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Die Makro-Saison 2019
| 24.06.2019 - 02.07.2019 - Heißes Korfu...
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Aufgrund diverser terminlicher Diskrepanzen mussten in diesem Jahr die jährlichen mediterranen Frühjahrs- und Herbsturlaube leider zusammengelegt
werden. Es ging Ende Juni, also quasi im Mittelmeer-Hochsommer, auf die Insel Korfu - eine ziemlich schlechte Idee, zumindest, wenn man auf
blühende Wiesen und viele Insekten hofft. Und an ausgedehnte Wanderungen war bei fast 40 Grad im Schatten auch nicht zu denken.
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 | | Acanthus spinosus - Dorniger Akanthus |  |
| Nr. 2019.8687kl_r | 100 % | ![8687kl_r]() | Acanthus spinosus Dorniger Akanthus | 100mm; F/8; 1/250s; ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV |
Sehr imposant waren zum Beispiel die Blütenstände des Dornigen Akanthus, welche hier vielerorts aus den vertrockneten Resten der einst
grünen Wiesen herausragten. Die bis zu 1 m hohe Staude kommt im östlichen Mittelmeerraum vor und bevorzugt lichte Wälder und Weiden als Lebensraum.
Nicht ganz so groß in ihrem Wuchs sind die nächsten drei botanischen Motive.
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Ein paar Stunden am Vormittag konnten wir uns dann trotzdem meist aufraffen die Insel zu erkunden. Die fotografische Ausbeute ist allerdings sehr
mager geblieben und größtenteils botanischer Art.
 | | Acanthus spinosus - Dorniger Akanthus |  |
| Nr. 2019.8671kl_r | 100 % | ![8671kl_r]() | Acanthus spinosus Dorniger Akanthus | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
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Die ersten beiden, Gefleckter- und Zahntragender Lauch
wuchsen im selben verdorrten Lebensraum wie der vorherige Kandidat - nur nicht ganz so auffällig. Beide Lauch-Arten kommen im
gesamten Mittelmeerraum vor. Der erste bevorzugt steinige Steppen, Trockenrasen und Phrygana als Lebensraum. Den zweiten
findet man häufig auf Äckern, Brachen, aber auch an Straßenrändern.
Vielen Dank an Thomas Meyer für die Bestimmung!
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Das dritte "Blümchen" wuchs zwischen Steinen an einem sonst eher kargem, fast vegetationslosem Standort - der perfekte Lebensraum für das
Verwechselte Tännelkraut. Auch diese hübsche Blütenpflanze ist rund ums Mittelmeer weit verbreitet und in Phrygana, Brachland und
auf Ruderalstellen sehr häufig anzutreffen.
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 | | Empusa fasciata - Haubenfangschrecke ♀ |  |
| Nr. 2019.9035ckl_r | 100 % | ![9035ckl_r]() | Empusa fasciata Haubenfangschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 125
Canon EOS 5D Mark IV |
 | | Empusa fasciata - Haubenfangschrecke ♀ |  |
| Nr. 2019.9041kl_r | 100 % | ![9041kl_r]() | Empusa fasciata Haubenfangschrecke ♀ | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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Nun noch ein paar Krabbler. Starten möchte ich mit Empusa fasciata, einer Fangschrecke. Die Art besiedelt trockene, strauchreiche
Weiden, Buschland, die mediterrane Garigue, Brachland, Waldränder und ähnlich reich strukturierte Standorte.
Sie kommt im östlichen Mittelmeerraum vor, während die zweite der in Europa vorkommenden Arten aus dieser Gattung - Empusa pennata - nur im westlichen
Mittelmeergebiet verbreitet ist.
Wie alle Fangschrecken ernährt sich auch mein Fundstück räuberisch von kleineren Insekten oder anderen Arthropoden, welchen sie regungslos auflauert,
um sie dann blitzschnell mit ihren Fangarmen zu packen.
 | | Empusa fasciata - Haubenfangschrecke ♀ |  |
| Nr. 2019.9030dkl_r | 100 % | ![9030dkl_r]() | Empusa fasciata Haubenfangschrecke ♀ | 100mm; F/11; 1/320s; ISO 200
Canon EOS 5D Mark IV |
Allerdings können die Tiere auch kleinere Strecken sehr gut fliegen, was mein Fotoshooting an diesem Tage - besonders wegen der Hitze - sehr anstrengend gestaltete.
Das harte Licht war zudem auch nicht gerade optimal und so bin ich mit den wenigen Fotos dieses hübschen Tieres mehr als zufrieden.
Danke an Wolfgang Wagner für Bestimmung!
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Fliegen konnte der nächste Fund aufgrund seiner zurückgebildeten Flügel zwar nicht, das Fotoshooting in praller Sonne, inmitten stachligen Gestrüpps war
aber trotzdem kein Vergnügen.
Mit bis zu 3 cm Körpergröße gehört die Gargano Strauchschrecke zu den mittelgroßen Vertretern der Gattung. In Sachen Farbenfrohheit steht
sie allerdings ganz oben auf der Liste.
In Griechenland kommen über zwanzig Eupholidoptera-Arten vor,
von denen viele nur ein sehr lokales Verbreitungsgebiet aufweisen. Bei unserem Fund beschränkt sich dies auf Korfu, die griechische Region Epirus und Teile Apuliens.
 | | Eupholidoptera garganica - Gargano Stauchschrecke ♀ |  |
| Nr. 2019.8669ckl_r | 100 % | ![8669ckl_r]() | Eupholidoptera garganica Gargano Stauchschrecke ♀ | 100mm; F/5.6; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
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 | | Eupholidoptera garganica - Gargano Stauchschrecke ♀ |  |
| Nr. 2019.8662kl_r | 100 % | ![8662kl_r]() | Eupholidoptera garganica Gargano Stauchschrecke ♀ | 100mm; F/6.3; 1/320s; ISO 160
Canon EOS 5D Mark IV |
Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn die Art auch im nahegelegenen Albanien nachgewiesen wird.
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Das letzte Foto zeigt einen wunderschönen Tagfalter. Der Blauschwarze Eisvogel fällt vor allem durch seine irisierende Flügeloberseite auf, welche je nach Betrachtungswinkel
immer ein wenig anders schillert - Sonnenschein vorausgesetzt.
Das Vorkommen der Art erstreckt sich von Süd- und Mitteleuropa bis in den Nahen Osten und den Kaukasus. Hier im Mittelmeerraum ist sie sehr häufig anzutreffen, in Deutschland dagegen
kommt sie nur in sehr wärmebegünstigten Regionen vor.
Die Falter halten sich gerne an sonnigen Waldrändern und Lichtungen oder - wie in unserem Fall - in felsigen Strukturen mit Strauchbewuchs auf. Als Nahrung dienen den Raupen verschiedene Heckenkirschenarten.
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 | | Limenitis reducta - Blauschwarzer Eisvogel |  |
| Nr. 2019.8826kl_r | 100 % | ![8826kl_r]() | Limenitis reducta Blauschwarzer Eisvogel | 100mm; F/8; 1/320s; ISO 800
Canon EOS 5D Mark IV |
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| 25.09.2019 - Ein Rüssler in der Rose saß, ...
...obwohl er keine Rosen fraß. Denn die Wirtspflanzen des Bunten Rübenrüsslers sind verschiedenen Korbblütler, wie
Schafgarbe, Beifuß oder Wucherblumen, von deren Wurzeln sich die Larven des Käfers ernähren.
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 | | Cyphocleonus dealbatus - Bunter Rübenrüssler |  |
| Nr. 2019.1951_56kl_r | 100 % | ![1951_56kl_r]() | Cyphocleonus dealbatus Bunter Rübenrüssler | 100mm; F/5.6 (DFF); 1/6s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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Die sehr wärmeliebende und Steppenheiden sowie Trockenrasen bevorzugende Art breitet sich schon
seit einiger Zeit Richtung Norden aus und tritt erst seit ein paar Jahren auch in Berlin häufiger auf.
Auch sie scheint ein Nutznießer des allgemeinen Klimawandels zu sein.
Trotzdem wird der Käfer (noch?) auf der Roten Liste als "gefährdet" geführt. Vermutlich fehlen einfach
passende Lebensräume.
 | | Cyphocleonus dealbatus - Bunter Rübenrüssler |  |
| Nr. 2019.1934_48kl_r | 100 % | ![1934_48kl_r]() | Cyphocleonus dealbatus Bunter Rübenrüssler | 100mm; F/5 (DFF); 1/15s; ISO 640
Canon EOS 5D Mark IV |
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Vielen Dank an Christoph von Kerbtier.de für die
Bestimmung.
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