blätter der jeweiligen Wirtspflanze.
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| 21.05.2023 - Orchideen um die Ecke...
Da der Naturforschernachwuchs nach unserem Ibiza-Urlaub nun beschlossen hat, sich neben der Heupferde als weiteres Steckenpferd die
europäischen Orchideenflora auszusuchen, wurde gleich die nähere Umgebung nach entsprechenden bekannten Fundorten abgesucht.
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 | | Orchis militaris - Helm-Knabenkraut |  |
| Nr. 2023.0794kl_r | 100 % | ![0794kl_r]() | Orchis militaris Helm-Knabenkraut | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Natürlich sind wir aber auch fündig geworden. Auf den Feuchtwiesen links und rechts des Weges stand gerade in großer Anzahl das Breitblättrige Knabenkraut in
voller Blüte. Und inmitten dieser Pracht konnten wir sogar ein einzelnes Exemplar des selteneren Helm-Knabenkrauts erspähen.
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Und siehe da, nur 20 Auto-Minuten entfernt, wurde das NSG Lange Dammwiesen als vielversprechendes Ziel identifiziert und auch sogleich zum
Familien-Wochenendausflugsziel auserkoren. Eine tolle Wanderung durch eine abwechslungsreiche Natur war der Lohn.
 | | Orchis militaris - Helm-Knabenkraut |  |
| Nr. 2023.0782bkl_r | 100 % | ![0782bkl_r]() | Orchis militaris Helm-Knabenkraut | 100mm; F/10; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Dactylorhiza majalis - Breitblättrige Knabenkraut |  |
| Nr. 2023.0821kl_r | 100 % | ![0821kl_r]() | Dactylorhiza majalis Breitblättrige Knabenkraut | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Dactylorhiza majalis - Breitblättrige Knabenkraut |  |
| Nr. 2023.0761kl_r | 100 % | ![0761kl_r]() | Dactylorhiza majalis Breitblättrige Knabenkraut | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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Beide Knabenkräuter stehen, wie alle heimischen Orchideen, unter Naturschutz. Aufgrund des großflächigen Rückgangs geeigneter Lebensräume sind
diese hübschen Kostbarkeiten leider immer seltener anzutreffen. Hier im Nordosten Deutschlands muss man, so wie wir, sogar regelrecht danach suchen.
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Wo die Natur aber noch intakt ist, da gibt es auch in der heutigen Zeit noch viel interessantes zu entdecken. Und so ist es auch nicht
verwunderlich, dass außer Orchideen hier auch noch viele weitere botanische Schönheiten zu bewundern waren.
 | | Primula veris - Echte Schlüsselblume |  |
| Nr. 2023.0739kl_r | 100 % | ![0739kl_r]() | Primula veris Echte Schlüsselblume | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 4000
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Silene flos-cuculi - Kuckucks-Lichtnelke |  |
| Nr. 2023.0768kl_r | 100 % | ![0768kl_r]() | Silene flos-cuculi Kuckucks-Lichtnelke | 100mm; F/6.3; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Sei es die filigrane Kuckucks-Lichtnelke, welche in meiner Kindheit noch auf fast jeder feuchteren Wiese anzutreffen war oder
der Kleine Baldrian, der in großer Anzahl die Knabenkräuter umsäumte.
Aber auch der Wald und dessen Ränder sollten hier einige botanische Leckerbissen bieten. Und obwohl wir das hier vorkommende Große Zweiblatt - eine weitere
Orchidee - nicht aufspüren konnten, so entschädigten uns doch zumindest große Bestände der Echten Schlüsselblume für die vielen
Mückenstiche.
Im Großen und Ganzen war es ein wirklich lohnenswerter Ausflug rund um das NSG Lange Dammwiesen, den ich jedem nur weiterempfehlen kann - besonders im Mai, während der
Orchideenblüte!
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| 28.05.2023 - Im Leutratal...
So, nun ist es soweit, und der Urlaubsort wird nicht mehr nach den naturwissenschaftlichen Interessen des Vaters, sondern nach denen
des Sohnes ausgesucht. Nee, Spaß beiseite, bedingt durch meine frühere botanische Leidenschaft stand die orchideenreiche Gegend um Jena
natürlich auch schon lange auf meiner To-Do-Liste.
Im lichten Buchenwald...
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 | | Cephalanthera damasonium - Bleiches Waldvöglein |  |
| Nr. 2023.0910kl_r | 100 % | ![0910kl_r]() | Cephalanthera damasonium Bleiches Waldvöglein | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 1600
Canon EOS 5D Mark IV |
Bei dessen winzigen grünen Blüten muss man schon genau hinschauen, um die Familienherkunft zu erkennen. Meist blieb
sogar die
ganze Pflanze zwischen den Laubbaumsprösslingen unsichtbar.
 | | Neottia nidus-avis - Vogel-Nestwurz |  |
| Nr. 2023.1088kl_r | 100 % | ![1088kl_r]() | Neottia nidus-avis Vogel-Nestwurz | 100mm; F/10; 1/250s; ISO 4000
Canon EOS 5D Mark IV |
Im Gegensatz zu den anderen beiden kommt diese Orchidee allerdings an sehr schattingen Stellen vor, da die Pflanze über keinerlei
Blattgrün verfügt und so auch nicht auf Sonnenlicht für die Photosynthese angewiesen ist.
Stattdessen wird sie, als sogenannter Vollschmarotzer, von Pilzen im Boden mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Die Pilze ihrerseits stehen wiederrum
in Verbindung mit Baumwurzeln. Letztendlich stammen alle organischen Verbindungen also von den Bäumen.
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Der erste Ausflug unseres verlängerten Wochenendes in die kalkreichen Gefilde Thüringens führte uns zu den Muschelkalkhängen des für seine
Orchideen bekannten Leutratals, welches uns dahingehend auch nicht enttäuschte.
Im lichten Buchenwald begegneten uns auch sogleich die ersten botanischen Kostbarkeiten. Neben dem Bleichen Waldvöglein, welches
sich durch seine typischen weißen Blüten gleich als Orchidee zu erkennen gab, war auch das weit weniger auffällige Große Zweiblatt
in großer Anzahl am Wegrand vorhanden.
 | | Listera ovata - Großes Zweiblatt |  |
| Nr. 2023.0933kl_r | 100 % | ![0933kl_r]() | Listera ovata Großes Zweiblatt | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 3200
Canon EOS 5D Mark IV |
Noch weniger als Orchidee zu erkennen, gibt sich der Vogel-Nestwurz. Auch hierbei handelt es sich um einen Laubwald-Liebhaber.
 | | Neottia nidus-avis - Vogel-Nestwurz |  |
| Nr. 2023.1092kl_r | 100 % | ![1092kl_r]() | Neottia nidus-avis Vogel-Nestwurz | 100mm; F/6.3; 1/250s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
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Auf den Wiesen...
Die eigentliche Blütenpracht boten aber die Trocken- und Halbtrockenrasen und die an sie angrenzenden Gebüschsäume. Am unauffälligsten unter den
vielen Schönheiten war dabei noch die Grünliche Waldhyazinthe, welche uns ab und an am Wegesrand ihre filigranen weißen Blütenstände
präsentierte.
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 | Platanthera chlorantha Grünliche Waldhyazinthe |  |
| Nr. 2023.0937kl_r | 100 % | ![0937kl_r]() | Platanthera chlorantha Grünliche Waldhyazinthe | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Platanthera chlorantha Grünliche Waldhyazinthe |  |
| Nr. 2023.0943kl_r | 100 % | ![0943kl_r]() | Platanthera chlorantha Grünliche Waldhyazinthe | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Viel, viel kleiner als der letzte Kandidat, aber nicht weniger spektakulär, präsentiert sich die Orchideen-Gattung der Ragwurzen,
welche mit ihren Blüten weibliche Insekten nachahmen und mittels Pheromonen die zugehörigen Männchen zur Begattung anlocken. Diese
übernehmen auf diese Weise die Bestäubung der Pflanzen. Jede Ragwurz-Art ist dabei auf andere Bestäuber-Insekten spezialisiert.
Das Hauptverbreitungsgebiet dieser Gattung ist der Mittelmeerraum. In Deutschland kommen von den über 300 Ragwurz-Arten lediglich 6 vor.
Im Leutratal begegnete uns nur die Fliegen-Ragwurz.
Natürlich gab es außer den Orchideen auch noch andere botanische Schmankerl zu bewundern, welche ich aber vor lauter
Begeisterung vergessen habe abzulichten. Das Einzige, das es dennoch auf meinen Chip geschafft hat, war das Große Windröschen.
 | | Anemone sylvestris - Großes Windröschen |  |
| Nr. 2023.1123bkl_r | 100 % | ![1123bkl_r]() | Anemone sylvestris Großes Windröschen | 100mm; F/7.1; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Ophrys insectifera - Fliegen-Ragwurz |  |
| Nr. 2023.1035kl_r | 100 % | ![1035kl_r]() | Ophrys insectifera Fliegen-Ragwurz | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Der großblütige Verwandte des weit häufigeren Buschwindröschens gedeiht am besten auf kalkhaltigen oder kalkreichen Böden und bevorzugt, anders als der kleiner
Vetter eher trockene, helle Standorte.
Fazit: Unglaublich und gerne jederzeit wieder!
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Ein Neufund für uns hingegen, war das Ohnhorn. Diese durch ihre grünlichen Blüten recht unscheinbare Orchidee war in Thüringen vor einigen
Jahren nur noch von einem geheim gehaltenen Standort bekannt. Wie die Art hierher gekommen ist, ist daher ein wenig mysteriös. Unserer AHO-Bekanntschaft zufolge
kann man allerdings davon ausgehen, dass sie von "Naturfreunden" hier angesalbt, das heißt, absichtlich ausgesäht wurde.
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 | Orchis anthropophora Ohnhorn |  |
| Nr. 2023.1361kl_r | 100 % | ![1361kl_r]() | Orchis anthropophora Ohnhorn | 100mm; F/5.6; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Orchis anthropophora Ohnhorn |  |
| Nr. 2023.1495kl_r | 100 % | ![1495kl_r]() | Orchis anthropophora Ohnhorn | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Orchis anthropophora Ohnhorn |  |
| Nr. 2023.1497kl_r | 100 % | ![1497kl_r]() | Orchis anthropophora Ohnhorn | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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Gleiches gilt für die Pyramiden-Hundswurz, eine Orchidee, welche ihren Verbreitungsschwerpunkt eigentlich im Mittelmeerraum hat.
Auch diese ist vor einigen Jahren hier im Gebiet einfach so "erschienen" und inzwischen überall
in den Wiesen in großer Anzahl zu bewundern. Über den Sinn solcher Aussäh-Aktionen lässt sich streiten.
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 | Anacamptis pyramidalis Pyramiden-Hundswurz |  |
| Nr. 2023.1301kl_r | 100 % | ![1301kl_r]() | Anacamptis pyramidalis Pyramiden-Hundswurz | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Anacamptis pyramidalis Pyramiden-Hundswurz |  |
| Nr. 2023.1321kl_r | 100 % | ![1321kl_r]() | Anacamptis pyramidalis Pyramiden-Hundswurz | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Anacamptis pyramidalis Pyramiden-Hundswurz |  |
| Nr. 2023.1327kl_r | 100 % | ![1327kl_r]() | Anacamptis pyramidalis Pyramiden-Hundswurz | 100mm; F/10; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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Die einen sehen sie als Bereicherung der Flora durch den Menschen, die anderen - im Sinne
des Naturschutzes - als Florenverfälschung an. Ich bin ein wenig hin- und hergerissen, da es sich hier ja nicht um invasive Arten
handelt, welche andere heimische Florenelemente verdrängen. Für den Moment erfreue ich mich daran!
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Ein heimischer Vertreter der Orchideen hingegen ist die Spinnen-Ragwurz. Genau wie die gestern schon
gesichtete "Fliege", täuscht sie mit ihren Blüten ein paarungsbereites Insekten-Weibchen vor, um
eine erfolgreiche Bestäubung zu erreichen.
 | | Ophrys sphegodes - Spinnen-Ragwurz |  |
| Nr. 2023.1372kl_r | 100 % | ![1372kl_r]() | Ophrys sphegodes Spinnen-Ragwurz | 100mm; F/5; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Ophrys sphegodes - Spinnen-Ragwurz |  |
| Nr. 2023.1385bkl_r | 100 % | ![1385bkl_r]() | Ophrys holoserica x insectifera Hybrid | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
Die "Spinne" ist eine der am zeitigsten blühenden Ragwurz-Arten und zeigt bereits ab April ihre hübschen behaarten
Blüten. Umso größer war meine Freude hier noch Ende Mai ein paar vereinzelte Exemplare vorfinden zu können.
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Für die Fliegen-Ragwurz hingegen waren wir zur besten Zeit vor Ort. Sowohl an den Weg- und Waldrändern als auch auf den Lichtungen stand diese
in großer Anzahl in voller Blüte. Während im Leutratal nur vereinzelte Exemplare zu beobachten waren, war die Art hier eine der am häufigsten anzutreffenden Orchideen überhaupt.
 | | Ophrys holoserica x insectifera - Hybrid |  |
| Nr. 2023.1532kl_r | 100 % | ![1532kl_r]() | Ophrys holoserica x insectifera Hybrid | 100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Ophrys holoserica x insectifera - Hybrid |  |
| Nr. 2023.1556kl_r | 100 % | ![1556kl_r]() | Ophrys holoserica x insectifera Hybrid | 100mm; F/14; 1/250s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
Und zum Schluss noch ein zwei Ragwurz-Hybriden - vermutlich aus Hummel- und Fliegenragwurz. Zwar kommt die Hummelragwurz im Gebiet ursprünglich nicht
vor, aber unsere AHO-Bekanntschaft teilte uns mit, dass auch diese Art in den letzten Jahren hier angesalbt wurde, geblüht hat, nur scheinbar inzwischen wieder verschwunden ist.
|
|
Die fotografische Dokumentation der vielen weiteren Orchideenarten, inklusive des auch hier - wenn jedoch nicht in so großer Anzahl - vorkommenden Frauenschuhs, habe ich mir erspart. Zum
einen war die Zeit etwas knapp und zum anderen waren diese schon die letzten Tage auf meinem Chip gebannt worden. Die Vielfalt an Arten stand in jedem Fall der des Leutratals in nichts
nach - ganz im Gegenteil! Und auch hier gilt - jederzeit wieder!
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| 04.06.2023 - Um die Ecke...
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 | | Echthistus rufinervis - Berserker-Fliege ♀ |  |
| Nr. 2023.1600kl_r | 100 % | ![1600kl_r]() | Echthistus rufinervis Berserker-Fliege ♀ | 100mm; F/13; 1/320s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
Die anderen beiden Motive sind mir im Südosten Berlins schon recht häufig vor die Linse gekommen. Bei der Berserker-Fliege ist dies umso interessanter, da
es sich bei der Raubfliege um eine seltene Art handelt, welche auf der Roten Liste als "gefährdet" eingestuft ist. Hier in der Umgebung begegnet mir die
Fliege um diese Jahreszeit an geeigneten Standorten nämlich allenthalben [
1,
2,
3
].
Die Blaue Federlibelle hingegen ist wirklich häufig, an ihr ohne ein Foto zu machen vorbeizugehen, konnte ich trotzdem nicht.
Wie schon so oft [
1,
2,
3,
4
] ...
|
Auch ein kleiner Spaziergang in die ruderale Trockenwiese um die Ecke fördert meist das eine oder andere lohnenswerte Motiv zutage. Heute waren dies
zwei alte Bekannte und ein fotografischer Neuling. Bei letzterem handelte es sich um ein Hauhechel-Bläuling. Besten Dank an Peter Rückheim
für die Bestimmung!
 | | Polyommatus icarus - Hauhechel-Bläuling |  |
| Nr. 2023.1592kl_r | 100 % | ![1592kl_r]() | Polyommatus icarus Hauhechel-Bläuling | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Der kleine Falter ist einer unserer häufigsten Bläulinge. Obwohl das Wort "häufig" bezüglich Tagfalter inzwischen falsche Erwartungen suggeriert. Denn
inzwischen sind lediglich nur noch 30 % der einheimischen Arten ungefährdet.
 | | Platycnemis pennipes - Blaue Federlibelle ♀ |  |
| Nr. 2023.1573kl_r | 100 % | ![1573kl_r]() | Platycnemis pennipes Blaue Federlibelle ♀ | 100mm; F/6.3; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 18.06.2023 - Am Tümpel...
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 | | Ochlodes sylvanus - Rostfarbiger Dickkopffalter |  |
| Nr. 2023.1786kl_r | 100 % | ![1786kl_r]() | Coenagrion puella Hufeisen-Azurjungfer ♀ + ♂ | 100mm; F/13; 1/320s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
Das ganze Gegenteil von "ruhig" traf hingegen auf die zweiten Motive des Tages zu. Am Rand des Teiches waren dutzende Pärchen der
Hufeisen-Azurjungfer mit der Paarung oder der Eiablage beschäftigt.
 | | Coenagrion puella - Hufeisen-Azurjungfer ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.1831_28kl_r | 100 % | ![1831_28kl_r]() | Coenagrion puella Hufeisen-Azurjungfer ♀ + ♂ | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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Heute ging es mal wieder zum "Tümpel", zum einen um Futter für die Stabschrecken-Population im heimischen Büro zu besorgen, zum anderen
aber auch in der Hoffnung ein schönes Fotomotiv zu erhaschen.
Beides war von Erfolg gekrönt. Motivmäßig kreuzte unter anderem ein Rostfarbiger Dickkopffalter unseren Weg. Die Art ist in Mitteleuropa zwar recht häufig,
aber bisher von mir fotografisch immer ignoriert worden. So ruhig wie das heutige Exemplar auf einem Brombeerblatt saß, war ignorieren aber unmöglich.
 | | Coenagrion puella - Hufeisen-Azurjungfer ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.1793kl_r | 100 % | ![1793kl_r]() | Coenagrion puella Hufeisen-Azurjungfer ♀ + ♂ | 100mm; F/6.3; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Tiere waren trotz ihrer Beschäftigung äußerst aufmerksam und machten es dem Fotografen nicht leicht, sie bei ihrem Treiben ansprechend abzulichten. Am Ende war ich
aber ganz zufrieden.
Die Kleinlibelle ist fast überall in Europa verbreitet und gehört bei uns zu den häufigsten Libellenarten überhaupt.
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| 18.06.2023 - Am Abend...
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Und weil der Vormittag so erfolgreich war, wurde am Abend gleich nochmal der Trockenrasen um die Ecke aufgesucht.
Besonders
gefreut habe ich mich über ein Pärchen Kleiner Heufalter, welches gerade noch wild umherflatterte, um
sich Sekunden später direkt vor mir zum Liebesspiel in der Abendsonne niederzulassen.
Zwar habe ich die Art schon ein- oder
zweimal fotografiert, aber noch nicht bei so schönem Licht und schon gar nicht bei der Paarung!
 | | Crocothemis erythraea - Feuerlibelle ♂ |  |
| Nr. 2023.1900kl_r | 100 % | ![1900kl_r]() | Crocothemis erythraea Feuerlibelle ♂ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Bei der zweiten abendlichen Schönheit handelte es sich um ein frisches Männchen einer Feuerlibelle. Im
ausgefärbten Zustand
ist der Name nämlich dann Programm!
Die Großlibelle stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, befindet sich aber aufgrund der allgemeinen Klimaerwärmung momentan auch bei uns in Mitteleuropa in
Ausbreitung.
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 | | Coenonympha pamphilus - Kleiner Heufalter ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.1871kl_r | 100 % | ![1871kl_r]() | Coenonympha pamphilus Kleiner Heufalter ♀ + ♂ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 24.06.2023 - Kienbaum - einmal mehr...
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Ende Juni - die Schreckenzeit beginnt, und damit ist es auch Zeit mal wieder
in Kienbaum vorbeizuschauen.
Neben offenen Sandtrockenrasen gibt's hier lichte Waldränder, Hochstaudenfluren
und sogar Sumpf- und Moorflächen am Ufer der mäandernden Löcknitz zu bewundern. Zwar
handelt es sich zum größten Teil um von Menschen gepflegte oder gar geschaffene
Biotope, die Insekten finden es hier trotzdem super.
 | | Decticus verrucivorus - Warzenbeißer ♀ |  |
| Nr. 2023.1919kl_r | 100 % | ![1919kl_r]() | Decticus verrucivorus Warzenbeißer ♀ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Als erstes hüpfte uns im warmen, offenen Sand ein Warzenbeißer-Weibchen über den Weg,
welches vermutlich zum nächsten Büschel Gras unterwegs war. Die Art ernährt sich
zwar hauptsächlich von Insekten, verschmäht aber auch Pflanzen nicht. Und in
einem Büschel Gras gibt es meistens beides.
 | | Libellula fulva - Spitzfleck ♀ |  |
| Nr. 2023.1937_38kl_r | 100 % | ![1937_38kl_r]() | Libellula fulva Spitzfleck ♀ | 100mm; F/8 (DFF); 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Sowohl in den trockenen Sandbereichen als auch direkt am Wasser flogen außerdem eine Vielzahl von Libellen umher,
von denen sich leider nur ein Pärchen des Spitzfleck die Ehre gab, mir für ein paar ansprechende Fotos
als Motiv zur Verfügung zu stehen.
Zwar kommt dieser Vertreter der Großlibellen hier in Brandenburg noch an einigen
Standorten vor, gilt aber laut
Roter Liste in Deutschland als "stark gefährdet".
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 | | Chrysochraon dispar - Große Goldschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.2040kl_r | 100 % | ![2040kl_r]() | Chrysochraon dispar Große Goldschrecke ♂ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Explizit gesucht haben wir nach einem Männchen der Großen Goldschrecke, deren
schönere Hälfte wir hier schon vor zwei Jahren gesichtet
hatten. Während letztere unscheinbar hellbraun
daherkommen, machen die Männchen ihrem deutschen Namen alle Ehre.
 | | Libellula fulva - Spitzfleck ♂ |  |
| Nr. 2023.1954kl_r | 100 % | ![1954kl_r]() | Libellula fulva Spitzfleck ♂ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Neben den kleinen fliegenden Jägern in Hubschrauberform flatterte an diesem sonnigen Tag aber auch so einiges an Schmetterlingen
durch die Luft. Besonders die blauen Blüten des Natternkopfs hatten es ihnen dabei angetan.
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 | | Issoria lathonia - Kleiner Perlmuttfalter |  |
| Nr. 2023.1927kl_r | 100 % | ![1927kl_r]() | Issoria lathonia Kleiner Perlmuttfalter | 100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Die erste war der Kleine Perlmuttfalter. Zwar ist dieser immer noch einer der häufigeren einheimischen Tagfalter,
aber auch seine Bestände gehen, wie die aller Schmetterlinge, deutschlandweit zurück.
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Voll mit Nektar zogen hunderte dieser borstigen Pflanzen dutzende von unterschiedlichen Tagfalterarten an. Wärmebedingt
gestaltete sich das Fotografieren aber eher schwierig, so dass es lediglich zwei Arten auf meinen Chip geschafft haben.
 | | Issoria lathonia - Kleiner Perlmuttfalter |  |
| Nr. 2023.2010kl_r | 100 % | ![2010kl_r]() | Issoria lathonia Kleiner Perlmuttfalter | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Beim zweiten Flattermann handelte es sich um den größten Vertreter aller bei uns heimischen Weißlinge. Mit bis zu 8 cm Flügelspannweite ist
der Baumweißling wirklich eine imposante Erscheinung, die ich hier auch gar nicht erwartet hatte - schon gar nicht in einer
so großen Stückzahl.
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 | | Aporia crataegi - Baumweißling ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.2001kl_r | 100 % | ![2001kl_r]() | Aporia crataegi Baumweißling ♀ + ♂ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Die meisten waren damit beschäftigt sich hinterherzufliegen oder beim Paarungsspiel zu vergnügen. Dies
ist auch der Grund warum die meisten der Fotos eine Menge Bewegungsunschärfe enthalten, denn ruhig halten
die Tiere während der Kopula fast nie. Zwei davon finde ich trotzdem zeigenswert.
Bisher ist mir dieser hübsche Schmetterling lediglich einmal vor 12 Jahren in meiner alten Heimat, der Oberlausitz, im Lauschehochmoor begegnet. Im
Beitrag
zur damaligen Exkursion findet man auch ein paar Infos zur Art.
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 | | Aporia crataegi - Baumweißling ♀ |  |
| Nr. 2023.1996kl_r | 100 % | ![1996kl_r]() | Aporia crataegi Baumweißling ♀ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Aporia crataegi - Baumweißling ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.1998kl_r | 100 % | ![1998kl_r]() | Aporia crataegi Baumweißling ♀ + ♂ | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Es war einmal mehr ein schöner Ausflug nach Kienbaum, welches immer einen Besuch wert ist.
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| 25.06.2023 - Die Libellen sind los...
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 | | Libellula fulva - Spitzfleck ♂ |  |
| Nr. 2023.2113kl_r | 100 % | ![2113kl_r]() | Libellula fulva Spitzfleck ♂ | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Männchen und Weibchen konnte ich von den nächsten beiden Arten entdecken.
Zum einen handelte es sich um den Großen Blaupfeil, welcher, wie der
Name schon sagt, der größte Vertreter seiner Gattung ist.
Die Art ist überall in Europa verbreitet und bei uns in geeigneten Biotopen meist
recht häufig anzutreffen.
 | | Orthetrum cancellatum - Große Blaupfeil ♂ |  |
| Nr. 2023.2091kl_r | 100 % | ![2091kl_r]() | Orthetrum cancellatum Große Blaupfeil ♂ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 1600
Canon EOS 5D Mark IV |
Beim zweiten Pärchen handelt es sich um einen bei uns ursprünglich nicht heimischen Vertreter seiner Zunft.
Die Feuerlibelle stammt eigentlich aus Südafrika, ist aber schon seit langem überall am
Mittelmeer weit verbreitet und dort inzwischen eine sehr typische Art.
 | | Crocothemis erythraea - Feuerlibelle ♀ |  |
| Nr. 2023.2636ckl_r | 100 % | ![2636ckl_r]() | Crocothemis erythraea Feuerlibelle ♀ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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Innerhalb der Großlibellen stellen die Segellibellen die artenreichste Familie weltweit dar.
Von über 1000 Arten leben in unserer Region aber nur 22 Arten aus 5 Gattungen. Gleich
drei dieser Arten sind mir am heutigen Tag bei einem Spaziergang über eine teilweise
ruderal beeinflusste Trockenwiese direkt bei mir um die Ecke vor die Linse geflogen.
Den Anfang machte ein männlicher Spitzfleck. Just diese Art war
mir erst gestern in Kienbaum begegnet,
dort allerdings gleich in beiden Geschlechtern.
 | | Orthetrum cancellatum - Große Blaupfeil ♀ |  |
| Nr. 2023.2137kl_r | 100 % | ![2137kl_r]() | Orthetrum cancellatum Große Blaupfeil ♀ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Art bevorzugt eigentlich offene, sonnenexponierte Wasserflächen und Uferzonen. Allerdings fand
ich die Libelle heute nicht zum ersten Mal weitab von jeglichem Wasser. Im letzten Jahr konnte ich zum Beispiel
ein Paarungsrad mitten in einer Binnendüne mit ringsum nur Kiefernwald beobachten.
 | | Crocothemis erythraea - Feuerlibelle ♂ |  |
| Nr. 2023.2095kl_r | 100 % | ![2095kl_r]() | Crocothemis erythraea Feuerlibelle ♂ | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
In den letzten Jahren breitet sich die Libelle, aufgrund der allgemeinen Klimaerwärmung, aber
auch immer weiter Richtung Norden aus. Früher bei uns noch eine typische Wanderlibelle, ist sie inzwischen fast überall
in Deutschland sesshaft geworden.
Hier im märkischen Sand ist sie mir in den letzten 10 Jahren inzwischen
schon einige Male über den Weg geflogen.
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Ein weiterer geflügelter Nutznießer des Klimawandels dürfte der Karstweißling sein.
Im Mittelmeerraum und in Kleinasien weit verbreitet, wurde dieser Tagfalter im Jahre 2008
erstmals in Deutschland nachgewiesen.
Von Baden-Württemberg aus erobert er nun Jahr für Jahr weitere nördlicher gelegene
Bundesländer. Im Jahr 2018 war der Süden von Brandenburg an der Reihe und zwei Jahre später erfolgten auch schon die ersten Sichtungen für Berlin.
 | | Pieris mannii - Karstweißling |  |
| Nr. 2023.2597kl_r | 100 % | ![2597kl_r]() | Pieris mannii Karstweißling | 150mm; F/6.3; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Viel kleiner und deutlich farbiger kommt der zweite heute gesichtete Flattermann daher.
Und im Gegensatz zum Weißling vorher, ist der Violette Feuerfalter auch
ursprünglich in Deutschland beheimatet.
Leider ist er aber, mangels geeigneter Lebensräume, wie die meisten Tagfalter, an vielen Fundorten selten
geworden. Als Liebhaber magerer Sandtrockenrasen kann man ihn hier im märkischen Sand noch einigermaßen
oft beobachten - vorrausgesetzt die Habitate weisen auch genügend Blütenpflanzen zur Nektarsuche und die richtige
Nahrung für die Raupen auf.
Die Raupen des Falters sind nachtaktiv und fressen an verschiedenen Rumex-Arten. Hier vor der Tür dürfte es sich wohl
vorwiegend um den häufig vorkommenden
Kleinen Sauerampfer handeln.
 | | Lycaena alciphron - Violetter Feuerfalter ♂ |  |
| Nr. 2023.2116kl_r | 100 % | ![2116kl_r]() | Lycaena alciphron Violetter Feuerfalter ♂ | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Pieris mannii - Karstweißling |  |
| Nr. 2023.2087kl_r | 100 % | ![2087kl_r]() | Pieris mannii Karstweißling | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Im ursprünglichen Verbreitungsgebiet besiedelt der Falter hauptsächlich trockene, warme, felsige Gebiete.
Hier gibt es nicht viele steinige Habitate, was den Schluss zulässt, dass auch andere xerotherme Biotope
besiedelt werden.
Danke an Peter Rückheim für die Bestimmung, welche aufgrund der fehlenden Sicht auf die Innenflügel aber nicht
ganz 100-prozentig sein kann.
 | | Lycaena alciphron - Violetter Feuerfalter ♂ |  |
| Nr. 2023.2128kl_r | 100 % | ![2128kl_r]() | Lycaena alciphron Violetter Feuerfalter ♂ | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 30.07.2023 - Im Sumpf...
Heute wurde bei einem Fahrradausflug um Erkner ein neues, tolles Makrorevier in unmittelbarer
Nähe entdeckt. Der Brettersche Graben wurde ursprünglich zur Entwässerung der angrenzenden
Felder und Wiesen angelegt und ist heute mit den Feuchtwiesen am Ufer und weiteren kleinen Gräben
ein naturnahes Biotop.
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 | | Stethophyma grossum - Sumpfschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.2840kl_r | 100 % | ![2840kl_r]() | Stethophyma grossum Sumpfschrecke ♂ | 150mm; F/11; 1/250s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
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Natürlich war es der junge Heuschrecken-Forscher, der sofort nach für diesen Lebensraum
passenden hüpfenden Bewohnern Ausschau hielt und auch sogleich fündig wurde.
Allerdings bedurfte dies auch keiner großen Ausdauer, denn man musste fast aufpassen,
um nicht bei jedem Schritt auf eine Sumpfschrecke zu treten.
Zu Dutzenden sprangen die recht großen, feuchtigkeitsliebenden Vertreter der Kurzfühlerschrecken in den
unterschiedlichsten Farbvarianten im
nassen Gras und im Schilf der Uferbereiche umher.
Die Art war früher in Deutschland weit verbreitet, ist aber aufgrund der Trockenlegung vieler
geeigneter Lebensräume mittlerweile sehr selten geworden.
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 | | Stethophyma grossum - Sumpfschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.2980kl_r | 100 % | ![2980kl_r]() | Stethophyma grossum Sumpfschrecke ♀ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Stethophyma grossum - Sumpfschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.2803kl_r | 100 % | ![2803kl_r]() | Stethophyma grossum Sumpfschrecke ♂ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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Außer dieses hier dominierenden Insektes gab es aber auch noch eine Menge weiterer Motive, von
denen ich zwar anderen Orts auch schon Fotos machen konnte, an denen ich aber dennoch nicht vorbeigehen konnte.
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Neben eines Pärchens des Großen Ochsenauges, einem Paarungsrad der Großen Pechlibelle und einem
sehr schön grün gefärbten Weibchens von Roesels Beißschrecke, war
ich vor allem vom Fund einer winzigen Büffelzikade fasziniert.
Der Vertreter der Buckelzikaden stammt ursprünglich aus den USA und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts, vermutlich mit Obstbäumen
nach Europa eingeschleppt. Inzwischen gilt sie bei uns sowie in Nord-Afrika bis nach Mittelasien als eingebürgert.
Die Art lebt in Kraut- und Gehölzsäumen, überwiegend an Flüssen, Bächen und Gräben sowie im Kulturland. Kein Wunder also,
dass sich das hübsche Insekt hier niedergelassen hat. Die Tiere ernähren sich saugend vom Pflanzensaft verschiedener Bäume und Büsche.
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 | | Maniola jurtina - Großes Ochsenauge ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.3010kl_r | 100 % | ![3010kl_r]() | Maniola jurtina Großes Ochsenauge ♀ + ♂ | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 01.09.2023 - Es wird Herbst...
Und schon ist der Sommer wieder fast vorbei und mit ihm die Blütenpracht und Insektenvielfalt. Im Makro-Revier
um die Ecke sind lediglich noch Heuschrecken und Libellen als Motive verfügbar. Für mich aber ausreichend...
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 | | Sympetrum sanguineum - Blutrote Heidelibelle ♂ |  |
| Nr. 2023.5650kl_r | 100 % | ![5650kl_r]() | Sympetrum sanguineum Blutrote Heidelibelle ♂ | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Da die Art, wie ihr Name schon vermuten lässt, bis ungewöhnlich spät ins Jahr fliegt, muss sie auch
mit denen um diese Jahreszeit meist tieferen Temperaturen klarkommen. Mit 10°C haben die Tiere die
niedrigste Aktivitäts-Schwellentemperatur aller Edellibellen.
Im Unterschied zu vielen anderen Libellen ist die Herbst-Mosaikjungfer bei uns nicht gefährdet. Während die Libelle vor
100 Jahren in Mitteleuropa noch als selten galt, gehört sie hier inzwischen sogar zu den häufigsten Edellibellen.
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Neben einem Männchen einer Blutroten Heidelibelle, welches, sehr schön ausgefärbt, seinem
Namen alle Ehre machte, war es eine weibliche Herbst-Mosaikjungfer, deren gelungene Ablichtung mich heute
besonders erfreute.
Im Gegensatz zu den meisten Mosaikjungfern, welche als ausgesprochene Dauerflieger gelten, macht dieser
Vertreter seiner Gattung häufiger auch mal eine Pause vom Fliegen. Einen dieser Momente habe ich wohl
erwischt.
 | | Aeshna mixta - Herbst-Mosaikjungfer ♀ |  |
| Nr. 2023.5335kl_r | 100 % | ![5335kl_r]() | Aeshna mixta Herbst-Mosaikjungfer ♀ | 150mm; F/4.5; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Vielen Dank an Andreas Th. Hein für die Absicherung meiner Jungfern-Bestimmung!
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| 03.09.2023 - Drohgebärde...
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 | | Ocypus sp. - Kurzflügler |  |
| Nr. 2023.5664kl_r | 100 % | ![5664kl_r]() | Ocypus sp. Kurzflügler | 150mm; F/13; 1/250s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
|
Mein heutiges Fotomotiv eines Kurzflüglers der Gattung
Ocypus lässt sich aufgrund der großen Artenvielfalt in Mitteleuropa und der sehr diffizilen
Unterscheidungsmerkmale innerhalb dieser Käfer-Gattung leider nicht bis zur Art bestimmen.
In Deutschland sind bisher 14 Arten nachgewiesen, von denen sich, soweit mit bekannt, alle räuberisch ernähren. Dies dürfte auch
die außergewöhnlich kräftigten Mundwerkzeuge meines Motivs erklären.
Mein Foto zeigt dabei die typische Drohgebärde dieser Gattung. Mit gespreizten Mandibeln und nach vorn gerichtetem
Hinterleib soll der potentielle Angreifer - in diesem Fall der Fotograf - eingeschüchtert werden.
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|
Darüber hinaus befinden sich am Hinterleibsende Drüsen, aus welchen der Käfer bei Gefahr ein übelriechendes Sekret absondern kann. Und ja,
auch diesen Sachverhalt kann ich leider bestätigen ;-)
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| 02.10.2023 - Sie sind wieder da...
Seit Juli hatten wir nun bei jedem Spaziergang durchs Sandtrockenrasen-Biotop um die Eckes Ausschau gehalten, ob
unsere Funde der Europäischen Gottesanbeterin im letzten Jahr nur eine "Eintagsfliege" waren, oder ob es sich
tatsächlich um eine bereits etablierte Population handelt bzw. der eventuell vorhandene letztjährige Nachwuchs
den kalten Winter überlebt hat.
Wir hatten schon aufgegeben! Doch siehe da, heute war es endlich soweit. ...
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 | | Mantis religiosa - Europäische Gottesanbeterin ♀ |  |
| Nr. 2023.6148kl_r | 100 % | ![6148kl_r]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin ♀ | 150mm; F/8; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Mantis religiosa - Europäische Gottesanbeterin ♀ |  |
| Nr. 2023.6132kl_r | 100 % | ![6132kl_r]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin ♀ | 150mm; F/9; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 10.08. - 19.08.2023 - Berchtesgadener Alpen...
In diesem Sommer sollte es für mich seit über 20 Jahren das erste Mal wieder in die Alpen gehen. Auf Wunsch eines
einzelnen jungen Heuschrecken-Forschers verbrachte die Familie nämlich ihren diesjährigen Sommerurlaub in den
Berchtesgadener Alpen. Während des Abarbeitens der Hüpfer-Liste haben wir allerdings auch so manches andere
Highlight gefunden, von der herrlichen Landschaft und der Erholung ganz abgesehen - auch wenn mancherorts die Anzahl an
Touristen das erträgliche Maß schon lange überschritten hatte.
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Kurzfühlerschrecken
Gleich an zweiter Stelle, der durch meinen Sohn aufgestellten Liste, in den Alpen durch uns zu findenden Schrecken,
stand der Kiesbankgrashüpfer.
Die Art ist eine der seltensten heimischen Kurzfühlerschrecken und wird auf der Roten Liste inzwischen
als "vom Aussterben bedroht" geführt. In Deutschland kommt sie nur vereinzelt um Berlin und im Süden Brandenburgs sowie im Alpenraum vor.
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 | | Chorthippus pullus - Kiesbankgrashüpfer ♂ |  |
| Nr. 2023.4186kl_r | 100 % | ![4186kl_r]() | Chorthippus pullus Kiesbankgrashüpfer ♂ | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Wie die meisten Kurzfühlerschrecken
ernährt sich die Art hauptsächlich von Gräsern. Beide Geschlechter weisen verkürzte
Flügel auf, was die Ausbreitung der isolierten Populationen sehr erschwert. Wir konnten die Tiere
am Königssee beobachten.
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Der kleine, schön gefärbte Hüpfer besiedelt Extremstandorte. Bei uns sind dies
vor allem Kiesbänke dynamischer Flussabschnitte in den Alpen. Vereinzelte Populationen
gibt es aber auch in den nordostdeutschen Sandheidegebieten.
 | | Chorthippus pullus - Kiesbankgrashüpfer ♀ |  |
| Nr. 2023.4164kl_r | 100 % | ![4164kl_r]() | Chorthippus pullus Kiesbankgrashüpfer ♀ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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Gleich als nächstes auf der Liste standen zwei Gebirgsschrecken-Arten. Beide sind aufgrund ihrer stark verkürzten
Flügel flugunfähig und
bei uns in ihrer Verbreitung hauptsächlich auf die Alpen beschränkt.
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Die Gewöhnliche Gebirgsschrecke kommt außerdem noch in vereinzelten Populationen in
der Schwäbischen Alb, in Nordostbayern und in einer sächsischen Heide vor.
Wir spürten diese, mit 3 cm Länge für
Kurzfühlerschrecken sehr imposanten Tiere, auf dem spärlich bewachsenen Schuttstrom
des Wimmbachgrieses auf.
 | | Podisma pedestris - Gewöhnliche Gebirgsschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.3776bkl_r | 100 % | ![3776bkl_r]() | Podisma pedestris Gewöhnliche Gebirgsschrecke ♂ | 150mm; F/11; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Podisma pedestris - Gewöhnliche Gebirgsschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.3805kl_r | 100 % | ![3805kl_r]() | Podisma pedestris Gewöhnliche Gebirgsschrecke ♀ | 150mm; F/11; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Die weiblichen Tiere fanden wir, laut meines Sohnes, dabei meist in "Bananenstellung" vor ;-)
Im Allgemeinen bevorzugt die Art gut besonnte, offene und trockene Lebensräume.
Die Verbuschung dieser Standorte stellt dabei die größte Bedrohung der eh schon isolierten Populationen dar.
In Deutschland wird die Schrecke als "vom Aussterben bedroht" geführt.
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 | | Miramella alpina - Alpine Gebirgsschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.4852kl_r | 100 % | ![4852kl_r]() | Miramella alpina Alpen-Gebirgsschrecke ♂ | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Im Gegensatz zur Schwesterart besiedelt sie frischere und feuchtere Standorte. Dies können neben
Hochstaudenfluren, Waldrändern und Zwergstrauchheiden auch bewirtschaftete Weiden und Almwiesen sein.
 | | Miramella alpina - Alpine Gebirgsschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.4831kl_r | 100 % | ![4831kl_r]() | Miramella alpina Alpen-Gebirgsschrecke ♂ | 150mm; F/11; 1/320s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
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Der zweite heimische Vertreter der Familie Melanoplinae, die Alpine Gebirgsschrecke,
ist deutlich häufiger und gilt in Deutschland bisher als nicht gefährdet. Neben den
Alpen findet man sie bei uns außerdem noch im Schwarzwald.
 | | Miramella alpina - Alpine Gebirgsschrecke ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.4732kl_r | 100 % | ![4732kl_r]() | Miramella alpina Alpine Gebirgsschrecke ♀ + ♂ | 150mm; F/8; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Miramella alpina - Alpine Gebirgsschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.4865_66bkl_r | 100 % | ![4865_66bkl_r]() | Miramella alpina Alpen-Gebirgsschrecke ♀ | 150mm; F/6.3 (DFF); 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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Uns begegneten diese grasgrün leuchtenden Schönheiten allerorts bei unseren Wanderungen an den Wegrändern - meist auf Almwiesen,
vor allem aber auch auf den großblättrigen Pflanzen entlang der vielen Bachläufe.
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 | | Mecostethus parapleurus - Lauchschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.3916bkl_r | 100 % | ![3916bkl_r]() | Mecostethus parapleurus Lauchschrecke ♀ | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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Auch die nächste Art hat in Deutschland nur eine sehr begrenzte Verbreitung. Als typische Stromtal-Art kommt die
Lauchschrecke bei
uns nur entlang des Rheins bis zur Mainmündung, sowie am Bodensee und in Ostbayern entlang von Isar
und Donau vor.
Aufgrund ihrer Bevorzugung von extensiv genutzten und feuchten Wiesen - gern mit saisonaler Überflutung -
ist auch diese Art in Deutschland
mangels geeigneter Lebensräume inzwischen sehr selten geworden. Lokal können die Tiere allerdings
in sehr großen Dichten auftreten.
Im Gegensatz zu den vorherigen Arten besitzt sie sehr lange Flügel und ist daher auch ein sehr guter Flieger,
noch dazu mit ausgeprägtem Sprungvermögen.
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 | | Mecostethus parapleurus - Lauchschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.4488kl_r | 100 % | ![4488kl_r]() | Mecostethus parapleurus Lauchschrecke ♂ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Mecostethus parapleurus - Lauchschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.4513kl_r | 100 % | ![4513kl_r]() | Mecostethus parapleurus Lauchschrecke ♂ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
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Wir konnten die Lauchschrecke in einer großen Population auf einer abgemähten Wiese in der Nähe des Taubensees sowie vereinzelte
Exemplare direkt am Wegrand an der Talstation der Jennerbahn beobachten.
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 | | Gomphocerippus rufus - Rote Keulenschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.3313kl_r | 100 % | ![3313kl_r]() | Gomphocerippus rufus Rote Keulenschrecke ♂ | 150mm; F/9; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Gomphocerippus rufus - Rote Keulenschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.4268_69kl | 100 % | ![4268_69kl]() | Gomphocerippus rufus Rote Keulenschrecke ♀ | 150mm; F/6.3 (DFF); 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Ebenfalls am Jenner begegnete uns die Rote Keulenschrecke. Diese wärmeliebende
Art kommt bei uns in Deutschland nur im Südwesten vor und fehlt im Norden und Osten völlig.
In ihrem Verbreitungsgebiet
ist sie jedoch weit verbreitet und meist sehr häufig anzutreffen. Daher gilt sie auch als nicht gefährdet.
 | | Gomphocerippus rufus - Rote Keulenschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.4273bkl_r | 100 % | ![4273bkl_r]() | Gomphocerippus rufus Rote Keulenschrecke ♂ | 150mm; F/10; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Die kleine Kurzfühlerschrecke bevorzugt sonnige, reich strukturierte Biotope, wie Waldränder,
Böschungen oder Saumgesellschaften und ernährt sich dort hauptsächlich von Süßgräsern.
Wir fanden sie sowohl in sonnigen Hochstaudenfluren am Wegesrand, als auch auf Felsen sitzend,
inmitten einer gerade frisch abgemähten Almwiese.
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Nun aber zu der Schrecke, welche mit großem Abstand die Liste meines Sohnes anführte. Mit bis zu
4 cm Körperlänge ist die Rotflügelige Schnarrschrecke eine der größten einheimischen
Kurzfühlerschrecken.
In Deutschland kommt die Art nur sehr zerstreut vor und gilt als stark gefährdet. In den meisten Bundesländern, wie etwa in den norddeutschen Heiden,
ist sie bereits
ausgestorben. Aktuelle Populationen beschränken sich hauptsächlich auf Fundorte in den Alpen, der Schwäbischen- und Fränkischen Alb sowie
des Bayerischen Waldes und der Rhön. Als Lebensraum bevorzugt sie vor allem wärmebegünstigte, trockene und steinige Biotope.
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Anhand von Fundmeldungen aus der Vergangenheit spürten wir die imposanten Tiere auf derselben
Schotterfläche am Königssee auf, auf der uns auch der Kiesbankgrashüpfer begegnete.
Während die flugunfähigen Weibchen mit ihrer graubraunen Färbung, trotz ihrer Größe, am Boden kaum zu erkennen
waren und daher nur mit viel Glück vor meiner Linse landeten, konnte man die Männchen schon von
weitem ausmachen.
Diese sprangen in der Vegetation meist unmotiviert auf und flogen mit ihren typischen laut
schnarrenden Balzrufen zwischen den offenen Kiesflächen hin und her, um Weibchen anzulocken. Dabei
leuchteten ihre knallroten Hinterflügel wunderschön in der Sonne.
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 | | Psophus stridulus - Rotflügelige Schnarrschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.4176kl_r | 100 % | ![4176kl_r]() | Psophus stridulus Rotflügelige Schnarrschrecke ♀ | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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Langfühlerschrecken
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 | | Metrioptera brachyptera - Kurzflügelige Beißschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.4554kl_r | 100 % | ![4554kl_r]() | Metrioptera brachyptera Kurzflügelige Beißschrecke ♀ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Sie besiedelt gern strukturreiche, eher höherwüchsige, frische
und nur extensiv bewirtschaftete Wiesen. Zu trockene Habitate werden
gemieden. In Deutschland gilt die Art als gefährdet. Wir begegneten der Schrecke in großer
Anzahl auf einer steinigen Alm im Klausbachtal.
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Nicht auf der Liste, aber trotzdem im Portfolio vom Sohnemann fehlend,
stand die Kurzflügelige Beißschrecke. Die Art ist zwar in ganz
Deutschland weit verbreitet, uns bisher aber noch nie begegnet. Die flugunfähige
Art bildet geschlossene Populationen und bevorzugt als Lebensraum
feuchtere Biotope.
 | | Metrioptera brachyptera - Kurzflügelige Beißschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.4538bkl_r | 100 % | ![4538bkl_r]() | Metrioptera brachyptera Kurzflügelige Beißschrecke ♂ | 150mm; F/9; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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Fast ganz oben auf der Liste, und daher eine der unbedingt zu findenden Arten, stand die
Alpen-Strauchschrecke. Obwohl in den Alpen häufig, hat es dann allerdings fast bis zum Ende des Urlaubs gedauert,
ehe wir sie aufspüren konnten. Und dann musste man die flinken Tiere erstmal vor die Linse bekommen,
denn schon bei der geringsten Störung verzogen sich die riesigen Schrecken von ihren meist großblättrigen
Ansitzen in der Hochstaudenflur auf Nimmerwiedersehen in die unteren Stockwerke.
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 | | Pholidoptera aptera - Alpen-Strauchschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.4051bkl_r | 100 % | ![4051bkl_r]() | Pholidoptera aptera Alpen-Strauchschrecke ♂ | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Pholidoptera aptera - Alpen-Strauchschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.4798kl_r | 100 % | ![4798kl_r]() | Pholidoptera aptera Alpen-Strauchschrecke ♀ | 150mm; F/11; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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In Deutschland kommt die Schrecke neben ihrem Hauptverbreitungsraum in den Alpen lediglich noch
in einem kleinen Areal im sächsischen Elbsandsteingebirge vor. Die bis zu 2,5 cm große
Art besiedelt Lebensräume mit mittelhohem Bewuchs, wo sie sich meist in der Strauchschicht
versteckt und nur anhand ihres Gesangs auf ihre Anwesenheit aufmerksam macht.
Am Ende des Urlaubes war unsere Heuschrecken-Liste tatsächlich komplett abgearbeitet!
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Sonstige Insekten
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Neben der hüpfenden Zunft gab es aber natürlich auch noch eine ganze Menge
anderer Insekten zu bewundern, die bei uns nur in den Alpen vorkommen oder
zumindest hier noch häufiger zu beobachten sind, wie im restlichen Deutschland.
Noch nie vor der Linse hatte ich zum Beispiel die Schwarze Heidelibelle.
Die Libelle des Jahres 2019 ist die kleinste einheimische Heidelibelle und fliegt im Gegensatz zu
den meisten anderen Libellenarten schon bei relativ niedrigen Temperaturen.
Letzteres lässt vermuten, dass die Art durch die Klimaerwärmung benachteiligt ist,
was auch ein Grund für den langsamen Rückgang der Art in Deutschland sein könnte.
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 | | Sympetrum danae - Schwarze Heidelibelle ♂ |  |
| Nr. 2023.4632kl_r | 100 % | ![4632kl_r]() | Sympetrum danae Schwarze Heidelibelle ♂ | 150mm; F/10; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Lestes dryas - Glänzende Binsenjungfer ♂ |  |
| Nr. 2023.4322kl_r | 100 % | ![4322kl_r]() | Lestes dryas Glänzende Binsenjungfer ♂ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 6400
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Lestes dryas - Glänzende Binsenjungfer ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.4383_84kl_r | 100 % | ![4383_84kl_r]() | Lestes dryas Glänzende Binsenjungfer ♀ + ♂ | 150mm; F/5.6 (DFF); 1/250s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
Wir konnten diesen kleinen Jäger zusammen mit der ebenfalls zu den
Kleinlibellen zählenden Hufeisen-Azurjungfer
in sehr großer Anzahl im Wald rund um den Taubensee beobachten.
Bei Letzterer handelt es sich um eine der häufigsten einheimischen Kleinlibellen,
die mir, im Gegensatz zu ihrem grün glänzenden Pendant, schon einige Male
vor die Linse geflogen ist. Infos zur Art gibt's daher hier.
In Sachen Libellen gilt mein Dank für die Bestimmung wie immer
Andreas Th. Hein.
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Dies gilt auch für die nächste Art. Als Art der flachen, teilweise kurzzeitig austrocknenden
Feuchtgebiete reagiert auch die Glänzende Binsenjungfer eher negativ
auf die Klimaerwärmung, da ihre Lebensräume zunehmend zu früh im Jahr trockenfallen
und damit das Larvenwachstum gestört wird.
 | | Lestes dryas - Glänzende Binsenjungfer ♀ |  |
| Nr. 2023.4400kl_r | 100 % | ![4400kl_r]() | Lestes dryas Glänzende Binsenjungfer ♀ | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
Noch ist die Art allerdings in ganz Deutschland weit verbreitet und fehlt nur entlang
der großen Flusstäler Süddeutschlands - scheinbar auch hier aufgrund der wärmebegünstigten
Lagen.
 | | Coenagrion puella - Hufeisen-Azurjungfer ♂ |  |
| Nr. 2023.4350kl_r | 100 % | ![4350kl_r]() | Coenagrion puella Hufeisen-Azurjungfer ♂ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
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Der nächste kleine Abschnitt gilt den Schmetterlingen. Auch von diesen kommen in den Alpen einige interessante Spezialisten und
Endemiten vor, von denen wir allerdings leider keinen beobachten konnten.
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Einzig und allein der Graubindige Mohrenfalter kann als Liebhaber
der Gebirge bezeichnet werden, kommt allerdings in Deutschland auch an einigen
Fundorten im Flachland vor und fehlt lediglich ganz im Norden.
Bei uns sind seine Verbreitungsschwerpunkte jedoch die Alpen und die
Mittelgebirge. Als Lebensraum bevorzugt der kleine Augenfalter Waldränder,
Lichtungen und Hochstaudenfluren sowie die an diese angrenzenden Biotope.
In Deutschland gilt die Art als gefährdet.
Uns begegnete der hübsche Tagfalter in den verschiedensten Farbschattierungen
überall in großer Anzahl während unserer Wanderungen. Dabei wurden meist die vielen
Korbblütler in den Hochstaudenfluren von besonders sonnigen Wegrändern angeflogen.
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 | | Erebia aethiops - Graubindiger Mohrenfalter |  |
| Nr. 2023.4424kl_r | 100 % | ![4424kl_r]() | Erebia aethiops Graubindiger Mohrenfalter | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Erebia aethiops - Graubindiger Mohrenfalter ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.3640kl_r | 100 % | ![3640kl_r]() | Erebia aethiops Graubindiger Mohrenfalter ♀ + ♂ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Erebia aethiops - Graubindiger Mohrenfalter ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.3668kl_r | 100 % | ![3668kl_r]() | Erebia aethiops Graubindiger Mohrenfalter ♀ + ♂ | 150mm; F/10; 1/200s; ISO 6400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Mein Dank für die Bestimmung aller Mohrenfalter gilt Peter Rückheim vom ORION-Berlin.
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 | | Euplagia quadripunctaria - Russischer Bär |  |
| Nr. 2023.3595bkl_r | 100 % | ![3595bkl_r]() | Euplagia quadripunctaria Russischer Bär | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 3200
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Falter fliegen von Juli bis September und sind eigentlich nicht häufig, in manchen Jahren aber
lokal sehr zahlreich anzutreffen.
Auf der Insel Rhodos befindet sich eine der größten
Populationen. Hier locken Millionen von Exemplaren dieses wunderschönen Falters aus der Familie der
Bärenspinner jedes Jahr Tausende von Touristen
im sogenannten "Schmetterlingstal" an.
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Der Russische Bär, auch Spanische Flagge genannt, kommt in Süd- und Mitteleuropa vor und hat
bei uns seine nördliche Verbreitungsgrenze im Harz.
Die bis zu 5 cm großen Falter bevorzugen halboffenes Gelände und kommen dabei sowohl
in sonnig, trockenen Habitaten als auch in feuchterem, halbschattigen Biotopen vor. In letzteren
begegnete uns ein Exemplar in einer Hochstaudenflur mitten im Jenner-Bergwald.
 | | Euplagia quadripunctaria - Russischer Bär |  |
| Nr. 2023.3581kl_r | 100 % | ![3581kl_r]() | Euplagia quadripunctaria Russischer Bär | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 1600
Canon EOS 5D Mark IV |
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Nun noch zwei Raupen.
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Die Raupe des Lattich-Mönchs ist mir schon vor zwei Jahren auf
der Lausche begegnet.
Diesmal fanden wir eine dieser hübsch gefärbten Tiere am Wegrand bei unserer
Wanderung auf den Jenner.
Der Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter ist überall in
Mitteleuropa verbreitet, aber meist nicht häufig. Er fliegt von Mai bis September. Seine Raupen ernähren
sich, wie der Name schon verrät, an verschieden Latticharten.
 | | Tyria jacobaeae - Jakobskrautbär |  |
| Nr. 2023.3751bkl_r | 100 % | ![3751bkl_r]() | Tyria jacobaeae Jakobskrautbär | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
In der Färbung sehr ähnlich, aber zusätzlich mit langen Haaren versehen, kommt die
Raupe des Jakobskrautbären daher. Der Vertreter aus der Familie der
Bärenspinner signalisiert durch sein auffällige Farbe, im Gegensatz zur vorherigen Art,
seine Giftigkeit. Der recht seltene Falter ernährt sich hauptsächlich von Jakobskräutern,
lässt sich aber, so wie hier im Wimbachgries, auch Pestwurzblätter schmecken.
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 | | Cucullia lactucae - Lattich-Mönch |  |
| Nr. 2023.4261kl_r | 100 % | ![4261kl_r]() | Cucullia lactucae Lattich-Mönch | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 1600
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Bombus gerstaeckeri - Eisenhuthummel |  |
| Nr. 2023.3829kl_r | 100 % | ![3829kl_r]() | Bombus gerstaeckeri Eisenhuthummel | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
Auch mit Flügeln ausgestattet, aber aus einer anderen Insekten-Familie und viel häufiger
zu finden, ist die Goldgelbe Schnepfenfliege. Schnepfenfliegen-Arten sind vor
allem in Wäldern und an Waldrändern zu finden. Sie ernähren sich meist räuberisch von kleinen
Insekten, nehmen aber auch Pflanzensäfte auf.
Die fotografierte Art ist in Deutschland weit verbreitet und gilt daher als ungefährdet.
Ich konnte sie bei einer Ménage-à-trois am Taubensee beobachten. Danke an Theo Zeegers für die Identifikation!
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Eine wirkliche Rarität flog mir zufällig vor die Linse, als ich eigentlich die Blüte
eines Wolfs-Eisenhutes fotografieren wollte. Die Eisenhuthummel
kommt in Deutschland nur in den Alpen vor und ernährt sich dort ausschließlich
von den Pollen von Eisenhut-Arten, die bei uns, aufgrund ihrer Seltenheit, allesamt
geschützt sind.
Es ist also kein Wunder, dass auch dieser ausgesprochene Nahrungsspezialist in Deutschland
als extrem selten gilt.
 | | Rhagio tringarius - Goldgelbe Schnepfenfliege ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.4406kl_r | 100 % | ![4406kl_r]() | Rhagio tringarius Goldgelbe Schnepfenfliege ♀ + ♂ | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 2500
Canon EOS 5D Mark IV |
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Gleich mehrmals flog und kroch uns bei unseren Wanderungen der imposante Langhornbock über den Weg.
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Der ohne Fühler bis zu 3,5 cm große Käfer aus der Familie der Bockkäfer kommt vom Norden Südeuropas bis
in den Süden Skandinaviens und auf den Britischen Inseln vor. Die Art besiedelt vorwiegend Nadelwälder,
wo sich seine Larven oft vom Holz gefällter Baumstämme ernähren. Obwohl sein Populationen
rückläufig sind, gilt er immer noch als Schädling für die Forstwirtschaft.
 | | Monochamus sartor - Langhornbock ♂ |  |
| Nr. 2023.4295kl_r | 100 % | ![4295kl_r]() | Monochamus sartor Langhornbock ♂ | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Monochamus sartor - Langhornbock ♀ |  |
| Nr. 2023.4674kl_r | 100 % | ![4674kl_r]() | Monochamus sartor Langhornbock ♀ | 150mm; F/13; 1/250s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Monochamus sartor - Langhornbock ♀ |  |
| Nr. 2023.4694bkl_r | 100 % | ![4694bkl_r]() | Monochamus sartor Langhornbock ♀ | 150mm; F/11; 1/250s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
Uns begegneten ein männliches Exemplar am Jenner, wo es im Flug, durch sein lautes Gebrumme, schon von
Weitem auf sich aufmerksam machte und gleich mehrere weibliche Exemplare in den Holz-Resten eines
frisch gefällten Baums im Klausbachtal.
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Floristisches
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Neben der vielfältigen Insektenfauna bieten die Alpen natürlich auch allerhand floristische
Besonderheiten, von denen viele schon vom Namen her auf ihren alpinen Verbreitungsraum hinweisen.
Ein schönes Beispiel dafür ist das allseits bekannte Europäische Alpenveilchen.
 | | Cyclamen purpurascens - Europäisches Alpenveilchen |  |
| Nr. 2023.4975kl_r | 100 % | ![4975kl_r]() | Cyclamen purpurascens Europäisches Alpenveilchen | 150mm; F/4.5; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Cyclamen purpurascens - Europäisches Alpenveilchen |  |
| Nr. 2023.4994kl_r | 100 % | ![4994kl_r]() | Cyclamen purpurascens Europäisches Alpenveilchen | 150mm; F/5; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Art kommt von den Alpen bis zum Balkan vor. Es bevorzugt schattige Standorte auf kalkhaltigen Böden
und wächst von Tallagen bis in Höhen von 2000 Metern. In Deutschland gibt es wenige wilde
Vorkommen - darunter einige in den Berchtesgadener Alpen. Hier scheinen sie allerdings
nicht selten zu sein, standen teilweise sogar direkt am Straßenrand.
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 | | Atropa belladonna - Schwarze Tollkirsche |  |
| Nr. 2023.4234kl_r | 100 % | ![4234kl_r]() | Atropa belladonna Schwarze Tollkirsche | 150mm; F/5; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Beim Klebrigen Salbei könnte man vom Namen her auch auf eine
Heilpflanze schließen, im Gegensatz zu anderen Mitgliedern dieser Gattung
sind aber keine medizinischen Anwendungsgebiete belegt.
In Deutschland liegt sein Hauptverbreitungsgebiet in den Alpen und im
Alpenvorland. Er gedeiht dort vor allem in schattigen Laub- und Mischwäldern
und bevorzugt frische, etwas feuchtere Böden.
|
Wie bei vielen beerentragenden Vertretern der Nachtschattengewächse, kann man auch
bei dieser Art mehrere Entwicklungsstufen an einer Pflanze zugleich beobachten.
Neben Blüten und unreifen Früchten, hingen auch an "unseren" Pflanzen bereits die
typischen glänzenden, schwarzen Beeren.
 | | Atropa belladonna - Schwarze Tollkirsche |  |
| Nr. 2023.4237kl_r | 100 % | ![4237kl_r]() | Atropa belladonna Schwarze Tollkirsche | 150mm; F/10; 1/250s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
Auf den Verzehr dieser sollte man allerdings unbedingt verzichten. Zwar wird die Tollkirsche in
der Medizin verwendet, ist aber gleichzeitig auch eine der giftigsten einheimischen Pflanzen. Unbehandelt können
schon 3 bis 4 Früchte bei Kindern zum Tode führen.
 | | Salvia glutinosa - Klebriger Salbei |  |
| Nr. 2023.3280bkl_r | 100 % | ![3280bkl_r]() | Salvia glutinosa Klebriger Salbei | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Aquilegia atrata Schwarzviolette Akelei |  |
| Nr. 2023.4600kl_r | 100 % | ![4600kl_r]() | Aquilegia atrata Schwarzviolette Akelei | 150mm; F/5.6; 1/250s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Aquilegia einseleana Kleinblütige Akelei |  |
| Nr. 2023.3815kl_r | 100 % | ![3815kl_r]() | Aquilegia einseleana Kleinblütige Akelei | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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Ähnliche Standortansprüche hat die Schwarzviolette Akelei. Dieses hübsche
Hahnenfußgewächs findet man bei uns auch nur in den Alpen und deren Vorland. Recht häufig
anzutreffen, steigt sie hier zum Teil in Höhenlagen von bis zu 2.000 Metern.
Viel seltener und auf warme, kalkreiche Steinböden angewiesen, ist hingegen deren
Schwesterart. Verbreitungsschwerpunkt der Kleinblütigen Akelei sind
eigentlich die Südalpen. In Deutschland kommt sie nur an wenigen Fundorten vor.
Wir fanden sie am Saum der Steinschutthalden des Wimbachgries, wo die Art von Dr. med. August Max Einsele aus München, nach dem
die Art benannt ist, auch im Jahre 1847 erstmals entdeckt wurde.
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Etwas häufiger, aber auch auf sonnige und trockene Standorte angewiesen, ist die
Knäuel-Glockenblume. Die Art kommt von Europa über den Kaukasus bis in den Iran vor.
In Deutschlands Wildnis gilt sie außer in Bayern in allen anderen Bundesländern als gefährdet oder zum Teil
auch als bereits ausgestorben.
Eine weitere sehr interessante Pflanzenfamilie sind die Sommerwurze, von denen uns im Klausbachtal die
Blutrote Sommerwurz begegnet ist.
Alle Arten dieser Familie sind Vollschmarozer und betreiben keine Photosynthese, sondern nutzen
die Nährstoffe ihres jeweiligen artspezifischen Wirtes, in dessen Wurzeln sie dafür mit ihren
eigenen eindringen.
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 | Campanula glomerata Knäuel-Glockenblume |  |
| Nr. 2023.4716kl_r | 100 % | ![4716kl_r]() | Campanula glomerata Knäuel-Glockenblume | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Orobanche gracilis Blutrote Sommerwurz |  |
| Nr. 2023.4662kl_r | 100 % | ![4662kl_r]() | Orobanche gracilis Blutrote Sommerwurz | 150mm; F/4.5; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Rubus saxatilis - Steinbeere |  |
| Nr. 2023.4608kl_r | 100 % | ![4608kl_r]() | Rubus saxatilis Steinbeere | 150mm; F/5.6; 1/320s; ISO 5000
Canon EOS 5D Mark IV |
Als Eiszeitrelikt heute bei uns nur noch in den Alpen verbreitet, war die Silberwurz
am Ende des Pleistozäns überall in Europa beheimatet. Als "Dryaszeit" wurde der Zeitabschnitt
sogar nach dieser Art benannt. Die Pflanze ist, sofern ausreichend Licht vorhanden, ausgesprochen genügsam
und daher häufig auf Felsschutt und steinigen Rasen zu finden.
 | | Carlina acaulis - Silberdistel |  |
| Nr. 2023.4567kl_r | 100 % | ![4567kl_r]() | Carlina acaulis Silberdistel | 150mm; F/5.6; 1/640s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Eine einzelne Steinbeere fanden wir an einem Wegrand am Jenner. Die
zur Gattung der Brom- bzw. Himbeeren gehörende Pflanze wird nicht sehr hoch, bildet aber
bis zu 2 Meter kriechende, wurzelnde Triebe.
Als Besonderheit innerhalb der Gattung Rubus besteht die Sammelfrucht nur aus sehr wenigen
Teilfrüchten, oft - so wie hier - sogar nur aus einer einzigen.
Die Steinbeere kommt in den kühlen bis gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel vor und
wird zum Beispiel in der klassischen, russischen Küche verwendet. In Deutschland ist sie vor allem
im Süden streckenweise verbreitet, im restlichen Gebiet hingegen eher selten.
 | | Dryas octopetala - Silberwurz |  |
| Nr. 2023.3891kl_r | 100 % | ![3891kl_r]() | Dryas octopetala Silberwurz | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
Sonnig und trocken mag es auch die Silberdistel. Als Liebhaberin beweideter Magerrasen
gilt die Art in Deutschland als stark gefährdet und ist daher gesetzlich geschützt. In den Alpen
und einigen Mittelgebirgen trifft man sie aber noch regelmäßig an.
Der Lebensraum der Silberdistel ist vor allem durch Verbuschung gefährdet. Ohne regelmäßige Beweidung verschwinden
viele der offenen Magerrasen unterhalb der Baumgrenze.
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Zu guter Letzt nun noch ein paar Orchideen. Leider waren wir auch hier viel zu spät im Jahr unterwegs, um die
Vielfalt und den noch vorhandenen Reichtum an Vertretern dieser Familie im Alpenraum zu bestaunen. Ein paar
konnten wir dann aber doch aufspüren, vom Rest gab's nur noch abgeblühte Blütenstände.
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|
Zwei Arten, von denen ein paar mehr Exemplare ihre auffälligen rosafarbenen Blütenstände
am Wegrand in die Höhe streckten, waren
die Wohlriechende- und die Mücken-Händelwurz.
Die beiden einzigen Vertreter dieser Gattung in Deutschland haben bei uns ihren Verbreitungsschwerpunkt
in den Alpen und kommen hier noch relativ häufig vor. Teilweise steigen sie sogar in Höhen bis über
2000 m.
Im restlichen Gebiet sind die Arten eher
selten zu finden und stehen beide auf der Roten Liste gefährdeter Arten.
Unterscheiden lassen sich beide Arten relativ einfach durch den langen Sporn der Mücken-Händelwurz,
welcher diese in der heimischen Orchideenflora von ähnlich aussehenden Arten abgrenzt.
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 | Gymnadenia odoratissima Wohlriechende Händelwurz |  |
| Nr. 2023.3418kl_r | 100 % | ![3418kl_r]() | Gymnadenia odoratissima Wohlriechende Händelwurz | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Gymnadenia conopsea Mücken-Händelwurz |  |
| Nr. 2023.3482kl_r | 100 % | ![3482kl_r]() | Gymnadenia conopsea Mücken-Händelwurz | 150mm; F/8; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Epipactis helleborine - Breitblättrige Stendelwurz |  |
| Nr. 2023.4308kl_r | 100 % | ![4308kl_r]() | Epipactis helleborine Breitblättrige Stendelwurz | 150mm; F/13; 1/320s; ISO 6400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Etwas später im Jahr, und daher auch noch überall an den Rändern der Wanderwege zu bewundern gewesen, blüht die
Breitblättrige Stendelwurz.
Die mit bis zu 1 Meter sehr große, aber meist eher unscheinbare Art ist eine der häufigsten Orchideen in Deutschland.
Sie ist bei uns weit verbreitet, wenn vergleichsweise auch nicht ganz so oft anzutreffen, wie hier in den Alpen. Die Art
ist ein typischer Vetreter lichter bis halbschattiger Standorte in Wäldern und an Waldrändern.
Ihre Blütenfarbe variiert von komplett grünlich-weiß bis hin zu sehr dunklen violetten Farbtönen. Das Abgrenzen von den anderen
im Gebiet vorkommenden Arten der Gattung fällt daher nicht immer leicht.
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Ähnlich beläuft es sich mit dem Gewöhnlichen Kohlröschen. Auch hier kommen gleich mehrere ähnliche
Arten im Gebiet vor, welche nicht leicht voneinander zu unterscheiden sind.
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Oft ist eine sichere Bestimmung nur
durch eine mikroskopische Untersuchung möglich. Erschwerend kommt noch hinzu, dass das Vorkommen mehrerer Arten am
selben Fundort keine Seltenheit ist.
Interessant dabei ist allerdings die Tatsache, dass einige Arten der Gattung sich scheinbar sowohl geschlechtlich als auch
ungeschlechtlich
fortpflanzen,
was zur Bildung von sogenannten "Kleinarten" führt, welche schnell eigene Populationen bilden.
Bei anderen Gattungen, wie Rubus, Hieracium oder
Taraxacum führte dieser Umstand in der Vergangenheit zur Beschreibung von zum Teil vielen hundert neuen Arten.
Mal sehen, ob uns das in Zukunft
auch bei den Kohlröschen blüht. Ich hoffe nicht!
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 | Nigritella rhellicani Gewöhnliches Kohlröschen |  |
| Nr. 2023.3554kl_r | 100 % | ![3554kl_r]() | Nigritella rhellicani Gewöhnliches Kohlröschen | 150mm; F/5.6; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | Nigritella rhellicani Gewöhnliches Kohlröschen |  |
| Nr. 2023.3422kl_r | 100 % | ![3422kl_r]() | Nigritella rhellicani Gewöhnliches Kohlröschen | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 08.04. - 13.04.2023 - Ibiza im Frühling...
Nach einigen Jahren sommer- oder herbstlicher Mittelmeeraufenthalte, ging es endlich mal wieder in den mediterranen Frühling.
Das hat den Vorteil, dass um diese Jahreszeit alles noch grünt und blüht, was im Rest des Jahres nicht unbedingt der Fall
ist. Dafür hält sich die Insekten-Vielfalt in Grenzen. Man kann halt nicht alles haben.
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 | | Silene cambessedesii - Cambessedes' Leimkraut |  |
| Nr. 2023.7373kl_r | 100 % | ![7373kl_r]() | Silene cambessedesii Cambessedes' Leimkraut | 100mm; F/9; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Zwei rosafarbene solcher Winzlinge waren zum Beispiel Cambessedes' Leimkraut und das
Zierliche Tausendgüldenkraut. Beides typische Vertreter der Küstenbereiche. Während letzterer
allerdings überall in Europa verbreitet ist, handelt es sich beim Leimkraut um einen Endemiten der Balearen.
 | | Senecio gallicus - Französisches Kreuzkraut |  |
| Nr. 2023.7415kl_r | 100 % | ![7415kl_r]() | Senecio gallicus Französisches Kreuzkraut | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Eine andere Art der Überlebensstrategie für derartige Standorten nutzt die überall in Europa verbreitete Schopfige Traubenhyazinthe.
Diese speichert mit Hilfe ihrer Zwiebel Nährstoffe und Wasser. Normalerweise findet man sie hier im mediterranen Raum auf Brachland oder
in Macchienfluren.
 | | Lotus cytisoides - Geißkleeartiger Hornklee |  |
| Nr. 2023.7327kl_r | 100 % | ![7327kl_r]() | Lotus cytisoides Geißkleeartiger Hornklee | 100mm; F/9; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Hier in den Dünen waren die Pflanzen teilweise völlig mit Sand bedeckt, so dass oft nur die obersten Blüten oder ein paar Blätter
zu sehen waren. Die Art ist im gesamten mediterranen Raum weit verbreitet und hier besonders an der Küste zu finden.
Ähnliche Ansprüche an ihren Lebensraum hat auch die Tanger-Reichardie. Ebenfalls meist in Küstennähe anzutreffen, ist dieser
einjährige, unserem heimischen Löwenzahn sehr ähnlich sehende Korbblütler, von den Kanaren über das gesamte Mittelmeer bis hin nach Westasien verbreitet.
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Einer unserer Ausflüge führte uns nach Ses Salines. Neben einem schönen Strand und den namensgebenden Salinen im Hinterland ist
vor allem die herrliche zum Teil noch natürliche Dünenlandschaft sehenswert.
Immer wieder erstaunt mich die vielfältige Flora, die es schafft, mit einem derartig lebensfeindlichen Umfeld aus
Sand und permanenter Hitze umzugehen. Viele der auch an anderen Standorten vorkommenden Pflanzen weisen hier allerdings
eine Kümmerwuchsform auf.
 | | Centaurium pulchellum - Zierliches Tausendgüldenkraut |  |
| Nr. 2023.7393kl_r | 100 % | ![7393kl_r]() | Centaurium pulchellum Zierliches Tausendgüldenkraut | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
An den Küsten des gesamten westlichen Mittelmeerraums kann man das Französische Kreuzkraut finden. Als charakteristische Art
heißer und vegetationsarmer, trockener Standorte nutzt der hübsche gelbe Korbblütler seine fleischigen Blätter, um Wasser zu speichern - ähnlich der
Dickblattgewächse.
 | | Muscari comosum - Schopfige Traubenhyazinthe |  |
| Nr. 2023.7306_07kl_r | 100 % | ![7306_07kl_r]() | Muscari comosum Schopfige Traubenhyazinthe | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Eine weitere Art mit heißen und trockenen Standorten umzugehen, hat der Geißkleeartige Hornklee perfektioniert. Sehr dicht
mit kurzen, seidigen Haaren bedeckt, was die gesamte Pflanze silbrig-glänzend erscheinen lässt, beugt dieser Vertreter der Schmetterlingsblütler
unnötiger Verdunstung vor.
 | | Reichardia tingitana - Tanger-Reichardie |  |
| Nr. 2023.7507kl_r | 100 % | ![7507kl_r]() | Reichardia tingitana Tanger-Reichardie | 100mm; F/2.8; 1/2500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Allerorts bei unseren Wanderungen begegneten uns Vertreter der Sommerwurzgewächse. Alle Mitglieder dieser Pflanzenfamilie
sind Vollschmarotzer. Sie besitzen kein Blattgrün und können daher keine Photosynthese betreiben. Die notwendigen Nährstoffe
besorgt sich die Pflanze stattdessen aus den Wurzeln ihrer Wirtspflanze, in die sie mit ihren eigenen Wurzel eindringt. Jede Art
bevorzugt dabei spezifische Wirte.
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Diese Tatsache hilft zusammen mit den morphologischen Merkmalen der Pflanze bei der Bestimmung. Letztere führen für sich allein gestellt
nicht immer zur sicheren Artzuordnung, wie man am Beispiel der Breitschuppigen Sommerwurz erkennen kann. Bei der
Zwerg-Sommerwurz ist der Fall schon eindeutiger, obwohl auch hier noch weitere ähnliche Arten im Gebiet vorkommen.
Genauso vollparasitär wie die Sommerwurzen ernährt sich auch der Gelbe Zistrosenwürger. Wie man am Namen leicht
erkennen kann, hat sich dieser hübsche Schmarotzer, aus der Familie der Cytinaceae, dabei auf Zistrosen als Wirt
spezialisiert, welche auch auf Ibiza, wie überall am Mittelmeer, vielerorts vertreten sind.
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 | | Cytinus hypocistis - Gelber Zistrosenwürger |  |
| Nr. 2023.7409bkl_r | 100 % | ![7409bkl_r]() | Cytinus hypocistis Gelber Zistrosenwürger | 100mm; F/10; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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Auf der Insel kommen insgesamt vier verschiedene Arten vor, welche wir tatsächlich auch alle bewundern durften. Allesamt buschige
Zwergsträucher, waren diese
schon meist von Weitem an ihrem aromatischen Geruch zu bemerken.
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Die Clusius-Zistrose findet man in Europa lediglich in Italien und Spanien, auf den Balearen nur in
der Unterart multiflorus. Uns begegnete sie nur in den
Dünen von Ses Salines, hier dafür aber gleich in recht üppigen Beständen.
 | | Cistus monspeliensis - Montpellier-Zistrose |  |
| Nr. 2023.7149kl_r | 100 % | ![7149kl_r]() | Cistus monspeliensis Montpellier-Zistrose | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
Ein fast identisches Verbreitungsgebiet weist die dritte Art auf. Mit ihren ebenfalls weißen, wenn
auch etwas größeren Blüten, war die Salbeiblättrige Zistrose ähnlich häufig zu finden.
 | | Cistus albidus - Weißliche Zistrose |  |
| Nr. 2023.7151kl_r | 100 % | ![7151kl_r]() | Cistus albidus Weißliche Zistrose | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Cistus clusii ssp. multiflorus - Vielblütige Clusius-Zistrose |  |
| Nr. 2023.7396kl_r | 100 % | ![7396kl_r]() | Cistus clusii ssp. multiflorus Vielblütige Clusius-Zistrose | 100mm; F/5.6; 1/640s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Die andere kleinblütige und leicht an ihren typischen Blättern zu erkennende Montpellier-Zistrose war hingegen
überall auf der Insel vertreten. Und auch im gesamten Mittelmeerraum ist die Art weit verbreitet und von Portugal bis nach Griechenland anzutreffen.
 | | Cistus salvifolius - Salbeiblättrige Zistrose |  |
| Nr. 2023.7126kl_r | 100 % | ![7126kl_r]() | Cistus salvifolius Salbeiblättrige Zistrose | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Im Gegensatz zu den letzteren beiden, dringt die Weißliche Zistrose, mit ihren großen rosafarbenen Blüten,
östlich lediglich bis Italien ins Mittelmeer vor. Wir konnten sie nur bei einer Wanderung beobachten.
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Nicht ganz so auffällig präsentieren sich die nächsten botanischen Schönheiten. Alle drei sind typische Vertreter der Mittelmeerflora.
Während Sizilianische Winde und Acker-Erdrauch offenes Brachland als Standort bevorzugen, kommt der
Durchwachsenblättrige Bitterling auch mit vegetationsreicheren Habitaten, wie Maccien oder lückigen Halbtrockenrasen, klar.
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Ähnliche Habitate wie Letzterer bevorzugen auch die im großen Teilen des Mittelmeerraum vorkommenden Arten Röhriger Affodill, Nizza-Mauerpfeffer und
Zweifelhafte Gladiole. Alle drei sind in ihrem Aussehen allerdings deutlich auffälliger und so auch meist schon von Weitem
vom Wegrand aus zu sehen.
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Folgendes wieder etwas niedrigwüchsigeres Floren-Konglomerat begegnete uns bei einer Wanderung an einem felsigen Standort in direkter Küstennähe.
Während die Mittags-Schwertlilie auch an anderen trockenen Standorten vorkommt und im mediterranen Raum
weit verbreitet ist, beschränkt sich das Vorkommen der Möhre in der Unterart commutatus lediglich
auf felsige Küstenareale einiger
Mittelmeerinseln.
 | | Daucus carota subsp. commutatus - Möhre |  |
| Nr. 2023.7083kl_r | 100 % | ![7083kl_r]() | Daucus carota subsp. commutatus Möhre | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Überall im mediterranen Raum und mit weit weniger Anspruch an Bodenbeschaffenheit und Kleinklima gedeiht hingegen der
Blaue Gauchheil.
 | | Anagallis foemina - Blauer Gauchheil |  |
| Nr. 2023.7916kl_r | 100 % | ![7916kl_r]() | Anagallis foemina Blauer Gauchheil | 100mm; F/10; 1/320s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Moraea sisyrinchium - Mittags-Schwertlilie |  |
| Nr. 2023.7639kl_r | 100 % | ![7639kl_r]() | Moraea sisyrinchium Mittags-Schwertlilie | 100mm; F/10; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Einen botanischen Winzling, deren Schönheit sich erst in der Vergrößerung seiner Blüten offenbart, ist das Felsen-Kreuzblümchen. Nur
im westlichen Mittelmeerraum vertreten, findet man diesen dort, wie der Name schon sagt, meist an felsigen Standorten.
 | | Polygala rupestris - Felsen-Kreuzblümchen |  |
| Nr. 2023.7635kl_r | 100 % | ![7635kl_r]() | Polygala rupestris Felsen-Kreuzblümchen | 100mm; F/10; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Man begegnet dieser kleinen blauen Schönheit oft auch auf Äckern und im Brachland. Genau wie seine Schwesterart Anagallis arvensis, welche
allerdings sowohl in einer rot- als auch in einer blaublütigen Form aufteten kann, ist dieses Primelgewächs in großen Teilen Europas weit verbreitet.
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Eine weitere, erst auf den zweiten Blick bezaubernde Pflanze, ist die Knotenblütige Mittagsblume, aus deren meist teppichartigen
Gewirr aus fleischigen, zur Wasserspeicherung dienenden Blättern, winzige, zarte weiße Strahlenblüten treiben.
 | | Tripodion tetraphyllum - Blasen-Wundklee |  |
| Nr. 2023.7995bkl_r | 100 % | ![7995bkl_r]() | Tripodion tetraphyllum Blasen-Wundklee | 100mm; F/7.1; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Mesembryanthemum nodiflorum - Knotenblütige Mittagsblume |  |
| Nr. 2023.7652kl_r | 100 % | ![7652kl_r]() | Mesembryanthemum nodiflorum Knotenblütige Mittagsblume | 100mm; F/10; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Genau daneben und zunächst genauso unscheinbar wirkend, blühten gleich mehrere Pflanzen Blasen-Wundklee. Dieser Schmetterlingsblütler
verdankt seinen Namen den aufgeblasenen Blütenkelchen, die sich allerdings erst nach dem Abblühen entwickeln und damit leider
nicht auf meinem Foto zu sehen sind.
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Auch in unmittelbarer Nähe, aber durch seine besondere Blütenform schon von Weitem zu erkennen, wuchs ein interessanter Vertreter aus der Familie
der Nelkengewächse. Die Kopfförmige Mauermiere ist im Mittelmeerraum weit verbreitet und weist, wie die meisten Vertreter dieser Gattung,
silberglänzende Hochblätter auf.
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 | | Paronychia capitata - Kopfförmige Mauermiere |  |
| Nr. 2023.7991kl_r | 100 % | ![7991kl_r]() | Paronychia capitata Kopfförmige Mauermiere | 70mm; F/5.6; 1/800s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Bei einigen dieser Arten - so wie hier - fallen diese aber, im Verhältnis zu ihren Blüten, besonders groß und auffällig aus.
 | | Paronychia capitata - Kopfförmige Mauermiere |  |
| Nr. 2023.7998kl_r | 100 % | ![7998kl_r]() | Paronychia capitata Kopfförmige Mauermiere | 100mm; F/7.1; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Da das Beste ja bekanntlich immer zum Schluss kommt, beende ich den botanischen Teil dieses kleinen Berichtes mit dem neuen Steckenpferd meines Sohnes - der
europäischen Orchideenflora. Allzu viel war aber in Sachen Orchideen nicht los. Und so beschränkten sich unsere Funde auf den
Kleinblütigen Zungenständel, die Pyramiden-Hundswurz und drei Vertreter aus der Gattung
der Ragwurzen.
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 | | Ophrys speculum - Spiegel-Ragwurz |  |
| Nr. 2023.7766kl_r | 100 % | ![7766kl_r]() | Ophrys speculum Spiegel-Ragwurz | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
Allen Ragwurz-Arten gemeinsam ist die Bestäubungsstrategie. Dafür locken deren Blüten durch Produktion von Duftstoffen
und insektenähnlichem Aussehen männliche Insekten an, die beim Versuch der Kopulation mit den Blüten deren Pollen übertragen. Der
individuelle Bestäuber ist dabei von Art zu Art verschieden.
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Braune- und Spiegel-Ragwurz sind rund ums Mittelmeer weit verbreitet und Letztere ist mir vor ein paar Jahren
auch schon auf Mallorca begegnet. Die dritte im Bunde - die Balearen-Ragwurz - ist, wie der Name schon
vermuten lässt, ein Balearen-Endemit.
Je nach Autor, wird diese entweder als eigene Art oder als Unterart von Bertolonis Ragwurz betrachtet. In jedem Fall findet
man sie ausschließlich auf den Balearischen Inseln - dort allerdings, in geeigneten Lebensräumen, wie lichten Wäldern und Gebüschen,
auch in großer Individuen-Dichte.
 | | Ophrys balearica - Balearen-Ragwurz |  |
| Nr. 2023.7940kl_r | 100 % | ![7940kl_r]() | Ophrys balearica Balearen-Ragwurz | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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So reichhaltig die florale Vielfalt im mediterranen Frühling Ibizas war, so gering viel leider die Anzahl an faunistischen
Begegnungen aus. Gerade mal eine Handvoll Arten hat es auf meinen Chip geschafft.
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 | | Sphingonotus rubescens - Wüsten-Sandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.7972kl_r | 100 % | ![7972kl_r]() | Sphingonotus rubescens Wüsten-Sandschrecke ♀ | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Sphingonotus rubescens - Wüsten-Sandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.7078kl_r | 100 % | ![7078kl_r]() | Sphingonotus rubescens Wüsten-Sandschrecke ♂ | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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Die einzige Heuschreckenart, welche uns allerdings gleich an mehreren Stellen auf der Insel über den Weg hüpfte, war die
Wüsten-Sandschrecke. Seit mein Sohn vor vier Jahren seine Liebe zur springenden Zunft entdeckt hat, ist dies nun
schon die sechste Sandschreckenart, die wir zusammen aufspüren konnten.
 | | Sphingonotus rubescens - Wüsten-Sandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.7850kl_r | 100 % | ![7850kl_r]() | Sphingonotus rubescens Wüsten-Sandschrecke ♂ | 100mm; F/11; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
In Europa kommt die Art im mediterranen Raum von der Iberischen Halbinsel bis in die Ägäis vor. Ihre Verbreitung
in Süditalien und Griechenland
ist allerdings nicht vollständig geklärt, da die dortigen Populationen schwer von der ihrer Schwesternart, der Blauflügligen
Sandschrecke,
zu unterscheiden sind.
Danke an Axel Hochkirch für die Bestimmung!
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Aber auch für mich gab es ein besonderes Highlight, welches ich aufgrund seiner Winzigkeit allerdings zunächst übersah, beziehungsweise für kleine "normale" Fliegen
hielt, die bei unserem Besuch der Dünen von Ses Salines immer mal wieder vor unseren Füßen aufflogen.
Erst auf den zweiten Blick konnte ich die nur zirka 5-7 mm großen Flugkünstler als Raubfliegen identifizieren - genauer gesagt als Schiner's Sandwicht.
 | | Stichopogon schineri - Schiner's Sandwicht ♂ |  |
| Nr. 2023.7363bkl_r | 100 % | ![7363bkl_r]() | Stichopogon schineri Schiner's Sandwicht ♂ | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Und auf den dritten Blick - durchs Makroobjektiv - zeigten sich dann auch die toll violett-glänzenden Augen, wie sie für die Männchen,
dieser auch in Deutschland sehr, sehr selten vorkommenden Art, typisch sind.
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 | | Stichopogon schineri - Schiner's Sandwicht ♂ |  |
| Nr. 2023.7339kl_r | 100 % | ![7339kl_r]() | Stichopogon schineri Schiner's Sandwicht ♂ | 100mm; F/9; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Stichopogon schineri - Schiner's Sandwicht ♀ |  |
| Nr. 2023.7357c2kl_r | 100 % | ![7357c2kl_r]() | Stichopogon schineri Schiner's Sandwicht ♀ | 100mm; F/9; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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Eine weitere Raubfliegenart begegnete uns bei einer Wanderung hoch über der Steilküste im Nordosten der Insel. Dass es
sich dabei um eine Saropogon - Art handelt, ist klar, nur nicht um welche genau.
 | | Saropogon sp. - Raubfliege ♂ |  |
| Nr. 2023.7255kl_r | 100 % | ![7255kl_r]() | Saropogon sp. Raubfliege ♂ | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Saropogon sp. - Raubfliege ♀ |  |
| Nr. 2023.7265_66kl_r | 100 % | ![7265_66kl_r]() | Saropogon sp. Raubfliege ♀ | 100mm; F/7.1 (DFF); 1/250s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
Auf den Balearen ist bisher keine Art der Gattung nachgewiesen. Zudem ist die ganze Gattung wohl
dringend revisionsbedürftig. Es wird wohl also noch eine Weile dauern, bis man hier Genaueres sagen kann.
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Beim nächsten Krabbler wusste ich hingegen sofort, um was es sich handelt. Zum ersten Mal in meinem Leben rannte mir
mit einem "Affenzahn" ein Spinnenläufer über den Weg. Da es in Europa nur zwei Arten gibt und diese sich
relativ leicht unterscheiden lassen, war hier die genaue Zuordnung recht einfach.
Scutigera coleoptrata kommt rund um das gesamte Mittelmeer vor. Inzwischen wurde er allerdings
vom Menschen in alle Erdteile verschleppt. Durch die Klimaerwärmung breitet er sich auch immer weiter
nach Norden aus. In Deutschland hat er im Jahr 2022 Berlin erreicht.
Meine Frau wird sich über diese Info sicher sehr freuen ;-)
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 | | Scutigera coleoptrata - Spinnenläufer |  |
| Nr. 2023.7285kl_r | 100 % | ![7285kl_r]() | Scutigera coleoptrata Spinnenläufer | 100mm; F/6.3; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Podarcis pityusensis - Pityusen-Mauereidechse ♂ |  |
| Nr. 2023.7500kl_r | 100 % | ![7500kl_r]() | Podarcis pityusensis Pityusen-Mauereidechse ♂ | 100mm; F/8; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Uns begegneten die flinken Tiere an vielen Stellen der Insel. Um welche der 22 Unterarten es sich dabei jeweils handelte, weiß
ich leider nicht.
 | | Podarcis pityusensis - Pityusen-Mauereidechse ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.7476kl_r | 100 % | ![7476kl_r]() | Podarcis pityusensis Pityusen-Mauereidechse ♀ + ♂ | 100mm; F/7.1; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
In und an zusammengefallenen Gemäuern bei Ses Salines konnten wir die Tiere in großer Anzahl beobachten. Die Männchen
waren dabei immer auf der Suche nach einer potentiellen Partnerin oder einem Rivalen, welcher bei Sichtung sofort in
eine wilde Verfolgungsjagd verwickelt wurde.
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Der Spinnenläufer gehört sicher auch in das Beutespektrum der Pityusen-Mauereidechse. Diese kleine,
meist herumflitzende Schönheit, kommt ausschließlich auf der Inselgruppe der Pityusen vor, also Ibiza und Formentera.
 | | Podarcis pityusensis - Pityusen-Mauereidechse ♂ |  |
| Nr. 2023.7485kl_r | 100 % | ![7485kl_r]() | Podarcis pityusensis Pityusen-Mauereidechse ♂ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Da sich das Vorkommen der meisten aber auf kleine isolierte Inseln vor der Küste beschränken,
ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich hier jeweils um die Nominatform handelt.
 | | Podarcis pityusensis - Pityusen-Mauereidechse ♀ |  |
| Nr. 2023.7444kl_r | 100 % | ![7444kl_r]() | Podarcis pityusensis Pityusen-Mauereidechse ♀ | 100mm; F/7.1; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 23.10. - 30.10.2023 - Mal wieder Kos...
Fast 10 Jahre ist es nun schon her, dass wir das erste Mal die sonnenverwöhnte Insel Kos in der östlichen Ägäis besuchten. Es wurde also
höchste Zeit für einen erneuten Besuch - vor allem auch, weil Ende Oktober nicht mehr so viele andere wettersichere Ziele am Mittelmeer
verfügbar sind.
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| Schrecken
Neben einem noch warmen Meer zum Baden war der Vorteil dieses sehr späten Zeitpunktes im Jahr
auch das Vorhandensein vieler adulter Heuschrecken. Beides ist für unseren Sohnemann inzwischen
gleichwichtig, Letzteres fast schon wichtiger.
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Schön an Kos ist auch, dass die Nähe zur Türkei dazu führt, dass hier auf der Insel auch einige Arten vorkommen, die ihr Hauptverbreitungsgebiet
viel östlicher haben.
Die zwei durch uns aufgespürten Acrotylus-Arten sind jedoch fast im gesamten Mittelmeerraum verbreitet.
 | | Acrotylus longipes - Gelbflügelige Ödlandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.6977bkl_r | 100 % | ![6977bkl_r]() | Acrotylus longipes Gelbflügelige Ödlandschrecke ♀ | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Schlanke Ödlandschrecke hingegen, kommt in vielerlei trockenen, meist vegetationsarmen Habitaten vor. Hier auf der Insel
begegnete uns die Art an offenen, felsigen Standorten in den Bergen, auf Schotterflächen entlang von Straßen und Wegen und auch direkt am Strand.
 | | Acrotylus patruelis - Schlanke Ödlandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.6846kl_r | 100 % | ![6846kl_r]() | Acrotylus patruelis Schlanke Ödlandschrecke ♂ | 150mm; F/9; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Acrotylus longipes - Gelbflügelige Ödlandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.6971kl_r | 100 % | ![6971kl_r]() | Acrotylus longipes Gelbflügelige Ödlandschrecke ♂ | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Dabei ist die
Gelbflügelige Ödlandschrecke durch ihre Vorliebe für küstennahe Dünenbereiche deutlich seltener zu finden -
vor allem, weil derartige Biotope auch am Mittelmeer immer seltener werden. Lang suchen brauchten wir trotzdem nicht, da der
Sohnemann den Fundort vorab gut recherchiert hatte.
 | | Acrotylus patruelis - Schlanke Ödlandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.6837kl_r | 100 % | ![6837kl_r]() | Acrotylus patruelis Schlanke Ödlandschrecke ♀ | 150mm; F/5.6; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Beide Arten lassen sich recht einfach voneinander unterscheiden - jedoch nur im Flug beziehungsweise mit ausgebreiteten Flügeln.
Während die Erste, wie ihr deutscher Name schon verrät,
gelbliche Hinterflügel aufweist, fällt Letztere bei jedem Hüpfer sofort durch ihre knallroten Flügel auf.
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 | | Sphingonotus sp. - Sandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.7273kl_r | 100 % | ![7273kl_r]() | Sphingonotus sp. Sandschrecke ♂ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Griechenland ist bezüglich Sandschrecken leider bisher nicht so gut erforscht und bei der auf Kos und Rhodos
endemischen Art Sphingonotus crivellarii ist der taxonomische Status unklar.
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In einem kleinen, küstennahen Dünengebiet begegnete uns ein Vertreter der Gattung Sphingonotus. Genau, wie
auf Rhodos im letzten Jahr, ist aber
auch diesmal wohl keine Zuordnung bis zur Art möglich.
 | | Sphingonotus sp. - Sandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.7243kl_r | 100 % | ![7243kl_r]() | Sphingonotus sp. Sandschrecke ♀ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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Keinerlei Unklarheiten gab es bei der Bestimmung der einzigen zwei griechischen Vertreter der Gattung Aiolopus,
die uns gleich beide am Alikes Salzsee über den Weg sprangen.
 | | Aiolopus strepens - Braune Strandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.7345bkl_r | 100 % | ![7345bkl_r]() | Aiolopus strepens Braune Strandschrecke ♂ | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Aiolopus strepens - Braune Strandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.7336kl_r | 100 % | ![7336kl_r]() | Aiolopus strepens Braune Strandschrecke ♀ | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Während die Braune Strandschrecke ausschließlich an den feuchteren, offenen Uferzonen anzutreffen
war, begegnete uns die Grüne Strandschrecke im trockneren aber vegetationsreichen Hinterland des Sees.
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 | | Aiolopus thalassinus - Grüne Strandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.7513kl_r | 100 % | ![7513kl_r]() | Aiolopus thalassinus Grüne Strandschrecke ♂ | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Aiolopus thalassinus - Grüne Strandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.7499kl_r | 100 % | ![7499kl_r]() | Aiolopus thalassinus Grüne Strandschrecke ♀ | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Beiden Arten gemeinsam ist ihr Verhalten. Sie verlassen sich sehr lange auf ihre gute Tarnung und ergreifen erst im letzten Moment die Flucht. Das heißt,
man muss schon fast auf sie drauftreten, ehe sie davonfliegen - dann aber meist gleich mehrere Meter. Bei gefühlten 60 Grad in der Sonne hatten wir daher viel Spaß!
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 | | Locusta migratoria - Europäische Wanderheuschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.7822kl_r | 100 % | ![7822kl_r]() | Locusta migratoria Europäische Wanderheuschrecke ♂ | 150mm; F/4.5; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Am selben Fundort und mit einem ähnlichen Verhalten, nur mit Flügen von gleich über 20 Metern, konnten
wir endlich auch die Europäische Wanderheuschrecke beobachten.
Leider kam aber zum irren Flugvermögen, der mit bis zu 6 cm Körpergröße wirklich riesigen Tiere, noch dazu, dass sie sich nach der Landung oft in
das dichteste und meist stacheligste Binsengebüsch vor Ort verkrochen und daraus nie wieder auftauchten.
So brauchte es auch mindestens eine Stunde, bevor ich überhaupt mal ein ordentliches Foto machen
konnte.
Die Art ist rund ums Mittelmeer weit verbreitet. Außerdem weist sie ein ausgeprägtes Wanderverhalten auf und kann, in großer Zahl auftretend,
auch landwirtschaftliche Schäden verursachen. Noch im Mittelalter wurden derartige Schwärme sogar aus Deutschland gemeldet. Heute gilt die Art bei uns als ausgestorben.
 | | Locusta migratoria - Europäische Wanderheuschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.07396kl_r | 100 % | ![07396kl_r]() | Locusta migratoria Europäische Wanderheuschrecke ♀ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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Mit 1,5 cm Körpergröße deutlich kleiner, kommt der Rhodische Macchien-Grashüpfer daher. Die auf den Inseln Rhodos, Kos und Kalymnos endemische,
flugunfähige Art begegnete uns bereits letztes Jahr auf Rhodos.
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 | | Pezotettix lagoi - Rhodischer Macchien-Grashüpfer ♀ |  |
| Nr. 2023.7181_82kl_r | 100 % | ![7181_82kl_r]() | Pezotettix lagoi Rhodischer Macchien-Grashüpfer ♀ | 150mm; F/11 (DFF); 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Pezotettix lagoi - Rhodischer Macchien-Grashüpfer ♂ |  |
| Nr. 2023.7739_40kl_r | 100 % | ![7739_40kl_r]() | Pezotettix lagoi Rhodischer Macchien-Grashüpfer ♂ | 150mm; F/8 (DFF); 1/250s; ISO 2500
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Dociostaurus jagoi - Jagos Kreuzschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.7716_17kl_r | 100 % | ![7716_17kl_r]() | Dociostaurus jagoi Jagos Kreuzschrecke ♀ | 150mm; F/6.3 (DFF); 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Die bis zu 3,5 cm große Schrecke bevorzugt warme, trockene Habitate mit wenig Vegetation. Wir begegneten ihr in den Bergen der Insel
bei Zia, wo gleich dutzende der kleinen Hüpfer auf einer nur spärlich mit Moos bewachsenen, höchstens 10 m² großen Schotterfläche umhersprangen.
|
Auch der nächste Hüpfer ist uns bereits am Mittelmeer über den Weg gesprungen - allerdings
viel weiter westlich, auf Sardinien.
Während wir damals nur ein Einzelexemplar
von Jagos Kreuzschrecke beobachten
konnten, spürten wir diesmal gleich eine größere Population der Tiere auf.
 | | Dociostaurus jagoi - Jagos Kreuzschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.7713kl_r | 100 % | ![7713kl_r]() | Dociostaurus jagoi Jagos Kreuzschrecke ♂ | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Oecanthus dulcisonans - Großes Weinhähnchen ♂ |  |
| Nr. 2023.07635kl_r | 100 % | ![07635kl_r]() | Oecanthus dulcisonans Großes Weinhähnchen ♂ | 150mm; F/11; 1/250s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
|
Nun folgt noch der letzte Schrecken-Fund. Dieser ist allerdings etwas Besonderes, denn das Große Weinhähnchen
wurde bisher noch nicht auf Kos nachgewiesen und weist auch in ganz Griechenland nur ein paar wenige Funde auf.
Wir fanden eine ganze Population in unserer Hotelanlage direkt an der Küste. Der Sohnemann hörte
den markanten, sehr langen und vor allem unterbrechungsfrei vorgetragenen Gesang der Tiere gleich am ersten Abend als die Dämmerung einsetzte
in den Oleander-Hecken direkt neben der Strandbar.
Allerdings waren mehrere Begehungen mit Stirnlampe an den folgenden Tagen notwendig, um wenigstens eins der Tiere aufzuspüren.
Ich bin gespannt, ob "jemand" einen Neunachweis zu diesem außergewöhnlichen Fund schreibt ;-)
 | | Oecanthus dulcisonans - Großes Weinhähnchen ♂ |  |
| Nr. 2023.7626kl_r | 100 % | ![7626kl_r]() | Oecanthus dulcisonans Großes Weinhähnchen ♂ | 150mm; F/11; 1/250s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
|

| weitere Insekten
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Den Anfang machen die allseits beliebten Fangschrecken, von denen in der
östlichen Ägäis gleich um die 10 Arten vorkommen.
 | | Ameles heldreichi - Fangschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.7362kl_r | 100 % | ![7362kl_r]() | Ameles heldreichi Fangschrecke ♀ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Ameles heldreichi - Fangschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.7586kl_r | 100 % | ![7586kl_r]() | Ameles heldreichi Fangschrecke ♂ | 150mm; F/11; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Regungslos auf Beute wartend und mit ihrer für Fangschrecken recht kleinen Körpergröße
von nur 3 cm wird sie jedoch meist übersehen. Unserem inzwischen geschulten Auge ist sie
allergings nicht entgangen.
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 | | Ameles heldreichi - Fangschrecke ♀ |  |
| Nr. 2023.7039kl_r | 100 % | ![7039kl_r]() | Ameles heldreichi Fangschrecke ♀ | 150mm; F/10; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Ameles heldreichi begegnete uns gleich mehrmals auf Kos, immer in
unmittelbarer Küstennähe. Nach der Begegnung mit beiden Geschlechtern im vorigen Jahr
auf Rhodos, fiel es
mir diesmal auch leichter, unsere Funde dieser variablen Art zuzuordnen.
Mit Verbreitungsschwerpunkt in der Ägäis ist sie hier wohl eine der häufigsten Fangschrecken
überhaupt.
 | | Ameles heldreichi - Fangschrecke ♂ |  |
| Nr. 2023.7603kl_r | 100 % | ![7603kl_r]() | Ameles heldreichi Fangschrecke ♂ | 150mm; F/6.3; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Während mir vorherige Art inzwischen schon auf drei griechischen Inseln begegnet ist, hatte
ich mit Rivetina balcanica bisher noch nicht das Vergnügen. Mit bis zu 6 cm
ist diese Fangschrecke außerdem deutlich größer. Sie bevorzugt sehr heiße, trockene
Lebensräume, erträgt aber auch verhältnismäßig kalte Winter.
|
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Die Art kommt rund ums Mittelmeer vor, allerdings nur punktuell. Neben Nordafrika und der Türkei findet man sie
im Süden der Iberischen Halbinsel, auf Sizilien, Malta und Zypern, sowie im östlichen Griechenland.
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Nicht ganz so anspruchsvoll was das Klima angeht, aber auch eine Liebhaberin der wärmeren
Gefilde und in der Größe recht ähnlich, ist die Mittelmeer-Gottesanbeterin.
Wie es ihr Name schon sagt, ist diese Fangschrecke im gesamten mediterranen Raum weit
verbreitet. Verwunderlich nur, dass sie mir bis dato nur ein einziges
weiteres Mal am
Mittelmeer begegnet ist - damals allerdings in schickem Grau,
statt wie hier in Grün.
Darüber hinaus kommt die Art bis nach Westasien vor und wurde in Amerika vom Menschen eingeschleppt.
 | | Iris oratoria - Mittelmeer-Gottesanbeterin ♀ |  |
| Nr. 2023.7455kl_r | 100 % | ![7455kl_r]() | Iris oratoria Mittelmeer-Gottesanbeterin ♀ | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Ihr bevorzugter Lebensraum sind warme und trockene Gebüsche, wo man sie meist in der höheren
Vegetation findet. Unser trächtiges, weibliches Exemplar turnte am Rand der Schilfzone des Alikes
Salzsees in einem Doldenblütler herum.
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 | | Iris oratoria - Mittelmeer-Gottesanbeterin ♀ |  |
| Nr. 2023.7480kl_r | 100 % | ![7480kl_r]() | Iris oratoria Mittelmeer-Gottesanbeterin ♀ | 150mm; F/8; 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Spilostethus pandurus - Pandur ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.6829kl_r | 100 % | ![6829kl_r]() | Spilostethus pandurus Pandur ♀ + ♂ | 150mm; F/7.1; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
In Sachen Schmetterlinge sah es aufgrund der späten Jahreszeit nicht ganz so
gut aus. Lediglich zwei Arten kamen mir vor die Linse.
Zunächst war da der Mittelmeer Waldportier. Die recht großen Falter saßen sehr
häufig im Schatten der Mittagssonne auf Felsen oder an Baumstämmen herum und
flüchteten meist schon beim geringsten Annäherungsversuch - vorausgesetzt, man
entdeckte die gut getarnten Tiere überhaupt.
|
Und weiter geht's mit einem Pärchen Wanzen mit dem seltsamen deutschen Namen Pandur, die ich aus
der Ferne zunächst für die mir aus Mitteleuropa bekannten Ritterwanzen hielt. Diese Art ist jedoch wärmeliebender
und in Südeuropa und dem gesamten Mittelmeerraum verbreitet.
Der Name
stammt im Übrigen von einer Militäreinheit namens "Panduren", welche auch in Slowenien - dem Locus typicus der Art -
kämpften.
 | | Hipparchia senthes - Mittelmeer Waldportier |  |
| Nr. 2023.6823kl_r | 100 % | ![6823kl_r]() | Hipparchia senthes Mittelmeer Waldportier | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Danaus chrysippus - Kleiner Monarch |  |
| Nr. 2023.7425kl_r | 100 % | ![7425kl_r]() | Danaus chrysippus Kleiner Monarch | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Danaus chrysippus - Kleiner Monarch |  |
| Nr. 2023.7441kl_r | 100 % | ![7441kl_r]() | Danaus chrysippus Kleiner Monarch | 150mm; F/8; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Danaus chrysippus - Kleiner Monarch |  |
| Nr. 2023.7416bkl_r | 100 % | ![7416bkl_r]() | Danaus chrysippus Kleiner Monarch | 150mm; F/11; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
|
Genauso häufig, aber fast nie irgendwo sitzend, begegnete uns der Kleine Monarch.
Die Falter flogen auch in der größten Hitze immer nur umher und machten maximal für eine Sekunde an
der einen oder anderen Blüte halt.
Die Art kommt in der Mittelmeerregion, in weiten Teilen Afrikas, in Süd-Asien sowie in Australien vor und
erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 8 cm.
 | | Danaus chrysippus - Kleiner Monarch ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2023.7799kl_r | 100 % | ![7799kl_r]() | Danaus chrysippus Kleiner Monarch ♀ + ♂ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Raupen des Falters nehmen durch die Nahrung ungenießbare Alkaloide auf, die später auch den
adulten Schmetterling vor Fressfeinden schützen. Wir fanden die gefräßigen Tiere auf Cynanchum acutum.
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|
Die letzten Insekten im Portfolio steuert diesmal, und damit auch zum ersten Mal in seiner noch kurzen Natur-Fotografen-Karriere, mein
11-jähriger Sohn bei. Seine zwei wunderschönen Bilder eines Pärchens der rund ums Mittelmeer sehr häufigen Frühen Heidelibelle
bilden hiermit den Abschluss der Kos-Sechsbeiner.
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 | | Sympetrum fonscolombii - Frühe Heidelibelle ♀ |  |
| Nr. 2023.8909kl_r | 100 % | ![8909kl_r]() | Sympetrum fonscolombii Frühe Heidelibelle ♀ | 100mm; F/8; 1/1250s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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 | | Sympetrum fonscolombii - Frühe Heidelibelle ♂ |  |
| Nr. 2023.8934kl_r | 100 % | ![8934kl_r]() | Sympetrum fonscolombii Frühe Heidelibelle ♂ | 100mm; F/8; 1/1250s; ISO 400
Canon EOS 350D DIGITAL |
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Ein paar Infos zur Art gibt es bei meinen Fotos aus Rhodos vom vorigen Jahr.
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| Und der Rest...
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Der Rest startet mit zwei Reptilien, von denen wiederum das Europäische Schlangenauge
den Anfang machen soll.
Die sehr flinke, nur ca. 20 cm kleine Echse kommt in Europa in Bulgarien, Griechenland und der Türkei vor - hier
auf der Insel, wie auch auf Rhodos, in der Unterart macrodactylus.
 | | Stellagama stellio - Hardun |  |
| Nr. 2023.6858kl_r | 100 % | ![6858kl_r]() | Stellagama stellio Hardun | 150mm; F/6.3; 1/1000s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Ein ähnliches Verbreitungsgebiet hat auch der Hardun. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger
wird dieser allerdings mit bis zu 40 cm Körperlänge deutlich größer.
Das sehr wärmeliebende Reptil bevorzugt felsige Habitate mit starker Sonneneinstrahlung. Hier auf Kos konnten
wir die Echsen häufig an Steinmauern und alten Gebäuderuinen beim Sonnenbad beobachten.
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 | | Ophisops elegans macrodactylus - Europäisches Schlangenauge |  |
| Nr. 2023.6877kl_r | 100 % | ![6877kl_r]() | Ophisops elegans macrodactylus Europäisches Schlangenauge | 150mm; F/7.1; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Stellagama stellio - Hardun |  |
| Nr. 2023.6862kl_r | 100 % | ![6862kl_r]() | Stellagama stellio Hardun | 150mm; F/6.3; 1/640s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Den Abschluss machen nun noch drei botanische Schönheiten. Allesamt sind Herbstblüher und waren daher leider
auch das einzig Blühende in der ansonsten sehr verbrannten Vegetation um diese Jahreszeit.
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 | | Cyclamen hederifolium - Efeublättriges Alpenveilchen |  |
| Nr. 2023.7703_04kl_r | 100 % | ![7703_04kl_r]() | Cyclamen hederifolium Efeublättriges Alpenveilchen | 150mm; F/6.3 (DFF); 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
In Mitteleuropa aufgrund ihrer Winterhärte auch als Gartenpflanze kultiviert, fanden wir das Efeublättrige Alpenveilchen
auf Kos an einigen Stellen in den Bergen der Insel. Von den namensgebenden Laubblättern war allerdings noch nichts
zu sehen, da sich diese erst nach dem Erscheinen der Blüten entwickeln.
Das hübsche Primelgewächs ist fast im gesamten Mittelmeerraum
wildwachsend zu finden. Es bevorzugt meist felsigen Untergrund in Wäldern oder Gebüschen.
 | | Muscari parviflorum - Kleinblütige Traubenhyazinthe |  |
| Nr. 2023.7524kl_r | 100 % | ![7524kl_r]() | Muscari parviflorum Kleinblütige Traubenhyazinthe | 150mm; F/6.3; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Cyclamen hederifolium - Efeublättriges Alpenveilchen |  |
| Nr. 2023.7695kl_r | 100 % | ![7695kl_r]() | Cyclamen hederifolium Efeublättriges Alpenveilchen | 150mm; F/11; 1/250s; ISO 4000
Canon EOS 5D Mark IV |
Auch die Kleinblütige Traubenhyazinthe ist rund ums Mittelmeer weit verbreitet. Als einzige von den ca. 70 Arten,
der inzwischen zur Familie der Spargelgewächse gehörenden Gattung, blüht sie im Herbst.
Wir fanden ein paar wenige Exemplare an einem ziemlich ruderalen
Strandabschnitt im Osten der Insel.
 | | Sternbergia lutea - Herbst-Goldbecher |  |
| Nr. 2023.6879kl_r | 100 % | ![6879kl_r]() | Sternbergia lutea Herbst-Goldbecher | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Zur Familie der Amaryllisgewächse gehört der Herbst-Goldbecher. Die von Südeuropa bis Zentralasien und Nordafrika
vorkommende Krokus-ähnliche Pflanze war mein botanisches Highlight des Urlaubs.
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|
Das war's auch schon wieder. Einen dritten Besuch werden wir Kos wohl so schnell nicht mehr abstatten. Dafür gibt es zu viele weitere griechische
Inseln, die wir noch nicht mit unserer Anwesenheit beglückt haben.
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| 08.03.2024 - Der Frühling ist da...
...und mit ihm die allerersten Frühblüher, die auf Bestäuber warten.
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 | | Hepatica nobilis - Leberblümchen |  |
| Nr. 2024.9236bkl_r | 100 % | ![9236bkl_r]() | Hepatica nobilis Leberblümchen | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Der Sohnemann hatte im letzten
Jahr in einem kalkreichen Buchenwald bei Strausberg am Wegrand ein paar Blätter vom Leberblümchen erspäht und so führte uns unsere erste
Tour des Jahres genau dort hin, in der Hoffnung, dass schon ein paar blühende Exemplare zu finden sind. Wir wurden nicht enttäuscht!
 | | Hepatica nobilis - Leberblümchen |  |
| Nr. 2024.9270kl_r | 100 % | ![9270kl_r]() | Hepatica nobilis Leberblümchen | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Hepatica nobilis - Leberblümchen |  |
| Nr. 2024.9281bkl_r | 100 % | ![9281bkl_r]() | Hepatica nobilis Leberblümchen | 150mm; F/4.5; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Hepatica nobilis - Leberblümchen |  |
| Nr. 2024.9259kl_r | 100 % | ![9259kl_r]() | Hepatica nobilis Leberblümchen | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Art besiedelt in Mitteleuropa vor allem Buchen- und Eichenwälder und gilt als Lehm- und Kalkzeiger. Im Tiefland, wie hier,
kommt es recht selten vor, ist aber auch sonst in Deutschland nur zerstreut anzutreffen und gilt als „besonders geschützt“.
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Auf dem Rückweg begegneten uns dann noch einige Pflanzen des Schuppenwurz. Bei diesem seltsam
anmutenden Bewohner mitteleuropäischer Laubwälder handelt es sich um einen Vollschmarotzer, der alle von ihm
benötigten Nährstoffe aus den Wurzeln seiner Wirtsbäume bezieht.
Da die Pflanze so keine Photosynthese betreiben muss, hat sie auch keine Blätter, in welchen sonst mithilfe von Chlorophyll
aus Licht, Wasser und Kohlendioxid die fürs Wachstum erforderlichen Kohlenhydrate hergestellt werden würden.
Die Schuppenwurz ist eine der ersten in unseren heimischen Wäldern blühende Pflanze und zeigt ihre Blüten bereits meist Anfang März.
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 | | Lathraea squamaria - Schuppenwurz |  |
| Nr. 2024.9299kl_r | 100 % | ![9299kl_r]() | Lathraea squamaria Schuppenwurz | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 29.03.2024 - Frühblüher in der Oberlausitz...
Den diesjährigen Osterbesuch bei der Verwandtschaft haben wir auch für eine kleine Wanderung in einen nahegelegenen
Hang-Laubmischwald genutzt, welcher mir in meiner Kinderzeit meist als Spielplatz diente.
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 | | Anemone nemorosa - Buschwindröschen |  |
| Nr. 2024.9780kl_r | 100 % | ![9780kl_r]() | Anemone nemorosa Buschwindröschen | 150mm; F/4.5; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Den größten Anteil hat dabei das Buschwindröschen, welches hier mit seinen weißen Strahlenblüten
zu Tausenden große Teppiche bildet. Viel seltener und nur an ein paar feuchteren Stellen zu finden, war sein gelber
"Cousin" - das Gelbe Windröschen.
 | | Anemone ranunculoides - Gelbes Windröschen |  |
| Nr. 2024.9790kl_r | 100 % | ![9790kl_r]() | Anemone ranunculoides Gelbes Windröschen | 150mm; F/9; 1/320s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
|
 | | Anemone nemorosa - Buschwindröschen |  |
| Nr. 2024.9807kl_r | 100 % | ![9807kl_r]() | Anemone nemorosa Buschwindröschen | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Um diese Jahreszeit blühen hier an den Hängen links und rechts des Kemmlitzbaches eine Menge
unterschiedlicher Frühblüher, welche das im Moment noch nicht geschlossene Laubdach der Bäume zum Sonnetanken nutzen.
 | | Anemone ranunculoides - Gelbes Windröschen |  |
| Nr. 2024.9786kl_r | 100 % | ![9786kl_r]() | Anemone ranunculoides Gelbes Windröschen | 150mm; F/4.5; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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|
Beide Arten sind, wie alle Hahnenfußgewächse, giftig, wobei das Gelbe Windröschen eine höhere toxische Wirkung
aufweist und beim Verzehr größere Mengen tödlich ist. Die Samen werden von Ameisen verbreitet.
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An den feuchten und etwas schattigeren Rändern des Baches kann man hier außerdem einen weiteren typischen Vertreter derartiger Lebensräume beobachten.
Das zu den Steinbrechgewächsen gehörende Wechselblättrige Milzkraut blüht von März bis Mai und bildet lockere Teppiche,
welche einem durch ihre grelle Blütenfarbe meist schon von Weitem auffallen.
 | | Gagea pratensis - Wiesen-Gelbstern |  |
| Nr. 2024.9771kl_r | 100 % | ![9771kl_r]() | Gagea pratensis Wiesen-Gelbstern | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
|
 | | Chrysosplenium alternifolium - Wechselblättriges Milzkraut |  |
| Nr. 2024.9823kl_r | 100 % | ![9823kl_r]() | Chrysosplenium alternifolium Wechselblättriges Milzkraut | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
Weit weniger anspruchsvoll hinsichtlich seiner Standortwahl ist der Wiesen-Gelbstern. Die wärmeliebende Art besiedelt Äcker, Wiesen und
Parkanlagen. Durch die immer intensivere Bewirtschaftung ist das kleine Liliengewächs bei uns allerdings inzwischen recht selten geworden und
kommt in Deutschland nur noch sehr zerstreut vor.
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Schon seit meiner Kindheit verbinde ich die Kemmlitz mit der Hohen Schlüsselblume. Damals noch an einer Vielzahl von Standorten
zu finden, ist sie hier inzwischen allerdings recht selten geworden. Lediglich an einer Stelle konnten wir das
hübsche Primelgewächs mit ein paar wenigen Exemplaren beobachten.
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 | | Primula elatior - Hohe Schlüsselblume |  |
| Nr. 2024.9827kl_r | 100 % | ![9827kl_r]() | Primula elatior Hohe Schlüsselblume | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
|
 | | Primula elatior - Hohe Schlüsselblume |  |
| Nr. 2024.9793kl_r | 100 % | ![9793kl_r]() | Primula elatior Hohe Schlüsselblume | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Auch die nächsten beiden Frühblüher haben eine Vorliebe für
krautreiche, frische Laubmischwälder.
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 | | Pulmonaria officinalis - Geflecktes Lungenkraut |  |
| Nr. 2024.9817kl_r | 100 % | ![9817kl_r]() | Pulmonaria officinalis Geflecktes Lungenkraut | 150mm; F/5.6; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Den Namen trägt Letzterer allerdings nicht wegen seiner Standort-Vorliebe, sondern
wegen des säuerlichen Geschmackes seiner Blätter, die durchaus auch für Speisen
Verwendung finden.
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Während das Gefleckte Lungenkraut
nährstoff- und basenreiche Lehmböden im Halbschatten bevorzugt, mag es der Waldsauerklee
eher sauer und kommt auch mit sehr schattigen Standorten zurecht.
 | | Oxalis acetosella - Waldsauerklee |  |
| Nr. 2024.9870kl_r | 100 % | ![9870kl_r]() | Oxalis acetosella Waldsauerklee | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
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Alles in Allem ein schöner Osterspaziergang!
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| 01.04.2024 - Feld oder Sand...
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 | | Cicindela campestris - Feld-Sandlaufkäfer |  |
| Nr. 2024.9906kl_r | 100 % | ![9906kl_r]() | Cicindela campestris Feld-Sandlaufkäfer | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
Wie alle seine Verwandten läuft auch er an warmen Tagen meist sehr flink umher oder wartet
an geeigneter Stelle auf vorbeifliegende Beute, auf die er sich - ebenfalls im Fluge -
sofort draufstürtzt.
Die sehr hohe Aufmerksamkeit der Tiere hat allerdings auch einen Nachteil - jedoch nicht für
den Käfer, sondern für den Fotografen. Dieser wird wahnsinnig!
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Ein weiterer Spaziergang am selben Wochenende führte uns an die Schlegler Teiche. Leider war das Wetter diesmal
etwas
durchwachsen und die Fotos des heutigen Fundstücks sind dementsprechend nicht ganz so farbenfroh geworden.
Der Feld-Sandlaufkäfer ist der einzige grüne heimische Sandlaufkäfer. Alle
anderen Arten sind braun.
 | | Cicindela campestris - Feld-Sandlaufkäfer |  |
| Nr. 2024.9894_95bkl_r | 100 % | ![9894_95bkl_r]() | Cicindela campestris Feld-Sandlaufkäfer | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 09.04.2024 - Lecker...
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 | | Allium ursinum - Bärlauch |  |
| Nr. 2024.9912kl_r | 100 % | ![9912kl_r]() | Allium ursinum Bärlauch | 150mm; F/4.5; 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Seine Vorliebe für feuchte Auenbereiche, welche in Deutschland kaum noch zu finden sind,
führt dazu, dass auch der Bärlauch immer seltener wird. In Brandenburg gilt er
sogar als vom Aussterben bedroht.
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Zurück in der neuen Heimat führte mich eine kleine Wanderung in einen nahe gelegenen Auwaldrest.
Hier blühte gerade der Bärlauch mit hunderten von Exemplaren, was ich für ein
paar Fotos nutzen wollte.
 | | Allium ursinum - Bärlauch |  |
| Nr. 2024.9924kl_r | 100 % | ![9924kl_r]() | Allium ursinum Bärlauch | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 14.04.2024 - Ganz im Osten...
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Fast schon ein wenig zu spät im Jahr, aber gerade noch rechtzeitig, führte uns
die heutige Exkursion zu den Oderhängen bei Mallnow.
Wo ich vor über 20 Jahren noch 4 Stunden
aus meiner alten Heimat mit dem Auto benötigte, um mir die bei uns seltenen Frühlings-Adonisröschen
anzusehen, ist es von Berlin gerade mal ein Katzensprung.
 | | Adonis vernalis - Frühlings-Adonisröschen |  |
| Nr. 2024.0030bkl_r | 100 % | ![0030bkl_r]() | Adonis vernalis Frühlings-Adonisröschen | 150mm; F/5.6; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Die
Vorkommen in Deutschland, und hier vor allem in Brandenburg entlang der Oder, sind lediglich ein
westlicher Vorposten der Art.
Leider waren wir aber nicht die Einzigen, die am heutigen Tage vor Ort waren, und so mussten
wir uns die artenreichen Steppenhänge mit dutzenden von meist älteren Sonntagsausflüglern und einem
zum Teil recht böigen Wind teilen.
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 | | Adonis vernalis - Frühlings-Adonisröschen |  |
| Nr. 2024.0015kl_r | 100 % | ![0015kl_r]() | Adonis vernalis Frühlings-Adonisröschen | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Das hübsche aber giftige Hahnenfußgewächs stammt ursprünglich aus Sibirien und ist dort auf Trocken- und Steppenrasen zu Hause.
 | | Adonis vernalis - Frühlings-Adonisröschen |  |
| Nr. 2024.0007kl_r | 100 % | ![0007kl_r]() | Adonis vernalis Frühlings-Adonisröschen | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Neben unserem eigentlichen Ziel der Begierde waren noch einige weitere botanische Schönheiten zu bewundern, welche man in unserer
ansonsten recht tristen Kulturlandschaft inzwischen leider nur noch recht selten antrifft.
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 | | Linum austriacum - Österreichischer Lein |  |
| Nr. 2024.0059kl_r | 100 % | ![0059kl_r]() | Linum austriacum Österreichischer Lein | 150mm; F/5.6; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Bei uns nicht ganz so selten ist das Raue Veilchen. Der Verbreitungsschwerpunkt der Art liegt
allerdings eher in Mittel- und Süddeutschland. Daher lohnte es sich auch diesen für mich nicht gerade alltäglichen Fund
fotografisch festzuhalten.
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Eine weitere Kostbarkeit, welche, ursprünglich aus Vorderasien stammend, sich allerdings inzwischen in
Deutschland immer weiter ausbreitet, ist der Österreichische Lein. Die Vorkommen an den Oderhängen
sind jedoch schon seit vielen Jahren bekannt.
 | | Viola hirta - Rauhaariges Veilchen |  |
| Nr. 2024.9998kl_r | 100 % | ![9998kl_r]() | Viola hirta Rauhaariges Veilchen | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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Alles in allem war die heutige Exkursion das bisherige Highlight dieses Jahres. Mit dem Wissen, dass hier in ein paar
Monaten weitere botanische Kostbarkeiten ihre Blütenpracht zeigen werden, ist schon der nächste Ausflug an die Oderhänge terminiert!
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| 12.05.2024 - Schlegler Teiche...
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Im Rahmen einer Stippvisite in der alten Heimat nutzten wir den Sonntagmorgen für einen Besuch auf
einer mir bekannten Orchideenwiese in der Nähe. Leider war von denen dort früher beheimateten botanischen
Kostbarkeiten aber keine (mehr?) aufzufinden.
 | | Coenagrion puella - Hufeisen-Azurjungfer ♂ |  |
| Nr. 2024.0150kl_r | 100 % | ![0150kl_r]() | Coenagrion puella Hufeisen-Azurjungfer ♂ | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Art ist selten zu beobachten, da sie meist ein Stück vom Ufer entfernt auf Gewässern unterwegs ist und nicht,
wie in diesem Fall, auf einer Feuchtwiese ohne direkten Zugang zu einem See oder Teich herumsitzt.
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 | | Coenagrion puella - Hufeisen-Azurjungfer ♂ |  |
| Nr. 2024.0173kl_r | 100 % | ![0173kl_r]() | Coenagrion puella Hufeisen-Azurjungfer ♂ | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Dafür flogen aber eine ganze Menge Kleinlibellen herum. Neben der Hufeisen-Azurjungfer,
die auch rund um Berlin allgegenwärtig ist, fiel mir darunter eine Art auf, welche ich zunächst nicht
zuordnen konnte.
Inzwischen weiß ich, dass es sich hierbei um ein Weibchen des Großen Granatauges handelte. Vielen Dank
an Sebastian Hennigs für die Bestimmung! Bei einem männlichen Exemplar
wäre mir die Zuordnung bestimmt leichter
gefallen, denn diese haben, wie der Name verrät, granatrote Augen - unter den einheimischen Kleinlibellengattungen ein Alleinstellungsmerkmal.
 | | Erythromma najas - Großes Granatauge ♀ |  |
| Nr. 2024.0161kl_r | 100 % | ![0161kl_r]() | Erythromma najas Großes Granatauge ♀ | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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Vielleicht lässt sich ja bei unserem nächsten Besuch noch das zugehörige Männchen aufspüren.
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Außer den vielen Minihubschraubern flatterten noch einige Exemplare des Gelbwürfeligen Dickkopffalters in der relativ
hochstehenden Wiese umher. Die hübschen kleinen Schmetterlinge sind bei uns noch weit verbreitet, wenn auch meist nur
vereinzelt anzutreffen.
Wie
bei allen Tagfaltern nehmen aber auch hier die Bestände stetig ab. Schuld ist vor allem die Zunahme der intensiven Landwirtschaft
und damit der Mangel an vom Falter bevorzugten artenreichen Feuchtwiesen und Halbtrockenrasen.
Die Raupen der Art ernähren sich von verschiedensten Süßgräsern und bevorzugen eher feuchte und schattige Stellen. Sie überwintern
als Raupe und verpuppen sich sobald es Frühling wird.
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 | | Carterocephalus palaemon - Gelbwürfelige Dickkopffalter |  |
| Nr. 2024.0143kl_r | 100 % | ![0143kl_r]() | Carterocephalus palaemon Gelbwürfelige Dickkopffalter | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 19.05.2024 - Gosener Wiesen...
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 | | Platycnemis pennipes - Blaue Federlibelle ♀ |  |
| Nr. 2024.0199kl_r | 100 % | ![0199kl_r]() | Platycnemis pennipes Blaue Federlibelle ♀ | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Platycnemis pennipes - Blaue Federlibelle ♂ |  |
| Nr. 2024.0193kl_r | 100 % | ![0193kl_r]() | Platycnemis pennipes Blaue Federlibelle ♂ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Besseres Licht und damit auch bessere Fotos dieser
botanischen Schönheit gab es im letzten Jahr auf den
Lange Dammwiesen.
 | | Orthetrum cancellatum - Großer Blaupfeil ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2024.0232kl_r | 100 % | ![0232kl_r]() | Orthetrum cancellatum Großer Blaupfeil ♀ + ♂ | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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Da wir vor einer Woche in der Oberlausitz keine einzige Orchidee aufspüren konnten, wurde
heute ein Ausflug zu den Gosener Wiesen unternommen. Denn hier blüht
um diese Jahreszeit das Breitblättrige Knabenkraut.
Zwar war das Wetter nicht gerade optimal für fotografische Oberknaller, aber zumindest ein Foto
musste dann doch sein.
 | | Dactylorhiza majalis - Breitblättriges Knabenkraut |  |
| Nr. 2024.0257kl_r | 100 % | ![0257kl_r]() | Dactylorhiza majalis Breitblättriges Knabenkraut | 150mm; F/5.6; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Als makrofotografisches Beiwerk hat es
außerdem noch ein Pärchen Blauer Federlibellen und ein Paarungsrad des
Großen Blaupfeils auf meinen Chip geschafft.
Beide Libellenarten kommen hier in der Umgebung recht häufig vor und sind mir daher auch
schon sehr oft vor die Linse geflogen. Ohne Foto konnte ich aber auch diesmal nicht von Dannen
ziehen. Ein paar Infos zu den Arten gibt es hier
und hier.
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 | | Listera ovata - Großes Zweiblatt |  |
| Nr. 2024.0298kl_r | 100 % | ![0298kl_r]() | Listera ovata Großes Zweiblatt | 150mm; F/5.6; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Neben hunderten Exemplaren von Breitblättrigem Knabenkraut, die gerade in voller Blüte standen,
und einigen Dutzend blühenden Pflanzen des Großes Zweiblattes, entdeckten wir auch ein paar
einzelne Individuen des Fleischfarbenen Knabenkrauts. Letztere Art war mir bis dato noch nie gegönnt
zu sehen - umso größer war natürlich meine Freude.
In Sachen Insekten war am frühen Morgen allerdings noch nicht sehr viel los. Bis auf ein paar vereinzelte Baumweißlinge, eine Art,
welche ich von hier schon aus den offenen Sandtrockenrasenflächen kannte, gab
es in dieser Hinsicht leider keine Fotomotive.
 | | Aporia crataegi - Baumweißling |  |
| Nr. 2024.0279kl_r | 100 % | ![0279kl_r]() | Aporia crataegi Baumweißling | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
Und zu allem Überfluss schlug dann auch noch das Wetter um. So mussten wir aufgrund einer sehr schnell heranziehenden
Gewitterfront leider den Rückweg antreten, ohne das tolle Biotop in seiner Gänze zu erkunden.
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| 09.06.2024 - Im Ruhlsdorfer Bruch...
Nach der letzten erfolgreichen Orchideensuche in Kienbaum, beschlossen wir heute einem
weiteren in dieser Hinsicht bekannten Biotop in der Nähe einen Besuch abzustatten - dem Ruhlsdorfer Bruch.
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Genau wie an der Löcknitz werden die hiesigen Feuchtwiesen aufwendig gepflegt, um ihre hohe Artenvielfalt zu erhalten - inklusive einiger
heimischer Orchideen.
 | | Epipactis palustris - Sumpf-Stendelwurz |  |
| Nr. 2024.0370bkl_r | 100 % | ![0370bkl_r]() | Epipactis palustris Sumpf-Stendelwurz | 150mm; F/5.6; 1/800s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Das hier auch vorkommende Breitblättrige Knabenkraut war um diese Jahreszeit natürlich schon verblüht,
dafür gab es aber einige andere botanische Kostbarkeiten zu bewundern, unter denen für mich die Sumpf-Stendelwurz
das heutige Highlight darstellte. Zu hunderten stand diese Art in den Wiesen - zu unserem Glück, ein paar davon bereits
in voller Blüte.
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 | | Epipactis palustris - Sumpf-Stendelwurz |  |
| Nr. 2024.0419kl_r | 100 % | ![0419kl_r]() | Epipactis palustris Sumpf-Stendelwurz | 150mm; F/6.3; 1/640s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Derartig große Bestände dieser hübschen
Orchidee kannte ich bisher nur aus den Alpen. Meine Begeisterung, dass man so etwas auch quasi vor der eigenen Haustür
bewundern kann, ist sicherlich leicht vorstellbar.
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 | | Dactylorhiza incarnata - Fleischfarbenes Knabenkraut |  |
| Nr. 2024.0380kl_r | 100 % | ![0380kl_r]() | Dactylorhiza incarnata Fleischfarbenes Knabenkraut | 150mm; F/5.6; 1/800s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Meine Premiere-Begegnung mit dieser Art hatte ich ja erst vor ein paar Wochen.
In dieser großen Anzahl, wie hier, war es aber nochmal ein besonderes Erlebnis.
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Damit aber nicht genug. Zwischen dem Stendelwurzen blühten mindestens genauso viele Exemplare des Fleischfarbenen Knabenkrauts.
 | | Dactylorhiza incarnata - Fleischfarbenes Knabenkraut |  |
| Nr. 2024.0402kl_r | 100 % | ![0402kl_r]() | Dactylorhiza incarnata Fleischfarbenes Knabenkraut | 150mm; F/6.3; 1/500s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Das sehr seltene, hier auch vorkommende, Sumpf-Glanzkraut haben wir heute zwar nicht gefunden, dies holen wir dann aber sicherlich im
nächsten Jahr nach. So ein artenreiches Biotop in mitten einer zudem wunderschönen und reich strukturierten Landschaft hat uns auf jeden Fall
nicht das letzte Mal gesehen!
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| 03.08.2024 - Schönower Heide...
Getreu unserem Motto der Schönower Heide mindestens einmal
im Jahr einen Besuch abzustatten, war es heute mal wieder soweit. Zusammen mit ein paar
anderen Natur-Enthusiasten nutzte ich den Samstag für eine ausgiebige Wanderung durch
dieses herrliche Stück Natur.
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 | | Coniocleonus hollbergi - Sand-Steppenrüssler |  |
| Nr. 2024.1666_72kl_r | 100 % | ![1666_72kl_r]() | Coniocleonus hollbergi Sand-Steppenrüssler | 100mm; F/14 (DFF); 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
Zu fotografieren gibt es hier aber immer etwas. Sehr fotogen und mit bis zu 1,3 cm Körpergröße vor allem auch sehr imposant für einen Rüsselkäfer
ist zum Beispiel der hier vorkommende, recht seltene Sand-Steppenrüssler.
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Viel Neues gab es allerdings nicht zu bewundern, zumal ein Teil des Gebietes inzwischen eingezäumt ist und
außerdem auch die vielen Totholzstämme, welche früher als Wegbegrenzung und Lebensraum für unzählige Insekten dienten,
entsorgt wurden.
 | | Coniocleonus hollbergi - Sand-Steppenrüssler |  |
| Nr. 2024.1657kl_r | 100 % | ![1657kl_r]() | Coniocleonus hollbergi Sand-Steppenrüssler | 100mm; F/13; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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In viel höherer Individuen-Dichte findet man den Dünen-Sandlaufkäfer vor. Vor allem in den offenen Sandflächen
tummeln sich die flinken Räuber oft zuhauf - und wenn man Glück hat, kommt einem sogar ein Pärchen beim Liebesspiel vor die Linse.
 | | Sympecma fusca - Gemeine Winterlibelle ♀ |  |
| Nr. 2024.1676kl_r | 100 % | ![1676kl_r]() | Sympecma fusca Gemeine Winterlibelle ♀ | 100mm; F/7.1; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Cicindela hybrida - Dünen-Sandlaufkäfer ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2024.1613kl_r | 100 % | ![1613kl_r]() | Cicindela hybrida Dünen-Sandlaufkäfer ♀ + ♂ | 150mm; F/11; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Auch die nächsten beiden Motive habe ich schon des Öfteren fotografiert. Zum einen war da ein Weibchen der Gemeinen Winterlibelle. Um
diese Jahreszeit handelt es sich schon um Exemplare der neu geschlüpften Generation, welche nun adult überwintern und dann
bereits in den ersten warmen Frühlingstagen für Nachwuchs sorgen.
 | | Sphingonotus caerulans - Blauflügelige Sandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2024.1645kl_r | 100 % | ![1645kl_r]() | Sphingonotus caerulans Blauflügelige Sandschrecke ♂ | 150mm; F/14; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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Zum Schluss, obwohl als Art schon mehrfach hier gezeigt,
gibt es noch eine männliche Blauflügelige Sandschrecke,
an welcher ich aufgrund
ihrer hübschen rosa Färbung nicht ohne ein Foto vorbeigehen konnte.
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Mal sehen, ob wir unserem Credo auch im nächsten Jahr treu bleiben...
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| 05.08.2024 - Reicherskreuzer Heide...
Eine gemeinsame Tour mit Sebastian Hennigs führte mich und meinen Sohn heute in
die Reicherskreuzer Heide, die ich das letzte Mal vor inzwischen schon 13 Jahren besuchte. Wie die Zeit vergeht...
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 | | Chorthippus vagans - Steppengrashüpfer ♂ |  |
| Nr. 2024.1706kl_r | 100 % | ![1706kl_r]() | Chorthippus vagans Steppengrashüpfer ♂ | 150mm; F/13; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
Der Steppengrashüpfer steht in Deutschland auf der Roten Liste gefährdeter Arten, ist hier allerdings recht häufig anzutreffen - wenn man weiß,
wo man suchen muss. Danke Sebastian! Die Art besiedelt warme, trockene Standorte mit spärlicher Vegetation, wie Dünengebiete oder Steppennheiden.
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Damals war der Grund meines Besuches die Springspinnenfauna des Gebietes. Inzwischen gibt es allerdings einen weiteren Naturliebhaber im Haushalt,
dessen Interesse einer anderen springenden Zunft gilt. Und von dieser kommen hier gleich mehrere interessante Arten vor, die es galt aufzuspüren
 | | Chorthippus vagans - Steppengrashüpfer ♀ |  |
| Nr. 2024.1696kl_r | 100 % | ![1696kl_r]() | Chorthippus vagans Steppengrashüpfer ♀ | 150mm; F/13; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Das andere Objekt der Begierde war die Kurzflügelige Beißschrecke. Diese Art besiedelt ein relativ breites
Spektrum von Lebensräumen mit eher niedriger Vegetation. Vor Ort sind dies vor allem die Heideflächen. Wir fanden einige Exemplare in eben solchen
im Übergangsbereich zum Kiefernwald.
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 | | Metrioptera brachyptera - Kurzflügelige Beißschrecke ♂ |  |
| Nr. 2024.1908kl_r | 100 % | ![1908kl_r]() | Metrioptera brachyptera Kurzflügelige Beißschrecke ♂ | 150mm; F/8; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Metrioptera brachyptera - Kurzflügelige Beißschrecke ♀ |  |
| Nr. 2024.1888bkl_r | 100 % | ![1888bkl_r]() | Metrioptera brachyptera Kurzflügelige Beißschrecke ♀ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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Im letzten Jahr ist uns diese hübsche Langfühlerschrecke erstmals begegnet,
damals allerdings auf einer Alm in den Alpen in fast 2000 Metern Höhe. Gegensätzlicher können zwei Fundorte nicht daherkommen :-)
Außer den Hüpfern gab es aber auch noch weitere interessante Beobachtungen zu machen.
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Zum einen liefen auf den Wegen zwischen den Heideflächen
ungewöhnlich dunkel aussehende Sandlaufkäfer umher, die sich als Wald-Sandlaufkäfer entpuppten. Diese Rote Liste Art ist viel seltener als der
im märkischen Sand allerorts vorkommende Dünen-Sandlaufkäfer, den mein Fotografenauge normalerweise auch schon automatisch ausblendet.
 | | Hipparchia statilinus - Kleine Rostbinde |  |
| Nr. 2024.1741_43kl_r | 100 % | ![1741_43kl_r]() | Hipparchia statilinus Kleine Rostbinde | 150mm; F/8 (DFF); 1/250s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Cicindela sylvatica - Wald-Sandlaufkäfer ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2024.1770kl_r | 100 % | ![1770kl_r]() | Cicindela sylvatica Wald-Sandlaufkäfer ♀ + ♂ | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Auch beim nächsten Fund handelt es sich um eine Seltenheit. Die Kleine Rostbinde ist hier im Osten
mitunter zwar lokal noch recht häufig anzutreffen, im Rest von Deutschland aber zum größten Teil bereits ausgestorben.
Der sitzend meist sehr gut getarnte Tagfalter besiedelt Sandmagerrasen, Felsheiden und andere trockene Biotope mit Gehölzanteil.
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Noch viel seltener und das heutige Higlight war allerdings die Sichtung einer Östlichen Smaragdeidechse am Wegesrand.
Das farbenfrohe und für eine Eidechse mit bis zu 13 cm Körpergröße recht große Reptil erreicht in Deutschland
seine westliche Verbreitungsgrenze.
Neben diesem Reliktvorkommen hier im östlichen Brandenburg
kommt die Art in Deutschland sonst nur noch an den Donauhängen in der Nähe von Passau vor. Ihr Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich
weiter südöstlich von Österreich, über die Balkanhalbinsel bis in die Ukraine und die Türkei.
Hier im Gebiet wird mittels umfangreicher Pflegemaßnahmen des Lebensraumes für die Erhaltung dieser Insel-Population gesorgt.
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 | | Lacerta viridis - Östliche Smaragdeidechse |  |
| Nr. 2024.1814kl_r | 100 % | ![1814kl_r]() | Lacerta viridis Östliche Smaragdeidechse | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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Alles in allem war es eine wirklich gelungene Exkursion! Ich gehe davon aus, dass der nächste Besuch dieses tollen Gebietes keine
weiteren 13 Jahre auf sich warten lässt.
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| 11.08.2024 - Nochmal Mallnow...
Weil uns die Oderhänge bei unserem ersten Besuch im Frühling so gut gefallen haben, stand heute
eine sommerliche Stippvisite in Mallnow auf der Tagesordnung. Die Wiesen waren fast nicht wieder zu erkennen,
denn im Gegensatz zum April stand das Gras inzwischen kniehoch und auch die Wege waren ziemlich
zugewuchert.
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 | | Lysandra coridon - Silbergrüner Bläuling ♀ |  |
| Nr. 2024.2025ckl_r | 100 % | ![2025ckl_r]() | Lysandra coridon Silbergrüner Bläuling ♀ | 150mm; F/7.1; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Hier im Norden ist die Art recht selten. Die Tiere bevorzugen offene, trockene und wärmebegünstigte Biotope auf
kalkhaltigen Böden.
 | | Papilio machaon - Schwalbenschwanz (Raupe) |  |
| Nr. 2024.2142kl_r | 100 % | ![2142kl_r]() | Papilio machaon Schwalbenschwanz (Raupe) | 150mm; F/11; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
|
Schön war es trotzdem - vor allem, weil wir diesmal ganz allein vor Ort waren und für Insekten sind blühende Trockenrasen
natürlich ein Eldorado.
Allen voran flog überall zuhauf der Silbergrüne Bläuling herum, eine Art, die ich bisher noch nie beobachten
konnte. In Deutschland ist der Falter hauptsächlich in den südlichen Bergregionen anzutreffen.
 | | Lysandra coridon - Silbergrüner Bläuling ♂ |  |
| Nr. 2024.2052kl_r | 100 % | ![2052kl_r]() | Lysandra coridon Silbergrüner Bläuling ♂ | 150mm; F/5.6; 1/800s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Von einem der größten einheimischen Tagfalter, dem Schwalbenschwanz, trafen wir nur die Raupen an, dafür diese
aber in größerer Stückzahl. In der heutigen Zeit ist dies wohl eher eine Seltenheit. Noch vor 40 Jahren - in meiner Kindheit - war
dies anders. Damals konnte man die farbenfrohen Raupen jedes Jahr auf den Dillpflanzen in unserem Garten meist gleich zu
Dutzenden beobachten.
Ein paar Fotos vom Falter gibt es in einem meiner ersten
Berichte von vor 14 Jahren.
|
|
Natürlich mussten aber auch heute wieder ein paar Schrecken als Motive herhalten. Diesmal traf es ein im Partnerlook gefärbtes Pärchen des
Heidegrashüpfers. Zwar hatte ich schon mehrfach weibliche Tiere dieser Art vor der Linse, allerdings noch nie
ein Männchen.
 | | Stenobothrus lineatus - Heidegrashüpfer ♀ |  |
| Nr. 2024.2188_89kl_r | 100 % | ![2188_89kl_r]() | Stenobothrus lineatus Heidegrashüpfer ♀ | 150mm; F/6.3 (DFF); 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Stenobothrus lineatus - Heidegrashüpfer ♂ |  |
| Nr. 2024.2161_62kl_r | 100 % | ![2161_62kl_r]() | Stenobothrus lineatus Heidegrashüpfer ♂ | 150mm; F/10 (DFF); 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Art bevorzugt trockene Biotope mit ganzjährig eher niedrigerem Bewuchs. Derartige Flächen
sind in Deutschland selten geworden und so gilt auch der Grashüpfer in einigen Bundesländern inzwischen als gefährdet.
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Auch die Große Pechlibelle habe ich schon des Öfteren fotografiert, trotzdem konnte ich auch heute wieder nicht an dieser zauberhaften
Kleinlibelle vorbeigehen, vor allem wenn sie gleich als Tandem unterwegs ist.
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 | | Ischnura elegans - Große Pechlibelle ♀ |  |
| Nr. 2024.2206_07kl_r | 100 % | ![2206_07kl_r]() | Ischnura elegans Große Pechlibelle ♀ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Ischnura elegans - Große Pechlibelle ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2024.2194bkl_r | 100 % | ![2194bkl_r]() | Ischnura elegans Große Pechlibelle ♀ + ♂ | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Für die eigentlich anvisierten botanischen Kostbarkeiten waren wir leider etwas zu spät. Aber aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben und im nächsten
Jahr braucht es ja auch wieder Exkursionsziele.
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| 18.7. - 27.7.2024 - Zu Besuch auf der Blumeninsel...
In diesem Jahr beschlossen wir, unseren vor fast 15 Jahren etwas voreilig gekauften Madeira-Reiseführer von seiner Staubschicht zu erlösen und
endlich der weltbekannten "Blumeninsel" einen Besuch abzustatten. Zugegebenermaßen hatte ich mir das Eiland ein wenig anders vorgestellt. Vor allem
in Sachen Insekten war nicht gerade viel los - aber vielleicht lag es einfach auch nur an der Jahreszeit.
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| Schrecken
Zumindest der junge Heuschreckenforscher kam auf seine Kosten. Fast alle seiner erhofften Arten
konnten wir aufstöbern. Im Hochland der Insel begegneten uns gleich drei Langfühlerschrecken im selben Habitat.
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Eine steinige Brache am
Straßenrand, welche lückig mit Ginstergebüschen bewachsen war und teilweise auch noch einige Grasflächen aufwies, lud
zum Suchen ein.
Die Portugiesische Bergschrecke
besiedelt gern gebüschreiche, dicht bewachsene, meist extensiv genutzte Weiden und kommt in Hochlagen bis über 2000 m
Höhe vor. Ursprünglich auf der Iberischen Halbinsel beheimatet, wurde sie hier in Madeira eingeschleppt.
 | | Tessellana tessellata - Braunfleckige Beißschrecke ♂ |  |
| Nr. 2024.1152kl_r | 100 % | ![1152kl_r]() | Tessellana tessellata Braunfleckige Beißschrecke ♂ | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Sichel Beißschrecke ist auch in Portugal, Frankreich, Italien und Teilen Nordafrikas beheimatet. Auf
Madeira kommt die Art vor allem im Mittel- und Ostteil der Insel vor. Sie lebt hier in allen Höhenlagen und ist auf Ödland und Kulturbrachen,
aber auch in Aufforstungen anzutreffen.
Obwohl wir fast zwei Stunden das Gebiet durchforsteten, konnten wir von keiner der drei Arten beide Geschlechter aufspüren und auch
woanders auf der Insel begegneten uns diese Schrecken leider nicht mehr wieder. Schade!
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 | | Antaxius spinibrachius - Portugiesische Bergschrecke ♂ |  |
| Nr. 2024.1187ckl_r | 100 % | ![1187ckl_r]() | Antaxius spinibrachius Portugiesische Bergschrecke ♂ | 150mm; F/9; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Weiter verbreitet hingegen ist die Braunfleckige Beißschrecke. Außer auf Madeira kommt sie unter anderem auch auf den Kanaren und
im gesamten westlichen Mittelmeerraum vor. Die eher kleine Art ist sehr wärmeliebend und besiedelt vorwiegend trockene und lückig
bewachsene Standorte.
 | | Platycleis falx - Sichel Beißschrecke ♂ |  |
| Nr. 2024.1138kl_r | 100 % | ![1138kl_r]() | Platycleis falx Sichel Beißschrecke ♂ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Psalmatophanes barretoi - Madeira-Heupferd ♂ |  |
| Nr. 2024.1361kl_r | 100 % | ![1361kl_r]() | Psalmatophanes barretoi Madeira-Heupferd ♂ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Mit einer Körpergröße von bis zu 8 cm waren die imposanten Schrecken meist schon von Weitem zu erkennen. Neben
grün gefärbten Tieren fand sich auch ein braun-gelbes Exemplar darunter, welches sich allerdings gleich beim ersten Fotoversuch
ins hohe Gras fallen ließ und danach nicht mehr aufzuspüren war.
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Ein echter Madeira-Endemit ist dagegen das Madeira-Heupferd, von dem wir bei einer Wanderung in der Gipfelregion der Insel
eine kleine Population direkt am Wegesrand aufstöbern konnten. Die Tiere saßen dort in einigen Exemplaren auf größeren Blättern
und Blütenständen und genossen scheinbar die Sonne.
 | | Psalmatophanes barretoi - Madeira-Heupferd ♀ |  |
| Nr. 2024.1395bkl_r | 100 % | ![1395bkl_r]() | Psalmatophanes barretoi Madeira-Heupferd ♀ | 150mm; F/6.3; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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| Genau so erging es uns leider auch mit einem weiteren Madeira-Endemiten. Metrioptera barretii konnten wir zwar in der Nähe
des Pico do Arieiro finden, jedoch
verschwanden die Tiere sofort im erstbesten Stachelgebüsch, sobald man sich auch nur mehr als einen Meter an diese heranpirschte.
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Die nächste endemische Art hingegen hüpfte uns überall auf der Insel meist in größerer Anzahl vor die Füße.
Die zu den Kurzfühlerschrecken gehörende Madeira-Schönschrecke fanden wir dabei vor allem
an sonnigen, trockenen
und vegetationsarmen Plätzen.
 | | Calliptamus madeirae - Madeira-Schönschrecke ♂ |  |
| Nr. 2024.0899kl_r | 100 % | ![0899kl_r]() | Calliptamus madeirae Madeira-Schönschrecke ♂ | 150mm; F/9; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Calliptamus madeirae - Madeira-Schönschrecke ♀ |  |
| Nr. 2024.0864kl_r | 100 % | ![0864kl_r]() | Calliptamus madeirae Madeira-Schönschrecke ♀ | 150mm; F/11; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Laut Literatur ist die Art allerdings weit weniger anspruchsvoll und in den meisten Habitaten Madeira's zu
finden. Dabei ist die Schrecke in allen Höhenlagen verbreitet - besonders auf der Südseite der Insel.
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Die nächste Schrecke haben wir in einer riesen Anzahl angetroffen - allerdings nur an einer Stelle im Hochland. Während hier tausende Exemplare auf ein
paar hundert Quatratmetern herumhüpften, begegnete uns die
Gutaussehende Kreuzschrecke aber seltsamerweise sonst nirgendwo auf der Insel. Alle Tiere waren, bis auf wenige grüne Exemplare,
größtenteils braun gefärbt.
 | | Oedaleus decorus - Gutaussehende Kreuzschrecke ♀ |  |
| Nr. 2024.1070kl_r | 100 % | ![1070kl_r]() | Oedaleus decorus Gutaussehende Kreuzschrecke ♀ | 150mm; F/11; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Oedaleus decorus - Gutaussehende Kreuzschrecke ♂ |  |
| Nr. 2024.1089ckl_r | 100 % | ![1089ckl_r]() | Oedaleus decorus Gutaussehende Kreuzschrecke ♂ | 150mm; F/13; 1/250s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Oedaleus decorus - Gutaussehende Kreuzschrecke ♂ |  |
| Nr. 2024.1121kl_r | 100 % | ![1121kl_r]() | Oedaleus decorus Gutaussehende Kreuzschrecke ♂ | 150mm; F/11; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Oedaleus decorus - Gutaussehende Kreuzschrecke ♀ |  |
| Nr. 2024.1080bkl_r | 100 % | ![1080bkl_r]() | Oedaleus decorus Gutaussehende Kreuzschrecke ♀ | 150mm; F/11; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Das Verbreitungsgebiet dieser Art reicht von Nordafrika
und Spanien über Frankreich und Osteuropa bis weit in den zentralasiatischen Raum. Sie bevorzugt besonders extrem heiße Habitate, wie Felshänge und
steppenartige Lebensräume.
Ein einzelnes Tier dieser hübschen Feldheuschrecke ist uns vor zwei Jahren bereits auf Sardinien begegnet.
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Der letzte Hüpfer kommt in Europa außer in Madeira auch auf den Kanaren und am Mittelmeer vor. In
Ibiza hatte ich sie erst vor kurzem vor der Linse.
 | | Sphingonotus rubescens - Wüsten-Sandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2024.0892kl_r | 100 % | ![0892kl_r]() | Sphingonotus rubescens Wüsten-Sandschrecke ♂ | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Sphingonotus rubescens - Wüsten-Sandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2024.0880bkl_r | 100 % | ![0880bkl_r]() | Sphingonotus rubescens Wüsten-Sandschrecke ♀ | 150mm; F/13; 1/320s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Art besiedelt gerne felsige, steinige oder sandige, meist vegetationsarme Biotope. In Madeira fanden wir sie
in großer Anzahl am Kap Ponta de São Lourenço.
|

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In den Lorbeerwäldern der Insel begegnete uns auch mehrere Male das auf der Insel endemische
Sequeiras Veilchen. Häufig sah man dessen kleine violette Blüten am Rande der vielen Levadas,
welche die Wanderwege im Inneren der Insel begleiten.
 | | Sibthorpia peregrina - Madeira-Geldkraut |  |
| Nr. 2024.0718kl_r | 100 % | ![0718kl_r]() | Sibthorpia peregrina Madeira-Geldkraut | 150mm; F/5.6; 1/640s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Viola sequeirae - Sequeiras Veilchen |  |
| Nr. 2024.0709bkl_r | 100 % | ![0709bkl_r]() | Viola sequeirae Sequeiras Veilchen | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Ähnliche Standortansprüche hat das ebenfalls auf Madeira endemische Madeira-Geldkraut.
Auch dieser hübsche Vertreter der Familie der Wegerichgewächse mag eher feuchte und schattige Lebensräume
mit eher kühlem Mikroklima.
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| Und der Rest...
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 | | Teira dugesii - Madeira-Mauereidechse |  |
| Nr. 2024.0919kl_r | 100 % | ![0919kl_r]() | Teira dugesii Madeira-Mauereidechse | 150mm; F/8; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Teira dugesii - Madeira-Mauereidechse |  |
| Nr. 2024.0929bkl_r | 100 % | ![0929bkl_r]() | Teira dugesii Madeira-Mauereidechse | 150mm; F/5.6; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Die Madeira-Mauereidechse ist das einizge einheimische terrestrische Reptil der Insel.
Das Vorkommen der außerdem endemischen Art beschränkt sich auf den Madeira- und
den zirka 280 km südlicher gelegenen Selvagen-Archipels. Momentan unterscheiden
die Experten vier verschiedene Unterarten, von der nur die Nominatform selbst auf Madeira vorkommt.
Diese wurde durch die Seefahrt im Laufe der Zeit
allerdings auch auf den Azoren und im Hafengebiet von Lissabon eingebürgert.
 | | Teira dugesii - Madeira-Mauereidechse |  |
| Nr. 2024.0930ckl_r | 100 % | ![0930ckl_r]() | Teira dugesii Madeira-Mauereidechse | 150mm; F/5.6; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Uns begegneten die kleinen, flinken Flitzer überall auf der Insel in großer Variabilität und Anzahl.
Leider waren sie, aufgrund der großen Hitze, meist schneller als mein Finger auf dem Auslöser der Kamera.
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Zum Schluss nun noch drei Schmetterlinge, als einzige Vertreter der nicht hüpfenden Insektenzunft.
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 | | Hipparchia maderensis - Madeira Waldportier |  |
| Nr. 2024.1278kl_r | 100 % | ![1278kl_r]() | Hipparchia maderensis Madeira Waldportier | 150mm; F/9; 1/250s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Raupen des Postillons ernähren sich von den Blättern verschiedener Schmetterlingsblütler, wie
Luzerne oder einigen Klee- und Wickenarten.
 | | Pararge aegeria - Waldbrettspiel |  |
| Nr. 2024.0700kl_r | 100 % | ![0700kl_r]() | Pararge aegeria Waldbrettspiel | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
|
Für mich der interessanteste, weil ausschließlich auf Madeira vorkommende, Tagfalter ist dabei der
Madeira Waldportier. Er bevorzugt südexponierte, steile Felshänge in lichtem Laub- und
Nadelwald und kommt nur in den Hochlagen der Insel vor. Als Nahrungspflanzen dienen den Raupen verschiedene Süßgräser.
Nicht weniger hübsch, allerdings mit einem weit größerem Verbreitungsgebiet, folgt der Postillon.
Der Falter kommt außer auf Madeira, den Kanaren und den Azoren auch in Nordafrika, in Süd- und Mitteleuropa, der Türkei
und in Westasien bis nach Afghanistan vor.
 | | Colias croceus - Postillon ♂ + ♀ |  |
| Nr. 2024.0653kl_r | 100 % | ![0653kl_r]() | Colias croceus Postillon ♂ + ♀ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Den Schluss der Flattermänner bildet das Waldbrettspiel, leider aber nicht das auf Madeira endemische Pararge xiphia, sondern
die auch bei uns in Mitteleuropa vorkommende Allerweltsart Pararge aegeria.
Zu den Futterpflanzen der Raupen dieses Tagfalters gehören verschiedenste Süß- und Sauergräser.
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Das soll's auch schon gewesen sein. Für meinen Geschmack war es ein wenig dürftig, was Madeira so an makrofotografischen Leckerbissen zu bieten hatte -
vor allem, wenn man sonst die Flora- und Fauna des Mittelmeerraums gewöhnt ist.
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| 13.07.2025 - Schmetterlinge vor der Haustür...
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 | | Aphantopus hyperantus - Schornsteinfeger ♂ |  |
| Nr. 2025.9505kl_r | 100 % | ![9505kl_r]() | Aphantopus hyperantus Schornsteinfeger ♂ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Ein Beispiel dafür ist ein Tagfalter, welcher auf den schönen Namen Schornsteinfeger
hört.
Die Art ist in fast ganz Europa und den gemäßigten Breiten von Asien beheimatet. Der Schmetterling
bewohnt oft Waldlichtungen oder Gebüschränder, wobei die Feuchtigkeit des Lebensraums eine
untergeordnete Rolle spielt. Die Tiere fliegen von Juni bis August.
|
Gesundheitlich immer noch ein wenig gehandycapt, beschränkte sich meine Fotomotivsuche
weiterhin auf die nähere Umgebung vor der eigenen Haustür. Aufgrund des zunehmenden Insektensterbens
ist die Auswahl an kleinen Krabblern hier inzwischen aber leider sehr limitiert.
Einen "Vorteil" hat die Sache allerdings. Es landen endlich auch einmal ein paar "Allerweltsarten"
auf dem Chip meiner Kamera.
 | | Aphantopus hyperantus - Schornsteinfeger ♀ |  |
| Nr. 2025.9481kl_r | 100 % | ![9481kl_r]() | Aphantopus hyperantus Schornsteinfeger ♀ | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Pieris mannii - Karstweißling ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2025.9463_64bkl_r | 100 % | ![9463_64bkl_r]() | Pieris mannii Karstweißling ♀ + ♂ | 150mm; F/8 (DFF); 1/320s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
Im Jahre 2020 gab es dann auch den ersten Nachweis des Karstweißlings im Bundesland
Berlin. Meine ersten Fotos der Art stammen aus 2023. Danke an Peter Rückheim für die Bestimmung.
|
Das zweite fliegende Motiv ist gerade auf dem besten Weg hier einer der häufigsten
Schmetterling zu werden. In Deutschland erstmals 2008 nachgewiesen, befindet sich die Art
momentan in Ausbreitung.
 | | Pieris mannii - Karstweißling ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2025.9446_47bkl_r | 100 % | ![9446_47bkl_r]() | Pieris mannii Karstweißling ♀ + ♂ | 150mm; F/8 (DFF); 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Celastrina argiolus - Faulbaum-Bläuling ♀ |  |
| Nr. 2025.9408kl_r | 100 % | ![9408kl_r]() | Celastrina argiolus Faulbaum-Bläuling ♀ | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
Auch mit Flügeln ausgestattet, aber kein Schmetterling, ist die Kleine Goldschrecke. Diese Kurzfühlerschrecke hatte ich zwar schon des Öftern
(1, 2, 3)
vor der Linse, aber noch nie in der langflügeligen Variante eines Weibchens.
Am Ende war es doch ein erfolgreicher Nachmittag!
|
Als letzter Flattermann sollte es mit dem Faulbaum-Bläuling wieder eine in Deutschland
noch recht häufige Art sein. Bisher war mir diese allerdings nur auf Sardinien begegnet.
Der kleine Falter kommt überall in Europa und in Teilen Nordafrikas vor und bewohnt dabei die
unterschiedlichsten Lebensräume. Als Kulturfolger kann man ihn auch im eigenen Garten beobachten.
 | | Euthystira brachyptera - Kleine Goldschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.9377kl_r | 100 % | ![9377kl_r]() | Euthystira brachyptera Kleine Goldschrecke ♀ | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 27.07. - 03.08.2025 - An der Mosel...
Unser diesjähriger Sommerurlaub führte uns an die Mosel. Bezüglich Fotomotiven waren meine Erwartungen
nicht so groß, allerdings hatte der junge Heuschreckenforscher ein paar Wünsche,
die erfüllt werden sollten.
|
 | | Ephippiger diurnus - Westliche Sattelschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.0814kl_r | 100 % | ![0814kl_r]() | Ephippiger diurnus Westliche Sattelschrecke ♀ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
Das Verbreitungsgebiet der Art reicht von Nordspanien bis in die Niederlande,
mit Schwerpunkt in Frankreich. Früher wurden einige Vorkommen in Deutschland fälschlicherweise
der sehr ähnlichen, jedoch weiter östlich verbreiteten Ephippiger ephippiger zugeordnet. Inzwischen
gelten viele davon als erloschen.
 | | Ephippiger diurnus - Westliche Sattelschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.0239_43bkl_r | 100 % | ![0239_43bkl_r]() | Ephippiger diurnus Westliche Sattelschrecke ♂ | 150mm; F/5.6 (DFF); 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Ephippiger diurnus - Westliche Sattelschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.282ckl_r | 100 % | ![282ckl_r]() | Ephippiger diurnus Westliche Sattelschrecke ♂ | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 2500
Canon EOS 5D Mark IV |
In eben solchen haben wir die Tiere am Calmont und bei Valwig auch aufgespürt. Ohne das gute Gehör
unseres Sohnes wären wir allerdings wohl erfolglos geblieben, da die Schrecken im Gestrüpp, trotz ihrer
Größe, völlig unsichtbar waren und sich nur durch ihren Gesang verrieten.
|
Ganz oben auf seiner Liste stand die einzige in Deutschland beheimatete Sattelschrecke, welche hier
an der Mosel an einigen Stellen in den Steillagen vorkommt. Die Westliche Sattelschrecke ist äußerst
wärmeliebend und wurde bei uns bisher nur lokal an sehr wenigen, klimatisch begünstigten Fundorten nachgewiesen.
 | | Ephippiger diurnus - Westliche Sattelschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.0193ckl_r | 100 % | ![0193ckl_r]() | Ephippiger diurnus Westliche Sattelschrecke ♂ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Ephippiger diurnus - Westliche Sattelschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.0666kl_r | 100 % | ![0666kl_r]() | Ephippiger diurnus Westliche Sattelschrecke ♀ | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Die mit bis zu 35 mm großen und damit sehr imposanten Vertreter der Langfühlerschrecken
besiedeln trockene, warme Gebüsche und Hecken sowie besonnte Waldränder. Hier an der Mosel
werden gerne offengelassene Weinbergsbrachen mit viel Brombeergestrüpp bevorzugt.
 | | Ephippiger diurnus - Westliche Sattelschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.0769kl_r | 100 % | ![0769kl_r]() | Ephippiger diurnus Westliche Sattelschrecke ♀ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Oecanthus pellucens - Weinhähnchen ♂ |  |
| Nr. 2025.0438kl_r | 100 % | ![0438kl_r]() | Oecanthus pellucens Weinhähnchen ♂ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
Während wir die Tiere bei uns in Berlin nur zur Gesicht bekommen, wenn man am Abend mit der Taschenlampe
ihrem typischen Gesang bis zur nächsten Hecke folgt, fanden wir hier an der Mosel viele Exemplare auch
am Tag auf Gebüschen und Weinstöcken am Wegesrand sitzend - optimal für den Fotografen.
|
Ebenso wärmeliebend, allerdings viel häufiger und inzwischen sogar in unserem Wohngebiet in
Berlin die Ligusterhecken bewohnend, ist das Weinhähnchen. Der ursprüngliche Verbreitungsschwerpunkt
dieser Langfühlerschrecke sind die Gebiete rund ums Mittelmeer, die Klimaerwärmung lässt die Art
jedoch immer weiter Richtung Norden vordringen.
 | | Oecanthus pellucens - Weinhähnchen ♂ |  |
| Nr. 2025.0407kl_r | 100 % | ![0407kl_r]() | Oecanthus pellucens Weinhähnchen ♂ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 1600
Canon EOS 5D Mark IV |
|
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Ein weiterer Wunsch-Kandidat war die Rotflügelige Ödlandschrecke. Auch diese Art kommt in Deutschland
hauptsächlich in wärmebegünstigten Regionen vor und besiedelt dort meist trockene, vegetationsarme Extremstandorte.
Aufgrund ihrer Seltenheit steht sie auf der Roten Liste und wird dort als "stark gefährdet" geführt.
|
 | | Oedipoda germanica - Rotflügelige Ödlandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.9882kl_r | 100 % | ![9882kl_r]() | Oedipoda germanica Rotflügelige Ödlandschrecke ♂ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Oedipoda germanica - Rotflügelige Ödlandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.9902kl_r | 100 % | ![9902kl_r]() | Oedipoda germanica Rotflügelige Ödlandschrecke ♂ | 150mm; F/11; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
|
 | | Oedipoda germanica - Rotflügelige Ödlandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.9814_15kl_r | 100 % | ![9814_15kl_r]() | Oedipoda germanica Rotflügelige Ödlandschrecke ♀ | 150mm; F/6.3 (DFF); 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
|
 | | Oedipoda germanica - Rotflügelige Ödlandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.9821kl_r | 100 % | ![9821kl_r]() | Oedipoda germanica Rotflügelige Ödlandschrecke ♀ | 150mm; F/8; 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
|
|
Hier an der
Mosel findet man sie häufig auf dem steinigen Geröll oder an den Mauern der Weinberge in den heißen und trockenen Steillagen -
oft syntop mit ihrer blauflügeligen Schwesternart Oedipoda caerulescens, welche auch bei uns im märkischen Sand vorkommt. Sitzend sind beide Arten kaum voneinander zu unterscheiden - sobald
sie ihre Flügel (
,
) öffnen, ist es aber ganz einfach.
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 | | Melitaea didyma - Roter Scheckenfalter ♂ |  |
| Nr. 2025.0183_84kl_r | 100 % | ![0183_84kl_r]() | Melitaea didyma Roter Scheckenfalter ♂ | 150mm; F/6.3 (DFF); 1/250s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
Der Verbreitungschwerpunkt des Roten Scheckenfalters ist das wärmere Südeuropa.
In Deutschland bevorzugt die Art sehr sonnige und trockenen Biotope. Hier an der Mosel ist er häufig an den
Südlagen der felsigen Steilhänge zu beobachten.
|
Besonders gefreut habe ich mich über die Möglichkeit endlich einen kleinen Schmetterling fotografieren zu können,
den ich in der Vergangenheit schon oft in so manchem Naturfotoforum bewundert habe, der in Deutschland
aber nur vereinzelt an ein paar Stellen im Süden vorkommt - also leider nicht da, wo ich mich natürlicherweise aufhalte.
 | | Melitaea didyma - Roter Scheckenfalter ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2025.0140_41kl_r | 100 % | ![0140_41kl_r]() | Melitaea didyma Roter Scheckenfalter ♀ + ♂ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/250s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Pyronia tithonus - Rotbraunes Ochsenauge |  |
| Nr. 2025.0567kl_r | 100 % | ![0567kl_r]() | Pyronia tithonus Rotbraunes Ochsenauge | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 1600
Canon EOS 5D Mark IV |
Ein ähnliches westliches Verbreitungsmuster weist der Russische Bär auf, auch wenn diese
Art in Europa ein wenig mehr nach Osten und Süden vordringt als die vorherige.
Der Falter ist allerdings sehr selten und europaweit geschützt und zwar als "prioritäre Art". Das bedeutet, dass jedes Gebiet, in dem
die Art vorkommt, als Schutzgebiet auszuweisen ist.
 | | Lasiommata megera - Mauerfuchs |  |
| Nr. 2025.0588kl_r | 100 % | ![0588kl_r]() | Lasiommata megera Mauerfuchs | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 1600
Canon EOS 5D Mark IV |
|
Ein weiterer Tagfalter, der Deutschland nur am Rande seines Verbreitungsgebietes streift, ist
das Rotbraune Ochsenauge. Die hauptsächlich weiter westlich in Europa vorkommende
Art, findet man bei uns, mit ein paar lokalen Außnahmen, nur im äußersten Westen.
 | | Euplagia quadripunctaria - Russischer Bär |  |
| Nr. 2025.9804bkl_r | 100 % | ![9804bkl_r]() | Euplagia quadripunctaria Russischer Bär | 150mm; F/16; 1/250s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
Den Abschluss der Falterfraktion bildet der Mauerfuchs, welchen ich noch
als einen der häufigsten Schmetterlinge meiner Kindheit in Erinnerung habe. Inzwischen ist
die Art bei uns, wie alle Tagfalter, in ihrer Verbreitung und Häufigkeit stark rückläufig.
Hier an der Mosel konnten wir vereinzelt das eine oder andere Exemplar beobachten. Meist
saßen die Tiere - passend zu ihrem deutschen Namen - auf den warmen Mauern in den Weinbergen.
|
|
Ein anderer für mich besonderer Fund war eine einzelne Kleine Pechlibelle. Nach dieser Art habe ich schon in heimischen
Gefilden recht lange Ausschau gehalten, bin aber bisher noch nie fündig geworden.
Als Pionierart bevorzugt sie vor allem neu entstandene Gewässer mit geringer Vegetation und verschwindet
wieder, sobald diese zuwachsen.
 | | Lacerta bilineata - Westliche Smaragdeidechse |  |
| Nr. 2025.0682kl_r | 100 % | ![0682kl_r]() | Lacerta bilineata Westliche Smaragdeidechse | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 4000
Canon EOS 5D Mark IV |
|
 | | Ischnura pumilio - Kleine Pechlibelle ♀ |  |
| Nr. 2025.0380kl_r | 100 % | ![0380kl_r]() | Ischnura pumilio Kleine Pechlibelle ♀ | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Zum Schluss nun noch ein Reptil, welches in Mitteleuropa sehr selten ist, hier an der Mosel aber recht häufig vorkommt und einen
ihrer wenigen Fundorte in Deutschland hat. Der Verbreitungssschwerpunkt der Westlichen Smaragdeidechse ist
Frankreich und Italien. Ihre bei uns noch seltenere "östliche Schwester" begegnete mir im letzten Jahr in Brandenburg.
|
|
Im Allgemeinen empfand ich die geringe Vielfalt an Insekten um diese Jahreszeit als sehr erschreckend und
damit überhaupt nicht so, wie ich dies von einer der wärmebegünstigten Regionen in Deutschland erwartet
hatte. Teilweise ist dies wohl mit dem allgemeinen Insektensterben aufgrund der Verarmung unserer Landschaft, Überdüngung und intensiver Land- und Forstwirtschaft zu erklären.
Hier
an der Mosel ist der Hauptgrund aber vermutlich die intensive Nutzung von Pestiziden, welche vor allem in den Steillagen großflächig
mit Hubschraubern ausgebracht werden und damit jeglichem Insekt die Überlebenschance nehmen.
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 | | Iphiclides podalirius - Segelfalter |  |
| Nr. 2025.0361kl_r | 100 % | ![0361kl_r]() | Iphiclides podalirius Segelfalter | 150mm; F/6.3; 1/800s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Das letzte Bild ist zwar kein Makrofoto im eigentlichen Sinn, aber trotzdem in diesem Bericht zu finden, da mir bisher keine bessere Aufnahme dieses in Deutschland sehr
seltenen Schmetterlings gelungen ist.
Auch diesmal konnte ich mich leider nicht nah genug an den Segelfalter heranpirschen, was außer am dornigen Schlehengestrüpp nicht zuletzt an einem einzelnen
ziemlich ungestüm daherkommenden jüngeren Naturliebhaber lag ;-)
Da sich die Art aber vor allem in Brandenburg gegenwärtig in Ausbreitung befindet, hoffe ich in naher Zukunft auf schönere Fotos. Die ersten Raupen sind mir schon begegnet,
daher bin ich guter Hoffnung. Für diesen Zeitpunkt hebe ich mir auch die Infos zur Art auf.
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| 06.08.2025 - Moschusbock...
Eine der frühesten Erinnerungen an die Insektenwelt meiner Kindheit, ist die, an den
Fund eines grünglänzenden Moschusbocks am Stamm einer alten Kopfweide im Grundstück eines Korbmachers.
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 | | Aromia moschata - Moschusbock |  |
| Nr. 2025.0861bkl_r | 100 % | ![0861bkl_r]() | Aromia moschata Moschusbock | 150mm; F/8; 1/160s; ISO 6400
Canon EOS 5D Mark IV |
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Seitdem ist mir dieser sehr imposante Käfer zwar immer mal wieder begegnet,
nur ein Foto habe ich bisher noch nie geschafft von ihm zu machen. Dies hat sich mit dem heutigen
Tag geändert!
Die Art ist in ganz Europa und Teilen Asiens verbreitet und mit bis zu 4 cm Körperlänge einer
der größten Bockkäfer Deutschlands. Hier steht er aufgrund seiner Seltenheit unter
Naturschutz. Leider ist sein Bestand aber trotzdem weiterhin rückläufig.
Das liegt vor allem am Fehlen geeigneter Nahrungsquellen. Weiden und Pappeln, von deren Holz sich die Larven
des Käfers ernähren, verschwinden zunehmend aus der Landschaft, da durch Entwässerung von Auwäldern oder
Bebauung von Uferzonen die passenden Lebensräume immer weniger werden.
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| 07.08.2025 - Prachtkäfer in Kienbaum...
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 | | Chalcophora mariana - Großer Kiefernprachtkäfer |  |
| Nr. 2025.1042_43kl_r | 100 % | ![1042_43kl_r]() | Chalcophora mariana Großer Kiefernprachtkäfer | 150mm; F/6.3 (DFF); 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Man kann sich denken, dass das frische Holz sofort alle verfügbaren Pracht- und Bockkäfer der Umgebung zur Eiablage anzog.
 | | Chalcophora mariana - Großer Kiefernprachtkäfer |  |
| Nr. 2025.1093kl_r | 100 % | ![1093kl_r]() | Chalcophora mariana Großer Kiefernprachtkäfer | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Vor allem Prachtkäfer waren mir zuvor in einer derartig großen Anzahl und Artenvielfalt
noch nie begegnet. Zwar sieht man hier in Brandenburg immer mal wieder das eine oder andere Exemplar, aber
über ein Dutzend, des streng geschützten Großen Kiefernprachtkäfers auf einmal,
sind schon ein echter Knaller!
 | | Phaenops cyanea - Blauer Prachtkäfer |  |
| Nr. 2025.1046kl_r | 100 % | ![1046kl_r]() | Phaenops cyanea Blauer Prachtkäfer | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Ein paar weitere Infos zu Prachtkäfern im Allgemeinen und den einzelnen Arten im
Besonderen gibt's bei meinen Erstsichtungen:
Acht,
Neun,
Groß,
Blau.
|
Einmal im Jahr muss ein Besuch in Kienbaum sein. Nachdem wir im letzten Jahr den Frühling nutzten, um nach Orchideen Ausschau zu halten,
war heuer wiedermal der Sommer an der Reihe.
Die Gunst der Stunde bescherte uns vor Ort dann allerdings eine kleine Überraschung. Die
örtliche Holzwirtschaft hatte wohl gerade vor ein paar Tagen hunderte von Kiefern gerodet und mitten auf der großen offenen Stromleitungstrasse
in riesigen Haufen zur Abholung bereitgelegt.
 | | Buprestis novemmaculata - Neunfleck-Prachtkäfer |  |
| Nr. 2025.1140bkl_r | 100 % | ![1140bkl_r]() | Buprestis novemmaculata Neunfleck-Prachtkäfer | 150mm; F/5.6; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Buprestis novemmaculata - Neunfleck-Prachtkäfer |  |
| Nr. 2025.1071bkl_r | 100 % | ![1071bkl_r]() | Buprestis novemmaculata Neunfleck-Prachtkäfer | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
Außer diesem größten aller einheimischen Prachtkäfer gab es auch
Acht- und Neunfleck-Prachtkäfer sowie den
noch kleineren Blauen Prachtkäfer jeweils in größeren
Mengen.
 | | Buprestis octoguttata - Achtfleck-Prachtkäfer |  |
| Nr. 2025.1056kl_r | 100 % | ![1056kl_r]() | Buprestis octoguttata Achtfleck-Prachtkäfer | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 400
Canon EOS 5D Mark IV |
|
 | | Monochamus galloprovincialis - Bäckerbock |  |
| Nr. 2025.1130_37kl_r | 100 % | ![1130_37kl_r]() | Monochamus galloprovincialis Bäckerbock | 150mm; F/5.6 (DFF); 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Mitten im vertrockneten Gras fiel mir ein Bienenwolf auf, welcher sich bei der Körperpflege, aufgrund
des böigen Windes, mit seinen Mandibeln an einem Blatt festgebissen hatte.
Normalerweise sieht man diese hübschen Grabwespen nie lange still sitzen. Meist fliegen sie umher und jagen nach Bienen, die
sie mit Stichen betäuben und dann in ihre in den Sand gegrabene Nisthöhle schaffen, wo sie den Larven als Nahrung dienen. Die Wespe selbst
ernährt sich allerdings ausschließlich von Nektar.
|
Bezüglich Bockkäfer ist mir nur ein Foto eines Bäckerbocks gelungen. Diese eigentlich im Mittelmeergebiet verbreitete Art kommt
bei uns in Deutschland nur vereinzelt vor. Die Larven der bis zu 2,5 cm großen Käfer entwickeln sich in Kiefern und können dort, wenn sie in großer Anzahl auftreten, beträchtlichen
Schaden anrichten.
Danke an Peter Rückheim für die Absicherung meiner Bestimmung :-)
 | | Philanthus triangulum - Bienenwolf |  |
| Nr. 2025.1205kl_r | 100 % | ![1205kl_r]() | Philanthus triangulum Bienenwolf | 150mm; F/8; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
|
 | | Mantis religiosa - Europäische Gottesanbeterin ♀ |  |
| Nr. 2025.0995kl_r | 100 % | ![0995kl_r]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin ♀ | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
Ein Weibchen einer Blauflügeligen Ödlandschrecke wurde nur aufgrund ihrer ungewöhnlichen grünen Färbung
fotografiert. Normalerweise kommen die Tiere meist in grau,
braun oder höchstens noch in rot gefärbt daher.
|
Auch nicht fehlen durfte die Europäische Gottesanbeterin. Vor ein paar Jahren noch sehr selten, trifft man sie hier im märkischen Sand inzwischen gefühlt an jeder Ecke - heute in Kienbaum allerdings,
in einer
so hohen Individuendichte, wie ich es bisher noch nie erlebt habe. Ein paar Fotos mussten trotzdem sein.
 | | Mantis religiosa - Europäische Gottesanbeterin ♂ |  |
| Nr. 2025.0996bkl_r | 100 % | ![0996bkl_r]() | Mantis religiosa Europäische Gottesanbeterin ♂ | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Oedipoda caerulescens - Blauflügelige Ödlandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.1427_32kl_r | 100 % | ![1427_32kl_r]() | Oedipoda caerulescens Blauflügelige Ödlandschrecke ♀ | 150mm; F/8 (DFF); 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Myrmeleotettix maculatus - Gefleckte Keulenschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.1269_74kl_r | 100 % | ![1269_74kl_r]() | Myrmeleotettix maculatus Gefleckte Keulenschrecke ♀ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Ebenfalls äußerst variabel in ihrer Färbung, aber von mir noch nicht so häufig fotografisch festgehalten, wie die vorherige Art,
ist die Gefleckte Keulenschrecke.
Weil die hübschen Tiere hier recht häufig zu sein schienen, sollte daher heute mal die Zeit sein, eine möglichst große Bandbreite an Farbvarianten
von ihnen abzulichten. Der junge Heuschreckenforscher diente dabei als Spürnase, oder besser gesagt als Spürohr.
Die bis zu 17 mm großen Kurzfühlerschrecken bevorzugen vegetationsarme und trockene Lebensräume wie Heiden, Dünen oder Sandtrockenrasen. Sie kommen in Nordafrika, ganz Europa und in Asien östlich bis nach Sibirien vor. Hier in
Brandenburg ist die Art recht häufig anzutreffen.
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 | | Myrmeleotettix maculatus - Gefleckte Keulenschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.1333_36kl_r | 100 % | ![1333_36kl_r]() | Myrmeleotettix maculatus Gefleckte Keulenschrecke ♀ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Myrmeleotettix maculatus - Gefleckte Keulenschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.1305_12kl_r | 100 % | ![1305_12kl_r]() | Myrmeleotettix maculatus Gefleckte Keulenschrecke ♀ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Myrmeleotettix maculatus - Gefleckte Keulenschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.1401_05ckl_r | 100 % | ![1401_05ckl_r]() | Myrmeleotettix maculatus Gefleckte Keulenschrecke ♂ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Myrmeleotettix maculatus - Gefleckte Keulenschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.1352_59bkl_r | 100 % | ![1352_59bkl_r]() | Myrmeleotettix maculatus Gefleckte Keulenschrecke ♂ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 11.08.2025 - Auwald und Heide...
Heute ging es auf Wunsch meines Sohnes in die Nähe von Lieberose, da dieser sich schon seit ein paar Jahren eine sehr seltene heimische Orchidee ansehen
wollte, die dort momentan in Blüte steht.
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Nachdem wir bereits im letzten Jahr, damals leider glücklos, zusammen mit dem Erstbeschreiber der Art, Sebastian Hennigs, am
Locus classicus der Lausitzer Elbe-Stendelwurz nach dieser gesucht haben, hatten wir heute mehr Erfolg.
Die typische Auwald-Art wächst dort an feuchten Stellen am Wegrand oder im Übergang zu versumpften Zonen. Mit meist nur ca. 20 - 30 cm und ihren unscheinbaren grünen Blüten sind die Pflanzen
im schattigen Wald leicht zu übersehen. Auch wir fanden nicht mehr als 5 blühende Exemplare vor Ort.
Für ein paar Fotos waren diese aber mehr als genug.
Wären die Myriaden von Mücken nicht
gewesen, wären es wohl noch ein paar mehr Bilder geworden.
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 | | Epipactis albensis ssp. lusatia - Lausitzer Elbe-Stendelwurz |  |
| Nr. 2025.1534kl_r | 100 % | ![1534kl_r]() | Epipactis albensis ssp. lusatia Lausitzer Elbe-Stendelwurz | 150mm; F/13; 1/5s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Epipactis albensis ssp. lusatia - Lausitzer Elbe-Stendelwurz |  |
| Nr. 2025.1547_49kl_r | 100 % | ![1547_49kl_r]() | Epipactis albensis ssp. lusatia Lausitzer Elbe-Stendelwurz | 150mm; F/2.8 (DFF); 1/80s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Epipactis albensis ssp. lusatia - Lausitzer Elbe-Stendelwurz |  |
| Nr. 2025.1454kl_r | 100 % | ![1454kl_r]() | Epipactis albensis ssp. lusatia Lausitzer Elbe-Stendelwurz | 150mm; F/3.5; 1/60s; ISO 6400
Canon EOS 5D Mark IV |
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So beließen wir es bei einer Stunde Suche und Fotoshooting und fuhren ein paar Kilometer weiter in die Reicherskreuzer Heide. Auch dort waren wir bereits im letzten Jahr, um
ein paar seltene Heuschrecken-Arten zu fotografieren. Die Bilder hätten damals etwas besser sein können, daher stand heute ein neuer Versuch an.
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 | | Sympecma fusca - Gemeine Winterlibelle ♀ |  |
| Nr. 2025.1604bkl_r | 100 % | ![1604bkl_r]() | Sympecma fusca Gemeine Winterlibelle ♀ | 150mm; F/5; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Coenagrion hastulatum - Speer-Azurjungfer ♂ |  |
| Nr. 2025.1750bkl_r | 100 % | ![1750bkl_r]() | Coenagrion hastulatum Speer-Azurjungfer ♂ | 150mm; F/5.6; 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
|
Doch zunächst flogen uns zwei Kleinlibellen über den Weg. Die Gemeine Winterlibelle
hatte ich in den letzten Jahren schon mehrfach vor der Linse, konnte aber trotzdem nicht
ohne ein Foto weitergehen. Ein paar Infos zur Art gibt es
hier.
 | | Coenagrion hastulatum - Speer-Azurjungfer ♂ |  |
| Nr. 2025.1742kl_r | 100 % | ![1742kl_r]() | Coenagrion hastulatum Speer-Azurjungfer ♂ | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Ein Neufund hingegen war für mich die Speer-Azurjungfer.
Die Art ist in Deutschland vor allem im Alpenvorland und im Norden verbreitet und besiedelt vorzugsweise saure
Gewässer, wie die offenen Bereiche von Mooren.
Derartige Lebensräume werden leider immer seltener, was der Grund des stetigen
Bestandsrückgangs dieser Kleinlibelle ist. In Deutschland wird die Art daher auf der Roten Liste
als "stark gefährdet" geführt.
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Nun aber zum Hauptziel unseres heutigen Besuches auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz, dem Steppengrashüpfer. Nachdem wir erst eine ganze Weile nach den Tieren suchen mussten,
passte diesmal auch das Licht und die Geduld des Fotografen, um ein paar schöne Bilder vor hier mitzunehmen.
 | | Chorthippus vagans - Steppengrashüpfer ♂ |  |
| Nr. 2025.1710_20kl_r | 100 % | ![1710_20kl_r]() | Chorthippus vagans Steppengrashüpfer ♂ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Chorthippus vagans - Steppengrashüpfer ♀ |  |
| Nr. 2025.1796_06bkl_r | 100 % | ![1796_06bkl_r]() | Chorthippus vagans Steppengrashüpfer ♀ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Kurzfühlerschrecke kommt in Europa und Asien vor. In Deutschland steht sie auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Sie besiedelt warme und trockene Habitate mit meist spärlicher Vegetation, wie Dünengebiete
oder wie in diesem Falle, Heiden mit Steppencharakter.
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|
Dieselben Vorlieben an ihren Lebensraum hat die Rostbinde, ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter.
Die Art ist in fast ganz Europa verbreitet, bei uns ist sein Lebensraum allerdings knapp geworden.
So
sind es unter anderem Truppenübungsplätze, mit ihrem Mosaik aus Heide- und offenen Sandflächen, die dem Falter inzwischen
als Sekundärlebensraum dienen.
 | | Cicindela sylvatica - Wald-Sandlaufkäfer |  |
| Nr. 2025.1729kl_r | 100 % | ![1729kl_r]() | Cicindela sylvatica Wald-Sandlaufkäfer | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
|
 | | Hipparchia semele - Rostbinde |  |
| Nr. 2025.1753kl_r | 100 % | ![1753kl_r]() | Hipparchia semele Rostbinde | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Zum Schluss noch ein Wald-Sandlaufkäfer. Wie alle Sandlaufkäfer lebt auch diese Art räuberisch und ist
bei
warmen, sonnigem Wetter eigentlich immer auf der Jagd und hällt nur ganz selten mal bei seinem Treiben inne. Die flinken
Räuber sind daher immer eine fotografische Herausforderung. Auch hier handelt es sich um eine Art auf der Roten Liste.
|

| 16.08.2025 - Mit Beute...
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| Der heutige Familienausflug führte uns, zur Freude eines jungen Flugzeugfans, ins Luftfahrtmuseum Finowfurt. Nach dem
zugegebenermaßen sehr interessanten Rückblick in die Geschichte der deutschen Fliegerei und einem kleinen Snack am
dortigen Imbiss, wollte ich den Tripp gleich noch für etwas Naturfotografie nutzen.
Denn gleich neben dem Flugfeld, am Rand eines lichten Kiefernwaldes mit Heide- und Sandflächen, lebt eine Population
der seltenen Großen Mordfliege, welche mir vor 5 Jahren von Peter Rückheim von
der Entomologischen Gesellschaft ORION-Berlin gezeigt wurde.
Leider haben wir auch nach längerer Suche nur zwei Tiere gefunden, diese beiden jedoch mit recht fotogener Beute.
|
 | | Laphria gibbosa - Große Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2025.2283_88kl_r | 100 % | ![2283_88kl_r]() | Laphria gibbosa Große Mordfliege ♂ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/320s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 25.08.2025 - Auf "Nana" Suche...
Die im Mittelmeerraum weit verbreitete Vierpunktige Sichelschrecke befindet sich seit
einigen Jahren, vermutlich bedingt durch die allgemeine Klimaerwärmung, auch nördlich der Alpen
immer mehr auf dem Vormarsch.
|
 | | Phaneroptera nana - Vierpunktige Sichelschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.2694c2kl_r | 100 % | ![2694c2kl_r]() | Phaneroptera nana Vierpunktige Sichelschrecke ♂ | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 1000
Canon EOS 5D Mark IV |
Das jungendliche Gehör des Sohnemanns diente dabei als menschlicher "Bat-Detektor" zur Ortung der Tiere, da die dämmerungs- und
nachtaktiven Langfühlerschrecken in einem Frequenzbereich kommunizieren, den die anderen, deutlich älteren Anwesenden,
nicht mehr hören konnten.
Im Gegensatz zu der bei uns heimischen P. falcata,
welche man eher auf Wiesen antrifft, findet man den Neuankömmling oft
eine Etage höher - in Sträuchern und Gebüschen.
|
Im letzten Jahr wurde sie nun auch das erste Mal in Berlin und in Brandenburg nachgewiesen. Da mein
Hüpferaffiner Sohn die Art auf seiner To-Do-Liste hatte, begleiteten wir in diesem Jahr den "Arbeitskreis
Heuschrecken Brandenburgs" bei der Nachsuche am Erstfundort im Süd-Osten Berlins - und wurden auch fündig.
Interessanterweise fanden wir die meisten Exemplare in den Gebüschen und Hecken
des Parkplatzes eines Einkaufszentrums, viele davon noch im Larvenstadium.
 | | Phaneroptera nana - Vierpunktige Sichelschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.2614kl_r | 100 % | ![2614kl_r]() | Phaneroptera nana Vierpunktige Sichelschrecke ♂ | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
|

| 30.08.2025 - "Nanas" auch in Sachsen...
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Nur einige Tage nach unserem Erfolgserlebnis hinsichtlich des Fundes der Vierpunktigen Sichelschrecke
in Berlin wurden wir erneut fündig - diesmal im Garten meiner Eltern in der Oberlausitz.
Und auch hier wies uns das geschulte Ohr meines Sohnes wieder den Weg. Während wir in gemütlicher Runde saßen, hörte
er die Tiere auf einmal überall rund ums Haus zirpen. Ein Pärchen saß direkt vor unserer Nase in einem Blumentopf mit Geranien, weitere
in den Hecken und in der Zierwein-Pergola.
Am Ende fragten wir uns beide, warum wir uns vor Kurzem überhaupt erst auf die Suche nach der Art begeben hatten, wenn
sie uns heute direkt auf dem "Präsentiergrillteller" serviert wird.
|
 | | Phaneroptera nana - Vierpunktige Sichelschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.2806bkl_r | 100 % | ![2806bkl_r]() | Phaneroptera nana Vierpunktige Sichelschrecke ♀ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
|


| 28.09.2025 - Nun auch in den Püttbergen...
|
|
Als wir vor einigen Jahren noch direkt an den Püttbergen wohnten, war ich fast jeden Tag im Naturschutzgebiet
unterwegs. Inzwischen
beschränken sich meine Besuche auf ein- oder zweimal im Jahr.
Wie fast überall in unseren heimischen Wäldern, hat sich auch hier, bedingt durch die große Trockenheit der letzten Jahre,
sehr viel Totholz angesammelt. Für Insekten mit xylobionten Larven ist dies ein Eldorado. Auch unter den Raubfliegen
gibt es davon einige Arten.
 | | Choerades ignea - Zinnober-Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2025.3578kl_r | 100 % | ![3578kl_r]() | Choerades ignea Zinnober-Mordfliege ♂ | 150mm; F/14; 1/320s; ISO 1250
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Choerades ignea - Zinnober-Mordfliege ♂ |  |
| Nr. 2025.3579kl_r | 100 % | ![3579kl_r]() | Choerades ignea Zinnober-Mordfliege ♂ | 150mm; F/13; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Zinnober-Mordfliege ist mit bis zu 2 cm Körperlänge dabei eine der größeren und auffälligeren Arten in Mitteleuropa. Mein Erstfund
dieses kleinen Räubers stammt von 2020 aus der Nähe von Fürstenwalde.
Nun ist er also auch in den Püttergen angekommen. Die große Individuendichte an verschiedenen Stellen des Gebietes
spricht dafür, dass die Population schon eine Weile vor Ort ist. Herzlich Willkommen!
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| 13.10.2025 - Spätherbst...
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Inzwischen ist der Herbst deutlich zu spüren. Zwar wärmt die Sonne noch recht kräftig, allerdings werden die Insekten immer weniger. Neben einigen
übriggebliebenen Heuschrecken, sieht man hier und da nur noch ein paar Schmetterlinge herumflattern.
Darunter befindet sich mit dem Admiral allerdings auch einer der schönsten und auffälligsten heimischen Tagfalter. Als Allerweltsart von mir meist ignoriert, führte der
Mangel an Motiven heute zu ein paar Fotos.
 | | Vanessa atalanta - Admiral |  |
| Nr. 2025.3942kl_r | 100 % | ![3942kl_r]() | Vanessa atalanta Admiral | 150mm; F/5.6; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Vanessa atalanta - Admiral |  |
| Nr. 2025.3948kl_r | 100 % | ![3948kl_r]() | Vanessa atalanta Admiral | 150mm; F/5.6; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Bis zur Jahrtausendwende war der Wanderfalter in Mitteleuropa nur ein Sommergast, der über die Alpen aus seinen wärmeren Reproduktionsgebieten zu uns einflog. Inzwischen
ist er hier "dank" des Klimawandels ganzjährig heimisch geworden. Seine Raupen ernähren sich bei uns in Mitteleuropa ausschließlich von der Großen Brennnessel. Es schadet
also nicht ein paar davon im Garten stehen zu lassen!
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| 15.4. - 20.4.2025 - Orchideen auf Kreta...
Während unsere letzten Besuche der 'Insel der Götter' sich neben der Erholung fotografisch hauptsächlich auf
die Insektenwelt konzentrierten, zielte diesmal Sohnemann-bedingt unser Fokus auf die Orchideenflora Kretas. Und da der Frühling
dafür die beste Zeit ist, nutzten wir die Osterferien für unseren Tripp und wurden
reichlich belohnt...
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| Orchideen...
Allerorts grünte und blühte es üppig und da wir vorher sorgfältig recherchiert hatten, konnten wir auch ohne große Probleme die meisten der erhofften Orchideen-Arten aufspüren. Viele
davon haben ihren Lebensraum in den offenen, trockenen, von niedrigem Busch- und Strauchwerk geprägten Phrygana-Landschaften der Insel.
Die größte Artenvielfalt weist dabei die Gattung der Ragwurzen (Ophrys) auf...
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 | | Ophrys bombyliflora - Drohnen-Ragwurz |  |
| Nr. 2025.5572_75kl_r | 100 % | ![5572_75kl_r]() | Ophrys bombyliflora Drohnen-Ragwurz | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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Meist handelt es sich um männliche Bienen- oder Wespen, welche die Blüten dann für weibliche Tiere ihrer Art halten und sich mit diesen paaren, während die
Orchidee dabei ihren Pollen "übergibt". Dieser wird dann vom getäuschten "Gatten" zur nächsten potentiellen Sexualpartnerin getragen.
Sowohl deutsche als auch wissenschaftlichen Namen einiger Ragwurzarten weisen auf dieses interessante Zusammenspiel hin.
 | | Ophrys bombyliflora - Drohnen-Ragwurz |  |
| Nr. 2025.5571kl_r | 100 % | ![5571kl_r]() | Ophrys bombyliflora Drohnen-Ragwurz | 150mm; F/7.1; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Während die meisten, der von uns beobachteten Arten, wie Großblütige Hummel-, Heldreichs-, Wespen-, Phrygana- oder
Drohnen-Ragwurz ebenfalls andernorts im Mittelmeerraum verbreitet sind...
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| Restliche Blümchen...
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 | | Anemone coronaria - Kronen-Anemone |  |
| Nr. 2025.6164kl_r | 100 % | ![6164kl_r]() | Anemone coronaria Kronen-Anemone | 150mm; F/4; 1/1250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Art ist sehr variabel und kommt mit blau, violett, rot, rosa oder weiß gleich in mehreren Blütenfarben vor. Unsere Funde waren allesamt
blau-violett gefärbt.
 | | Anemone hortensis - Stern-Anemone |  |
| Nr. 2025.6104kl_r | 100 % | ![6104kl_r]() | Anemone hortensis Stern-Anemone | 150mm; F/6.3; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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Neben der reichhaltigen Orchideenflora hat Kreta im Frühling aber auch eine ganze Reihe anderer Blütenpflanzen
zu bieten.
Eine "Allerweltsart" des Mittelmeerraums konnten wir zum Beispiel im
Inselinneren beobachten. Die wunderschön leuchtend blühende Kronen-Anemone
wuchs dort auf brachliegenden Feldern in sehr großer Individuenzahl - leider meist hinter Zäunen.
 | | Anemone coronaria - Kronen-Anemone |  |
| Nr. 2025.6162kl_r | 100 % | ![6162kl_r]() | Anemone coronaria Kronen-Anemone | 150mm; F/5.6; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Eine andere auf Kreta vorkommende Anemone mit ähnlichen Standortvorlieben ist die
Stern-Anemone. Diese ist allerdings nicht ganz so weit im mediterranen Raum verbreitet wie die vorherige Art.
Anemonen gehören zu den Hahnenfußgewächsen. Bei uns in Deutschland beheimatete Vertreter der Gattung sind zum Beispiel das
Busch-, das Gelbe- oder das
Große Windröschen.
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Eine große Anzahl an Vertretern der Inselflora ist allerdings endemisch, das heißt, sie kommen ausschließlich auf Kreta vor
- einige unter ihnen allerdings oft überall und in großer Anzahl.
Ein Beispiel dafür ist das Kretische Alpenveilchen, welches auf der ganzen Insel
an schattigen Standorten weit verbreitet ist. Man findet die Art von Meereshöhe bis ins Gebirge über 1000 m.
 | | Arum concinnatum - Aronstab |  |
| Nr. 2025.6306kl_r | 100 % | ![6306kl_r]() | Arum concinnatum Aronstab | 150mm; F/5.6; 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Cyclamen creticum - Kretisches Alpenveilchen |  |
| Nr. 2025.6196kl_r | 100 % | ![6196kl_r]() | Cyclamen creticum Kretisches Alpenveilchen | 150mm; F/5.6; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Mit bis zu 600 m nicht ganz so hoch ins Gebirge steigt Arum concinnatum. Diese Aronstab-Art des östlichen Mittelmeerraums findet man auf Kreta
meist an feuchteren Stellen in Wäldern, Gebüschen und Gräben.
Wie viele Arten der Gattung wird auch diese durch Insekten bestäubt, welche vom
nach Aas riechenden Blütenkolben der Pflanze angelockt werden.
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 | | Trifolium uniflorum - Einblütiger Klee |  |
| Nr. 2025.6146kl_r | 100 % | ![6146kl_r]() | Trifolium uniflorum Einblütiger Klee | 150mm; F/13; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Vom selben Fundort stammt das Alpen-Steintäschel in seiner kretischen Unterart, welche, wie man leicht erraten kann, nur hier auf Kreta vorkommt.
Ein wenig wuchsfreudiger
als sein Vorgänger ist dieser Vertreter der Kreuzblütlengewächse ein Spezialist offener, meist zerklüfteter Felshänge in den Gebirgsregionen der Insel.
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Wieder nur im östlichen Mittelmeerraum findet man hingegen den Einblütigen Klee. Dieser niedrig-wüchsige Schmetterlingsblütler bildet meist dichte Polster, welche nicht höher als 5 cm werden.
Bevorzugte Standorte sind trockene Lehmflächen, Felsfluren
und Phrygana von Meeres- bis weit über 2000 m Höhe. Wir fanden das hübsche Gewächs in Felsspalten im Hochgebirge der Insel.
 | | Aethionema saxatile ssp. creticum - Alpen-Steintäschel |  |
| Nr. 2025.6137kl_r | 100 % | ![6137kl_r]() | Aethionema saxatile ssp. creticum Alpen-Steintäschel | 150mm; F/13; 1/250s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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| Ein paar Tierchen...
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 | | Podarcis cretensis - Kreta-Mauereidechse |  |
| Nr. 2025.6221kl_r | 100 % | ![6221kl_r]() | Podarcis cretensis Kreta-Mauereidechse | 150mm; F/6.3; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Das kleine Reptil kommt nur im westlichen Teils Kretas und den Satelliteninseln drumherum vor. Auf letzteren
teilweise mit riesigen Populationsdichten, von bis zu 8 Tieren auf einem Quadratmeter.
Die Art wurde 1952 als Unterart der Kykladen-Mauereidechse beschrieben und erst im Jahre 2008 als eigenständige Art von dieser abgetrennt.
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Faunistisch war jahreszeitlich bedingt noch nicht ganz so viel los - zumindest, was meine makrofotografischen
Vorlieben betrifft.
In großer Anzahl war aber zum Beispiel allerorts die Kreta-Mauereidechse unterwegs, die meisten davon waren jedoch
so flink, dass mir nur ein paar wenige Fotos gelangen.
 | | Podarcis cretensis - Kreta-Mauereidechse |  |
| Nr. 2025.6680bkl_r | 100 % | ![6680bkl_r]() | Podarcis cretensis Kreta-Mauereidechse | 150mm; F/10; 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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In Sachen Sohnemanns heißgeliebter Heuschrecken begegneten uns lediglich drei Arten. Zum einen war dies die Kretische Steinschrecke, welche
auf der Insel endemisch ist. Hierbei handelt es sich um eine mit bis zu 4 cm sehr große Schrecke.
Die auch im adulten Zustand flugunfähigen Tiere bevorzugen trockene, oft vegetationslose Lebensräume. Wir fanden ein
einzelnes Weibchen zwischen Felsen in einem lichten Kiefernwald.
 | | Aiolopus strepens - Braune Strandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.6232kl_r | 100 % | ![6232kl_r]() | Aiolopus strepens Braune Strandschrecke ♂ | 150mm; F/6.3; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Die zweite Art war die Braune Strandschrecke. Diese am Mittelmeer sehr weit verbreitete Kurzfühlerschrecke konnten wir inzwischen schon mehrmals (Kos,
Rhodos,
Sardinien)
bei unseren Aufenthalten im mediterranen Raum beobachten - wie hier auf Kreta, meist im direkten Uferbereich von Stränden.
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 | | Orchamus raulinii - Kretische Steinschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.6668_72bkl | 100 % | ![6668_72bkl]() | Orchamus raulinii Kretische Steinschrecke ♂ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Aiolopus strepens - Braune Strandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.6240bkl_r | 100 % | ![6240bkl_r]() | Aiolopus strepens Braune Strandschrecke ♀ | 150mm; F/8; 1/250s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Poecilimon cretensis - Kretische Buntschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.8141kl_r | 100 % | ![8141kl_r]() | Poecilimon cretensis Kretische Buntschrecke ♂ | 150mm; F/11; 1/250s; ISO 2000
Canon EOS 5D Mark IV |
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Mit der letzten Art folgt meiner Ansicht nach die Schönste unter den drei gefundenen Schrecken.
Die Kretische Buntschrecke kommt nur auf der Insel Kreta vor, auch sie ist also endemisch. Bevorzugte
Lebensräume sind Strauch- und Hochstaudenfluren vom Tiefland bis in 1700 m Höhe.
Wir fanden ein paar Tiere zwischen Disteln und Brombeergestrüpp direkt an der Straße am Kournas-See - leider nur Männchen.
Mit über 40 Stück ist Poecilimon die artenreichste Gattung unter den Langfühlerschrecken Griechenlands. Die meisten unter ihnen haben, wie diese hier,
allerdings nur ein sehr lokales Verbreitungsgebiet - vermutlich wegen ihrer Flugunfähigkeit.
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 | | Poecilimon cretensis - Kretische Buntschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.8160kl_r | 100 % | ![8160kl_r]() | Poecilimon cretensis Kretische Buntschrecke ♂ | 150mm; F/11; 1/250s; ISO 1600
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Poecilimon cretensis - Kretische Buntschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.8115kl_r | 100 % | ![8115kl_r]() | Poecilimon cretensis Kretische Buntschrecke ♂ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Lixus cf. pulverulentus - Rüsselkäfer |  |
| Nr. 2025.6255kl_r | 100 % | ![6255kl_r]() | Lixus cf. pulverulentus Rüsselkäfer | 150mm; F/4.5; 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Das zweite Tier - einen Distelbockkäfer - konnte ich hingegen sogar bis zur Unterart bestimmen.
Agapanthia boeberi kommt zwar außer auf Kreta noch
andernorts am Mittelmeer vor, in der Subspezies michaeli allerdings nur hier auf der Insel.
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Nun kommen noch zwei Käfer - beide auf derselben Distel fotografiert. Der erste ist ein Rüsselkäfer, bei dem ich
mir allerdings, aufgrund der Ähnlichkeit der infrage kommenden Arten der Gattung Lixus, nicht ganz sicher bin, um welche
es sich handelt. Meine Tendenz geht zu Lixus pulverulentus.
 | | Agapanthia boeberi ssp. michaeli - Distelbock |  |
| Nr. 2025.6281kl_r | 100 % | ![6281kl_r]() | Agapanthia boeberi ssp. michaeli Distelbock | 150mm; F/5.6; 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Potamon hippocratis - Hippokrates Süßwasserkrabbe |  |
| Nr. 2025.6244kl_r | 100 % | ![6244kl_r]() | Potamon hippocratis Hippokrates Süßwasserkrabbe | 150mm; F/8; 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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Das letzte Foto dieses Berichtes zeigt ein Tier, welches ich bei unseren bisherigen Aufenthalten auf Kreta nie aufspüren konnte, obwohl dessen Vorkommen
im Kournas-See sehr bekannt ist und die Art hier auch (noch) sehr häufig sein soll.
Diesmal hat es nun mit einem Foto geklappt und auch die Hippokrates Süßwasserkrabbe hat ihren Weg in mein Archiv gefunden.
Die Art kommt außer auf Kreta und ein paar weiteren griechischen Inseln, wie Kos und Naxos, außerdem noch auf Zypern und dem ägäischen Teil der Türkei vor.
Dies soll es nun gewesen sein...
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...aber so vielfältig wie Kreta ist, kommen wir bestimmt auch ein fünftes oder sechstes Mal wieder!
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| 24.10. - 29.10.2025 - Relaxen in der Ostägäis...
Ungeplant ging es nun doch noch mal ans Mittelmeer - allerdings diesmal weniger zum Fotografieren, als zum Entspannen. Daher sollte die türkische Ägais-Küste unser Ziel sein. Ohne Mietwagen und
Ausflüge diente uns unserer Hotelanlage direkt am Meer zum Stress-Abbau der letzten Wochen. Eine Kamera hatte ich natürlich trotzdem mit...
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 | | Eyprepocnemis plorans - Prächtige Tränenschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.4199_05kl_r | 100 % | ![4199_05kl_r]() | Eyprepocnemis plorans Prächtige Tränenschrecke ♂ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Eyprepocnemis plorans - Prächtige Tränenschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.4266_71bkl_r | 100 % | ![4266_71bkl_r]() | Eyprepocnemis plorans Prächtige Tränenschrecke ♀ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/250s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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Gleich am ersten Tag gab's den ersten Heuschreckenfund. Ein Pärchen der Prächtigen Tränenschrecke
beglückte uns direkt vor der Tür unseres Bungalows. Die sehr scheuen bis zu 4,5 cm großen Tiere kommen überall rund ums Mittelmeer vor und sind auch
in Afrika und in Teilen des Nahen Ostens weit verbreitet. Lebensräume sind dabei vor allem Feuchtgebiete und Küstenvegetation.
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 | | Anacridium aegyptium - Ägyptische Wanderheuschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.4466_69kl_r | 100 % | ![4466_69kl_r]() | Anacridium aegyptium Ägyptische Wanderheuschrecke ♀ | 100mm; F/4 (DFF); 1/1000s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Tiere vor die Linse zu bekommen, ist allerdings eine andere Sache. Meist übersieht man die Schrecken trotz ihrer Größe, da sie oft regungslos in Büschen und Sträuchern
verharren. Zu sehen bekommt man sie dann erst, wenn es zu spät ist und sie direkt vor einem auffliegen und mit großem knatternden Getöse gleich mehrere hundert Meter entfernt wieder landen.
 | | Anacridium aegyptium - Ägyptische Wanderheuschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.4494_03bkl_r | 100 % | ![4494_03bkl_r]() | Anacridium aegyptium Ägyptische Wanderheuschrecke ♂ | 100mm; F/4 (DFF); 1/1600s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Im Gegensatz zu anderen Wanderheuschrecken bildet die Art keine großen Schwärme, die zur Plage für die Landwirtschaft werden können. Vor allem in Europa sind die
Bedingungen für Massenvermehrungen der Art nicht gegeben. Als Nahrung dienen Gräser, Blätter von Sträuchern und Stauden aber auch Früchte.
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Mit bis zu 7 cm Körperlänge ist die Ägyptische Wanderheuschrecke nochmal ein ganz anderes Kaliber. Die zu den Feldheuschrecken gehörende Kurzfühlerschrecke
ist eine der größten Heuschreckenarten der Welt und die größte Europas. Im Mittelmeerraum - von Portugal über Nordafrika bis in die Ägäis - ist die Art sehr häufig
und fast überall anzutreffen. Bei Nachweisen von Tieren nördlich der Alpen handelt
es sich um verschleppte Tiere. Gemüsetransporte sind dabei ein beliebter Reiseweg.
 | | Anacridium aegyptium - Ägyptische Wanderheuschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.4338_42kl_r | 100 % | ![4338_42kl_r]() | Anacridium aegyptium Ägyptische Wanderheuschrecke ♂ | 150mm; F/5.6 (DFF); 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Acrotylus longipes - Gelbflügelige Ödlandschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.4052kl_r | 100 % | ![4052kl_r]() | Acrotylus longipes Gelbflügelige Ödlandschrecke ♂ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
Während die Unterflügel der Tiere auf Kos die typische, namensgebende gelbe Färbung
aufwiesen , waren die der hiesigen Exemplare orange gefärbt
,
was mich im Vorbeiflug zunächst auf eine der beiden rotflügeligen Arten aus der Gattung schließen ließ.
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In den wenigen Dünen am Strand vor unserem Hotel begegnete uns mit der Gelbflügeligen Ödlandschrecke eine Art, welche wir vor 2 Jahren auf Kos extra
mit Hilfe von bekannten Nachweis-Fundorten auf der Insel gesucht hatten. Interessanterweise hat die hier lebende Population eine andere Flügelfärbung.
 | | Acrotylus longipes - Gelbflügelige Ödlandschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.4062kl_r | 100 % | ![4062kl_r]() | Acrotylus longipes Gelbflügelige Ödlandschrecke ♀ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Pezotettix anatolica - Anatolischer Macchien-Grashüpfer ♀ |  |
| Nr. 2025.4113_15bkl_r | 100 % | ![4113_15bkl_r]() | Pezotettix anatolica Anatolischer Macchien-Grashüpfer ♀ | 150mm; F/7.1 (DFF); 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Im Gegensatz zum Fotografieren der vorherigen Motive, welches sich durch die sehr gute Flugfähigkeit der Arten eher schwierig gestaltete, war dies beim Anatolischen Macchien-Grashüpfer kein Problem.
Genau wie dessen Verwandschaft aus Kos und Rhodos
ist auch diese Schrecke in beiden Geschlechtern durch ihre zurückgebildeten Flügel flugunfähig.
 | | Pezotettix anatolica - Anatolischer Macchien-Grashüpfer ♂ |  |
| Nr. 2025.4151_57kl_r | 100 % | ![4151_57kl_r]() | Pezotettix anatolica Anatolischer Macchien-Grashüpfer ♂ | 150mm; F/9 (DFF); 1/320s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Pezotettix anatolica - Anatolischer Macchien-Grashüpfer ♂ |  |
| Nr. 2025.4136_38kl_r | 100 % | ![4136_38kl_r]() | Pezotettix anatolica Anatolischer Macchien-Grashüpfer ♂ | 150mm; F/9 (DFF); 1/250s; ISO 500
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Pezotettix anatolica - Anatolischer Macchien-Grashüpfer ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2025.4298_02kl_r | 100 % | ![4298_02kl_r]() | Pezotettix anatolica Anatolischer Macchien-Grashüpfer ♀ + ♂ | 150mm; F/10 (DFF); 1/320s; ISO 320
Canon EOS 5D Mark IV |
Die Art kommt außer in der Türkei auch auf den griechischen Inseln Samos und Lesbos vor. Die bis zu 2 cm großen Hüpfer bevorzugen dabei vegetationsreiche, halboffene bis offene Biotope.
Wir fanden die Tiere direkt in einer salzwasserbeeinflussten Wiese direkt am Meer, wo sich die Tiere auf den herumliegenden Felsbrocken sonnten.
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Zwei weitere schöne Funde hatten wir auf einer Brachfläche am Straßenrand direkt vor unserem Hotel. Beim ersten handelte es sich zwar, mit der Gewöhnlichen Nasenschrecke, um
eine der häufigsten Schrecken Südeuropas und des Mittelmeerraums, allerdings hat man nicht jeden Tag die Chance die Tiere bei der Paarung abzulichten.
Der zweite Fund war schon etwas spezieller. Yersin's Steinschrecke kommt nur an wenigen Stellen in Griechenland und in den mediterranen Küstengebieten der Türkei, Libanons, Zyperns und Syriens vor.
 | | Orchamus yersini - Yersin's Steinschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.4553_56kl_r | 100 % | ![4553_56kl_r]() | Orchamus yersini Yersin's Steinschrecke ♂ | 100mm; F/9 (DFF); 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Orchamus yersini - Yersin's Steinschrecke ♂ |  |
| Nr. 2025.4527_32kl_r | 100 % | ![4527_32kl_r]() | Orchamus yersini Yersin's Steinschrecke ♂ | 100mm; F/4 (DFF); 1/1000s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Acrida ungarica - Gewöhnliche Nasenschrecke ♀ + ♂ |  |
| Nr. 2025.4455_65bkl_r | 100 % | ![4455_65bkl_r]() | Acrida ungarica Gewöhnliche Nasenschrecke ♀ + ♂ | 100mm; F/4 (DFF); 1/800s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Wir haben nur ein einzelnes Weibchen dieser mit bis zu 6 cm Körperlänge sehr imposanten, flugunfähigen Kurzfühlerschrecke beobachten können. Wenn man die Tiere so sieht, könnte man fast
denken, es handelt sich noch um Larven.
Mit diesem und dem Fund auf Kreta im Frühling haben wir in diesem Jahr bereits zwei der drei in Europa heimischen Arten der Gattung gesehen.
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 | | Empusa fasciata - Hauben-Fangschrecke juv. |  |
| Nr. 2025.4565kl_r | 100 % | ![4565kl_r]() | Empusa fasciata Hauben-Fangschrecke juv. | 100mm; F/6.3; 1/400s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Bei der zweiten Fangschrecke handelt es sich ebenfalls um eine Art des östlichen Mittelmeerraums. Kein Wunder also, dass uns Ameles heldreichi bei unseren vielen Aufenthalten in der Ägäis nun
schon mehrmals über den Weg "gelaufen" ist - die letzten beiden Male in Rhodos und Kos.
Diesmal hüpften einige Weibchen der Art in den Felsen direkt an der Küste unterhalb unseres Hotels herum.
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Nun kommen noch zwei Fangschrecken. Zunächst ein Jungtier einer Hauben-Fangschrecke - ob Männchen oder Weibchen bin ich mir hier nicht ganz sicher.
Die Art kommt im östlichen Mittelmeerraum von der Türkei, über die Balkanhalbinsel bis hin zum äußersten Osten Italiens vor.
 | | Empusa fasciata - Hauben-Fangschrecke juv. |  |
| Nr. 2025.4581_83kl_r | 100 % | ![4581_83kl_r]() | Empusa fasciata Hauben-Fangschrecke juv. | 100mm; F/6.3 (DFF); 1/320s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Wenn die Tiere nicht gerade, wie bei uns, einen Weg überqueren müssen, sitze sie, als Lauerjäger, meist reglos in der Vegetation.
Von Nahen betrachtet haben die grazilen Schönheiten immer etwas alienhaftes für mich.
 | | Ameles heldreichi - Fangschrecke ♀ |  |
| Nr. 2025.3985bkl_r | 100 % | ![3985bkl_r]() | Ameles heldreichi Fangschrecke ♀ | 150mm; F/8; 1/320s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Ablepharus kitaibelii - Johannisechse |  |
| Nr. 2025.4358kl_r | 100 % | ![4358kl_r]() | Ablepharus kitaibelii Johannisechse | 150mm; F/7.1; 1/250s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
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Eine besondere Begegnung gab es dann aber doch noch, als beim Spaziergang durchs Hotelgelände ein sehr merkwürdig aussehendes Kriechtier über den Weg huschte. Für
mich sah das zunächst wie eine Kreuzung aus Eidechse und Blindschleiche aus.
Nach ein wenig Internet-Recherche konnte das Tier allerdings relativ schnell als Johannisechse identifiziert werden. Die bis zu 13 cm groß werdende Art gehört zu den Skinken
und hat ihr Verbreitungsgebiet in Südost-Europa.
Die tagaktiven Tiere bevorzugen warme und sonnige Habitate in den tieferen Höhenlagen und halten sich dort meist versteckt zwischen Steinen oder im Laub auf. Wir hatten also viel
Glück mit unserer Sichtung!
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Zum Schluss noch ein sehr hübscher und vor allem auffälliger Nachtfalter aus der Familie der Bärenspinner. Der Punkt- oder auch Harlekinbär kommt
neben dem Mittelmeerraum auch in Afrika und Mittel- bis Südostasien vor. Nördlich der Alpen kann man ihn aber auch gelegentlich als Wanderfalter beobachten.
Die eigentlich nachtaktiven Falter fliegen teilweise auch am Tag. In unserem Fall hielten sich die Tiere in der Dünenvegetation auf, aus der sie, bei einem unserer Strandspaziergänge, gestört durch
unsere Schritte,
gleich zu Dutzenden aufflogen.
Für mich war die Beobachtung des hübschen Schmetterlings erst die zweite Begegnung mit dieser Art. Die erste fand vor 15 Jahren auf der Insel Kreta
statt.
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 | | Utetheisa pulchella - Punktbär |  |
| Nr. 2025.4105kl_r | 100 % | ![4105kl_r]() | Utetheisa pulchella Punktbär | 150mm; F/10; 1/320s; ISO 250
Canon EOS 5D Mark IV |
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Das soll es nun schon wieder gewesen sein. Ein paar neue Arten und zeigenswerte Fotos sind es dann doch geworden. Im Ganzen war es für mich aber eindeutig zu wenig Natur und zu viel Müßiggang! Da sind mir die griechischen Inseln viel lieber...
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hier eine kleine Zusammenstellung aller von mir bereits fotografierten Raubfliegen-Arten, gespickt
mit ein paar Infos, die größtenteils der Webseite
Zur Kenntnis der Raubfliegen Deutschlands von Danny Wolff entnommen sind.
Die einzelnen Arten sind zuerst nach ihrer Unterfamilie und dann nach dem lateinischen Namen alphabetisch sortiert. Zum
schnelleren Finden einzelner Arten dient folgender kleiner Index:
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| Unterfamilie Dasypogoninae
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| Unterfamilie Leptogastrinae
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| Unterfamilie Stenopogoninae
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| Unterfamilie Stichopogoninae
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Einige Bilder wurden im Gegensatz zu den Originalen gedreht oder
in ihrem Ausschnitt verändert um gleiche Ansichten bzw. Größenverhältnisse zu erreichen.
Die Angaben zur Roten Liste beziehen sich auf den Stand aus dem Jahr 2012.
Die Angaben zu bevorzugten Habitaten beziehen auf das Land Berlin (DEGEN 2005), sofern die Art dort nachgewiesen wurde,
andernfalls wurden unterschiedliche Quellen herangezogen.
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Die Bestimmung aller Arten ist noch nicht vollständig!!!
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Die Bestimmung aller Arten ist noch nicht vollständig!!!
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Dieses Projekt befindet sich momentan in Bearbeitung. Die Liste ist daher noch nicht vollständig. Außerdem
wurden einige Tiere bisher noch nicht genital bestimmt.
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Momentan noch ausgenommen sind Tiere aus der Gattung Macaroeris. Die Fotos und Daten zu den Funden
fließen in eine Gattungs-Revision ein und werden erst nach deren Veröffentlichung hier integriert.
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Momentan noch ausgenommen sind Tiere aus der Gattung Macaroeris. Die Fotos und Daten zu den Funden
fließen in eine Gattungs-Revision ein und werden erst nach deren Veröffentlichung hier integriert.
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Momentan noch ausgenommen sind Tiere aus der Gattung Macaroeris. Die Fotos und Daten zu den Funden
fließen in eine Gattungs-Revision ein und werden erst nach deren Veröffentlichung hier integriert.
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| 33 - Macaroeris huberi ♀
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 | | Macaroeris huberi - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2023_Spring.1540_48kl_r | 100 % | ![1540_48kl_r]() | | Bild nicht gefunden. | |
 | | Macaroeris huberi - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2023_Spring.1468_81kl_r | 100 % | ![1468_81kl_r]() | | Bild nicht gefunden. | |
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| Fundort: | Puig des Fornas |
| Funddatum: | 09.04.2023 |
| Körpergröße: | 4 mm |
| Bemerkung: | Erstnachweis für die Balearen |
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 | | Macaroeris huberi - Springspinne ♀ |  |
| Nr. 2023_Spring.1529_39kl_r | 100 % | ![1529_39kl_r]() | | Bild nicht gefunden. | |
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