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Exkursionen in der Oberlausitz 2011

10.09.2011 - Farbenfroh...
Graphocephala fennahi
Gattungssuche Graphocephala fennahi - Rhododendronzikade
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Nr. 2011.1828kl_r100 %
1828kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D

Schon im vorigen Jahr waren sie mir an den Rhododendron-Büschen im Garten meiner Eltern aufgefallen - kleine springende Wesen mit ziemlich bunten Flügeln.

Bisher habe ich ein Fotoshooting aber immer vor mir hergeschoben, weil sie mir einfach zu agil erschienen und ich ja wußte, wo ich im Zweifelsfall nach ihnen zu suchen habe, falls ich mich doch einmal über­winden kann. Diesmal war es nun soweit!

Die Rede ist im Übrigen von der Rhododendron­zikade - einem Einwanderer aus Nordamerkia. Die Art gehört zu den Rundkopfzikaden aus der Familie der Kleinzikaden und ist der einzige Vertreter aus seiner Gattung in Europa.

Sie wurde vermutlich in den dreißiger Jahren zusammen mit Rhododendronpflanzen in England einge­schleppt und verbreitet sich seit dem überall in Europa. Man findet die Zikaden oft in Parks, Gärten und an anderen Orten, an denen Rhododendron ange­pflanzt ist, da dieser die Hauptnahrung der Tiere darstellt.

Ab Ende Juni kann man vor allem an sonnigen Tagen die sehr flinken Hüpfer in meist großer Anzahl auf der Blattoberseite ihrer Lieblingspflanze beim Sonnen beobachten.

Sowohl die erwachsenen Tiere als auch die Larven saugen den Saft aus der Pflanze, was sich dann meist durch braune Flecken auf den Blättern bemerkbar macht. So hübsch, wie die Tiere auch aussehen, gelten sie deshalb doch als Schädling, zumal sie auch noch Überträger einer Pilzkrankheit sind, die den Rhododendron befallen kann.

Es schon interessant, was sich selbst im heimischen Garten für exotisch anmutende Insekten rumtreiben. Man muß nur genau hinsehen, und bei nicht einmal einem Zentimeter Körpergröße wie hier, gegeben­falls zu einer Lupe greifen ;-)

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23.07.2011 - Zwei Jungs...

Nachdem ich in den letzten Tagen schon die Weibchen von zwei Tolmerus-Arten fotografieren konnte, kamen mir dieses Wochenende gleich beide dazugehörigen Männchen vor die Linse. Im Gegensatz zu ihren besseren Hälften, lassen sich diese allerdings anhand ihres Geschlechtsteils eindeutig einer Art zuordnen.

Das Männchen der Burschen-Raubfliege entdeckte ich erneut im Garten meines Cousins, das der Gemeinen Raubfliege in dem meiner Eltern. Leider werden auf den Fotos die Größenunterschiede beider Arten nicht richtig deutlich, denn während T. cingulatus mit nur 1 cm Länge eine unserer kleinsten Raubfliegen ist, kann ihre Schwesternart fast die doppelte Größe erreichen.

Tolmerus atricapillus
Gattungssuche Tolmerus atricapillus - Gemeine Raubfliege ♂Raubfliegenprojekt
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Nr. 2011.003_06kl_r100 %
003_06kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D

Tolmerus cingulatus
Gattungssuche Tolmerus cingulatus - Burschen-Raubfliege ♂Raubfliegenprojekt
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Nr. 2011.9939_42bkl_r100 %
9939_42bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D
Tolmerus atricapillus
Gattungssuche Tolmerus atricapillus - Gemeine Raubfliege ♂Raubfliegenprojekt
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Nr. 2011.0052_54bkl_r100 %
0052_54bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D

Tolmerus cingulatus
Gattungssuche Tolmerus cingulatus - Burschen-Raubfliege ♂Raubfliegenprojekt
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Nr. 2011.9949bkl_r100 %
9949bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D

Weitere Infos zu beiden Arten gibt es bei den Weibchen, hier und hier.

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18.07.2011 - Im Verwandtschaftsgarten...
Tolmerus cf. atricapillus
Gattungssuche Tolmerus cf. atricapillus - Gemeine Raubfliege ♀Raubfliegenprojekt
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Nr. 2011.9891_97kl_r100 %
9891_97kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D

Immernoch auf dem Raubfliegentrip, freute ich mich umso mehr, bei meinem diesmaligen Ex-Heimat-Besuch, im Garten meiner Tante, ein als Fotomotiv geeignetes Exemplar dieser Spezies vorzufinden. Die Fotosession gestaltete sich aufgrund des kühlen Wetters heute recht relaxed, nur welche Art ich da vor der Linse hatte, läßt sich eher schwer sagen.

Ich gehe davon aus, daß es sich um ein Weibchen der Gemeinen Raubfliege handelt. Doch wie schon bei der Burschen-Fliege, gilt auch bei dieser Art aus der Gattung Tolmerus, daß eine wirklich sichere Bestimmung nur anhand eines männlichen Exemplares möglich ist.

Die Wahrscheinlichkeit einer richtigen Determination ist allerdings recht hoch, denn die Gemeine Raub­fliege ist eine unserer häufigsten Raubfliegen. Das liegt unter anderem daran, daß ihre Ansprüche an geeignete Lebensräume nicht recht hoch sind.

Tolmerus cf. atricapillus
Gattungssuche Tolmerus cf. atricapillus - Gemeine Raubfliege ♀Raubfliegenprojekt
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Nr. 2011.9925_30kl_r100 %
9925_30kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D

Die Flugzeit der Art ist von Anfang Juli bis Ende September.

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09.07.2011 - Freischwimmer...

Es war eigentlich davon auszugehen, daß es sich nicht nur in Berliner Landen lohnt, um diese Jahreszeit, nach Raubfliegen Ausschau zu halten. In der Oberlausitz muß man nur scheinbar an anderen Stellen suchen.

Diese tolle Gemeine Mordfliege zum Beispiel, fand ich schwimmend im Pool meiner Schwiegereltern. Natürlich schritt ich sofort zur Rettung und als Dank posierte sie mir noch für ein paar Minuten, ehe sie frisch getrocknet wieder im Gebirgswald entschwand.

Im Gegensatz zu meinen bisherigen Raubfliegen­funden aus diesem Jahr, handelt es sich hier um eine Art, die gehölzbetonte Biotope als ihren Lebensraum bevorzugt. In Deutschland ist sie weit verbreitet und überall in geeigneten Lebensräumen häufig anzutreffen.

Choerades marginata
Gattungssuche Choerades marginata - Gemeine Mordfliege ♂Raubfliegenprojekt
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Nr. 2011.9627kl_r100 %
9627kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D
Choerades marginata
Gattungssuche Choerades marginata - Gemeine Mordfliege ♂Raubfliegenprojekt
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Nr. 2011.9601bkl_r100 %
9601bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/2s; ISO 200
Canon EOS 50D

Die Larven der Gemeinen Mordfliege entwickeln sich in Totholz. Ausgewachsene Fliegen sind von Juni bis September unterwegs.

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28.05.2011 - Zwei Stunden im Hochmoor...

Mein monatlichen Besuch in der Oberlausitz konnte ich diesmal mit einer Stippvisite im Lausche-Hochmoor verbinden. Dieses nur ca. 8 Hektar kleine Moor liegt auf ca. 500 m Höhe direkt am Kammweg des Zittauer Gebirges am Fuße der Lausche. Es wurde erst vor einem Jahrzehnt wieder renaturiert und in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Seit dieser Zeit besuche ich das Moor fast jährlich und beobachte wie sich die Natur im Laufe der Zeit weiter erholt und der Artenreichtum immer mehr zunimmt. Im Moment ist jedoch leider auch eine zunehmende Verbuschung zu beobachten.

Schade, daß ich diesmal nur zwei Stunden Zeit hatte und deshalb lediglich eine große Wiese am Rande des Moores genauer untersuchen konnte. Gleich eine Minute nach meiner Ankunft hatte ich jedoch schon mein erstes Motiv gefunden - einen Wachtelweizen-Scheckenfalter.

Melitaea athalia
Gattungssuche Melitaea athalia - Wachtelweizen-Scheckenfalter
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Nr. 2011.7193kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3; 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D
Melitaea athalia
Gattungssuche Melitaea athalia - Wachtelweizen-Scheckenfalter
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Nr. 2011.7207bkl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D

Melitaea athalia
Gattungssuche Melitaea athalia - Wachtelweizen-Scheckenfalter
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Nr. 2011.7224bkl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D

Dieser Tagfalter gehört zur Familie der Edelfalter. Er ist in Deutschland weit verbreitet und auch noch recht häufig. Trotzdem steht er bei uns auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, da auch seine Bestände aufgrund des Rückgangs seiner Lebensräume als immer mehr gefährdet gelten. Das sind z.B. Halb­trockenrasen, aufgelassene Weinberge oder wie hier Feuchtwiesen am Rande von Mooren.

Die Scheckenfalter-Raupen fressen vorzugsweise an Wachtelweizen oder Augentrost, während sich der Falter selbst vom Nektar verschiedenster Blütenpflanzen ernährt. Seine Hauptflugzeit ist von Mai bis August.

Nachdem ich den, aufgrund des noch kühlen Morgens, sehr geduldigen Scheckenfalter von allen seinen Seiten auf meinen Chip gebannt hatte, flog gleich der nächste Schmetterling an mir vorbei.

Diesmal allerdings ein sehr großer Weißer, den ich zwar kannte, aber bisher noch nie mit eigenen Augen gesehen hatte. Also nichts wie hinterher.

Es handelte sich um einen Baumweißling, einen Tagfalter aus der Familie der Weißlinge, der früher in Mitteleuropa weit verbreitet war, deren Popu­lationen in letzter Zeit vielerorts jedoch stark zurückgegangen sind. In Deutschland steht er auf der Roten Liste und gilt als "potentiell gefährdet".

Sein bevorzugter Lebensraum sind offene mit Sträuchern und Bäumen bewachsene Gelände, beispielsweise Streuobstwiesen, verbuschte Trocken­rasen oder eben die Randbereiche von Mooren.

Seine Futterpflanzen sind vorwiegend Laubgehölze aus der Familie der Rosengewächse, vorzugsweise Weißdorn und Schlehe. Er würde aber auch den guten alten Apfel- oder Birnbaum nicht links liegen­lassen.

Ein gutes Foto von ihm zu machen, gestaltete sich allerdings weit weniger einfach als beim Schecken­falter zuvor. Es war nämlich inzwischen schon deutlich wärmer geworden und so waren alle Schmetterlinge auch dementsprechend aktiver.

Ich hatte also meine liebe Mühe mich nahe genug an das Objekt meiner Begierde heranzupirschen, ohne das dieses mich bemerkte und so gleich davonflog. Wenn ich mich erinnere, waren dafür mindestens fünf­zehn Anläufe nötig.

Aporia crataegi
Gattungssuche Aporia crataegi - Baum-Weißling
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Nr. 2011.7296ckl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/2.8; 1/2000s; ISO 200
Canon EOS 50D

Aber nicht nur hinsichtlich der vielfältigen Schmetterlingsfauna, der ich gerne noch etwas mehr Zeit gewidmet hätte, ist das Lausche-Hochmoor hoch interessant. Ursprünglich ist nämlich eher der Botaniker in mir auf dieses Kleinod aufmerksam geworden. Der Grund dafür ist seine noch sehr ursprüngliche Flora, mit Pflanzen, die vielerorts schon recht selten geworden, wenn nicht gar ganz verschwunden sind.

Im Moment kann man zum Beispiel das Breitblättrige Knabenkraut, eine der bei uns wenigen heimischen Orchideenarten, in voller Blüte bewundern. Diese Pflanze ist in Deutschland sehr selten geworden und steht deshalb auch auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Grund dafür sind, wie bei vielen Pflanzen, die auf Feuchtwiesen angewiesen sind, zunehmende Düngung, Trockenlegung und zu intensive Beweidung.

Dactylorhiza majalis
Gattungssuche Dactylorhiza majalis
Breitblättriges Knabenkraut
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Nr. 2011.7301kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/3.2; 1/640s; ISO 200
Canon EOS 50D
Lychnis flos-cuculi
Gattungssuche Lychnis flos-cuculi
Kuckucks-Lichtnelke
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Nr. 2011.7244bkl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/4; 1/800s; ISO 400
Canon EOS 50D
Rhinanthus minor
Gattungssuche Rhinanthus minor
Kleiner Klappertopf
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Nr. 2011.7333bkl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 50D

Mit den gleichen Problemen hat auch der hier ebenfalls wachsende Kleine Klappertopf zu kämpfen. Auch er gilt in den meisten deutschen Bundesländern als gefährdete Art der Feuchtwiesen. Die Pflanze gehört zur Familie der Rachenblütler. Interessanterweise ist sie ein sogenannter fakultativer Halbparasit, das heißt, sie kann, wenn sie es nötig hat, von ihr benötigte Nährstoffe von anderen Pflanzen erhalten. Zu diesem Zweck zapft sie die Wurzeln ihrer Wirte an. Sie selbst bildet jedoch nur sehr begrenzt eigene Wurzeln aus.

Als weitere Art der Feuchtwiesen blüht zur Zeit auch in großer Anzahl die Kuckucks-Lichtnelke in den Randbereichen des Hochmoores. Besonders die filligranen Blüten dieses Nelkengewächses begeistern mich immer wieder und ließen mich diesmal zu einer Großaufnahme verleiten.

Pedicularis sylvatica
Gattungssuche Pedicularis sylvatica - Wald-Läusekraut
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Nr. 2011.7257kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D

Eine typische Moorpflanze hingegen ist das Wald-Läusekraut. Es gehört, wie schon der Klappertopf, zur Familie der Rachenblütler.

Aufgrund der immer stärker zurückgehenden Moorflächen ist es jedoch, im Gegensatz zu diesem, in Deutschland nur noch sehr zerstreut bis selten anzutreffen und gilt deshalb bei uns als gefährdet. In einigen Bundesländern, wie z.B. Berlin oder Brandenburg, ist die Pflanze sogar vom Aussterben bedroht.

Umso schöner, daß sie sich im Lausche-Hochmoor, seit seiner Renaturierung wieder sehr stark ausgebreitet hat und nun sogar direkt am Wegesrand beobachtet werden kann. Ursprünglich hatte nämlich nur eine sehr kleine Population in der Kernzone des Moores überlebt.

Die zweijährigen Pflanzen werden oft nicht größer als 20 cm - an der Lausche waren die größten sogar nur halb so hoch. Allerdings tragen die kleinen Gewächse oft schon vom Grund an Blüten. Das macht es natürlich sehr schwierig schöne Fotos davon zu machen, da die Pflanzen meist von Gras überwachsen sind. Ich habe mich deshalb für eine Großaufnahme einer Einzelblüte entschieden.

Der Name Läusekraut rührt im Übrigen vom giftigen Inhaltsstoff Aucubin her, den die Pflanze besitzt. Der wurde früher zur Bekämpfung von Läusen verwendet.

Auf meinem Heimweg flog mir dann noch ein Lilagold-Feuerfalter vor die Linse. Leider hatte ich, aufgrund meines Zeitmangels, keine Chance mehr ihn lange genug zu verfolgen, um außer einer Seitenansicht auch noch ein ansprechendes Bild seiner Flügeloberseite zu machen. Deshalb gibt es davon nur einen Freihand-Schnappschuß, den ich aber trotzdem zeigen möchte.

Lycaena hippothoe
Gattungssuche Lycaena hippothoe - Lilagold-Feuerfalter ♂
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Nr. 2011.7264kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D
Lycaena hippothoe
Gattungssuche Lycaena hippothoe - Lilagold-Feuerfalter ♂
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Nr. 2011.7319bkl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6; 1/160s; ISO 200
Canon EOS 50D

Man sieht ein Besuch im Lausche-Hochmoor lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin wieder dort - im nächsten Jahr!

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03.04.2011 - Kröten ohne Ende...

Zur Zeit wandern überall die verschiedensten Lurche zu ihren Laichgewässern. Zwei Stunden meines letzten Besuches in der Oberlausitz nutzte ich deshalb, um meinem kleinen Neffen dieses Schauspiel einmal zu zeigen. Am Teich, den ich mir ausgesucht hatte, waren allerdings überwiegend Erdkröten unterwegs.

Die Erdkröte ist eine der häufigsten Amphibienarten in Europa und außer auf Irland, Island und ein paar Mittelmeerinseln auf dem gesamten Kontinent weit verbreitet. Im Gegensatz zu anderen Lurchen dienen dabei der Erdkröte auch wechselfeuchte und sogar trockenen Habitate als Lebensraum.

Normalerweise ist die Art dämmerungsaktiv und ver­steckt sich am Tage beispielsweise unter Steinen, alten Laub oder in selbstgegrabenen Erdhöhlen. Während der Paarungszeit kann man die Tiere allerdings den ganzen Tag über beobachten.

Als Nahrung dienen der Kröte Spinnen, Insekten, Schnecken und Würmer. Der Zuschnappreflex wird ausschließlich durch Bewegungen ausgelöst, so daß reglose Beute meist mit dem Leben davonkommt.

Bufo bufo
Gattungssuche Bufo bufo - Erdkröte
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Nr. 2011.4098ckl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/5; 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D

Interessanterweise hatten sich viele der Pärchen schon auf dem Wege zum Teich gefunden. Dabei ließen sich die kleineren Männchen von ihrem auserwählten Weibchen huckepack bis zum Wasser tragen.

Bufo bufo
Gattungssuche Bufo bufo - Erdkröte
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Nr. 2011.4084b_kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D
Bufo bufo
Gattungssuche Bufo bufo - Erdkröte
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Nr. 2011.4096ckl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/5; 1/60s; ISO 400
Canon EOS 50D
Aufgrund der Ungeduld meines Neffens und des Bewegungsdranges der Kröten hat es am Ende leider nur zu drei zeigenswerten Bildern dieses tollen Naturereignisses gereicht. Aber hauptsache ihm hat es gefallen!
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10.03.2011 - Wer sonnt sich denn da?

Der Garten meiner Eltern scheint ein perfekter Lebensraum für meine Lieblingsmotive zu sein. Bisher konnte ich jedenfalls schon einige Springspinnenarten dort fotografieren.

Diesmal lief mir ein Evarcha arcuata - Männchen über den Weg. Es war wahrscheinlich auf Grund der ersten Sonnenstrahlen aus seinem Winter­quartier gekrochen und sonnte sich auf einem leeren Blumen­topf direkt unter dem Küchenfenster.

Ich konnte natürlich nicht widerstehen...

Evarcha arcuata
Gattungssuche Evarcha arcuata - Springspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2011.3487_88kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D
Evarcha arcuata
Gattungssuche Evarcha arcuata - Springspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2011.3507_11kl_r100 %
3507_11kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D

Evarcha arcuata ist bei uns weitverbreitet und fast überall recht häufig. Sie bevorzugt normalerweise sonnige Wiesen als Lebensraum.

Vor allem die Männchen dieser Art sind hier in der Oberlausitz sehr oft an solchen Standorten zu beo­bachten. An sonnigen Tagen laufen sie dann sehr rege auf der Suche nach etwas Fressbaren oder einer paarungswilligen Partnerin herum.

Weibchen hingegen findet man seltener, sie halten sich meistens in ihrem Gespinstsack auf und verlassen diesen meist nur um auf Beutezug zu gehen.

Leider sind mir nicht mehr als diese beiden Bilder gelungen. Der Kleine war bei diesem Wetter einfach viel zu flink unterwegs und ich war, bedingt durch meinen Winterspeck, wohl zu träge, um ihm zu folgen :-)

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