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Die Püttberge im Jahr 2013

22.10.2013 - Imposanter Einwanderer...
Leptoglossus occidentalis
Gattungssuche Leptoglossus occidentalis - Amerikanische Kiefernwanze
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Nr. 2013.1180_82dkl_r100 %
1180_82dkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/4 (DFF); 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D

Mein heutiges Fotomotiv kam mir schon auf den ersten Blick seltsam vor. Denn wenn es in Deutschland eine so große Wanze mit derartigen Verdickungen an den Beinen geben würde, hätte ich sicherlich schon mal etwas davon gehört, dachte ich mir. Ähnliche Arten waren mir jedoch bisher nur aus Amerika bekannt.

Ganz so falsch lag ich mit meinen Überlegungen am Ende dann auch nicht, denn mein heutiger Fund war eine Amerikanische Kiefernwan­ze und damit tat­sächlich ein Einwanderer aus Nordamerika. Hier befindet sich die Art schon seit Mitte der 50er Jahre in Ausbreitung. Ursprünglich im Westen der USA be­heimatet hat sie inzwischen die Ostküste erreicht.

In Europa wurde die Wanze erstmals im Jahre 1999 in Italien nachgewiesen. Vermutlich wurde sie dort zusammen mit Weihnachtsbäumen eingeschleppt. Inzwischen hat sich die Art aber über weite Teile Europas verbreitet. In Deutschland wurde sie zuerst im Jahre 2006 gesichtet.

Die erwachsenen Tiere saugen an den jungen Blüten und Samen von Nadelbäumen, wobei sie vor allem Kiefern bevorzugen - aber auch jede andere Nadel­baumart nicht verschmähen. Diese hohe Anpassungs­fähigkeit dürfte dann auch der Hauptgrund für die schnelle Ausbreitung der Art sein.

In den USA gilt die Kiefernwanze als Schädling, da sie durch ihre Ernährungsweise vor allem in Baum­schulen immer wieder große Schäden anrichtet. Hier verursacht sie durch das Aussaugen der Samen Ertragsminderungen bei der Erzeugung von Saatgut. Die Bäume selbst werden dabei allerdings nicht geschädigt.

Nach meinem Erstfund sind mir in den nächsten Tagen noch einige weitere Tiere dieser Art über den Weg gelaufen. Diese Tatsache, zusammen mit der, daß mir die Art in der Vergangenheit noch nie begegnet ist, läßt mich darauf schließen, daß wir uns in den kommenden Jahren nun wohl sicherlich öfter sehen werden.

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19.10.2013 - Ein bißchen Sonne...

...reicht aus, um selbst noch Ende Oktober eine Springspinne in den Püttbergen zu entdecken. Wahrschein­lich hoffte sie, daß sich an den letzten warmen Tagen des Jahres auch noch das eine oder andere ihrer Beutetiere an die frische Luft traut. Oder sie wollte sich, genau wie der Fotograf, einfach nur sonnen.

Heliophanus cupreus
Gattungssuche Heliophanus cupreus - Kupfrige Sonnenspringspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.1081_85ckl_r100 %
1081_85ckl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D

Heliophanus cupreus
Gattungssuche Heliophanus cupreus - Kupfrige Sonnenspringspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.1065_72kl_r100 %
1065_72kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D

Die Kupfrige Sonnenspringspinne ist eine unserer häufigsten einheimischen Springspinnen und überall weit verbreitet - lediglich im norddeutschen Tiefland findet man sie eher seltener.

Als Lebensraum bevorzugt die Art vor allem trockene Lebensräumen, wie Magerrasen oder sonnige Wald­ränder. Sie besiedelt aber auch Moore, Dünen, Ruderal­fluren und extensiv genutzte Grünflächen.

Hier lebt sie sowohl in der bodennahen Vegetation als auch auf Sträuchern und niedrigen Bäumen. Erwachsene Tiere findet man meist von Mai bis Juli.

Heliophanus cupreus
Gattungssuche Heliophanus cupreus - Kupfrige Sonnenspringspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.1038_45kl_r100 %
1038_45kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/5 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D

Obwohl die Art mir schon sehr häufig über den Weg gehüpft ist, hat sie es erst mit diesem Shooting in die Springspinnen-Galerie geschafft. Bisher hatte ich sie, mit der Maßgabe, daß sie mir sowieso ständig begegnet, immer irgendwie vernachlässigt. Im nächsten Frühling kommt dann das Männchen an die Reihe!

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02.10.2013 & 14.10.2013 - Zebras...

Nachdem ich im Sommer meine Springspinnen-Galerie schon um das erste noch fehlende Allerweltszebra kompletieren konnte, sind es seit heute wieder zwei Exemplare mehr.

Und im Gegensatz zu der Springspinne Salticus zebraneus vom Sommer trägt mein heutiger Fund das "Zebra" nicht in seinem wissenschaftlichen Namen, sondern in seinem deutschen Rufnamen. Jetzt kann ich also endlich auch die Zebraspringspinne in beiden Geschlechtern abhaken.

Salticus scenicus
Gattungssuche Salticus scenicus - Zebraspringspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2013.0737_49dkl_r100 %
0737_49dkl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/6.3 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D

Salticus scenicus
Gattungssuche Salticus scenicus - Zebraspringspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2013.0695_700kl_r100 %
0695_700kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/5.6 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D
Salticus scenicus
Gattungssuche Salticus scenicus - Zebraspringspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.0985_92kl_r100 %
0985_92kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D

Salticus scenicus
Gattungssuche Salticus scenicus - Zebraspringspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.0970_79bkl_r100 %
0970_79bkl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ein paar weitere Infos zur Art gibt's in den Berichten aus den Jahren 2010 und 2012.

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02.10.2013 - Grün und winzig...
Cicadella viridis
Gattungssuche Cicadella viridis - Binsen-Schmuckzikade
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Nr. 2013.0760_65kl_r100 %
0760_65kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ihr bevorzugter Lebensraum sind feuchte Wiesen, in denen sie im Sommer oft in Massen auftritt. Aller­dings ist die Art nicht auf nasse Lebensräume ange­wiesen - selbst in trockenen Magerrasen kommt sie vor - wenn auch nicht häufig und in großer Anzahl.

Die Zikade ernährt sich vorzugsweise von Sauergrä­sern wie Simsen und Binsen, deren typischer Lebens­raum ebenfalls eher feucht als trocken ist. Aber auch Süßgräser werden nicht verschmäht.

Trotz des fortgeschrittenen Jahres findet man in den Püttbergen immernoch genügend fotogene Krabbler. Heute begegnete mir, an einem fast vertrockneten Grashalm am Wegesrand sitzend, eine unserer häu­figsten einhei­mischen Zwergzikaden - die Binsen-Schmuckzikade.

Obwohl sie, wie bereits erwähnt, überhaupt nicht selten ist, übersieht man sie durch ihre grasgrüne Färbung und die geringe Größe meist.

Cicadella viridis
Gattungssuche Cicadella viridis - Binsen-Schmuckzikade
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Nr. 2013.0779_82kl_r100 %
0779_82kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D

Standorte wie die Püttberge, die als Binnendüne zu den wärmsten und trockensten Biotopen unserer Heimat zählen, dürften also in der Gunst der winzigen Zikade wohl eher weit hinten stehen und nur besiedelt werden, wenn wirklich nichts besseres verfügar ist.

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28.09.2013 - Herbstliche Farben...

Inzwischen dominieren auch in den Püttbergen herbstliche Farbtöne. Wenn dann noch, wie heute, die Son­nenstrahlen das herabgefallene Laub erwärmen, ist es für mich jedes Jahr an der Zeit, mich darin ein wenig intensiver umzuschauen. Meist gibt es da den einen oder anderen Krabbler zu entdecken, der sein Winter­quartier doch noch einmal verlassen hat, um die letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres zu genießen.

Evarcha falcata
Gattungssuche Evarcha falcata - Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.0290_94ckl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D

Evarcha falcata
Gattungssuche Evarcha falcata - Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.0269_74kl_r100 %
0269_74kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D
Evarcha falcata
Gattungssuche Evarcha falcata - Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.0193_98kl_r100 %
0193_98kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D

Evarcha falcata
Gattungssuche Evarcha falcata - Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.0240_45kl_r100 %
0240_45kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D

Und da das Glück ja bekanntlich mit dem Tüchtigen ist - und tüchtig war ich auf jeden Fall, so wie ich jedes Laubblatt am Wegrand fast einzeln untersuchte - bekam ich, mit zwei Evarcha falcata Weibchen, auch ein paar hübsche Motive vor die Linse. Zwar ist mir diese Art schon ein paar Mal vors Objektiv geraten, bei der großen Variationsbreite hinsichtlich Muster und Färbung macht das aber nichts, da quasi jedes Weibchen immer ein wenig anders aussieht.

Ein paar weitere Infos zur Art gibt's in den Berichten aus den Jahren 2010 und 2012.

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25.09.2013 - Zu schnell...

...für mich, war mein heutiger Fund, so daß leider nur ein Schnellschuß auf meinem Chip gelandet ist. Nach einem beherzten Sprung ins Laub konnte ich mein ca. 3 mm großes Fotomotiv nämlich nicht mehr aufspüren.

Das ist sehr schade, da ich Ballus chalybeius - so heißt die winzige Springspinne, die mir da entkom­men war - bisher nur sehr selten beobachten konnte. Ein Foto von einem Weibchen, wie diesem, ist mir bisher noch nie geglückt.

Eigentlich ist das aber auch kein Wunder, da sich die Tiere hauptsächlich in den Kronen von Laubbäumen aufhalten. Wenn also nicht zufällig mal ein Exemplar vom Baum gefallen ist, begegnet man der Art eher selten. Am ehesten noch im Herbst auf dem einen oder anderen Laubhaufen.

Das hat allerdings nichts mit ihrer Häufigkeit zu tun, denn die Spinne ist überall in Europa weit verbreitet.

Ballus chalybeius
Gattungssuche Ballus chalybeius - Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.0177kl_r100 %
0177kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8; 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ich hoffe, ich sehe sie oder wenigstens einen ihrer Artgenossen bald noch einmal wieder.

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01.09.2013 - Wieder ein Haken...
Sitticus pubescens
Gattungssuche Sitticus pubescens - Vierpunktspringspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.9647_52bkl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D

Sitticus pubescens
Gattungssuche Sitticus pubescens - Vierpunktspringspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.9660_67kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D

...mehr auf meiner Liste. Mit dem Weibchen einer Vierpunktspringspinne hüpfte mir heute endlich mal wieder eine "Otto-Normal-Springspinne" über den Weg, die mir bisher in meiner Springspinnen-Galerie noch fehlte. Zumindest, was das Weibchen betrifft - das Männchen konnte ich bereits im Som­mer letzten Jahres ablichten.

Als ich eigentlich nach ein paar Ameisenlöwen schaute, die ihre Fangtrichter unter die in der Luft stehenden Wurzeln einer Kiefer in den Sand gebaut hatten, entdeckte ich auf deren Rinde dieses kleinen Springinsfeld.

Sitticus pubescens
Gattungssuche Sitticus pubescens - Vierpunktspringspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.9680_83kl_r100 %
9680_83kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D

Interessanterweise war ein Weibchen eben dieser Art die erste Springspinne, die es auf ein Foto von mir geschafft hat und damit einer der Auslöser für meinen jetztigen Springspinnen-Fimmel :-)

Infos zur Art gibt's im Bericht vom vorigen Jahr.

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18.08.2013 - Unbekannter Räuber...

Auf einer relativ vegetationslosen Stelle einer Sand­trockenrasenfläche konnte ich heute eine Raubwanze der Gattung Coranus beobachten. Das ist insofern bemerkenswert, als daß man die Vertreter dieser Gattung normalerweise relativ selten zu Gesicht bekommt, weil sie sich oft im tiefen Vegetations­dickicht aufhalten.

In Europa sind momentan nur zehn Arten dieser Gattung nachgewiesen und in Deutschland kommen davon sogar nur lediglich vier vor. Man sollte meinen, daß diese Tatsache die Bestimmung einfach machen sollte - doch weit gefehlt.

Aufgrund der Variationsbreite im Aussehen der Arten traute sich nicht einmal Herr Dr. Deckert vom Berliner Naturkundemuseum, als Fachmann der hiesigen Wan­zenfauna, eine Bestimmung anhand meiner Fotos zu. Nur eine genitalmorphologische Untersuchung hätte hier absolute Sicherheit gebracht.

Einzig und allein der Fundort und daß bisher nur eine Coranus-Art in Brandenburg nachgewiesen wurde, legt die Vermutung nahe, daß es sich hier um Coranus subapterus handeln dürfte. Dabei sind Tiere dieser Art allerdings meistens kurzflügelig, was meinen Fund, der voll entwickelte Flügel besitzt, wohl zu einer Besonderheit machen dürfte.

Coranus cf. subapterus
Gattungssuche Coranus cf. subapterus - Raubwanze
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Nr. 2013.9394kl_r100 %
9394kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D
Coranus cf. subapterus
Gattungssuche Coranus cf. subapterus - Raubwanze
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Nr. 2013.9381_82kl_r100 %
9381_82kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6 (DFF); 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D

Wie alle Raubwanzen ernähren sich auch die Vertreter der Gattung Coranus von kleinen Insekten und Spinnentieren, die sie meist mit Hilfe ihrer kräftigen Vorderbeine erbeuten und sie dann mit ihrem langen Rüssel anstechen, mit Hilfe eines Giftes ihr Inneres verflüssigen und sie anschließend aussaugen.

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18.08.2013 - Eine der letzten...

Zusammen mit der Kleinen Raubfliege ist die V-Borsten-Raubfliege eine der letzten hier in den Püttbergen um diese Jahreszeit noch herumfliegenden Raubfliegen. Obwohl ich die Art schon vor meiner Linse hatte, konnte ich trotzdem nicht widerstehen...

Neoepitriptus setosulus
Gattungssuche Neoepitriptus setosulus
V-Borsten-Raubfliege ♂
Raubfliegenprojekt
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Nr. 2013.9266_69kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D
Neoepitriptus setosulus
Gattungssuche Neoepitriptus setosulus
V-Borsten-Raubfliege ♂
Raubfliegenprojekt
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Nr. 2013.9257_59kl_r100 %
9257_59kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D
Neoepitriptus setosulus
Gattungssuche Neoepitriptus setosulus
V-Borsten-Raubfliege ♂
Raubfliegenprojekt
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Nr. 2013.9246_49kl_r100 %
9246_49kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ein paar Infos zur Art gibt's hier.

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18.08.2013 - Glasflügler...

Nachdem mir am selben Sandhang so ziemlich auf den Tag genau vor 3 Jahren bereits das Männchen eines Spätsommer Wolfsmilch-Glasflüglers vor die Linse gekommen war, hatte ich heute nun das sehr große Glück das dazu passende Weibchen ablichten zu können. Und das ist nun wirklich keine Selbstverständ­lichkeit, zumal die Art für das Land Berlin eigentlich als ausgestorben gilt und auch auf der gesamt­deutschen Roten Liste als "Vom Aussterben bedroht" geführt wird.

Chamaesphecia leucopsiformis
Gattungssuche Chamaesphecia leucopsiformis
Spätsommer Wolfsmilch-Glasflügler ♀
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Nr. 2013.9364_69bkl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D
Chamaesphecia leucopsiformis
Gattungssuche Chamaesphecia leucopsiformis
Spätsommer Wolfsmilch-Glasflügler ♀
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Nr. 2013.9345_52bkl_r100 %
9345_52bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D

Mit bloßem Auge sieht dieser winzige Falter zwar überhaupt nicht wie ein Schmetterling aus, aber der Blick durchs Makroobjektiv belehrt einen hier, wie so oft, mal wieder eines Besseren. Erst in der Vergrößerung ent­deckte ich auch das seltsame Etwas an seinem Hinterteil, welches sich im Laufe unserer gemeinsamen Foto­session immer mal wieder rein- und rausbewegte. Vielleicht ja ein Parasit - oder einfach nur die Legeröhre?

Ein paar Infos zur Art gibt's im Bericht zu meiner Erstbegegnung mit diesem hübschen Insekt.

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16.08.2013 - Perlmutt...

Obwohl ich, aufgrund des weniger harten Lichtes, lieber in den Morgenstunden auf die Fotopirsch gehe, habe ich heute mal eine Ausnahme gemacht und das schöne Wetter am späten Nachmittag genutzt.

Issoria lathonia
Gattungssuche Issoria lathonia - Kleiner Perlmuttfalter
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Nr. 2013.9181kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3; 1/640s; ISO 400
Canon EOS 50D

Das Licht war zwar am Ende wirklich etwas grenz­wertig, aber insbesondere eine Freihandaufnahme des hier in den Püttbergen nicht so oft herumflie­genden Kleinen Perlmuttfalters ist meines Erach­tens dann doch herzeigenswert geworden.

Obwohl der Falter noch einer der häufigeren einhei­mischen Tagfalter ist, gehen leider auch seine Bestän­de deutschlandweit langsam zurück.

Das dürfte vor allem an unserer Intensiv-Landwirt­schaft liegen, die keinen Platz mehr für Unkrautfluren und Brachflächen bietet und damit auch nicht für die Futterpflanze des Schmetterlings.

Seine Raupen ernähren sich nämlich streng mono­phag von den Blättern des Acker-Stiefmütterchens.

Seinen Namen hat der Falter im Übrigen von seiner charakteristischen Flügelunterseite, die große, weiße Perlmuttflecken aufweisen. Leider ist mir der hübsche Flatterer aber entwischt, bevor ich davon ein Foto machen konnte. Naja, vielleicht das nächste Mal...

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04.08.2013 - Der nächste Zipfel...

Da sieht man sein Leben lang nicht einen einzigen Zipfelfalter und nun ist es schon der zweite inner­halb von ein paar Wochen. Nach dem in Deutschland immer seltener werdenden Ulmen-Zipfelfalter flog mir heute der hier noch etwas häufigere Blaue Eichen-Zipfelfalter über den Weg.

Favonius quercus
Gattungssuche Favonius quercus - Blauer Eichen-Zipfelfalter
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Nr. 2013.9037ekl_r100 %
9037ekl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/2.8; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D

Im Gegensatz zum erstgenannten war mein aktuel­les Motiv jedoch deutlich entspannter, was zum Teil an den etwas kühleren Temperaturen des heutigen Mor­gens gelegen haben dürfte.

Das bot mir die Gelegenheit viele verschiedene Perspektiven auszuprobieren, wobei ich mich neben der typischen Seitenansicht diesmal auch an ein paar Frontalen gewagt habe. Die nebenstehende ist dabei aufgrund ihrer Bildwirkung sogar zu meinem absoluten Lieblingsbild in diesem Jahr avanciert.

Irgendwann war der Kleine dann aber doch genü­gend aufgewärmt und flatterte davon. Doch nicht ohne mir vorher noch einen kurzen Blick auf seine Flü­gelinnenseiten zu gewähren. So weiß ich diesmal, daß es sich um ein Männchen gehandelt hat.

Wie alle seine zipfeligen Kollegen zählt auch der Blaue Eichen-Zipfelfalter zur Familie der Bläulinge. In Deutschland zählt er noch zu den recht häufig vorkommenden Arten und gilt momentan nicht als gefährdet.

Favonius quercus
Gattungssuche Favonius quercus - Blauer Eichen-Zipfelfalter
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Nr. 2013.8992_9000ckl_r100 %
8992_9000ckl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/3.5 (DFF); 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D


Favonius quercus
Gattungssuche Favonius quercus - Blauer Eichen-Zipfelfalter
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Nr. 2013.9084kl_r100 %
9084kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/4; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D
Favonius quercus
Gattungssuche Favonius quercus - Blauer Eichen-Zipfelfalter
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Nr. 2013.9010_14kl_r100 %
9010_14kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/14 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D

Die Raupen des Falters ernähren sich, wie der Name schon vermuten läßt, ausschließlich von Eichenarten. Genauer gesagt von deren Blüten, seltener auch von den Blättern. Als erwachsene Schmetterlinge saugen die Tiere vor allem an den Ausscheidungen von Blattläusen - allgemein als Honigtau bekannt. Manchmal kann man die Falter jedoch auch beim Besuch von Blumen beobachten.

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27.07.2013 - Lecker Brennessel...

Die Suche nach weiteren Raubfliegen führte mich heute in einen ruderalbeeinflußten Randbereich der Püttberge. Durch den hohen Nährstoffgehalt, der unter anderem von der Entsorgung von Gartenab­fällen herrührt, konnte sich hier untypischerweise für den ansonsten eher sandigen und sehr nährstoffar­men Boden ein Massen­vorkommen von Brennesseln etablieren.

Zwar ist diese Tatsache eher unschön für die ur­sprüngliche Vegetation des Habitats, jedoch für die hiesige Schmetterlingsfauna eine Bereicherung, da die Brennessel einer Vielzahl unserer heimischen Tagfalter bzw. deren Raupen als Futterpflanze dient.

Und so fand ich heute zwar keine Raubfliege, aber dafür eine wunderschöne Raupe eines Admirals, die sich gerade an einer der Brennesseln gütlich tat.

Im ersten Moment fiel mir jedoch die Artenzuordnung etwas schwer, da mir bisher nur viel dunklere Exem­plare untergekommen waren. In der Bestimmungs­hilfe des Lepiforums offenbarte sich mir dann aller­dings die große Variabilität dieser Raupe in Färbung und Muster.

Der Admiral ist bei uns in Mitteleuropa eigentlich nur ein Sommergast und fliegt jedes Jahr aufs neue aus wärmeren Regionen ein. Im Zuge der allgemeinen Klimaerwärmung schaffen es zwar manchmal einige Exemplare hier unbeschadet den Winter zu über­stehen, aber meistens werden sie schon von den ersten herbstlichen Nachtfrösten dahingerafft.

Meine Raupe wird also ihre Verwandlung zum Schmetterling sicherlich noch erleben, aber mit hoher Wahr­scheinlichkeit nicht mehr das nächste Jahr.

Vanessa atalanta
Gattungssuche Vanessa atalanta - Admiral
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Nr. 2013.8719kl_r100 %
8719kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/9; 1/40s; ISO 400
Canon EOS 50D
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26.07.2013 - Jungfer im Grünen...

Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich vor zwei Jahren eine Ameisenjungfer beobachten. Dabei ist es bislang auch geblieben - bis heute.

Diesmal handelte es sich allerdings nicht wieder um die Gefleckte Ameisenjungfer, sondern um die viel seltenere und kleinere Dünen-Ameisenjungfer.

In Deutschland steht diese Art auf der Roten Liste gefährdeter Tier­arten. Das ist unter anderem der Tatsache geschuldet, daß Dünengebiete, die, wie sein Name schon vermuten läßt, den bevorzugten Lebensraum meines heutigen Fotomotivs darstellen, hier eher selten vorkommen.

Genau wie die Larven meines letzten Fundes baut auch die Dünen-Ameisenjungfer als Ameisenlöwe Trichter in den lockeren Sandboden und wartet an deren Grund auf potentielle Beute, die hineinstürzt.

Manchmal kann man sogar beobachten, wie das Insekt die Beutetiere durch das Werfen von Sand­körnern daran hindert, wieder aus dem Trichter zu entkom­men.

Interessanterweise bauen aber nur etwa 10% aller weltweit vorkommenden Ameisenjungfern als Larven Sandtrichter für den Beutefang - in Mitteleuropa sogar nur drei Arten. Alle anderen lauern auf Bäu­men oder in der Krautschicht auf ihre Opfer oder stellen ihnen sogar aktiv nach.

Unsere drei einheinmischen trichterbauenden Arten im ausgewachsenen Stadium voneinander zu unter­scheiden, ist recht einfach. Bei ihren Larven sieht die Sache allerdings schon etwas anders aus, da sie sich alle sehr ähnlich sehen.

Trotzdem erkennt man zumindest den Ameisenlöwen der Dünen-Ameisenjungfer ziemlich schnell und zwar an der Standortwahl seines Trichters.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Arten, die ihre Fangtrichter meistens regengeschützt unter Wurzeln oder Steinüberhängen bauen, bevorzugt die Larve meines heutigen Fotomotives nämlich offene Sand­bereiche dafür.

Myrmeleon bore
Gattungssuche Myrmeleon bore - Dünen-Ameisenjungfer
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Nr. 2013.8663_66bkl_r100 %
8663_66bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D
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17.07.2013 - Mit Zipfel...

Heute ist mein langjähriger Wunsch in Erfüllung gegangen, endlich einmal einen Zipfelfalter beobachten zu können. Daß ich ihn auch gleich noch vor die Linse bekommen konnte, gab es als Bonus dazu.

Bei meinem Motiv handelte es sich mit dem Ulmen-Zipfelfalter obendrein um einen Zipfelfalter, den man sonst eher selten zu Gesicht bekommt, da er den größten Teil seines Lebens hoch oben in den Baum­kronen verbringt, wo er sich von Mehltau ernährt.

Seine Raupen fressen ausschließlich an den Blättern und Blüten­trieben der drei in Mitteleuropa heimi­schen Ulmenarten und sind damit von ihnen abhängig.

Satyrium w-album
Gattungssuche Satyrium w-album - Ulmen-Zipfelfalter
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Nr. 2013.8344_46kl_r100 %
8344_46kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D
Satyrium w-album
Gattungssuche Satyrium w-album - Ulmen-Zipfelfalter
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Nr. 2013.8380_83kl_r100 %
8380_83kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ein durch einen Pilz verursachtes allgemei­nes Ulmen­sterben läßt diese jedoch immer sel­tener werden und damit auch den auf sie angewiesenen Falter.

Seinen Verbreitungsschwerpunkt hat der kleine zu den Bläulingen gehörende Tagfalter im süddeut­schen Raum. In der norddeutschen Tiefebene, zu der Berlin und damit auch die Püttberge zählen, ist er sehr selten und nur lokal anzutreffen.

Es reicht allerdings schon eine einzelne Ulme aus, um einer Population dieses hübschen Falters das Überleben zu sichern. Trotzdem steht der Ulmen-Zipfelfalter in Deutschland auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Wie auch im Land Berlin, wird er dort momentan unter der Kategorie "gefährdet" geführt.

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15.07.2013 - Pracht...

Nach den vielen Raubfliegen der letzten Tage und Wochen, wollte mir Mutter-Natur wohl sagen, daß es nun reicht und stieß mich heute morgen nicht nur sprichwörtlich "mit der Nase" auf mein näch­stes etwas anderes Fotomotiv, indem es mir dieses auf dem Weg zum Bäcker, welcher mich wie immer durch die Püttberge führte, direkt in mein Gesicht fliegen ließ. (Schatelsatzende)

Ich wußte natürlich sofort, daß es sich bei dem Kamikaze-Piloten um etwas nicht alltägliches handelt und setzte ihn nach seinem "Absturz" erst einmal so vorsichtig wie möglich auf ein Stück alte Kiefernrinde, von der es hier am Wegesrand nicht mangelt.

Meine Führsorge wurde belohnt und der unvorsich­tige Flieger ließ mich eine vorfrühstückliche Foto­session mit ihm veranstalten, ehe er sich mit dem selben lauten Brummen wieder vom Acker machte, mit dem er auf mich herabgestürzt war.

Nun aber genug der Spannung - bei meinem unver­hofften Foto-Modell handelte es sich um einen Neun­fleck-Prachtkäfer. Die Art ist in Deutschland sehr selten und wird deshalb auf der Roten Liste gefähr­deter Arten als "stark gefährdet" geführt.

Buprestis novemmaculata
Gattungssuche Buprestis novemmaculata - Neunfleck-Prachtkäfer
X
Nr. 2013.8319_21kl_r100 %
8319_21kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D

Der Hauptgrund dafür ist der Mangel an Totholz in unseren heutigen Wirtschafts-Wäldern. Die Käfer sind darauf angewiesen, da sie darin ihr zwei- bis vierjähriges Larvenstadium verbringen und sich in dieser Zeit davon ernähren. In einem Naturschutzgebiet wie den Püttbergen werden die abgestorbenen Bäume jedoch nicht aus dem Wald entfernt und so kann man hier noch viele totholzbewohnende Insektenarten antreffen, die andernorts schon lange ver­schwunden sind. Ein weiteres Beispiel dafür sind auch die Mordfliegen.

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14.07.2013 - Weiber...

Immer noch auf der Suche nach dem weiblichen Gegenstück zu meinem Strauchdieb, den ich vor etwa zwei Wochen direkt im Gebüsch vor unserer Tür gefunden habe, spürte ich stattdessen genau an dieser Stelle heute morgen ein Männchen einer Garten-Raubfliege auf.

Neomochtherus geniculatus
Gattungssuche Neomochtherus geniculatus
Garten-Raubfliege ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.8188_92kl_r100 %
8188_92kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D
Neomochtherus geniculatus
Gattungssuche Neomochtherus geniculatus
Garten-Raubfliege ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.8160_62kl_r100 %
8160_62kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D
Neomochtherus geniculatus
Gattungssuche Neomochtherus geniculatus
Garten-Raubfliege ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.8219_24kl_r100 %
8219_24kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D

Über diesen Fund war ich aber auch sehr glücklich, da mir die Art noch völlig in meinem Raubfliegen-Projekt fehlte. Obwohl es sich bei ihr eigentlich um eine eher häufigere Vertreterin ihrer Familie handelt, habe ich sie bisher noch nie irgendwo gesehen. Man findet die Fliege oft in sonnigen Mischwäldern oder Parkanlagen, wo sie, genau wie ihre Schwesternart, in der niedrigen Vegetation auf Beute lauert.

Am Nachmittag hatte ich dann aber doch noch Glück und bekam endlich das weibliche Gegenstück zu meinem Gemeinen Strauchdieb - Mann vor die Linse. Zu meiner Überraschung entdeckte ich mein Wunschmotiv einfach so während eines Spaziergangs mit der Familie direkt vor mir am Wegesrand sitzen.

Neoitamus cyanurus
Gattungssuche Neoitamus cyanurus - Gemeiner Strauchdieb ♀Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.8260_66kl_r100 %
8260_66kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/9 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D
Neoitamus cyanurus
Gattungssuche Neoitamus cyanurus - Gemeiner Strauchdieb ♀Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.8252_59kl_r100 %
8252_59kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/9 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D

Hätte ich das vorher gewußt, wäre mir die fast tägliche Suche danach erspart geblieben. Aber so ist das ja meistens, wenn man etwas bestimmtes sucht. Wieso heißt es da eigentlich "Wer sucht, der findet." ...

Infos zur Art gibt es im Bericht zum Männchen.

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09.07.2013 - Suche beendet...

Auch wenn unser Trip in die Oberlausitz meinem Raubfliegen-Projekt schon reichlich Zuwachs beschert hat, war ich immer noch nicht gesättigt und nutzte meinen heutigen Spaziergang, um mich auf einer der größeren Trockenwiesen der Püttberge etwas genauer nach den fliegenden Räubern umzuschauen.

Und weil ich ja noch nicht genug Fotos zu bearbeiten und Text zu schreiben habe, hatte ich natürlich Glück...

Machimus rusticus
Gattungssuche Machimus rusticus
Schlichte Raubfliege ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7600_01kl_r100 %
7600_01kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D
Machimus rusticus
Gattungssuche Machimus rusticus
Schlichte Raubfliege ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7711_16kl_r100 %
7711_16kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D
Machimus rusticus
Gattungssuche Machimus rusticus
Schlichte Raubfliege ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7671_80kl_r100 %
7671_80kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D

Vor zwei Jahren konnte ich hier bereits ein Weibchen der Schlichten Raubfliege ablichten und hielt seit dem erfolglos nach ihrem männlichen Gegenstück Ausschau. Heute flog es mir einfach so vor die Füße bzw. Linse.

Machimus rusticus
Gattungssuche Machimus rusticus
Schlichte Raubfliege ♀
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7724_26kl_r100 %
7724_26kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D
Machimus rusticus
Gattungssuche Machimus rusticus
Schlichte Raubfliege ♀
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7651_55kl_r100 %
7651_55kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D
Machimus rusticus
Gattungssuche Machimus rusticus
Schlichte Raubfliege ♀
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7617_22_30kl_r100 %
7617_22_30kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D

Zufrieden war ich allerdings immer noch nicht und so kam ich bei meiner weiteren Wiesenbesichtigung nicht umhin, auch das dazugehörige Weibchen ein Weiteres mal für mein Projekt abzulichten :-)

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28.06.2013 - Strauchdieb...

Nachdem ich die letzten Wochen meine inzwischen schon wieder mal zur Sucht ausgearteten Suche nach Raubfliegen ausschließlich auf die Sandflächen und Trockenwiesen der Püttberge beschränkt hatte, beschloß ich mich heute auf den sonnigen Waldlichtungen und an den mit Eichen- und Robiniengebüsch bewachsenen Wegrändern umzusehen.

Mehrere Arten bevorzugen derartige Habitate. Meine Suche galt aber insbesondere einer Raubfliegengat­tung mit dem schönen Namen Strauchdieb, von der ich bereits durch einen Fund von vor zwei Jahren wußte, daß es zumindest eine der drei in Deutschland vorkommenden Arten hier in den Püttbergen geben mußte, auch wenn ich diese damals anhand meines Fotos nicht genau bestimmen konnte.

Neoitamus cyanurus
Gattungssuche Neoitamus cyanurus
Gemeiner Strauchdieb ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7144_49bkl_r100 %
7144_49bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D
Neoitamus cyanurus
Gattungssuche Neoitamus cyanurus
Gemeiner Strauchdieb ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7127_29kl_r100 %
7127_29kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D
Neoitamus cyanurus
Gattungssuche Neoitamus cyanurus
Gemeiner Strauchdieb ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7182_86kl_r100 %
7182_86kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D

Heute sollte das allerdings anders sein, denn das Glück war mir hold und ich entdeckte tatsächlich das Objekt meiner Begierde. Und weil es sich bei meinem Fund diesmal um ein Männchen handelte, war die Bestimmung auch relativ einfach. Nun kann ich mit Sicherheit behaupten, daß zumindest der Gemeine Strauchdieb ein vollwertiges Mitglied der hiesigen Raubfliegen-Fauna darstellt.

Mal sehen, ob er der einzige seiner Gattung bleibt...

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24.06.2013 - Mördern auf der Spur...

Die letzten Tage konnte ich an den vielen besonnten Kiefernstämmen der Püttberge wiederholt Mordfliegen bei der Jagd auf Insekten beobachten. Diese Vertreter der Raubfliegen suchen immer wieder den selben, meist hölzernen, Ansitz auf und stürzen sich von dort auf ihre vorbeifliegende Beute.

Bisher war es mir jedoch noch nie gelungen eine von ihnen vor die Linse zu bekommen und damit wußte ich auch bis heute nicht, um welche Art(en) es sich hier überhaupt handelt. Die für die Bestimmung notwendigen Merkmale dieser Gattung kann man nämlich nur erkennen, wenn man sich die Tiere aus der Nähe betrachtet.

Choerades marginata
Gattungssuche Choerades marginata
Gemeine Mordfliege ♀
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7003_07kl_r100 %
7003_07kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D
Choerades femorata
Gattungssuche Choerades femorata
Kleine Mordfliege ♀
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7063_66bkl_r100 %
7063_66bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D
Choerades marginata
Gattungssuche Choerades marginata
Gemeine Mordfliege ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7041_43kl_r100 %
7041_43kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D

Heute war mir das Glück endlich einmal hold und ich konnte gleich drei von ihnen vor meine Kamera bekom­men. Am Ende mußte ich feststellen, daß es sich, mit der Gemeinen Mordfliege und der Kleinen Mordfliege, gleich um zwei Arten handelt, die hier vor meiner Haustüre ihr gemeinsames Jagdrevier besitzen.

Choerades marginata
Gattungssuche Choerades marginata
Gemeine Mordfliege ♀
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.6994_96bkl_r100 %
6994_96bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D
Choerades femorata
Gattungssuche Choerades femorata
Kleine Mordfliege ♀
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7072_76kl_r100 %
7072_76kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D
Choerades marginata
Gattungssuche Choerades marginata
Gemeine Mordfliege ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7017_20kl_r100 %
7017_20kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D

Das Mordfliegen in den Püttbergen vorkommen, ist eigentlich keine große Überraschung, da hier, wie in jedem Naturschutzgebiet, der Wald nicht von Totholz befreit wird, von dem alle Arten der Gattung Choerades abhängig sind. Die Larven dieser Fliegen leben nämlich im morschen Holz und ernähren sich dort räuberisch von Insekten-Larven.

Beide Arten scheinen in Deutschland in geeigneten Habitaten mit hohem Totholzanteil nicht gerade selten zu sein. Genaue Angaben diesbezüglich gibt es aber nicht, da die Datenlage dazu, vorallem bei der Kleinen Mordfliege, völlig unzureichend ist.

Hier jedenfalls flogen heute eine ganze Menge Mord­fliegen herum.

Und weil es Fortuna heute besonders gut mit mir meinte, "flog" mir als Bonus, am Rande der nahegele­genen Trockenwiese, das fehlende Männchen zu meiner Berserkerfliege von vor einer Woche vor die Linse.

Es saß nur wenige Meter von der Stelle entfernt, an der ich vor ein paar Tagen seine bessere Hälfte angetroffen hatte.

Echthistus rufinervis
Gattungssuche Echthistus rufinervis - Berserkerfliege ♂Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.7106_09kl_r100 %
7106_09kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ich glaube, heute habe ich mehr Fotos von Raubfliegen gemacht, als im gesamten vorigen Jahr...

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18.06.2013 - Die Berserker sind da...

Nachdem ich im letzten Jahr, bedingt durch unseren Familienzuwachs, nicht so viel Zeit hatte, mich der mannigfaltigen Raubfliegenfauna der Püttberge zu widmen, möchte ich mich in diesem Jahr wieder ein wenig mehr um die fotogenen Räuber kümmern.

Zum Beispiel hatte ich mir schon vor zwei Jahren vorgenommen, die in Deutschland äußerst seltene Berserkerfliege, welche hier in den Püttbergen einen geeigneten Lebensraum gefunden hat, noch­mal etwas detailreicher in beiden Geschlechtern für mein Raubfliegen-Projekt abzulichten.

Ich hatte diese Raubfliege zwar schon 2011 vor der Linse, war aber nie so ganz zufrieden mit meinen Fotos von damals.

Echthistus rufinervis
Gattungssuche Echthistus rufinervis - Berserkerfliege ♀Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.6869kl_r100 %
6869kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D
Echthistus rufinervis
Gattungssuche Echthistus rufinervis - Berserkerfliege ♀Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.6900_04kl_r100 %
6900_04kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D

Echthistus rufinervis
Gattungssuche Echthistus rufinervis - Berserkerfliege ♀Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2013.6865kl_r100 %
6865kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D

Mit bis zu 2,5 cm Körperlänge ist die Berserkerfliege im Übrigen eine der größten einheimischen Raubfliegen. Weitere Infos zur Art gibt's in meinem Bericht von 2011.

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16.06.2013 - Zebra-Aufarbeitung...

...seit Herbst letzten Jahres widme ich mich nun schon der Komplettierung meiner Springspinnen-Galerie hinsichtlich der "Allerweltsarten". Ganz oben auf meiner Liste stehen da die 3 mitteleuropäischen Salticus-Arten, die alle im Allgemeinen als "Zebra-Springspinnen" bezeichnet werden, obwohl nur eine davon diesen Namen im Deutschen wirklich trägt.

Salticus zebraneus
Gattungssuche Salticus zebraneus - Springspinne ♀Springspinnengalerie
X
Nr. 2013.6679_86kl_r100 %
6679_86kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D

Salticus zebraneus
Gattungssuche Salticus zebraneus - Springspinne ♀Springspinnengalerie
X
Nr. 2013.6757_71kl_r100 %
6757_71kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D

Mein heutiges Motiv ist dies allerdings nicht, obwohl sein wissenschaftlicher Name Salticus zebraneus darauf hindeutet.

Die Art ist mit maximal 4,5 mm die kleinste der bei uns beheimateten Vertreter dieser Gattung.

Sie ist in Deutschland weitverbreitet und bevorzugt vorwiegend Baumrinde als ihren Lebensraum. Man kann sie aber auch auf Holzlagerplätzen und selbst an Hauswänden beobachten. Dieses Exemplar stammt zum Beispiel von unserem Balkon-Geländer.

Salticus zebraneus
Gattungssuche Salticus zebraneus - Springspinne ♀Springspinnengalerie
X
Nr. 2013.6805_17kl_r100 %
6805_17kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ich hoffe nur, daß die restlichen Vertreter dieser Gattung möglichst bald ihren Weg auch noch in die Galerie finden. Bisher habe ich nämlich das Fotografieren der "Zebras" immer vor mir hergeschoben, da mir diese Arten ständig über den Weg laufen und deshalb meist anderes wichtiger war. Da nun aber ein Anfang gemacht ist, bin ich guter Hoffnung...

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15.06.2013 - Eichel mit Loch...

Wenn man im Herbst eine Eichel mit einem Loch darin findet, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, daß mein heutiges Fotomotiv der Verursacher ist. Die Rede ist vom Eichelbohrer, einem 4-7 mm großen Käfer.

Curculio glandium
Gattungssuche Curculio glandium - Eichelbohrer
X
Nr. 2013.6624_29kl_r100 %
6624_29kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D

Wie man unschwer erkennen kann, gehört er zur großen Familie der Rüsselkäfer, deren Namen er mit seinem Rüssel auch wirklich alle Ehre macht.

Zusammen mit dem Haselnußbohrer hält er hinsicht­lich der Rüssellänge den mitteleuropä­ischen Rekord in dieser Familie. Die Verlängerung seiner Mundpar­tie übertrifft nämlich seine eigene Körperlänge.

Der Eichelbohrer kommt in ganz Europa, sowie Teilen von Afrika und Asien vor, wobei seine Häufigkeit je nördlicher man kommt, immer weiter abnimmt. Bei uns trifft man ihn deshalb vor allem im Süden an.

Süden hin oder her, hier in den Püttbergen ist er auf jeden Fall momentan an jeder Eiche in großer Anzahl anzutreffen.

Aber nun nochmal zu den Löchern in den Eicheln. Die Weibchen der Käfer fressen diese in die noch unreifen Früchte und legen darin ein oder zwei Eier ab. Die daraus schlüpfenden Larven ernähren sich anschließend von der Eichel, bis sie sich später im Erdboden verpuppen.

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09.06.2013 - Flinke Wölfe...

Während der letzten Tage konnte ich verstärkt kleine Wolfspinnen beobachten, die sich in einem Affentempo durch die mehr oder weniger offenen Bereiche der Binnendüne bewegten.

Xerolycosa miniata
Gattungssuche Xerolycosa miniata - Wolfspinne ♂
X
Nr. 2013.6100kl_r100 %
6100kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ganz zufrieden war ich am Ende zwar nicht, aber zum herzeigen reicht es - und zwar sogar im Bezug auf beide Geschlechter.

Xerolycosa miniata
Gattungssuche Xerolycosa miniata - Wolfspinne ♀
X
Nr. 2013.6103kl_r100 %
6103kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D

Das Verbreitungsgebiet dieser Spinne ist sehr groß. Es erstreckt sich auf die nordwestliche Paläarktis von Irland bis China. In Europa fehlt sie lediglich im südlichen Italien und im Süden Griechenlands.

Xerolycosa miniata ist wie die meisten Wolfspinnen ein Bodenbewohner, der seiner Beute ohne Netz, freijagend nachstellt. Daß die Art nachtaktiv ist, wie in einigen Quellen zu lesen, kann ich allerdings nicht bestätigen. Hier laufen Dutzende der Tiere am heller­lichten Tage herum.

Bisher war es mir jedoch nicht gelungen auch nur eine davon auf meinem Chip zu bannen. Darum beschloß ich meine heutige Fotofreizeit ausschließlich diesen flinken Spinnen zu widmen.

Das war auch gut so, denn um wenigstens ein paar ansehnliche Fotos zu erhaschen, ließen mich die flinken Jäger zwei Stunden lang kreuz und quer durch die Düne laufen - bis ich kaputt war.

Xerolycosa miniata
Gattungssuche Xerolycosa miniata - Wolfspinne ♂
X
Nr. 2013.6118_21bkl_r100 %
6118_21bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D

Zu Hause konnte ich die Tiere dann als Xerolycosa miniata identifizieren. Die Art bevorzugt offene, trockene und sandige Lebensräume und ist damit hier in den Püttbergen bestens aufgehoben. Die hiesige Individuen­dichte erstaunt mich trotzdem.

Xerolycosa miniata
Gattungssuche Xerolycosa miniata - Wolfspinne ♀
X
Nr. 2013.6131ckl_r100 %
6131ckl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D

Mit weltweit nur vier Arten stellt die Gattung Xerolycosa übrigens eine der kleinsten innerhalb der Familie der Wolfspinnen dar. In Europa kommt mit Xerolycosa nemoralis sogar nur eine weitere Art vor.

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08.06.2013 - Winzig klein...

...ist sie und deshalb nur mit viel Glück zu entdecken. Dieses war mir heute hold, als ich in den Randberei­chen der offenen Sandflächen der Püttberge nach Spinnen Ausschau hielt. So konnte ich zum ersten Mal in meinem Fotografenleben eine der kleinsten Springspinnen Deutschlands ablichten.

Talavera aequipes
Gattungssuche Talavera aequipes - Springspinne ♀Springspinnengalerie
X
Nr. 2013.6018_28bkl_r100 %
6018_28bkl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/6.3 (DFF); 1/3s; ISO 640
Canon EOS 50D

Talavera aequipes
Gattungssuche Talavera aequipes - Springspinne ♀Springspinnengalerie
X
Nr. 2013.6001_04kl_r100 %
6001_04kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/6.3 (DFF); 1/3s; ISO 640
Canon EOS 50D

Die Rede ist von Talavera aequipes, die mit ihren zwei Milli­metern Körpergröße im Gegensatz zu vielen Springspinnen, die ich bisher vor meiner Linse hatte, wirklich winzig ist.

Von oben hätte man sie mit ihrer grauen Färbung und dieser Größe auch sehr leicht für ein Sandkorn halten können.

Im Detail betrachtet, sieht sie jedoch wirklich farben­froh aus, wie ich finde. Mein Objektiv ist allerdings bei ihr, was den Abbildungsmaßstab betrifft, an sei­ne Grenzen gestoßen - viel kleiner darf es nun wirklich nicht mehr werden.


Talavera aequipes
Gattungssuche Talavera aequipes - Springspinne ♀Springspinnengalerie
X
Nr. 2013.6046_50kl_r100 %
6046_50kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/6.3 (DFF); 1/1s; ISO 640
Canon EOS 50D

Talavera aequipes bevorzugt sehr warme und trockene Lebensräume, wie zum Beispiel sandige Heiden und Trockenrasen. Sie ist bei uns weit verbreitet und in geeigneten Lebensräumen recht häufig, wegen der äußerst geringen Körpergröße wird sie allerdings meist übersehen.

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05.06.2013 - Was für Farben...

...da ist mir doch heute tatsächlich ein Insekt vor die Linse gekommen, welches ich auf den ersten Blick überhaupt nicht zuordnen konnte - naja, außer daß es sich um eine Fliege handelt.

Aufgrund ihrer tollen orangenen Beinfärbung war sie natürlich ein Top-Fotomotiv und der grüne Hintergrund tat dabei sein Übriges. Erst nachdem mir im Forum bei www.diptera.info jemand den Gattungsnamen nannte, konnte ich nach einigen Recherchen herausfinden, daß es sich hierbei um ein Chalcosyrphus valgus Weibchen handelt.

Chalcosyrphus valgus
Gattungssuche Chalcosyrphus valgus - Schwebfliege ♀
X
Nr. 2013.5725kl_r100 %
5725kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/9; 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D
Chalcosyrphus valgus
Gattungssuche Chalcosyrphus valgus - Schwebfliege ♀
X
Nr. 2013.5721kl_r100 %
5721kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/9; 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D

Diese Art gehört zu den Schwebfliegen, worauf ich bei diesem Aussehen nie im Leben von allein gekommen wäre. Wenn ich mir jedoch jetzt die Fotos so ansehe, kommt eigentlich nichts anderes in Frage.

Leider konnte ich bisher keinerlei Infos zur Verbreitung und Lebensweise dieser Fliege auftreiben. Lediglich, daß sie in Deutschland auf der Roten Liste steht und dort als gefährdet geführt wird, konnte ich herausfinden.

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03.06.2013 - Mal wieder ne Zikade...

Obwohl ich mir im letzten Jahr extra Zikaden-Literatur zugelegt hatte, war meine Suche nach den meist win­zigen Hüpfern seitdem eher halbherzig. Heute nun ist mir mal wieder einer zufällig vor die Linse gehüpft.

Bei meinem heutigen Fund handelt es sich um eine circa 4 mm große Maskenzikade aus der Gattung Oncopsis. In Deutschland leben davon 7 Arten, die alle farblich äußerst variabel sind.

Oncopsis sp.
Gattungssuche Oncopsis sp. - Maskenzikade
X
Nr. 2013.5380_83dkl_r100 %
5380_83dkl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D
Oncopsis sp.
Gattungssuche Oncopsis sp. - Maskenzikade
X
Nr. 2013.5374_79kl_r100 %
5374_79kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D

Anhand eines Fotos sind die einzelnen Arten nicht auseinander zu halten. Eine genaue Bestim­mung ist nur über ihre Genitalien möglich.

Aus diesem Grund kann mein heutiges Motiv auch leider keinen genauen Namen bekommen, zumal ich das Tier noch nicht einmal an einer der möglichen Futterpflanzen (Birke, Hainbuche, Hasel, Erle) gefunden habe, die eine Unterscheidung eventuell noch möglich gemacht hätten, sondern an einem Grashalm unter einer Kiefer, an den sie bestimmt der Dauerregen der letzten Tage verfrachtet hat. Puh, was für ein Satz!

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25.05.2013 - Ein seltsames Wesen...

...ist mir heute in Form einer Kamelhalsfliege begeg­net. Irgendwie sehen diese Insekten für mich immer aus wie nicht von dieser Welt. Es handelt sich dabei aber keineswegs um außerirdische Wesen, sondern vielmehr um lebende Fossilien.

Die Raphidiopteren, wie diese Tiere wissenschaft­lich genannt werden, zählen nämlich zu den arten­ärmsten Insektenordnungen auf diesem Planeten. Lediglich ca. 225 Arten sind bisher bekannt, deren Vorkommen sich allesamt auf einige wenige Teile der Nordhemisphäre beschränken.

Vor mehreren Millionen Jahren muß das allerdings einmal anders gewesen sein, wie zahlreiche Fossi­lienfunde beweisen. Damals gab es weit mehr Arten, die außerdem auch in den Tropen lebten.

Man geht davon aus, daß der Einschlag eines Asteroiden die Raphidiopteren an den Rand des Aussterbens gebracht haben, ähnlich wie bei den Dinosauriern.

In Mitteleuropa leben nur 16 Arten. Die meisten von ihnen bevorzugen wärmebegünstige Lebensräume. Man findet sie von der Krautschicht bis in die hö­heren Regionen der Bäume, die sie meist kriechend erklimmen, denn obwohl sie Flügel besitzen, sind sie keine guten Flieger. Wenn überhaupt überwinden sie größere Distanzen höchstens mal durch einen Windstoß.

Die tagaktiven Tiere ernähren sich räuberisch von verschiedenen Insekten, darunter vor allem Blatt­läuse, die sie mit ihren Mundwerkzeugen erbeuten.

Im Larvenstadium leben viele der Arten im Boden bzw. im Wurzelgeflecht von Sträuchern. Wie das ausgewachsene Insekt erbeutet auch die Larve verschie­denste weichhäutige Arthropoden. Die Ent­wicklung zum Imago dauert meist mehrere Jahre.

Fast alle mitteleuropäischen Kamelhalsfliegen sind in den Monaten Mai bis Juni zu beobachten.

Phaeostigma notata
Gattungssuche Phaeostigma notata - Kamelhalsfliege ♀
X
Nr. 2013.5054kl_r100 %
5054kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/7.1; 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D

Leider ist mein Motiv noch unbestimmt, da ich bislang niemanden finden konnte, der diese nicht ganz triviale Aufgabe durchführen wollte bzw. konnte und ich dazu nicht in der Lage bin. Falls sich das ändert, werde ich die Informationen natürlich ergänzen. Vielleicht kann mir ja aber auch ein Leser weiterhelfen?

Ergänzung vom 14.06.2013

Inzwischen hat mein Fund dann tatsächlich noch einen richtigen Namen bekommen. Es handelt sich um ein Weibchen der Art Phaeostigma notata, einer der häufigsten bei uns heimischen Kamelhalsfliegen. Vielen Dank für die Bestim­mung an Dr. Christoph Saure.

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21.05.2013 - Saison eröffnet...

Endlich sind sie wieder da! Heute habe ich meine erste Raubfliege in den Püttbergen gesichtet. Natürlich mußte ich sofort ein paar Bilder von ihr machen - in der Hoffnung, endlich mal wieder eine neue Art für mein Raubfliegen-Projekt fotografisch festzuhalten.

Leider entpuppte sich mein Motiv am Ende "nur" wieder als eine Gemeine Habichtsfliege.

Dioctria hyalipennis
Gattungssuche Dioctria hyalipennis - Gemeine Habichtsfliege
X
Nr. 2013.4021_26kl_r100 %
4021_26kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D
Dioctria hyalipennis
Gattungssuche Dioctria hyalipennis - Gemeine Habichtsfliege
X
Nr. 2013.4035_38kl_r100 %
4035_38kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D

Danke an Danny Wolff für die Bestätigung meines Verdachts. Infos zur Art gibt's hier.

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10.05.2013 - Taranteln in Berlin...

Wenn von Taranteln die Rede ist, sind meistens die handtellergroßen Vogelspinnen der Tropen gemeint. Diese Bezeichnung ist allerdings irreführend, denn eigentlich zielt die Bezeichnung "Taranteln" eher auf einige größere Arten aus der Familie der Wolfspinnen, die früher den Gattungsnamen Tarentula trugen.

Alopecosa trabalis
Gattungssuche Alopecosa trabalis - Tarantel ♂
X
Nr. 2013.2570_73kl_r100 %
2570_73kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D
Alopecosa trabalis
Gattungssuche Alopecosa trabalis - Tarantel ♂ juv.
X
Nr. 2013.1376_80kl_r100 %
1376_80kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D

Inzwischen ist dieser Name allerdings nicht mehr in Gebrauch und die Arten wurden den Gattungen Lycosa, Hogna und Alopecosa zugewiesen.

Letztere ist in Europa mit circa 30 Arten vertreten und zwei davon sind mir im Anfang Mai auch in den Püttbergen über den Weg gelaufen.

Sowohl Alopecosa trabalis als auch Alopecosa cuneata sind typische Bewohner warmer, trockener Waldränder und Wiesen. Beide sind bei uns weit verbreitet und überall häufig anzutreffen.

Zusammen mit zwei weiteren Arten gehören sie zur sogenannten Pulverulenta-Gruppe, deren Vertreter alle eine ähnliche Zeichnung ihres Körpers aufwei­sen und daher nur schwer anhand ihres Habitus voneinander zu unterscheiden sind.

Alopecosa cuneata
Gattungssuche Alopecosa cuneata - Tarantel ♂
X
Nr. 2013.2618_24kl_r100 %
2618_24kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3 (DFF); 1/30s; ISO 1000
Canon EOS 50D

Die Männchen von Alopecosa cuneata machen dabei allerdings eine Ausnahme, denn diese erkennt man sehr leicht, und meist schon von weitem, anhand ihrer schwarzen, auffällig verdickten Vorderbeine.

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05.05.2013 - Stacheliger Sechsbeiner...

Da ist mir doch heute wirklich ein äußerst seltsames winziges Wesen über den Weg gekrabbelt. Auf den ersten Blick sah es wie eine Kreuzung zwischen Igel und Käfer aus. Und so paßt dann auch der deutsche Name wie die Faust aufs Auge. Mein heutiger Fund heißt nämlich Igelkäfer.

Mit nur 4 mm Körpergröße muß man allerdings schon sehr nahe mit den Augen herangehen, um seine hübsche Bestachelung überhaupt wahrzunehmen.

Ich fand den kleinen Kerl eher durch Zufall, als ich im frisch austreibenden Gras die winzigen Larven der vielen Grashüpfer-Arten beobachtete, die hier mo­mentan allerorts herumhüpfen.

Süßgräser sind auch die Pflanzen, von denen sich sowohl der Käfer als auch dessen Larve ernähren. Und er scheint auch nie genug davon zu bekommen.

Nur mit Mühe war ich überhaupt in der Lage ein wackelfreies Bild von ihm zu machen, da der Kleine ständig am Fressen war und dabei immer seinen Kopf hin- und herbewegte. Er hielt wirklich nicht einen Moment still!

Der Schwarze Stachelkäfer, wie die Art auch genannt wird, gehört zur Familie der Blattkäfer. Er ist überall in Mitteleuropa anzutreffen und vielerorts sehr häu­fig. Seine Häufigkeit nimmt allerdings nach Norden hin ab.

Er bevorzugt grasreiche und trockene Standorte als Lebensraum. Die Püttberge sind also sein Eldorado.

Der Igelkäfer ist der einzige Vertreter seiner Gattung in Mitteleuropa. Sein nächster Verwandter ist im Mittelmeerraum beheimatet.

Hispa atra
Gattungssuche Hispa atra - Igelkäfer
X
Nr. 2013.2551bkl_r100 %
2551bkl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8; 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D

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04.05.2013 - Sehr geduldig...
Lacerta agilis
Gattungssuche Lacerta agilis - Zauneidechse
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Nr. 2013.2393kl_r100 %
2393kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6; 1/200s; ISO 800
Canon EOS 50D

..war mein heutiges Model, welches mir durch Zufall bei der Suche nach weiteren Kandidaten für mein Springspinnen-Projekt vor die Linse kam.

Aufgrund des momentan bewölkten Himmels war mein wechselwarmes Fotomotiv wohl noch etwas unterkühlt und dadurch ziemlich träge und umgäng­lich. Natürlich mußte ich das ausnutzen!

Für ein paar Freihand-Nahaufnahmen hat die Geduld meines Models dann auch gereicht, bevor es sich schlußendlich doch aus dem Staub machte. Achso, die Rede ist im Übrigen von einer Zauneidechse.

Im Nachhinein war ich bei den entstandenen Bildern sogar froh, heute mal keine Springspinne vor die Linse bekommen zu haben :-)

Infos zur Art gibt es im Bericht von 2010, als ich sie das erste Mal in den Püttbergen beobachten konnte.

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04.05.2013 - Und wieder eine mehr...

Pellenes nigrociliatus
Gattungssuche Pellenes nigrociliatus - Springspinne ♂Springspinnengalerie
X
Nr. 2013.2158_63kl_r100 %
2158_63kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D

Pellenes nigrociliatus
Gattungssuche Pellenes nigrociliatus - Springspinne ♂Springspinnengalerie
X
Nr. 2013.2150_56kl_r100 %
2150_56kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D

...für mein Springspinnen-Projekt.

Diesmal ist mir ein ausgewachsenes Männ­chen von Pellenes nigrociliatus vor die Linse gera­ten und noch dazu ein ausgesprochen hübsches. Damit habe ich nun endlich das passende Gegenstück zum Weibchen vom letzten Herbst gefunden.

Diese in Deutschland ausgesprochen seltene Art kommt in den Püttbergen noch recht häufig vor und so brauchte ich auch nicht lange nach ihr suchen. Bisher waren es allerdings immer Weibchen oder Jungtiere, die mir vor die Füße sprangen.

Umso größer war natürlich meine Freude ...

Pellenes nigrociliatus
Gattungssuche Pellenes nigrociliatus - Springspinne ♂Springspinnengalerie
X
Nr. 2013.2171_77kl_r100 %
2171_77kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D

Weitere Infos zur Art gibt es hier und hier.

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03.05.2013 - Adonis in der Abendsonne...
Pyrrhosoma nymphula
Gattungssuche Pyrrhosoma nymphula - Frühe Adonisjungfer
X
Nr. 2013.2080kl_r100 %
2080kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D

Zwar war das Licht noch etwas zu hart, aber diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen. Auf einem Zweig am Wegrand unseres "Wir schaffen Mama ins Fitness-Studio"-Rückweges wärmte sich eine Frühe Adonisjungfer in den letzten Sonnen­strahlen des Tages.

Bei dieser Art handelt es sich um eine von lediglich zwei rot gefärbten Kleinlibellen Mitteleuropas. Sie fliegt von April bis August und ist damit in unseren Breiten eine der zeitigsten Libellen im Jahr.

Die Art bevorzugt langsam fließende Bäche sowie klei­nere Weiher und Tümpel als ihren Lebensraum. Sie ist bei uns überall recht häufig, wird allerdings meist übersehen, da sie sich meist in der dichten Ufer-Vegetation aufhält.

Obwohl die Art momentan noch nicht selten ist, sondern ihre Vorkommen sich lediglich etwas rückläufig entwickeln, steht sie in Deutschland, wie übrigens alle unsere einheimischen Libellen, unter Naturschutz.

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28.04.2013 - Ein halber Bock...

...ist mir heute über den Weg gelaufen - zumindest, was die Deckflügel meines heutigen Fundes betrifft.

Diese sind nämlich bei einigen Vetretern unserer heimischen Bockkäfer viel kürzer ausgebildet als die darunterliegenden eigentlichen Flügel - so auch beim Dunkelschenkliger Kurzdeckenbock.

Die Art ist bei uns überall recht häufig anzutreffen. Meist findet man die Käfer auf Blüten, wo sie sich an deren Pollen gütlich tun. Sie fliegen vom April bis in den Juli hinein.

Die Körpergröße variiert zwischen 6 und 16 mm. Die Larven der Käfer leben in totem Nadelholz und ernähren sich auch davon. Die Entwicklung bis zum fertigen Insekt dauert darin ein bis zwei Jahre.

Wenn man sein Brennholz direkt neben dem Kamin lagert, kann es deshalb durchaus einmal vorkom­men, daß darin noch die eine oder andere Larve herumfrißt.

Molorchus minor
Gattungssuche Molorchus minor - Dunkelschenkliger Kurzdeckenbock
X
Nr. 2013.1706kl_r100 %
1706kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/9; 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D

Später wundert man sich dann, einen dieser Käfer in seiner guten Stube vorzufinden, obwohl weit und breit kein Nadelwald in Sicht ist :-)

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22.04.2013 - Rüssel nach oben...

Heute gings mal wieder mit dem Sohnemann in die Püttberge. Und siehe da, der Kleine scheint ganz nach seinem Vater zu kommen. Denn während er im Sand so am Spielen ist, entdeckt er doch tatsächlich dabei einen kleinen Rüsselkäfer, den er auch gleich seinem Papa zeigen muß.

Dieser ist natürlich begeistert und kommt nicht um­her den tollen Fund fotografisch festzuhalten.

Es handelte sich um einen Grauen Kugelrüssler, einem Käfer, den man sehr häufig in sandigen Gegenden findet - vor allem entlang der Küsten­linien. Man kann ihn in geeigneten Lebensräumen von April bis Juni an verschiedenen Gräsern, die ihm als Nahrung dienen, entdecken.

Durch seine unauffällige graubraune Färbung und die mit 4-6 mm eher geringe Körperlänge wird er jedoch häufig übersehen.

Es kommt halt immer auf die Perspektive an :-)

Philopedon plagiatus
Gattungssuche Philopedon plagiatus - Rüsselkäfer
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Nr. 2013.1329kl_r100 %
1329kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D
Philopedon plagiatus
Gattungssuche Philopedon plagiatus - Rüsselkäfer
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Nr. 2013.1333_34kl_r100 %
1333_34kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D

Na das kann ja heiter werden, wenn ab sofort gleich zwei Schäfer die Püttberge nach Krabbeltieren durchkämmen, werde ich wohl mit Fotografieren bald nicht mehr hinterherkommen ;-)

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20.04.2013 - Alle Jahre wieder...

...freue ich mich, wenn in der Wärme der ersten Sonnenstrahlen die V-Springspinnen in den Püttbergen aus ihren Gespinstsäcken gekrochen kommen, um auf Partnersuche zu gehen.

Aelurillus v-insignitus
Gattungssuche Aelurillus v-insignitus - V-Springspinne ♀Springspinnengalerie
X
Nr. 2013.1149_58bkl_r100 %
1149_58bkl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/6.3 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D

Aelurillus v-insignitus
Gattungssuche Aelurillus v-insignitus - V-Springspinne ♀Springspinnengalerie
X
Nr. 2013.1167_76kl_r100 %
1167_76kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/6.3 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D

Diesmal allerdings hatte mein Besuch einen höheren Zweck. Ich benötigte nämlich im Rahmen meines Springspinnen-Projektes noch ein paar hochauflö­sende Fotos des Weibchens dieser Art, nachdem ich im letzten Herbst nur noch adulte Männchen finden konnte.

Lange brauchte ich auch nicht zu suchen, um fündig zu werden. Die ersten drei kleinen Springer, die mir auf der "Springspinnen-Wiese" entgegenhüpften waren zwar Männchen, aber schon nach zirka fünf Minuten sprang mir dann auch schon das gewünsch­te Weibchen vor die Füße.

Aelurillus v-insignitus
Gattungssuche Aelurillus v-insignitus - V-Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2013.1220_30kl_r100 %
1220_30kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D

Außerdem hatte ich am Ende noch das Glück auf einer der offenen Sandflächenn eine Begegnung zwischen beiden Geschlechtern zu erleben. Leider ist es aber am Ende nicht zur Paarung gekommen, obwohl sich das Männchen bei seinem Balztanz ziemlich angestrengt hat.

Aelurillus v-insignitus
Gattungssuche Aelurillus v-insignitus - V-SpringspinneSpringspinnengalerie
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Nr. 2013.1094_98bkl_r100 %
1094_98bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/7.1 (DFF); 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D
Aelurillus v-insignitus
Gattungssuche Aelurillus v-insignitus - V-SpringspinneSpringspinnengalerie
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Nr. 2013.1105_07kl_r100 %
1105_07kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/7.1 (DFF); 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D

Es bemühte sich mehrere Minuten um das Weibchen, indem es sich mit erhobenen Vorderbeinen dem schöneren Geschlecht von seiner besten Seite präsentierte. Trotzdem hüpfte die Dame am Ende unbeein­druckt von Dannen. Vielleicht war er einfach nicht ihr Typ.

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17.04.2013 - Im morschen Holz...

Auf meinen Foto-Spaziergängen schaue ich mir auch oft den einen oder anderen morschen, am Wegrand dahinrottenden, alten Baumstamm an, der in einem Naturschutzgebiet, wie den Püttbergen, im Gegensatz zu bewirtschafteten Wäldern, zum Glück liegen bleiben darf und so einen wichtigen Lebensraum bietet.

Ampedus sanguineus
Gattungssuche Ampedus sanguineus - Blutroter Schnellkäfer
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Nr. 2013.0861_66kl_r100 %
0861_66kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D

Besonders viele Käfer sind nämlich explizit auf der­artiges Totholz angewiesen. Es stellt ent­weder die Nahrungsquelle für deren Larven dar oder aber die räu­berischen unter ihnen jagen im Holz nach ihrer Nahrung.

Zu letzterer Sorte gehören auch die Larven meines heutigen Fundes, einem 15 mm großen, knallroten Schnellkäfer, den ich in einem morschen Kiefern­stamm fand. Ich bestimmte ihn zu Hause anhand der Fotos als Ampedus sanguineus.

Da es aber in der Gattung Ampedus mehrere fast identisch aussehende Arten mit roten Deckflügeln gibt, ließ ich mir meine Vermutung lieber noch von den Fachleuten bei www.kerbtier.de bestätigen.

Ampedus sanguineus ist bei uns überall häufig. Die Käfer sind tagaktiv und ernähren sich rein vegetarisch - meist von Doldenblütlern. Larven findet man hauptsächlich in morschem Kiefernholz, aber auch in Eiche und Buche, wo sie sich zunächst von Mulm, später aber von Larven und Puppen anderer Käfer ernähren.

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16.04.2013 - Verspäteter Frühling...

Nachdem wir im letzten Jahr durch ein sehr zeitiges Erwachen der Natur beglückt worden sind, lag in diesem Jahr Anfang April leider noch Schnee in den Püttbergen - und auch jetzt in der Mitte des Monats ist noch kein grünes Blatt an den Bäumen zu erkennen.

Erophila verna
Gattungssuche Erophila verna - Frühlings-Hungerblümchen
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Nr. 2013.0687kl_r100 %
0687kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/4.5; 1/500s; ISO 400
Canon EOS 50D

An diesem Wochenende war es nun endlich so weit, der Frühling ließ sich hier endlich blicken - und das gleich mit 20 Grad im Schatten. Die Natur schien nur darauf gewartet zu haben, um nun förmlich zu explodieren. Viele Tiere und Pflanzen, die sonst gewöhnlich nacheinander ins neue Jahr starten, erscheinen nun alle auf einmal.

Ein Winzling unter den botanischen Frühjahrsboten ist das Frühlings-Hungerblümchen, welches in den sandigen Püttbergen einen perfekten Standort für seine Ansprüche findet. Es bevorzugt sonnige, trockene, magere Biotope.

Bei besonderer Nährstoffarmut, wie hier im mär­kischen Sand, werden die Pfanzen meist nicht viel größer als 5 cm. Aber auch bei besseren Verhält­nissen erreichen sie nicht mehr als 20 cm an Wuchs­höhe.

Erophila verna
Gattungssuche Erophila verna - Frühlings-Hungerblümchen
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Nr. 2013.0694kl_r100 %
0694kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/4.5; 1/800s; ISO 400
Canon EOS 50D

Da es ziemlich windig war, habe ich mich zum Start ins neue Makrojahr an den Blümchen mit ein paar Offenblenden versucht - also bitte nicht über die mangelnde Schärfentiefe wundern ;-)

Cicindela campestris
Gattungssuche Cicindela campestris - Feld-Sandlaufkäfer
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Nr. 2013.0760kl_r100 %
0760kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D

Am späteren Nachmittag flog mir dann, mit einem prächtig grün-schimmernden Feld-Sandlaufkäfer, noch ein seltener Gast in den Püttbergen über den Weg - zu­mindest hatte ich bis dato hier noch keinen davon gesehen.

Normalerweise werden die hiesigen sandigen Frei­flächen nämlich von dessen Verwandten, dem Dünen-Sandlaufkäfer dominiert.

Umso schöner also, auch einmal einen anderen Vertreter der Sandlaufkäfer hier zu Gesicht zu bekommen - zumal die Art aufgrund des Rückgangs geeigneter Lebens­räume immer seltener wird und sie in Deutschland deshalb mittlerweile sogar unter Naturschutz steht.

Der Käfer ernährt sich, wie alle Sandlaufkäfer, räuberisch von kleinen Insekten und Spinnentieren. Mittels seiner kräftigen Kiefer sind dabei auch Käfer mit ihrem dicken Chitinpanzer kein Problem. Sobald die Sonne scheint und es warm genug ist, laufen die Käfer rastlos umher. Versucht man sich anzunähern, fliegen sie auf, um sich ein paar Meter entfernt wieder niederzulassen. Brauchbare Fotos gelingen daher meist nur an kälteren Tagen - falls man die Tiere dann überhaupt zu Gesicht bekommt - oder in den Abendstunden.

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